Astonishing Spider-Man: The Five - Season 1

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Astonishing Spider-Man: The Five - Season 1

Beitrag von WhiteDino » Do 3. Apr 2014, 17:10

Astonishing Spider-Man
The Five
[/size]
Season 1
[/b]

Astonishing Iron Man: http://www.sentaiworld.de/viewtopic.php?f=21&t=3009
Astonishing X-Men: http://www.sentaiworld.de/viewtopic.php?f=21&t=3013

Die Geschichte:

Peter lebt sich auf seiner neuen Schule ein, obwohl er immer noch mit Gwens Tod kämpft. Er gibt sich die Schuld an allem und versucht deshalb Gwens letzten Wunsch zu erfüllen.
Als maskierter Held Spider-Man rettet er die Bürger von New York!
Die Öffentlichkeit steht dem Netzschwinger gespalten gegenüber, von den Medien wird er gefürchtet, von der Bevölkerung geliebt.
Doch plötzlich wird New York von Schurken überrannt und sie wollen ihn?
Ja, denn er soll einer der Fünf sein und nur die Fünf sind in der Lage etwas Uraltes zu erwecken, etwas mit unvorstellbarer Macht. Eine Menge dunkler Gestalten wollen diese Macht besitzen.
Und was hat sein unter mysteriösen Umständen verstorbener Vater mit all dem zu tun?
An die Schule kommt auch noch ein neuer Schüler, der sich ziemlich seltsam benimmt: Harry Osborn…

Folgen:

Folge 01: Pilot
Folge 02: Lycanthropy
Folge 03: Beetle
Folge 04: Halloween
Folge 05: Origins
Folge 06: Felicia
Folge 07: Assassination
Folge 08: Reptilian
Folge 09: Guilt (1)
Zuletzt geändert von WhiteDino am Do 24. Dez 2015, 13:17, insgesamt 32-mal geändert.

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Re: Astonishing Spider-Man - Staffel 1

Beitrag von WhiteDino » Do 3. Apr 2014, 17:14

Cast:

Peter Parker - Astonishing Spiderman (gespielt von Logan Lerman)
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Gwen Stacy (gespielt von Amanda Seyfried)
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Mary Jane Watson (gespielt von Shailene Woodley)
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Flash Thompson (gespielt von Chris Zylka)
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May Parker (gespielt von Helen Mirren)
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Ben Parker (gespielt von Bruce Greenwood)
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Captain George Stacy (gespielt von James Remar)
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J. Jonah Jameson, jr. (gespielt von John C. McGinley)
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Betty Brant (gespielt von Danielle Harris)
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Eddie Brock - Venom (gespielt von Matt Boomer)
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Norman Osborn (gespielt von Jason Isaacs)
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Harry Osborn (gespielt von Dean Geyer)
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Dr. Otto Oktavius - Doc Ock (gespielt von Logan Marshall Green)
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Zuletzt geändert von WhiteDino am Di 22. Apr 2014, 16:30, insgesamt 5-mal geändert.

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Re: Astonishing Spider-Man - Staffel 1

Beitrag von Basti » Sa 5. Apr 2014, 09:52

Die Cast sieht Spitze aus.

Den Schauspieler von Peter Parker hatte ich bei mir auch auf die Liste gesetzt. Aber ich muss ehrlich sagen: Mir gefiel er nicht, deshalb ich hab ihn auch nicht genommen. Aber das ist deine FF. :wink:
Mary Jane finde ich eine sehr Gute Wahl. Kein Wunder das sie das beliebesteste Mädchen auf der High-School ist.^^
Aber ich kann mir John C. McGinley nur sehr schwer als J. Jonah Jamesson vorstellen.
Der Rest ist alles Super besetzt. Eine Super Cast.

Freu mich schon auf den Piloten. :daumenhoch:

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Re: Astonishing Spider-Man - Staffel 1

Beitrag von WhiteDino » Sa 5. Apr 2014, 09:54

Dankeschön, Basti. Ich habe früher ganz gerne mal Scrubs geguckt und dort fand ich seine Dr. Cox Art sehr ähnlich der von J. Jonah Jameson.

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Re: Astonishing Spider-Man - Staffel 1

Beitrag von Spidey16 » Sa 5. Apr 2014, 11:55

Ja der Cast ist super. Zum Glück ist er virtuell die Kosten würden enorm sein.
MJ ist auch nicht schlecht, nur das sie MJ in ASM2 spielen sollte hätte nicht allzu kreativ und ich hoffte auf eine andere Wahl
Spidey ist gut besetzt.
Nur kann ich mir John C. McGinley so gar nicht mit JJJ Bärtchen vorstellen (obwohl er gut brüllen kann).
Ich persönlich tippe auf den verdammten Oktopus als ersten feind und gespannt wie deine Serie wird. Das einzige was ich sagen muss ist das mir die Spinne leid tut, so lange in einen Schließfach eingesperrt zu sein...
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Re: Astonishing Spider-Man - Staffel 1

Beitrag von WhiteDino » Sa 5. Apr 2014, 12:05

Danke für deine Antwort, Spidey. Die Spinne hat denke ich mal schon schlimmeres überstanden. Ja, der Cast würde nicht sehr billig sein. Wie gesagt in meinem Universum ist alles möglich, wer weiß ob es Doc Ock wird. Oder ob er derselbe ist, wie den, den wir alle kennen.
Und hier mal das Promobild, wollte ich schon immer mal machen.

Bild

Astonishing Spider-Man

Coming 26. 04. 2014
Zuletzt geändert von WhiteDino am Di 22. Apr 2014, 17:05, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Astonishing Spider-Man - Staffel 1

Beitrag von Basti » Sa 5. Apr 2014, 12:09

Ich hab zwar nicht viel ahnung von den Comics...aber selbst mir ist dieses Bild ein begriff.
Und...OH MANN...ich hoffe es ist nur ein Bild. Denn ich will mir beim besten willen, das nicht für die Erste Folge bzw. Pilot Folge vorstellen müssen... :shock:

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Re: Astonishing Spider-Man - Staffel 1

Beitrag von WhiteDino » Sa 5. Apr 2014, 12:11

Wie gesagt, dass Astonishing Universum ist ein ganz anderes. Und freut mich, dass das Bild genau die Reaktion hervorruft, die ich gehofft hatte.
Aber ob wirklich das eintritt? Wer weiß? Wird Spidey denselben Fehler machen wie im normalen Universum?

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Re: Astonishing Spider-Man - Staffel 1

Beitrag von WhiteDino » Di 8. Apr 2014, 17:13

So, ich muss noch einmal nachcasten:

Maxwell Dillon - Elektro (gespielt von )
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Bild

Dimitry Anatoly Smerdiakov Kravinoff - Chamaeleon (gespielt von Richard Armitage)
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Cletus Cassidy (gespielt von Jim Carrey)
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Zuletzt geändert von WhiteDino am Fr 18. Apr 2014, 20:56, insgesamt 5-mal geändert.

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Re: Astonishing Spider-Man - Staffel 1

Beitrag von WhiteDino » Do 10. Apr 2014, 15:30

Ein Freund hat mir mit meinem (nicht mehr) kaputten Laptop geholfen, deshalb kann ich jetzt endlich die Locations zeigen.

Locations

Midtown High School

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Peters Haus (das ganz rechte)

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Tower von Potts Industries (sogar mit Hubschrauberlandeplatz im x-ten Stock)

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Tower von Okatvius Tech

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(O2 = Otto Oktavius)

Haus der Osborns

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12. Revier des NYPD

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Re: Astonishing Spider-Man - Staffel 1

Beitrag von Basti » Do 10. Apr 2014, 18:31

Man merkt bereits das du vor hast ein zusammenhängendes Universum zu erschaffen. Einige der Locations überschneiden sich mit den anderen fanFics.
ich find toll!
Macht mich neugierig und ganz kribbelig.
Allgemein sind die locations natürlich gut gewählt.

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Re: Astonishing Spider-Man - Staffel 1

Beitrag von WhiteDino » Do 10. Apr 2014, 18:34

Dankeschön und du hast vollkommen Recht, das Astonishing Universum ist kohärent (zusammenhängend).

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Re: Astonishing Spider-Man - Season 1

Beitrag von Basti » Fr 18. Apr 2014, 22:02

Ich mag die Idee das Maxwell Dilon der schulfreund von peter wird. Freue mich schon auf die story mit den beiden.

Scheinbar sind in der Nachcast nochmal ein paar Schurken dazu gekommen. wird ganz schön voll. Sogar Cletus Cassidy ist dabei. (Jim carrey ist mal ne interessante wahl für diese rolle)
Bin gespannt ob bei all dem Superschurken, Spider-Man noch eine veschanufspause bleibt oder dem Lesern.

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Re: Astonishing Spider-Man: The Five - Season 1

Beitrag von Wolf Ranger Merrick » Mo 21. Apr 2014, 22:51

Muss Sven auf die FF freue ich mich richtig und ich gerade in Slider Fieber bin Bereich auf jeden Fall lesen, freue mich schon drauf!

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Re: Astonishing Spider-Man: The Five - Season 1

Beitrag von WhiteDino » Mi 23. Apr 2014, 07:47

Mein letztes Casting Update (vorerst):

Richard Parker (gespielt von George Clooney)
Bild

Tante Anna (ich habe kein Comicbild gefunden)
BildBild

A T (gespielt von Ben Kingsley, vorerst nur die Stimme)
BildBild

Der grüne Kobold

Bild

Bild
(er kann sie aus seinem Gleiter abschießen)
Zuletzt geändert von WhiteDino am Mo 28. Apr 2014, 19:56, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: Astonishing Spider-Man: The Five - Season 1

Beitrag von WhiteDino » Fr 25. Apr 2014, 09:24

Eigentlich habe ich hier etwas gepostet, nur habe ichh mich leider im Thread vertan. Tut mir Leid.
Wie gesagt, morgen startet die Serie mit dem Piloten, würde mich über konstruktive Kritik und Bewertungen freuen.

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Re: Astonishing Spider-Man: The Five - Season 1

Beitrag von Spidey16 » Fr 25. Apr 2014, 10:52

Wolltest du hier nicht "Danke lieber Spidey16 das du mir geholfen hast ein Tante anna Bild zu finden." posten?
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Re: Astonishing Spider-Man: The Five - Season 1

Beitrag von WhiteDino » Fr 25. Apr 2014, 10:55

Du hast mir ja nur gesagt, dass du welche gefunden hast, dann habe ich statt Tante Anna einfach Anna Watson eingegeben (warum ich auch immer davon nicht draufgekommen bin).

Also: Danke, dass du mir gesagt hast, dass du welche gefunden hast und ich deshalb noch einmal neu gesucht habe.

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Re: Astonishing Spider-Man: The Five - Season 1

Beitrag von WhiteDino » Sa 26. Apr 2014, 07:46

So, hier ist er, der Astonishing Spider-Man. I hope you like it und als besonderer Leckerbissen sind vier Spider-Man Eastereggs und eine Power Rangers Anspielung im Text versteckt. Mal sehen, wer sie findet.
Viel Spaß!

Folge 1:
Pilot


Ein Mann schlug eine Liane zur Seite, die den Blick auf ein großes Tal freigab. Er wischte sich den Schweiß von der Stirn.
Geschafft, er hatte in dem Dschungel eine verloren geglaubte Pyramide gefunden. Warum sie hier stand, wusste eigentlich keiner so richtig, aber man ging davon aus, dass Alexander der Große sie erbaut hatte.
In den harten Stein führte ein eingehauene Treppe nach unten, der Mann mit rot-braunem Haar prüfte sie erst skeptisch und stieg die Stufen dann einzeln ab.
Nach ungefähr 200 übersprang er die letzten beiden Stufen und nun lag sie vor ihm.
Die Pyramide ragte majestätisch in die Höhe, war für ihr Alter noch sehr gut erhalten und nichts war verschüttet worden, da das Tal nie einstürzte. Sie war eine Entdeckung der großen Klasse, aber der Mann hatte nicht deshalb den langen beschwerlichen Weg auf sich genommen. Mit stolzen Schritten betrat er die Pyramide und direkt neben sich fand er eine Fackel in einer Wandhalterung. Er zündete sie an und die Höhle wurde erhellt. Mit flackernder Flamme durchquerte er den langen Gang, bis am Ende des Ganges das wartete, weshalb er hergekommen war. Eine relativ große Höhle, so groß wie eine Schule, sowohl was Höhe als auch Breite angeht. Aufgrund der Pyramidenform lief sie spitz zu und genau dort war ein kleines kreisrundes Loch angebracht. Es erhellte eine ganz bestimmte Stelle, es war eine Art Schrein. Auf ihm lagen fünf Tafeln, mit eigenartigen Zeichen versehen, die er nicht deuten konnte.
Mit einem dicken Grinsen hob er eine Tafel an, als plötzlich alle Tafeln helles Licht abstrahlten und der Entdecker musste geblendet die Augen schließen. Aus den Tafeln fuhren eine Art transparente "Energieerscheinung", falls es diesen Begriff gab, dachte der Mann.
Sie entwichen durch das große Loch an der Decke aus der Pyramide und im selben Moment fing die Erde an zu beben. Die Pyramide des Alexander des Großen stürzte ein.
Der Mann bekam einen panischen Ausdruck in den Augen und hetzte auf den Ausgang zu. Er sprintete so schnell er konnte in die Freiheit und mit einem Hechtsprung sah er auch wieder natürliches Tageslicht. Aber als die Pyramide einstürzte, bebte die Erde noch einmal, stärker und bedrohlicher.
Das ganze Tal stürzte ein. Der Mann bekam nur noch ein ersticktes Gurgeln aus seinem Kehlkopf, als er unter den Gesteinsmassen begraben wurde.

14 Jahre später:

Der Wecker klingelte, ein nervtötender Ton, ähnlich der einer Schulglocke. Ein Junge, im Alter von 16 Jahren drehte sich genervt um und drückte, mit noch geschlossenen Augen, einen Schalter auf dem Wecker. Doch der Wecker wurde nicht leiser, nein er wurde lauter. Er drückte noch einmal. Diesmal hatte er jedoch gar nicht erst den Wecker getroffen und das Radio sprang an. Der Sprecherin hörte er jedoch gar nicht zu, sondern zerstörte mit einem Schlag auf den Wecker den selbigen.
Erst jetzt setzte er sich auf die Bettkante und gähnte. Er rieb sich die Augen, wie um den Dämonen in ihm zu vertreiben, der sagte, dass er wieder schlafen solle.
Nein, es war Zeit für seinen Patrouillengang, das hatte er Gwen versprochen. Gwen. Allein schon bei dem Namen schossen ihm fast die Tränen in die Augen. Wieso hatte er sie nicht retten können? Das war unfair. Er war das Ziel gewesen, nicht sie.
Dann öffnete er die Augen und schaute seinen Wecker mitleidig an. "Schon der zweite in dieser Woche", murmelte er immer noch müde. "Wie soll ich das nur Tante May erklären?"
Das Radio gab in dem Moment die Uhrzeit durch. Es sei 5.01 Uhr, sagte die Sprecherin.
Kein normaler Mensch würde um die Zeit aufstehen, wenn er noch zwei Stunden schlafen könnte. Aber der Junge mit den braunen Haaren und dem leicht verschmitzten Lächeln, dass er von seinem Vater geerbt hatte, war auch kein normaler Junge. Peter Parker war alles, aber nicht normal.
Nachdem er seine einmütige Aufwachphase überwunden hatte, machte er den Schrank auf.
Was holte er sich? Einen Pulli? Oder eine Hose? Nein, denn Peter war nicht normal. Er öffnete ein Geheimfach am Boden und dort wurde ein Anzug sichtbar. Er war rot, mit blauem Beinbereich und eine große blaue Spinne prangte auf der Brust, die sich bis auf die Rippen erstreckte. Flink zog er ihn an und unter ihm wurde eine Maske sichtbar. Sie war rot und hatte große, weiße "Augen". Diese zog er über sein Gesicht und darunter kam noch etwas zum Vorschein. Zwei Armbänder mit jeweils acht Auswüchsen. Diese schnallte er sich um die Hände. Dann ging er zu seinem Schreibtisch und öffnete eine Schublade. Dort waren eine Menge Schulutensilien beherbergt. Geodreiecke, Lineale, Füller, Filzer, Buntstifte, Kleber, Schere, Zirkel, aber auch eine Menge Patronen.
Nur Patronen? Nein, denn der eigentlich normale Peter nahm sich 16 weiße heraus und füllte die Armbänder, die er Netzdüsen nannte, damit. Die Netzpatronen waren ihm schon einmal ausgegangen, deshalb hatte er die Reservebehälter dazugebaut.
Zu guter Letzt öffnete er das Fenster und sprang aus diesem. Wer jetzt denkt, er würde sich umbringen wollen, in einem Karnevalskostüm, der liegt falsch. Denn er schoss ein Netz an das gegenüberliegende Haus. Dann schwang er sich an diesen entlang, an der höhsten Stelle ließ er los und flog ein Stück weit. Im freien Fall schoss er ein Netz an ein anderes Haus und schwang sich so die Straße entlang.
Und Peter liebte dieses Gefühl! Man war vollkommen alleine und frei. Er konnte aufhören über sein Leben und Gwen nachzudenken, alle Gedanken beiseite legen. Es machte einfach Spaß.
Die Wolkenkratzer in Manhattan waren wesentlich besser für Netzschwünge geeignet, bei den niedrigen Häusern in Queens konnte man das nicht ohne Risiken machen. Denn wenn ein Haus zu niedrig war, konnte man sich ordentlich wehtun.
Ja, der langweilige Peter Parker war ein Held.
"Bühne frei für SPIDER-MAN!", rief er.
Er lebte relativ nahe an Manhattan, so "nah" wie man in Queens an Manhattan leben konnte. Aber auch Manhattan gehörte auf seine Tour. Es war nur immer schwierig dorthin zu kommen. Zu Fuß würde er das ganz sicher nicht machen und über die Brücke war auch sehr anstrengend. Aber er hatte ausnahmsweise Glück und ein Fernsehsender berichtete gerade über den Stau. Er schoss ein Netz an die Unterseite des Helikopters und zog sich hoch. Und mit seiner weiteren Superkraft, das Haften an jedem materiellen Gegenstand, kauerte er unter dem Helikopter, bis dieser sich nach fünf Minuten entschloss zu seinem Sender zurückzukehren. In Manhattan.
Auch wenn es erst früh am Morgen war, fuhren die Taxis schon eine Menge Passagiere von A bis B, die Reklametafeln leuchteten bereits in hellen Farben, es wurde gehupt und geflucht und ach, er liebte Manhattan einfach.
Nach einer Stunde hangeln durch Manhattan hatte er keine Verbrechen aufklären können, okay eines doch. Einer alten Dame wollte man ihr Geld klauen, er hatte die Diebe mit seinen Netzen an die Wand geklebt und die alte Dame hatte die Polizei gerufen. Ganz normal, nichts besonderes. Für Peter war das schon so normal wie zur Schule gehen.

Doch plötzlich bekam er starke Kopfschmerzen, eine weitere Superkraft. Es war eine Art sechster Sinn, der anschlug, wenn Gefahr drohte. Der Spinnensinn.
Und tatsächlich hatte sich die Polizei in der Straße rechts von ihm um einen Juwelier gestellt.
Spider-Man änderte sofort den Kurs und schoss sein Netz an den Juwelierladen. Mit einem kraftvollen Sprung schleuderte er sich über das Gebäude und landete auf dem Dach. Nun konnte er die Szene von oben beobachten.
Ein Mann, rote Haare, die wirr abstanden, hielt einer Frau eine Pistole an den Kopf. "Da ist wohl ein Überfall schiefgegangen", sagte Peter und sprang hinter den Verbrecher.
Captain Stacy, ein etwas älterer Mann mit ergrauten Haaren, brüllte gerade durch ein Megaphon: "Lassen Sie die Frau gehen, Cassidy. Legen Sie die Waffe weg!"
Peter verstand die brenzlige Situation und schoss ein Netz auf die Pistole. Der vollkommen überraschte Verbrecher ließ sie los und Spider-Man schleuderte sie in die bereits zerbrochene Scheibe des Juweliers.
Dann tippte er den Verbrecher an. Dieser drehte sich langsam um, er wusste bereits wer das war.
"Hey Rotschopf, hat man dir nicht beigebracht, wie man Frauen behandelt?", sagte er und schoss dem verdutzten Verbrecher ein Netz ins Gesicht.
Als dieser dann orientierungslos durch die Gegend torkelte, stellte er ihm noch ein Bein und er fiel hin.
Spider-Man ging auf Stacy zu.
"Hier Captain, sperren sie ihn weg!"
Aber plötzlich ging wieder der Spinnensinn los, denn der Captain griff vorsichtig nach seiner Waffe. Peter reagierte jedoch schnell und verklebte die Waffe mit Halfter.
"Das ist aber nicht die feine englische Art", bemerkte er.
"Du hast meine Tochter ermordet!", brüllte er unter Tränen.
Gwen Stacy, nein, er hatte sie nicht ermordet, er war nur nicht rechtzeitig gekommen. Er hatte sie nicht retten können.
"Hören Sie zu, ich habe sie nicht ermordet, das war dieser grüne Kobold auf seinem Gleiter."
Cassidy sah seine Chance gekommen und wollte weglaufen, aber Peter klebte ihn mit einem Netzschuss die Beine ein und er fiel wieder hin.
Captain Stacy versuchte immer noch die Waffe freizubekommen.
"Warten sie eine Stunde, dann lösen die Fäden auf. Und ich habe ihre Tochter nicht ermordet, ich schwöre es Ihnen", versuchte er ihn zu überzeugen.
Stacy reagierte jedoch anders als erwartet. Mit einem Ruck hatte er dem Polizisten neben sich die Waffe aus der Hand gerissen und betätigte den Abzug. Krachend löste sich ein Schuss. Aber der Spinnensinn hatte Peter gewarnt und der Schuss ging ins Leere.
Während die Polizisten Cassidy abführten, schwang sich Peter durch die Schluchten von Manhattan. Er verstand Stacy ja, er wollte den grünen Kobold auch büßen lassen. Aber er, Peter Parker oder Spider-Man, war nicht daran Schuld.

Der Biss einer radioaktiv verstrahlten Spinne verleiht dem Schüler Peter Parker die proportionale Kraft und Beweglichkeit einer Spinne! Mit seinen selbstgebauten Netzdüsen kämpft Peter als Spider-Man gegen alle möglichen Superschurken… und versucht nebenbei noch etwas wie ein normales Leben zu führen.
WhiteDino präsentiert: The Astonishing Spider-Man!

