Kamen Rider Geats

Alles über Kamen Rider hier rein.

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Ranger L
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Kamen Rider Geats

Beitrag von Ranger L »

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Der Name unserer nächsten Rider Staffel lautet Kamen Rider Geats (gesprochen Giez).
Klingt mal wieder ziemlich nichts aussagend.

Ich hab das Wort mal gegoogelt und das einzige halbwegs sinnvolle was er mir ausgespuckt hat, war ein Nordgermanisches Volk, das bei uns „Gauten“ genannt wird. https://en.wikipedia.org/wiki/Geats
Ob es damit was zu tun hat, sei mal dahin gestellt. Spontan würd ich vermuten eher nein, aber ich wollte es nicht unerwähnt lassen.
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Tokusatsu_Nerd02
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Tokusatsu_Nerd02 »

Interessant
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Ryu Tamasaki
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Ryu Tamasaki »

Endlich ein Bild von ihm!

Mir scheint es so als würde sein Design auf einen Fuchs oder Kyuubi basieren.
Der Driver scheint auch sowas wie Magatama Symbole abzubilden, daher tippe ich auch mal auf das Theme japanische Mythologie ^^

EDIT: Habe noch ein Bild gefunden und vielleicht deutet es auch auf ein Battle Royale hinaus.

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Ranger L
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Ranger L »

Das obere Poster ist absolut geil.
Das Design gefällt mir auf den ersten Blick auf jeden Fall sehr gut. Der Körper erinnert mich vom Schnitt und auch von den Farben her etwas an Ark-One, während der Kopf so ein bisschen aussieht wie die Jackal Form von Revice. Beides gute Anzüge, daher schöne Kombination.

Ryu Tamasaki hat geschrieben: Do 21. Jul 2022, 11:14 vielleicht deutet es auch auf ein Battle Royale hinaus.
Den Story Beschreibungen nach scheint es wohl tatsächlich in eine Battle Royale Richtung zu gehen.
https://twitter.com/SpecialForm12/statu ... 3246495750
Klingt spontan wie eine Mischung aus Ryuki und Ex-Aid.

Und wo wir gerade bei Ex-Aid sind. Es gibt auch schon Informationen zum Produktionsstab.
https://twitter.com/SpecialForm12/statu ... 6839903232
Main Producer: Naomi Takebe (Kiva, OOO, Go-Busters, Gaim, Ninninger)
Main Writer: Yuya Takahashi (Ex-Aid, Zero-One)
Main Director: Shojiro Nakazawa (Gekiranger, Shinkenger, Gokaiger, Wizard, ToQger, Ninninger, Ex-Aid, Zenkaiger)

Sehr vielversprechende Kombi für meinen Geschmack. Vor allem für Takebe freut es mich extrem, weil sie die letzten Jahre gefühlt immer nur Shirakuras Secondary sein durfte und da sie mit Gaim und Go-Busters ja auch zwei meiner absoluten Lieblings Tokus geschrieben hat, setze ich sehr große Hoffnungen in sie. Takahashi hätte ich zwar gerne mal bei Sentai gesehen, aber da treibt ja sowieso gerade Shirakura sein Unwesen und da ich seine beiden bisherigen Staffeln ja durchaus mochte, hab ich auch gegen ihn absolut nichts einzuwenden.
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Red Ranger
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Red Ranger »

Das Design sieht wirklich cool aus. Die Story Beschreibung klingt auch interessant. Ich hoffe da auf eine etwas ernstere Staffel.

Takahashi als Main Writer ist eine gute Wahl. Wenn er in einer ähnlichen Form ist wie bei Ex-Aid, kann man auf eine gute Staffel hoffen. Ich denke, bei den Problemen, die ich mit Zero-One hatte, dürfte er nicht komplett alleine Schuld dran sein, sondern die Zwangspause hatte auch einiges dazu beigetragen.
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fumpen
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von fumpen »

Der sieht geil aus, der Gute!
Danke für die Bilder, Ryu :wink:

Es hat wohl auch schon hier und da Scans von der Spielzeugversion des Drivers und den dazugehörigen Gimmicks. Die Bilder sind aber klein und arg verpixelt ...
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Basara »

fumpen hat geschrieben: Mi 27. Jul 2022, 12:09 Der sieht geil aus, der Gute!
Danke für die Bilder, Ryu :wink:

Es hat wohl auch schon hier und da Scans von der Spielzeugversion des Drivers und den dazugehörigen Gimmicks. Die Bilder sind aber klein und arg verpixelt ...
Dazu kann ich etwas Hilfestellung geben, bin auch auf einigen Toku-related Discord-Servern unterwegs.

Unser Belt dieses Jahr wird Desire Driver genannt, die Gimmicks dazu sind die ID Cores und Raise Buckles. Die ID Cores gelten in der Serie als Teilnahme-Berechtigung und geben unseren Ridern ihre Entry Form, also Helm mit schwarzen Grundsuit. Die Raise Buckles werden jeweils seitlich zum Desire Driver zugeführt und ermöglichen so die verschiedenen Formen. Für Geats sind dies die Magnum und Boost Raise Buckles. Seine Hauptwaffe ist der Magnum Shooter 40X, welchen er dank der Magnum Raise Buckle bekommt. Besonderheit des Desire Driver ist auch, dass man per Knopfdruck den Belt um 180° drehen kann und so die jeweiligen Raise Buckles die Position wechseln.
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Ryu Tamasaki
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Ryu Tamasaki »

Die Erklärung trifft es echt gut. Bin wirklich sehr gespannt auf die Serie!

Trailer mit Subs
https://twitter.com/GenmCorp/status/155 ... mhb3d75IzA Ich frage mich wirklich was es mit diesem Panda auf sich hat. :lol: DX Driver Trailer
https://www.youtube.com/embed/ooosc4GRvcg
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Basara »

So, werte Toku-Gemeinschaft, hier der Link zur Pressekonferenz von Kamen Rider Geats: https://youtu.be/zArj8Cy-Jxk

Und das Beste daran, es hat wie sonst kein Geoblocking. Es wird sogar mittlerweile deswegen vermutet, dass die Serie dieses Mal sogar in den Simulcast geht.
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Basara »

So, die PK lief gut ungefähr eine halbe Stunde, und der Cast, der von chinesischen Insidern geleaked wurde, hat sich zu 100% bewahrheitet. Auch wurde um eine Ankündigung mit Pixelfilter ein Geheimnis gemacht zu Anfang, welches sich dann um den Künstler für das diesjährige Opening zu Kamen Rider Geats handelt. Und Toei hat diesmal keine halben Sachen gemacht, und für das Opening Shounan no Kaze (ehemals Gaim no Kaze für Kamen Rider Gaim) und Kouda Kumi verpflichtet. Die PK ist immer noch auf YouTube regionalfrei abrufbar, und wird aktuell von TV-Nihon mit Subs versehen.
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Ryu Tamasaki »

Habe mir die PK mit YT Auto Translation angeschaut aber warte auch nochmal die Version von TV-Nihon ab xD
Aber richtig cool, dass Shounan no Kaze wieder ein Opening macht!
Allgemein macht der Main Rider auch einen soliden und ernsten Eindruck auf mich.

Hier schonmal der Trailer mit Subs von GenmCorp :D
https://twitter.com/GenmCorp/status/155 ... dlEmkofYBQ
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Basara »

So, Geats steht damit in den Startlöchern. Eure Erwartungshaltung an die neue Rider Staffel?
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Ranger L »

Ich hab die erste Folge von Geats jetzt gesehen.
Sehr interessante Startfolge würde ich sagen, definitiv mal was anderes. Ich war etwas überrascht, dass das Turnier schon zu Beginn der Serie so weit fortgeschritten ist (auch wenn es jetzt wohl sowas wie resetet wurde und der eigentliche Kampf anscheinend erst nächste Woche losgeht), es hatte aber den Vorteil, dass man nicht direkt alles vor die Füße geworfen bekommen hat, sondern erst mal nur die wichtigsten Charaktere und Plot Elemente vorgestellt wurden. Dadurch war zumindest das Pacing ziemlich anständig, ich hatte definitiv befürchtet, dass es schlechter werden würde, bei einer Serie, die so früh so viele Rider einzuführen hat.
Natürlich bleibt abzuwarten, wie sich das dann die nächsten Wochen verhält. Die Serie hat wie üblich noch einiges zu erklären, ich hoffe mal, dass man bald möglichst ein paar Informationen dazu erhält, wie genau dieser Desire Grand Prix aufgebaut ist, das würde auch die Ereignisse dieser Folge etwas besser in Perspektive setzen, aber für sich genommen hat die Folge durchaus funktioniert.

Die Charaktere wirken vom Set Up her sehr Kabuto-like mit einem eher sympathisch und idealistisch angelegten „Secondary“ (davon geh ich zumindest mal aus), der einem mehr oder weniger als Protagonist präsentiert wird, während der eigentliche Main Rider eher arrogant wirkt und sich mehr nach einem außenstehenden Charakter anfühlt, dem der eigentliche Hauptcharakter hinterher eifert. Keiwa und Neon haben auf alle Fälle einen sehr soliden Eindruck hinterlassen. Bei Ace brauch ich wohl noch ein bisschen, um zu entscheiden, was ich von ihm halte. Er wird für mich sicherlich noch etwas Background brauchen, um ihn besser einordnen zu können.

Im Großen und Ganzen wahrscheinlich sogar eine der besseren Startfolgen, wenn vielleicht auch etwas schwächer als die von Revice, aber es ist auf jeden Fall einiges vorhanden, auf dem man aufbauen kann.
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Basara »

Und hier mal das Opening als TV Size:
https://open.spotify.com/album/4w1LI5Kb ... LgN_busVEw
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fumpen
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von fumpen »

3te Folge gesehen - die Serie macht Spaß! Interessante Charaktere und ein Setting, das Abwechslung verspricht ...

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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Tokusatsu_Nerd02 »

@fumpen Oh ja macht echt fun bin gespannt auf mehr.
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Zilver
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Zilver »

Erste vier Folgen gesehen und echt begeistert!

Gar nicht mehr so bunt, schrill, laut und albern. Keine Charaktere welche scheinbar 4 jährige japanische Kinder zum lachen bringen sollen 😄 hatte zuletzt Gaim und Zi-O geschaut und war von moderneren Rider Staffeln extrem abgeneigt (bin sehr großer Fan von Faiz und Blade).

Geats hat wirklich mal Charaktere, die sympathisch und interessant sind und auch das CGI ist nicht so unangenehm peinlich. Die Story erinnert mich etwas an Alice in Borderland mit unausweichlichen Parallelen zu Squid Game.

Ich werde dran bleiben 😊

Edit: Minuspunkt für das Opening, aber das ist ja nebensächlich und wird eh geskippt 😄
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Ranger L
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Ranger L »

Ich wollte eigentlich nach 10 Folgen ein erstes Fazit abgeben, aber da die neue „Staffel“ des Desire Grand Prix da gerade erst angefangen hat, wollte ich ihr noch ein paar Folgen geben, damit ich die auch schon ein bisschen bewerten kann. War denke ich auf jeden Fall die richtige Entscheidung, gerade die Rückkehr von Keiwa noch abzuwarten, hat meine Meinung zu der Serie nochmal etwas gepusht. Allgemein find ich die Serie ziemlich gut bis jetzt, in etwas gleichauf mit der Anfangsphase von Revice würde ich sagen.


Durch das Set Up des Desire Grand Prix‘ hat man eigentlich immer irgendeinen Fortschritt, weil ja immer irgendjemand fliegt (oder auch wiedereingeführt wird, wie letzte Folge). Gleichzeitig ist es aber bisher nie zu random oder zu viel auf einmal gewesen. Die Serie macht bis jetzt einen sehr guten Job, Stück für Stück die Regeln des Desire Grand Prix zu etablieren und die Details zu erklären, sodass man recht gut mitkommt, was gerade neben DonBrothers einfach verdammt gut tut. Ich muss sagen, dass ich vor allem am Anfang doch etwas überrascht war, dass der Desire Grand Prix deutlich mehr wie ein Ex-Aid Style Videospiel funktioniert und nicht so sehr wie ein klassisches Battle Royal Set Up a la Ryuki oder Versus Road, ich denke aber, dass es im Großen und Ganzen funktioniert.
Ein paar Fragen hab ich definitiv immer noch, vor allem hoffe ich mal, dass man mit der Zeit noch etwas auf die Logistik hinter diesem ganzen Turnier eingeht, unter anderem so Sachen wie, woher die die Power nehmen, die Welt immer wieder zu „resetten“ bzw. sie sich so zusammen zu bauen wie sie (oder besser gesagt die jeweiligen Gewinner) sie haben wollen, würden mich echt interessieren. Und auch dazu, wie genau der Desire Grand Prix und die Jamato miteinander in Verbindung stehen, muss definitiv was kommen, allerdings hat man da die letzten beiden Folgen eh schon etwas angefangen, darauf zu teasern, dass die Jamato womöglich eine künstlich gezüchtete Spezies sind, die vom „Gamemaster“ in Auftrag gegeben worden ist (definitiv einer der Vorteile, dass ich zwei Folgen länger gewartet hab), was auch in etwa in die Richtung geht, die ich vermutet hatte. Bleibt natürlich noch die Frage „Warum?“, aber wie gesagt, da ist man schon auf einem sehr guten Weg und die Serie hat ja auch noch Zeit.
Vom Ablauf her, würde ich sagen, waren die ersten paar Runden relativ linear und das meiste ist eigentlich mehr oder weniger so abgelaufen, wie ich es erwartet hatte, was ich aber nicht unbedingt als was negatives sehen würde, in vielen Fällen, war es halt einfach die logischste Option. Das erste was mich tatsächlich überrascht hat, das war das vermeintlich frühe Ausscheiden von Keiwa, da er ja eigentlich der gefühlte Protagonist der Serie ist (und für meinen Geschmack auch ganz klar der beste Charakter). Ich war erst nicht ganz sicher, was ich davon halten sollte, hab aber durchaus damit gerechnet, dass man ihn früher oder später wieder einbauen würde, was man jetzt ja mit der letzten Folge auch gemacht hat, weshalb ich denke, dass es insgesamt recht gut funktioniert hat. Das einzige, bei dem ich mir nicht so sicher bin, ob ich damit komplett zufrieden bin, das ist der Twist zu Keiwas Eltern. Es wurde ja etabliert, dass die Ereignisse während den Kämpfen für die einfache Bevölkerung immer rückgängig gemacht werden, also wie konnten sie denn bei einem Jamato Angriff sterben? Da sollte definitiv noch was dazu kommen.

