Kamen Rider Gavv

Alles über Kamen Rider hier rein.

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Ranger L
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Kamen Rider Gavv

Beitrag von Ranger L »

Allem Anschein nach ist es schon wieder so weit.
Bild
Gesprochen wohl Gabu. Also… irgendwas mit beißen?
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Basara
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Re: Kamen Rider Gavv

Beitrag von Basara »

Das Gimmick dreht sich wohl um Snacks und Süßigkeiten diesmal.
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Ranger L
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Re: Kamen Rider Gavv

Beitrag von Ranger L »

Kamen Rider Gavv:
Bild
https://twitter.com/RangerBoard/status/ ... 8748511734

Erinnert vom Gesicht her schon so ein bisschen an Kiva. Lila als Main Farbe find ich auf jeden Fall ganz cool. Für den Rest bräuchte ich ein besseres Bild.
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Re: Kamen Rider Gavv

Beitrag von Basara »

So, erste Folge gesehen, und war positiv überrascht. Izu Subs war mal wieder am Start, was die erste Welle an Subs angeht, und hab es heute mit Subs mir angeschaut, weil ich es live auf TokuTube verpasst habe. Die Idee, dass der Belt ein Teil seines Verdauungs-Systems ist, ist mal was anderes, und die Gochizou sind echt drollig.
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fumpen
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Re: Kamen Rider Gavv

Beitrag von fumpen »

Noch ein Bild:

Bild
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Ranger L
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Re: Kamen Rider Gavv

Beitrag von Ranger L »

Hab die erste Folge jetzt auch gesehen. Definitiv ein sehr interessanter Start, hat mich auf alle Fälle gut unterhalten. Ziemlich right-into-action, insgesamt fand ich das Pacing aber eigentlich recht gut. Man hat hier natürlich gleich mal nen riesigen Pool an Fragen aufgeworfen, die hoffentlich alle früher oder später mal beantwortet werden, aber was man bisher so von der Welt gesehen hat, ist auf jeden Fall sehr spannend und hat einiges an Potential.
Was für mich vor allem rausgestochen ist, ist dieses Collectable Konzept, bei dem Shouma diese Gummi Dinger immer wieder nachlegen muss, weil sie während des Kampfes verbraucht werden. Hatten wir in der Form glaub ich auch noch nicht. Das mit diesen „Dunklen Gummis“ von denen die MotW abhängig sind, erinnert mich so ein bisschen an W.
Shouma hat auf den ersten Blick auch nen sehr sympathischen Eindruck gemacht. Den Jungen fand ich auch in Ordnung, ich bin mir aber irgendwie unsicher, ob der jetzt ein Hauptcharakter bleiben wird oder nicht. In der Vorschau auf die nächste Folge hab ich ihn irgendwie nicht gesehen.

Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich die Vorberichterstattung dieses Jahr verhältnismäßig wenig verfolgt habe und daher relativ blind in die Serie gehe. Was ich aber in den letzten Wochen noch mitbekommen habe ist, dass Naomi Takebe die Produzentin und Junko Komura Main Writer ist, was mich äußerst freut. Ich hab ja nach Zenkaiger schon gesagt, dass ich Komura gerne mal bei Rider sehen würde und Takebe ist sowieso immer gut, mal sehen was sie in der Kombination so reißen können. Das Fundament ist auf jeden Fall gegeben.
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Re: Kamen Rider Gavv

Beitrag von Red Ranger »

Ranger L hat geschrieben: Mi 4. Sep 2024, 04:02 Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich die Vorberichterstattung dieses Jahr verhältnismäßig wenig verfolgt habe und daher relativ blind in die Serie gehe. Was ich aber in den letzten Wochen noch mitbekommen habe ist, dass Naomi Takebe die Produzentin und Junko Komura Main Writer ist, was mich äußerst freut. Ich hab ja nach Zenkaiger schon gesagt, dass ich Komura gerne mal bei Rider sehen würde und Takebe ist sowieso immer gut, mal sehen was sie in der Kombination so reißen können. Das Fundament ist auf jeden Fall gegeben.
Ich hab das dieses Mal tatsächlich auch nicht so verfolgt. Bin aber schon mal gespannt, wie Komura sich bei Kamen Rider schlägt. Aktuell stehe ich ihr noch recht neutral gegenüber. LuPat hat sie ziemlich verhauen, aber Zyuohger und Zenkaiger waren ganz ordentlich. Auch wenn ich das Gefühl hat, dass sie manchmal zu sehr auf Sicherheit geht und sich nicht viel traut.

Die erste Folge war aber schon recht vielversprechend. Dass man wieder sehr viele Fragen aufgeworfen hat, ist ja eigentlich typisch für Kamen Rider. Aber die erste Folge hat schon recht viel Potential geboten. Ich sehe hier deutlich mehr Potential als in der Startfolge von Gotchard. Interessant ist auch, dass obwohl die Staffel doch sehr bunt und aufgedreht zu sein scheint, man eine ähnliche Prämisse hat wie in den klassischen Showa Ridern. Der Main Rider hat ähnliche Kräfte wie die MOTW. Bei den Showa Ridern waren sowohl der Rider, als auch die Monster meistens Cyborgs, hier ist der Main Rider vom selben Volk wie die Bösen (bzw. nur zur Hälfte). Ist schon immer wieder nett anzusehen, wie man das klassische Konzept ins Moderne übertragen kann.
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Ranger L
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Re: Kamen Rider Gavv

