Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

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Re: Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

Beitrag von Red Ranger » Mo 13. Aug 2018, 15:47

Ranger L hat geschrieben:
Mo 13. Aug 2018, 04:04
Natürlich war der Anfang erstmal wieder etwas naja, wobei ich die Startfolge an sich hier sogar etwas besser fand, als beispielsweise bei Goggle-V, aber im Allgemeinen waren die ersten paar Folgen wie üblich etwas arg actionlastig für meinen Geschmack, mit relativ wenig Substanz pro Folge, aber seit Folge 5 in etwa fand ich eigentlich die Meisten Folgen ziemlich gut.
Passiert ist zwar noch nicht allzu viel, aber man hat schon einiges an Informationen zu den Bösen (unteranderem hat man schon Anspielungen, auf eine spätere Schurkin gemacht), man hat sich schon mal auf vorherige Ereignisse bezogen und auch sowas wie, dass man bei einem Hauptschurken, dem die Rangers zum ersten Mal begegnen, auch anmerkt, dass die Rangers den noch nicht kannten, sind Kleinigkeiten, bei denen es mich freut, wenn man darauf achtet.
Das ist auch eine der Stärken der Staffeln. Man bekommt recht viele Informationen in den einzelnen Folgen. Was das Worldbuilding betrifft, ist Changeman für mich auch eine der stärksten Staffeln.
Bei den Rangers hat sich jetzt noch nicht sonderlich viel getan, aber die Fokusfolgen, die es bisher gab, waren eigentlich alle gut und mir gefällt auch das militärische Konzept hier sehr gut. Gerade dass man auch mal Mitarbeiter einer größeren Organisation sieht, ist tendenziell eher selten. Nur dass der Commander von Anfang an über die Drohende Invasion von Gozma und die Funktionsweise der Earth Force Bescheid wusste, will mir nicht so ganz schmecken.
Das ist für die alten Staffeln schon fast typisch, dass sich bei den Rangers nicht viel tut. Und was das mit dem Commander angeht, das wird noch erklärt.
Die Bösen sind jetzt schon deutlich interessanter, als es viele andere Gruppen auf die gesamte Staffel sind. Dass alle von verschiedenen Eroberten Planeten kommen und quasi nur dazu gezwungen werden, für sie zu arbeiten, bietet sehr viel Potenzial. Ich hoffe mal, dass es da vielleicht später noch zu diversen Auseinandersetzungen in den eigenen Reihen kommt. Und ich find’s auch ganz cool, dass man explizit erwähnt hat, dass genau das den Rangers im Falle einer Niederlage auch selbst drohen könnte. Ein ganz schon düsterer Gedanke.
Das fand ich in der Staffel auch interessant, weil man dadurch auch einen ganz anderen Blick auf die Bösen hat und man sie auch eher als Opfer von Bazoo sehen kann. Natürlich gibt es den ein oder anderen, den es gefällt, böse zu sein, wie z.B. Giluke, aber der Großteil ist doch eher unfreiwillig dabei.

Alles in allem noch nicht sonderlich spektakulär bisher, aber ein sehr gutes Fundament, für das was noch kommt. Da kann man definitiv einiges draus machen.
Changeman spielt seine volle Stärke auch erst in der zweiten Hälfte so richtig aus. Was ich auch gut fand, dass man später nochmal Charaktere wiedersieht, die am Anfang in einer Folge vorkamen. Dadurch hat man im Nachhinein auch weniger das Gefühl, dass die Folgen nur Filler waren, wie man es am Anfang vermutet hat. Gerade mit der zweiten Hälfte gibt es so ein rundes Gesamtbild.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

Beitrag von Ranger L » So 26. Aug 2018, 04:06

Ich bin jetzt fertig mit Changeman (hat zwar ein bisschen länger gedauert, aber das ist nicht die Schuld der Serie). Das ist definitiv die Qualität, die ich von Soda gewohnt bin. Nach Winspector und Decade hab ich genau das gebraucht.


Die Charaktere waren jetzt nichts großartig herausragendes, aber mit der Zeit mochte ich sie eigentlich doch ganz gern. Im Grunde geht’s mir ja bei den meisten Soda Charakteren so, dass sie bei mir erst etwas Anlaufzeit brauchen, aber nach genügend Fokus Episoden kriegen sie mich dann meistens doch noch rum.
Vom Commander bin ich ehrlich gesagt nicht so der Fan, der hat sich häufig schon ziemlich herablassend verhalten, aber hatte auch seine Momente. Dass er ein Alien ist, hat auf alle Fälle erklärt warum er so viel Ahnung von Gozma hatte (dass er von der Earth Force wusste, lass ich mal so stehen), ich fand’s aber etwas schade, dass man sich danach nicht weiter damit beschäftigt hat. Ich meine, dass die anderen ihm vergeben, war ja klar, aber er hätte sich wenigstens mal dafür entschuldigen können, dass er ihnen das die ganze Zeit verschwiegen hat. Nana auf der anderen Seite fand ich extrem gut. Sie war als Charakter sehr sympathisch und wurde auch inhaltlich echt sinnvoll eingesetzt. Locker einer der besten Wiederkehrenden Nebenrollen.

Die Bösen waren wie gewöhnlich die große Stärke von Soda. Die Dynamik unter ihnen war verdammt spannend und auch für sich waren eigentlich alle gut. Die Rivalität zwischen Giluke und Ahames war in gewisser Weise Garoa/Chevalier done-right. Hier waren beide von Anfang an überzeugend, keiner der beiden hat sich mit der Zeit zum Idioten entwickelt und was ich vor allem zu schätzen weiß: Es hat wirklich Sinn gemacht, dass sie den anderen übertrumpfen wollten, da es ja nicht nur um sowas wie Macht ging, sondern um ihr Überleben und das ihres gesamten Planeten. Außerdem fand ich’s ganz cool, dass sie mit der Zeit quasi mehr oder weniger die Rollen getauscht haben.
Booba und Sheema wurden vor allem gegen Ende recht interessant und Gator war im Grunde derjenige, bei dem man von Anfang an am wenigsten das Gefühl hatte, dass er wirklich böse ist. Die Geschichte mit seiner Familie hat man sehr schön umgesetzt. Nur aus Bazoos „Sohn“ der da mal in einer Folge vorkam, hätte man definitiv mehr machen können.
Dass Bazoo eigentlich ein riesiger Planet ist, fand ich soweit sogar einigermaßen plausibel (auch wenn man es vielleicht schon etwas früher hätte behandeln können), die Frage, die sich mir nur ähnlich wie bei Fiveman wieder stellt ist, warum genau war die ganze Fassade notwendig? Gerade bei jemandem wie ihm, der seine Untergebenen nur mit Furcht und Terror kontrolliert, müsste man doch meinen, dass ein lebendiger Planet angsteinflößender wäre, als ein Hologramm. Aber Naja.


Auch Storyweise war Changeman definitiv ziemlich gut. Das Worldbuilding und die einzelnen Backgroundschnipsel, haben die erste Hälfte schon sehr unterhaltsam gemacht und für ein stabiles Fundament gesorgt. Den einzigen wirklichen Durchhänger gab es in den 20ern, wobei da vor allem am Anfang auch noch die meisten Folgen ziemlich gut waren, besonders um den Status zwischen Giluke und Ahames zu etablieren. Erst Ende der 20er hat’s dann langsam angefangen etwas langweilig zu werden, da wäre es vielleicht rückwirkend betrachtet besser gewesen, wenn man die Einführung von Ahames ein paar Folgen nach hinten geschoben hätte.
Die zweite Hälfte war dann aber echt stark. Super Pacing, ab dem Rigel Aura Fünfteiler gab’s eigentlich fast gar keinen Leerlauf mehr, mit der Ghost Giluke/Super Giluke Storyline hat man die Zeit bis zur Endgame Arc sehr schön überbrückt, ohne dass es mal großartig abgeflacht wäre und die Endgame Arc selbst war auch richtig gut. Gerade die Folgen mit Sheema und Booba waren stark, vor allem fand ich auch cool, dass sich die bekehrten Gozma Mitglieder nicht alle gleich wieder verzogen haben, nachdem ihre Story rum war, sondern da geblieben sind und aktiv beim Kampf mitgeholfen haben. Gleichzeitig bin ich aber auch froh, dass man nicht alle Schurken bekehrt hat, um noch welche zum Kämpfen übrig zu lassen. Und Dinge wie die Zerstörung der Basis oder das Infiltrieren der gegnerischen Basis mag ich sowieso immer.
Das Finale war denk ich im Großen und Ganzen auch gut, wahrscheinlich sogar eines der besseren 80er Finals. Der letzte Kampf war zwar ein Mechakampf, aber hier hat das auch wirklich Sinn gemacht, da es relativ schwierig geworden wäre, einen ganzen Planeten per Hand zu vernichten. Nur der Kampf selbst war halt relativ unspektakulär, aber für was Besseres hatte man damals wohl einfach noch nicht die Mittel.

Und noch eine Sache die ich der Serie echt hoch anrechne, und zwar, dass sie die Earth Force nicht als irgend so ein mystisches Allheilmittel benutzt hat, das auf magische Art und Weise all ihre Probleme löst, wenn die Rangers nur lang genug darum bitten. Man hätte das ohne weiteres in Richtung Courage/Dino Guts/Luckys Glück abdriften lassen können und es hätte wahrscheinlich sogar immer noch mehr Sinn gemacht, als bei den Beispielen, aber trotzdem hat man drauf verzichtet. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich kann mit diesen „Wunder“-Typ von Problemlösern einfach nie was anfangen.