Die Charakter Seite find ich mittlerweile eigentlich auch ziemlich ordentlich. Wie gesagt ist mein Favorit natürlich ganz klar Keiwa, er fällt halt ganz klar in die Kategorie von Charakter, die ich generell am liebsten mag und auch Neon find ich sehr sympathisch. Man hat auf jeden Fall schon früh einen guten Job gemacht, ihre Situation zu etablieren, dass man mit ihrem Widerstand gegen ihre Mutter mitfiebern kann und mit ihrem Vater hat man jetzt auch noch eine weitere mysteriöse Figur mit ins Spiel gebracht, die wahrscheinlich früher oder später noch eine Rolle spielen wird.
Mit Ace komm ich mittlerweile eigentlich auch ganz gut klar, er hat definitiv seine arschigen Momente, im Kern scheint er aber durchaus ein guter Kerl zu sein und je klarer seine Ziele und Motivationen werden, desto leichter fällt es mir auch, über seine negativen Eigenschaften hinwegzusehen. Sein Wunsch war tatsächlich etwas überraschend, aber auch irgendwie witzig und ich denke es ergibt durchaus Sinn, als Schritt in seinem Bestreben, den Geheimnissen des DGP auf den Grund zu gehen. Er ist jetzt sicherlich nicht mein Liebling Charakter Typ, aber sympathisch genug, um mir nicht auf den Geist zu gehen und inhaltlich auf jeden Fall nicht uninteressant. Mit Michinaga geht’s mir ähnlich, auch wenn er von den 4 Hauptridern sicherlich der schwächste für meinen Geschmack ist, aber auch bei ihm haben die Informationen, die man bekommen hat, gereicht, damit ich verstehe, worum es ihm geht und warum er das tut, was er tut, das reicht mir fürs erste.
Von der zweiten „Garde“ ist nach der letzten Folgen jetzt ja eigentlich eh nur Win übrig (wobei der technisch gesehen ja auch schon vorher dabei war). Bisher wirkt er mehr wie Mittel zum Zweck, mal schauen, ob zu ihm noch mehr kommt. Tanba hat in den drei Folgen, in denen er dabei war, einen sehr guten Eindruck hinterlassen, er ist von den „eliminierten“ Ridern wahrscheinlich der einzige, um den es wirklich schade ist, aber ich schätze mal nicht, dass man ihn nochmal zurück bringen wird.

Ansonsten noch positiv zu erwähnen wäre vielleicht, dass ich das Form Change Konzept um diese Buckles ziemlich cool finde, wahrscheinlich sogar das beste seit Build. Ich mag das Prinzip, dass es quasi so „Einsteiger-Buckles“ und etwas stärkere gibt und dass letztere immer mit einem Rider besser kompatibel sind, als mit den anderen, weil es dafür sorgt, dass es immer etwas Konkurrenzkampf darum gibt. Das einzige wovon ich kein Riesen Fan bin ist, dass sie anscheinend eigenständig handeln können (wie z.B. als die Ninja Buckle in Folge 8 direkt zu Keiwa geflogen ist). Ich weiß nicht, ob die Dinger tatsächlich sowas wie Lebewesen sein sollen, die Tatsache, dass sie in Eiern ausgebrütet werde, impliziert das ja so ein bisschen, aber sowas ist halt immer etwas zu random für meinen Geschmack.


Über allzu viel könnte ich mich bisher eigentlich nicht beschweren. Geats macht einfach sehr viel von dem Richtig, was vor allem DonBrothers für meinen Geschmack falsch macht und das ist eigentlich alles, was ich von der Serie wollte. Es unterhält mich sehr gut, ohne mich dabei zu nerven, es ist aber auf jeden Fall auch noch sehr viel Potential für mögliche Steigerungen übrig, was für eine Anfangsphase eigentlich ideal ist.
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Ranger L »

Wie auch schon beim ersten Mal wollte ich das dieses Zwischenfazit eigentlich schon 2 Folgen eher, nach 24 Folgen machen, das hätte auch perfekt mit dem Ende der DezaStar Arc gepasst, aber in der Woche war mir das dann mit den Reviews zu DonBrothers und B-Fighter Kabuto zu stressig, deshalb hab ich jetzt nochmal 2 Folgen länger gewartet. Ich find die Serie auf jeden Fall immer noch sehr gut. Das interessante daran ist, dass die Staffel meiner Meinung nach eigentlich nicht mal irgendwas krass ausgewöhnliches macht, nichts was sie tut, hat mich bisher großartig geflasht oder beeindruckt, aber die Umsetzung ist eben so konstant gut, dass die Staffel trotzdem weit oben mitspielen kann.


Die Serie macht immer noch einen verdammt guten Job, die Hintergründe des Desire Grand Prix‘ Stück für Stück aufzuarbeiten und die Logistik dahinter zu erklären, was ich wirklich sehr zu schätzen weiß. Tatsächlich würde ich sogar sagen, dass man einen Großteil meiner Fragen, die ich im ersten Post noch angesprochen hatte, inzwischen beantwortet hat oder zumindest auf einem sehr guten Weg dahin ist. Die Verbindung zwischen den Jamato und dem Desire Grand Prix z.B. hat man mittlerweile eigentlich recht gut erklärt, man hat grob erklärt, wer oder was hinter dem Konzept steckt, warum man das macht und wie es sich finanziert und man ist sogar schon etwas darauf eingegangen, was den Veranstaltern die Macht darüber gibt, sich die Welt so zusammen zu bauen, wie sie sie haben wollen. Ich hoffe natürlich, dass man noch genauer darauf eingeht, was genau es mit dieser Goddess of Creation auf sich hat, aber dafür dass wir immer noch gerade mal bei knapp über der Hälfte sind, ist das bisher schon eine sehr gute Ausbeute.
Ich bin noch nicht ganz sicher, was ich davon halten soll, dass diese Hintermänner, Produzenten und Supporter alle aus der Zukunft sind, aber soweit ergibt das denke ich durchaus Sinn. Ich hab zwar so ein bisschen Angst vor potentiellen Zeitmanipulationen, aber solange man es dabei belässt, in der Gegenwart zu bleiben, sollte es glaub ich kein allzu großes Problem darstellen. Die Implikation, dass viele mächtige Personen in der Geschichte DGP Sieger sind, kann man denke ich als Teil des Backgrounds so stehen lassen, es könnte vielleicht sogar als Bootstrapparadoxon funktionieren.
Ich mag das Konzept dieser Supporter, vor allem die Tatsache, dass die sich die jeweiligen Rider aussuchen können, was auch erklären würde, warum manche immer wieder ausgewählt werden und andere nicht. Ich hoffe nur man erklärt noch, warum die alle auch über Rider Kräfte verfügen, obwohl sie ja gar nicht Teil des Turniers sind. Ich meine, ist das einfach ein Ding in deren Zeitlinie, dass alle Rider Kräfte haben?

Die letzten paar Folgen der Conspiracy Arc fand ich alle ziemlich gut. Den Aus- und Wiedereinstieg von Ace hat man gut über die Bühne gebracht. Hätte man sich womöglich sparen können, aber allein um zu zeigen, dass selbst er nicht komplett unantastbar ist, fand ich es dennoch nicht schlecht. Im Finale fand ich’s auch ganz cool, dass ausnahmsweise mal Keiwa und Neon Ace bzw. Girori hinters Licht geführt haben. Es hat mich tatsächlich etwas überrascht, dass diese Runde ohne Sieger geendet ist, aber ich schätze, um alle Rider wieder zurückzubringen, wäre es wohl zu früh gewesen. Als Climax hat es auf alle Fälle sehr gut funktioniert.
Bei der DezaStar Story hab ich tatsächlich ein paar Folgen gebraucht, bis ich mit ihr warm geworden bin, vor allem weil nach dem ersten Verdacht halt direkt alle sehr schnell voreilige Schlüsse gezogen haben, mit der Zeit hat sich das aber recht gut eingependelt und den Rest der Arc fand ich dann wieder ziemlich gut. Ich bin tatsächlich ganz froh darüber, dass sich am Ende Neon als der DezaStar herausgestellt hat. Zu Keiwa hätte es irgendwie nicht gepasst, Ace wäre zu offensichtlich gewesen und die beiden neuen, vermeintlich „entbehrlichen“ Charaktere, wären zu billig, daher war Neon für mich der beste Mittelweg. Sie hat ihre Rolle auch gut gespielt und ist über die Spielanweisungen hinaus nie unnötig antagonistisch gewesen. Außerdem mag die Andeutung, dass sie wohl der „Wunsch“ ihres Vaters war. Ich frag mich, ob sie wirklich komplett aus dem Nichts erschaffen wurde oder ob sie vielleicht mal gestorben ist oder so und er sie damit wieder zurückgebracht hat. Das würde womöglich das Verhalten ihrer Mutter erklären.
Ich find‘s auch ganz gut, wie man Michinaga wieder mit ins Spiel gebracht hat, man hat quasi auf die gleiche Erklärung zurückgegriffen, wie Ex-Aid mit Gemn (nicht unbedingt verwunderlich, in Anbetracht der Tatsache, dass die Serie den gleichen Writer hat). Find ich soweit ganz plausibel und man hat das auch ganz gut genutzt, um den Zuschauer etwas mehr in das Konzept der Jamato einzuführen. Ich mag auch die Story, dass er jetzt immer mehr zum Jamato wird, ich bin gespannt, wo das endet. Von der Protagonisten Reihe ist er für mich zwar charakterlich immer noch das schwächste Glied, aber ich schätze, die Serie braucht einfach eine Rolle wie ihn, um die Core 3 etwas auszugleichen.
Ace find ich mittlerweile eigentlich ziemlich gut, in letzter Zeit hat er eigentlich gar nicht mehr gegen die anderen agiert oder irgendwas in der Art und ich find’s halt auch cool, wie pro-aktiv er die ganze Zeit über versucht, die geheimnisse des DGP aufzudecken, wodurch er ebenfalls dazu beiträgt, dem Zuschauer mehr Informationen zu verschaffen. Letzte Folge hat man halt jetzt so ein bisschen die Frage aufgeworfen, was genau Ace eigentlich ist, irgendwie scheint er wohl in der Lage dazu zu sein, zu reinkarnieren und hat schon in früheren Leben am DGP Teil genommen (und gewonnen), wodurch er sich jetzt diese zusätzlichen Boost Buckles herbei rufen konnte. So richtig überzeugt von diesem Konzept bin ich ehrlich gesagt noch nicht, aber es KÖNNTE funktionieren, je nachdem wie man das alles noch erklärt und anders als bei einer gewissen anderen Serie, habe ich gegenüber Geats durchaus ein gewisses Vertrauen, dass sie sich, bei dem was sie so tut, auch tatsächlich was denkt, also mal schauen.
Ich bin auch mal gespannt, wo sie jetzt mit dieser Jamato Grand Prix Arc hinwollen. Ob man die jetzt auch 7-9 Folgen lang durchzieht? Von den etablierten „Teilnehmern“ her würde es 4 x 2 Folgen schon hergeben, aber das alleine ist hoffentlich nicht alles, worum es dabei geht. Ich könnte mir unter Umständen sogar gut vorstellen, dass man die Jamato schon vor dem Endgame der Serie rausnimmt und dann die letzte Arc auf dem Kampf gegen die DGP Führungsriege aufbaut, aber dafür könnte es womöglich noch zu früh sein.