Beitrag von Ranger L »

Red Ranger hat geschrieben: Do 5. Sep 2024, 21:52 Bin aber schon mal gespannt, wie Komura sich bei Kamen Rider schlägt.
Das interessante ist ja, dass sie ihre meiner Meinung nach bisher besten Leistungen eher bei Rider (als Secondary von Wizard) bzw. Rider ähnlichen Serien (als Main Writer von Bima-X) abrufen konnte, weshalb ich durchaus die Hoffnung habe, dass ihr das hier vielleicht wieder gelingt.
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Re: Kamen Rider Gavv

Beitrag von Basara »

So, Folge 2 auch gesehen, und der nächste Charakter wurde vorgestellt. Eine Gyaru, die Jobs aller Art annimmt. Was hier auffällt ist, dass Shouma nur Gochizou durch sein Red Gavv produzuert, wenn er Snacks aller Art ist, seien es Gummys, Candys, Schokis oder Chips. Ist er normale Nahrung, passiert nichts. Es wurde auch heute seine ZakuZakuChips Form eingeführt.
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Re: Kamen Rider Gavv

Beitrag von Welteneroberer »

Wie sieht es aktuell bei Gavv aus? Lohnt die Serie?
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Re: Kamen Rider Gavv

Beitrag von Ranger L »

Ich find sie ziemlich gut bislang. Viel Build Up soweit, aber Folge 6 könnte man wohl als ersten größeren Höhepunkt betrachten. Vom Storytelling vielleicht noch nicht ganz auf Revice/Geats Level, aber definitiv plotlastiger und auch ernster als Gotchard würde ich sagen. Ansonsten natürlich auch immer abhängig davon was man so mag.
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Re: Kamen Rider Gavv

Beitrag von Ranger L »

Da Gavv auch schon wieder bei Folge 12 ist, wird es wohl langsam mal Zeit, für ein erstes (größeres) Zwischenfazit. Bisher unterhält mich die Serie eigentlich recht gut, auch wenn sie jetzt noch nicht unbedingt irgendwas bahnbrechendes gemacht hat, aber wirklich was falsch macht sie auch nicht.


An sich ist die Serie bislang auch eher simpel gehalten, aber mit sehr vielen interessanten Storyansätzen, aus denen man was machen könnte. Das Storytelling würd ich aktuell irgendwo zwischen Gotchard und Geats einordnen. Jetzt nicht ultra-plotlastig, aber definitiv auch nicht langweilig. Der Zweiteiler 9/10 war wahrscheinlich der am wenigsten relevante bisher, da ist bis auf etwas Teasing nicht viel passiert, ansonsten geht schon was vorwärts. Die ersten paar Folgen haben nen sehr guten Job gemacht, die Basics zu etablieren und einem die Charaktere näher zu bringen. Teile des Settings, sowie die Hintergründe der Charaktere sind sogar ziemlich düster, mit diesen Dark Candys, die aus Menschen bestehen, dem Tod von Hantos Mutter und der Familienkonstellation von Shouma. Auch dass man diesen Chef von Hanto direkt als Build Up zu dessen Rider Debut opfert, hätte ich nicht erwartet, hat aber definitiv sehr gut funktioniert. Generell fand ich das Debut von Valen eigentlich ziemlich cool, vor allem weil er durch seine frische Operation nicht direkt so overpowered war, sondern sich regelrecht durch den Kampf quälen musste. War mal was anderes.
Dass Gavv und Valen ihre Identitäten erstmal voreinander verbergen wollten, fand ich im ersten Moment durchaus akzeptabel, unter anderem auch aufgrund dieser veranschaulichten inneren Monologe, durch die man ganz gut nachvollziehen konnte, was sie sich bei ihren jeweiligen Aussagen gedacht haben. In den nachfolgenden Episoden hat es dann aber doch recht schnell angefangen, mich etwas zu nerven (insbesondere in Folge 10. Shouma lässt das MotW einfach mit Hanto zurück und wundert sich überhaupt nicht, warum im nächsten Moment Valen schon da ist und es bekämpft), weswegen ich jetzt eigentlich doch sehr froh bin, dass man das Ganze im letzten Zweiteiler schon wieder aufgelöst hat. Hanto weiß zwar immer noch nicht, dass Shouma ein halber Granuto ist, was potentiell noch irgendwann zum Problem werden könnten, aber fürs erste haben sie jetzt halt zumindest mal eine vernünftige Kommunikationsbasis, mit der sie arbeiten können. Das ist schon mal sehr viel wert.

Die Charaktere selbst gefallen mir tatsächlich ziemlich gut bis jetzt. Shouma ist ein sehr sympathischer Protagonist. Seine Unsicherheiten mit der menschlichen Welt hat man sehr schön dargestellt und ich find’s auch cool, dass er den Granuto, bevor er sie vernichtet, immer die Chance gibt, Dark Candy aufzugeben. Auch Hanto gefällt mir überraschend gut. Er ist so ein bisschen Pseudo-Tsundere, aber eigentlich nicht wirklich. Die beiden harmonieren auch als Duo sehr gut, selbst bevor sie ihre wahren Identitäten kannten. Generell bin ich ja immer ein Fan davon, wenn sich Main und Secondary eher freundlich gesinnt sind. Hoffen wir mal, dass das so bleibt. Ach ja und die Gochizo sind definitiv das kreativste Collectable das wir die letzten Jahre hatten. Ich find’s auch gut, dass man daran gedacht hat, dass Valen ja keinen unbegrenzten Zugriff auf die Dinger hat und deswegen Gavv bitten muss, ihm welche abzugeben.
Sachika hatte auch schon eine ganz gute Fokusfolge und passt ebenfalls recht gut in die Truppe rein. Am undurchsichtigsten ist bisher dieser ominöse Professor, der Hanto zum Rider gemacht hat. Zu dem muss auf jeden Fall noch etwas Background kommen.