Wenn man bedenkt, dass die Staffel mit 55 Folgen die zweit längste überhaupt ist, dann ist es schon irgendwie fast beeindruckend, dass man es geschafft hat, so wenig Leerlauf zuzulassen. Besonders gegen Ende hätte ich nie im Leben vermutet, dass man da irgendwas strecken musste. Wenn dann vielleicht im Mittelteil, aber ob man da schon wusste, dass sich Flashman verspäten wird, ist wohl fraglich.
Auf jeden Fall führt Changeman meinen starken Eindruck von 80er Sentai und Hirohisa Soda fort. Viel kann ich der Serie nicht vorwerfen und Storyweise ist das gegenüber Bioman sogar noch eine Steigerung. Verglichen mit Winspector, das 5 Jahre später rauskam, ist das ein Meisterwerk.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

Beitrag von Red Ranger » So 26. Aug 2018, 15:20

Ranger L hat geschrieben:
So 26. Aug 2018, 04:06
Ich bin jetzt fertig mit Changeman (hat zwar ein bisschen länger gedauert, aber das ist nicht die Schuld der Serie). Das ist definitiv die Qualität, die ich von Soda gewohnt bin. Nach Winspector und Decade hab ich genau das gebraucht.
Nicht umsonst gilt die Zeit von Bioman bis Liveman als die beste Sentai Zeit der frühen Franchise Geschichte. Jetzt muss nur noch Flashman überzeugen, dann wären alle fünf Staffeln aus dieser Zeit gut. Aber selbst wenn Flashman nicht gut ist, sind immerhin vier von fünf Staffeln gelungen. Das ist auch schon eine Leistung von Soda, in so kurzer Zeit so viele gute Staffeln zu bringen.
Die Charaktere waren jetzt nichts großartig herausragendes, aber mit der Zeit mochte ich sie eigentlich doch ganz gern. Im Grunde geht’s mir ja bei den meisten Soda Charakteren so, dass sie bei mir erst etwas Anlaufzeit brauchen, aber nach genügend Fokus Episoden kriegen sie mich dann meistens doch noch rum.
Vom Commander bin ich ehrlich gesagt nicht so der Fan, der hat sich häufig schon ziemlich herablassend verhalten, aber hatte auch seine Momente. Dass er ein Alien ist, hat auf alle Fälle erklärt warum er so viel Ahnung von Gozma hatte (dass er von der Earth Force wusste, lass ich mal so stehen), ich fand’s aber etwas schade, dass man sich danach nicht weiter damit beschäftigt hat. Ich meine, dass die anderen ihm vergeben, war ja klar, aber er hätte sich wenigstens mal dafür entschuldigen können, dass er ihnen das die ganze Zeit verschwiegen hat. Nana auf der anderen Seite fand ich extrem gut. Sie war als Charakter sehr sympathisch und wurde auch inhaltlich echt sinnvoll eingesetzt. Locker einer der besten Wiederkehrenden Nebenrollen.
Die Rangers waren halt die typischen Rangers aus dieser Zeit. Nicht so viel Charakterentwicklung, wie man es heutzutage gewohnt ist. Aber es hat gereicht, damit sie nicht langweilig waren. Nana gefiel mir auch recht gut. Vor allem weil ich nach ihrer Einführung nicht damit gerechnet hätte, sie nochmal wiederzusehen, bzw. dass sie doch noch eine recht bedeutende Rolle einnimmt. Ähnliches auch mit Sakura, die im Finale nochmal zurückgekommen ist. Dadurch wirkt auch ihre Folge in der frühen Phase der Staffel nicht wie ein einfacher Filler, sondern bekommt nachträglich noch etwas Relevanz.
Die Bösen waren wie gewöhnlich die große Stärke von Soda. Die Dynamik unter ihnen war verdammt spannend und auch für sich waren eigentlich alle gut. Die Rivalität zwischen Giluke und Ahames war in gewisser Weise Garoa/Chevalier done-right. Hier waren beide von Anfang an überzeugend, keiner der beiden hat sich mit der Zeit zum Idioten entwickelt und was ich vor allem zu schätzen weiß: Es hat wirklich Sinn gemacht, dass sie den anderen übertrumpfen wollten, da es ja nicht nur um sowas wie Macht ging, sondern um ihr Überleben und das ihres gesamten Planeten. Außerdem fand ich’s ganz cool, dass sie mit der Zeit quasi mehr oder weniger die Rollen getauscht haben.
Bei Giluke und Ahames hatte ich auch immer das Gefühl, dass die beiden die einzigen waren, denen es auch wirklich gefallen hat, böse zu sein. Booba ist da nochmal ein Sonderfall. Er als Raumpirat ohne Heimat hat eh nichts zu verlieren und macht eben das, was er am besten kann. Wobei man bei ihm dann auch sehen konnte, dass er nicht wirklich so böse ist, wie er immer rüberkommt.
Auch Storyweise war Changeman definitiv ziemlich gut. Das Worldbuilding und die einzelnen Backgroundschnipsel, haben die erste Hälfte schon sehr unterhaltsam gemacht und für ein stabiles Fundament gesorgt. Den einzigen wirklichen Durchhänger gab es in den 20ern, wobei da vor allem am Anfang auch noch die meisten Folgen ziemlich gut waren, besonders um den Status zwischen Giluke und Ahames zu etablieren. Erst Ende der 20er hat’s dann langsam angefangen etwas langweilig zu werden, da wäre es vielleicht rückwirkend betrachtet besser gewesen, wenn man die Einführung von Ahames ein paar Folgen nach hinten geschoben hätte.
Das Worldbuilding ist, wie ich finde, eine der großen Stärken der Staffel. Vielleicht sogar eines der besten Worldbuildings in Sentai. Das mit dem Durchänger in den späteren 20er Folgen hatte ich aber auch so im Gefühl. Da fand ich auch die Einführung von Ahames zu früh. Man hat sie in einem 3-Teiler eingeführt und dann ist in den 20ern erst einmal kaum was passiert. Da war dann etwas die Luft raus. In den 20ern gab es auch die meisten Filler. Ohne diese Phase hätte Changeman locker bei mir eine Chance auf den ersten Platz gehabt.
Die zweite Hälfte war dann aber echt stark. Super Pacing, ab dem Rigel Aura Fünfteiler gab’s eigentlich fast gar keinen Leerlauf mehr, mit der Ghost Giluke/Super Giluke Storyline hat man die Zeit bis zur Endgame Arc sehr schön überbrückt, ohne dass es mal großartig abgeflacht wäre und die Endgame Arc selbst war auch richtig gut. Gerade die Folgen mit Sheema und Booba waren stark, vor allem fand ich auch cool, dass sich die bekehrten Gozma Mitglieder nicht alle gleich wieder verzogen haben, nachdem ihre Story rum war, sondern da geblieben sind und aktiv beim Kampf mitgeholfen haben. Gleichzeitig bin ich aber auch froh, dass man nicht alle Schurken bekehrt hat, um noch welche zum Kämpfen übrig zu lassen. Und Dinge wie die Zerstörung der Basis oder das Infiltrieren der gegnerischen Basis mag ich sowieso immer.
Das Finale war denk ich im Großen und Ganzen auch gut, wahrscheinlich sogar eines der besseren 80er Finals. Der letzte Kampf war zwar ein Mechakampf, aber hier hat das auch wirklich Sinn gemacht, da es relativ schwierig geworden wäre, einen ganzen Planeten per Hand zu vernichten. Nur der Kampf selbst war halt relativ unspektakulär, aber für was Besseres hatte man damals wohl einfach noch nicht die Mittel.
Gerade nach der schwachen Phase in den 20er Folgen war die zweite Hälfte wohl eine der besten zweiten Hälften der damaligen Zeit. Ich hatte nie das Gefühl, dass es da noch großartig viele Filler gab. Der Endgame Arc war auch recht spannend gemacht. Ich hab im gesamten Endgame Arc schon fast damit gerechnet, dass entweder der Commander oder Sheema draufgehen. Dass dann doch alle überlebt haben, war dann schon recht überraschend. Ich bin davon ausgegangen, dass sich einer für die Rangers opfern wird.
Wenn man bedenkt, dass die Staffel mit 55 Folgen die zweit längste überhaupt ist, dann ist es schon irgendwie fast beeindruckend, dass man es geschafft hat, so wenig Leerlauf zuzulassen. Besonders gegen Ende hätte ich nie im Leben vermutet, dass man da irgendwas strecken musste. Wenn dann vielleicht im Mittelteil, aber ob man da schon wusste, dass sich Flashman verspäten wird, ist wohl fraglich.
Auf jeden Fall führt Changeman meinen starken Eindruck von 80er Sentai und Hirohisa Soda fort. Viel kann ich der Serie nicht vorwerfen und Storyweise ist das gegenüber Bioman sogar noch eine Steigerung. Verglichen mit Winspector, das 5 Jahre später rauskam, ist das ein Meisterwerk.
Ich hab da leider keine Infos, ab wann feststand, dass Flashman sich verspäten wird. Der meiste Leerlauf war in den 20er Folgen, aber ich glaube nicht, dass man es da schon wusste. Ich denke, eher nicht. Man wusste es wohl, als die Staffel im letzten Drittel angekommen war. Da hatte ich aber nie das Gefühl, dass da irgendwas großartig gestreckt wurde. Die mussten die Staffel ja mal eben um 4-6 Folgen verlängern. Da hatte ich manche Staffeln mit kürzerer Laufzeit, die deutlich mehr Leerlauf hatten.

EDIT: Im powerrangers.wiki steht dazu folgendes: "It was originally scheduled to end in January at 51 episodes, but a delay in the early filming of Changeman's follow-up lead to the addition of four extra episodes at the end of the story." Demnach sind es vier Folgen, die zusätzlich eingefügt wurden. Und wenn es so stimmt, dann ist es eher gegen Ende der Staffel geschehen.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