In der nächsten halben Stunde passierte auch nichts mehr, also schwang er sich wieder nach Hause. Queens war nicht so groß und turbulent wie Manhattan, aber es war immer recht ruhig.
Als er auf seinem Fensterbrett saß, betrachtete er wehmütig das Licht, das im ersten Stock des Hauses gegenüber anging. Mary Jane Watson. Sie wohnte bei ihrer Tante Anna Watson, weil ihr Vater sie verlassen hatte. Er war verliebt in sie, seit er das Mädchen das erste Mal erblickt hatte. Ihre roten Haaren und einfach alles an ihr war perfekt. Als Spider-Man konnte er sie vielleicht erobern, aber als Peter Parker? Wohl eher nicht. Da hörte er im Hintergrund auch schon Schritte auf der alten Holztreppe. Tante May!
"Scheiße!", fluchte er, riss sich die Maske ab und sprang in sein Bett. Die Maske legte er neben sich unter die Bettdecke und zog diese bis zum Kinn hoch.
Dann wurde sachte die Tür geöffnet und eine etwas ältere Dame mit grauen Haare und einem freundlichen Gesichtsausdruck, als wolle sie der ganzen Menschheit helfen, trat ein. Ja, dachte Peter, so war Tante May. Stets nett und hilfsbereit. Er hatte sie noch nie schlecht gelaunt gesehen.
"Mmh, warum ist denn das Fenster auf?", fragte sich Tante May verwundert.
Mist, das hatte er total vergessen.
"Da hat Peter wohl einfach etwas Luft gebraucht."
Und schon war die Sache aus der Welt.
"M-Morgen Tante May", gab Peter gespielt verschlafen zurück und gähnte einmal herzlich. Und das war nicht gespielt. Er war platt und seine Oberarme waren auch fast ausgerenkt. Zumindest fühlten sie sich so an. Der einzige Nachteil. Wenn sein Körper die Netze organisch herstellen könnte, wäre das etwas anderes, aber das war nun wirklich absurd.
"Junger Mann", tadelte Tante May sofort, "in meinem Haus hält man sich die Hand vor dem Mund, wenn man gähnt."
"Ja, Tante May", gab Peter grinsend zurück.
"Mach dich fertig, Pete, das Essen ist bereits fertig!"

Und eine halbe Stunde später saß Peter frischgeduscht, mit gegeelter Frisur und angezogen am Tisch. Ihm gegenüber saß sein Onkel Ben, der die Zeitung auf dem Tisch ausgebreitet hatte und sie in Gedanken versunken las. Er war nicht viel älter als May und hatte seine grauen Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden.
Peter biss gerade in sein Brötchen, als sein Onkel brummte: "Guckt doch mal, was der Bugle wieder schreibt:
Spider-Man ist eine Gefahr! Dann folgt ein ellenlanger Text von Eddie Brock, in dem er nur wage Vermutungen aufstellt, die auf keinen Fakt bauen. Das ist eine Schande, was der Jameson da herausgibt. Spider-Man ist ein Held und was bekommt er als Dank? Nur so was."
Peter grinste, wenn sein Onkel nur wüsste. "Da geb ich dir nur Recht."
Von der Spüle mischte sich plötzlich auch Tante May ein. "Diese selbsternannten Verbrechensbekämpfer haben auch nichts anderes verdient. Nehmen das Gesetz in die eigene Hand, umöglich ist das."
Danke, Tante May, du weißt, wie man jemanden aufbaut.
Aber Onkel Ben zwinkerte Peter zu. "Solange wir zusammenhalten, steht es immer zwei zu eins", flüsterte er ihm vergnügt zu.
"Ben, ich bin zwar alt, aber nicht so alt. Ich höre dich klar und deutlich."
"Oh, Peter sieh mal, hier kann man mit einem guten Spider-Man Foto einen Hunderter verdienen, wäre das nicht was?", schlug Onkel Ben vor.
Peter Grinsen wurde breiter,
ja das war genau das Richtige für ihn.
"Ben, setz dem Jungen doch nicht immer diese Flausen in den Kopf, das ist viel zu gefährlich, wer weiß was dieser "Held" mit ihm macht."
"Ich passe schon auf mich auf, Tante May", versprach Peter.
"Übrigens Peter, Tante Annas Nichte..."
"Mary Jane", ergänzte Peter schnell.
"Genau, Mary Jane, willst du mit ihr nicht mal was unternehmen?"
Peter wollte gerade erwidern, dass das bei dem beliebtesten Mädchen an der Schule nicht so einfach war, aber er hatte ja Onkel Ben.
"Ach May, hör doch auf Peter mit ihr verkuppel zu wollen, das klappt schon seit der Grundschule nicht."
"Aber sie würden so gut zusammenpassen", erwiderte May. Peter konnte sich gut vorstellen, wie vor Mays innerem Auge die Hochzeit und das erste Enkelkind ablief.
Das Gespräch wurde in eine unangenehme Richtung gelenkt. Deshalb guckte Peter auf die Uhr und sagte: "Es ist Zeit, ich muss zur Schule"
"Soll ich dich nicht fahren?", bot Onkel Ben an.
"Nein, das ist nett, aber ich schaff das schon", grinste Peter. Im Stillen ergänzte er: Die Fahrt überlebe ich vielleicht, aber die Schule?
Mit einem "Auf Wiedersehen" verließ Peter das Haus. Das Spider-Man Kostüm trug er unter seiner Kleidung, die Maske war im Ranzen.
Als die Tür sich schloss schaute May ihm durch das Küchenfenster verträumt nach.
"Ach, wie groß er doch geworden ist, Ben."

Als der Bus an der Schule hielt und Peter mit allen anderen Schülern ausstieg, warf er erst einmal eine Hand voll Papierkugeln auf den Bürgersteig. Er hasste es, wenn Flash und seine Kumpel das machten. Wieso warfen und spuckten sie ihn mit Paierkügelchen ab? Er hatte ihnen nie etwas getan.
Nur, dachte Peter belustigt, ist mein IQ größer als der der ganzen Gang zusammen. Aber wenn er sich wehrte, konnte jemand verletzt werden, er hatte seine gesteigerte Spinnenkraft noch nicht ganz unter Kontrolle.
Dann schaute er sich die Midtown High an, eine baufällige Fassade, aber von innen machte sie etwas her. Das hatte der ehemalige Schulleiter William Baker veranlasst, was sich durchaus gelohnt hatte.
Als er sich jedoch voll und ganz der Forschung verschrieb (hauptsächlich die Forschung mit Silizium), gab er leider den Posten auf.
Er betrat seufzend den Flur und begab sich auf direktem Weg zu seinem Spind.
Neben diesem war direkt der von seinem besten Freund Maxwell Dillon, auch sein einziger Freund. Er besaß blondes Haar, das etwas länger geschnitten war. Sein Pony lag flach auf seinem Gesicht.Er war nicht weniger intelligent als Peter selbst.
Er schaute ihn belustigt an. "Du hast da immer noch eine Kugel immer Haar."
"Sehr lustig, Max, sehr lustig", erwiderte Peter und pullte sich ein Kugel aus dem hochgegeelten Pony.
"Und oh, wer kommt denn da, die zukünftige Frau Parker", zog er Peter weiter auf, als Mary Jane den Gang entlang stolzierte. Alle Jungen drehten sich um gafften ihr nach, manche pfiffen sogar. Man merkte, dass sie es sichtlich genoß.
Peter "schlug" ihm im Spaß auf die Schulter. "Behaupte das nie wieder und vor allem nicht so laut."
"Aber wieso, denn Peter?", er hob die Stimme, "Ich hab gedacht..."
"Pssst", machte Peter und hielt Maxwell den Mund zu. Den Schülern, die ihn anschauten gab er mit einem Achselzucken zu Verstehen, dass es dummes Zeug war, das Maxwell geredet hatte.
Er hatte keine Chance bei ihr.
Doch da schaltete sich sein Spinnensinn wieder ein, Flash und seine Gang kamen den Gang entlang. Flash war der Quarterback der Midtown High und der beste Footballspieler obendrein. Er besaß blonde Haare, die an den Seiten kurz und vorne etwas länger geschnitten waren. Sie waren auch leicht gelockt.
Die Tatsache, dass er ein guter Sportler war, gab ihm wohl laut seinem kleinen Gehirn das Recht andere zu schikanieren. Das war bei Peter auch so gewesen, bis vor einer Woche. Leider hatte er nach Peters Lektion nichts dazu gelernt.
Mit seinem großen Oberarm lehnte er sich lässig an den Spind neben Maxwell und seine Gang formierte sich um ihn, wie ein Rudel.
"Hey, Streber, lass mal Chemie rüberwachsen!"
"Kannst du vergessen, Flash", gab dieser zurück.
Einen Kaugummi schmatzend kauend fing er an zu lachen. Seine Mitläufergang stimme künstlich mit ein.
"Hat der gerade das gesagt, was ich denke, was er gesagt. Oder hat er es doch gesagt, ich bin verwirrt, worauf will ich überhaupt hinaus?", verwirrte sich Flash selber und kratzte sich am Hinterkopf.
Jetzt musste einer aus seiner Gang wirklich lachen, verstummte aber nach einem Blick vom Quarterback sofort.
"Hey, Flash, wieso willst du das denn haben. Da sind keine Malstifte dabei, also über deinem Niveau", mischte sich Peter ein.
Flash wusste zwar nicht, was ein Niveau war oder wie man das schrieb, aber er wusste dass er beleidigt worden war. Und das machte ihn wütend.
"Pass mal auf, Dillon, entweder jetzt oder", er ließ seine Fingerknacken. Er ignorierte Peter einfach und wollte es stattdessen an Maxwell auslassen.
"Meine Antwort bleibt nein."
Er wollte Max in den Magen schlagen, aber der Spinnensinn gab Peter früh genug Bescheid und er fing die Faust ab. Ohne große Mühe.
"Solange Parker dich bewacht, kannst du glücklich sein, aber wenn nicht..." Was dann geschehen würde, ließ er offen. "Kommt, Jungs wir gehen!"
Wie auf einen Pfiff folgten ihm seine "Hunde".
"Wieso hast du Peter nicht angegriffen?", fragte ein braunhaariger Sportler mit gekrümmter Nase.
"Weil Parker total irre ist", gab Flash zurück.
Peter grinste, das was letzte Woche passiert war, hatte er also noch nicht vergessen.
"Danke, Pete, aber ich hätte das auch alleine geschafft."
"Wie du meinst, wie stehst übrigens mit Dillonium?", fragte Peter.
Dillonium war ein neues Element was Maxwell gefunden haben soll, er war sich da noch nicht so sicher und musste es überprüfen. Eigentlich hatte nicht er es gefunden, sondern sein Vater, aber er hatte nur Vermutungen und Berechnungen gemacht. Maxwell hatte diese genutzt und das Element wirklich gefunden.
Sein Vater, Howard Dillon, galt als verschollen, eines der größten Genies des 21. Jahrhunderts. Man hatte ihn schon in allen Winkeln der Erde gesucht, zumindest glaubte man das und ihn für tot erklärt. Aber Maxwell und seine Mutter hatten die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
"Das wirst du in der ersten Stunde sehen, unser Projekt wird alle weghauen", versprach er.
Er und Peter waren Partner geworden, wer gewann bekam einen noch geheimen Preis geschenkt. Und da die beiden, die einzigen Hochbegabten waren, hatten sie keine Konkurrenz.
Die Klingel meldete den Beginn des ersten Unterrichts und sie begaben sich zum Chemieraum.
Es war ein großer Raum, mit einem Pult vorne, dahinter eine Tafel und eine Fläche zur Projektion durch einen Beamer. Die Tische waren weiß-grau gehalten, von den Decken hingen Lampen, die an ein Plastikgestell befestigt waren. An diesem befanden sich unter anderem für jede Reihe Steckdosen und Vorrichtungen, an denen man die Bunsenbrenner anbringen konnte. Auf der rechten Seite gab es eine große Glasfront, auf der anderen fand man ein Plakat mit dem Periodensystem der Elemente vor.
Auf dem zweier Tisch von Max und Peter stand ein Behälter mit dem neuartigen Element.
Das Dillonium war neongelb und flüssig. Maxwell nahm noch ein paar Proben um die Atommasse und Siede- und Schmelztemperatur zu bestimmen. Er schnappte sich einen Glasbehälter und wollte etwas abfüllen, aber Flash hatte bereits eine weitere Gemeinheit geplant. Er und sein Partner, Brand Oxford (sein Nachname versprach jedoch mehr IQ als vorhanden war), hatten eine Kartoffelbatterie gemacht und waren damit auch recht glücklich. Nur wussten sie nicht, dass das Fach Chemie und nicht Physik hieß. Das würde also eine sechs, am Thema vorbei, geben. Wenn Peter nur daran dachte, musste er fast laut loslachen.
Flash wollte das revolutionäre Experiment kaputt machen und fragte seinen Nachbarn nach einem Handy. Dieser grinste und verstand was Flash meinte. Allein das war schon ein Leistung seines Gehirns. Er gab sein altes Tastenhandy dem Quarterback bereitwillig. Mit einem gekonnten Wurf beförderte er es in den Behälter mit dem Dillonium. Noch während er warf fing das Gelächter an. Das nach Maxwell benannte Element war an sich harmlos und vollkommen ungefährlich, aber kam es mit Elektrizität in Verbindung, gab es eine explosionsartige Reaktion. Und die war schon bei drei Tropfen groß gewesen. Der Spinnensinn alarmierte Peter, der jedoch zu weit weg stand um Maxwell zu helfen. Er befand sich nämlich am Waschbecken um eine alte Probe auszuwaschen.
Seine Netzdüsen waren in der Tasche. Da lagen sie gut, verdammt!
"Maxwell!", rief Peter.
Maxwell drehte sich nur verwirrt um und bemerkte das Handy gar nicht. Peter schaute sich um, neben ihm stand Mary Jane. Die Mary Jane. Und er war so in seine Einserarbeit vertieft, dass er sie nicht einmal bemerkt hatte. Er griff sie sich und riss sie zu Boden, er lag auf ihr, denn er hielt viel mehr aus.
Und dann kam das Handy im Dillonium auf und Maxwell war noch mit seinen ungeschützten Händen in diesem. Kurz war alles ganz still. Daraufhin gab es einen fürchterlichen Knall und die Welt wurde in ein helles weiß gehüllt. Peter tanzten nur noch rote Lichter vor den geschlossenen Augen und die Welt wurde komplett schwarz, als hätte jemand das Licht ausgeknipst.

Als Peter das nächste Mal die Augen aufmachte, war sein Pullover nur noch Fetzen, die an ihm herab hingen, dasselbe war auch mit seiner Hose passiert. Ein Feuerwehrmann redete auf ihn ein. Aber er verstand ihn nicht.
Deshalb schaute er sich benommen um. Neben ihm lag Mary Jane, auch bewusstlos schön wie immer.
Er drehte den Kopf nach rechts und erwartete einen ihn spöttisch anguckenden Maxwell, der einen blöden Kommentar abgab. Über diesen würden dann beide lachen, Flash würde Ärger kriegen und alles wäre gut. Aber Maxwell lag nicht neben ihm.
In seinem Ohr klingelte es noch immer von der Explosion, aber dennoch fragte er den Feuerwehrmann neben ihm.
"Wo ist mein Freund?"
"Heißt dein Freund zufällig Dillon, Maxwell Dillon?", erwiderte dieser mit traurigem Gesicht.
"Ja, wieso, w-was ist mit ihm?", fragte Peter, obwohl er die Antwort bereits zu kennen glaubte.
"Wir haben ihn noch nicht gefunden. Wenn er aber da oben liegt, dürfte es zu spät für deinen Freund sein."
Peters Augen wurden wieder feucht. Erst Gwen, jetzt Maxwell? Warum starben alle um ihn herum? Und dann vor allem wegen irgendeinem beschissenen Streich, den Flash gemacht hatte. Er hätte es verhindern können, wäre er nur nicht zum Waschbecken gegangen.
Dann stand er auf, er war nicht so stark verletzt worden.
"Du da, bleib liegen!", befahl ein Sanitäter.
Aber Peter winkte ab und schaute stattdessen auf die Schule. Der erste Stock brannte lichterloh. Und obwohl die Feuerwehr alles aufbot, was sie hatte, war es für sie schwer, das Flammenmeer unter Kontrolle zu bringen.

Peter kam bereits um ein Uhr mittags nach Hause. Nach ein paar Polizeibefragungen (und er hatte es nicht übers Herz gebracht, Flash zu verraten, so ein Mensch war er einfach nicht) und einer abschließenden Untersuchung, wobei alle Ärzte meinten, dass er kaum Verletzungen habe (Radioaktiver Spinnenbiss sei Dank!), konnte er gehen.
Tante May wartete bereits an der Haustür. Sie nahm ihren Neffen sofort in den Arm.
"Peter, wir haben uns so viele Sorgen um dich gemacht. Geht es dir gut? Soll ich dir einen Tee machen? Heiße Schokolade? Oder dein Lieblingsessen?", überschüttete sie ihn mit Fragen.
Peter lachte. "Ja, mir geht es gut. Und nein, das Essen was du für heute vorgesehen hast, esse ich."
Aus der Küche kam Onkel Bens Stimme, der ein Kreuzworträtsel löste. "May, du weißt doch, dass Peter ein Kämpfer ist."
"Ja, das weiß ich", gab sie zu, löste Peter aus ihrer erdrückenden Umarmung und ließ ihn eintreten.

Doktor Otto Oktavius, der Gründer und Firmenleiter von Oktatech, sah den riesigen Aktenberg vor sich mit gemischten Gefühlen an. Einerseits musste er seine Firma leiten, aber er musste sich auch retten und dafür musste er die Spinne aufspüren. Oder die Firma leiten.
Aber dann wandte er sich von den Akten ab und ließ einen seiner Tentakel eine spezielle Frequenz senden. Aus seinem Schreibtisch fuhr wie aus dem Nichts ein Bildschirm hoch, der Spider-Mans Standort ortete. Oder zumindest sollte er das. Eine spezielle Vorrichtung schickte dazu Daten an einen neuartigen Satelliten von Oktatech, der diese speziellen Gene ortete. Aber irgendwie klappte das seit dem kompletten Stromausfall vor einer Woche nicht mehr. Er brauchte seine Gene. Denn er hatte eine seltene Krankheit, die ihm sein Leben bereits seit der Geburt zur Hölle machten. Er war unfähig seinen Körper zu befehligen, er war immer auf jemand anderen angewiesen gewesen. Kein einziger Muskel in seinem Körper rührte sich, egal wie sehr er es versuchte oder wünschte. Nur sein Verstand funktionierte, sein Körper war nur eine komplett leblose Hülle. Sein Vater war jedoch keinen Deut dummer gewesen als Otto selbst. Er hatte seinem Sohn eine Art Exoskelett gebaut. Dieses bestand aus vier Roboterarmen, die er durch einen Chip, der sie mit seinem Gehirn verband, kontrollieren konnte. Aber die schlimmste Erscheinung der Krankheit war, dass er keine hohe Lebenserwartung hatte. Er war 25 Jahre alt und sein Leben könnte am nächsten Tag zu Ende sein. Deshalb musste er die Spinne finden, diesen blöden Superheld.
Aber plötzlich zeigte der Computer eine starke Energiequelle an. Nur war es nicht die Spinne, denn die Energiequelle verschwand immer wieder für kurze Zeit. Sie schien wirklich aus reiner Energie zu bestehen.
Interessant, das musste jemand vor Ort prüfen. Und er wusste auch schon wer. Mit dem Drücken eines grünen Knopfes alarmierte er seinen Adoptivsohn, den er in seinen Handlanger verwandelt hatte. Er alarmierte den einzigen Bewohner der Osborn Mansion, Harry Osborn, den grünen Kobold. Diesem hatte er einen Exosuit gebaut, etwas schriller gehalten, um die Identität zu verschleiern, aber absolut tödlich. Das hatte er auch schon bei seiner ersten Mission unter Beweis gestellt. Die arme Gwendolyne, Tochters des Captain hatte ihr Leben dafür herhalten müsen.
Harry würde auch dieses Mal alles zu seiner Zufriedenheit erfüllen. Das stumme Genie schickte ihm eine Nachricht auf sein Visier.
Schalt auf Außenmikrophon!
Oktavius wollte genau wissen, was da los war.

Auch Spider-Man war zu diesem Energiewesen unterwegs. Er hatte es bei den Physikhausaufgaben gesehen, beziehungsweise die Blitzsäulen, die immer mal wieder kurz in den Himmel ragten.
"Wieso mache ich das eigentlich? Am Ende bin ich es doch sowieso wieder Schuld. Ich sehe es schon: Spider-Man versetzt Queens in Angst und Schrecken."
Aber er hatte es Gwen versprochen, er war der Held, den diese Stadt brauchte.
Er schwang sich auf seltsame Leuchterscheinungen zu, das konnte nichts normales sein.
Mit einem weiteren Schwung sprang er in den Vorgarten des Hauses.
"Spider-Man zerstört Garten!", redete er mit sich selber.
Aber hier war niemand. Absolut niemand. Doch, da hinten kam Flash die Straße entlanggegangen. Ihm folgten wie Küken der Glucke seine Gang. Sie waren vom Footballtraining gekommen. Peter konnte es nicht fassen, Flash kümmerte es nicht einmal, dass Maxwell verschollen war.
Er wollte sich schon wieder auf den Heimweg begeben, als er plötzlich Schreie hörte. Blitzschnell drehte er sich um, warum hatte der Spinnensinn keinen Alarm geschlagen? Vor der Gang war ein humanoider Blitz erschienen, so sah es jedenfalls aus. Eine humanoide Form hatte es, aber sein Körper verzerrte sich immer wieder und sonderte Blitze ab. Es schien sie angreifen zu wollen und schoss einen Blitz auf Flash. Der hatte aber Glück und nur die Schulterpartie seiner Jacke wurde versengt.
"Hey, Glühbirne, nehm es doch lieber mit mir auf!", forderte Peter es heraus.
Das Wesen drehte sich um, es flog auf ihn zu, es flog! In seiner Hand erschienen Blitze, die es auf Peter schleuderte. Dieser wurde vom Spinnensinn gewarnt und wich aus, aber die Laterne hinter ihm wurde in zwei Stücke "geblitzt".
Das war eine andere Situation als Cassidy heute morgen. Er schoss zwei Netzschütze auf das Energiewesen, traf auch, aber die Netze verdampften. Dann verzerrte der Körper des Wesens wieder und es schrie auf.
Unverständliche Laute kamen aus seinem Mund.
"Hey, was ist los", spottete Peter, "Stromrechnung nicht bezahlt?"
Er sprang hoch, befestigte ein Netz am Baum hinter dem Wesen und versuchte einen Netzzugkick. Oder, das hatte er zumindest vor, aber das Wesen war plötzlich weg. Und Peter raste auf einen Baum zu. Um diese wehtuende Bekanntschaft zu verhindern, ließ er das Netz los und befestigte ein anderes reaktionsschnell an dem Haus zu seiner rechten. Mit einem großen Bogen landete er auf dem Dach.
Der völlig geschockte Flash hatte plötzlich ein Lächeln auf dem Gesicht.
"Das ist Spiderman! Er hat uns gerettet, mein Held hat uns gerettet!", rief er.
Peter sah seine Aufgabe als erledigt und schwang sich weg.
Flashs Gang schauten nur verwirrt auf den nun leeren Platz. "Was siehst du denn da, Flash?"
"Er war gerade eben noch da, okay?"
Er hatte sein allergrößtes Idol getroffen. Was würde er für ein Gesicht machen, wenn er wüsste, dass der "mickrige Parker" hinter der Maske steckt?