Das Konzept der Schurken find ich bislang tatsächlich sehr spannend. Ich weiß, ich sollte mir bei Komura nie zu große Hoffnungen machen, aber diese ganze Konstellation mit Shoumas Geschwistern und deren totem Vater bietet so viel Potential und auch die Gesellschaft hinter den Granuto, mit dieser Dark Candy Produktion find sehr interessant. Gerade auch diese Szene letzte Folge, mit diesem „normalen“ Granuto Bewohner, der das Dark Candy stehlen wollte und dann als Kämpfer eingezogen wurde, hat find ich schon mal nen ganz guten Eindruck davon vermittelt, wie deren Gesellschaft so läuft. Das ist jetzt schon mal mehr als DonBrothers für die Nouto getan hat, aber da darf gerne noch mehr kommen. Bitte Komura. Einmal.


Auf jeden Fall sehe ich hier bisher sehr viele positive Konzepte und Ansätze, aus denen man einiges rausholen könnte. Ein potentielles Problem mit der Sache zwischen Hanto und Shouma, aber da hängt’s auch davon ab, wie man das umsetzt. Jetzt mal rein die Anfangsphase bewertet würde ich definitiv sagen, dass es eine der besten, der letzten Jahre ist, vielleicht sogar die beste seit Zero-One, da es eigentlich noch keine Folge gab, die ich schlecht fand.
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Re: Kamen Rider Gavv

Beitrag von Red Ranger »

Bisher gefällt mir die Staffel auch recht gut. War auf jeden Fall schon mal eine bessere Anfangsphase als von Gotchard. Und von der schwachen Anfangsphase konnte sich Gotchard zumindest bei mir nie so richtig erholen. Die Charaktere sind auch sehr sympathisch. Vor allem finde ich es auch erfrischend, mal keinen antagonistischen Secondary Rider zu haben. Ich hoffe nur, dass Hanto sich nicht gegen Shouma stellt, wenn er erfährt, dass Shouma ein halber Granuto ist. Zumal Shouma ihm auch keinen Grund gibt, ihn zu hassen. Aber das ist ja auch keine Inoue Staffel. Von daher hab ich schon Hoffnung, dass sich die beiden vernünftig aussprechen werden. Sachika gefällt mir auch sehr gut. Auch wenn solche Charaktere auch das Potential haben, bei dem falschen Autor zu nerven.
Die Bösen sind bisher auch in Ordnung. Jetzt, wo die Zwillinge in Ungnade gefallen sind, könnten sie eventuell auch überlaufen. Es sieht zwar so aus, als würden sie erst einmal ihr eigenes Ding machen und ihren Hass Shouma gegenüber freien Lauf lassen, aber das heißt nicht, dass sie nicht später noch überlaufen können. Wir können froh sein, dass die Staffel nicht von Takuro Fukuda geschrieben wurde. Der hätte es sicher wieder mit den inzestuösen Andeutungen übertrieben. :lol:
Bisher finde ich, dass sich Komura recht gut schlägt. Ihre Sentai Staffeln fand ich doch eher durchschnittlich (im Fall von LuPat sogar noch weniger als das). Vielleicht scheint ihr Kamen Rider doch mehr zu liegen. Das kann ich aber erst am Ende der Staffel beurteilen. Vielleicht hat ihre erste Rider Staffel auch das "Glück", dass ich mit dem direkten Vorgänger Gotchard nicht viel anfangen kann. Übrigens sind die Folgen 9 und 10 des Zweiteilers, der bisher am wenigsten relevant ist, bisher auch die einzigen Folgen, die nicht von Komura geschrieben wurden.
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Re: Kamen Rider Gavv

Beitrag von Ranger L »

So, Kamen Rider Gavv ist nun auch schon wieder zu Ende. Das war definitiv eine starke Staffel, mit ziemlicher Sicherheit die beste seit Build, womit sie natürlich nicht nur gleichzeitig die beste Reiwa Staffel bisher ist, sondern auch ganz klar der beste Toku von Junko Komura. Mal ernsthaft wenn das ihre typische Rider Qualität ist, können wir sie dann bitte von jetzt an nur noch bei Rider haben?