Beitrag von Ranger L » Mo 27. Aug 2018, 04:06

Red Ranger hat geschrieben:
So 26. Aug 2018, 15:20
Ähnliches auch mit Sakura, die im Finale nochmal zurückgekommen ist. Dadurch wirkt auch ihre Folge in der frühen Phase der Staffel nicht wie ein einfacher Filler, sondern bekommt nachträglich noch etwas Relevanz.
Den Auftritt von Sakura fand ich fast ein wenig random am Ende, da wär’s mir ehrlich gesagt lieber gewesen, wenn man sie davor schon ein paar Mal eingebaut hätte, wenigstens innerhalb der Endgame Arc. Aber stimmt, es hat dafür gesorgt, dass ihre Folge wichtiger rüber gekommen ist.
Red Ranger hat geschrieben:
So 26. Aug 2018, 15:20
Bei Giluke und Ahames hatte ich auch immer das Gefühl, dass die beiden die einzigen waren, denen es auch wirklich gefallen hat, böse zu sein. Booba ist da nochmal ein Sonderfall. Er als Raumpirat ohne Heimat hat eh nichts zu verlieren und macht eben das, was er am besten kann. Wobei man bei ihm dann auch sehen konnte, dass er nicht wirklich so böse ist, wie er immer rüberkommt.
Ich glaub bei Ahames und Giluke auch nicht unbedingt, dass sie jetzt komplett böse waren, ich denke sie waren einfach nur noch verzweifelter, weil sie sich ja zuvor schon gegen Bazoo erhoben hatten und deshalb was wieder gut machen mussten. Es hat am Ende mehr so ausgesehen, als wollte man quasi klarstellen, dass sie schon zu weit gegangen sind, um sie noch zurückzuholen. Gerade bei der Szene mit Ahames als sie die Basis zerstört hat, ist das so rüber gekommen.
Booba ist irgendwie so ein Zwischending. Er war zwar nicht so unschuldig wie Gator oder Sheema und wollte eigentlich nur zu seiner Flotte zurück, aber eiskalt war er eben auch nicht. Ich glaub nicht unbedingt, dass ihm die Erde leidgetan hat, aber Sheema hat er wohl als eine Art Partnerin gesehen und er wollte nicht, dass sie stirbt, weil sie mehr zu verlieren hatte als er.
Red Ranger hat geschrieben:
So 26. Aug 2018, 15:20
Ohne diese Phase hätte Changeman locker bei mir eine Chance auf den ersten Platz gehabt.
Ja ich denke auch, dass sie ohne den Durchhänger bei mir wohl an den Top 5 oder vielleicht sogar Top 3 gekratzt hätte.
Red Ranger hat geschrieben:
So 26. Aug 2018, 15:20
Im powerrangers.wiki steht dazu folgendes: "It was originally scheduled to end in January at 51 episodes, but a delay in the early filming of Changeman's follow-up lead to the addition of four extra episodes at the end of the story." Demnach sind es vier Folgen, die zusätzlich eingefügt wurden. Und wenn es so stimmt, dann ist es eher gegen Ende der Staffel geschehen.
Ja, das ist der Schluss zu dem ich auch gekommen wäre, aber wenn ich mal nur die letzten 15-20 Folgen betrachte, dann find ich da kaum vier Folgen, die wirklich entbehrlich wären, geschweige denn so wirken, als wären sie nachträglich eingefügt worden.
Das einzige was ich mir vorstellen könnte wäre, dass man die Story selbst gestreckt hat, wodurch die Serie womöglich sogar davon profitiert hat. Wäre echt was, das man wohl Soda selbst oder einen Produzenten, der damals daran gearbeitet hat, fragen müsste, was aber wohl keiner von je schaffen wird.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

Beitrag von Ranger L » Mo 1. Okt 2018, 04:07

Ich hab mir gedacht, was wäre besser als 30ste Sentai Staffel, als eine der berüchtigtsten überhaupt, deshalb hab ich jetzt mal mit Jetman angefangen. Ich bin bei 11 Folgen und bisher weiß ich noch nicht so recht, wie ich es finden soll.


Das Storytelling ist erstmal recht gut. Dass sich nicht alle Rangers schon in der ersten Folge verwandelt haben, find ich super, das sieht man nicht allzu häufig und etwas Build up zur ersten Mecha Formation gefällt mir sowieso immer. Dass am Anfang direkt mal die Freundin von Ryu gestorben ist, ist halt so ein typisches Inoue Ding, aber als Staffel-Aufbau und um dem Charakter als Motivation zu dienen, find ich das noch nicht unbedingt schlimm.
Was ich allerdings definitiv sagen muss, die ganzen Lovestorys gehen mir jetzt schon auf den Geist. Ich meine schon nach 11 Folgen ging es einfach bei ca. ¾ davon in irgendeiner Form um Lovestorys. Das ist ja fast noch schlimmer als in 555. Ich wusste, dass die Haupthandlung Lovestory lastig ist, aber selbst die Füller damit vollzustopfen, find ich dann doch zu viel. Wird das irgendwann nochmal besser?

Die Charaktere sind vom Konzept her auf alle Fälle nicht uninteressant. Ich mag die Idee, dass diese Strahlen einfach zufällig irgendwelche Menschen getroffen haben, die sich jetzt zusammen raufen müssen. Von den Individuen her, sagen mir manche mehr zu, manche weniger, aber ihre Dynamik ist eigentlich ganz cool. Gerade bei Gai muss sich halt erst noch rausstellen, wie er sich im Laufe der Zeit entwickelt. Ryu ist definitiv mein Favorit bisher.

Die Bösen haben auch sehr viel Potenzial, auch wenn ich mir noch nicht ganz sicher bin, was ich davon halten soll, dass es keinen Anführer gibt. Da kommt es sehr stark auf die Umsetzung an. Und etwas mehr Background und Worldbuilding sollte vielleicht auch noch kommen. Aber da bin ich vielleicht auch einfach von Changeman verwöhnt.


Im Grunde macht die Serie gar nicht so viel falsch bisher, aber wirklich vom Hocker gerissen hat sie mich jetzt auch noch nicht. Man kann da definitiv einiges draus machen (was man eigentlich von jeder Inoue Serie sagen kann), also hoffe ich mal, dass sie das auch tun.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

Beitrag von Red Ranger » Mo 1. Okt 2018, 17:07

Ranger L hat geschrieben:
Mo 1. Okt 2018, 04:07
Ich hab mir gedacht, was wäre besser als 30ste Sentai Staffel, als eine der berüchtigtsten überhaupt, deshalb hab ich jetzt mal mit Jetman angefangen. Ich bin bei 11 Folgen und bisher weiß ich noch nicht so recht, wie ich es finden soll.
Als 30. Sentai Staffel wäre auch Goranger eine interessante Wahl gewesen. Wobei du sicherlich nicht direkt nach dem ersten Kamen Rider noch eine überlange Staffel nehmen wolltest. Berüchtigt würde ich Jetman nicht nennen, weil das doch ein eher negativ assoziierter Begriff ist. Jetman gehört aber doch zu einer der beliebtesten Staffeln. Müsste Jetman jetzt nicht auch deine letzte 90er Staffel sein? Dann hoffe ich am Ende auch auf ein Statement zu den 90ern als Sentai Jahrzehnt.
Das Storytelling ist erstmal recht gut. Dass sich nicht alle Rangers schon in der ersten Folge verwandelt haben, find ich super, das sieht man nicht allzu häufig und etwas Build up zur ersten Mecha Formation gefällt mir sowieso immer. Dass am Anfang direkt mal die Freundin von Ryu gestorben ist, ist halt so ein typisches Inoue Ding, aber als Staffel-Aufbau und um dem Charakter als Motivation zu dienen, find ich das noch nicht unbedingt schlimm.
Was ich allerdings definitiv sagen muss, die ganzen Lovestorys gehen mir jetzt schon auf den Geist. Ich meine schon nach 11 Folgen ging es einfach bei ca. ¾ davon in irgendeiner Form um Lovestorys. Das ist ja fast noch schlimmer als in 555. Ich wusste, dass die Haupthandlung Lovestory lastig ist, aber selbst die Füller damit vollzustopfen, find ich dann doch zu viel. Wird das irgendwann nochmal besser?
Das zentrale Staffelthema ist nun mal Liebe und ihre Schwierigkeiten. Klar, das ist sicherlich Geschmackssache, aber ich fand es jetzt nicht so schlimm. War jedenfalls mal eine willkommene Abwechslung. Das einizige, was mich dabei ein bisschen gestört hat, war dadurch, dass die Lovestory im Team hauptsächlich um Ryo, Gai und Kaori ging, dementsprechend Raita und Ako etwas zu kurz gekommen sind. Ich weiß nicht, ob bei einem derartigen Staffelkonzept nicht sogar ein Dreierteam besser gewesen wäre. Ich fand Raita und Ako recht sympathisch, deshalb fand ich es auch schade, dass sie im Vergleich zu den anderen Rangers nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen haben.
Die Bösen haben auch sehr viel Potenzial, auch wenn ich mir noch nicht ganz sicher bin, was ich davon halten soll, dass es keinen Anführer gibt. Da kommt es sehr stark auf die Umsetzung an. Und etwas mehr Background und Worldbuilding sollte vielleicht auch noch kommen. Aber da bin ich vielleicht auch einfach von Changeman verwöhnt.
Ich fand es mal ganz erfrischend, dass die Bösen keinen Anführer haben. Denn in Jetman wird so auch ein übliches Toku Problem auch in die Story eingewoben, nämlich dass sich die Generäle bei der Vernichtung der Rangers selbst im Weg sind. Dadurch, dass sie aber hier gleichzeitig einen Kampf um den Thron ausfechten (derjenige, der die Rangers vernichtet, soll der Anführer werden), ist es auch völlig normal, dass sie sich selbst im Weg stehen, weil niemand dem Anderen gönnt, die Rangers zu vernichten. Wähend es in vielen Staffeln keinen Grund gibt, dass die Bösen sich selbst im Weg stehen, ist es hier Teil der Story. Und es funktioniert sogar recht gut. Die Story der Bösen fand ich sogar noch etwas interessanter als die Lovestory unter den Rangers. Bei den individuellen Monstern fand ich es schade, dass man am Anfang auch auf recht außergewöhnliche Monster zurückgegriffen hat, wie dass z.B. ein Kampfjet oder ein ganzes Apartmentgebäude zum Monster gemacht wurde, aber die späteren Monster wieder die typischen 08/15 Monster waren.
Im Grunde macht die Serie gar nicht so viel falsch bisher, aber wirklich vom Hocker gerissen hat sie mich jetzt auch noch nicht. Man kann da definitiv einiges draus machen (was man eigentlich von jeder Inoue Serie sagen kann), also hoffe ich mal, dass sie das auch tun.
Ich weiß jetzt auch nicht, wie sehr du dich von dem Hype beeinflussen lassen hast, den Jetman umgibt. Vielleicht erwartest du auch zu viel. Ich selbst hab häufig bei zu sehr gehypten Staffeln das Problem, dass ich zu viel erwarte und mich die Staffel enttäuscht. So geschehen bei Dairanger und Timeranger (und vielleicht zu einem gewissen Grad auch Liveman, wobei ich die Staffel immer noch sehr gut fand, aber aufgrund der Tatsache, dass sie im Fandom meistens als beste Soda Staffel gehandelt wird, doch zu viel erwartet hab). Jetman war für mich aber die einzige Staffel, die dem Hype tatsächlich ansatzweise gerecht wurde. Es ist zwar nicht die beste Staffel aller Zeiten, aber für mich ein verdienter Platz in den Top 10. Wenn man sich dann noch in Erinnerung ruft, dass sie bei der Live Ausstrahlung nach Fiveman kam, kann man verstehen, wieso sie so gut aufgenommen wurde.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