Peter machte sich wieder auf den Weg nach Hause, während ganz in seiner Nähe eine Gestalt wieder sichtbar wurde. Das Energiewesen. Es verzerrte sein Gesicht und stöhnte auf, aber niemand hörte es. Sein Körper verzerrte sich wieder.
Es war zu schwach, es konnte seinen Körper nicht zusammenhalten. Tief in seinem Inneren wusste es, dass es ein Mal ein Mensch gewesen war, ein Wesen aus Fleisch und Blut, keine reine Energie. Aber diese Tage schienen vorbei zu sein.
Er schrie mit seiner dunklen, verzerrte Stimme noch einmal auf, dann verschwand sein Körper löste sich sein Körper wieder voneinander.
Nur sein funktionierender Verstand konnte diesen Vorgang begreifen, er konnte seinen Körper nicht zusammenhalten.
Er musste es aber, er musste es schaffen!
Er konzentrierte sich wie noch nie, wenn er einen Körper hätte, würden sich Schweißperlen auf seiner Stirn bilden. Jedes Stück seines energetischen Körpers besaß eine eigene Ausstrahlung. Er fokussierte sich einzeln auf jeden Impuls und tatsächlich bekam er wieder eine humanoide Gestalt. Aber er war so erschöpft, dass er auf dem Bürgersteig in die Knie gehen musste. Sein Verstand funktionierte auch wieder, er war Maxwell Dillon! Aber das war auch das einzige, was er wusste, sein gesamtes Gedächtnis war wie leer gefegt. Als hätte man einfach alles gelöscht. Vermutlich hatte er die Erinnerungen für immer verloren.
Von der Seite bemerkte er plötzlich ein Geräusch, ein maschinelles Geräusch. Maxwell drehte wie in einem Reflex den Kopf und sah einen Menschen auf einem fliegenden Gerät. Genaueres konnte er nicht erkennen.

Harry Osborn war Oktavius dankbar, dass er ihn aufgenommen hatte, als sein Vater für tot erklärt worden war. Er verdankte ihm recht viel, aber diese Aufträge wurden ihm langsam zu blöd. Der vor einer Woche war lustig gewesen. Es hatte so viel Spaß gemacht dieses Mädchen "aus Versehen" loszulassen. Und dann hatte er diesen kostümierten Spinner auch noch leiden sehen. Das war besser als seine gesamte Comicsammlung des Ultimate Flashs. Bestes Popcornerlebnis.
Ab da an hatte er nur noch Erkundungsflüge machen dürfen. Der grüne Kobold machte aber keine Erkundungsflüge, das war Vergeudung seines großartigen Talents. Er war zu Höherem bestimmt. Nicht weniger als der Herrscher über die ganze Erde, ja, er lachte irre auf, das war seine Bestimmung.
Er schaute auf die neuste Mission, die rechts oben in seinem Visier rot aufleuchtete. Sein Exoskelett war von oben bis unten gepanzert, mit einem neuen Leichtmetall, hatte hauptsächlich eine grün-metallene Farbe, mit leichten lila Akzenten. Die Farben waren unglücklich gewählt, aber Oktavius hatte gemeint, dass dies seine Identität besser verschleiere. Er hoffte nur, dass er wieder auf die Spinne traf um ihn endlich zu vernichten.
Eine seltsame Energieerscheinung sollte am Stadtrand von Queens immer wieder aufflackern. Und er sollte das überprüfen. Na toll, dachte Harry sich, ich bin nur der Laufbursche. Wieso konnte seine Sekretärin Angelina Brancale das nicht machen. Die hatte auch massig Muskeln, vielleicht sogar mehr als er. Es wurde in der Firma gemunkelt, dass sie die Geliebte von Oktavius sei. Aber nur hinter vorgehaltener Hand, denn Brancale hatte wirklich Muskeln und niemand wollte sie verärgern.
Aber nein, er musste das machen.
Harry ließ seinen Gleiter über die recht tiefen Häuser in Queens fliegen, gar kein Vergleich zu Manhattan.
Und tatsächlich dort unten kniete ein seltsames Wesen. Es sonderte Blitze ab, die den Asphalt rund um ihn zum Schmelzen brachten.
"Ich hab ihn, Oktavius, was jetzt?"
Die Antwort folgte prompt: Frage ihn, warum er immer wieder verschwindet.
Nachdem er die Antwort gelesen hatte, ging Harry noch etwas herunter und schwebte jetzt vor Maxwell.
"Warum verschwindest du immer wieder?", fragte er mit harter Stimme.
Das Wesen öffnete den Mund und bewegte ihn, aber es kam kein Laut heraus. Es versuchte es noch einmal.
"Kann ... Körper... nicht...halten...Hilfe?"
"Alles gut verstanden, Oktavius?", fragte Harry nach. "Ich nämlich nicht und ich bin direkt vor ihm."
Ja, konnte Harry lesen, dann kam direkt weiterer Text.
Ich glaube, ich weiß, wie wir ihm helfen können, bring ihn zum OktaTechTower. Und sag ihm, er soll die Konzentration behalten!
Harry gab Maxwell den Text wieder, Dieser nickte nur mit seinem Kopf.
"Er ist einverstanden!"
Dann bring ihn her.

Peter schwang sich wieder nach Hause, obwohl er ein ungutes Gefühl bei dem Leuchtwesen hatte. Gut, es konnte Zufall sein, dass es ausgerechnet Flash getroffen hatte, aber was wenn es es gezielt auf Flash abgesehen hatte? Und warum oder wie war es einfach wieder verschwunden?
Peter war so in den ungelösten Fragen versunken, dass er fast sein Haus verpasste. Im letzten Moment schoss er ein Netz an das Dach und schwang sich durch das geöffnete Fenster. Das war nicht so leicht, war schon zwei Mal schiefgegangen. Ein paar blaue Flecken bezeugten dies. In Windeseile schlüpfte er wieder in seine normale Kleidung und brachte seine Physikhausaufgaben zu Ende. In fünf Minuten bzw. um kurz vor vier war er fertig. Seufzend packte er seine Schulsachen weg. Er dachte an Maxwell, wo könnte er nur stecken. Peter dachte gar nicht daran, dass er tot sein könnte. Irgendwie fühlte er es. Moment!
Plötzlich ging ihm ein Licht auf. Maxwell war nicht tot. Er war dieses Energiewesen. Bei der Explosion hatte er noch seine Finger im Dillonium, das musste ihn verstrahlt haben. Er war mutiert, in dieses Wesen. Deshalb hatte der Spinnensinn ihn auch nicht alarmiert, aber wie konnte er Maxwell retten?
Seine Grübeleien wurden unterbrochen, als es an der Tür klingelte. Wer war das denn? Dieses Haus bekam selten Besuch, nur jeden zweiten Mittwoch, wenn seine Tante mit Anna Watson und ein paar anderen älteren Damen aus der Nachbarschaft Bingo spielte. Aber um die Zeit noch nicht.
Tante May klang sichtlich überrascht, dann rief sie zu ihm hoch: "Peter es ist für dich, Mary Jane ist hier!"
Peter verdrehte die Augen. Nicht wegen dem bezaubernsten Mädchen, dass er je gesehen hatte, sondern weil seine Tante sich wieder Zukunftspläne ausmalte. Und die vielleicht Mary Jane erzählte. Mist! Sofort war er aufgesprungen und mit ein paar schnellen Schritten unten vor der Tür.
"Hallo, Mary Jane, schön dich zu sehen", begrüßte er die Rothaarige, obwohl das eine Untertreibung war.
Sein Herz machte freudige Sprünge und drohte ihm aus der Brust zu springen. Die Mary Jane war hier, sie stand vor seiner Tür!
"Hi ähem Peter, ich muss mit dir reden, kann ich hereinkommen?", fragte sie mit ihrer wunderbaren Stimme.
"J-ja-ja aber gerne", verhaspelte der Schüler sich und bat Mary Jane einzutreten.
Diese lächelte, ihr Lächeln war einfach perfekt und stellte sich neben Peter.
"Ähem ja, dann folg mir bitte einfach nach oben", sagte Peter und ging vor.
Mit seinen geschärften Spinnensinnen hörte er, was seine Tante sagte. Und ihr erstes Kind sollte Ben heißen, Ben Reilly? Nein, da musste er irgendwas falsch verstanden haben.
"Und das ist mein Zimmer", sprach der Superheld das offensichtliche nervös aus.
"Ja, das kann ich sehen."
Oh, Mann, er machte sich echt zum Affen.
"Such dir einen Platz aus."
Dabei zeigte er auf das Bett und seinen Schreibtischstuhl.
Mary Jane strich die Bettdecke glatt und setzte sich anschließend darauf.
Peter setzte sich neben sie.
"Also, worüber wolltest du mit mir sprechen?"
Mary Jane rutschte sichtlich nervös hin und her.
"Also, es geht um das, was heute passiert."
"Die Explosion?"
"Ja, genau die. Der Feuerwehrmann sagte, dass es mich vielleicht erwischt hätte, wenn du mich nicht heruntergezogen hättest. Und dafür wollte ich dir danken."
"Gerne, für dich würde ich doch alles tun, Mary Jane."
Das hatte er gerade nicht wirklich gesagt, oder? In Gedanken rannte er gegen die Wand.
Mary Jane lachte verwirrt auf.
"Du kannst mich gerne MJ nennen."
"Alles klar MJ."
"Hör zu Peter, ich weiß, dass in letzter Zeit viel um dich passiert. Erst Gwen und jetzt auch noch Max. Ich denke ich weiß, wie es dir geht. Meine Mutter ist bei einem Autounfall gestorben und Dad hat mich im Stich gelassen."
Peter hatte auch beide Eltern verloren. Zumindest war es das, was man ihm erzählt hatte.
"Das tut mir Leid."
Plötzlich machte es in Peter klick. Er saß nur einen Meter von seiner Traumfrau entfernt und sie schütteten sich ihre Gefühle aus. Wie war es überhaupt so weit gekommen? War er so vertrauenswürdig?
Er schaute MJ in die Augen, ihre perfekten Augen. Aber sein Blick blieb an ihren Lippen hängen. Sein Kopf bewegte sich zu ihrem, ihre Lippen kamen sich näher und dann küsste er sie. MJs Lippen fühlten sich so warm und voller Leben an.
Doch ihre Augen schauten ihn entsetzt an. Sie stieß ihn von sich.
"Was sollte das denn?", fuhr sie ihn an.
"Entschuldigung, ich wollte..."
"Spar es dir, Parker. Ich dachte du wärst anders. Jemand mit dem man reden kann, aber wie der Rest siehst du nur die Fassade und nicht mich, den Menschen dahinter."
Noch während sie das letzte Wort ihm entgegenrief, schlug sie die Tür zu.
Na, toll. Er hatte es vermasselt. Er vermasselte immer alles. So war es doch, oder? Gwen hatte er nicht retten können, Maxwell auch nicht und jetzt hatte er auch noch MJ geküsst.
"Man, Parker, warum kannst du nicht eine Sache mal richtig machen?", schrie er sein Spiegelbild an.
Dann entsann er sich der 100 Euro für ein Spidey-Foto. Das könnte er Jameson liefern. Und mit dem Gewinn die Stoffe für die Netzdüsen bezahlen. Der Spaß war nicht so billig.

Ein schlanker Mann Mitte zwanzig saß an seinem Schreibtisch und lauschte den Worten, die aus seinem Laptop an sein Ohr drangen.
Er hieß immer anders, aber ursprünglich, vor Jahren, war sein Name Dmitri Kravinoff gewesen. Dmitri hatte auch einen Zweit- und Drittnamen gehabt, nur hatte er ihn vergessen.
In Verbrecherkreisen wurde er das Chamäleon genannt, aufgrund seiner Mutation. Er besaß die Fähigkeit jede Kraft oder jedes Aussehen einer Person zu kopieren.
Er und seine Familie stammten ursprünglich aus Russland, eine alte Adelsfamilie. Aber diese hatte ihr Ansehen verloren und musste fliehen. Sein Bruder Sergei Kravinoff war nie damit klar gekommen, er nannte die heutige Welt ein Tier, was erlegt werden musste.
Er führte ein Gespräch mit einer Stimme, er kannte weder einen Namen noch irgendetwas. Nur die Buchstaben AT, so nannte er sich. War vermutlich ein Kürzel. Dieser AT hatten einen Auftrag für ihn. Über den Internetdienst Skype hatte er sich mit dem Chamäleon in Verbindung gesetzt und gab ihm Anweisungen.
"Chamäleon, ich werde ihre Hilfe brauchen, für die ich sie fürstlich entlohnen würde."
Schon alleine bei dem Wort entlohnen war Dmitri sich sicher, dass er bei diesem Mann richtig war.
"Und zwar brauche ich die Identität dieses Spider-Man. Er scheint der Beschützer von New York zu sein, ich brauche ihn lebend."
"Haben Sie sonst noch irgendwelche Daten?", fragte Dmitri nach. Jede Info konnte wichtig für ihn sein.
"Er trägt ein rot-blaues Kostüm, kann Fäden schießen und hilft jedem Menschen in Not."
"Danke, dass reicht. Ich weiß es geht mich nichts an, aber warum wollen Sie ihn lebendig?"
"Mit diesem sogenannten Helden werde ich ihn freilassen."
Er sprach von "ihm" als sei er ein Gott und etwas dergleichen. Ein Kirchenfanatiker, aber so lange er gut zahlte, war es Dmitri egal.
"Dann sind wir uns einig?"
"Ja, Sie können auf mich zählen."
"Ach und als kleiner Ansporn", fügte die leicht kränklich klingende Stimme hinzu, "wenn sie versagen, bekommt ihr Bruder den Job."
Dann beendete Dmitris mysteriöser Auftraggeber das Gespräch.
"Nein, mein Bruder wird den Job bekommen. Das ist meine Möglichkeit zu zeigen, dass ich besser bin als er. Pech für dich, Spinne."
Er befand sich noch in Südamerika, aber er konnte schnell in diesem "verfluchten Großstadttier" (wie Sergei es immer nannte), beziehungsweise New York sein. Und das würde er.

Es dämmerte bereits, als Oktavius triumphierend auflachte. Zumindest innerlich.
Sein Gehirn und die vier Maschinenarme hatten einen Anzug für den potenziellen neuen Gegner für Spider-Man geschaffen. Er besaß die Eigenschaft, Maxwells Energie dauerhaft zusammenzuhalten. Maxwells Kopf war nur recht humanoid, dennoch sprühten Blitze von ihm ab.
Aber er hatte es geschafft.
Er schickte eine Nachricht an Harrys Display. Dieser war die ganze Nacht über bei Oktavius gewesen, um zu verhindern, dass seinem Adoptivvater etwas geschah, wenn Maxwell wieder auseinander fließen sollte.
Was willst du nun machen?
"Was du jetzt machen willst, fragt Oktaivus", gab Harry Ottos Frage wieder.
Die Stimme von Maxwell war zwar immer noch verzerrt, aber man konnte ihn verstehen. Und zwar den ganzen Satz und nicht nur Fetzen davon.
"Ich werde mich an jemandem rächen, der mein Leben immer zur Hölle gemacht hat."
Gut, dachte Oktavius zufrieden, Rache bedeutet immer, dass jemandem wehgetan wird. Und da ist die Spinne immer zur Stelle. Dieser verstrahlter Mensch konnte ihn zur Strecke bringen.
Er schickte eine weitere Nachricht an Osborn.
"Wenn du die Spinne triffst, sollst du sie erledigen und Oktavius bringen."
"Kein Problem."
Jetzt hatte aber Harry die Neugier gepackt. "Wer bist du eigentlich?"
Der Energiemensch vor ihm schien zu überlegen.
"Ma... Elektro!"
"Elektro? Klingt ja als hätte unser Präsident Stan Lee sich das einfallen lassen. Nichts für ungut, Alter, aber das macht nichts her."
"Na, und? Ich will endlich Rache an Flash Thompson!"
"Dann wollen wir beide dir nicht im Weg stehen. Und denk an Spider-Man!", erinnerte Harry ihn.

Flash hatte an diesem Tag ganz normal Footballtraining, dieses Mal früher, weil die Schule ausfiel. Das Feuer war zwar gelöscht worden, aber das ausgebrannte Stockwerk konnte nicht betreten werden.
Er war froh darüber, Schule war sowieso nur Zeitverschwendung.
Aber im nächsten Moment, wünschte er sich an jeden beliebigen Ort, nur weg von hier.
Denn der leuchtende Mann von gestern schoss auf ihn zu und bremste kurz vor ihm ab. Flash konnte seine Gesichtszüge nicht erkennen, aber sein Grinsen schon. Er schaute schluckend zu Elektro hoch, dessen Augen durchfuhren Blitze.
"Na, Flash, lass mal Chemie rüberwachsen!"

Peter hatte zum ersten Mal seit langem etwas mehr geschlafen, der freie Schultag kam ihm sichtlich gelegen. Er hatte gestern Abend noch seine Kamera herausgekramt ein kleines Modell mit weltklasse Bildern.
Jetzt nur noch ein paar Fotos schießen und der Hunderter gehörte ihm.
Aber vorher musste er noch etwas in Ordnung bringen. Er hatte gestern das mit Mary Jane wirklich in den Sand gesetzt. Tante May konnte er nicht um Rat fragen, weil sie ihn sofort ausfragen würde, deshalb hatte er sich den besten Freund des Menschen zu Nutze gemacht. Das Internet. Und dort hatte er wirklich Interessantes erfahren, die Idee mit dem Blumenstrauß gefiel ihm. In Manhattan hatte er einen großen gekauft, mit wunderschönen Rosen.
Er hatte sich extra schick gemacht und stand nun leicht schwitzend vor MJs Tür. Was, wenn sie ihn auslachte? Oder schlimmer, der ganzen Schule von dem Trottel Parker erzählte, der sie geküsst hatte.
Aber er rang sich zum Klingeln hindurch. Als er die Klingel herunterdrückte, nahm er hinter Mary Janes Haus, zwei Straßen weiter, eine Energiegestalt wahr. Maxwell. In der Straße wohnte Flash, vielleicht hatte er es wieder auf ihn abgesehen. Eigentlich sollte er bei Mary Jane bleiben, aber sein Versprechen gegenüber Gwen bedeutete ihm viel. Er war der Held, das war leider wichtiger als Mary Jane.
Er ließ den Blumenstrauß fallen und kletterte in sein Zimmer. Dort zog er seine Straßenkleidung aus und das Kostüm kam zum Vorschein. Aus seiner Hose holte er noch seine Maske und aus der Schublade seine Netzdüsen. Dann schwang er sich an MJs Haus in Richtung Flash und Maxwell. Hoffentlich kam er nicht zu spät.

Mary Jane öffnete die Tür und sah den schönen Blumenstrauß vor sich liegen. Niemand, der ihr ihn gab. Das war vermutlich Peter, der sich einfach nicht traute ihr ins Gesicht zu sehen.
Und das nach dem, was er gestern abgeliefert hatte. Wer dachte der, wer er sei?
Schnaubend warf sie den Strauß in den Restmüll. Sollte er ihn sich doch sonst wohin stecken.