Das Storytelling war wohl noch etwas unter dem Niveau von Revice oder Geats aber definitiv eine Steigerung gegenüber Gotchard. Ich würde nicht sagen, dass es sonderlich viel Leerlauf gab, irgendeine Art von Entwicklung oder Build Up war eigentlich immer vorhanden. Auch qualitativ war die Story konstant gut, es gab keine so wirkliche Schwächephase, wovon die letzten paar Serien eigentlich alle mindestens eine hatten und auch sonst fast gar keine individuellen Aussetzer oder dauerhafte Störfaktoren.
Die vielleicht größte Stärke der Staffel, vor allem im direkten Vergleich zu Gotchard, dürfte aber wahrscheinlich ihr extrem gutes World Building sein. Dieses ganze Ergründen der Granuto Welt und ihrer Umstände, sowie der Entwicklung der Stomach Company und der Dark Candy fand ich einfach super. Das ist genau das, was ich mir von Serien wie DonBrothers im Bezug auf die Nouto oder eben auch von Gotchard zur Alchemy Alliance gewünscht hätte. Es gab ein paar einzelne Background Aspekte, auf die man vielleicht noch etwas mehr hätte eingehen können, worauf ich vielleicht später noch zusprechen komme, aber das waren größtenteils nur Kleinigkeiten. So viel wie hier bekommt man tendenziell eher selten.
Wenn es eine Folgen-übergreifende Sache gibt, mit der ich teilweise nicht so zufrieden war, dann sind es die Power Ups. Ich liebe zwar nach wie vor das Konzept der Gochizo und die Einführungen an sich waren größtenteils auch ok, aber gerade bei Caking oder der Eis Form gibt es halt eigentlich gar keinen so wirklichen Grund dafür, warum die stärker sind, als irgendeine andere Form. Das waren eigentlich mehr oder weniger normale Gochizo, die halt einfach nur zufällig zum richtigen Zeitpunkt gekommen. Auch bei dieser Form im Endgame hab ich mir das gedacht, auch wenn man sich hier vielleicht noch irgendwie zusammenreimen könnte, dass es daran liegt, dass Shouma ein paar Steine mitgegessen hat und dadurch seine unterdrückten Granuto Kräfte freisetzen konnte oder irgendwas in der Art, aber das ist dann schon sehr viel Head-Canon. Ist jetzt keine Riesensache, aber fand ich gelegentlich etwas irritierend.

Die Stück für Stück Einführung von Rakia fand ich extrem stark. Erst nur als vermeintlicher random Granuto, der nur etwas Dark Candy stehlen will und dann selbst losgeschickt wird, um Menschen zu entführen. Dass dieser Typ dann doch eine ganz eigene Agenda hat und sich eigentlich gar nicht für die Dark Candy interessiert, hat mich im ersten Moment schon ziemlich überrascht und dass er dann auch noch zum Tertiary Rider wird, hatte ich definitiv nicht auf der Rechnung. Generell bin ich ja immer ein Fan davon, wenn hinter so kleineren, vermeintlich unwichtigen Dingen irgendeine Tiefere Bedeutung steckt. Schon als Antagonist fand ich Rakia sehr stark, jede Szene mit ihm hatte einfach so eine creepy Atmosphäre, vor allem als er die ganzen Leute entführt hat. Seine Redemption war relativ schnell abzusehen, nachdem man angefangen hat, seinen Background zu ergründen, hat von der Umsetzung her aber ziemlich gut funktioniert. Man hatte einfach ein sehr gutes Fundament, durch das Shouma ihn relativ problemlos auf seine Seite ziehen konnte. Ich find’s aber auch cool, dass man am Anfang noch einige Zeit gemerkt hat, dass es Rakia nur um seine Rache geht und ihm die Menschen ziemlich egal sind. Alles in allem eine sehr gute Einführungs-Arc des Tertiarys, wahrscheinlich sogar eine der besten der letzten Jahre.
Danach hatte man ja direkt einen fließenden Übergang in die Bitter Gavv Storyline, in der die ganzen noch offen stehenden Geheimnisse zwischen Shouma und Hanto aufgelöst wurden. Diese Auflösung hatte mir ja lange Zeit ziemliche Sorgen bereitet, weil ich halt befürchtet hatte, dass es vielleicht zu einem andauernden Konflikt zwischen Hanto und Shouma führen könnte, letzten Endes hat man das ganze aber doch ziemlich gut über die Bühne gebracht. Die erste Folge davon fand ich zwar etwas nervig, mit Bitter Gavv, der das Missverständnis erstmal noch fördert, aber danach ist Hanto eigentlich doch recht schnell zu Sinnen gekommen, ohne dass die Sache großartig Schaden angerichtet hat. Bitter Gavv selbst war ok, im Effekt ist jetzt nicht wirklich viel von ihm gekommen, aber als Mittel zum Zweck für diese Story hat er gut funktioniert.
Im Zuge dessen durfte dann endlich auch noch Sachika die Identität der Rider rausfinden, wodurch dann unter sämtlichen Beteiligten mit offenen Karten gespielt wurde. Vor allem fand ich‘s cool, dass sie sich die Identität von Valen sogar selbst erschlossen hat. Sowas liebe ich ja immer, wenn Charaktere einfach ein wenig logischen Menschenverstand an den Tag legen. Geendet hat das Ganze dann letztlich mit dem Climax zwischen und Hanto und Suga, den ich auch ziemlich stark fand. Alles was man zwischen Shouma und Hanto aufgebaut hat, hat sich hier auf jeden Fall ausgezahlt. Gefühlt war diese gesamte Storyline genau das, was man mit Keiwa und Daiji versucht, aber einfach nicht geschafft hat. Gutes Set Up, gutes Timing, nicht zu lang gestreckt und ohne dabei die Charaktere zu Vollidioten zu machen. Genau so setzt man sowas um. Dass man hiermit dann Suga mehr oder weniger komplett rausgenommen hat, fand ich schon etwas schade. Vor allem weil ich mir zu ihm auch einfach noch etwas mehr Background gewünscht hätte. Seine Motivation hat man zwar im letzten Atemzug noch so ein bisschen angedeutet, aber gerade wie er von den Granuto erfahren hat und wie er mit Nyelv in Kontakt gekommen ist, hätte mich echt interessiert.
Danach war ja auch schon die Einführung von Liselle und Bocca, die mir ebenfalls sehr gut gefallen hat. Ich fand die Idee die beiden über Jeebh mit ins Spiel zu bringen ziemlich clever, weil man so auch direkt seiner Entwicklung etwas mehr Bedeutung verliehen hat. War rückwirkend auf jeden Fall eine gute Entscheidung, nur Shiita sterben zu lassen und ihn am Leben zu lassen. Oft bin ich ja eher kein so großer Fan davon, wenn man spät noch neue Schurken rein wirft, die Jaldaks waren aber definitiv noch früh genug da, um sie noch vernünftig auszuarbeiten, was man meiner Meinung nach auch ausreichend getan hat und außerdem haben die beiden auch nochmal einen ganzen Schwung World Building mit sich gebracht. Dass man mit der Zeit sogar noch so tief in die Granuto Politik eintauchen würde, hätte ich nie erwartet.
Die Einführung von Over Gavv fand ich ziemlich gut, wahrscheinlich sogar die beste Power Up Einführung der Staffel. Ich mochte das Konzept, dass die Form zu stark um sie zu kontrollieren ist und Shouma deshalb die Hilfe der anderen braucht, um die Power zielgerichtet einsetzen zu können. Und im Gegensatz zu den meisten anderen Power Ups der Staffel, macht es hier auch Sinn, dass sie stärker ist, als die regulären Gochizo. Mit Master Gavv, muss ich sagen, bin ich nicht ganz so zufrieden. Vor allem den Teil, bei dem die Gochizo in Shoumas Flasche aufgrund seiner Ansprache heulen und dadurch eine stärkere Form hervorbringen, fand ich nicht so prickelnd. Darüber hinaus hat mir der erste Climax gegen Lango eigentlich recht gut gefallen. Das atmosphärische drumherum war ganz cool und hat einigen Charakteren nochmal die Möglichkeit gegeben zu glänzen. Ich hatte auf jeden Fall erwartet, dass er den Kampf überlebt und bin auch ehrlich gesagt ziemlich froh darüber. Mit Bocca als Endgegner hätte mir irgendwie eine emotionale Note gefehlt.
Die Auflösung um die Entführung von Hantos Mutter fand ich auch extrem stark. Dass es tatsächlich darauf hinausläuft, dass der Täter ein geläuterter Granuto ist, der seine Vergangenheit bereut, war nicht unbedingt das, was ich Anfang der Staffel erwartet hätte, aber im Grunde war das eigentlich sogar genau der perfekte Höhepunkt für Hantos Arc, weil man so nochmal sehr schön zeigen konnte, wie weit er seit Beginn der Serie gekommen ist. Rakia’s Showdown mit Glotta war ebenfalls gut, wenn auch etwas simpler. Dass Glotta im Grunde ihres Herzens nur einsam ist und Aufmerksamkeit braucht, kam so ein bisschen aus dem nichts und im Endeffekt hat man auch nicht wirklich viel damit gemacht, aber man hat die wichtigen Fragen beantwortet und als Höhepunkt für Rakias Story hat es gut funktioniert.