Im direkten Vergleich mit Folge 11-25 von Revice, die ich ja nach wie vor als die stärkste Phase der Staffel sehen würde, liegt Geats zwar immer noch hinten, aber danach hat Revice ja immer mehr nachgelassen, daher wäre jetzt der perfekte Zeitpunkt um vorbei zu ziehen, wenn sie ihre aktuelle Qualität halten kann. Zero-One hat sie denke ich zum aktuellen Zeitpunkt schon überholt, aber wie gesagt, sie darf halt jetzt nicht einbrechen. Eine Hälfte hat die Staffel noch vor sich und bis jetzt ist sie auf einem sehr guten Weg.
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Red Ranger »

Kamen Rider Geats ist nun auch zu Ende. Es war wirklich eine sehr gute Staffel. Sie hat mich von Anfang bis Ende unterhalten, und ich bin mir sicher, wenn mir von Anfang an die komplette Staffel zur Verfügung gestanden hätte, hätte ich sie in wenigen Tagen komplett durch gehabt. Storymäßig spielt die Staffel schon recht weit oben mit, auch wenn es vielleicht die ein oder andere kleinere Schwäche gibt, die dann dafür gesorgt hat, dass Geats doch nicht den ersten Platz in meinem Kamen Rider Ranking einnimmt. Wie man es von Kamen Rider gewohnt ist, ist eigentlich immer etwas passiert. Gerade am Anfang wollte man unbedingt wissen, was es denn nun mit dem Desire Grand Prix und Aces Mutter auf sich hat. Beide Geheimnisse wurden relativ gut gelüftet. Die Geschehnisse um den Desire Grand Prix um ein paar überhebliche Menschen aus der Zukunft zurückzuführen, war schon eine recht clevere Idee. Es hat der Staffel auch geholfen, dass man nie die Zukunft selbst gezeigt hat. Sonst hätte man auch direkt zeigen müssen, wie die Zukunftsmenschen all das stemmen. So bleiben sie nach wie vor ein wenig geheimnisvoll. Es mag zwar sein, dass die Zukunftsmenschen für uns übermächtig wirken, aber wenn man sich überlegt, dass wenn wir selbst 1000 Jahre zurückreisen würde und mit unseren technischen Errungenschaften in der Vergangenheit herumspielen würden, wir für die Menschen der Vergangenheit ebenfalls übermächtig erscheinen würde, halte ich das gar nicht mal für abwegig. Es kann alles mit Zukunftstechnologie möglich sein. Da finde ich die Story um die Goddes Of Creation und auch um Aces Status als möglicher Gott eher Fehl am Platz. Diese mystische Komponente wollte manchmal nicht so recht in die Staffel passen. Es hätte völlig ausgereicht, alles auf Zukunftstechnologie zurückzuführen. Klar, man musste sich etwas überlegen, wieso die Zukunftsmenschen in der Lage sind, die Welt jedes Mal neu zu erschaffen. Dazu war wohl eine mystische Komponente notwendig, denn das wäre mit Zukunftstechnologie schwer zu erklären. Allerdings hat tatsächlich, wie eingangs erwähnt, es geholfen, nie die Zukunft selbst zu zeigen. Man weiß nicht, welche Technologien nun wirklich genutzt wurden, um den DGP zu stemmen, womit man auch eine gewisse Erklärungsnot umgeht. Man könnte es zwar streng genommen als Lösung mit der Brechstange bezeichnen, weil man so auch gar nichts in der Staffel erklären bräuchte und es immer noch funktioniert, aber dadurch verzeiht man auch viel mehr. Dennoch fand ich, dass trotzdem recht viel erklärt wurde und wenig offen gelassen wurde. Es war zwar nicht auf einem Niveau wie Build, wo gar nichts offen gelassen wurde, aber schon deutlich mehr, als so manche Pre-Decade Heisei Staffeln. Das Ende hat mich doch etwas unbefriedigt zurückgelassen. Ja, die Story von Ace ist zu Ende und er hat das erreicht, was er erreichen wollte. Aber irgendwie war da dieses Gefühl von: „Und jetzt?“ Ich kann mir das nicht erklären, woher das kommt.

Die Charaktere waren weitestgehend recht gut. An Ace musste ich mich am Anfang der Staffel echt gewöhnen. Er wirkte schon recht seltsam und auch gar nicht wie der typische Protagonist. Das ist erst einmal nichts schlechtes, denn ich mag die eher untypischen Protagonisten. Aber in den ersten Folgen wirkte er manchmal wie ein Begleitcharakter in seiner eigenen Serie. Keiwa wirkte anfangs eher wie der eigentliche Hauptcharakter. Nach dem ersten Drittel gefiel mir Ace aber immer besser. Keiwa war auch ein guter Charakter. Lediglich seine antagonistische Phase gegen Ende der Staffel gefiel mir nicht so sehr. Das hatte gar nicht zu seinem Charakter gepasst. Ich finde aber die Idee gut, dass sein Wunsch den Nebeneffekt hatte, dass dadurch, dass alle wieder lebten, die durch den DGP gestorben sind, auch die bösen Menschen eben wieder lebten. Das hatte er bei seinem Wunsch nicht bedacht. So lässt sich auch seine Verbitterung besser verstehen. Aber er hat sich dann ja doch wieder gefangen.
Neon gehört zu meinen Lieblingscharakteren in der Staffel. Sie war einfach die gute Seele der Rider und hat auch immer nachvollziehbar gehandelt. Vor allem fand ich es lobenswert, dass man sie im DesaStar Arc nicht in die komplette Antagonistenrolle gedrängt hat. Sie hat den anderen Ridern immer nur kleinere Fallen gestellt, weil sie es musste. Nicht, weil sie es wollte.
Michinaga hat auch eine interessante Entwicklung durchgemacht. Wollte er am Anfang noch jeden Rider vernichten, ist er nach und nach zu einem wertvollen Verbündeten geworden. Und der Prozess war auch eher schleichend, so dass man es kaum bemerkt hat und es sich auch natürlich angefühlt hat. Erst hat er nur mit Ace zusammen gekämpft, weil sie die gleichen Ziele haben, und dann hat er sich immer mehr den Anderen angenähert. Ähnliches lässt sich auch für Win sagen, der anfangs auch nur deshalb antagonistisch war, weil er auf der Seite der Game Master stand. Erst, als ihm seine Bosse zu weit gingen, hat er sich von ihnen abgewendet. Auch Daichi hat man recht gut bekehrt. Man hätte auf ihn einreden können, wie man wollte, er wäre nie zur Vernunft gekommen. Ihn durch die Absorbtion alles Wissen der Menschen, die in diesem Baum gefangen waren, auch deren Leid spüren zu lassen, war wohl die beste Methode, um jemanden wie ihn zu bekehren. Lass ihn den Schmerz spüren, den er anderen antut. Ähnliches gab es ja schon bei Ex-Aid mit Parado (Takahashi scheint diesen Weg zu mögen, um die Bösen zu bekehren).
Die Zukunftsmenschen waren auch recht vielseitig. Wir haben die die liebenswürdige Tsumuri, dann welche wie Ziin und Kyuun, die eher gutmütig sind, und natürlich überwiegend die eher machthungrigen Menschen wie Beroba und Sueru (ist er überhaupt ein Mensch?). Nur bei Kekera weiß ich noch nicht so ganz, was eigentlich sein Problem ist. Er ist Keiwas Unterstützer und kam anfangs auch eher wohlwollend rüber, wurde aber am Ende doch in diese Schurkenrolle gepresst. Das wirkte auf mich nicht so wirklich passend.

Als Fazit kann ich sagen, dass Geats eine wirklich gute Staffel war. Bisher ist sie auch eindeutig die beste Reiwa Staffel. Gleichzeitig ist sie auch Takahashis bisher bestes Werk. Seine schwächste Staffel war ganz klar Zero-One (die einzige seiner drei Rider Staffeln, die er nicht komplett alleine geschrieben hat). Mit Geats macht man wirklich nichts verkehrt. Ich hoffe, dass Takahashi weiterhin noch die ein oder andere Staffel schreiben wird. Ich würde ihn auch mal gerne bei Sentai sehen.
Michelle Trachtenberg (11.10.1985 - 26.02.2025)
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Ranger L »

Ich hab die Staffel jetzt auch beendet und ich bin ganz ehrlich, ich weiß echt nicht so recht, was ich denken soll. Im Prinzip war Geats eigentlich eine richtig starke Staffel… für ziemlich genau 36 Folgen. Und dann ist irgendwas passiert, das ich mir selbst nicht so ganz erklären kann. Es war jetzt nicht unbedingt so ein Hibiki Level von Absturz, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich die Serie in den letzten paar Folgen schon ziemlich verloren hat. Ich würde sogar sagen noch deutlich mehr als Revice im letzten Drittel. Die Staffel hatte zwar auch eine sehr holprige Schlussphase, aber ich hatte das Gefühl, dass sie sich selbst da im Kern immer noch grob in die richtige Richtung bewegt und auf ein vernünftiges Ende ihrer Story hingearbeitet hat, aber Geats hat gefühlt irgendwann im letzten Viertel mal die falsche Abzweigung genommen und nie mehr so richtig zurückgefunden. Vor allem eben die letzte Arc, sprich die letzten 11 Folgen fand ich absolut nicht gut, insbesondere zwei Aspekte daran, nämlich Keiwa und Sueru, aber dazu später mehr.


Ich fange mal mit dem Positiven an. Insgesamt hat die Serie definitiv sehr viel erklärt. Gerade wenn man es jetzt mal im Vergleich zu DonBrothers betrachtet, war Geats eigentlich zu fast jedem Zeitpunkt verständlich und nachvollziehbar und die meisten Informationen waren da, wenn sie gebraucht wurden. Seien es die Hintergründe des DGP, der Background von Ace und Neon oder die Existenz der Creation Goddess. Lediglich einen Punkt gab es, den man meiner Meinung nach nicht wirklich ausreichend beleuchtet hat und das ist der Background einiger Schurken. Darauf komm ich allerdings gleich nochmal zu sprechen.
Auch das generelle Storytelling der Serie war sehr gut, es ist eigentlich immer was passiert, alles war sehr kompakt und hat aufeinander aufgebaut. Einen Nachteil hatte dieses Arc-basierte Storytelling rückwirkend aber so ein bisschen und zwar, dass die Serie dadurch immer sehr „im Moment“ gelebt hat. Das an sich ist nicht unbedingt schlimm, solange das Momentum dann auch konstant gut ist, aber sobald es das nicht mehr ist, hilft es der Serie in dem Moment auch nichts mehr, wenn sie 5 Folgen zuvor noch super war und das war hier zum Ende hin so ein bisschen das Problem. Es hatte zwar immerhin den positiven Nebeneffekt, dass es die vorherigen Arcs nicht unbedingt ruiniert hat, meine Meinung zu denen hat sich jetzt nicht großartig verändert, aber Revice konnte eben auch in ihrem schwächeren letzten Drittel immer noch recht gut von ihrer ersten Hälfte zehren, was bei Geats halt nicht so gut funktioniert hat. Auf die ersten drei Arcs will ich jetzt eigentlich auch gar nicht mehr groß eingehen, zu denen hab ich in meinen Zwischenfazits schon das Meiste gesagt. Rückwirkend würde ich von den einzelnen Arcs wahrscheinlich die zweite als die Beste bezeichnen, gefolgt von 3 und 4. Die schlechteste war halt leider mit Abstand die letzte, was vom Timing her natürlich trotzdem relativ sub-optimal ist. Aber ich gehe mal der Reihe nach vor.

Die Lamentation/Jamato Arc fand ich eigentlich noch ziemlich gut. Das Debut der Boost Mark II Form hatte mich im ersten Moment ja etwas irritiert, das Ganze hat man rückwirkend aber eigentlich doch noch ziemlich gut erklärt. Das Konzept von Ace und seinen Reinkarnationen funktioniert im Großen und Ganzen eigentlich recht gut, auch wenn man jetzt nicht unbedingt im Detail darauf eingegangen ist, wieso genau er reinkarniert, aber ich denke, das kann man als Teil der Kräfte bzw. des Wunsches seiner Mutter so stehen lassen. Das Debut von Laser Boost fand ich sogar noch deutlich besser. Man hat einen logischen Weg gefunden, um den Nebeneffekt des Power Ups loszuwerden, statt ihn einfach wortlos fallen zu lassen und ist im Zuge dessen auch gleich noch etwas mehr auf Ziin bzw. generell das Konzept der Supporter eingegangen. Den Climax fand ich auch ziemlich gut. Man hat hier die Hintergründe der Goddess of Creation nochmal etwas thematisiert und hat grob erklärt wie ihre Kräfte funktionieren (auch wenn ich mit der Begründung, warum sie sie überhaupt hat, nicht 100% glücklich bin, aber das kann man noch tolerieren) Außerdem wurde in dem Atemzug auch endlich mal erklärt, wie Keiwas Eltern bei einem Jamato Angriff sterben konnten, obwohl ja eigentlich immer alles resetet wird. Das hatte ich mich schon seit der Anfangsphase gefragt. Und ich find’s ganz nett, dass man auch noch etwas darauf eingegangen ist, wie der DGP vor der Creation Goddess funktioniert hat.

Meine ersten Probleme, würde ich sagen, haben rückwirkend mit dem Beginn der Yearning Arc angefangen, auch wenn’s mir da noch nicht unbedingt so krass ins Auge gestochen ist. Ich fand’s zwar vom Set Up her von Anfang an etwas seltsam, dass Michinaga sich „die Power um die Rider auszulöschen“ gewünscht hat, statt sich halt einfach zu wünschen, dass sie weg sind, um dem Ganzen ein Ende zu setzen, aber immerhin war ich ganz froh darüber, dass es Chirami’s Entscheidung war, alle verfügbaren Rider auf ihn zu hetzen und nicht seine eigene. Das wäre selbst für ihn ein bisschen zu Psycho gewesen. Außerdem hatte das den netten Nebeneffekt, dass Sara auch mal für einige Zeit ein Rider sein durfte, was ich ziemlich cool fand. Wie man Ace da am Ende der ersten Folge zurückgebracht hat, fand ich auch nicht ideal, ich hatte aber vermutet, dass man das früher oder später auf die erwachenden Creation Kräfte in Tsumuri zurückführen würden, wodurch ich das auch noch sehr gut akzeptieren konnte.
Was für mich aber so ein bisschen der „Anfang von Ende“ war, das war die Einführung von Sueru. Der DGP hat zu diesem Zeitpunkt meiner Meinung nach perfekt funktioniert, man hatte eigentlich nahezu alles beantwortet, was ich wissen wollte und auch Niram hätte für mich als Haupt-Antagonist absolut ausgereicht. Und dann bringt man relativ aus dem Nichts einen neuen Oberbösewicht mit ins Spiel, von dem die ersten 30 Folgen keine Spur war und der wieder nen ganz neuen Schwall an Fragen mit sich bringt. Letzteres wäre für sich genommen ja nicht unbedingt schlimm, weswegen es für mich im ersten Moment auch noch durchaus akzeptabel war, das Problem war eher, wie man darauf aufgebaut hat… nämlich gar nicht. Die gesamte Yearning Arc hat Sueru eigentlich nur existiert, ohne großartigen Kontext und nach dem Finale ist er erstmal wieder komplett verschwunden, während man gleichzeitig auch Niram, der für mich zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich sogar der beste der Schurken war, endgültig rausgenommen hat.
Dazu kommt noch die Einführung von Ace’s Final Form, die ich auch etwas holprig fand. Dass er diese Creation Power von seiner Mutter erbt, find ich prinzipiell jetzt nicht unbedingt abwegig, aber dass er die halt einfach mal bekommt, wenn er sie gerade braucht, war halt schon ne ziemliche deus-ex-machina Aktion. Wenn man irgendwann im Laufe der Staffel schon mal angedeutet hätte, dass Ace diese Fähigkeiten hat, hätte es mich glaub ich weniger gestört, aber so ist es halt schon ein wenig aus dem Nichts gekommen. Auch nichts, was jetzt extrem tragisch gewesen wäre, es war jetzt nicht komplett schwachsinnig wie in Ghost beispielsweise, kommt aber so ein bisschen zum Gesamteindruck der Schlussphase dazu, die hiermit mehr oder weniger eingeleitet wurde.