Beitrag von Ranger L » Di 2. Okt 2018, 04:08

Red Ranger hat geschrieben:
Mo 1. Okt 2018, 17:07
Als 30. Sentai Staffel wäre auch Goranger eine interessante Wahl gewesen. Wobei du sicherlich nicht direkt nach dem ersten Kamen Rider noch eine überlange Staffel nehmen wolltest.
Stimmt, das wäre auch ganz cool gewesen, aber ja, zwei lange und episodische Serien hintereinander wären mir dann doch zu viel gewesen. Von den Post-Zyuranger Staffeln wollte ich keine „verschwenden“, weil ich da ja eh nur noch drei habe, deshalb hab ich mir gedacht, Jetman wäre ein guter Mittelweg.
Red Ranger hat geschrieben:
Mo 1. Okt 2018, 17:07
Berüchtigt würde ich Jetman nicht nennen, weil das doch ein eher negativ assoziierter Begriff ist. Jetman gehört aber doch zu einer der beliebtesten Staffeln.
Ja gut, ich hab mehr gemeint, dass ihr ein gewisser Ruf voraus eilt, aber stimmt schon, bei den meisten kommt sie doch eher positiv weg. Ich hab allerdings auch schon ein paar hardcore Hater gesehen. Aber die hat wohl jede Staffel.
Red Ranger hat geschrieben:
Mo 1. Okt 2018, 17:07
Das zentrale Staffelthema ist nun mal Liebe und ihre Schwierigkeiten. Klar, das ist sicherlich Geschmackssache, aber ich fand es jetzt nicht so schlimm. War jedenfalls mal eine willkommene Abwechslung. Das einizige, was mich dabei ein bisschen gestört hat, war dadurch, dass die Lovestory im Team hauptsächlich um Ryo, Gai und Kaori ging, dementsprechend Raita und Ako etwas zu kurz gekommen sind. Ich weiß nicht, ob bei einem derartigen Staffelkonzept nicht sogar ein Dreierteam besser gewesen wäre. Ich fand Raita und Ako recht sympathisch, deshalb fand ich es auch schade, dass sie im Vergleich zu den anderen Rangers nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen haben.
Bisher fand ich ehrlich gesagt sogar die Raita und Ako Folgen im Schnitt am besten, gerade weil sie nicht Teil des großen Liebesdreiecks sind.
Gegen Lovestorys im Sinne von „Zwei Charaktere zusammen bringen und miteinander Glücklich sein lassen“ hab ich eigentlich gar nichts, das mag ich sogar ganz gerne. Aber dieses ganze Liebesdrama mit ewigem Hin und Her, „Nimmt sie ihn, nimmt sie ihn nicht?“, Herzschmerz und Dreiecksbeziehungen ist irgendwie nicht so meins. Es kommt natürlich auch auf die Umsetzung an, aber hier empfinde ich das bisher als absoluten Overkill. Selbst bei den Bösen hat man jetzt noch angefangen, Lovestorys miteinzubauen.
Red Ranger hat geschrieben:
Mo 1. Okt 2018, 17:07
Ich fand es mal ganz erfrischend, dass die Bösen keinen Anführer haben. Denn in Jetman wird so auch ein übliches Toku Problem auch in die Story eingewoben, nämlich dass sich die Generäle bei der Vernichtung der Rangers selbst im Weg sind. Dadurch, dass sie aber hier gleichzeitig einen Kampf um den Thron ausfechten (derjenige, der die Rangers vernichtet, soll der Anführer werden), ist es auch völlig normal, dass sie sich selbst im Weg stehen, weil niemand dem Anderen gönnt, die Rangers zu vernichten. Wähend es in vielen Staffeln keinen Grund gibt, dass die Bösen sich selbst im Weg stehen, ist es hier Teil der Story. Und es funktioniert sogar recht gut.
Zugegeben bis jetzt funktioniert es wirklich noch ganz gut, allerdings verhalten sie sich bisher auch noch alle recht neutral. Ich bin mal gespannt wie das dann aussieht, wenn sie in ihre Pläne eingreifen. Es gibt Situationen, in denen ich sowas super finde und es gibt welche, in denen es mich eher nervt. Also mal schauen.
Red Ranger hat geschrieben:
Mo 1. Okt 2018, 17:07
Ich weiß jetzt auch nicht, wie sehr du dich von dem Hype beeinflussen lassen hast, den Jetman umgibt. Vielleicht erwartest du auch zu viel. Ich selbst hab häufig bei zu sehr gehypten Staffeln das Problem, dass ich zu viel erwarte und mich die Staffel enttäuscht. So geschehen bei Dairanger und Timeranger (und vielleicht zu einem gewissen Grad auch Liveman, wobei ich die Staffel immer noch sehr gut fand, aber aufgrund der Tatsache, dass sie im Fandom meistens als beste Soda Staffel gehandelt wird, doch zu viel erwartet hab). Jetman war für mich aber die einzige Staffel, die dem Hype tatsächlich ansatzweise gerecht wurde. Es ist zwar nicht die beste Staffel aller Zeiten, aber für mich ein verdienter Platz in den Top 10. Wenn man sich dann noch in Erinnerung ruft, dass sie bei der Live Ausstrahlung nach Fiveman kam, kann man verstehen, wieso sie so gut aufgenommen wurde.
Schwer zu sagen, welche Erwartungshaltung ich an die Staffel hatte, da ich mir zwar schon bewusst war, dass sie sehr beliebt ist, ich aber auch immer noch im Hinterkopf hatte, dass es ne Inoue Serie ist und ich deshalb nicht unbedingt mit einem Meisterwerk rechnen sollte.
Ich kenn das Problem aber auch. Gerade Agito und Garo ist das bei mir zum Verhängnis geworden. In gewisser Weise vielleicht auch GoGoV. Die einzigen Serien, die mir spontan einfallen, die mich trotz des extremen Hypes noch beeindruckend konnten waren Gaim und Nexus. Bei Timeranger hatte ich wohl das Glück, dass ich zu dem Zeitpunkt mehr deine Review als die Fanmeinung im Kopf hatte, was sicherlich dazu beigetragen hat, dass ich die Serie jetzt so gut finde.
Allerdings muss man auch sagen, dass selbst niedrige Erwartungen nicht immer unbedingt was helfen. Bei Kabuto oder dem originalen Kamen Rider z.B. hat es was gebracht, aber bei 555 oder Decade konnte selbst das nichts mehr ausrichten.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

Beitrag von Red Ranger » Di 2. Okt 2018, 19:51

Für meinen 80. Toku habe ich mir Goranger ausgesucht. Nach 15 Folgen macht die Staffel einen recht guten Eindruck. Wie erwartet ist die Staffel natürlich sehr episodisch. Die einzelnen Folgen sind aber recht abwechslungsreich gehalten und die Charaktere gefallen mir auch. Irgendwie schon witzig, dass der blaue Ranger einen auf Cowboy macht, wo der gleiche Schauspieler zwei Jahre später als Zubat einen sehr ähnlichen Charakter spielt. Die Staffel ist aus heutiger Sicht recht Sentai untypisch. Viele Folgen wirken eher wie ein Agententhriller. Der Ursprung von Sentai kam ja daher, dass man eigentlich eine Team Kamen Rider Serie machen wollte und dann eben eine komplett eigenständige Serie gemacht hat. Diese Grundidee merkt man bei Goranger aber auch, denn der Stil der Staffel ist näher an Showa Rider, als an anderen alten Sentai Staffeln. Nach dem ersten Eindruck macht die Staffel also nicht viel verkehrt. Sentai scheint einen besseren Einstand zu haben als Kamen Rider. Nun muss sich natürlich zeigen, ob bei der langen Laufzeit nicht irgendwann Ermüdungserscheinungen kommen.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

Beitrag von Ranger L » Mi 3. Okt 2018, 04:05

Red Ranger hat geschrieben:
Di 2. Okt 2018, 19:51
Für meinen 80. Toku habe ich mir Goranger ausgesucht.
Da du Power Rangers ja nicht mitzählst, müssten das nach meiner Rechnung ja sogar schon 100 sein oder?
Red Ranger hat geschrieben:
Di 2. Okt 2018, 19:51
Die Staffel ist aus heutiger Sicht recht Sentai untypisch. Viele Folgen wirken eher wie ein Agententhriller.
Dieses Gefühl hatte ich auch bei Strada 5, was ja auch ungefähr zu der Zeit lief. Vielleicht sind da auch ein paar Einflüsse rüber geschwappt. Wäre nicht unbedingt was schlechtes, da ich Strade 5 eigentlich recht gut fand, also wenn Goranger in nem ähnlichen Stil ist, könnte sie vielleicht auch ganz unterhaltsam sein.
Red Ranger hat geschrieben:
Di 2. Okt 2018, 19:51
Der Ursprung von Sentai kam ja daher, dass man eigentlich eine Team Kamen Rider Serie machen wollte und dann eben eine komplett eigenständige Serie gemacht hat. Diese Grundidee merkt man bei Goranger aber auch, denn der Stil der Staffel ist näher an Showa Rider, als an anderen alten Sentai Staffeln. Nach dem ersten Eindruck macht die Staffel also nicht viel verkehrt. Sentai scheint einen besseren Einstand zu haben als Kamen Rider. Nun muss sich natürlich zeigen, ob bei der langen Laufzeit nicht irgendwann Ermüdungserscheinungen kommen.
Sentai hat da natürlich immer den Vorteil gegenüber Rider, dass sie fünf Protagonisten gleichzeitig haben, denen sie abwechselnd Fokusepisoden geben können, wodurch die Folgenhandlungen meistens auch deutlich abwechslungsreicher ausfallen bzw. man generell häufig mehr Fokus auf den Charakteren hat, als bei Kamen Rider, wo man sich eher auf die One-Shots konzentriert. Ich kann mir gut vorstellen, wenn man das clever macht, dass man die Serie damit vielleicht etwas besser ausfüllen kann, als die erste Rider Staffel das geschafft hat.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

Beitrag von Red Ranger » Mi 3. Okt 2018, 21:35

Ranger L hat geschrieben:
Mi 3. Okt 2018, 04:05
Da du Power Rangers ja nicht mitzählst, müssten das nach meiner Rechnung ja sogar schon 100 sein oder?
Ja, mit Power Rangers wären das schon 100.
Sentai hat da natürlich immer den Vorteil gegenüber Rider, dass sie fünf Protagonisten gleichzeitig haben, denen sie abwechselnd Fokusepisoden geben können, wodurch die Folgenhandlungen meistens auch deutlich abwechslungsreicher ausfallen bzw. man generell häufig mehr Fokus auf den Charakteren hat, als bei Kamen Rider, wo man sich eher auf die One-Shots konzentriert. Ich kann mir gut vorstellen, wenn man das clever macht, dass man die Serie damit vielleicht etwas besser ausfüllen kann, als die erste Rider Staffel das geschafft hat.
Es ist auch wirklich so, dass ich zu alten Sentai Staffeln eher Zugang finde als zu alten Kamen Rider Staffeln. Dass es mehr Hauptcharaktere gibt, macht schon einiges aus. Tatsächlich finde ich von den alten Sentai Staffeln auch Sun Vulcan am langweiligsten, also die einzige Pre-Soda Staffel, die nur drei Rangers hat. Vielleicht ist das auch mit der Grund, warum heutzutage Kamen Rider komplexere Stories hat als Sentai. Bei nur sehr wenigen Hauptcharakteren ist eine episodische Erzählweise doch sehr schwierig. Da sollte man dann eher durch die Story punkten. Kann sein, dass deswegen auch die meisten Showa Rider nichts für mich waren.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

Beitrag von Ranger L » Di 9. Okt 2018, 04:17

Ich bin jetzt mit Jetman fertig und ich würde sagen in der Gesamtheit war es in Ordnung. Sie hatte ein paar ganz coole Sachen, aber auch ein paar Dinge, die mich ziemlich genervt haben. Im Grunde könnte ich die Serie auf zwei verschiedene Art und Weisen bewerten, einmal als Inoue Toku und einmal als reguläre Sentai Staffel. Von den Inoue Serien gehört sie definitiv zu den besseren, als normale Sentai Staffel war sie unterhaltsam, aber sie hat mich jetzt auch nicht unbedingt geflasht.