Danach ging’s auch schon langsam aufs Endgame zu, das nach 4 Jahren Abstinenz tatsächlich endlich mal wieder liefern konnte. Es war an sich jetzt nicht unbedingt was super Spektakuläres, aber es ist nicht aus dem nichts gekommen, hat sich nicht überhastet oder gepresst angefühlt und hatte keine seltsame Schwachsinnsaktion drin. Boccas Plan fand ich als Endgame Plot ziemlich gut, auch wenn ich’s irgendwie witzig finde, dass einfach alle Menschen auf einmal zu entführen, eigentlich relativ kurzsichtig gedacht ist, da es ja viel nachhaltiger wäre, sie einfach normal weiter leben zu lassen, damit auch der Nachschub gesichert ist. Aber irgendwie hat das sehr gut ins Konzept der Stomach Company gepasst. Gefühlt ist das genau das, was eine profitorientierte Firma in einer auf Gewinnmaximierung ausgelegten Gesellschafft tun würde. (Könnte bei uns natürlich nie passieren…)
Dass Nyelv Shouma am Ende tatsächlich helfen wollte, ohne größere Hintergedanken hat mich ehrlich gesagt etwas überrascht, ich hatte schon irgendwie damit gerechnet, dass da noch irgendein Twist kommt. Wie man ihn letztlich rausgenommen hat, fand ich aber doch recht gut, irgendwie hat so ein Ende ganz gut zu ihm gepasst. Ich weiß nicht so recht, was ich davon gehalten hätte, ihn zu redeemen. Dass sich Shouma und Lango zusammentun, um Bocca auszuschalten und Lango dann zum Endgegner wird, war das worauf ich gehofft hatte. Wie gesagt dieses last-minute Power Up beim Kampf gegen Bocca hätte vielleicht etwas geschmeidiger sein können, aber immer noch deutlich besser, als diese seltsamen Formen im Finale, die identisch zur Grundform sind, der letzten Jahre.
Das Finale an sich fand ich auch ganz gut. Ich fand’s ganz nett, dass praktisch jeder so eine Art eigenen Finalkampf bekommen hat. Der Kampf gegen Lango war an sich zwar nichts super besonderes und ich werd glaub ich nie verstehen, warum sich Kamen Rider generell so sehr dagegen sträubt, den Main Rider seinen größten Feind auch mit seiner stärksten Form vernichten zu lassen, aber an sich hat es schon funktioniert. Vor allem, dass Shouma selbst Lango auch nochmal die Chance gegeben hat, kampflos aufzugeben, fand ich ganz cool. Interessant finde ich, dass Liselle überlebt hat und nun in der Menschenwelt festsitzt, aber eventuell wäre das ein gutes Set Up, um im Epilogfilm darauf aufzubauen. Ebenso wie auf der Tatsache, dass Rakia in der Granuto Welt zurückgeblieben ist. Alles in allem aber ein recht befriedigendes Ende. Auch dass Shouma jetzt eine Beziehung zu seinem Onkel aufbaut und versucht einen Snack zu finden, der Menschen und Granutos schmeckt, fand ich als Abschluss sehr gut.