Denn dann kam die letzte Arc und da muss ich halt echt sagen, alter Schwede, was zur Hölle hat man sich dabei gedacht. Das war definitiv mit unter die schlechteste Schlussphase einer eigentlich guten Serie, die ich je gesehen hab. Der Anfang war prinzipiell noch ok, wobei mich von Anfang an dieser komplette „Reset“ etwas irritiert hat, vor allem die Tatsache, dass einfach der gesamte DGP Stab inklusive Supporter mit Ausnahme von Kekera und Beroba wieder komplett in die Zukunft verschwunden ist, womit man der Serie nicht nur mehr oder weniger den Großteil der Oberschurken weggenommen hat, sondern auch dafür gesorgt hat, dass sich diese Arc im Vergleich zu den anderen 5 irgendwie sehr „abgeschottet“ angefühlt hat. Gleichzeitig war auf einmal Daichi wieder da und hatte sein eigenes Jamato Labor, was ich auch ziemlich random fand. Das letzte Mal, als wir den Charakter gesehen hatten (was gerade Mal drei Folgen zuvor war), wurde er von Buffa aus dem DGP eliminiert, wie ist er jetzt plötzlich in diese Position gekommen? Die Folge mit Saras Tod fand ich eigentlich noch recht gut, weil es als Twist schon relativ effektiv war und ja sowieso mehr oder weniger klar war, dass es am Ende darauf hinauslaufen wird, dass alle DGP Opfer wieder zum Leben erweckt werden, allerdings war das dann mehr oder weniger der Moment, der zur mit Abstand dümmsten Aktion der gesamten Staffel geführt hat, von der sich die Staffel nie wieder so richtig erholt hat, nämlich die Schurken Arc von Keiwa.
Als jemand der von Anfang an ein großer Keiwa Fan war, hat sich diese ganze Storyline für mich einfach nur wie ein gigantischer Schlag in die Fresse angefühlt. Ich find das auch ehrlich gesagt deutlich schlimmer, als Daiji’s Arc in Revice, weil der wenigstens von Anfang an das schwächste Glied der Charaktere war und deshalb keine so große Fallhöhe hatte, aber hier hat man halt mehr oder weniger den besten Charakter der Serie innerhalb von drei Folgen zum schlechtesten Charakter der Serie gemacht. Ich verstehe, dass er sich nach dem Tod seiner Schwester an Daichi rächen wollte. Wenn man es dabei belassen hätte, dass er sich von Tsumuri seine neue Form abholt, mit der loszieht, um Daichi zu töten und es danach hätte gut sein lassen, dann hätte ich damit durchaus leben können, aber Tsumuri zu entführen und dazu zu zwingen, zur nächsten Creation Goddess zu werden, geht einfach zu weit. Vor allem hatte er halt auch absolut keinen Grund dazu, wenn Ace, sein Freund, der sogar aktiv versucht, eine Welt zu erschaffen, in der alle glücklich sein können, direkt da ist. Er hat nicht mal versucht ihn um Hilfe zu bitten, nein er geht einfach auf seinen persönlichen Rachefeldzug und verrät alle seine Ideale, bloß dafür, dass sein Weg dann nicht mal funktioniert hat. Dass ihm seine Welt sofort auf die Füße fällt, find ich zwar einerseits gut, weil er das halt schon so ein bisschen verdient hat, aber andererseits macht es das ganze halt irgendwie noch unnötiger. Man hätte diese Konversation am Ende von Folge 45 einfach ohne weiteres 5 Folgen früher führen können und sich diesen ganzen Schwachsinn ersparen. Vor allem versteh ich auch gar nicht, welchen Grund Keiwa überhaupt hatte, nicht an Ace zu glauben. Man hat doch nicht umsonst die komplette Staffel damit verbracht, eine Freundschaft zwischen ihnen aufzubauen. War’s echt notwendig, das alles für ein bisschen Drama aus dem Fenster zu werfen? Hätte man mit dieser Story früher angefangen (also Minimum 15-20 Folgen früher) und nicht erst in den 40ern, kurz vorm Endgame, dann hätte sie vielleicht eine Chance gehabt, zu funktionieren, aber du kannst einfach nicht einen Charakter 39 Folgen lang als den nettesten Menschen, dem du jemals begegnen wirst, darstellen und ihn dann innerhalb von zwei Folgen komplett zum Schurken machen. Dabei geht’s mir noch nicht mal so sehr darum, ob das jetzt realistisch ist oder nicht, sondern einfach darum, dass man meinen Lieblingscharakter der Serie ruiniert hat. Und das kurz vor Schluss, innerhalb von ein paar wenigen Folgen, ohne sinnvollen Grund. Ich meine, mal ernsthaft, was war der tiefere Sinn hinter dieser Storyline? Man hätte diesen gesamten Bereich einfach weglassen können und es wäre nicht wirklich was anders gewesen. Man hätte einfach die Yearning Arc 2 Folgen länger machen können, die hat mir eh etwas zu abrupt aufgehört und dafür die Creation Arc um dieses ganze Keiwa & Daichi Zeug erleichtern, die gewonnene Zeit vielleicht dafür nutzen, um sich etwas intensiver mit dem Background von Beroba oder vielleicht auch einfach mal Sueru auseinander zu setzen und die gesamte Schlussphase wäre so viel angenehmer gewesen. Der gesamte Teil von Folge 39 bis 46 war für mich halt mehr oder weniger das Äquivalent zum Juuga Zweiteiler in Revice, nur eben über 8 Folgen gestreckt, statt über 2.
Der Einzige Part, in diesem Bereich, den ich tatsächlich gut fand, das war die Story um Neon und ihren Vater, den hätte man ja ruhig trotzdem irgendwie einbauen können (evtl. in dem man den Zustand von Keiwas Welt direkt durch den Reset von Ace am Ende der Yearning Arc erzeugt hätte). Ich mag die Idee, dass der Höhepunkt ihrer Persönlichen Story und Suche nach „Wahrer Liebe“ ist, sich mit ihren Eltern zu versöhnen und quasi in ihnen die Liebe zu finden, die ihr immer gefehlt hat.

Die letzten paar Folgen sind für meine Empfindung dann eigentlich nur noch so ein bisschen vor sich hingedümpelt und haben versucht, die Reste zusammen zu kratzen, um die sich die letzten 6-8 Folgen niemand so wirklich gekümmert hat. Nicht alles davon war prinzipiell schlecht, aber ich hatte halt nicht das Gefühl, dass man wirklich auf irgendwas davon hingearbeitet hat. Am ehesten noch auf den Showdown zwischen Keiwa und Kekera, der sich nach allem, was passiert ist, zumindest wie ein Climax angefühlt hat. Hätte man sicherlich auch hinkriegen können, ohne dabei Keiwas Charakter zu zerstören, aber für sich genommen war das halbwegs in Ordnung. Auch die Daichi Redemption, die man da noch mit eingebaut hat, hat halbwegs funktioniert, auch wenn das der Serie jetzt nicht unbedingt einen größeren Mehrwert geboten hat, aber naja. Das Ende von Beroba fand ich ehrlich gesagt nicht so wirklich effektiv, weil zu ihr im letzten Drittel eigentlich nichts mehr gekommen ist. Sie hatte ihren Höhepunkt primär in der dritten und vierten Arc und danach hat sie eigentlich nur noch existiert und ehrlich gesagt versteh ich halt auch nach wie vor nicht so ganz, was genau überhaupt ihr Deal war, aber darauf komm ich gleich nochmal zu sprechen. Ach ja und was genau war der Sinn davon, da mal random für eine Folge Dapaan zurückzubringen?
Das parallel dazu laufende Ace Zeug, fand ich irgendwie auch etwas seltsam, um ehrlich zu sein. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll, dass es einfach ein zufälliger Nebeneffekt der Creation Kräfte ist, dass Ace von Stacheldraht gefangen gehalten wird und anfängt sich in Stein zu verwandeln. In den Rückblenden zu seiner Mutter hat es eher so ausgesehen, als hätten die Game Master sie dazu gemacht. Gleichzeitig bin ich aber auch kein Fan davon, dass er sich von diesem „Creation Curse“ einfach mal befreien konnte, in dem er zwei Sekunden an sich geglaubt hat. Der anschließende Kampf gegen Jitto war auch relativ anti-klimaktisch. Der Typ war eh kaum ein Charakter, hat dann in seiner letzten Folge nen Rider Anzug spendiert bekommen und damit ungefähr 2 Minuten lang durchgehalten, was man sich jetzt auch hätte schenken können.
Das eigentliche Endgame hat dann ja im Grunde erst mit der plötzlichen Rückkehr von Sueru Ende der drittletzten Folge so wirklich angefangen und hat sich für meinen Geschmack auch irgendwie sehr random und improvisiert angefühlt. An sich war der Plot zwar ok, auch wenn es meiner Meinung nach irgendwie eher sowas ist, was man als Mid-Season Arc erwarten würde und nicht unbedingt als Endgame, aber man hatte halt einfach gar kein richtiges Build Up dazu, da der dazugehörige Hauptschurke, die letzten 8 Folgen davor komplett abwesend war und man sich in der Zwischenzeit nur mit irgendeinem sinnlosen Schwachsinn wie Keiwas geistigem Aussetzer oder Jitto beschäftigt hat. Und da zeigt sich für mich halt das zweite große Problem, dass ich mit dieser letzten Arc hatte. Nicht nur, dass ich die einzelnen Plotpunkte größtenteils nicht gut fand, sie haben gleichzeitig auch noch Zeit weggenommen, die man vielleicht lieber darauf hätte verwenden sollen, das Endgame vorzubereiten oder sich mit den Antagonisten, die bereits etabliert waren, vernünftig auseinander zu setzen. Ich hatte halt wirklich das Gefühl, dass die Serie eigentlich bis drei Folgen vor Schluss nicht wirklich damit angefangen hat, aufs Ende hinzuarbeiten, was dann eben dazu geführt hat, dass das Endgame für mich nicht wirklich effektiv war. Und das ist auch genau der Punkt, in dem Revice, trotz des ebenfalls ziemlich holprigen Endgames, für mich ganz klar die Nase vorn hat, da ich dort trotz allem immer noch das Gefühl hatte, dass das eigentliche Finale letztlich der Climax war, auf den die Serie von Anfang an hingearbeitet hat und dieses Gefühl hatte ich hier definitiv nicht.
Nebenbei bemerkt frage ich mich auch warum genau die Zukunftsleute die Menschen der Gegenwart jetzt auf einmal auslöschen wollen. Vor allem würde sie das nicht auch selbst auslöschen? Dass sie mit der Vergangenheit und deren Leuten rumspielen, war für mich ok, solange man am Ende immer alles resettet und die Welt wieder hergestellt hat, so dass kein größerer Schaden in der Geschichte entsteht, aber das find ich dann doch sehr grenzwertig. Und was genau diese random Rückkehr inklusive Seitenwechsel von Girori sollte, versteh ich auch nicht so ganz. Dass er noch lebt find ich jetzt nicht unbedingt unlogisch, da er beim ersten Mal ja nicht wirklich getötet wurde, sondern nur von Niram „weggeschnipst“, aber dass er sich dann auf einmal auf die Seite von Ace schlagen würde, fand ich selbst mit der gegebenen Erklärung immer noch sehr unglaubwürdig und erzwungen.
Die letzte Folge war für sich genommen sogar halbwegs ok, würde ich sagen. Nach einigen Screenshots, die ich auf Twitter rumflattern hab sehen, hab ich’s mir ehrlich gesagt schlimmer vorgestellt. Die Erzählstruktur mit diesen Rückblenden, war zwar etwas seltsam und ich weiß auch nicht so recht, was ich davon halten soll, dass Ace durch seinen „Tod“ jetzt endgültig zum allmächtigen Gott wird, aber immerhin war es ein solider Abschluss für alle Beteiligten und den Endkampf an sich fand ich eigentlich auch ziemlich gut. Hat mich sehr stark an den von Ex-Aid erinnert. Dass man hier mit dem Gesicht von Ace unter Suerus Maske irgendwie implizieren wollte, dass Sueru eine Inkarnation von Ace ist, wie einige gemutmaßt hatten, glaube ich übrigens nicht. Ich denke, dass das einfach nur Teil von Aces Attacke war, Sueru von innen heraus zu zerstören. Alles andere hätte meiner Meinung nach viel zu viele Fragen aufgeworfen. Beantwortet hat man so zwar auch keine, aber im direkten Vergleich ist das noch das geringere Übel. Wie gesagt, dieses versöhnliche Ende von Revice war das hier für mich definitiv nicht, aber es hätte schlimmer kommen können.