Elektros Grinsen wich ihm schnell aus dem Gesicht, als er plötzlich zur Seite geschleudert wurde. Peter hatte ihn mit einem Tritt erwischt.
"Maxwell, hör auf mit dem Mist. Ich weiß, dass Flash nicht der netteste Mensch auf Erden ist, aber das bist nicht du, du bist besser als er", beschwor er seinen besten Freund.
"Woher weißt du, wie ich bin?", fragte Flash verwundert.
"Ich bin Spider-Man, schon vergessen?"
Dieser Blick, mit dem Flash ihn ansah, war einfach köstlich. Er könnte ihm jetzt erzählen, Queens wird von blauen Einhörnern angegriffen und der Sportler würde ihm glauben.
"Maxwell ist Vergangenheit, Spider-Man! Es gibt nur noch pure Elektrizität, nur noch ELEKTRO!", das letzte Wort schrie er hinaus und schoss vier Blitze auf Peter.
Dieser konnte dreien auswichen, die sich in den Bürgersteig hinter ihm bohrten, aber der vierte traf ihn im Magen und drückte ihn zu Boden.
Dabei wurde Peter die Luft aus dem Bauch gedrückt. Stöhnend richtete er sich wieder auf. Doch Elektro kam direkt wieder angeflogen und schoss die Blitze permanent auf Spider-Man. Dessen Anzug versengte bereits leicht und Peter schrie unter den Schmerzen auf, aber Maxwell hatte Flash aus dem Spiel gelassen.
Der sah seine Möglichkeit gekommen, seinem Idol zu zeigen, was er konnte.
Er lief auf Elektro zu, sprang und riss ihn zu Boden. Dann erst dachte er nach.
"Ich habe so verdammt Angst!", rief er und lief panisch schreiend weg.
Peter rappelte sich auf. Er musste Maxwell stoppen, nein Halt, das war nicht mehr Maxwell.
"Die Palpatine Nummer ist jetzt vorbei!"
Elektrizität hatte er gesagt? Peter kam eine Idee.
Aber vorher musste er erst noch einer weiteren Salve Blitze ausweichen. Diesmal wurde er nicht getroffen, aber ein Tritt von Elektro beförderte ihn in den Vorgarten der Familie Thompson. Flashs Vater war ein Rasenfanatiker und deshalb lagen allerhand Geräte herum. Ein Rasenmäher, Dünger, ein Schlau. Ein Schlauch?
Blitzschnell war er auf den Beinen, aber Elektro wartete bereits und schoss auf seinen ehemaligen Freund. Der Blitz schleuderte ihn quer durch den Garten und versengte seinen Anzug. Der verbrannte Geruch stieg Peter in die Nase und er glaubte, er musste kotzen.
Aber sein Plan ging auf. Er erhob sich wieder und lief auf den Wasserschlauch zu. Der geniale Verstand war aber immer noch vorhanden, denn Elektro begriff, was Spider-Man vorhatte.
"Nein!", rief er und schoss aus zwei Händen.
Peter wich geschickt aus, wurde jedoch einmal getroffen. Es riß ihn zu Boden, aber er war neben dem Schlauch.
"Du stehst mir nicht im Weg, jetzt stirb!"
Elektro flog mit unglaublicher Geschwindigkeit auf ihn zu.
"Dann tut es mir Leid", murmelte Peter und richtete den Schlauch auf den herannahenden Elektro.
Er drehte ihn voll auf und der Wasserstrahl traf Elektro. Dieser hatte keine Chance, weder um auszuweichen noch um zurückfliegen. Elektrizität und Wasser vertragen sich nicht, das wusste sogar Flash.
Aber bei der organischen Elektrizität war das Ganze etwas anders. Elektros ganzer Körper explodierte an der Stelle, wo diese Wassertropfen ihn berührten. Mit einem qualvollen Aufschrei explodierten er und sein Anzug.
Spider-Man hatte gesiegt, aber zu welchem Preis? Peter Parker hatte seinen besten Freund verloren. Unter der Maske sammelten sich Tränen in seinen Augen. Nein, nicht auch noch Maxwell.
"Du hast es geschafft, Spider-Man. Du kannst alles und das was niemand anders kann!", jubelte ihm Flash zu.
"Nicht jetzt", erwiderte Peter gereizt und schwang sich nach Hause.
Er wollte noch ein paar Bilder machen, und deshalb hatte er noch seine kleine kompakte Kamera am Anzug befestigt (ein Glück, dass sie nicht kaputt gegangen war). Sie war ein elektronisches Gerät und wurde mit Elektrizität betrieben. Auf ihrem Bildschirm erschien das grinsende Gesicht von Elektro. Er hatte noch einen Restimpuls von sich abkapseln können und dieser hatte sich auf Peters Kamera übertragen.
"Ich bin nicht erledigt, Spinne. Ich komme wieder!", schwor er sich.
Dann wurde der Bildschirm wieder schwarz und niemand würde auch nur im Geringsten vermuten, dass Elektro sich in der Kamera versteckte und nur darauf wartete, sich zu rächen.

Flashs Dad kaum durch den Lärm aufgeschreckt in den Garten. Er bekam erst einmal einen Schock. Sein geliebter Rasen besaß Brandstellen, alles war durchnässt und eine kreisrunde Fläche war sogar komplett vom Rasen befreit. Nur blanke Erde sprang ihm ins Auge.
"Dad, da war Spider-Man und er hat mich vor so einem bösen Fiesling gerettet, der hatte so miese Blitze und dann ist er einfach explodiert."
"Ja ja, Flash. Du und deine blühende Fantasie. Ich weiß, dass du das alles hier warst. Wag es ja nie mehr, die Spinne für deine Taten verantwortlich zu machen, hörst du?"
"Ja, Dad", gab Flash resignierend zur Antwort.

"Ich hasse es, dass zu sagen, aber die sind nicht schlecht. Wirklich nicht so schlecht", gab J. Jonah Jameson jr. zu, als er Peters Spider-Man Fotos betrachtete.
Er war Chef der bekannten Tageszeitung Daily Bugle, ein leicht reizbarer Mann mit grauen Schläfen und einem Charlie Chaplin Bart. Von seinem Büro aus, konnte er Manhattan aus der Vogelperspektive genießen. Dennoch war er mit nichts zufrieden. Die meisten Artikel, die er als Herausgeber natürlich selbst prüfte, wurden wieder zurückgeschickt, weil er Fehler entdeckt hatte. Er fand überall Fehler.
Und dieser neuer maskierte Held, pah, das war eine ganze linke Nummer. In Wahrheit wollte der doch nur berühmt werden und wenn die Bürger ihm vertrauten, würde er alle ausrauben. Er hasste Spider-Man und machte das in den Artikeln jeden Tag klar.
"Und Miss Brant sagte, du bist 15?", fragte Jameson verwundert.
"Nein, Sir, 16."
"Verdammt nochmal! Ein Jugendlicher bringt bessere Bilder als meine erwachsenen Fotografen. Wie peinlich."
"Nun, ich scheine ein Naturtalent zu sein."
"Allerdings,..."
"Peter, Peter Parker."
"Also Parker, ich bezahle dir die Prämie wie abgesprochen, Miss Brant füllt dir den Check aus."
"Es war mir eine Freude für sie zu arbeiten."
Mit diesen Worten verließ er Jamesons Büro. Wenn der wüsste, dass Spider-Man ihm von sich Bilder schoss.
Zufrieden und um hundert Euro reicher, schwang Peter sich nach Hause. Das musste er unbedingt Tante May und Onkel Ben erzählen.

"Oktavius, Sie haben mich zu sich gerufen, was gibt es?", fragte Harry seinen Adoptivvater.
Er hatte sein Exoskelett nicht an und trug eine schwarze Lederjacke. Seine eisblauen Augen schienen, als könnte er Leute damit einfrieren, seine Haare waren nach oben gegeelt. Er war nicht viel älter als Peter selbst, aber trotzdem um einiges gefährlicher.
Auf dem Bildschirm wurde Text lesbar.
Setz dich, wir haben etwas zu besprechen.
Harry nahm wie von Otto gewollt Platz. "Und worum geht es?"
Du hast doch vor einer Woche, bei der ersten Mission mit der Blondine, herausgefunden, dass Spider-Man auf die Midtown High geht, oder?
"Ja, das habe ich durch...", begann Harry, aber sofort wurde neuer Text sichtbar.
Wir wissen aber nicht, wer er ist. Deshalb musst du dich an der Midtown High anmelden und es undercover versuchen.
"Wenn es sein muss, die Privatlehrer sind mir lieber."
Du wirst gleich nach Wiederaufbau angemeldet. Und weil ich nicht warten kann, werde ich Geld spenden.
"Den Rest kannst du getrost mir überlassen, bald wird es keinen Spider-Man mehr geben!", prophezeite Harry siegessicher. Er malte sich bereits aus, wie Spider-Man sich vor ihm vor lauter Schmerzen krümmte und um Hilfe anflehte. Ja, das würde er genießen.

Producer: WhiteDino
Script: WhiteDino
Regie: WhiteDino

Eine SentaiworldProduktion
in Kooperation mit MarvelStudios
in Zusammenarbeit mit Stan Lee

The Astonishing Spider-Man 2014

Cassidy raufte sich die Haare. Nun saß er hier, in diesem dreckigen Knast, Gitter trennten ihn von seiner Freiheit. Das hatte er nur diesem blöden Spider-Man zu verdanken.
Er war alles Schuld. Sonst wäre alles perfekt gelaufen. Der Frau wäre nichts passiert, außer vielleicht ein Loch im Kopf und er wäre mit der Beute abgehauen, aber dieser blöde Held musste sich ja einmelden.
Aber plötzlich vernahm er etwas.
"Wir können dir helfen, wir sind deine Rettung!", flüsterte eine dunkle Stimme. Sie klang irgendwie bösartig, gleichzeitig aber auch verlockend.
"Wachmann, hörst du das auch?", fragte er den jungen Afroamerikaner, der seinen Kringel genoß.
"Halt die Klappe, Cassidy, hier ist nichts. Du bist nur vollkommen irre."
Ja, das mochte sein oder er bildete sich das nicht nur ein und diese Stimme konnte ihm helfen.
"Ich werde warten", versprach er. Dann musste er irre kichern. Bald war er hier wieder ´raus und dann würde Spider-Man büßen!
Zuletzt geändert von WhiteDino am Mi 2. Jul 2014, 16:44, insgesamt 1-mal geändert.

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Astonishing Spider-Man: The Five - Season 1 Pilot Review

Beitrag von Basti » Sa 26. Apr 2014, 11:24

Aufgrund der länge meines Review´s und der vielen Spoiler setzte ich mein Review mal in ein Spoiler Tag:


Review zu The Astonshing Spider-Man: The Five Season 1 Folge 0: Pilot
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Gibt es was schöneres als mit Spider-Man durch die Häuserschluchten von New York zu schwingen?
Nach dem Piloten zu The Astonishing Spider-Man kann ich dazu nur sagen: Nein, es gibt wirklich nichts schöneres.

Der Pilot war ziemlich lang...doch das hat man teilweise gar nicht bemerkt. Beim lesen ging es runter wie Butter, obwohl es doch ziemlich viel zeit in Anspruch genommen hat.
Aber ein Glück, dein Schreibstil ist so fließend und angenehm zu lesen, das es kein Problem war das ganze an einem Stück zu lesen.

Doch wo fange ich mit meinen Review bloß an. Am besten beim Anfang. Die Eröffnung Szene zwar spannend, allerdings passte es nicht zum Rest des Piloten. Ich kann jetzt nur Vermutungen anstellen über den Mann der die Pyramide entdeckt hat. Meine Vermutung ist, das es der verschollene Vater von Maxwell Dillon war. Aber wie gesagt kam mir die Szene recht merkwürdig vor...unpassend sogar.

Ab dann ging aber endlich richtig los. Ich hab nur darauf gewartet das erste mal deinen Peter Parker zu erleben. Ich mochte sie Szene wo er im Bett aufgewacht ist. Weiß du alles beschrieben hast war Goldwert.
Und dann ging ab: Mit Spider-Man durch die Stadt schwingen...verbrechen verhindern und seine Welt kennen zu lernen.
Captain Stacy gibt Spider-Man die schuld an den Tod seiner Tochter. Interessant wie du an die Sache heran gehst. Dieses Ereignis liegt bereits in der Vergangenheit. Der Leser wird also praktisch in die Geschichte hinein geworfen. Das gibt einen zu denken, was damals wohl geschehen war. Bisher gab es nur Andeutungen.

Auf das High-School leben freute ich mich schon sehr. Maxwell Dillon ist ein guter freund für Peter. Mary Jane ist das beliebteste Mädchen der schule, was du auch deutlich zeigst.
Und da wäre dann noch Flash....okay, den hast du ziemlich dämlich....richtig Dumm dargestellt. Teilweise dachte ich: „Ist der wirklich so blöd, oder tut der nur so“

Im Chemie Unterricht kam dann der große Knall.
Maxwell Dilon´s neu entdecktes Element lässt die schule in flammen versinken.
Von Maxwell fehlt jede Spur...

Doch er lebt...irgendwie. Das war für mich der beste teil des Piloten. Wie du den Blitz Humanoiden beschrieben hast. Wie ein Lebewesen das gerade erst das Licht der Welt erblickt. Es weiß das es mal ein Mensch war...doch er hat es vergessen. Langsam bekommt er wieder eine feste Form. Aber wie du das dargestellt hast war absolute Spitzenklasse.

Eine für mich sehr wichtige Szene war die mit Peter und Mary Jane. Es war so schrecklich Romantisch....und dann kam auch schon der erste Kuss.
Der ging gehörig nach hinten los. Das war so Süüüüß.
Auch die Entschuldigung mit den Blumenstrauß war super. War sowas von klar, das Peter als Spider-Man das weite suchen musste und MJ nur den Strauß vorfindet. Scheint als ob MJ nicht so gut auf Peter demnächst zu sprechen sei.

Dann kam der große Showdown.
Spider-Man gegen Electro...alias Maxwell Dillon. Peter´s bester freund.
Der Kampf war großartig. Sehr gut vorstellbar. Jetzt hat Peter seinen besten freund verloren. Schade...allerdings scheint Electro noch zu leben...in Peter´s Kamera? Mmh...wirkt seltsam.

Zum Abschluss natürlich noch die Sache mit dem Spider-Man Foto. J.J. wurde exzellent dargestellt. Ich dachte schon fast er würde an die decke gehen, doch scheinbar „mag“ er Peter´s Fotos. Zwangsläufig.

Im Piloten kamen viele Superschurken bereits vor. Harry ist so schrecklich Böse. Und jetzt ist er auch noch Undercover auf er Midtown High unterwegs. Interessant...interessant.
Otto finde ich mal genial. Die Idee das er sich gar nicht mehr bewegen und deshalb die Greifarme brauch...ist die beste Idee überhaupt. Sehr gut nachvollziehbar. Richtig Plausibel. Einen besseren Grund für die Tentakeln hat es nie gegeben.
Das gibt es da noch das Chamäleon...keine Ahnung wie der in den Piloten reinpasste. Hätte man auch in einer anderen folgen reinpacken können.
Cassidy fand ich dafür wieder gut umgesetzt. So ein kleiner Schurke am Rande...der völlig irre ist. Die Szene nach dem „Abspann“ sorgt für Schauer Momente.

Mein Review ist bereits viel zu lang. Ich komme mal zum Ende:
Der Pilot war absolut Großartig. Ich liebe es deinen Spider-Man über die Schulter zu schauen, wenn er gegen allerhand Schurken antreten muss und nebenbei noch sein privat leben meistern muss.
Das gibt ordentlich Inspiration für meine eigenen Spider-Man Geschichte.
Teilweise gab es...wie bereits im Review erwähnt 2 Szenen die ich Unpassend fand. Als ob du unbedingt alles in den Piloten stopfen wolltest. Du hast noch ne ganze Staffel vor dir...du musst nicht alles auf einmal einbauen. Lass dir zeit.
Was ich allgemein bei Spider-Man liebe sind die Charaktere und deren bezeihungen untereinander. Auch das hast du sehr gut in Szene gesetzt.
Der einzige den ich nicht mochte war Flash. Der war wirklich nicht der hellste.

So jetzt schließe ich aber das Review endlich ab mit dem letzten Satz:
Ich gebe the Astonishing Spider-Man Grünes Licht für eine ganze Staffel!

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Re: Astonishing Spider-Man: The Five - Season 1

Beitrag von WhiteDino » Sa 26. Apr 2014, 11:28

Vielen, vielen Dank Basti.
Wie gesagt, der Herzinfarkt war fast da.Du hast ja fast eine eigene Folge geschrieben.

Chamäleon und Nor.... Ähem die beiden unpassenden Szenen brauchte ich wegen der ganzen Staffel, das waren Infos für die Fünf.

Und Flash ist ja für das Astonishing Universum von mir verändert worden und ich mag den Charakter an ihm lieber.

Echt toll, deine Review. Ich freue mich wirklich. Wie viel du einfach geschrieben hast, unfassbar.
Zuletzt geändert von WhiteDino am Sa 26. Apr 2014, 12:53, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Astonishing Spider-Man: The Five - Season 1

Beitrag von Spidey16 » Sa 26. Apr 2014, 14:40

also im großen und ganzen ganz gut.
Nur stört es mich sehr das Onkel Ben noch lebt, sein Tod durch Peters nichtzutun gehört zu Spider-Man und das er Held spielt ohne diesen Verlust geht gar nicht. Und außerdem ist mir nicht klar ob er auch vor Gwens Tod schon ein Held war oder nicht.

weiters gefällt mir nicht sonderlich das Harry Gwen getötet hat und nur ein bitterböser Handlanger von Doc Ock ist.

JJJ hingen war klasse dargestellt.
das er 100€ für ein Spidey-Foto? JJJ ist wirklich kriminell wenn er ausländische währung bezahlt

Die erwähnungen von Sandman und Stunner waren klasse.

AT, Cletus und Chameleon waren auch interrisant und macht lust auf mehr. obwohl die vielleicht etwas zu viel für den Pilot waren.

alles im allen war es toll und du bekommst auch von mir Grünes licht.
"Roses are red, Spiders are two, one comes in scarlet the other in blue" - Scarlet Spider I

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Re: Astonishing Spider-Man: The Five - Season 1

Beitrag von WhiteDino » Sa 26. Apr 2014, 15:13

Erst einmal Danke für deine Kritik.

Nun, schau mal, der Astonishing Spider-Man ist ein anderer Held, als den, den wir kennnen. Ich habe gestern noch mit Basti darüber gesprochen, dass es einfacher ist Unknown Helden wie nightwing, Flash oder Supergirl zu schreiben, weil bei Personen wie Spider-Man jeder sagt: Oh du hast das verändert! Stirb!

Und du hast es schön bewiesen, wenn die Geschichte so veröffentlicht worden wäre, würden alle Bens Tod direkt zu Beginn beanstanden. Aber wie gesagt, dies ist ein neuer anderer Spider-Man.

Es hat seinen Grund, dass Ben noch lebt, ich habe das alles gut durchdacht. Wie Peter zu Spider-Man wurde wird in Folge 6: Origins erklärt, bis dahin musst du dich noch gedulden.

Harry wird nicht so bleiben, konntest seine wahnsinnigen Wünsche lesen.
Freut mich, dass es dir gefallen hat und ich von zwei Lesern grünes Licht bekommen habe. Und du warst der erste der drei Anspielungen (von vier) gefunden hast, die PR Anspielung ist scheinbar zu schwer.

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Re: Astonishing Spider-Man: The Five - Season 1

Beitrag von Basti » Sa 26. Apr 2014, 16:42

In der tat habe ich von den Anspielungen keine mitbekommen.
Außer vielleicht die mit den organischen netz (hab mir vorgestellt das dass eine anspielung auf meinen Spider-Man Piloten war...obwohl ich weiß das es nicht so ist. Aber der gedanke war schön :) )

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Re: Astonishing Spider-Man: The Five - Season 1

Beitrag von WhiteDino » Sa 26. Apr 2014, 17:00

Mit den organischen Netzen, das war eine Hommage an Raimis Spiderman (bzw. James Camerons)

Das sind die Anspielungen:
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Marvel
1. Sandman
2. Stunner
3. Ben Reilly
und
4. Stan Lee

Power Rangers
"Dann tut es mir Leid!" Zitat von Tommy, als er scheinbar Zeltrax tötete.
Zuletzt geändert von WhiteDino am So 27. Apr 2014, 17:51, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Astonishing Spider-Man: The Five - Season 1

Beitrag von WhiteDino » So 27. Apr 2014, 17:51

Preview Folge 2:
Lycanthropy


New York hat einen neuen Helden!

John Jonah Jameson III kehrt nach seinem Flug zum Mond auf die Erde zurück, scheinbar mit einem sensationellen Fund. Ein Rubin. Dieser fängt bei direkter Mondeinstrahlung merkwürdig an zu glühen.
Aber plötzlich geschehen merkwürdige Dinge. Menschen werden vollkommen zerfetzt aufgefunden. Lange Hundehaare und Bissspuren helfen der ratlosen Polizei auch nicht weiter.
Auch Peter liest das in der Zeitung und beschließt, dass Spider-Man sich der Sache annehmen muss. Nebenbei muss er auch noch sein Leben in Ordnung bringen. Er hat keine Freunde mehr und MJ spricht kein Wort mit ihm.
Zuletzt geändert von WhiteDino am Mi 2. Jul 2014, 16:45, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Astonishing Spider-Man: The Five - Season 1

Beitrag von WhiteDino » Mo 28. Apr 2014, 19:57

Casting Update Folge 1:
Janice Lincoln - Beetle (gespielt von Rashida Jones)
BildBild

John Jonah Jameson III (gespielt von Michael Trevino)
BildBild

Mysteriöse Kreatur (Man-Wolf)
Bild

Wilson Fisk - Kingpin (gespielt von Michael Chiklis)
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Detective Terri Lee (gespielt von Taraji P. Henson)
BildBild

L. Thompson Lincoln - Tombstone (gespielt von Keith David)
Bild

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Re: Astonishing Spider-Man: The Five - Season 1

Beitrag von WhiteDino » Sa 3. Mai 2014, 12:24

Dies ist ein Extended Cut zu Folge 1: Lycanthrophy.

Folge 2:
Lycanthropy


Peter stand am letzten Tag vor dem Wochenende vor dem Eingang der Midtown High. Und zum ersten Mal in seinem Leben wollte er nicht in die Schule. Früher hatte er Schule immer gemocht, es war immer eine Herausforderung gewesen. Bis auf Naturwissenschaften, das hatte ihm einfach nur Spaß gemacht.
Aber jetzt?
Er war vollkommen alleine in diesem Gebäude. Es würde ihn verschlucken, langsam verdauen und dann gebrochen wieder ausspucken. Hier, genau an diesem Ort hatte das ganze Unheil angefangen. Hier war Gwen entführt worden, was nachher zu ihrem Ableben führte. Gwen, warum?
Hier hatte "dank" Flash Maxwell seinen Unfall gehabt, was ebenfalls zu seinem Tod führte. Sein bester Freund, warum?
Und hier hatte er auch MJ (wobei, durfte er sie noch so nennen?) kennengelernt, das schönste Mädchen der Welt. Aber dank Spider-Mans Pflicht würde sie ihn wahrscheinlich mit dem Arsch nicht angucken. Warum ging alles in seinem Leben kaputt? Peter rollte eine Träne die Wane herunter. Eilig wischte er sie weg. Er war schon Parker der Nerd, Parker der Trottel, Parker der Schwächling (nur Flash glaubte das seit zwei Wochen nicht mehr) und und und, aber Parker die Heulsuse war er nicht.
Während er den Gang entlangschritt um zu seinem Spind zu gelangen, dachte er weiter über Spider-Man nach. Genau genommen, war er alles Schuld, er war es Schuld! Gwen wurde entführt, um ihn herauszulocken, er hatte Maxwell getötet.
Peter hasste es in dem Moment ein Held zu sein. Die Stadt hasste Spider-Man, er hasste sein Kostüm auch, warum brauchte diese Stadt ihn? Wenn er einem kleinen Kind einen Lolli gab, kamen sie schon mit Mistgabeln und...
"Hey", unterbrach ein Junge in etwa Peters Alter seine Gedankengänge. Er war sportlich, hatte hellbraune Haare, die nach oben gegeelt waren und ein spöttisches Grinsen auf den Lippen. Ähnlich dem von Max, aber er hatte ihn getötet, welcher Mensch tut so etwas? Oder war Spider-Man überhaupt noch ein Mensch oder war sein Alter Ego etwas anderes?
Wieder riss sich Peter zusammen und kehrte in die Gegenwart zurück. "Ähem, ja bitte? Was gibt es?"
"Ich suche den Physikraum 2, kannst du mir sagen wo er ist?"
Plötzlich setzten bei Peter starke Kopfschmerzen ein, aber nicht wie normal, sondern so, als würde sein Gehirn sich aus seinem Kopf entfernen wollen. Der Spinnensinn explodierte förmlich, aber weswegen? Der Junge vor ihm war ganz normal, aber er versuchte den sechsten Sinn zu verdrängen. Apropos dieser schaute ihn komisch an, ein schmerzverzerrtes Gesicht, war wohl nicht die Antwort, die er erwartet hatte.
"Kopfschmerzen, habe ich immer wieder, mal. Die Treppe dort drüben nach oben, dann links und sofort wieder rechts. Die zweite Tür auf der linken Seite", erklärte Peter.
"Ja, danke. Wirklich alles okay mit dir?"
"Alles okay, war nur kurz. Alles wieder in Ordnung", beschwichtigte der Teilzeitsuperheld.
"Wenn du meinst, mein Name ist übrigens Harry."
"Peter", die beiden schüttelten sich die Hände, "schön dich kennenzulernen."
Mit einem "Wir sehen uns vielleicht" verabschiedete sich der Neue. Wenn Peter nur in Harrys Gedanken sehen könnte, denn der dachte gerade, was für ein Trottel der Held sei.