Die Charaktere gehören definitiv auch zu den großen Stärken der Staffel. Shouma und Hanto waren beide für sich genommen sehr gute Charaktere und vor allem die Dynamik zwischen ihnen war einfach extrem stark, definitiv das beste Main/Secondary Duo seit Sento und Banjo würde ich sagen. Shouma würde ich wohl auf ein ähnliches Level wie Hotaro packen. Sehr sympathisch angelegt, aber durchaus kompetent, wenn es drauf ankommt. Und hier hat Komura auch endlich mal das fish-out-of-water Konzept gut hinbekommen. Sogar zweimal, erst mit Shouma und dann später nochmal mit Rakia.
Auch Hanto gehört definitiv zu den besten seiner Art, vielleicht sogar der beste Reiwa Secondary bisher. Vor allem hatte er natürlich eine sehr gute Entwicklung. Ich hatte ja relativ lange Angst vor der Auflösung von Shouma’s Granuto Background, im Endeffekt hat das aber sehr gut funktioniert und spätestens bei dem Plot um den Entführer seiner Mutter konnte man denke ich sehr gut sehen, wie viel seine Charakter Arc wert war. Gleiches gilt ebenso für Rakia. Sehr schöne Entwicklung, wie er sich langsam Stück für Stück den Menschen angenähert hat und einen Grund zu finden, sie zu beschützen.
Sachika fand ich auch absolut super. Vielleicht eine der besten weiblichen Nebenrollen überhaupt. Viele jammern zwar wieder, weil sie nicht zum Rider geworden ist und mitkämpfen konnte, aber ich finde ehrlich gesagt, dass das nicht zu der Rolle und wie sie angelegt ist, gepasst hätte. Leute wollen einfach nur weibliche Rider um der weiblichen Rider Willen, scheiß egal, ob es Sinn ergibt oder nicht. Sie war einfach die Seele des Teams, gleichzeitig aber auch durchaus intelligent und hilfreich. Spätestens nachdem sie die Identität der Rider rausgefunden hat, hat sich die ohnehin schon gute Dynamik auch nochmal verbessert. Insgesamt definitiv eines der besten Rider Teams überhaupt.
Und Dente war ebenfalls ein sehr unterhaltsamer Charakter. Er hat ja auch einige Power Ups sowie etwas Background beigesteuert. Seinen Tod fand ich ehrlich gesagt sogar ein wenig antiklimaktisch, weil er irgendwie so plötzlich kam, auch wenn ihm das im Gegenzug einen gewissen Realismus verliehen hat. Ich muss aber sagen, ich find’s etwas schade, dass man letztlich nicht alle seine Nachrichten, die er den Protagonisten hinterlassen hat, gezeigt hat. Die hätte man schon noch irgendwie einbauen können.

Die Granuto sind für mich definitiv mit Abstand die besten Schurken, die Komura je geschrieben hat und wahrscheinlich auch eine der besseren Reiwa Rider Gruppen. Von den Individuen her waren sie zwar jetzt alle nicht unbedingt super komplex, aber allein durch die Entwicklungen in der Gruppe und die gesamte Gesellschaft dahinter fand ich sie einfach extrem spannend. Es war halt relativ viel Bewegung drin, mit diversen Machtwechseln und Zwischenhöhepunkten und eben all dieses ganze World Building, das sie mit sich gebracht haben, spricht mich einfach sehr an. Ich bin auf jeden Fall froh, dass man am Ende noch die Bestätigung bekommen hat, dass Lango seinen Vater tatsächlich umgebracht hat, das hat ihn als Antagonist nochmal etwas ernstzunehmender gemacht und ein einfacher Tod durch Altersschwäche, wäre auch ein etwas langweiligerer Ausgangspunkt für das Set Up der Serie gewesen. Was ich etwas schade finde ist, dass man nie so recht darauf eingegangen ist, wie genau Bouche eigentlich an Shouma’s Mutter gekommen ist. Ich meine, hatten die wirklich mal sowas wie eine Beziehung oder war das einfach nur irgendeine random Frau, die er sich einfach mal geschnappt und geschwängert hat? Das würde die ganze Story noch deutlich düsterer machen, als sie ohnehin schon ist.
Suga fand ich als Schurke auch ziemlich gut, auch wenn er wie gesagt vielleicht noch etwas mehr Background hätte vertragen können, aber ich hatte jetzt auch nicht unbedingt das Gefühl, dass man den Charakter komplett verschwendet hat. Das was man mit ihm gemacht hat, war gut und ich denke jetzt auch nicht unbedingt, dass er ein passender Endgegner gewesen wäre. Er war halt Hantos Erzfeind, aber nicht der von Shouma. So gesehen hat das im Großen und Ganzen schon gepasst.