Zunächst mal, das Storytelling und Pacing der Staffel waren wirklich gut. Wahrscheinlich das beste ihrer Zeit. Es ist immer was passiert, es hat sich nie was im Kreis gedreht und die meisten Infos und Twists waren da wenn sie gebraucht wurden. Es gab zwar ab und zu mal ein paar Aktionen, die ich etwas random fand, wie diese Erd-Dämonen, die angeblich die Vorfahren der Menschen sind, die irgendwie komplett aus dem nichts gekommen sind und danach dann auch nie wieder thematisiert wurden, aber im Großen und Ganzen hat die Staffel sehr durchdacht und logisch gewirkt. Gerade Inoue tendiert ja doch häufiger mal dazu, Mitte der Staffel zu vergessen, was er am Anfang etabliert hat, um dann was völlig anderes zu machen, aber das war hier überhaupt nicht präsent. Auch was die Einführung von Spielzeug betrifft, muss ich definitiv sagen, war das deutlich besser als für gewöhnlich bei Inoue. Das militärische Setting hat dabei natürlich geholfen, aber ich hatte hier nicht das Gefühl, dass ich bei irgendwas nicht wusste, wo es her kommt oder welchen Zweck es erfüllt.
Dennoch muss ich sagen, dass ich doch recht lange gebraucht hab, bis ich der Story wirklich was abgewinnen konnte. Insbesondere dieses ewige Liebesdrama hat für mich sehr große Teile der Staffel (vor allem in den ersten 2/3) einfach extrem stark nach unten gezogen. Ich meine, mal irgendwo ein Liebes Dreieck einzubauen ist das eine, aber das hier ist ja kein Dreieck mehr, das ist eher ein Liebessiebeneck. Gai und Raita stehen beide auf Kaori, die wiederum nur Augen für Ryu hat, der seinerseits allerdings noch seiner verstorbenen Freundin hinterher trauert, welche sich später als umprogrammierte Schurkin herausstellt und im Rahmen der Bösen nochmal zwischen zwei Charakteren steht, die was von ihr wollen. Wow. Das ist halt 1:1 der gleiche Schwachsinn wie bei 555, jeder liebt jeden, nur nicht die eine Person die auch auf ihn steht. Wenn man derartige Storys mag, ist das sicherlich das Beste was man kriegen kann, aber mir ist das einfach zu viel. Mir platzt bei sowas der Schädel. Und dass es teilweise dafür gesorgt hat, dass sich die Charaktere wie Vollidioten verhalten, hat auch nicht gerade geholfen.
Wirklich gefangen hat sich die Serie dann für mich erst so richtig nach den frühen 30ern, nachdem Kaori sich (zumindest vorläufig) für Gai entschieden hat, vor allem weil da dann endlich mal dieser extreme Lovestory Overkill nachgelassen hat und man sich mal halbwegs auf ein paar andere Dinge konzentrieren konnte. Und auch die Sache mit Tranza hat der Serie nochmal nen ordentlichen Story-Schub verpasst und die Dynamik der Bösen verbessert. In der Endgame Arc hat man dann ein paar Sachen wieder aufgegriffen, aber im Wesentlichen wurde die Staffel dann doch noch halbwegs gut zu Ende geführt (bis auf den Epilog, auf den ich gleich nochmal kurz eingehe), nur das Ende von Tranza fand ich etwas unbefriedigend.

Generell muss ich aber sagen, dass die Bösen als Gesamtkonzept sehr viel besser funktioniert haben, als ich erwartet hätte. Sie kommen zwar nicht ganz an die besten Werke von Soda oder Kobayashi ran, aber im Großen und Ganzen würde ich sie definitiv zu den besseren Schurkengruppen zählen. Der Konkurrenz Kampf war sehr logisch aufgebaut und hat sich zu keinem Zeitpunkt erzwungen angefühlt. Dass wirklich aktiv in die Pläne der anderen eingegriffen wurde, hat eigentlich überhaupt erst in den letzten 10 Folgen angefangen, als Tranza die anderen unterdrückt und damit quasi gegen die Regeln verstoßen hat, weswegen sich die anderen dann gegen ihn verbündet haben. Das hat absolut Sinn gemacht. Und später dann nochmal als Grey verhindern wollte, dass Maria stirbt, was ich auch noch nachvollziehen konnte.
Von den einzelnen Charakteren haben mich vor allem Grey und Radiguet überzeugt. Maria war halt eigentlich nur Mittel zum Zweck um noch mehr Lovestorys in die Serie rein zudrücken und ihr Ende war ungefähr genauso unnötig melodramatisch wie ich erwartet hatte (auch wenn ich zugeben muss, das mit Radiguets Schwachpunkt, war ganz cool). Bei Tran/Tranza bin ich etwas gespaltener Meinung. Zum einen war vor allem Tranza als Charakter ziemlich cool, schon allein weil er die Dynamik nochmal ganz schön durch gewirbelt hat und damit auch die Schlussphase der Serie eingeleitet hat, auf der anderen Seite hat man halt nie so wirklich geklärt, warum genau sich Tran plötzlich in Tranza verwandelt hat und warum dieser so übermäßig stark ist, im Vergleich zu den anderen. Generell hat das irgendwie so ein bisschen die Frage aufgeworfen, welche Art von Lebensform die Vyram eigentlich sind. Vor allem weil die Hälfte von ihnen ja erst nachträglich erschaffen wurde (Schließlich ist Grey ein Roboter und Maria ein Mensch). Das ist jetzt nichts sonderlich Dramatisches (zumal man ja zumindest weiß, dass sie aus einer anderen Dimension kommen) aber da wäre etwas mehr Background ganz schön gewesen. Ach ja und Juuza hat man ziemlich verschwendet. Da hätte ich es glaub ich besser gefunden, wenn sie von Anfang an präsent gewesen wäre und man sie dann nach einiger Zeit gestürzt hätte.

Die Rangers fand ich in der Gesamtheit eher Mittelmäßig. Allen voran Gai fand ich teilweise nahezu unerträglich. In der zweiten Hälfte wurde er zwar besser, aber die meiste Zeit war er doch extrem nervtötend. Vor allem ist er einfach so ein Bi-Polarer Charakter. Diese ganzen Szenen in denen er um Kaori kämpft oder sich um Ryu sorgt, nachdem der seinen Verstand verloren hat, wären so viel effektiver und vor allem glaubwürdiger, wenn er nicht die Hälfte der Zeit damit verbringen würde, ein utopisches Arschloch zu sein und besagte Charaktere wie Dreck zu behandeln. Gerade diese Sache mit Ryu kam einfach so aus dem Nichts. Von einem Moment auf den anderen sind die beiden plötzlich Best Buddies, mir ist es einfach extrem schwer gefallen, das in dem Moment ernst zu nehmen. Auch bei seinem Verhalten gegenüber Kaori hab ich mir immer wieder gedacht „So behandelt man doch keinen Menschen den man liebt.“. Diese ganze „Liebe“ hat sich generell einfach so unnatürlich angefühlt. Gai ist für mich mehr wie so ein beleidigter Playboy rüber gekommen, der sonst eigentlich jede haben kann, jetzt zum ersten Mal in seinem Leben von einer Frau abgewiesen wird und eigentlich nur auf sie steht, weil er nicht akzeptieren will, dass er etwas nicht kriegen kann und das Gefühl hat, was beweisen zu müssen. Und das alles halt nicht auf die charmante und lustige, sondern auf die komplett soziopathische Art und Weise.
Wie erwähnt wurde das Ganze dann besser, nachdem Kaori sich Anfang der 30er auf ihn eingelassen hat (warum auch immer), aber selbst da hatte ich halt immer noch das Gefühl, dass er auch nur deshalb Ruhe gibt, weil er jetzt ja hat was er wollte. Ich nehme ihm zwar ab, dass er ganz am Ende dann wirklich ein besserer Mensch geworden ist und ehrliche Freundschaft für seine Team Mitglieder empfindet, aber ich wage irgendwie zu bezweifeln, dass das alles genauso verlaufen wäre, wenn Kaori sich nicht auf ihn eingelassen hätte.
Ich würde ihn eine Stufe über Kusaka oder Hojo stellen, weil er sich ernsthaft gebessert hat, aber trotzdem ist er ein sehr ähnlicher Charaktertyp, wie die beiden. Jemand den mir die Serie eigentlich als einen der guten verkaufen will, der die halbe Zeit aber mehr wie ein Schurke rüber gekommen ist und im Grunde weder die eine noch die andere Rolle wirklich gut ausfüllt. Ich versteh echt nicht, warum Inoue immer wieder den Drang hat, solche Charaktere in seine Serien einzubauen.
Ja und der Epilog war halt einfach nur die unnötigste Aktion aller Zeiten. Das ist halt mehr oder weniger das gleiche Level wie Ryos Freundin in Agito. Hatte es irgendeinen tieferen Sinn Gai sterben zu lassen? Irgendeine Message die zu komplex für mich ist? Ich hab zwar gelesen dass es wohl eine Anspielung auf diesen Anime sein soll, auf dem Jetman basiert, aber selbst dann, entweder gab es da irgendeinen besseren Grund, den man hier einfach nicht geschafft hat, zu vermitteln oder es war da genauso unnötig wie hier. So oder so, die Aktion hätte man sich schenken können.