Er schaute ihm noch kurz nach. Er war auch mal der Neue gewesen. Am Anfang des Schuljahres und dann hatte es sofort seine langjährige Freundin Gwen erwischt. Warum nur? War er vielleicht einfach das Problem?
Peter schreckte aus seinen Gedanken hoch, als ein Ouuh Konzert ertönte. MJ schritt den Gang entlang, elegant gekleidet, wie immer, wunderschön, wie immer. Er hätte sie als Freundin haben können, als normale Freundin, wie Maxwell, aber nein, er hatte sich von seinen Gefühlen leiten lassen.
"Hey, MJ!", begrüßte Peter sie etwas hoffnungsvoll. Vielleicht war sie ja nicht so nachtragend.
"Habt ihr irgendwas gehört, Mädels?", fragte sie . Diese schüttelten synchron den Kopf.
Peter hätte seinen Kopf am liebsten immer und immer wieder auf den Spind treffen lassen, aber er ließ es bleiben. So sehr wollte er sich nicht blamieren.
Sie war nachtragend, er hatte es vermasselt. Er war vollkommen alleine in der Schule.
Da hörte er Flash im Hintergrund reden.
"Hi, wäre cool, wenn du morgen zu meiner Party kommst. Ab zehn Uhr wird gefeiert, wir haben genug Bier für drei High Schools und meine Eltern sind nicht da."
Er wusste nicht, wen er meinte, aber es war entweder eine Cheerleaderin oder einer seiner Freunde. Warum wurde er nie zu so etwas eingeladen? Aber er wusste die Antwort bereits und begab sich seufzend in den Unterricht.

"Name: Dillon, Maxwell; Codename: Electro; Kräfte:..."
"Peter?", unterbrach Tante May die Aktenanlegung ihres Neffen. "Es geht los!"
"Ja, Tante May!"
War es wirklich schon so spät? Er schaute auf die Uhr. Tatsächlich!
Er eilte aus dem Zimmer und nahm immer fünf Stufen der Treppe gleichzeitig. Schnell klappte er seinen Bildschirm herunter und der Laptop ging in den Stand-By Modus. Diese Akten würden ihm irgendwann mal helfen, das hoffte er zumindest.

Peter warf sich in den roten Sessel im Wohnzimmer und schaute sich das aktuelle Programm im Fernsehen an.
Es war die Landung der Stardust, einer neuartigen Rakete. Ihr Pilot war John Jonah Jameson III, der Sohn des cholerischen Daily Bugle Herausgebers. Auch dieser war vor Ort, sichtlich stolz auf seinen Sohn.
Der junge Held schaute zufällig auf die heutige Bugleausgabe. Der Titel war: "Spiderman ist eine Gefahr!"
Den Titel brachte er schon seit Wochen. "Erstens Jameson Spider-Man mit Bindestrich und zweitens habe ich dich vor diesem Hermann Schulz oder Shocker oder Detleff Günther oder wie er auch heißen mag gerettet. Danke für deine Dankbarkeit", sagte er sarkastisch.
Aber das Foto war interessant. Denn unten am Rand, so klein, dass ältere Menschen eine extrastarke Lupe bräuchten, stand, dass das Bild von Peter Parker war.
"Tante May, Tante May, Onkel Ben, Onkel Ben, die beim Bugle haben mein Bild gedruckt", verkündete er stolz.
"Peter, das war das letzte Bild von diesem Spinner. Er ist gefährlich!"
Vielen Dank, das wollte ich hören!
"Ach May, die Spinne ist ein Held! Gute Arbeit, Peter."
Peter klatschte mit seinem Onkel ab. Tante May machte sich einfach viel zu viele Sorgen, oder? Spider-Man mochte für die anderen keine Gefahr sein, aber vielleicht für ihn, Peter Parker?

John war ein junger Mann Mitte zwanzig und besaß dunkles Haar. Er verlangsamte die Stardust, bis die Jungs von der NASA eingriffen und für ihn die unglaubliche Technologie in der Rakete landeten. John ließ sich im Sitz erleichtert zurücksinken. Auf der Erde war es einfach am schönsten. Sein Co-Pilot Jason Macendale lachte auf. "Wuhuuuu! Wir sind wieder zu Hause!"
Auch John musste grinsen. Die beiden Astronauten öffneten ihre Sitze und frohlockten, als sie nicht mehr herumschwebten, sondern ganz normal Fuß vor Fuß auf die spezielle neue Metalllegierung setzen konnten.
Die Luke öffnete sich und sie traten mit Ringen unter den Augen und vollkommen erschöpft aus ihrem dreimonatigen Zuhause hinaus, nahmen ihre Helme ab und spürten an diesem sonnigen Freitag endlich wieder die Sonnenstrahlen auf ihrer Haut. Glücklich kniffen sie die Augen zusammen und winkten. Die ganze Nation saß vermutlich vor dem Fernseher.
Als John aber vorsichtig die ersten Schritte auf der Erde machte, bemerkte er etwas Hartes in seiner Hosentasche, als wollte es ihn daran erinnern, dass das, was er tat, falsch war. Auf dem Mond hatte er nämlich einen roten Kristall gefunden. Es war der einzige weit und breit gewesen. Er selber war auch Forscher und wollte sich die Sache erst einmal ansehen, bevor er ihn der NASA übergab. Auf dem Mond hatte er so ein seltsame Glühen an dem (vermutlichen) Rubin festgestellt.
Und dann bemerkte er seinen Vater in der ersten Reihe. Er schrie "Das ist mein Sohn, das ist mein Sohn!" und machte sogar selbst Fotos für den Bugle. Ach, Dad, dachte John. Ich freue mich auch dich wiederzusehen. Er umarmte seinen Vater und sah erst da, wer neben dem Zeitungsherausgeber stand. Es war Betty Brand, sie hatte sonnengebräunte Haut und schulterlange, dunkle Haare, mit einem zur Seite gerichteten Pony.
"Oh, entschuldigen Sie Ms. Brant. Ich habe sie nicht gesehen." Er küsste ihre Hand. "Vielleicht wollen wir die Tage mal was essen gehen?"
Betty schaute ihn überrumpelt an. "Nur wir beide?", hakte sie nach.
John nickte lächelnd. "Nur wir beide."

Unbemerkt von all den Zuschauern floss (bzw. kroch, denn es schien sich zu bewegen) eine zähe, schwarze Masse aus dem Innenraum und bahnte sich seinen Weg weg von dem Lärm. Es mochte Lärm nicht, er machte es schwach und langsam. Diese Welt war voller Lärm es würde nicht lange überleben, es sei denn, es konnte sich mit jemandem verbinden. Aber es musste jemanden finden, der für diese Symbiose bereit war.

Der Biss einer radioaktiv verstrahlten Spinne verleiht dem Schüler Peter Parker die proportionale Kraft und Beweglichkeit einer Spinne! Mit seinen selbstgebauten Netzdüsen kämpft Peter als Spider-Man gegen alle möglichen Superschurken… und versucht nebenbei noch etwas wie ein normales Leben zu führen.
WhiteDino präsentiert: The Astonishing Spider-Man!

Chamaeleon führte ein weiteres Gespräch mit dem unbekannten AT.
"Noch brauchst du ihn nicht angreifen", sagte die etwas brüchige Stimme. "Bald wird einer frei sein und sich an einen der Fünf wenden. Er wird ihn töten wollen, alle von ihnen fühlen sich zu den Fünf hingezogen. Von ihm und einer Person aus dem Leben des Besessenen. Und Spider-Man ist nun einmal die perfekte Zielscheibe. New York wird in Schutt und Asche gelegt werden. Aber als einer der Fünf wird er es in den Griff bekommen. Und wenn er vollkommen ausgelaugt ist, brauche ich ihn. Denn wenn er sich nicht wehrt, ist es einfacher. Mit seinem Blut und seinen Genen werde ich ihn befreien und mit ihm werde ich die absolute Macht haben!"
Dmitri schluckte. Er half einem Irren, einem Gottesfanatiker. Aber er bekam Geld dafür und nur das war es, was man brauchte.

Währenddessen klirrten im teuren New Yorker Restaurant "Manhattan´s" die Weingläser von John und Betty beim leichten Zusammenstoß.
"Auf einen tollen Abend", sagte John und ahnte noch nicht, wie Unrecht er damit hatte.
"Auf einen tollen Abend", stimmte Betty zu.
Da kam auch schon ein Ober. Seine roten Haare waren zu einem sauberen Seitenscheitel gekämmt und er trug eine Anzugshose und ein weißes Hemd auf dem eine rote Fliege prangte.
"Haben Sie sich bereits entschieden, was sie essen möchten?", fragte er in einem feinen Ton.
"Hast du?", fragte John.
"Ja, ähem ich hätte gerne die Gemüsepfanne aber mit Kroketten statt Bratkartoffeln bitte."
"Kein Problem", erwiderte der junge Mann und schrieb sich die Bestellung auf.
"Und ich hätte gerne das Carpaccio mit kleinem Salat."
"Der Herr nimmt das Carpaccio mit kleinem Salat", murmelte der Ober beim Notieren. "Gut." Er nahm die Speisekarten entgegen. "Dankeschön."
Als er weggegangen war, eröffnete Betty wieder das Gespräch: "Es freut mich, dass wir uns schon so früh treffen konnten."
"Die Freude ist ganz meinerseits", entgegnete John charamant.
"Wie ist das da draußen eigentlich, im Weltall?"
"Es ist wie, als würde man Gott sein und auf die Erde blicken. Die Sicht ist atemberaubend und ... dieses Gefühl ist unbeschreiblich."
"Scheint so, als hättest du schon viel erlebt."
John öffnete schon den Mund zum Antworten, als plötzlich etwas in ihm wach wurde. Er hatte eine wichtige Aufgabe, auch wenn er nicht wusste welche. Er musste sie zu Ende bringen. Diese Mission war mehr wert als sein Leben. Und sie musste sofort erledigt werden. John lächelte Betty zu und stand dann auf. Ohne sich zu verabschieden ging er einfach aus dem Lokal und ließ Betty völlig fassungslos sitzen.
"Hallo, John? John!"
Aber John hörte ihr nicht zu und beschleuningte seinen Schritt. Ja, er musste die Mission zu Ende bringen!

Es war bereits Nacht, als John nach Hause kam. Er wohnte in einem schicken Penthouse in Manhattan. Von hier hatte er einen tollen Überblick über die Stadt, die niemals schläft. Den ganzen Tag lang hatte er Hände geschüttelt, Autogramme gegeben und Fragen beantwortet. Die einzigen positiven Nachrichten waren, dass er ein Date mit Betty Brant gehabt hatte, der Betty Brant. Sekretärin seines Vaters und mit Abstand die schönste Frau der Welt. Moment mal, konnte es sein, dass er sie sitzen gelassen hatte? Nein, das würde er nie machen. Aber plötzlich drängte sich wieder seine Aufgabe in seine Gedankengänge. Und dann verstand er die Zusammenhänge. Der Kristall. Den, den John für einen Rubin gehalten hatte, er bedeutete Macht, sehr viel Macht.
Sein Gepäck stellte er achtlos in die Ecke, befreite den Kristall aus seiner Hosentasche und nahm auf seinem Schreibtischstuhl Platz. Aus einer etwas größeren Schublade holte er sein Mikroskop hervor und hob es auf den Tisch. Dann legte er den Kristall vorsichtig unter die Lupe und schaute sich seinen Fund genauer an. Auf Anhieb sah er aus wie ein ganz normaler Rubin, auch beim Heranzoomen konnte er nichts ungewöhnliches feststellen. Bis auf vereinzelte, schwarze Farbflecke. Nein es wirkte mehr wie...Schleim!
In dem Moment wurde es Mitternacht und der Vollmond stand hoch am Himmel. Später würde der Astronaut und Hobbyforscher sich fragen, ob es Zufall oder Schicksal gewesen war. Denn als die reflektierten Lichtstrahlen der Sonne vom Mond den Kristall trafen, leuchtete er wieder. Es tat ihm in den Augen weh und John nahm die Augen geblendet vom Mikroskop. Dieses Leuchten war faszinierend. Es weckte in ihm etwas. Etwas fürchterliches. Der Kristall wollte ihm ein Geschenk machen, so glaubte er, aber er hatte einfach nur Angst. Pure Angst. Doch plötzlich legte sich in ihm ein Schalter um, eine Art Instinkt übernahm die Führung. Der Instinkt von einem Freigelassenen. Der Rubin reflektierte das Mondlicht und warf es auf John. Da wurde etwas in ihm wach, als hätte es sein ganzes Leben nur auf diesen Moment gewartet. Es versprach Macht. Diese war jedoch mit Schmerzen verbunden. John wusste das und wollte all das nicht. Aber ein innerer Drang zwang ihn dazu.
Sein Zahnfleisch riss auf und die Zähne wurden länger und spitzer. Er verwandelte sich in irgendetwas! Schreiend lief John ins Bad und schaute sich im Spiegel an. Sein ganzer rechter Arm war bereits voller Haare. Dann brach ein Knochen, der nächste und der nächste. Aufschreiend sackte der Astronaut zusammen. Sein ganzer Körper verrenkte sich. Er wurde bewusstlos.

Jolina Kyle torkelte die dunklen Straßen von Manhattan entlang. Sie hatte heute Nacht mal wieder richtig einen drauf gemacht. Mit ihren Freundinnen, Kathy und Diana war sie von Bar zu Bar geschunkelt und hatte viel zu viel getrunken. Plötzlich wurde ihr schlecht, richtig schlecht. Sie stützte sich an der Mauer zu ihrer rechten ab und erbrach sich über etwas Unkraut. Angewidert wandte sie sich ab. Dann putzte sie sich den Mund an ihrer teuren Jacke ab, von ihrem Verlobten bekommen und versuchte nach Hause zu kommen.
Doch augenblicklich war sie wieder nüchtern. Ihre Heiterkeit und Freude wich blanker Angst. Ein Knurren, sie hatte mit Sicherheit eins gehört. Panisch drehte sie sich einmal um sich selbst. "Hallo?", rief sie jetzt ganz kleinlaut in die Nacht.
Sie fröstelte, ein Kälteschauer nach dem anderen jagte ihr über den Rücken. Von hinten knurrte es wieder.
"Da-das, ii-iist nicht lustig", stammelte sie verängstigt.
Ein Zähnefletschen, direkt neben ihr. Jolina wollte es nicht, aber sie schaute sich um. Und sie blickte in blutrote Augen, die etwa einen Meter über ihr waren. Dieses Ding war 2,70m!
Schreiend lief sie. Aber dieses Etwas sprang mit einem Satz über sie und ein letzter Schrei war das letzte, was man von Jolina hören sollte.

Peter wurde um sieben Uhr morgens wach. Samstags war eigentlich nie der richtige Zeitpunkt um Auszuschlafen, aber ein bisschen Schlaf mehr, war schon ein Segen. Samstags hatten die Gangster immer Langeweile, im Endeffekt hatte er nur Arbeit.
Er schaltete sein Radio ein. Die Moderatorin berichtete gerade. "Das was letzte Nacht in Manhattan passiert ist, erschüttert die Bürger. Ein Frau wurde vollkommen zerfetzt aufgefunden. Sie konnte noch nicht identifiziert werden. Die Polizei ließ noch keine neuen Informationen verlauten. Aber sie scheint ratlos."
"Ein brutaler Mord. Scheint so, als müsste ich wieder ran."
In nullkommanichts war er in seinen hautengen rot-blauen Anzug gehüllt und setzte sich die Maske auf. Wehmütig schaute er zu dem Nachbarshaus. Eigentlich hatte er MJ heute um Verzeihung bitten wollen, aber Spider-Man machte ihm wieder einen Strich durch die Rechnung. Er sprang von der Fensterkante und schoss ein Netz an die Straßenlaterne. Er schwang sich knapp über dem Boden, ließ an der höchsten Stelle los und schoss ein weiteres Netz an das Haus gegenüber. Spider-Man zu sein hatte auch eine gute Seite. Das Netzschwingen!

Flash war schon länger wach und schaute sich lustige Katzenvideos auf Youtube an. Lachend schaute er aus dem Fenster und sah den Netzschwinger. Seinen großen Held. Er kramte seine Kamera heraus. Was dieser Parker konnte, konnte er schon lange. Aber als er ein Bild schoss, hatte er nur den strahlend blauen Himmel und einen Vogel auf diesem.
"Mist!", fluchte er. Wieder hatte nur er ihn gesehen. Aber er war auch der einzige, der ihn so sah, wie er war. Die Spinne war ein Held, er half, wo er nur konnte. Und trotzdem wurden er gehasst. Das hatte er nicht verdient. Parker schon, dieser mickrige Schwächlich, der hatte das voll krass verdient, aber die Spinne, nein, nein.

Peter hatte den Tatort schnell gefunden. Wenn man Manhattan aus der Vogelperspektive sah, fallen Absperrungen, Polizeiwagen und ein weißes Zelt, um alles vor den Blicken von Schaulustigen zu verbergen sofort auf.
Er landete auf dem rechten Dach, von dem er gut in die Gasse gucken konnte. Aber das Opfer konnte er nicht sehen. Er musste irgendwie näher heran, aber wie? Als Spider-Man würde das nicht klappen, aber als Peter Parker vielleicht schon.

Eine halbe Stunde später stand Peter Parker vor der Absperrung und wollte sie gerade passieren, als ein Muskelberg ihn zurückdrückte.
"Verzieh dich, Kleiner", befahl er drohend. Er besaß eine Glatze und hatte kleine Augen. Das war aber auch schon alles, der Rest war nur Muskeln. Peter dachte, dass ihm gleich die Knöpfe seiner Uniform entgegen springen.
"Ich bin der Praktikant von Detective Lee."
"Ach ja? Und wieso bist du dann hier, obwohl sie gerade den Verlobten befragt?"
"Also wurde sie identifiziert?"
"Ja, Jolina Kyle. Und warum bist du hier, eh?", beantwortete der Muskelberg ohne sein Wissen bereitwillig Peters Frage.
"Weil Detective Lee gesagt hat, ich soll hier mal nach dem Rechten sehen", entgegnete Peter. Der Typ war echt nicht der Hellste.
"Soll ich sie mal anrufen, um das zu überprüfen?"
Er kramte bereits sein Handy aus der Hosentasche, was mit seinen großen Fleischfingern nicht so einfach war.
Peter denk nach! Denk nach!
"Willst du sie wirklich mitten in der Arbeit stören? Das würde sie nur wütend machen. Willst du das? Willst du, dass ich ihr erzähle, dass du mich aufgehalten hast. Ein dümmlicher Gorilla?"
"Nenn mich noch einmal Gorilla und es rappelt."
Dennoch gab er den Weg für Peter frei. Als er weg war, schüttelte er den Kopf.
"Dank mir kommt aber wirklich niemand rein, der nicht rein kommen soll", lobte er sich irrtümlich.