Die Charaktere wurden durch die Schlussphase zwar auch etwas nach unten gezogen, sind insgesamt aber eigentlich immer noch sehr solide. Das Hauptproblem ist halt Keiwa, der für mich wie gesagt fast 40 Folgen lang der mit Abstand beste Charakter der Serie war. Er ist einfach genau diese grundsympathische Art von Charakter, die ich einfach immer gerne mag, womit er für mich die Charakterseite halt auch zu nem sehr großen Teil getragen hat. Und genau das ist eben der Hauptgrund, warum mich sein krasser Aussetzer so sehr getroffen hat. Ich hatte ja damals schon bei der DezaStar Arc gesagt, dass es meiner Meinung nach nicht zu Keiwa passen würde, so ein doppeltes Spiel zu spielen und sich für seine eigenen Ziele gegen die anderen zu stellen, aber rückwirkend wäre es wahrscheinlich besser gewesen, wenn man seine „Schurken Arc“ da durchgekaut hätte, dann hätten wir es wenigstens hinter uns gehabt und es hätte sich auf die Gesamtstaffel gesehen vermutlich nicht allzu negativ auf ihn ausgewirkt. Das was wir stattdessen bekommen haben, würde ich wohl zweifellos als eine der schlechtesten Charakter Arcs die ich je gesehen hab, bezeichnen. Mich dazu zu bringen, einen Charakter, den ich so sehr mochte, so sehr zu hassen, muss man erstmal schaffen. Also wenn das das Ziel war, dann auf jeden Fall herzlichen Glückwunsch. Am Ende hat er sich dann zwar wieder gefangen, aber irgendwie war es danach einfach nicht mehr das gleiche. Auf die Gesamtheit der Staffel gerechnet ist er sicherlich kein schlechter Charakter, aber diese 4-5 Folgen waren trotzdem mehr als ausreichend, um einen potentiellen Top 3 Secondary auf unteres Mittelfeld abzustufen.
Letzten Endes dürfte von den Protagonisten wahrscheinlich Neon die beste gewesen sein. Nach dem Absturz von Keiwa war sie wohl die konstant sympathischste unter den Main Ridern, selbst als Dezastar hat sie sich nie sonderlich antagonistisch verhalten und wie gesagt war ihre Story gegen Ende auch so ziemlich der einzige Part der letzten Arc, den ich mochte. Ihr Background bzw. das Geheimnis um ihre Existenz war in etwa das, was ich erwartet hatte und erklärt eigentlich so ziemlich alles, was ich über die Rolle wissen wollte. Das einzige, was ich mich so ein bisschen frage ist, woher genau ihr Vater Niram eigentlich kannte. Es hat ja geheißen, dass er erst nach dem Vorfall mit Akira zum DGP Sponsor wurde, als Gegenleistung für den Wunsch, also woher wusste er überhaupt von dem Ganzen? Aber das ist nur eine Nebensache.
Auch Ace war insgesamt eigentlich ein ziemlich guter Charakter. Bei ihm war ich ja anfangs ein wenig skeptisch, ob ich mit seiner etwas arroganten Art klar komme, aber man hat ihn dann eigentlich doch relativ schnell zugänglich gemacht, seine Motive erklärt und gezeigt, dass er ein guter Mensch ist. Auch mit seinem Background bin ich im Großen und Ganzen eigentlich recht zufrieden. Man hat auf jeden Fall erklärt, warum er so unfassbar gut ist und im Grunde genommen ergeben auch seine Kräfte Sinn, wenn man mal von der Einführung und diesen seltsamen Nebeneffekten absieht. Was man natürlich sagen muss, diese Fähigkeiten sind halt schon sehr OP, weshalb man sich in den letzten 10 Folgen recht häufig irgendwelche Vorwände suchen musste, um ihn irgendwie vom Kampf fernzuhalten, allerdings würde ich das wie auch schon bei Ghost jetzt nicht unbedingt dem Charakter anlasten.
Michinaga ist irgendwie so ein Charakter vom selben Typ wie Taiga. Halt so ein bisschen „Ich trag die Last der Welt auf meinen Schultern, auch wenn mich alle dafür hassen“ mäßig, wovon ich nie unbedingt ein riesen Fan bin. Ich denke halt vor allem, dass man sich einiges an Konflikt hätte schenken können, wenn er von Anfang an offener mit seinen eigentlichen Zielen gewesen wäre, aber im Grunde war auch er kein schlechter Kerl. In der letzten Arc war er gefühlt sogar fast die Stimme der Vernunft gegenüber Keiwa.

Von der „zweiten Reihe“ an Charakteren fand ich vor allem Sara gut. Sie fand ich von Anfang an sehr sympathisch und wie gesagt, fand ich’s ganz cool, dass sie dann später auch mal die Möglichkeit hatte, ein Rider zu sein. Auch Ziin und Kyuun fand ich ziemlich gut, auch wenn ich’s etwas schade fand, dass sie in der Schlussphase praktisch gar nicht mehr vorgekommen sind. Win mag ich im Prinzip auch, ich bin aber nicht so ganz sicher, was der Sinn dahinter war, ihn im letzten Drittel zurückzubringen. Wirklich viel beigetragen hat er danach eigentlich nicht mehr. Seine Kräfte hat er fast gar nicht mehr benutzt und das bisschen was er gemacht hat, hätten auch Ace oder Tsumuri erledigen können. Selbst dieses Prequel-Special (das ich eigentlich ziemlich gut fand) hätte auch locker ohne den Twist, dass er überlebt hat, funktioniert.
Tsumuri hat mir als Charakter eigentlich auch recht gut gefallen, inhaltlich jetzt nicht unbedingt extrem spannend, aber definitiv sympathisch. Nur mit dem ganzen drum herum hab ich ehrlich gesagt so meine Schwierigkeiten. Vor allem weiß ich nicht so recht, was ich von dem Twist halten soll, dass Sueru sie als nächste Creation Goddess „designed“ hat. Ich fand ihre Entwicklung zur Goddess zwar wesentlich besser als die von Ace, aber was genau ist sie eigentlich für eine Lebensform? Ein Klon von Ace’s Mutter? Oder wurden die Kräfte nur in sie verpflanzt? Generell bin ich kein Fan davon, wie einfach man diese Creation Kräfte anscheinend reproduzieren kann. Jitto konnte sich ja später auch einfach aus Tsumuris Träne noch eine zweite Tsumuri machen (die auch random in der Lage dazu war, sich mit der originalen Tsumuri zu fusionieren und sie zu kontrollieren). Wie funktioniert das alles? Das hat mir irgendwie Flashbacks zu diesen ganzen seltsamen Luna Kopien aus Saber gegeben. Wenn man wenigstens erklärt hätte, dass man dafür irgendwie aufwendig ihre DNS Klonen musste oder sowas, ok, aber anscheinend kann man die halt einfach erschaffen. Wenn es so leicht ist, warum macht Sueru sich nicht gleich eine Tsumuri Armee?


Die Schurken Seite muss ich sagen, fand ich für eine Takahashi Staffel letztlich doch etwas enttäuschend, um ehrlich zu sein. Ich mag zwar das Konzept des DGP als großem Gegner, aber von den Individuen war jetzt eigentlich keiner dabei, der mich so wirklich beeindruckt hat. Meine Favoriten waren rückwirkend wohl Niram und Girori (dessen seltsamer Seitenwechsel im Finale jetzt mal ausgeklammert). Beides nicht unbedingt komplexe Charaktere, aber sie haben für mich irgendwie am Meisten das Konzept dieser Profit orientierten Führungsriege einer brutalen Unterhaltungsshow repräsentiert. Wie gesagt hätte Niram für mich auch super als Endgegner funktioniert, so als simpler „Geschäftsmann“ der einfach nur darum kämpft, seine Show am Leben zu halten. Chirami war auch noch ok. Als Antagonist jetzt nicht unbedingt super spannend, aber er hat seinen Zweck erfüllt.
Sueru hingegen ist locker einer der inhaltslosesten Oberbosse, die wir jemals hatten. Selbst Leute wie Storius oder Adel hatten da noch mehr. Wir wissen praktisch gar nichts über ihn, weder wer oder was dieser Typ eigentlich ist, noch warum er das alles macht oder wo er die Fähigkeiten und Ressourcen dafür hernimmt (beispielsweise wieso er in der Lage dazu ist, Tsumuris oder Jitto(s?) zu erschaffen). Wir durften letzten Endes ja noch nicht einmal sein Gesicht sehen. Ernsthaft, was zur Hölle hat man sich bei der Einführung dieses Charakters gedacht? Ich sehe nicht den Geringsten Mehrwert in seiner Existenz. Alles, was der Typ getan hat (und das war nicht gerade viel) hätte man auch genauso gut mit Niram alleine machen können und es hätte nichts verändert, bis auf die Tatsache, dass der wenigstens die Zeit hatte, sich als Charakter zu etablieren, während man Sueru irgendwann in den 30ern einfach mal random reingeworfen hat. Was wie gesagt an sich halb so schlimm wäre, wenn man danach dann auch wirklich was mit ihm gemacht hätte, den Charakter erklärt hätte und ihn als würdigen Endgegner aufgebaut hätte, stattdessen hat man sich dafür entschieden, ihn nach dem Yearning Climax direkt erstmal wieder für ganze 8 Folgen komplett rauszunehmen, bis er sich zwei Folgen vor Schluss dann doch nochmal dazu bequemt hat, wieder aufzutauchen und aus heiterem Himmel sein Endgame zu starten. Wieso?
Jitto hätte man sich auch komplett sparen können. Anstatt ihn random für die letzte Arc reinzubringen, hätte man doch auch einfach gleich Sueru bleiben lassen können, um dem wenigstens die Chance zu geben, sich vor dem Endgame noch ein bisschen als Oberschurke zu etablieren. Er war jetzt nicht prinzipiell schlecht, in einer anderen Show, hätte er mich wahrscheinlich weniger gestört, aber hier hatte ich einfach das Gefühl, dass er nur Platz und Zeit verschwendet hat.
Das Konzept der Antagonistischen Supporter fand ich grundsätzlich eigentlich nicht schlecht, aber vor allem von Beroba war ich letzten Endes doch ziemlich enttäuscht. Am Anfang fand ich sie eigentlich noch recht interessant, weil ich halt davon ausgegangen bin, man würde irgendwann mal noch mehr über sie erfahren, genau wie über Ziin, aber letztlich ist nie wirklich was gekommen. Mir fehlt bei ihr in erster Linie einfach sowas wie ein Motiv bzw. ein konkretes Ziel. Was genau wollte sie eigentlich? Ok, sie will Leute leiden sehen, aber was genau ist ihr Endgame? Was versucht sie damit zu erreichen? Man hat mal kurz das mit ihrem eigentlichen Alter angeschnitten und ich hatte erwartet, dass man darauf dann aufbauen würde, aber auch dazu ist danach nichts mehr gekommen.
Kekera fand ich noch in Ordnung. Auch über ihn hätte ich gerne noch mehr erfahren, aber ich versteh zumindest, was man mit ihm darstellen wollte. Er war halt in gewisser Weise wie so eine Art fehlgeleiteter Showa Fanboy, der eine verzerrte Vorstellung davon hatte, was genau ein Kamen Rider sein muss. Irgendwie hat er sich fast so ein bisschen wie eine Inoue Parodie angefühlt, mit seiner Besessenheit davon, dass man nur durch Leid und Schmerz zu einem „wahren“ Rider wird. Zu nem gewissen Grad hat mich seine Denkweise aber auch an diese Rider Fans erinnert, die seit Jahren über den Mangel an Bike Szenen, MotW Plots und Cyborg-Elementen jammern. Kein extrem spannender Charakter, aber im Großen und Ganzen hat er denk ich schon funktioniert.
Daichi fand ich bei seinem ersten Auftritt in der Divergence Arc in Ordnung, danach fand ich ihn aber größtenteils ziemlich unnötig. Seine erste Rückkehr war noch ok, weil er da zumindest nicht großartig gestört hat, aber das zweite Mal hat wesentlich mehr Schaden angerichtet, als der Charakter wert war. Rückwirkend hat man ihn wohl bloß zurückgebracht, um diese Keiwa Arc in Gang zu setzen, aber das wäre halt meiner Meinung nach nur ein Grund mehr gewesen, ihn nicht zurückzubringen.


Irgendwie find ich die Serie am Ende schon etwas frustrierend, auch wenn Geats in der Summe sicherlich keine schlechte Staffel ist, aber gerade weil das jetzt ja auch schon mehr oder weniger zum zweiten Mal hinter einander passiert ist, finde ich es schon schade, dass Rider sich in letzter Zeit so schwer mit den letzten Dritteln tut. Ich glaube, wenn ich die Staffel nicht live geschaut hätte, wäre mir die Schlussphase vielleicht nicht ganz so negativ ins Auge gestochen, aber so bin ich jetzt halt doch mit nem relativ negativen Gefühl aus der Staffel gegangen. Das traurige ist, dass man nicht mal so viel hätte verändern müssen, um die Schlussphase signifikant zu verbessern. Einfach Sueru raus, Keiwas Arc raus und dem Rest einfach seinen Lauf lassen, das hätte wahrscheinlich schon gereicht.
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Chris »

Sommerurlaub daheim, entsprechend steht wieder eine Rider Staffel an. Inzwischen hab ich die Tradition mindestens seit zehn Jahren, denn ebenso lang ist es her, dass ich Wizard gesehen habe.
Nach der doppelten Pleite mit Zi-O und Saber in den letzten zwei Jahren wollte diesmal auf Nummer Sicher gehen und mich an den Experten Red Ranger und Ranger L orientieren, soll heissen, die Reiwa-Staffel wählen, die bei beiden hoch im Kurs steht. Nach neun Folgen Geats ist mir gestern aufgefallen, dass ich nach dem Abschluss von Saber eigentlich Revice geplant hatte, aber irgendwie ist Geats draus geworden. Man wird alt.