Die anderen Charaktere waren in Ordnung, für meinen Geschmack jetzt aber auch nichts großartig Welt bewegendes. Kaori war halt wie Maria ein reines „Lovestory Plot-Device“, was mich vermutlich in einer anderen Serie, in der Lovestorys nicht das Zentrum sämtlicher Handlungsstränge sind, weniger gestört hätte, aber hier hätte man sich meiner Meinung nach für einen der beiden Charaktere entscheiden müssen. Ryu war die meiste Zeit gut, solange er nicht gerade wegen Rie durchgedreht ist. Ako und Raita waren letzten Endes definitiv meine Favoriten. Ich finde gar nicht unbedingt dass sie vernachlässigt wurden. Sie waren zwar nicht Teil des Mainplots, aber sie hatten einige gute Fokusepisoden und sympathische Persönlichkeiten. Das hat mir gereicht. Und der Commander der Rangers war auch super.


In der Summe hatte ich durchaus meinen Spaß mit der Staffel, aber auch meine Probleme. In vielerlei Hinsicht geht es mir mit Jetman ähnlich wie mit Justirisers, die Serie wird hier vor allem vom Storytelling und den Schurken getragen, während mir die Charaktere bzw. in dem Fall vor allem ihre einzelnen Storys nicht so wirklich zugesagt haben. Von den Inoue Tokus war es für mich definitiv einer der besseren, ich würde die Staffel wohl in etwa auf dieselbe Stufe stellen wie Kiva, seine beste Serie bleibt für mich aber zunächst Shougeki Gouraigan. (Auffallend ist btw. auch, dass er hier mit 29 Folgen verhältnismäßig wenige Folge geschrieben hat. Das könnte auch dazu beigetragen haben, dass er hier nicht ganz so sehr eskaliert ist, wie sonst)
Mit Jetman hab ich jetzt außerdem meine letzte 90er Staffel abgeschlossen, was damit auch das erste Sentai Jahrzehnt ist, das ich komplett gesehen hab. Im Allgemeinen hab ich etwas gemischte Gefühle zu den 90ern. Die Anfangsphase fand ich doch recht holprig, die ersten 5 Staffeln von Fiveman bis Kakuranger waren größtenteils eher mittelmäßig, mit Zyuranger als der besten, während Dairanger sogar eine der schwächsten Staffeln in meinem Ranking ist (auch wenn ich mir mittlerweile nicht mehr so sicher bin, ob sie die niedrige Platzierung wirklich verdient hat). Mitte der 90er wurde es dann aber deutlich besser, die Phase von Ohranger bis Gingaman würde ich sogar als eine der konstantesten der ganzen Serie betrachten und Carranger befindet sich sogar in meinen Top 5 (wenn auch leider als einzige 90er Staffel). GoGoV war für mich dann zwar wieder ein ziemlicher Rückschritt, aber im Allgemeinen fand ich die zweite Hälfte des Jahrzehnts deutlich besser als das erste.
Und was ich noch ganz interessant finde, in meiner Statistik waren die 2000er eigentlich immer unter den 90ern, aber in letzter Zeit haben sie sich immer mehr angenähert, bis sie beim letzten Mal schließlich genau gleich auf waren. Sprich, ob Gekiranger besser oder schlechter als Jetman ist, wird letztlich darüber in entscheiden, ob die 90er in meiner endgültigen Statistik vor oder hinter den 2000ern stehen werden.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

Beitrag von Red Ranger » Di 9. Okt 2018, 21:10

Ranger L hat geschrieben:
Di 9. Okt 2018, 04:17
Zunächst mal, das Storytelling und Pacing der Staffel waren wirklich gut. Wahrscheinlich das beste ihrer Zeit. Es ist immer was passiert, es hat sich nie was im Kreis gedreht und die meisten Infos und Twists waren da wenn sie gebraucht wurden. Es gab zwar ab und zu mal ein paar Aktionen, die ich etwas random fand, wie diese Erd-Dämonen, die angeblich die Vorfahren der Menschen sind, die irgendwie komplett aus dem nichts gekommen sind und danach dann auch nie wieder thematisiert wurden, aber im Großen und Ganzen hat die Staffel sehr durchdacht und logisch gewirkt.
Das fand ich auch recht gut bei der Staffel, wobei ich auch fand, dass es gegen Ende der 10er und Anfang der 20er mal wieder den typischen Durchhänger gab. Aber nach der Phase gab es eigentlich kaum noch Filler. Ich denke mal, das gute Storytelling und Pacing fällt noch mehr auf, wenn man die Staffeln in der Ausstrahlungsreihenfolge guckt. Und genau das könnte auch ein Grund für den großen Erfolg in Japan gewesen sein. Denn wenn man vorher Fiveman gesehen hat, und wie chaotisch da doch alles ablief, wirkt Jetman vielleicht noch besser und runder. Die Staffel hatte bei Ausstrahlung das Glück, nach einer schwachen Staffel zu kommen. Ähnliches war auch bei mir, als ich mir Jetman angesehen hab. Ich hatte mir die Staffel ja direkt nach dem originalen Kamen Rider angesehen. Das sind natürlich schon Unterschiede. Die Erd-Dämonen hätte man wirklich mehr thematisieren können, aber ich persönlich hätte gerne mehr von diesen Kriegern aus der anderen Dimension gesehen, von denen man nur einen so richtig in seiner verwandelten Form gesehen hat.
Dennoch muss ich sagen, dass ich doch recht lange gebraucht hab, bis ich der Story wirklich was abgewinnen konnte. Insbesondere dieses ewige Liebesdrama hat für mich sehr große Teile der Staffel (vor allem in den ersten 2/3) einfach extrem stark nach unten gezogen. Ich meine, mal irgendwo ein Liebes Dreieck einzubauen ist das eine, aber das hier ist ja kein Dreieck mehr, das ist eher ein Liebessiebeneck. Gai und Raita stehen beide auf Kaori, die wiederum nur Augen für Ryu hat, der seinerseits allerdings noch seiner verstorbenen Freundin hinterher trauert, welche sich später als umprogrammierte Schurkin herausstellt und im Rahmen der Bösen nochmal zwischen zwei Charakteren steht, die was von ihr wollen. Wow. Das ist halt 1:1 der gleiche Schwachsinn wie bei 555, jeder liebt jeden, nur nicht die eine Person die auch auf ihn steht. Wenn man derartige Storys mag, ist das sicherlich das Beste was man kriegen kann, aber mir ist das einfach zu viel. Mir platzt bei sowas der Schädel. Und dass es teilweise dafür gesorgt hat, dass sich die Charaktere wie Vollidioten verhalten, hat auch nicht gerade geholfen.
Das ist halt so ein Aspekt, der einem gefallen muss. Wenn man damit nichts anfangen kann, wird man mit der Staffel nicht so richtig warm. Ich fand es für eine Sentai Staffel ganz erfrischend. Ich hab persönlich auch kein Problem damit.
Und auch die Sache mit Tranza hat der Serie nochmal nen ordentlichen Story-Schub verpasst und die Dynamik der Bösen verbessert. In der Endgame Arc hat man dann ein paar Sachen wieder aufgegriffen, aber im Wesentlichen wurde die Staffel dann doch noch halbwegs gut zu Ende geführt (bis auf den Epilog, auf den ich gleich nochmal kurz eingehe), nur das Ende von Tranza fand ich etwas unbefriedigend.
Tranzas Ende fand ich eigentlich recht gut gemacht. Für manche Gegner ist selbst der Tod noch zu gnädig. Dann mal einen Bösen ohne seine Kräfte sabbernd in einer Nervenklinik dahinvegetieren zu lassen, ist schon recht harter Tobak. Wobei er es sicherlich auch am meisten verdient hat. Hätte es damals schon Team-Ups gegeben, hätte man ihn sicherlich nochmal zurückgeholt.
Die Rangers fand ich in der Gesamtheit eher Mittelmäßig. Allen voran Gai fand ich teilweise nahezu unerträglich. In der zweiten Hälfte wurde er zwar besser, aber die meiste Zeit war er doch extrem nervtötend. Vor allem ist er einfach so ein Bi-Polarer Charakter. Diese ganzen Szenen in denen er um Kaori kämpft oder sich um Ryu sorgt, nachdem der seinen Verstand verloren hat, wären so viel effektiver und vor allem glaubwürdiger, wenn er nicht die Hälfte der Zeit damit verbringen würde, ein utopisches Arschloch zu sein und besagte Charaktere wie Dreck zu behandeln. Gerade diese Sache mit Ryu kam einfach so aus dem Nichts. Von einem Moment auf den anderen sind die beiden plötzlich Best Buddies, mir ist es einfach extrem schwer gefallen, das in dem Moment ernst zu nehmen. Auch bei seinem Verhalten gegenüber Kaori hab ich mir immer wieder gedacht „So behandelt man doch keinen Menschen den man liebt.“. Diese ganze „Liebe“ hat sich generell einfach so unnatürlich angefühlt. Gai ist für mich mehr wie so ein beleidigter Playboy rüber gekommen, der sonst eigentlich jede haben kann, jetzt zum ersten Mal in seinem Leben von einer Frau abgewiesen wird und eigentlich nur auf sie steht, weil er nicht akzeptieren will, dass er etwas nicht kriegen kann und das Gefühl hat, was beweisen zu müssen. Und das alles halt nicht auf die charmante und lustige, sondern auf die komplett soziopathische Art und Weise.
So schlimm hab ich Gai nicht empfunden. Ja, man konnte schon irgendwo seinen verletzten Stolz merken, als Kaori ihn anfangs zurückgewiesen hat. Er hat eigentlich schon ne recht gute Entwicklung gemacht. Und zu der Staffel, wo die Rangers ja eher zufällig ausgewählt wurden, passt so ein Charakter auch. Ich finde es ganz angenehm, wenn nicht nur die strahlenden Helden in die Gruppe kommen, sondern man auch mal etwas antagonistischere Charaktere in die Gruppe bringt und sie sich dann langsam der Gruppe annähern lassen. Von mir aus kann es so etwas ruhig öfter geben. In jeder Staffel brauch ich das zwar nicht, aber etwas gemischtere Charaktere wären schon gut.
Ja und der Epilog war halt einfach nur die unnötigste Aktion aller Zeiten. Das ist halt mehr oder weniger das gleiche Level wie Ryos Freundin in Agito. Hatte es irgendeinen tieferen Sinn Gai sterben zu lassen? Irgendeine Message die zu komplex für mich ist? Ich hab zwar gelesen dass es wohl eine Anspielung auf diesen Anime sein soll, auf dem Jetman basiert, aber selbst dann, entweder gab es da irgendeinen besseren Grund, den man hier einfach nicht geschafft hat, zu vermitteln oder es war da genauso unnötig wie hier. So oder so, die Aktion hätte man sich schenken können.
Das war so eine Aktion, für die ich Inoue eine hätte reinhauen können. Das war doch bloß, nur um noch Drama in die letzten Minuten zu bringen. Dürfte wohl auch einer der unnötigsten Charaktertode in einem Toku sein. Von mir aus hätte sich Gai auch im Endkampf für Ryu und Kaori opfern können. Das wäre allemal besser gewesen, als so ein Blödsinn am Ende.
Mit Jetman hab ich jetzt außerdem meine letzte 90er Staffel abgeschlossen, was damit auch das erste Sentai Jahrzehnt ist, das ich komplett gesehen hab. Im Allgemeinen hab ich etwas gemischte Gefühle zu den 90ern. Die Anfangsphase fand ich doch recht holprig, die ersten 5 Staffeln von Fiveman bis Kakuranger waren größtenteils eher mittelmäßig, mit Zyuranger als der besten, während Dairanger sogar eine der schwächsten Staffeln in meinem Ranking ist (auch wenn ich mir mittlerweile nicht mehr so sicher bin, ob sie die niedrige Platzierung wirklich verdient hat). Mitte der 90er wurde es dann aber deutlich besser, die Phase von Ohranger bis Gingaman würde ich sogar als eine der konstantesten der ganzen Serie betrachten und Carranger befindet sich sogar in meinen Top 5 (wenn auch leider als einzige 90er Staffel). GoGoV war für mich dann zwar wieder ein ziemlicher Rückschritt, aber im Allgemeinen fand ich die zweite Hälfte des Jahrzehnts deutlich besser als das erste.
Interessant, dass die 90er bei dir so gemischt sind. Bei mir spielt sich viel im Mittelfeld ab, also ein eher durchschnittliches Jahrzehnt. Mit Jetman und Kakuranger hab ich auch nur zwei Staffeln in den Top 10, mit Fiveman aber auch nur eine Staffel in den Flop 10. Zumindest verheizen die 90er ihre schlechteste Staffel schon direkt am Anfang (ich erkenne Parallelen zu den 2010er). Außer Jetman und Kakuranger würde ich persönlich noch Carranger und Gingaman als gut bezeichnen und der Rest ist dann doch recht durchschnittlich. Bei den 2010er hab ich zwar auch viele Staffeln im Mittelfeld, würde da aber die meisten Staffeln als überdurchschnittlich bis gut bezeichnen. Mal sehen, wie Lupin vs Pat und Ryuusouger die 2010er noch beeinflussen können. Lupin vs Pat scheint sich ja nach einer schwachen Phase wieder gefangen zu haben.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