Peter passierte leicht vor Nervosität schwitzend die Ermittler, grüßte alle und alle grüßten zurück.
Dann betrat er das notdürftig aufgebaute Zelt. Auf einer Trage lag ein Mensch, zumindest das, was davon noch übrig war. Peter wurde schlecht und offenbarte einem Mülleimer sein Frühstück.
"Wer bist du denn, Jungchen?", fragte eine junge Afroamerikanerin.
"Ich bin der Praktikant von Detective Lee", erklärte Peter, absichtlich seinen Namen vermeident. "Ich soll sie auf dem Laufenden halten."
"Bist du nicht etwas zu jung um ein Praktikant zu sein?", fragte sie skeptisch.
"Ja, ja das bin ich. Aber ich habe zwei Klassen übersprungen", rettete sich Peter.
"Ich bin die Gerichtsmedizinerin, Mariah Cane. Also, wo fange ich denn an. Sie über den ganzen Körper verteilt Bisswunden, aber keine menschlichen, sondern tierische. Wir wissen nur noch nicht welche."
Peter versuchte sich die Leiche genauer anzuschauen. "Das sind Wolfsbisse! Das hatten wir in der Schule."
"Okay, das macht das ganze weniger merkwürdig. Dankeschön. Ihr fehlen Gliedmaßen, als hätte man sie in Stücke gerissen. Desweiteren ist ihr Oberkörper verstümmelt, scheinbar Spuren von Krallen. Und es konnten immer wieder Hundehaare gefunden werden. Entweder ist das ein psychopathischer Mörder."
"Oder ein Tier", vollendete Peter den Satz.
"Genau, weiteres haben wir noch nicht herausbekommen."
"Ich werde das mal dem Detective melden, gute Arbeit Miss Crane."
"Danke, Mister ...?"
Peter überlegte kurz.
"Lerman, Logan Lerman."
Er musste grinsen, als er das Zelt verließ und sein Handy aus der Jackentasche holte.
"Logan Lerman? Der hat doch bei dieser seltsamen Spider-Man Serie von mir mitgemacht. Astonishing Spider-Man, der Titel ist cool, aber vor allem das Finale lässt zu wünschen übrig. Na ja, das wahre Leben schreibt halt die besseren Geschichten."
Dann wählte er die Nummer von Betty Brant.
"Guten Morgen, Peter."
"Guten Morgen, Miss Brant. Ich habe weitere Spidey Fotos und ich wollte nur fragen, ob Jameson Interesse hätte?"
"Es tut mir Leid, Peter, aber ich arbeite heute nicht. Jameson war zwar sauer, aber du kennst ihn ja mittlerweile."
"Okay, Miss Brant. Dankeschön für die Auskunft, bis dann, tschüss!"
Der Schüler wollte gerade auflegen, als ein Schrei ertönte.
"Miss Brant, hallo?"
"Hilfe!", schrie Jamesons Sekretärin aus Leibeskräften. Dann gab sie eine Addresse durch. "HILFE!"
Peter sprang mit einem Satz auf ein Haus, zog sich in Windeseile um und als Spider-Man schwang er sich, so schnell er konnte.
Er hangelte sich von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer. Bei Bettys Wohnung im 10. Stock angelangt sah er jedoch schon, dass da etwas nicht stimmte. Das Fenster war bis auf ein paar Glasreste am Boden nicht mehr vorhanden, die ganze Wohnung war verwüstet und Betty war nicht mehr da.
"Scheiße!", fluchte Peter.
In der Nähe hörte er jedoch Schüsse. Das könnte vielleicht sein Entführer sein. Er folgte den Geräuschen. Eine riesige Polizeiwagenflotte verfolgte einen weglaufenden Menschen, aber er war ziemlich, ziemlich groß und in seiner linken Pranke hielt er Betty. Peter ging tiefer und landete auf dem Dach eines Polizeiwagens.
Er beugte sich zum Beifahrer herunter. "Und mein Freund und Helfer, wen verfolgt ihr?"
"Spider-Man? Wieso willst du das wissen?"
"Weil ich helfen will!"
"Vergiss es!"
Dann eben nicht, du Vollidiot, dachte Peter und schwang sich vom Polizeiwagen auf das Vieh zu. Es war stark behaart, könnte das der Reißermörder sein?
"Peter", ermahnte er sich. "Das was du versuchen willst ist viel zu riskant."
Er schwang sich vor das Wesen, schoss ein Netz an einen Wolkenkratzer hinter es und schoss mit den Füßen voran auf es zu. Das Wesen hatte leuchtend rote Augen und riesige Reißzähne. Es lief aber wie ein Mensch. Ein Werwolf!
Das war das letzte, woran Spider-Man dachte, bevor er in den Wolf krachte. Der Werwolf war vollkommen überrascht und wurde in Richtung der Polizeiautos geschleudert. Er zerquetschte eines beim Aufprall, aber Betty hatte er losgelassen. Sie flog schreiend durch die Luft. Peter stieß sich von seinem Gegner ab und fing Betty in der Luft auf. Dann schoss er sein Netz an eine Straßenlaterne und ließ sich langsam herabsinken.
"Danke, Spinne", hauchte Betty dankbar und wurde bewusstlos.
Peter übergab sie einem Polizisten. Aber der Werwolf war nicht so leicht kleinzukriegen. Er lief mit allen vieren auf Peter zu. Dieser wich, durch den Spinnensinn alarmiert, aus und klebte das Maul des Wolfes zu. Dann wollte er ihn wegschleudern. Aber sein Gegner zerriss das Netz mit seinen Zähnen und packte ihn mit einer Pranke.
"Sei ein braver Hund", sagte Peter.
Aber der Werwolf dachte gar nicht daran und warf den Superhelden gegen ein Hochhaus. Peter landete auf dem Schreibtisch von einem etwas älteren Mann mit weißen Haaren, die nach hinten gingen. Er trug er eine gelb-orange Sonnebrille auf seiner Nase und unter ihr einen Schnäuzer.
"Entschuldigen Sie", Peter schaute angestrengt auf das Namensschild. Wenn da eins wäre.
"Stan Lee, sehr erfreut."
"Die Freude ist ganz meinerseits. Ich halte noch kurz einen wild gewordenen Werwolf auf und dann können wir uns weiterunterhalten", schlug Peter vor und schwang sich auf die Straßen von New York zurück.
"Mmh Spider-Man, wenn ich ihm Amazing dazuerfinde und seine Geschichten schreibe, könnte ich vielleicht aus diesem Laden heraus. Seit der Sache mit den Mutanten muss ich ja hier versteckt bleiben. Denkt die CIA. Dann bräuchte ich nur noch einen Titel des Verlages. Irgendwas mit Wunder, Marvel! Genauso wird es sein. Oder ich bleibe einfach Präsident. Na ja, morgen ist auch noch ein Tag."

Peter brauchte nicht lange auf seinen Konkurrenten zu warten. Dieser schnüffelte einmal und lief dann sofort auf Peters Versteck in einer Gasse zu. Unser Held wusste, dass er in einer Gasse keine Chance hatte und schwang sich auf die Straßen zurück. Der Werwolf sprang und zerriss Peters Seil mit seiner Klaue. Peter fiel und wurde immer schneller. Er wollte ein Seil schießen, aber die Patrone war leer. Das durfte ja nicht wahr sein! Das typische Parker-Pech, wie es Onkel Ben immer nannte. Mit zitternden Händen drückte er einen Knopf und die Patronen wechselten. Nach einem Fall von 10 Metern und einer grandiosen Auswechslung der Patronen schwang er sich auf den humanoiden Wolf zu. Aber dieser hatte ihn gewittert und das Letzte was Peter sah war eine haarige Hand. Im nächsten Moment lag er zwei Straßen weiter auf dem Boden. Direkt vor seinem Lieblingseisladen. Diesen betrieb ein Typ, der den Kosenamen Mr. Freeze hatte, weil, nun das wusste niemand.
"Ich muss ihn weglocken, weg von all den Menschen."
Denn so wie Peter das sah, folgte er ihm. Er wollte ihn. Aber warum? Erst kämpfen, dann die Fragen.
"Hey, Wölfchen, da oben ist ein Riesen-Knochen", spottete er und schwang sich auf ein Dach.
Der Werwolf sprang, einem inneren Drang folgend, Peter hinterher.
Auf dem abgeflachten Dach wurde er sofort mit einem Schlag erwartet. Peters Faust prallte jedoch an etwas hartem in seiner Brust ab. Ohne es zu wissen, "bewegte" etwas Böses, etwas Manipulierendes von dem Kristall auf sein Kostüm und die Spinne bekam einen dunkleren Ton, fast schon schwarz. Peters Spinnensinn explodierte, aber er schaffte es nicht mehr und die Klauen des Werwolfes zerfetzten den Magenbereich des Kostüms. Peter schrie vor Schmerzen auf, sein Kostüm färbte sich blutrot. Eine Kralle war tiefer eingedrungen, es tat höllisch weh.
"Wolf zerstört Spinne", knurrte der Werwolf.
"Oh, du kannst reden. Was will der Wuffi denn?", spottete Peter mit zusammengebissenen Zähnen.
Vor seinen Augen verschwamm die Umgebung. Er verlor zu viel Blut. Dieses lief ihm bereits wie Wasser über die Haut und tränkte den Anzug in Blut. Dazu auch noch die Anstrengung gegen den Werwolf zu kämpfen. Er hatte sich schlichtweg übernommen. Das Ende der Spinne. Seine Knie gaben nach und er fiel auf den Boden. Dieser Kristall, der jetzt durch das Fell leuchtete, könnte die Lösung sein. Er schoss ein Netz in die Richtung, aber er war zu schwach und konnte nicht mehr gut zielen. Das Netz ging in den Himmel.
"Danke für den Kampf, Man-Wolf!"
Gar kein schlechter Name. Und jetzt würde der Werwolf ihn zerfetzen.
Da wurde die Feuertür aufgestoßen und eine Frau mit dunkler Haut und einem Pferdeschwanz trat auf das Dach. Peter kannte sie aus der Zeitung, es war Detective Lee. Sie trug ein eine lila Jacke, ein weißes T-Shirt und hielt eine entsicherte Waffe auf den Werwolf gerichtet.
"Auf den Kristall", flüsterte Peter schwach.
Sie schoss ohne zu zögern. Krachend entlud sich die Pistole. Das ganze Magazin verschoss die Polizistin, die Kugeln trafen alle, aber am Kristall prallten sie wirkungslos ab. Der Werwolf heulte vor Schmerzen auf und als Detective Lee mit zitternden Händen das Magazin wechselte, verschwand die Bestie über die Häuserdächer.
Peter wälzte sich vor Schmerzen auf dem Dach, eine rote Pfütze bildete sich unter ihm und sie wurde immer größer.
"Du brauchst einen Krankenwagen", stellte Lee überflüssig fest.
"Nein, brauche ich nicht!", wiedersprach Peter schwach.
"Aber du hast zu viel Blut verloren..."
"Danke für ihre Hilfe, aber ich weiß was ich tue", entgegnete Peter schroff und stand mit wackligen Beinen auf.
Dann schoss er ein Netz den gegenüberliegenden Wolkenkratzer und Detective Lee schüttelte nur mit dem Kopf.
"War mir eine Freude mit dir zu arbeiten, Spidey", murmelte sie und steckte ihre Pistole in den Halfter.

Peter schwang sich durch sein geöffnetes Fenster und krachte vollkommen am Ende auf den harten Holzboden. Die unschöne Begegnung presste ihm die Luft aus den Lungen. Zum Glück konnte Tante May ihn nicht hören. Ihr Zimmer lag am anderen Ende des Flurs und sie guckte immer sehr laut fern. Und im Moment lief ihre Lieblingsschnulzensendung. Ihre Ohren waren auch nicht mehr die Jüngsten. Peter stolperte zur Tür und hielt sich an der Klinke fest. Er musste die Wunden verarzten.
Theoretisch könnte er auch ins Krankenhaus, aber da gäbe es dann unangenehme Fragen, woher er denn die Verletzungen hätte. Sollte er dann sagen "Ist ein blöder Unfall gewesen. Nein, Quatsch ich bin Spider-Man und ein Werwolf hat mich fast in Stücke gerissen."? Er schlurfte den Flur entlang und war froh, als er das Geländer zu fassen bekam. An diesem tastete er in das Wohnzimmer, übersah jedoch die letzte Stufe. Es gab einen ordentlich Krach, als Peter in einem zerfetzten Spider-Man Kostüm auf den Boden knallte. Hatte seine Tante ihn gehört? Sein ganzer Körper war schweißnass. Alles brannte, als würde sein Körper auseinander fallen. Die Küche tanzte vor seinen Augen. Dennoch erhob er sich noch einmal und machte Tante May´s Medizinschrank auf. Er sah alles nur verschwommen, aber den Verband erkannte er. Früher hatte Tante May ihm oft seine Spielwunden mit einer "Heilsalbe" bestrichen. Das war eine kleine Tube gewesen, eine grünge. Davon gab es in dem Wandschrank sogar drei, aber als Peter die rechte und die mittige nehmen wollte, fasste er ins Leere. Also gab es doch nur eine. Seufzend packte Peter die linke und die Verbandrolle und schleppte sich keuchend die Treppe hoch. Jeder Schritt war anstrengend, jede Bewegung schmerzte höllisch. So musste das Fegefeuer sein, vielleicht sogar etwas weniger schlimm.
Er sah, dass er eine kleine Blutspur zog, aber dafür konnte er eine Ausrede erfinden. Rote Farbe für Kunst, erledigt. In seinem Zimmer drückte er die Tür schwach ins Schloss und schloss ab. Am liebsten würde er ja ins Bad gehen, aber da könnte Tante May Verdacht schöpfen. Dann fiel er aufs Bett. Schwach öffnete er die Tube und presste den Inhalt auf den Verband, den er bereits ausgerollt hatte. Dann band er sich den Verband um die große Wunde am Bauch. Zuerst brannte die Salbe ein wenig und Peter biss die Zähne noch stärker zusammen. Daraufhin entaltete sie jedoch ihre angenehme Wirkung. An seiner Wunde wurde es schön kühl und sie bekämpfte den Schmerz. Aber dennoch war dieser sehr stark und Peters verschwitzte Haare fielen ihm ins Gesicht. Plötzlich standen zwei Leute neben seinem Bett und lächelten ihm zu. Der eine besaß ergrautes Haar und ein verschmitztes Grinsen, die andere war nur undeutlich zu erkennen. Peter machte seine Augen zu schmalen Schlitzen, ja den Mann kannte er. Das war sein... Vater?
"Dad? Bist du es wirklich?", fragte er.
"Aber sicher mein Sohn, wir sind immer bei dir. Du bist stark, du schaffst das. Du...", Richard Parker unterbrach sich mitten im Satz und verschwamm vor Peters Augen.
"Dad! Dad!"
Aber die Halluzination war weg und die Schmerzen, die er für einen kurzen Moment ausgeblendet hatte, waren wieder zurück. Gepeinigt schloss Peter die Augen, als plötzlich etwas in ihm sich an etwas erinnerte.
Flash machte doch eine Party! Er hätte daran nie gedacht, also eigentlich, aber scheinbar doch. Das würde ihm helfen, die Schmerzen zu vergessen, eine High School Party mit viel Alkohol. Hatte er das gerade wirklich gedacht? Er schüttelte kaum merklich den Kopf. Trotzdem war es ein guter Gedanke. Er kramte ein paar normale Klamotten aus seinen Schränken und vergass seine Spider-Man Fetzen auszuziehen. Stattdessen zog er sich nur die Maske und die Handschuhe aus und "versteckte" sie unter seiner Bettdecke.
"Dann lass uns mal eine Party feiern", presste er stöhnend aus seinem Mund und sprang aus seinem Fenster auf die Straße, wobei er erst einmal in die Knie ging, sich dann aber wieder aufrappelte.

Bereits beim Einbiegen in die Straße, wo Flash wohnte, hörte er die laute Musik. Sie dröhnte durch die ganze Nachbarschaft und eine alte Dame von nebenan schrie sich die Seele aus dem Leib vor Ärger. Und es war gerade einmal 12 Uhr mittags!
Peter grinste, da würde es genug Alkohol geben, um seine Schmerzen wegzutrinken.
So schnell er konnte, lief er die Straßen entlang und bog in Flashs Einfahrt ein. Dort feierte bereits die gesamte Stufe lautstark, sie tanzten über den Rasen, manche jetzt schon ziemlich beschwipst. Peter ging in die Knie und atmete tief ein und aus. Diese Schmerzen...sie waren so stark. Als würde man ihm die Eingeweide ´rausreißen, warte, stimmt, das hatte der Werwolf ja fast gemacht. Es kümmerte zum Gück niemanden, das er sich hier vor Schmerzen krümmte. Er war immerhin Peter Parker, ein Nichts, manchmal war das aber auch ein Vorteil. Peter betrat schwankend das Haus und schaute sich um. Der Lärm war so laut, dass es in den Ohren wehtat. Eine Diskokugel hing schief von Decke, das Sofa lag auf der Rückenlehne und überall tanzten Teenager in Peters Alter. Es war kein Tanzen sie sprangen einfach nur auf und ab und bewegten ihre Arme. Fast jeder hatte ein Bier in der Hand, aber man wusste aufpassen, dass man nicht auf eine leere Flasche trat. Als eine Schülerin aus Peters Klasse ihn sah, buhte sie ihn aus. Drei Mitschüler taten es ihr nach. Peter winkte ab. An anderen Tagen würde ihn das ärgern, aber jetzt wollte er nur Alkohol. Andererseits, er fühlte eine Wut in sich, er wollte diesen Idioten zeigen, was er drauf hatte. Doch er unterdrückte diese Gedanken, was war nur los mit ihm? Er griff sich in der Küche eine Flasche Bier und öffnete sie. Dann nahm er einen langen Schluck und musste sich schütteln. Das war wirklich einfach nur eklig.
"Was soll´s, entweder das Zeug oder Schmerzen", murmelte er und nahm einen weiteren Schluck.
Wenn er es sich genau überlegte, so schlimm war es gar nicht.

John wachte auf. Verwirrt stand er auf und schaute sich um. Es war eine sehr schmutzige Umgebung. Eine Gasse, voller Abfall, man konnte ihn sogar schmecken. Der Astronaut rümpfte geekelt die Nase. Das war unter seiner Würde.
"Wie komme ich hier hin?"
Da bemerkte er die Halskette, ein roter Kristall. Er hatte stark geleuchtet und dann war er hier aufgewacht. Aber als er ihn abnehmen wollte, hinderte etwas in seinem Kopf ihn daran. Es war wie... wie ein Instinkt, er musste diese Kette anbehalten. John ging sich durch die Haare. Was war passiert?
"Du guckst verwirrt", sagte da eine alte Stimme in seinem Rücken.
"Sagt wer?"
Ein alter Mann mit zotteligem Bart, einer löchrigen Mütze und alten, verdreckten Klamotten saß hinter einem Müllcontainer, über dem mehr Fliegen kreisten, als John jemals gesehen hatte.
"Der alte Eddie", sagte der Penner und entblößte eine Reihe schwarzer Zähne. Er hielt John ein verdrecktes Brot hin. "Willste was?"
Der Angesprochene schluckte angewiedert. "Nein, danke. Wissen Sie zufällig wie ich hier hinkam?"
"Nein. Ich war den ganzen Tag unterwegs und hab in Mülleimern gewühlt."
So riechst du auch, dachte der Astronaut.
"Sie können mir also nicht helfen?", fasste John die Situation zusammen.
"Ja, der alte Eddie gibt dir aber noch ´nen Rat: Besorg dir was zum Anziehen!"
"Was...", John blickte an sich herab. Er war splitterfasernackt. Errötend bedeckte er sein wertvollstes Teil. Dann sagte er: "Danke, werde ich mir zu Herzen nehmen."
Der alte Penner grinste erneut und John schaute weg. Da schien dem Mann etwas einzufallen. Er stand auf und ging zu einer anderen Mülltonne auf der entgegengesetzen Seite. Er streckte seine Hand aus und kramte hinter der Mülltone. Dann zog er ein Sweatshirt und eine bis zu den Knien zerissene Jeans.
"Hab ich mal gefunden. Passt mir nicht, ist mir zu viel zu klein. Eventuell passen sie dir."
Er übergab die Klamotten John, der sie entgegen nahm und sich hinter der Mülltonne umzog. Sie passten wie angegossen. Auch wenn das kein Unterschied machte, den niemand würde ihn bei den Gestank angucken, aber das oder nackt.
"Dankeschön. Vielen Dank."
"Gar kein Problem. Der alte Eddie hat für jeden was."
Jetzt musste er nur noch nach Hause, er hatte noch etwas zu erledigen.
Die Mission!

Peter schnappte sich die nächste Flasche. Es waren bereits ein paar Stunden vergangen, aber wer guckte schon auf die Uhr?
Er war Spider-Man, hatte eine Vorbildfunktion und, da drängten sich wieder diese ihm fremden Gedanken in seine. Er brauchte den verdammten Alkohol, er spürte die Schmerzen immer noch.
Torkelnd, dieses Mal, weil er schon zu viel getrunken hatte, stolperte er über eine Ecke des Sofas und fiel. Erschrocken ließ er die Flasche fallen, die auf dem Fußboden zersprang. Zeitgleich fiel er in die Arme einer Mitschülerin. Sie besaß lange brünette Haare mit blonden Spitzen und trug nur noch ihren BH und Schlips. Peter wusste schon wer es war, bevor er ihr in die Augen blickte. Es war Liz Allan.
Dann bekam er einen Gedanken, der er sofort verfluchte, das waren doch nicht etwa seine Gedanken, oder?
Nicht Liz. Wenn er rational denken würde, würde er das gerade Gedachte nicht einmal ansatzweise denken. Liz war die mit Abstand größte B**** in der ganzen Stufe, jeder war mal mit ihr zusammen gewesen, mal abgesehen von den Strebern. Hatte er das gerade etwa wirklich gedacht? Aber seine Gehirnzellen hatten nichts mehr zu melden und so setzten sich seine Hormone durch. Sternhagelvoll küsste er Liz. Diese schaute ihn entsetzt an, lächelte aber dann.
"Du gehst ja ´ran, Petey!", lallte sie noch betrunkener als Peter.
Dann küsste sie ihn ebenfalls und grub ihre Finger in seine Haare. Sie drückte den Superhelden an die Wand und knutschte sein gesamtes Gesicht ab. Peter grinste, der Alkohol ließ wirklich alles besser werden. Er packte Liz am Rücken und gab ihr einen weiteren Kuss, darauf folgten mindestens zwanzig weitere.
Liz biss sich verführerisch auf die Unterlippe. "Lass uns doch ins Schlafzimmer gehen", flüsterte sie ihm ins Ohr und zerrte ihn mit sich.

Tante May öffnete die Herdplatte und nahm einen Nudelauflauf aus diesem. Die heiße Form stellte sie auf den Herd. Sie öffnete ein Fach und holte zwei Teller heraus.
"Essen, Peter!", rief sie nach oben.
Mithilfe eines Löffels füllte sie die Teller mit zwei etwa gleichgroßen Stücken.
"Peter!"
Wieder keine Antwort. Was war denn heute los? Sonst brauchte sie nur einmal zu rufen und Peter war sofort unten.
"Peter!"
Sie öffnete die Schublade und holte Besteck für sie beide hervor.
"Peter!"
Wieder nichts. Das gab es doch nicht! Mit stampfenden Schritten erreichte sie den ersten Stock und betrat Peters Zimmer. Alles schien normal zu sein. Aber die Bettdecke, die lag so unordentlich da. Und das konnte die Rentnerin gar nicht gut leiden, Unordnung duldete sie in ihren Haus nicht. Bis auf Peters Schreibtisch, den hatte er mit Betteln zu einem souveränen Einzelstaat gemacht. May fasste die Decke an den unteren Ecken und schüttelte sie aus. Sie erschrak. Das ganze Bettlaken war rot, war das Blut? Auf der linken Seite gab es einen Rumms. Tante May ging der Sache auf den Grund und fand eine leicht zerfetzte Maske und Handschuhe und zwar die von Spider-Man! War ihr Neffe, ihr Peter, war er etwa Spider-Man?
Draußen hörte sie ein Auto die Einfahrt hochfahren. Das musste Ben sein. Diese Neuigkeit musste sie ihm unbedingt erzählen.