Wirklich viel hab ich an der Staffel eigentlich nicht auszusetzen. Ein paar kleinere Background Aspekte und eben das mit den Power Ups, aber das ist keine große Sache. Darüber hinaus hat die Staffel für mich eigentlich auf sämtlichen Ebenen alles richtig gemacht. Super Charaktere, spannende und durchdachte Story, starkes World Building und kaum Aussetzer. Alles in allem einfach eine sehr gute Serie.
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Re: Kamen Rider Gavv

Beitrag von Red Ranger »

Vorweg: Ich habe mir, bevor ich mein Review geschrieben hab, das Review von Ranger L nicht durchgelesen. Ich wollte nämlich mein Review so unbefangen wie möglich verfassen.

Ich habe gerade Urlaub, also eine gute Zeit, um endlich mit den Tokus aufzuholen, mit denen ich im Rückstand bin. Nun hab ich auch Kamen Rider Gavv beendet. Und dass ich teilweise so lange nicht weitergeguckt hab und im Rückstand geraten bin, hat nichts mit der Staffel zu tun, sondern mit meinen persönlichen Umständen. Das Jahr war bisher ein einziges Auf und Ab und es gab ein Ereignis, was auf meine Motivation, Tokus zu gucken, doch ziemlich gedrückt hat. Aber dazu mehr im Jahresrückblick am Ende des Jahres. Mit Gavv hatte das nichts im Geringsten zu tun. Ich hatte mit der Staffel keine Schwierigkeiten. Im Gegenteil, ich finde die Staffel sogar richtig gut. Definitiv das, was ich nach dem doch eher schwachen Gotchard gebraucht hab.

Grundsätzlich hatte ich immer das Gefühl, dass irgendwas in der Staffel passiert ist. Die Story wurde gut vorangetrieben. Auch die kleineren Phasen zum Durchatmen haben immer wieder kleinere Storyelemente gebracht, so dass sich keine Folge so wirklich verschwendet angefühlt hat. Die Staffel hatte ein gutes Gespür für Timing. Fast so gut wie bei Build. Ich hatte auch das Gefühl, dass die Formen der Rider auch recht gut eingeführt wurden. Es war schon ein genialer Kniff, dass Shoma seine Rider Formen erschafft, in dem er Snacks isst. Dadurch war es auch nichts ungewöhnliches, wenn eine neue Form vorher nicht angeteasert wurde. Die „plötzliche“ Einführung von neuen Formen gehörte zum Konzept. Am Ende wurde auch alles recht gut aufgelöst. Während man anfangs noch dachte, die Granuto sind generell böse, hat man doch noch im Laufe der Staffel gezeigt, dass eigentlich alles nur von einem einzigen gierigen Konzern aus geht, und die normale Bevölkerung der Granuto unter diesem Konzern ebenso leidet. So gesehen sind die Granuto gar nicht so anders wie die Menschen. Dass die Hauptgegner eine Familie sind, hatte anfangs für mich einige Parallelen von W, aber die Richtung war dann doch eine andere. Während die Bösen bei W immer noch irgendwas liebenswertes haben, hatten die Bösen von Gavv nichts, was sie für mich liebenswert gemacht haben. Ich weiß auch noch nicht, was ich davon halten soll, dass Liselle am Ende überlebt hat und man gar nicht mehr gezeigt hat, was sie denn nun macht.

Die Charaktere sind definitiv die starke Seite von Gavv. Unsere drei Rider würde ich sogar als das beste Rider-Dreigespann überhaupt sehen. Wir haben Shoma als den liebenswerten Hauptcharakter. Dann haben wir Hanto als einen sehr guten Secondary Rider, und Rakia als der typische bekehrte Gegner als dritten Rider, wobei er ja nie wirklich böse war, sondern anfangs eben nur auf seiner Rache aus war. Ich fand es interessant, wie man es mit Hanto als Secondary Rider gehandhabt hat. In den ersten Folgen wirkte er noch wie der typische Sidekick und wurde dann zum Rider. Dass er seine Kräfte nicht sofort beherrscht hat, sondern lernen musste, damit umzugehen, war auch mal was neues. Sonst sind neu eingeführte Helden immer direkt übermächtig. Hier musste er seine Kräfte erst einmal beherrschen. Dass Shoma und Hanto anfangs nicht wussten, wer der jeweils andere Rider ist, wurde zum Glück nicht so lange ausgereizt, dass es genervt hat. Die Szenen waren sogar eher witzig. Und als sie dann die Identitäten des jeweils Anderen erfahren haben, hätte es deutlich Konfliktpotential gegeben, und ich bin mir sicher, bei Inoue hätten sich Shoma und Hanto von da an regelmäßig bekämpft. Aber hier war die Entwicklung ganz natürlich. Hanto hatte seinen Hass auf die Granuto, hat aber gemerkt, dass Shoma anders ist und dass er ihm vertrauen kann. Dass es dann einen kleinen Bruch gab, als Shoma von Hantos Mutter erzählt hat, wirkte auch noch natürlich. Jedenfalls hat die Konfliktzeit nie lange angedauert. Es war lange genug, um die Charaktere wachsen zu lassen, aber nicht zu lange, um zu nerven. Rakia hatte dann auch nochmal für eine andere Sicht auf die Granuto gesorgt. Erst seine Geschichte hat gezeigt, dass es auch bei den Granuto Opfer gibt, und solche, die mit den Machenschaften der Stomach Company nicht einverstanden sind. Auch Rakias Entwicklung wirkte sehr natürlich. Erst war er von Rache getrieben und später hat er auch so etwas wie Mitgefühl entwickelt. Und ich kann immer noch nicht glauben, dass das der gleiche Schauspieler ist wie Takamichi aus Kiramager. Diese beiden Charaktere sind so durchweg verschieden.