Beitrag von Ranger L » Mi 10. Okt 2018, 04:12

Red Ranger hat geschrieben:
Di 9. Okt 2018, 21:10
Ich denke mal, das gute Storytelling und Pacing fällt noch mehr auf, wenn man die Staffeln in der Ausstrahlungsreihenfolge guckt. Und genau das könnte auch ein Grund für den großen Erfolg in Japan gewesen sein. Denn wenn man vorher Fiveman gesehen hat, und wie chaotisch da doch alles ablief, wirkt Jetman vielleicht noch besser und runder. Die Staffel hatte bei Ausstrahlung das Glück, nach einer schwachen Staffel zu kommen.
Ja das kann gut sein, gerade die Leute, die bei Fiveman die Ernsthaftigkeit und Story Dichte von Liveman oder Maskman vermisst haben, denen wird Jetman wohl deutlich mehr zugesagt haben. Und ich könnte mir auch vorstellen, dass es einen Unterschied macht, die wievielte Inoue Serie das für einen ist. Wenn das das erste ist, was man von ihm sieht und man noch nicht weiß worauf man sich einstellen kann, dann ist man vielleicht noch etwas neutraler und reagiert weniger empfindlich auf Kleinigkeiten, die mir schon sauer aufstoßen, wenn ich sie nur sehe.

Ist vielleicht rückwirkendbetrachtet etwas unfair gewesen, die Staffel erst so spät anzuschauen, da ich hier vielleicht doch schon etwas früher von Dingen genervt war als sonst, weil sie mir halt noch von anderen Inoue Serien zum Hals raushängen. Auf der anderen Seite, ist es halt auch irgendwo seine eigene Schuld, wenn sich seine Serien alle so sehr ähneln. Ich meine, japanische Fans die mit Heisei Rider aufgewachsen sind, hatten das Privileg auch nicht, sich Jetman als erstes anzusehen.
Red Ranger hat geschrieben:
Di 9. Okt 2018, 21:10
Ähnliches war auch bei mir, als ich mir Jetman angesehen hab. Ich hatte mir die Staffel ja direkt nach dem originalen Kamen Rider angesehen. Das sind natürlich schon Unterschiede.
Witzig, dass wir die Staffel beide unmittelbar nach dem originalen Kamen Rider geschaut haben. Das könnte durchaus Auswirkungen auf unsere Meinungen zu Jetman gehabt haben, da wir ja beide recht unterschiedlich auf die erste Kamen Rider Staffel reagiert haben.
Red Ranger hat geschrieben:
Di 9. Okt 2018, 21:10
Tranzas Ende fand ich eigentlich recht gut gemacht. Für manche Gegner ist selbst der Tod noch zu gnädig. Dann mal einen Bösen ohne seine Kräfte sabbernd in einer Nervenklinik dahinvegetieren zu lassen, ist schon recht harter Tobak. Wobei er es sicherlich auch am meisten verdient hat. Hätte es damals schon Team-Ups gegeben, hätte man ihn sicherlich nochmal zurückgeholt.
Ich denke, wenn Tranza ein menschlicher Böser gewesen wäre, im Stil von Liveman, dann hätte ich sein Ende vielleicht passender gefunden. Es war definitiv mal eine kreative Abwechslung das stimmt, aber irgendwas an dem Gedanken, dass ein Monster-artiger Krieger aus einer anderen Dimension in einer Nervenklinik endet, will mir nicht so recht gefallen. Ist aber schwer zu erklären, was genau mich daran stört.
Red Ranger hat geschrieben:
Di 9. Okt 2018, 21:10
So schlimm hab ich Gai nicht empfunden. Ja, man konnte schon irgendwo seinen verletzten Stolz merken, als Kaori ihn anfangs zurückgewiesen hat. Er hat eigentlich schon ne recht gute Entwicklung gemacht. Und zu der Staffel, wo die Rangers ja eher zufällig ausgewählt wurden, passt so ein Charakter auch. Ich finde es ganz angenehm, wenn nicht nur die strahlenden Helden in die Gruppe kommen, sondern man auch mal etwas antagonistischere Charaktere in die Gruppe bringt und sie sich dann langsam der Gruppe annähern lassen. Von mir aus kann es so etwas ruhig öfter geben. In jeder Staffel brauch ich das zwar nicht, aber etwas gemischtere Charaktere wären schon gut.
Ich bin glaub ich einfach generell kein großer Fan von unsympathischen Protagonisten. Vor allem wenn es wie hier so extrem lange dauert, bis mal etwas Besserung eintritt. Einige Zeit geht das schon mal, aber hier hatte seine „Redemption Arc“ für mich einfach zu lange keine erkennbaren Fortschritte und die Umstände mit den ganzen Lovestorys waren auch nicht gerade hilfreich.
Red Ranger hat geschrieben:
Di 9. Okt 2018, 21:10
Bei den 2010er hab ich zwar auch viele Staffeln im Mittelfeld, würde da aber die meisten Staffeln als überdurchschnittlich bis gut bezeichnen. Mal sehen, wie Lupin vs Pat und Ryuusouger die 2010er noch beeinflussen können. Lupin vs Pat scheint sich ja nach einer schwachen Phase wieder gefangen zu haben.
Die 2010er sind bei mir sogar das Jahrzehnt, bei dem die Staffeln am aller weitesten auseinander gehen. Mit drei Staffeln in meinen Top 5, aber auch zwei in meinen Flop 5. Lediglich Ninninger befindet sich im guten Mittelfeld. Bei LuPat ist es schwer zu sagen, wo die Staffel am Ende landet. Ich finde auch, dass die letzten Folgen jetzt wieder deutlich besser waren und sie wird auch mit ziemlicher Sicherheit über den beiden letzten Staffeln stehen, aber ich würde sagen so im Bereich zwischen Platz 10 und Platz 20 ist eigentlich noch alles drin. Abhängig davon wie gut man die einzelnen Mysterien letzten Endes auflöst.
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Wolf Ranger Merrick
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Re: Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

Beitrag von Wolf Ranger Merrick » Mi 7. Nov 2018, 09:47

Ich schaue momentan Zyuohger. Und bin aktuell bei Folge 43. Finde die Staffel Recht gut. Die Rangers sind sind mir alle sehr sympathisch. Auch wen ich mit Tusk anfangs meine Probleme hatte hatte es sich nach den ersten Folgen gelegt. Was ich bisschen schade finde das Tusk und Amu eher etwas Untergehen. Kommt mir jetzt so vor.

Die Anfangs Phase fand ich jetzt so naja. Eher unspektakulär und nach Folge 10, oder so gab es paar Episoden dich ich jetzt langweilig fand. Aber so am den 17ner Bereich wurde es besser. Gerade The World kam bei mir sehr gut an.

Die Bösen gefallen mir auch alle Recht gut. Gerade Bungyle (oder wie das Alien hieß was alte Monster wiederbeleben könnte) fand ich gut. Und seine Konfrontation mit Yamato hat für Spannung gesorgt.

Mein Einziger Kretikpunkt an der Staffel ist das die Hilfs-Zords einfach Mal überall so rumlagen. Das fand ich bisschen schwach. Da hätte man mehr draus machen können finde ich.

Später werde ich die restlichen Folgen noch zu Ende sehen. Bin schon sehr gespannt wie die Season zu Ende geht

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Ranger L
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Re: Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

Beitrag von Ranger L » Fr 9. Nov 2018, 05:19

Wolf Ranger Merrick hat geschrieben:
Mi 7. Nov 2018, 09:47
Mein Einziger Kretikpunkt an der Staffel ist das die Hilfs-Zords einfach Mal überall so rumlagen. Das fand ich bisschen schwach. Da hätte man mehr draus machen können finde ich.
Die Einführung der Mecha war damals auch einer meiner größten Kritikpunkte an der Staffel. Vor allem weil man eigentlich gar nichts über sie weiß und das Konzept dieses einfache Erscheinen bzw. Rumliegen nicht hergibt.