John erreichte den Wolkenkratzer, in dem er wohnte. Nur hatte er keinen Schlüssel. Deshalb drückte er die Freisprechanlage. Der junge Telefonist und Pförtner antworte sogleich: "Hier ist ..."
"Ich weiß wer da ist. Hören Sie zu, folgendes Problem. Ich habe meinen Schlüssel in meinem Zimmer liegengelassen. Könnten Sie mich bitte hereinlassen und mir den Ersatzschlüssel überreichen?"
"Zimmernummer, Mister...?"
"Jameson, Zimmer 66."
Es surrte und John betrat das Hochhaus.
Die Mission!
Der Pförtner übergab ihm mit einem freundlichen Lächeln den Schlüssel und wünschte ihm einen schönen Abend. Aber John reagierte nicht, er musste es zu bringen. Den Blick stur gerade ausgerichtet ging er in Richtung Aufzug und drückte nach seinem Fahrstuhl.
Die Mission!
"Die Reichen werden auch immer unfreundlicher", brummte der junge Mann hinter der Rezeption und wendete sich wieder seinen "spannenden" Beschwerden der Bewohner dieser Wohnanlage zu.
"Meine Katze braucht eine Katzenklappe", las er leise vor. "Wo sind wir denn hier, Miss Hardy? Also wirklich. Wünsche haben die alle hier."
John begab sich mit dem Fahrstul auf das richtige Stockwerk und öffnete mit dem Ersatzschlüssel die Tür. Es machte klick, er trat ein.
Die Mission!
Der Anhänger fing wieder an zu leuchten, John schaute entsetzt auf seine linke Hand. Jeder Knochen in dieser brach und sie standen unnatürlich ab. Einen spontanen Würgreiz unterdrückte er und eilte ins Band. Mit seinen nun gelb leuchtenden Augen, betrachtete er sich im Spiegel.
"Was ist nur mit mir los?"
Er schrie auf, wie auch schon in der letzten Nacht brach jeder Knochen. Als die Transformation beendet war, stand der behaarte Man-Wolf in seinem Bad. Er heulte. Er musste die Aufmerksamkeit der Spinne wieder bekommen. Werwolf musste Spinne töten. Als er die Tür passieren wollte, riss er die Wand mit ein.

Liz warf Peter aufs Bett und während die beiden sich innig küssten, zog sie ihm das T-Shirt aus. Darunter kamen die Reste des Spider-Man Kostüms zum Vorschein.
"Was ist das?", flüsterte sie und zog es ihm ebenfalls aus.
"Nur ein Kostüm", winkte Peter ab und ging nun seinerseits in die Offensive. Mit seiner zusätzlichen Kraft drehte er sich mit Gwen, Gwen? Nein, Liz, die Person die fast nackt vor ihm lag war Liz Allan.
Diese betrachtete überrascht seine Spinnenmuskeln. "Oh, du bist aber durchtrainiert."
"Danke, dein Körper ist aber auch nicht von schlechten Eltern", erwiderte er und fing an sie vom Hals abwärts zu küssen. Sie stöhnte auf und er tastete nach dem Beschluss ihres BHs.
"Ja, Pete, lass uns alles geben!", ermutigte sie ihn flüsternd und es machte klick.
In dem Moment wurde die Tür zum Schlafzimmer geöffnet. Peter lies überrascht von Liz ab, die sich die Decke vor die Brust hielt. Es war dunkel in dem Zimmer, aber auch betrunken konnte Peter die Silhouette deutlich zuordnen.
"MJ?", fragte er nervös.
Die Person schaltete das Licht ein und tatsächlich stand das rothaarige Mädchen im Zimmer.
"Ähem...also...das ist nicht das wonach es aussieht", probierte Peter den ältesten Spruch der Menschheitsgeschichte.
Mary Jane hielt sich die Hände vor dem Mund, ihre Augen traten fast aus ihren Hüllen.
"Das ist ein Scherz, oder?"
Liz erkannte so dicht wie sie war die Situation nicht einmal und antwortete: "Siehst du nicht, dass Peter und ich gerade..."
"Ja, das sehe ich", unterbrach MJ sie schluchzend und verließ den Raum. Peter wurde sofort nüchtern. Was war nur mit ihm los?
Er drehte sich zu Liz um: "Musste das sein?"
Diese antworte gar nicht erst und Peter zog sich schnell sein T-Shirt an. Mit leicht unsicheren Schritten holte er zu MJ aus, die sich die Seele aus dem Leib weinte. Typisch Frauen, dürfen selbst machen, was sie wollen...Das waren doch nicht seine Gedanken!
Vor der Haustür bekam er MJs Schulter zu fassen. Der Rotschopf schlug sie jedoch weg.
"Fass mich nicht an", schrie sie weinend.
"Aber MJ", Peters Gedanken waren wieder völlig klar, "lass es mich doch erklären!"
"Nein, Peter. Ich habe dich vollkommen falsch eingeschätzt. Du bist nicht besser als alle anderen!"
Mit den Händen vor den verweinten Augen verließ sie Flashs Party. Den letzten Satz hatte sie schon einmal gesagt, oder? Das war aber nicht wichtig. Die Schmerzen mussten ihn vollkommen wahnsinnig gemacht haben. Nur deshalb hatte er zu solch drastischen Methoden gegriffen. Als hätte er fast komplett neben sich gestanden. Aber war es das wirklich? Irgendetwas in ihm, ein neuer, fremder Teil, schien es zu genießen.
"Was habe ich nur getan?", murmelte Peter. "Ich habe die einzige Frau verletzt", obwohl sie ja eigentlich nichts von mir wissen wollte, "die mir etwas bedeutet."
Daran war auch der Alkohol Schuld. Und an diesem Abend schwor er sich, nie wieder etwas Derartiges zu konsumieren, was er jedoch noch brechen sollte.
Und plötzlich kam ihm ein weiterer, schrecklicher Gedanke: Liz! Sie hatte sein Spidey Kostüm gesehen und musste nur noch eins und eins zusammenzählen. Es sei denn, sie würde es vergessen. Schnell lief Peter wieder zurück und wisch einem am Boden sabbernden Flash aus. Im Schlafzimmer suchte er schnell sein "Kostümoberteil" und klemmte es sich unter dem Arm. Und um Liz brauchte er sich wohl keine Sorgen zu machen. Die schlief bereits tief und fest.

Ben Parker drehte den Schlüssel im Schloss um und ließ den Motor erlischen. Er war sechs Stunden lang gefahren, in seinem Alter auch kein Zuckerschlecken mehr. Aber es war schön bei seiner Schwester gewesen. Sie fühlte sich einsam, seit ihre Tochter nicht mehr in dem Haus lebte. Sie war auf eine Schule für junge Begabte gegangen. Was das war, hatte sie Ben aber nicht verraten. Klar, war ihr Mann noch da, aber der lebendige Part, den den Katherine immer ausgefüllt hatte, der fehlte ihr. Sie vermisste sie sogar so sehr, dass sie ihr immer Briefe schrieb. Aber als Ben gekommen war, hatte sie sich sehr gefreut und zusammen hatten sie in Fotoalben und Erinnerungen geschwelgt.
Ben seufzte, leider war es nur ein Wochenende gewesen. Mit einem Lächeln öffnete er die Tür und stieg aus. Seine Frau hatte bereits die Tür geöffnet und lief aufgeregt auf ihn zu.
"Ben, Ben! Gut, dass du da bist", brachte sie atemlos heraus.
"Du glaubst nicht, was ich bei Peter im Zimmer gefunden habe."
Doch, das weiß ich, dachte er. Mann, Peter, warum bringst du dich immer wieder in solche Lagen?
"Und was?", fragte er, weil seine Frau fast platzte. Diese beugte sich vor.
"Peter ist Spiderman!", flüsterte sie Ben ins Ohr.
"Woher willst du das wissen? Hat er es dir gesagt?"
"Nein, aber ich hab in seinem Zimmer die Maske und die Handschuhe gefunden", bitte lass sie sie nicht ausprobiert haben, "aber sie funktionieren nicht."
Da hatte Peter Glück gehabt, dass er das Nachfüllen der Patronen vergessen hatte. Hatte er das Parker-Pech besiegt? "Und wieso glaubst du dann, er wäre Spider-Man?", hakte er nach, denn er wusste, dass das nicht das Einzige war.
"Weil sein Laken blutrot war und es auf der ganzen Treppe eine Spur gab, vermutlich Blut."
Das Finden des Lakens war kein Zufall, das Parker Pech hatte wieder zugeschlagen, dachte Ben. Er überlegte kurz. Eine Ausrede, die Peter einfallen würde. Aha!
"Er hat mir am Freitag gesagt, dass er ein Projekt für Kunst machen muss. Er soll zwei Teile eines zerfetzten Spider-Man Kostüms so darstellen, als wären sie in Blut getränkt."
May schaute ihren Mann mit hochgehobenen Augenbrauen an. "Na, wenn das so ist", sagte sie und klang wenig überzeugt. "Es gibt Nudelauflauf, zu dem unser feiner Herr nicht erschienen ist."
Bens Lächeln verschwand. Peters Kostüm war zerfetzt, aber das war auch nach dem Kampf mit dem Kobold damals so gewesen, aber er trug es nicht. Das heißt, er steckte in irgendwelchen anderen Schwierigkeiten. Morgen früh würde er wahrscheinlich ganz normal am Frühstückstisch sitzen, sein Müsli kauen und mit ihm Lobreden über Spider-Man sprechen, ein inoffizieller Code der beiden, wenn Ben ihn für eine Heldentat lobte. Oder mit seinem Neffen war etwas los, gleich morgen früh würde er sich der Sache annehmen.

Die Nacht war klar und die Sterne strahlten wunderschön am Himmel. Ein verliebtes Pärchen schlenderte Händchen haltend eine schlecht beleuchtete Straße entlang. Die Läden um sie herum hatten schon lange geschlossen, nur ein rotes Leuchtschild für einen Dönerimbiss erhellte die Straße etwas, die Straßenlampen leuchteten nur schwach. Ein scharfer Wind wehte und der jungen Brünette fröstelte es ein wenig. Der pigmentierte Mann an ihrer Seite, trug einen Afroschnitt, bemerkte dies und zog seinen schwarzen Mantel aus. Dankbar nahm die Brünette ihn entgegen und als sie ihn anzog, wurde es gleich wärmer.
"Danke, du bist ein wahrer Gentleman", sagte die Moderatorin einer Morgensendung, Gina Parril.
Der Mann antwortete nicht und blieb stehen.
"Merkst du es nicht auch?", fragte er.
"Mach mir keine Angst, Bill, hier draußen ist außer uns niemand."
Ein Schatten huschte durch eine Gasse. Schnell deutete Bill Soern dort hin. "Da war es wieder. Spürst du diese Blicke im Rücken nicht, sie verfolgen uns, seid wir hier auf dieser Straße sind."
Ein Vogel landete auf einer Regentonne, was ein dumpfes Geräusch von sich gab. Gina japste auf. Denn im nächsten Moment war da kein Vogel mehr, nur noch ein paar herabregnende Federn erinnerten an ihn. Von etwas weiter weg hörte man ein genüßliches Schmatzen.
"Bill, Bill. Hier ist wirklich etwas, ich hab panische Angst", sagte sie mit einem unterschwelligen Angstton.
"Psst, sei nicht zu laut. Wir werden uns jetzt ganz langsam hier wegbewegen, okay?"
In der Schwärze der Nacht nahm Bill ein leichtes Nicken wahr. Langsam setzten sie einen Schritt vor den anderen, wohlwissend, dass er ihr letzter sein könnte. Sie hatten panische Angst und schwitzend dementsprechend. Die Blicke fühlten sie immer noch, aber es attackierte sie niemand. Aber dann gab ausgerechnet der beste Freund des Menschen den Ausschlag. Denn in die schreckliche Stille ertönte Bills Klingelton, Highway to Hell. Sofort lief es ihm siedend heiß den Nacken herunter. Mit zitternden Händen fischte er sein Handy heraus und schaltete es ab. Aber es war wie verhext. Die Taste des roten Hörers funktionierte nicht.
"Lauf!", befahl Bill. "Lauf, Gina!"
In der ironischen Atmosphäre von Highway to Hell eilten die beiden den Bürgersteig entlang. Doch Ginas Absätze gaben nach und sie fiel schreiend zu Boden. Bill liebte sie wirklich, aber sein Leben war ihm wichtiger. Egoistisch ignorierte er die Hilferufe seiner umgeknickten Freundin und wurde schneller, er würde es hier heraus schaffen. Da packte ihn doch das schlechte Gewissen und er verfluchte sich, als er zurücksprintete. Ein Fehler, denn von seiner Freundin war nicht mehr viel übrig. Nur noch etwas Haut und die Knochen. Ein Tier! Aber er kannte kein solch großes Tier. Was sollte das sein? Ein Werhund vielleicht. Von oben hörte er ein Knurren, ein bösartiges, lautes Knurren. Das war kein normaler Hund, das war ein Wolf. Er hatte genug Horrorfilme gesehen, um zu wissen, dass die Opfer immer nacheinander abgeschlachtet wurden und wenn man in die Richtung des Täters blickte, automatisch verloren hatte. Doch eine innere Neugierde zwang ihn zum Hochgucken. Das Letzte, was Bill sehen sollte, waren auf ihn zuspringende glühend gelbe Augen und ein geöffnetes Maul mit riesigen Zähnen. Der Werwolf riss ihm den Kopf ab und Blut spritzte auf die Scheiben eines Kiosk. Er verschluckte ihn, ohne zu kauen. Von seinen Reißerzähnen tropfte Blut auf das Opfer, als er sie tief in das Fleisch bohrte und anfing zu essen.

Müde und mit kleinen Augen trottete Peter zum Frühstückstisch, an dem sein Onkel und seine Tante bereits saßen. Seine Wunde schmerzte immer noch ein kleines bisschen, aber durch den Spinnenbiss heilten seine Wunden schneller.
"Morgen", murmelte er. Zum Glück hatte er durch seine schnelle Regeneration keinen Kater.
"Guten Morgen, Peter!", begrüßte ihn sein Onkel.
Aber seine Tante antwortete nicht. Sie tat so, als hätte sie ihn nicht gehört und schmierte sich weiter ihr Brötchen. Verwirrt schaute er seinen Onkel an.
"Was ist los?", fragte er lautlos. Das gegenseitige Lippenlesen hatten sie bereits früh erkannt.
Sein Onkel tippte auf seine Armbanduhr. "Wo warst du gestern?", antwortete er ebenfalls ohne einen Laut von sich zu geben.
"Tante May?", fragte er nun wieder mit Ton. "Kannst du mir mal bitte die Salami geben?"
Aber stattdessen schaute sie hoch, man sah ihr an, dass sie bis vor kurzem noch geweint hatte. "Peter, wo warst du gestern? Ich habe mir solche Sorgen gemacht, hatte eine Heidenangst um dich."
Oh nein, schon wieder einen Menschen, den ich verletzt habe.
"Ich...ich war in der Bibliothek für meinen Biologieaufsatz und hab die Bahn verpasst. Deshalb musste ich eine Stunde warten und konnte deshalb nicht rechtzeitig zum Essen sein", redete sich Peter heraus.
"Dein Onkel fand meinen Nudelauflauf sehr lecker", entgegnete May schnippig. "Und was bedeuten diese Kostümfetzen in deinem Zimmer?"
Mist, Mist, Mist. Seine Schmerzen hatten ihn vollkommen unbedacht handeln lassen. Aber moment... sie hatte das gleiche bestimmt auch schon seinen Onkel gefragt und der hatte sich eine Ausrede einfallen lassen, die auch ihm in so einem Fall einfallen würde.
"Das war für ... Kunst, ja für Kunst. Unsere Lehrerin dachte wohl, sie wäre kreativ, wenn sie uns eine solche Aufgabe gibt."
"Und was war die Aufgabe?", hakte Tante May nach.
"Wenn ein Superheld verliert, wie dann sein Kostüm aussieht, am besten zwei Kleidungsstücke, aber ich habe drei genommen."
"Und diese blöden roten Tropfen auf dem Boden und im Bett? Im Bettlaken waren sie nicht so schlimm, aber das Wegschrubben von der Treppe war eine Heidenarbeit."
"Oh, das tut mir sehr leid. Da muss ein Loch in der Farbdose gewesen sein."
"Und wo ist sie?"
"Weggeworfen."
"Und warum hast du uns nicht ange..."
"May", unterbrach Ben seine Frau sanft, "das ist wie ein Kreuzverhör. Der Junge hat dir doch all deine Fragen beantwortet. Lass es gut sein."
"Du hast ja Recht, Ben. Also Peter, eine Scheibe Salami wolltest du?"
Peter grinste seinem Onkel zu. "Danke", formte er mit seinem Mund. Und laut sagte er: "Ja, bitte Tante May."

In der Schule hetzte er durch die Gänge, auch hier musste er hinter seiner ersten und (hoffentlich) letzten Party aufräumen. Liz hatte sein Spider-Man Kostüm gesehen und selbst sie konnte eins und eins zusammenzählen. Er fand sie vor ihrem Spind. Obwohl sie wirklich mit jedem etwas hatte, musste man ihr lassen, dass sie gut aussah.
Er tippte sie von hinten an. "Ähem Liz?"
Mit ihrem verführerischen Lächeln drehte sie sich um, aber dann sah sie Peter und ihre Miene erstarrte.
"Was willst du von mir?"
So heimlich wie möglich fragen!
"Das sah aber gestern etwas anders aus", erwiderte er grinsend.
"Letze Party? Die habe ich voll verpasst, keine Ahnung mehr, was da passiert ist und vor allem mit wem. Ich kann mich nur noch an einen BeinaheSex erinnern, aber irgendwie wurde das unterbrochen. Wie gesagt, zu viel gesoffen. Ich kann dir nicht helfen und tschüss!"
Eigentlich sollte er etwas deprimiert sein, dass Liz sich nicht mehr an das mit ihm erinnerte, aber er war einfach nur glücklich. Zwei Mal an diesem Tag hatte er bereits seine Geheimidentität gerettet, das müsste man feiern oder besser nicht.
"Scheint ja noch sehr toll für euch geworden zu sein", kam es da von der Seite.
Peter drehte sich um und erkannte Mary Jane. "MJ, es war nicht so, wie du denkst, wie es war", versuchte er es erneut.
"Doch genauso war es. Aber ich hoffe ihr werdet glücklich", entgegnete sie gekränkt und wollte bereits gehen, aber Peter hielt sie zurück.
"Es ist alles so kompliziert. Ich kann es dir nicht erklären, aber es war auf jeden Fall nicht das, wonach es aussah!"
"Weißt du warum ich auf der Party war?", fragte sie und fuhr fort, als Peter den Kopf schüttelte, "Weil ich dir helfen wollte. Gestern Mittag saß ich nämlich in meinem Zimmer und machte meine Physikhausaufgaben. Ich hatte keine Ahnung, was ich machen sollte und überlegte dich zu fragen."
"Und warum hast du es nicht gemacht, ich hätte gerne geholfen!"
"Lass mich ausreden."
"Ja, ´tschuldige. Mach weiter!"
"Immer noch mit mir ringend, weil wir uns ja nicht im Guten verabschiedet hatten..."
"Aber ich habe dir Blumen gebracht!", protestierte Peter.
"Die aber auch von jemand anders sein könnten, weil du nicht da warst und dich persönlich hast blicken lassen."
Tut mir Leid, ein irrer Superschurke hat fast Flash und seine Freunde gegrillt, dachte Peter.
"Aber das ist nicht der Punkt. Also schaute ich zu deinem Fenster und sah mit an, wie du aus dem ersten Stock ohne dich zu verletzen auf die Einfahrt sprangst."
Hoffentlich kommt ihr das nicht komisch vor.
"Aber du hast gewankt und sahst fürcherlich aus, als hättest du große Schmerzen. Ich beobachtete dich auf der Party, um dir notfalls zu helfen, denn du hast mir echt Sorgen bereitet. Aber die waren vollkommen unbegründet, wie ich dann feststellen musste. Warum habe ich eigentlich mit dir darüber geredet?"
Und mit diesen Worten ging sie dann wirklich.
"Korrigiere, zwei von den drei Problemen gelöst", murmelte er. Und MJ sah nicht so aus, als würden sie ihn das in nächster Zeit erklären lassen. Sollte er ihr einfach zeigen, wer er war und ihr auf der Grundlage alles erzählen? Nein, er würde sie nur in Gefahr bringen. Das kam einfach gar nicht in Frage.
Da packte ihn auch schon eine Pranke von hinten. Genervt drehte Peter sich um.
"Eugene, alter Freund", sagte er spöttisch.
"Nenn mich nie, nie wieder so, sonst knallt es. Und halt dich von Liz fern, die gehört mir, weil ich der Quarterback bin."
"Ein Satz mit zwei Nebensätzen, ist dir noch nicht schwindelig, Eugene? Und wenn ich du wäre, würde ich eine bessere Begründung auffahren."
Flash hob mit bereits hochrotem Kopf die Faust und packte Peter am Kragen, der das Ganze eher lässig sah, denn er lächelte spöttisch, was eigentlich gar nicht seine Art war.
"Weißt du noch, wie das das letzte Mal geendet ist?", fragte er Flash.
Dieser schluckte nervös und nahm die Faust wieder herunter.
"Wenn du es irgendwann nicht erwartest, Parker", sagte er.
"Vielleicht sollten wir mal deine alten Traditionen aufgreifen, Eugene. Mal sehen, wie du dich in einem Spind machst."
Die umstehenden Schüler schauten ihn verwundert an und Peter fragte sich erneut, was nur mit ihm los sei.

Am Ende des Schultages fuhr er wie ein ganz normaler Junge nach Hause, ass ganz normal zu Mittag und ging auch ganz normal in sein Zimmer. Aber in diesem tat er etwas, was andere Jungs in seinem Alter eher nicht tun würden. Er schnappte sich Nadel und Faden und schloss die Krallenspur im Bauchbereich. Das konnte sogar er relativ zügig. Innerhalb von einer guten Stunde war er fertig. Aber etwas irritierte ihn an seinem Kostüm. Er trug es ja jetzt fast jeden Tag und trotzdem war irgendwie anders. Die Spinne! Genau die Spinne auf seiner Brust wirkte viel, viel dunkler. Ob es dafür einen Grund gab? Wahrscheinlich war die Lichteinstrahlung daran Schuld. Schon bald würde er merken, wie falsch das war.
Danach begab er sich an den zweiten Punkt auf der Tagesordnung. Er kramte sein Kleingeld aus der Tasche. Damit würde er diesem behaarten Biest beikommen.
"Tante May?", rief er. "Könnte ich mal bitte den Kochtopf benutzen?"
Nachdem auch dies erledigt war, fuhr er den Laptop hoch und schaute sich die neusten Nachrichten an. Hammer Industries wächst immer mehr, er klickte weiter, Flash ist die beliebteste Comicreihe in den Vereinigten Staaten, auch wenn es ihn interessierte, klickte er weiter und dann traf er auf eine Nachricht.
"Pärchen tot aufgefunden, nur noch Knochen übrig", murmelte Peter. Das war wohl ein Fall für die Spinne!