Bisher finde ich Geats gelinde gesagt scheisslangweilig und eine absolute Katastrophe. Dass ich bereits nach einem halben Dutzend Folgen keine Lust mehr habe und es mir völlig egal ist, was passiert, hatte ich bisher auch noch nicht.
Zum einen ist es das fehlen jedlicher Handlung. Man bekommt die üblichen zwei Zeilen zum Start, das wars. Freilich erwartet niemand, dass bereits zum Start mit Enthüllungen um sich geworfen wird, aber abgesehen vom Game Master gibt es hier halt überhaupt kein Mysterium, das im Raum steht. Den Hintergrund des Desire Grand Prix selbst mal aussen vor gelassen. Es gibt keine geheimnisvollen Charaktere, es gibt keine angedeutete B-Handlung im Hintergrund, es gibt nicht mal eine konkrete Gegnerfraktion (was nach dem Deppen-Trio aus Saber aber gar nicht mal schlecht sein muss).
Vor allem stört aber, dass auch niemand der Charaktere den DGP hinterfragt. Sie werden ausgewählt, sind anfangs noch verwirrt, aber fügen sich sehr schnell in die Rolle und nehmen das Spiel einfach als gegeben hin. Wieso, weshalb, warum, abgesehen vom Grünling scheint das niemanden zu interessieren, entsprechend werden auch keinerlei Fragen gestellt.

Überhaupt weiss ich nicht, was ich vom DGP halten soll und finde den bislang sehr schlecht durchdacht. Sicherlich wird da noch mehr kommen, aber bisher wirkt er, als hätte man das ganze Konzept innerhalb einer Kaffeepause auf die Beine gestellt. Bereits in Folge 1 findet ein GP praktisch als Prolog sein Ende und kaum, dass die Welt erneuert wurde, verteilt die hübsche Cruella de Vil gleich die Einladungen für den nächsten. Muss natürlich nicht sein, dass ein Wunsch den vorherigen negiert und ich geh einfach davon aus, dass Ace weiterhin der Star der Stars der Stars wäre, wenn Neon gewonnen und ihren Märchenprinzen bekommen hätte. Aber wenn sich einer wünscht, der König der Welt zu sein, und ein paar Tage drauf gewinnt ein Gutmensch und will Gleichberechtigung für alle, wofür dann der ganze Aufwand?
Auch die Umsetzung des Spiels mag ich nicht. Ausgehend vom ersten Poster damals hatte ich die Vorstellung, dass der DGP in einem Stadion stattfindet und im ganzen Land übertragen wird, dass man stattdessen Gantz kopiert, mit Einschlägen vom Squid Game oder den Hunger Games will mir so gar nicht zusagen. Und das Finale über drei Folgen mit dem permanenten "Gewonnen- doch nicht - gewonnen - doch nicht - gewonnen - doch nicht" hat auch ziemlich genervt. Weiss auch nicht, was der Blödsinn mit den Eiern sollte...

Die Charaktere könnens leider auch nicht rausreissen. Generell weiss ich nicht so recht, auf wen man sich konzentrieren sollte. Den Grünling begleitet man im Privatleben, aber die Serie ist nach Geats benannt. Allerdings ist der Grünling der Frischling und damit der Sichtpunkt des Zuschauers, aber der starke Charakter, der den Durchblick hat, ist Geats...
So verkehrt find ich die Idee gar nicht, keinen festen Protagonisten zu haben, aber bisher find ich alle eher blöde. Der Grünling ist so ein naiver Gutmensch, aber unglaubwürdig, weil es keinen Grund für sein "Ich möchte den Weltfrieden" gibt. Ace ist ein Arsch mit Ohren, der in neun Folgen gleich dreimal die anderen hintergeht und ausnutzt, sie aber gleichzeitig motiviert. Der Büffel ist ständig wütend und sein verschwundener Kamerad ist mir da nicht Begründung genug und Neon hatte auch schon ihre bitchigen "Jeder für sich"-Momente. Der Neon nehm ichs auch nicht ab, dass die von Jetzt auf Gleich eine passable Kämpferin wurde und der Action-Move vom Grünling mit der Ninja-Digitation, bei der er im Alleingang mit dem Dosenboss den Boden wischt, war leider auch völlig unglaubwürdig. Das war mir selbst mit der indirekten "Mit der Digitation kommt auch das Wissen, wie man kämpft"-Erklärung, die eigentlich auf jede Staffel zutrifft, viel zu viel.

Momentan find ich die Staffel ganz schlecht und furchtbar, da gibt's leider nicht einen Punkt, den ich gut finde. Abwarten, wie es jetzt im zweiten Akt wird und ob man sich etwas Ruhe gönnt oder direkt mit der nächsten Runde loslegt.
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Ranger L »

Find ich tatsächlich etwas überraschend. Vor allem „langweilig“ ist ehrlich gesagt ein Wort, dass ich im Bezug auf Geats bisher glaub ich noch von niemandem gehört habe. Ich hatte zwar selbst auch so meine Probleme mit der Staffel, aber die kamen eigentlich alle erst im letzten Drittel. Die ersten 3-4 Arcs fand ich eigentlich nahezu perfekt. Aber hey, wenn du den Anfang scheiße findest, geht’s dir ja vielleicht anders rum und du wirst erst zum Ende hin mit der Serie warm.
Chris hat geschrieben: Do 7. Aug 2025, 23:21 Zum einen ist es das fehlen jedlicher Handlung. Man bekommt die üblichen zwei Zeilen zum Start, das wars. Freilich erwartet niemand, dass bereits zum Start mit Enthüllungen um sich geworfen wird, aber abgesehen vom Game Master gibt es hier halt überhaupt kein Mysterium, das im Raum steht. Den Hintergrund des Desire Grand Prix selbst mal aussen vor gelassen.
Naja gut, aber das ist nun mal mehr oder weniger das Hauptmysterium der Staffel, um das sich ein Großteil der Handlung dreht. Ob man das jetzt spannend findet, ist natürlich subjektiv, aber der DGP und was dahintersteckt, ist im Wesentlichen der Dreh- und Angelpunkt der Serie, mit dem alles irgendwie zu tun hat. Auch die individuellen Storys von Ace, Keiwa und Neon sind darin verwoben.
Chris hat geschrieben: Do 7. Aug 2025, 23:21 Vor allem stört aber, dass auch niemand der Charaktere den DGP hinterfragt. Sie werden ausgewählt, sind anfangs noch verwirrt, aber fügen sich sehr schnell in die Rolle und nehmen das Spiel einfach als gegeben hin. Wieso, weshalb, warum, abgesehen vom Grünling scheint das niemanden zu interessieren, entsprechend werden auch keinerlei Fragen gestellt.
Ich glaub, der Punkt, der dabei rübergebracht werde sollte, ist vor allem, dass alle außer Keiwa so selbstsüchtig und fixiert auf ihren eigenen Wunsch sind, dass ihnen die Hintergründe egal sind und sie einfach nehmen, was sie kriegen.
Chris hat geschrieben: Do 7. Aug 2025, 23:21 Generell weiss ich nicht so recht, auf wen man sich konzentrieren sollte. Den Grünling begleitet man im Privatleben, aber die Serie ist nach Geats benannt. Allerdings ist der Grünling der Frischling und damit der Sichtpunkt des Zuschauers, aber der starke Charakter, der den Durchblick hat, ist Geats...
Sowas in der Art gab’s auch schon bei Hibiki und Kabuto, also komplett neu ist das Konzept jetzt nicht, ich kann aber verstehen, dass es im ersten Moment vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig wirkt.
Chris hat geschrieben: Do 7. Aug 2025, 23:21 Der Grünling ist so ein naiver Gutmensch, aber unglaubwürdig, weil es keinen Grund für sein "Ich möchte den Weltfrieden" gibt.
Keiwas Entwicklung ist einer der Hauptgründe, warum mir das letzte Drittel nicht gefallen hat, vor allem weil ich ihn am Anfang absolut super fand (ich steh halt auch einfach auf diese spezifische Art von Charakter), könnte also gut sein, dass dir seine Entwicklung am Ende mehr zu sagt.
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Chris »

Langweilig find ich's halt deshalb, weil gefühlt 90% jeder Folge aus dem DGP und damit irgendwelchen belanglosen Spielereien bestehen. Vielleicht würd's mich mehr interessieren, wenn die Runden aus mehr als nur banalem "Verprügle die Jamapis" bestehen würden, selbst jetzt in der Doppelfolge im Anwesen (das kennt man doch aus Ex-Aid?) war die Suche nach dem Passwort nur Mittel zum Zweck, um sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen.
Wobei es mit des Grünlings Wiederkehr und Kamen Rider Jamapi dann doch einige Entwicklungen gab.
Es fehlt halt einfach die gesunde Mischung aus Alltag und Action und damit auch die Möglichkeit, die Charaktere privat kennenzulernen. Bei Neon bzw. ihrer Familie zeichnen sich langsam ein paar Geheimnisse ab, bei Ace selbst ist es bewusst so geplant, aber der Grünling ist immer noch recht blass und der Büffel arbeitet auf dem Bau, Ende.
Könnt jetzt aber auch nicht sagen, ob ich wirklich mehr über den Haufen erfahren will, die find ich nach wie vor immer noch allesamt ziemlich blöde und aktuell gibt's halt so wirklich gar keinen, weder bei den Protagonisten noch bei den NPCs, der mir symphatisch ist.

Weiss jetzt auch nicht, ob man sich so einen grossen Gefallen damit getan hat, direkt den nächsten DGP zu starten und recht schnell wieder das Viererteam zusammenzustellen. Hätt ich nicht verkehrt gefunden, die etwas ruhen zu lassen.

An Hibiki musste ich auch schon denken. Habe zwar nichts von der Staffel gesehen, aber mit der Lehrer-Schüler Thematik ging die ja auch eigene Wege.

Wie sieht's eigentlich mit dem Kinofilm zu Geats aus? Ist das "4 Aces..."? Laut der Wiki spielt der erst nach dem Ende der Serie, was doch eher ungewöhnlich ist. Aber ich trau mich nicht, weiter nachzuforschen, weil man dann doch wieder auf irgendeinen Spoiler stösst...
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Ranger L »

Chris hat geschrieben: Mo 11. Aug 2025, 02:08 Weiss jetzt auch nicht, ob man sich so einen grossen Gefallen damit getan hat, direkt den nächsten DGP zu starten und recht schnell wieder das Viererteam zusammenzustellen. Hätt ich nicht verkehrt gefunden, die etwas ruhen zu lassen.
Ich war damals ehrlich gesagt sogar überrascht, wie lange es gedauert hat, bis man Keiwa wieder zurück bringt, normalerweise ist es eher unüblich einen Secondary Rider mehrere Folgen lang komplett rauszunehmen.
Chris hat geschrieben: Mo 11. Aug 2025, 02:08 Wie sieht's eigentlich mit dem Kinofilm zu Geats aus? Ist das "4 Aces..."? Laut der Wiki spielt der erst nach dem Ende der Serie, was doch eher ungewöhnlich ist.
Also laut Wikipedia spielt der Sommerfilm “4 Aces and the Black Fox” anscheinend tatsächlich nach der Serie, was ich davor ehrlich gesagt nie so interpretiert hatte. Intuitiv hätte ich ihn glaub ich nach Folge 45 gepackt, weil da das Movie Tie-In ist. Die schreiben aber auch, dass dafür Informationen aus einer Stage Show relevant sind, damit das Sinn ergibt, also würde ich dir ehrlich gesagt vorschlagen, den Film fürs erste Mal zu ignorieren. Du kannst dann ja nach der Serie immer noch entscheiden, ob du Lust drauf hast.
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Chris »

So, inzwischen hab ich sozusagen die zweite Staffel abgeschlossen. Wirklich geändert hat sich meine Meinung nicht.

Positiv ist auf alle Fälle, dass die Handlung anzieht. Neon stellt Nachforschungen an, es werden Dinge hinterfragt und mit dem Produzenten und dem Gärtner sind neue Charaktere hinzugekommen.
Angenehm ist auf alle Fälle der leichte Einschlag in den Horror. Die Baby-Jamapis im Garten find ich immer noch verstörend, generell haben die ein Design, das ein ungutes Gefühl hervorruft. Die Andeutung, dass aus besiegten Ridern neue Jamapis gezüchtet werden, ist schön erschreckend. Wobei die Charaktere da schon sehr auf Zack sind, um mit einem einzelnen Satz gleich eine entsprechende Verbindung herzustellen.
Obwohl ich die Folgen im Anwesen nicht wirklich mochte, war's auch hier eine schön erschreckende Neuigkeit, dass sich die Gegner nicht grossartig ankündigen, sondern die Begleiter nur kurz stöhnen können, bevor auch schon die Tür auffliegt und die Jamapis hereinkommen. Ist nur ein kleines Detail, hat aber sehr dazu beigetragen, dass die aktiv nach den Ridern suchen und es keinen sicheren Ort gibt.
Wirklich begeistert war ich von der Rückkehr des Grünlings nicht, irgendwie hat sich der aber doch gemacht und ist jetzt ganz ordentlich. Ich kann aber echt nicht sagen, ob sich der Charakter tatsächlich so stark entwickelt hat und absichtlich selbstbewusster dargestellt wird oder ob der Schauspieler in seine Rolle hineingefunden hat.

Trotzdem will der Funke immer noch nicht überspringen.
Auch wenn die Handlung nun anzieht, ändert es nichts daran, dass ich den DGP nach wie vor zum Einschlafen langweilig finde. Es gibt in der Serie praktisch keine zivilen Szenen, nach spätestens fünf Minuten beginnt irgendein neues, oft banales Spiel und auch wenn mich die Action Sequenzen im Gegensatz zu Mecha-Kämpfen in Sentai/PR nie gestört haben, interessiert es mich einfach nicht, eine halbe Folge lang den Charakteren dabei zuzusehen, wie sie sich gegenseitig verprügeln und neue Digitationen ausprobieren. Jetzt in der zweiten Runde eher weniger, aber im ersten Durchlauf hatte ich wie bei noch keiner anderen Serie das Gefühl, dass es eine einzige Werbung für die Spielsachen ist.
Auch die Charakter sind mir immer noch gleichgültig. Nach wie vor weiss man praktisch nichts vom Büffel und was nun, in 16 Folgen, an Hintergrundinfos herausgekommen ist, schaffen alle anderen Serien in einer Episode. Unabhängig davon find ich's jetzt auch tatsächlich schade, bei neuen Runden nicht komplett auf neue Charaktere zu setzen. Wäre was Neues gewesen.