Ich selbst hab mir jetzt mal Kyoryuger vorgenommen, bin bei 12 Folgen und würde sagen dass es mir bisher außerordentlich gut gefällt.


Die erste Folge hat zwar etwas seltsam angefangen, aber der Rest der Folge war für eine Startfolge gar nicht so schlecht. Man hat die ersten paar Folgen sehr schön dazu genutzt, das Team zueinander zu bringen und dabei langsam den Background der einzelnen Charaktere zu etablieren. Es hatte was von Jetman, nur besser umgesetzt und mit sympathischeren Charakteren.
Mir gefällt auch die Idee, dass sich die Rangers erst mit ihrem Zyudenryu arrangieren bzw. ihn im Kampf besiegen müssen, anstatt das ganze irgendwie auf so einem Auserwählten Konzept aufzubauen. Nur zur Existenz der Zyudenchi würde ich mir vielleicht noch etwas mehr Background wünschen.

Daigo ist bisher mehr Takaharu als Lucky, was ich schon mal sehr begrüße und Torin kommt als Mentor auch sehr kompetent und weise rüber. Der Rest des Teams ist ebenfalls sehr sympathisch. Auch hier lassen sich finde ich parallelen zu Jetman erkennen, gerade bei Ian und Amy, aber ohne den ganzen Lovestory Quatsch ist es hundert Mal angenehmer.
Ucchi gefällt mir nach ein paar Folgen eigentlich auch schon recht gut und seine Einführung hat gleich schon für etwas Story gesorgt. Um Folge 10 rum ist find ich ein angemessener Zeitpunkt, für den ersten Climax und von der Umsetzung fand ich es sogar noch einen Tick besser, als in Dino Charge.
Die Bösen machen auch einen interessanten Eindruck. Die Sache mit Deboth erinnert an Gingaman, nur dass sie hier wohl zu wissen scheinen, was sie tun müssen um ihn wiederzuerwecken. Und das Konzept von Dogolds Rüstung ist auch recht spannend. Es wirkt wie eine Mischung aus Rouki und Armour of Darkness.


Alles in allem eine extrem starke Anfangsphase, genau nach meinem Geschmack. Darf gerne so weitergehen.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

Beitrag von Wolf Ranger Merrick » Sa 10. Nov 2018, 08:38

So bin jetzt fertig mit Zyuohger. Muss nur noch den Crossover Film sehen. Die letzten Folgen haben mir Recht gut gefallen. Gerade weil die so Story basieren waren. Sogte sehr für ne gute Spannung. Das Finale fand ich jetzt eher so naja. Hat mich bisschen an Digimon 2 erinnert. Aber sonst Recht gut.

Die beiden abschließen Filme waren ganz nett, aber mehr auch nicht finde ich.

Als nächstes werde ich Kyoryuger sehen

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Re: Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

Beitrag von Red Ranger » Sa 10. Nov 2018, 15:19

Ranger L hat geschrieben:
Fr 9. Nov 2018, 05:19
Die erste Folge hat zwar etwas seltsam angefangen, aber der Rest der Folge war für eine Startfolge gar nicht so schlecht. Man hat die ersten paar Folgen sehr schön dazu genutzt, das Team zueinander zu bringen und dabei langsam den Background der einzelnen Charaktere zu etablieren. Es hatte was von Jetman, nur besser umgesetzt und mit sympathischeren Charakteren.
Daigo ist bisher mehr Takaharu als Lucky, was ich schon mal sehr begrüße und Torin kommt als Mentor auch sehr kompetent und weise rüber. Der Rest des Teams ist ebenfalls sehr sympathisch. Auch hier lassen sich finde ich parallelen zu Jetman erkennen, gerade bei Ian und Amy, aber ohne den ganzen Lovestory Quatsch ist es hundert Mal angenehmer.
So hab ich das noch gar nicht betrachtet, aber wenn man kurz vorher Jetman gesehen hat, fallen einem wohl die Parallelen auf. Ian ist ja auch ein ähnlicher Schürzenjäger wie Gai, wenn auch vielleicht nicht so penetrant, und Amy als Mädchen aus reichem Haus hat auch einige Parallelen zu Kaori. Nobuharu ähnelt in manchen Punkten auch Raita ein wenig.
Was Daigo angeht, fand ich es manchmal schon anstrengend, dass ihm auch wirklich nahezu alles gelingt. Der meiste Fokus der Staffel liegt auch auf ihn, was ich zwar so mittlerweile von PR gewohnt bin (wo ich es auch schon nicht so toll finde, wenn sich alles nur um den roten Ranger dreht), aber in Sentai selten so in dem Maße auftritt. Lustigerweise hatte Dino Charge ja deutlich weniger Fokus auf Tyler als Kyoryuger auf Daigo. Das hat man auch selten, dass in einer PR Adaption der rote Ranger weniger Fokus hat als im Sentai Gegenstück.
Ucchi gefällt mir nach ein paar Folgen eigentlich auch schon recht gut und seine Einführung hat gleich schon für etwas Story gesorgt. Um Folge 10 rum ist find ich ein angemessener Zeitpunkt, für den ersten Climax und von der Umsetzung fand ich es sogar noch einen Tick besser, als in Dino Charge.
Die Bösen machen auch einen interessanten Eindruck. Die Sache mit Deboth erinnert an Gingaman, nur dass sie hier wohl zu wissen scheinen, was sie tun müssen um ihn wiederzuerwecken. Und das Konzept von Dogolds Rüstung ist auch recht spannend. Es wirkt wie eine Mischung aus Rouki und Armour of Darkness.
Wobei ich da sagen muss, dass es für mich ein zu früher Zeitpunkt ist, um den 6th Ranger einzuführen. Bei Ninninger war es auch schon viel zu früh. Um Folge 20 rum ist eigentlich ein guter Zeitpunkt. Ein paar Folgen früher (die meisten Staffeln führen den 6th Ranger bei Folge 16 oder 17 ein) ist ja auch noch in Ordnung. Folge 10 für den ersten Climax ist natürlich ein guter Zeitpunkt, aber Ucchi hätte auch später kommen können. Man hat sich gerade an das Hauptteam gewöhnt, und schon stößt ein neuer Ranger hinzu. Anderseits, hätte man seine Einführung noch nach hinten verschoben, hätte es mehr Leerlauf gegeben. Und die Staffel schafft es eigentlich recht gut, kaum Leerlauf entstehen zu lassen. Bei Kyoryuger hatte ich eigentlich das Gefühl, dass fast immer was in der Staffel passiert. Ich glaube mittlerweile, dass Kyoryuger in meinem Sentai Ranking vielleicht zu niedrig steht. Sie war mal sehr hoch und ist dann immer mehr abgerutscht, bzw. immer mehr Staffeln haben sich vorgedrängt. Ich denke zur Zeit eh, dass mein Sentai Ranking nicht mehr so wirklich stimmt, da ich viele Staffeln heute anders bewerten würde. Meine Rewatches von Gokaiger und Go-Onger hab ich bisher auch noch nicht im Ranking berücksichtigt. Es bleibt also erst einmal ein Ranking nach dem ersten Eindruck. Wenn ich dann nochmal von jeder Staffel einen Rewatch gemacht hab, wird das Ranking komplett umgeworfen.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Sentai Edition)

Beitrag von Ranger L » So 11. Nov 2018, 05:05

Red Ranger hat geschrieben:
Sa 10. Nov 2018, 15:19
Was Daigo angeht, fand ich es manchmal schon anstrengend, dass ihm auch wirklich nahezu alles gelingt.
Zugegeben, er ist teilweise schon ein ziemlich überperfekter Charakter, das stimmt, aber es stört mich hier nicht so sehr, da ich Daigo an sich eigentlich sehr sympathisch finde und ich hab hier auch nicht den Eindruck, dass man zwanghaft versucht, irgend so eine verzerrte „Glaub an dich“-Moral einzubauen. Mein Hauptproblem mit Lucky war ja sowieso immer dieses Glückthema. Hätte es einen guten Grund dafür gegeben, warum er in allem so gut ist, wäre er mir wohl auch nicht so auf den Geist gegangen. Hier wird es so dargestellt, als wäre Daigo einfach deshalb so gut, weil er halt wirklich was drauf hat.
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 10. Nov 2018, 15:19
was ich zwar so mittlerweile von PR gewohnt bin (wo ich es auch schon nicht so toll finde, wenn sich alles nur um den roten Ranger dreht), aber in Sentai selten so in dem Maße auftritt. Lustigerweise hatte Dino Charge ja deutlich weniger Fokus auf Tyler als Kyoryuger auf Daigo. Das hat man auch selten, dass in einer PR Adaption der rote Ranger weniger Fokus hat als im Sentai Gegenstück.
So einseitig find ich das gar nicht. Die einzigen Staffeln, bei denen es wirklich herausgestochen ist, waren find ich in Space, Wild Force, Mystic Force und Overdrive. In den anderen war es find ich relativ ausgeglichen bzw. in den letzten Jahren sogar mehr mit der Tendenz, dass Sentai noch Rot-fokussierter ist, als Power Rangers. Ninja Steel hatte beispielsweise auch viel weniger Fokus auf Brody als Ninninger auf Takaharu.
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 10. Nov 2018, 15:19
Wobei ich da sagen muss, dass es für mich ein zu früher Zeitpunkt ist, um den 6th Ranger einzuführen. Bei Ninninger war es auch schon viel zu früh. Um Folge 20 rum ist eigentlich ein guter Zeitpunkt. Ein paar Folgen früher (die meisten Staffeln führen den 6th Ranger bei Folge 16 oder 17 ein) ist ja auch noch in Ordnung. Folge 10 für den ersten Climax ist natürlich ein guter Zeitpunkt, aber Ucchi hätte auch später kommen können. Man hat sich gerade an das Hauptteam gewöhnt, und schon stößt ein neuer Ranger hinzu.
Da hängt es für mich immer so ein bisschen vom Konzept und Aufbau der Staffel ab. In Ninninger war’s mir persönlich auch etwas zu früh, aber hier hat das mit dem Konzept, dass jeder Mecha auch explizit einen Ranger mit sich bringt, eigentlich sehr gut funktioniert und außerdem hat man find ich die ersten paar Folgen sehr effizient genutzt und jedem Ranger ausreichend Fokus gegeben, dass man schon einen guten Draht zu allen hatte, als Ucchi dazu gekommen ist.
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