Die Bösen funktionierten als Gegner wirklich gut. Da sie Geschwister von Shoma sind, gab es hier auch diesen inneren Konflikt. Man hat gemerkt, wie sehr Shoma gezögert hat, die Waffen gegen seine Geschwister zu erheben. Und vor allem anfangs fiel es ihm auch nicht leicht. Dass er Shiita getötet hat, fiel ihm sichtlich schwer. Ich war überrascht, wie schnell sie aus dem Spiel genommen wurde, weil ich fest damit gerechnet hab, dass sie und Jeebh zusammen sterben werden. Aber ihr Tod war nötig, um Jeebh weiterzuentwickeln, auch wenn seine Entwicklung erst nach seiner Hochzeit mit Liselle so richtig in Gang kam. Glotta und Lango wirkten auf mich halt wie die typischen Bösen und waren für mich auch das schwächste Glied bei den Bösen. Klar, Lango war letztendlich der Endgegner, aber mehr auch nicht. Nyelv hatte was von einem hinterhältigen Mastermind und war vor allem deswegen interessant. Am Ende hatte er auch seine eigenen Ziele. Ich weiß nur noch nicht, was genau ich von seinem Tod halten soll. Ich finde es schon sehr seltsam, dass jemand wie Nyelv, der als intelligent und berechnend dargestellt wurde, von jemanden wie Bocca ausgetrickst wird. Zumal ich Bocca nie intellektuell überlegener als Nyelv betrachtet hab. Bocca und Liselle waren interessante Ergänzungen. Sie haben nochmal ein wenig Schwung reingebacht. Irgendwie fand ich es schon ganz nett, dass man gesehen hat, dass obwohl Liselle und Jeebh eher aus Bündniszwecken verheiratet wurden, man gesehen hat, dass Liselle ihn tatsächlich liebt. Liselles Ende, wo sie alleine ist und alle verloren hat, die sie liebt, hat schon etwas tragisches, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass man gezeigt hätte, was sie jetzt denn nun macht.

Auch die Nebencharaktere gefielen mir gut. Sachika war sowieso liebenswert. Es war auch gut, dass sie letztendlich auch die Identität der Rider wusste. Das fehlt mir in so vielen Tokus (hat hier jemand Showa Rider und Ultraman gesagt?). Dente gefiel mir auch recht gut. Ich fand es auch interessant, wie sich mein Blick auf ihn im Laufe der Staffel geändert hat. Gerade am Anfang, als man noch dache, alle Granuto wären grundsätzlich böse, wirkte Dente auf mich eher wie ein „Ausnahme-Granuto“, und ich habe mich sogar manchmal gefragt, ob man ihm wirklich trauen kann. Mit Rakias Geschichte war mir dann klar, dass man ihm wirklich trauen kann.

Ich gehe ja selten auf die Writer ein, aber hier ist es notwendig. Ich war erst nicht wirklich überzeugt, ob Komura eine Rider Staffel schreiben kann, weil sie mich bei Sentai nicht wirklich überzeugt hat. Doch dafür hat sie mich mit Kamen Rider Gavv überrascht. Ich kann sagen, dass Gavv definitiv ihr bestes Werk ist. Ganz ehrlich, wenn das der Maßstab für ihre Kamen Rider Staffeln ist, dann braucht sie nicht mehr für Sentai zu schreiben, sondern nur noch für Kamen Rider. Entweder liegt ihr Kamen Rider mehr, oder sie hat sich endlich eingefunden.

Mein Fazit für Kamen Rider Gavv fällt durchweg positiv aus. Genau so eine Staffel hab ich nach Gotchard gebraucht. Es ist nicht nur eine der stärksten Reiwa Staffeln, sondern spielt für mich bei Kamen Rider generell sehr weit oben mit. Gerade nach den ersten Ankündigungen von Gavv war ich skeptisch, ob eine Staffel mit einem „Süßigkeiten-Rider“ was werden kann. Dass sich dahinter so eine ernste Staffel verbirgt, hätte ich nie erwartet. Nun, das dachte ich damals bei den „Obst-Ridern“ von Gaim auch nicht.
Michelle Trachtenberg (11.10.1985 - 26.02.2025)
Mein Jugendcrush. Meine Lieblingsschauspielerin.
Es tut weh, dass du fort bist. Ich werde dich nicht vergessen.
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