Auch mit Ace als Protagonisten werd ich nicht warm. Mir will seine Überlegenheit einfach nicht gefallen. Es ist durchaus in Ordnung, dass er mehr als alle anderen weiss und ein Meister im DGP ist. Wenn ich mich nicht irre, hatte er in der Rückblende zu seinem ersten Wunsch, Mutter zu sehen, eine eher kindliche Hand, deshalb geh ich davon aus, dass er tatsächlich schon seit Jahren regelmässig teilnimmt (wobei die Hintermänner dann aber mehr als lang gebraucht haben, auf ihn aufmerksam zu werden).
Nervig find ich eher seine überragende Intelligenz und seine Fähigkeit, bereits drei Züge im Vorfeld zu planen. Vor allem zuletzt war es mehr als nervig. Wieso verliert er eine Runde und wird in sein normales Leben zurückgeschickt, wenn er die Folge drauf direkt wiederkehrt, seinen Notfallplan offenbart und wieder im Alleingang aufräumt?
Ich mag's nicht, sag aber auch direkt, dass es einfach meine Meinung ist. Generell mag ich blitzgescheite Charaktere, die im Hintergrund gleich zwei Dinge am Laufen haben und ich will auch nicht sagen, dass Ace schlecht geschrieben ist, aber für mich ist es einfach die Kombo dieser Überragenheit mit dem Fehlen von Charaktermomenten. Ist zugegeben keine schlechte Idee, so einen Charakter zu haben, gab's bisher als Held auch noch nicht, aber für mich klappt's leider nicht. Ehrlich gesagt bezweifle ich auch, dass sich da auch noch was für mich ändern wird.

Mal schaun, wie es weitergeht. Die Enthüllung über die Reality Show hat mich kalt gelassen. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was die bei mir bewirken hätte sollen. Geats dümpelt halt so vor sich hin, teilweise pass ich überhaupt nicht mehr auf und hab gestern sogar die Geschwindigkeit der Wiedergabe erhöht, damit ich schneller durch bin. Hab ich auch noch nie gemacht, ehrlich gesagt aber auch vor allem, weil es schon so spät in der Nacht war...
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Chris »

Wieder ein Schwung Folgen durch und den dritten Akt beendet. Mit der Serie werd ich einfach nicht warm.

Bis jetzt weiss ich noch nicht, was ich vom Neustart mit der Reality Show denken soll. An sich eine gute Idee, ich finde den DGP immer noch furchtbar umgesetzt und eigentlich war klar, dass man schlecht einfach fünf Runden des immer gleichen hintereinander bringen kann. Letztlich läuft es aber genau doch wieder drauf hinaus und zufrieden bin ich nicht.
Der gesamte Reset kam einfach zu plötzlich und völlig aus dem Nichts. Von Jetzt auf Gleich heisst es, dass unzählige Leute aus allen Zeiten und Welten zuschauen und die Show unterstützen, wofür es bislang aber keinerlei Hinweis gab.
Freilich könnte man es sich erklären, dass es immer so war und erst die neue Spielleitung entschlossen hat, die Spieler einzuweihen, es wirkt aber immer noch so, als wäre die ursprüngliche Idee bei der Ausstrahlung nicht angekommen und so schnell wie möglich musste ein neues Konzept her...und im Endeffekt wurde Gantz durch Hunger Games ersetzt.
Rund und glatt wirkt es auf mich immer noch nicht. Deutlich besser hätte es funktioniert, die Bombe erst zu Beginn der nächsten Runde platzen zu lassen, eventuell sogar etwas Zeit vergehen zu lassen, damit es nicht wie aus dem Hut gezaubert wirkt.
Immerhin bringt der neue Spielleiter den typischen Humor ins Spiel, der bislang überhaupt nicht vorhanden war.

Auch mit den neuen Spielern tu ich mich hart. Wo kommen die plötzlich her? Offensichtlich sind beide Experten, sowohl im Kampf als auch, was den DGP selbst angeht. Laufen mehrere GPs parallel im Hintergrund? Sind die frühere Gewinner? Auch hier gilt, wie bei der Neuausrichtung, mit ein, zwei Sätzen mehr hätte man das Problem umgehen können.
Auch das Privatleben der Charaktere gerät nochh mehr in den Hintergrund als bisher. Mit der neuen WG im Aufenthaltsraum findet man eine eher plumpe Ausrede, gar nichts ausserhalb des Kampfes zeigen zu müssen, andererseits gibt es dadurch auch persönliche Szenen und man erfährt mehr über die Charaktere.

Immerhin verdichtet sich nun das Mysterium und es gibt weitere Hintergrundinfos. Ob ich die aber überhaupt noch wissen will, ich kann's nicht sagen. Einerseits horcht man natürlich auf, wenn die Handlung generell weitergetrieben wird, andererseits interessierts es mich auch kaum noch.
Das gleiche mit den Charakteren. Ich sag's mal so. Eine Person mehr in den Mittelpunkt zu rücken ist immer nett, aber gleichzeitig interessieren mich Ace, Neon oder Keiwa halt überhaupt nicht mehr.
Was ich von Keiwa halten soll, keine Ahnung. Der fing als Umfaller an, war dann durchaus auf Zack, aber in den letzten Folgen wurde er zum Depp vom Dienst gemacht, der etwa als einziger gleich drei Sprengfallen hintereinander auslöst.

Die Situation grade ist sehr komisch. Ich habe keinerlei Bock, mir weitere Folgen anzusehen und habe null Motivation, wenn ich eine Folge starte, bleib aber dran, weil sich halt doch noch einiges ändern kann. Passiert was wichtiges oder gibt es Hintergrundinfos wird man doch hellhörig, gleichzeitig schiess ich die letzten Folgen mit erhöhter Wiedergabe durch, damit es schneller zum Ende kommt und oft passe ich überhaupt nicht auf. Die letzte Specialfolge hab ich teilweise übersprungen und nur die "neuen" Szenen angesehen, weil ein Rückblick wirklich das Allerletzte ist, was ich bei Geats brauchen kann. Bestes Beispiel: als die Sponsoren von Neon und Keiwa aufgetaucht sind, dachte ich mir "Soll ich die kennen? Hat man die schon einmal gesehen?", nur um einen Moment drauf mit den Schultern zu zucken und zu sagen "Ist mir eigentlich auch egal, wer die sind".

Die Serie hat halt bisher unfassbar viel kaputt gemacht, weils nur und wirklich nur noch im DGP stattfindet. Da sag ich in der inzwischen dritten Runde auch direkt, dass es mir völlig egal ist und ich nicht hinschaue, wenn die zweimal hintereinander Obst suchen.

Mal sehen, was im vierten Teil mit dem JamapiGP wird, wirklich interessierts mich aber nicht, weil's sehr wahrscheinlich wieder das gleiche wie bisher, nur in lila wird. Hoffentlich spart man sich jetzt zumindest diese Interviews. Waren nur einzelne und kurze Szenen, die fand ich aber unglaublich dumm und blöde.
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Chris »

So, Geats wäre inzwischen bereits seit anderthalb Wochen durch. Hatte keine wirkliche Motivation mehr, Zwischenberichte zu schreiben und es mir fürs Ende aufgehoben.
Ums vorweg zu nehmen: ich finde die Staffel immer noch furchtbar und unfassbar langweilig, weit über die Hälfte war reiner Zwang, das Ding nicht abzubrechen.

Was Geats tatsächlich gut gemacht hat war der Schwenker in der zweiten Hälfte.
Die Handlung wurde deutlich wichtiger, man hat sich an Build und Ex-Aid orientiert und jede Folge bringt ein Stück weitere Infos und treibt die Handlung weiter. Das hat mir in der ersten Hälfte massiv gefehlt und der ständige Fokus auf die DGP-Spiele waren schon von Anfang an nervig, Mitte des Berbera-Akts kam da endlich der Umschwung, wenn auch leider viel zu spät, um die Serie für mich noch zu retten.
Auch Aces Hintergrund fand ich gelungen. Die Idee, dass der Mann seit 2000 Jahren permanent wiedergeboren wird und regelmässig mit voller Erinnerung am GP teilnimmt ist was Neues.
Generell hat man die Vielzahl an Charakteren sehr gut untergebracht und mit Spielern, Sponsoren und Produzenten wurden tatsächlich alle Facetten und Seiten des DGP beleuchtet.
Überhaupt wurde auch der GP ab der zweiten Hälfte besser umgesetzt, vor allem die ersten beiden Staffeln waren an Langeweile kaum zu überbieten, da war der Neustart bitter nötig.

Leider kann man aber auch alles Negativ sehen und so ist es bei mir auch hängengeblieben.
Wie erwähnt war der Start der Serie unfassbar zäh und langweilig. Wie ich es früher schon erwähnt habe, ist das große Problem, dass es kaum Privatszenen gibt. Ace wird angekreischt, Keiwa versaut ein Gespräch, Neon dreht ein Video und Michi grummelt, dann beginnt auch schon eine neue Runde.
Die ersten zwei Staffeln spielen fast ausschliesslich im DGP und es gibt kaum etwas, wodurch man die Charaktere besser kennenlernt. Freilich kann Entwicklung auch während der Action-Sequenzen stattfinden, aber die zeigen halt nur einen Aspekt der Personen. Es war einfach viel zu viel und fühlte sich konsequent wie eine einzige Werbung für Plastikspielzeug an. Generell mag ich die Action in Kamen Rider (einer der sehr wenigen positiven Punkte an Saber, beispielsweise), aber irgendwann reicht es und ich habe einfach keine Lust mehr, den Charaktere über jeweils mehrere Folgen dabei zuzusehen, wie sie einer Ziege die Coladose stehlen wollen, in irgendeiner Villa von Pontius zu Pilatus laufen oder Basketball spielen. Denn letzten Endes waren sämtliche Spiele und Runde eine Ausrede, um sich gegenseitig den Schädel einzuschlagen und neue Digitationen ins Spiel zu bringen.

Überhaupt war der gesamte DGP furchtbar umgesetzt und ich hatte permanent das Gefühl, dass man selber nicht wusste, was man erzählen wollte.
Das Ende von Staffel 2 mit der Enthüllung der Reality-Show war eine dringend notwendige Idee, da die ersten zwei Runden zu nichts führen und allerhöchstens dazu da waren, den Zuschauer langsam ans Thema heranzuführen. Persönlich hatte ich den Eindruck, dass die direkt nach dem Start der Serie das ganze Konzept kritisierten und es deshalb schnellsmöglichst über Bord geworfen wurde bzw. dass die Produzenten nach dem ersten Schwung Folgen erkannten, dass man nicht einfach fünf DGP in der immer gleichen Form hintereinander zeigen konnten, so attraktiv das auch in der Theorie klang.
Die Neuausrichtung war eine dringend benötigte Idee, die Umsetzung aber mangelhaft. Plötzlich wird das ganze Ding zu Kamen Rider Big Brother, Millionen Leute aus allen möglichen Zeiten sehen zu und treten als Sponsoren auf und die Regel mit dem Dezastar wird in den Raum geworfen. Grade in Hinsicht auf Ace und sein Elefantengedächtnis ist es unwahrscheinlich, dass er nie was davon mitbekommen hat und auch die beiden neuen Spieler wurden ohne Kontext in den Raum geworfen. Offensichtlich haben beide, so erfahren wie sie sind, bereits in der Vergangenheit mitgespielt und eventuell sogar gewonnen, erwähnt wurde da aber nichts.
Der Start von Staffel 3 funktioniert sehr gut als Beispiel, wie man Geats mit minimalem Aufwand deutlich runder hätte gestalten können. Eine Handvoll Sätze über die beiden neuen Mitspieler hätten gereicht, ebenso hätte eine Pause von ein, zwei Folgen, die sich etwas mehr auf die Charaktere konzentriert, Wunder gewirkt, um in der Zeit den gesamten DGP hinter den Kulissen umzugestalten und dadurch glaubhaft die Neuerungen zu präsentieren, statt die von Jetzt auf Gleich mit einem Fingerschnippen als gegeben darzustellen. Man hätte nicht mal eine Zwischenfolge gebraucht, die letzte Folge von Staffel 2 einfach mit der Info zu beenden, dass der DGP umgekrempelt wird, in der nächsten Folge erwähnen, dass ein paar Tage/Wochen ohne Ereignisse vergangen sind, hätte gereicht um alles fliessender und nicht so willkürlich wirken zu lassen.

Der Beroba-Akt funktioniert gut und überhaupt nicht zugleich. Der gesamte DGP, in welcher Form auch immer er abgehalten wird, wird komplett unnötig und belanglos. Staffel 2 endet ohne Finale mit dem Neustart, Staffel 3 endet ohne Finale mit Berobas Staatsstreich, auch der Dezastar wird wird über Bord geworfen und nie mehr aufgegriffen, in Staffel 4 übernimmt Michi bereits nach ein paar Folgen die Leitung, bevor er ohne Finale zur Göttin spaziert und seinen Wunsch erfüllt, Staffel 5 hat ein paar Folgen mit dem mächtigen Michi, bevor die Spielleitung erneut die Kontrolle übernimmt.
Keine der Ausgangssituationen führt zu einem konkreten Ergebnis und die ganze Staffel wird innerhalb ein paar Minuten komplett hinfällig, da ein Neustart ohne Sieger erzwungen wird...nur um das Ganze anschliessend wieder und wieder durchzuziehen.
Wie erwähnt hat es aber der Mitte der Staffel besser funktioniert, als die einzelnen Staffeln eigentlich nur noch Mittel zum Zweck wurden und merklich in den Hintergrund traten, aber vieles hätte man komplett bleiben lassen können und statt drei Staffeln ohne Finale besser eine lange, ausführliche machen können. Und sich somit etwa auch den Unsinn mit den explodierenen Früchten sparen können. Michis Allmacht war irgendwie nach zwei Folgen eh wieder komplett vom Tisch.
Und der letzte Akt....zu dem später.

Leider haben auch die Charaktere nicht funktioniert. Ich muss ehrlich sagen, kein einziger der Protagonisten hat meine Symphatien gewonnen oder war für mich irgendwie interessant. Zugegeben haben allesamt sehr schwach begonnen und bis die sich entwickelt haben, da war's halt leider zu spät.
Ace fand ich furchtbar langweilig. Man erfährt nichts über ihn, man sieht nichts von ihm, er existiert praktisch nur in seiner Rolle. Was macht der privat? Was ist mit seiner Familie? Lediglich in der komischen Spezialfolge gab es einen Blitzer in sein Privatleben.
Im Nachhinein und die Serie als Ganzes betrachtet hat Ace tatsächlich funktioniert. Seine Rolle als Mysterium, über den man nichts weiss, der in einem Moment seinen Kameraden hilft, aber letzten Ende doch nur eigene Pläne verfolgt, das hat gut geklappt und passt zu seiner Rolle als Fuchs. Man hatte tatsächlich eine Entwicklung und dieses Betrügen und Hintergehen (was auch nie so ausgeprägt war, dass er als Gegenspieler durchgehen könnte) wurde im Verlauf deutlich weniger bzw fiel komplett unter den Tisch. Aber es kam halt einfach zu spät und in der zweiten Hälfte hatte ich auch kein Interesse mehr an ihm. Und wenn schon nicht auf sein Privatleben, dann wäre es doch schön gewesen, etwas mehr auf seine Vergangenheit einzugehen. Ausser der nach seiner Mutter greifenden Hand mit amerikanischem Akzent und den vier Wünschen zur Ultradigitation war da halt echt gar nichts gegeben. Naja.

Auch der Rest hat nur teilweise funktioniert.
Keiwa mochte ich im Mittelteil eigentlich recht gern, aber bei ihm war nie klar, was man überhaupt aus ihm machen wollte. In der ersten Staffel war er der Umfaller und Versager (nee, seinen Powermove gegen den Dosendämon nehm ich ihm auch jetzt nicht ab), in der zweiten Staffel war er für die Comedy zuständig, in der dritten Staffel war er der perfekte Menschenfreund und Helfershelfer und am Ende....naja.
Sein Charakter hat sich einfach viel zu oft geändert, grad von Staffel 1 auf 2 sehr drastisch und ich hatte den Eindruck, er ist einfach da, um den klassischen Helden darzustellen.
Auch mit Michi konnte ich wenig anfangen, da mir der die meiste Zeit einfach viel zu aggro war. Ganz ehrlich, aber sein Hintergrund mit dem Kollegen, der von zwei bösen Ridern erlegt wurde, war einfach viel zu wenig, um seinen durchgehenden Rachefeldzug zu rechtfertigen und wie ein Berserker auf alles und jeden loszugehen. Irgendwann gab es eine passende Stelle, an der ihn jemand drauf hingewiesen hat, dass er praktisch selbst zu dem wurde, was er so hasst und auslöschen will. So richtig ist er aber nicht drauf eingegangen.
Bei Michi verstand ich auch den plötzlichen Wandel zum Ende nicht. Plötzlich kämpft der rmit dem Rest, bildet ein Team...hab da echt den Wendepunkt verpasst.
Und auch Neon fällt in die gleiche Sparte. Sie war halt da, zu Beginn teilweise auch ziemlich link...ja. Mir war ihre ganze Hintergrundgeschichte zugegeben ziemlich egal und ich weiss auch nicht, ob es vernünftige Hinweise auf ihre wahre Natur gab. Für mich kam das plötzlich von Jetzt auf Gleich, lediglich ihre Helikopermutter hätte als Hinweis gelten können, aber die wusste ja selbst von nichts, also doch nicht. Zu dem Zeitpunkt hatte ich zugegeben überhaupt kein Interesse mehr und habe auch nicht mehr aufgepasst, weder ihr Gespräch mit ihrem Sponsor noch ihren Kampf in der Arena habe ich mir angesehen. Kann also sein, dass da einiges an mir vorbeigegangen ist.
Zu Neon muss ich aber auch sagen, dass sie charakterlich die beste Entwicklung durchgemacht hat. Sie verändert sich nicht komplett und schlägt einen komplett neuen Weg ein, sie bleibt sich selbst und ihrem Charakter treu, man sieht aber deutlich, wie sehr sie gereift und gewachsen ist. Auch bei ihren Fähigkeiten als Kamen Rider hab ich noch nie eine so glaubhafte Entwicklung gesehen, für gewöhnlich sind die halte alle von Vornherein oder ab der ersten Digitation die absoluten Karate Kids. Wenn man hingegen an Neon denkt und wie ungelenk die anfangs mit dem Plasikhammer rumgelaufen ist.

Was den letzten Akt angeht, der war leider ein völliger Rohrkrepierer.
Man hätte die Serie optimal mit dem Royal GP beenden können und im Endeffekt wurden auch alle Handlungsbögen zu einem Abschluss gebracht.
Ich fands sehr gelungen, dass der DGP nicht "besiegt" wird, schliesslich ist das eine interdimensionale Organisation, sondern dass der die Serie praktisch für beendet erklärt und diese Epoche verlässt, um zu einer anderen Zeit weiterzumachen. Wäre ein gutes Finale gewesen, dazu Aces neue Megadigitation. Die Geschichte um seine Mutter und die Göttin der Schöpfung hatte ebenfalls ein Ende gefunden und Ace als neuer Wächter der Welt, der sie mit seinen Kräften die Realität bewahrt (und diese Zeitebene wohl auch ohne Probleme verriegeln hätte können, damit der DGP darauf keinen Zugriff mehr hat), das hätte wunderbar funktioniert.
Was dann der finale Akt sollte, der überhaupt nicht mehr funktioniert hat...keinen Peil. Es wirkte einfach so, als wäre die Serie bereits zu Ende und man müsste aufgrund des Erfolgs plötzlich noch ein paar mehr Folgen produzieren, obwohl eigentlich alles gesagt war. Oder als ob das Team in einer Besprechung kurzz vor Ende plötzlich bemerkt hätte, dass man nicht 39, sondern 49 Episoden drehen musste.
Ace war halt...irgendwie da, hat aber trotz seiner neuen Wunderkräfte irgendwie kaum was gemacht und setzte dann auch ein paar Folgen aus. Michi war plötzlich nett, Neon...keine Ahnung.
Keiwa hat, denk ich, niemand verstanden. Von einem Moment auf den anderen seine Schwester zu töten war zwar ein überraschender Zug, aber halt auch völlig unnötig und nur dazu da, ihn kurz vor über die Klippe zu schubsen. Noch lächerlicher und schlechter geschrieben war daraufhin nur die Geschichte mit seiner neuen Welt, in der aber sofort die ganze Familie tot ist, weil irgendwelche Verbrecher zurückgekehrt sind und plötzlich im ganzen Land Anarchie herrscht. Völliger Blödsinn und ganz ehrlich, Keiwa in schwarz, neuer Frisur, Platteauschuhen und diesem übertrieben grimmigen Blick mit gesenktem Kopf und tiefer Stimme war an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Fast so schlimm gespielt wie der Herr Lagos/Logos oder so in Saber. Gut war da nur seine neue Verwandlung, ein Cape ist halt nun mal saucool.

Wirklich noch schlimmer fand ich aber Daichi. Was ist da bitte passiert? Seine ganze Handlung war so billig produziert und dargestellt, die komische Geschichte mit den Jamato als Grippeviren, für die es gar keine Herleitung gab, sein Kult inklusive schwarzen Kutten...den Vogel hat aber sein Make-Up abgeschossen. Weiss nicht, wer es bedrohlich und düster findet, wenn man ihm mit Lippenstift über die Wange kritzelt. Dagegen war ja Keiwa der beste Bösewicht aller neun Welten...

Neons Geschichte hätte man sich auch sparen können, hat in der Form aber gut funktioniert und die Gute brauchte halt noch was zu tun. Was trotz allem ein gelungener Abschluss für ihr Familiendrama. Auch wenn ich nie verstanden habe, wieso der interdimensionale DGP einen Geldgeber in der Gegenwart braucht.

Generell hat im letzten Akt aber überhaupt nichts funktioniert. Den neuen Spielleiter hätts nicht gebraucht (auch wenn der nochmal ein komplett eigener Charakter mit unverbrauchter Persönlichkeit war), die schwarze Tsumuri war dann irgendwie einfach da bzw wurde ohne viel Federlesen erschaffen und generell wurden Wünsche im Sonderangebot verteilt. Auch Aces ultimativer Masterplan war mir zu sehr an den Haaren herbeigezogen.
Immerhin war die letzte Szene schön und friedlich, grade das Lied von der Kumi im Hintergrund war toll.

Ein Gesamturteil ist trotz meiner eindeutigen Meinung schwierig.
Ja, ich fand und finde Geats absolut furchtbar. Die Serie ist in der ersten Hälfte so sinnfrei und komplett und völlig auf Kämpfe ausgelegt, wodurch mir einfach komplett die Lust vergangen ist. Auch von den Charakteren mochte ich simpel gesagt niemand und sie waren mir egal.
Erstmals in der Geschichte von Kamen Rider hab ich wirklich viele Folgen mit erhöhter Geschwindigkeit durchgeschossen und bei etlichen Szenen überhaupt nicht aufgepasst oder hingesehen, weil ich einfach gesagt null Interesse hatte und ich das Ding einfach nur hinter mich bringen wollte.
Das lag aber auch daran, weil es jeden Abend sehr spät geworden ist und ich einfach nicht noch eine Stunde vor dem Bildschirm sitzen wollte, mit Yashahime, das ich gleichzeitig angesehen habe, war's zugegeben nicht anders, das fand ich auch furchtbar langweilig.

Geats ist aber auch eine Staffel, die wie keine andere als Gesamtwerk funktioniert und die es tatsächlich wert ist, ein zweites Mal gesehen zu werden, da Ace etwa komplett anders wirkt, wenn man seinen Hintergrund kennt und ihn von Anfang an entsprechend betrachtet.
Im Gegensatz zu Saber, welches teilweise furchtbar geschrieben war und katastrophale Charaktere und Schauspieler hatte, oder Zi-On, bei dem man keine zwei Folgen im Voraus geplant hatte und nichts zusammenpasste, und welches einfach schlechte Staffeln waren, kann man Geats mögen.
Hier lag's wirklich vor allem an meinem persönlichen Geschmack, dass ich mit der Staffel überhaupt nicht warm wurde und auch wenn Geats für mich jetzt die dritte Katastophenstaffel in Folge ist, wenn jemand seinen Spass damit hatte und sie ganz weit oben in seiner Liste hat...in Ordnung, kann auch sein.

Hatte nichtsdestotrotz wirklich überhaupt keine Emotionen, als die letzte Folge durch war, eher so im Sinne von "Was gibt's eigentlich zu essen?" und Geats dürfte auch die erste Staffel sein, zu der ich mir nicht nur die ganzen Spezialfolgen und OVAs, sondern auch den Kinofilm spare.
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Re: Kamen Rider Geats

Beitrag von Ranger L »

Chris hat geschrieben: Mo 8. Sep 2025, 19:41 Wie ich es früher schon erwähnt habe, ist das große Problem, dass es kaum Privatszenen gibt. Ace wird angekreischt, Keiwa versaut ein Gespräch, Neon dreht ein Video und Michi grummelt, dann beginnt auch schon eine neue Runde.
Das ist eigentlich sogar ein Punkt, den ich bei den meisten Serien eher zu schätzen weiß, wenn sie sich nicht so sehr auf die privaten Angelegenheiten der Protagonisten konzentrieren, sondern hauptsächlich auf den Kampf gegen das Böse bzw. in dem Fall gegen die Konkurrenten. Das ist ein Problem, das ich z.B. mit einigen der letzten Power Rangers Staffeln hatte. Viel zu viel Fokus auf dem zivilen Leben, während sich das Superhelden Zeug wie ein After thought anfühlt. Aber das ist wohl Geschmacksache.
Chris hat geschrieben: Mo 8. Sep 2025, 19:41 Überhaupt war der gesamte DGP furchtbar umgesetzt und ich hatte permanent das Gefühl, dass man selber nicht wusste, was man erzählen wollte.
Das Ende von Staffel 2 mit der Enthüllung der Reality-Show war eine dringend notwendige Idee, da die ersten zwei Runden zu nichts führen und allerhöchstens dazu da waren, den Zuschauer langsam ans Thema heranzuführen. Persönlich hatte ich den Eindruck, dass die direkt nach dem Start der Serie das ganze Konzept kritisierten und es deshalb schnellsmöglichst über Bord geworfen wurde bzw. dass die Produzenten nach dem ersten Schwung Folgen erkannten, dass man nicht einfach fünf DGP in der immer gleichen Form hintereinander zeigen konnten, so attraktiv das auch in der Theorie klang.
Ich glaub ehrlich gesagt schon, dass es durchaus von Anfang an so geplant war, jede Arc unterschiedlich zu machen, damit es abwechslungsreich bleibt. Man wollte einfach mit verschiedenen Formen von Unterhaltungsmedien rumexperimentieren.
Chris hat geschrieben: Mo 8. Sep 2025, 19:41 Was dann der finale Akt sollte, der überhaupt nicht mehr funktioniert hat...keinen Peil. Es wirkte einfach so, als wäre die Serie bereits zu Ende und man müsste aufgrund des Erfolgs plötzlich noch ein paar mehr Folgen produzieren, obwohl eigentlich alles gesagt war.
Gut zu wissen, dass das selbst wenn man die erste Hälfte der Staffel nicht mochte, immer noch so rüberkommt.
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