Terri Lee, der beste Detective der Stadt, saß stirnrunzelnd auf ihrem Stuhl und ging die Fakten durch. Aber so oft sie das auch tat, es gab einfach keinen Hinweis auf den Täter. Vorsichtig nippte sie an ihrem Kakao und dachte genau über alles nach.
Seufzend murmelte sie: "Es hilft alles nichts, also noch einmal."
In der Nacht vom Freitag auf den Samstag war der erste Mord geschehen, eine junge Frau war zerfetzt worden, scheinbar durch einen Wolf. Dann war ein Tag Ruhe gewesen, aber vom Sonntag auf den Montag hatte es zwei Morde gegeben. Dieses Mal hatte man nur die Knochen der Opfer gefunden. Unklar war aber noch, ob die beiden Ereignisse in Verbindung miteinander standen oder nicht, aber das NYPD ging von dem gleichen Täter aus.
"Wie soll ich den nur fassen?"
"Mit meiner Hilfe natürlich", sagte da eine bekannte, gedämpfte Stimme neben ihr.
Sie erschrak erst, grinste aber dann wie ein Kind an Weihnachten. "Spider-Man?"
"Der einzig Wahre. Egal ob erstaunlich, sensationell, ultimativ, spektakulär oder verblüffend, sie können sich eins aussuchen, oder bleiben bei Spidey."
"Wie bist du hier reingekommen?"
"Sagen wir es mal so, es ist nicht besonders schwierig."
"Aha, aber du hast Recht, ich könnte wirklich deine Hilfe brauchen", sagte sie und deutete auf die Tatort Fotos. "Bei den neuen Morden haben wir nichts gefunden, keinen einzigen Abdruck. Bis auf eine Bissspur am abgetrennten Kopf des ersten Opfers. Aufgrund der Anatomie konnten wir feststellen, dass es ein Mann und eine Frau waren."
"Wann war der Zeitpunkt ihres Todes."
"Und da liegt das Problem", gab Lee zu, "Miss Cane hatte keine Anhaltspunkte..."
"Weil nur noch Knochen übrig sind, schon klar. Aber sie gehen davon aus, dass es abends bis nachts geschehen ist?", fragte Peter und deutete auf die Zeitleiste auf der weißen Tafel.
"Ja, das stimmt. Deshalb können wir mit einer Chance von 60% sagen, dass die beiden ein Pärchen waren."
"Bis das der Tod uns scheidet wie?", scherzte Peter und fing sich von Detective Lee einen tadelnden Blick ein. "Okay, das war unangebracht. Aber wirklich keinen einzigen Hinweis?"
Terri schüttelte den Kopf und nahm einen größeren Schluck ihres dampfenden Getränks. "Es ist wie verhext, als sei es nicht von dieser Welt."
"Einen Moment", murmelte Peter und seine grauen Zellen arbeiteten auf Hochtouren. "Das ist es! Sie haben den Fall gelöst."
Verwirrt schaute die Polizistin ihn an. "Ich habe doch gar nichts gesagt."
"Doch, doch. Die Morden fanden alle ab Freitagnacht an, oder?"
"Ja, wie bereits auf dem Board notiert."
"Also die Morde von etwas, das nicht von der Erde zu sein stammt, fingen zufällig nach der Landung einer Weltraumrakete an, die zufällig auf dem Mond gewesen ist. Wir haben unseren Täter."
"Aber sowohl Jason als auch John waren die Insassen."
"Das mag sein, aber sie lassen einen weiteren Beweis außer Acht", sagte Peter und schaffte somit wieder einen verwirrten Gesichtsausdruck. "Also ich meine folgendes: Betty Brant, die Sekretärin von Johns Vater, hat eine Verbindung zu John. Mein Freund Peter Parker bringt beim Bugle des öfteren Bilder für Jamesons Lügen gegen mich. Und erhat mir gesagt, dass John immer heftig mit Jamesons Sekretärin flirtet. Deshalb hat der Werwolf auch sie gepackt, das war kein Zufall."
"Aber das sind keine Beweise, eine logische Schlussfolgerung ja, aber wir haben keine Beweise."
"Das stimmt schon", gab Peter zu.
"Als Polizistin kann ich dagegen nicht vorgehen. Mir sind also die Hände gebunden. Tut mir Leid."
"Ist gar kein Problem, denn ich bin kein Polizist. Ich brauche nur die Addresse. Und dann werde ich mir John mal vorknöpfen. Es sei denn, er ist im Werwolfmodus, dann lasse ich es wohl besser und versuche ihn aufzuhalten."
"Die Addresse", murmelte Lee und ließ den Computer in polizeilischen Akten suchen. "Ich hab sie. Es ist..."
"Hab sie mir schon gemerkt", unterbrach Peter sie und öffnete das Fenster. "Vielen Dank für ihre Hilfe. Ich denke, wir werden in Zukunft öfter zusammenarbeiten."
Dann sprang er und schoss ein Netz an den nächstgelegenen Wolkenkratzer. Über Detective Lee´s Gesicht huschte ein Lächeln. Er war ein guter Partner, er konnte Sachen aufklären, die sie nicht durfte oder erkannte und seinen messerscharfen Verstand hatte er gerade bewiesen.

Peter klebte an der gläsernen Fassade des Wolkenkratzers und wartete auf John. Er musste irgendwann zurückkommen oder aus dem Haus gehen. Und als ob der Astronaut seine Gedankengänge gehört hatte, öffnete er die Tür und trat in das New York, wie wir es kennen. Turbulent, laut und bunt. War das wirklich Zufall? Sollte das alles Zufall sein? Aber Peter verdrängte die Gedanken und seilte sich ab. Dabei hing er kopfüber und hatte seine Beine an das Netz gepresst, sodass sie jeweils ein Dreieck bildeten.
"John, richtig? Ich darf sie doch so nennen, oder? Die Sache ist, sie haben große Schwierigkeiten am Hals."
John schrie vor Schmerzen auf.
"Sonst habe ich eine andere Wirkung auf meine Mitmenschen."
Der Astronaut fiel vor ihm auf die Knie und Peter sah die Kette mit dem Rubin. Er strahlte hell.
"Das ist der... Kristall", erkannte Peter schockiert, er hatte also Recht gehabt. Nur wünschte er in diesem Moment, dass er es nicht gehabt hätte.
Johns Knochen brachen mit lauten Knacksen und Peter schaute angeekelt auf den vollkommen grotesken Körper von Jamesons Sohn. Dann wuchsen seine Muskeln an, er wurde größer, aus seinem Zahnfleisch drückten sich die Raubtierzähne und sein Gesicht wurde schmaler und mehr in die Länge gezogen.
"Wolf tötet Käfer!", sagte der Man-Wolf mit tiefer Stimme.
"Nun eigentlich sind Spinnen keine Käfer, da sie a...", begann Peter, aber der Werwolf packte ihn am Hals drückte ihm den Kelhkopf zu.
Peter rang nach Luft. Das wurde ganz eng.

AT meldete sich wieder bei Dmitri. "Ich gehe Recht in der Annahme, dass Sie es bereits in die Vereinigten Staaten geschafft haben?", fragte er.
"Ja, ich bin im Moment in Manhattan, weil Sie davon ausgehen, dass Spider-Man hier am ehesten zu finden ist."
"Genau darum geht es auch. Gucken sie keine Nachrichten?"
"Nein, ich lese nur Zeitung."
"Also gut, in der Innenstadt kämpft die Spinne gegen einen wild gewordenen Wolf."
"Und ich soll Spider-Man umbringen? Schon so gut wie erledigt!"
"Nein, nein", hielt ihn die Stimme ab. "In der Brust des Werwolfs steckt ein roter Kristall, der eine hohe Energiesignatur aufweist. In der Ausrüstung, die ich ihnen zukommen gelassen habe, finden sie ein Gerät um ihn zu orten. Das hat oberste Priorität. Verstanden!"
Dmitri nickte. "Absolut."

Zum Glück bekam Peter sein linkes Handgelenk frei und schoss seinem Gegner ein Netz auf die Augen. Orientierungslos ließ der Man-Wolf von ihm ab und riss sich das Netz vom Kopf.
"Eigentlich dachte ich, dass ich die nicht einsetzen muss, aber es geht wohl nicht anders", murmelte Peter.
Da sprang der Spinnensinn an und Peter sprang über einen Prankenhieb hinweg. In der Luft öffnte er seine Netzwerfer und füllte sie mit gräulichen Behältern nach. Ohne sich zu verletzen landete er wieder auf beiden Füßen und sah dem auf ihn zu stampfenden Werwolf entgegen.
"Dann mal los!", sprach er sich selbst Mut zu und schoss.
Ein graues Netz traf auf den Man-Wolf und spinnte seinen Oberkörper ein. Er heulte auf vor Schmerz, lief aber nur etwas langsamer auf Peter zu. Dieser schoss Netz und Netz, traf ein ums andere Mal. Die Kreatur, die mal ein Mensch gewesen, wurde immer langsamer, bis sie zwei Meter vor Peter wankte. Der sah seine Chance gekommen. Nur mit diesen Netzen konnte er diesen Superschurken besiegen. Ein graues Netz wurde abgeschossen und sauste auf die Brust des Werwolfs zu. Der Werwolf litt sowieso schon stark unter den neuen Netzen, also war er geschwächt. So geschwächt, dass Peter den Kristall "locker" aus der Brust des Werwolfs reißen konnte. Er flog in hohem Boden durch die Luft, bis ein Beamter, die sich in einem Halbkreis um die beiden kämpfenden versammelt hatten, auffing.
"Ich habe ihn Spider-Man, vielen Dank für deine Hilfe!"
"Will keiner wissen, wie ich das gemacht habe?", fragte Peter mit gespielt beleidigtem Unterton.
Währenddessen brachen erneut alle Knochen des Man-Wolfs und er wurde langsam kleiner, bis er fast nackt, nur noch mit den Fetzen seiner Hose bedeckt, auf dem Bürgersteig lag. Ein Polizeibeamter gab ihm etwas zum Anziehen.
"Also, ich habe ein paar Geldmünzen so heiß gemacht, dass sie flüssig waren, was wirklich nicht einfach war. Dann habe ich diese Flüssigkeit mit einem Verhältnis von 90 zu 10, ein bisschen Netzflüssigkeit für die Dehnbarkeit, gemischt und schon hatte ich Silbernetze. Und wie jeder weiß, schadet das einem Werwolf. Clever, was?", lobte Peter sich selbst, aber niemand hörte ihm zu.
Alle Augen waren auf den Mann gerichtet, der mit gesenktem Blick abgeführt wurde. John hatte alles verloren, nur weil er zu neugierig gewesen war.

Am Abend fiel Peter glücklich ins Bett. Das war sein dritter Superschurke und er hatte zwei davon geschlagen, nur mit der besten Waffe. Seinem Gehirn.
Aber die Man-Wolf Sache hatte einem Mann sein ganzes Leben gekostet, obwohl er für seine Taten nichts konnte. Dieser Kristall hatte ihn fremdgesteuert und zu diesem Wesen mutieren lassen. Aber scheinbar hatte es nur ihn gewollt. Wieso, war nur die Frage. Er war zwar ein Superheld oder zumindest würde er das bald sein, wenn die Leute das "Held" im Namen mal akzeptieren würden, John hatte jedoch keine typischen Merkmale gehabt. Er hatte kein Verbrechen zu Johns Missgunsten verhindert. Im Umkehrschluss würde es jedoch auch bedeuten, dass die drei Menschen nur gestorben waren, um ihn aufmerksam zu machen. Sinnlos gestorben! Bei dem Grübeln über der Frage des Warums schlief er letzlich doch ein.

Die beiden Polizisten waren den ganzen verbliebenden Tag, also 5 Stunden, durchgefahren. Sie hatten von ihrem Vorgesetzten eine wichtige Mission erhalten. Den Kristall, den man beim Kampf von Spider-Man und dem Werwolf geborgen hatte, sollte zu einem Spezialisten gebracht werden. Die Geheimniss des Rubins würden also bald aufgedeckt sein. Die beiden waren recht unterschiedlich und zwar in fast allen Belangen. Benjamin Hartford war ein etwas älterer Mann, der nur noch vereinzelt Haare auf dem Kopf hatte und ein sicherer, zuverlässiger Polizist war, nach 35 Jahren im Dienst. Der andere war Sam Falker, ein junger Polizist mit einer Lockenpracht auf dem Kopf, frisch von der Akademie.
Sam stieß den erfahrenen Fahrer an. "Benjamin, könntest du an der Tankstelle, die gleich kommt, mal kurz anhalten? Ich würde gerne die Toilette aufsuchen."
"Kein Problem", antwortete Benjamin brummend. Das Brummen war nicht "böse" gemeint, es war eher ein wohlwollendes Brummen.
An der Ausfahrt zur nächsten Haltestelle bremste Benjamin ab und lenkte das Polizeiauto auf den Parkplatz. Er drehte den Zündschlüssel um und der Motor erlosch.
Sofort riss Sam die Tür auf und eilte so schnell er konnte in das Restaurant/WC/Kiosk. Benjamin wartete. Und wartete. Nach 20 Minuten war er immer noch nicht da. War irgendetwas passiert? Nein, er machte sich bestimmt unnötig Sorgen. Als der Polizist sich gerade erheben und seinen Kollegen suchen wollte, sah er diesen winkend zurücklaufen. Beruhigt entriegelte er die Tür und sein Kollege besetzte den Sitz neben ihm.
"Was war denn da los?", fragte Benjamin neugierig.
"Nichts. Und wenn, würde dich das auch nichts angehen", gab Sam schroff zurück.
Benjamin arbeitete jetzt schon ein halbes Jahr mit ihm zusammen, aber so kannte er ihn nicht. Sam war immer nett, zuvorkommend und gab immer vernünftige Antworten auf Fragen. Langsam griff Benjamin zum Waffenhalfter und packte den Lauf seiner Waffe.
Da lachte Sam auf. "Eine Pistole? Ehrlich? Gegen einen Partner?"
"Du bist nicht mein Partner", stellte Benjamin fest und hielt Sam die entsicherte Waffe vor das Gesicht. "Was hast du mit ihm gemacht?"
Sams Mund verzog sich zu einem Grinsen. Er packte die Pistole und entriss sie dem Polizisten ohne große Mühe.
"Bist wohl etwas eingerostet, Opa", spottete er und verwandelte sich zurück. Dmitri saß neben Benjamin und drückte ab. Der Lauf entleerte sich donnernd und die Kugel trat am Kopfende des Mannes wieder aus. Die Scheibe hinter Benjamin wurde mit Blutspritzern beschmiert. Zufrieden schaute Dmitri auf den speziellen Behälter auf dem Rücksitz. Dann zückte er sein Handy und rief AT an. Dieser besaß ein nicht zurückverfolgbarer Pre-Paid Handy.
"Ich habe den Kristall gefunden."
"Gab es Schwierigkeiten?"
"Nein, zwei tote Polizisten. Einer auf der Toilette und einer im Auto."
"Dann schnapp dir den Kristall und weg da!"
"Ich hoffe, ich werde gut entlohnt", sagte der Russe.
"Aber sicher, denn ein Teil des Kompasses ist mir viel Geld wert", krächzte die Stimme des Unbekannten aus dem Handy.

Peters Kostüm lag wie er es wollte in seiner Schublade. Der Schüler hatte die fast schwarze Spinne auf das Licht geschoben. Aber auf der Spinne war etwas gewesen, etwas Bösartiges. Es war in dieser geringen Menge schwach und unbedeutsam. Dieser Mensch besaß jedoch alles was er brauchte, um schnell stärker zu werden, er lebte mit so vielen Gefühlen. Hass, Zorn und Leid, all das würde ihm helfen stärker zu werden. Er knabberte praktisch an seinem Wirten. Das Lebewesen, von Menschen erschaffen, auf Peters Kostüm lebte ein Symbiont!

Am Freitagabend darauf schüttete es aus Eimern. Die arbeitslose Janice Lincoln, nur mit der Kleidung, die sie anhatte, ausgestattet, stolperte durch den Regen. Sie war eine junge Frau mit etwa schulterlange Haare. Ihr war kalt, ihre Kleidung war durchnässt (sowohl Hose, als auch die Jacke und ihr Sweatshirt, die Schuhe, einfach alles) und sie fror.
Bis vor zwei Wochen hatte sie noch bei FiskIndustries gearbeitet. Sie hatte alles auf diesen Job gesetzt. Sie und ihre Mutter waren nie reich gewesen und mit dem Geld kamen die beiden gerade über die Runden. Aber dieser fette Idiot gab seine Gelder diesem aufstrebenden Genie, Alistair Smythe. Er hatte bessere Ergebnisse als sie und er schien besser zu sein. Also hatte er alle Zuschüsse bekommen. Sie fluchte. Janice suchte nur einen Unterschlupf.
Und tatsächlich, dort hinten stand ein riesiges Haus. Sie lief, so schnell es ihre wundgelaufenen Füße zuließen, auf das große Tor, das von einer Mauer umgeben war zu. Sie wollte klopfen, klingeln oder irgendetwas, aber es gab nichts. Vor Frust trat sie gegen das Tor und zu ihrer Überraschung schwang es quietschend auf.
"Ich habe also auch einmal Glück", schniefte sie durch ihre erkältete Nase.
Das Haus schien etwas marode zu sein, als hätte schon seit den 60zigern niemand mehr dort drin gelebt. Auch die Haustür, bestehend aus einem harten Holz, ließ sich ohne Probleme öffnen. Janice trat in das große Gebäude ein. Die Technikerin warf sich in einen großen Sessel. So gut hatte sie schon lange nicht mehr gesessen. Dann sah sie, es mochte ein Zufall sein, ein Blinken im Kamin. Ein metallenes Blinken. Neugierig ging sie auf den Kamin zu. In diesem lag Asche und so sah die Kleidung von Janice auch aus, als sie auf das Blinken zu bückte.
"Was ist das denn?", fragte sie sich und drückte mit ihrem rechten Arm einen metallenen Knopf und plötzlich schien eine uralte Maschinerie anzulaufen. Der Kamin wurde automatisch zur Seite geschoben und eine Halterung kam zum Vorschein. In dieser war ein Kostüm. Und nicht irgendein Kostüm. Sondern das des genialen Meisterdiebes "Der Käfer". Es war ein Exoskelett aus einem Stoff, den man noch nicht nachbilden konnte. Es war damals eine technische Meisterleistung gewesen und auch nach Oktacorps Exoskeletten, war dieses dennoch etwas besonderes. Und sie hatte es gefunden.
"Ein Haus und ein legendäres Exoskelett."
Mit etwas Geld könnte sie es ausbauen und verbessern. Dann würden Fisk und Smythe sehen, wie begabt sie war.
"Nimm dich in Acht, Fisk, vor dem Beetle!"
Zuletzt geändert von WhiteDino am Mi 2. Jul 2014, 16:46, insgesamt 7-mal geändert.

Basti
Kyoryuger
Kyoryuger
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Registriert: Di 25. Mär 2008, 23:08

Astonishing Spider-Man: The Five - Folge 2 Review

Beitrag von Basti » Sa 3. Mai 2014, 13:43

Nach der Pilot-Folge kann die Serie jetzt richtig durchstarten.
Hier also meine Review zu Folge 1 von hoffentlich sehr vielen weiteren:
SpoilerAnzeigen
Die Folge war wesentlich kürzer als der Pilot. Dann merkte man sofort. Denn kaum hatte die Folge angefangen, war sie auch schon wieder vorbei.
Doch es geht nicht um Quantität, sondern Qualität. Deshalb finde ich es gut, das du die folge nicht allzu ausgeschlachtet hast. Ich dachte am Anfang zu würdest die ganze Mondlandung usw. in Szene setzen. Hast darauf aber verzichtet, was ich nur begrüßen konnte.
Stattdessen beschreibst du wie John Jameson wieder auf der Erde landete, mit einem Souvenir im Gepäck.

Oder zwei Souvenire?
Da schien noch etwas mit auf die Erde gelangt zu sein...so eine schwarze Masse...oh mein Gott...könnte das etwa...?

Weiter fand ich gut, das Peter´s Privatleben nicht zu kurz kommt. MJ ignoriert ihn und ein neuer Schüler taucht auf der Midtown High auf. Harry Osborn.
Das Schulleben reizt mich besonders....könnte davon davon noch jede menge mehr vertragen.
Nur schade das Peter keine weiteren Freunde mehr hat mit den er sich unterhalten kann. Das tut mir echt leid für ihn.

Wegen dieses Roten Rubin vom Mond und zusätzlicher Mondreflektion, verwandelt sich also John in einen...Werwolf!
Ein Gegner von dem ich schon gehört habe und mich deshalb bereits sehr auf die folge gefreut habe.

Wurde nicht enttäuscht. Es wird echt schaurig und Gruselig.
Wie der Werwolf...oder Man-Wolf...seine Opfer zerfleischt hat.

Noch besser wurde es als Peter einen auf Detective oder Praktikant eines Detective gemacht hat um mehr über den Mörder und seine Opfer zu erfahren.

Schon bald trifft Peter, als Spider-Man auch schon auf Man-Wolf.
Er rettete Betty Brand das leben und kämpft gegen dieses Vieh. Und der Kampf war ganz schön heftig.
Spider-Man hätte verloren, wäre da nicht Detective Lee.
Ich fand es großartig, das jemand mal Spider-Man gerettet hat. Doch gleichzeitig mag ich es nicht, das Detective Lee jetzt Peter´s Geheimnis kennt. Das ganze kommt mir viel zu schnell.

Dann gab es wieder ein paar Szenen die nicht in die Folge gepasst haben, wie z.b. das erneute Telefonat zwischen Dmitri und AT. Ich hoffe das diese Szenen noch alle zur eigentlichen Story der Staffel beitragen. Bisher sind sie aber nur fehl am Platz.
Auch die Stelle mit Maxwell Dillon hätte nicht sein müssen. Ich weiß aus der Pilot folge das er nicht wirklich Tod ist. Doch ihn gleich wieder in Folge 1 zu erwähnen, musste nicht sein.

Die letzte Szene wurde bereits im Preview erwähnt. Ich dachte ja es handelt sich um einen weiteren Handlungsstrang in dieser Episode. Aber das wäre wohl Zuviel geworden.
Doch das extra im Preview zu erwähnen, hättest du nicht machen brauchen. Es hat sich schließlich um eine Szene gehandelt.
Wenigstens verspricht es wieder Spannung. Freue mich schon auf Beetle. Ebenfalls ein Gegner von dem ich nur mal was gehört habe...

Fazit:
Ein paar kleine Dingen haben mich etwas verwundert. Das das Gesamtergebnis ist wieder mal sehr gut. Ich mag deinen Spider-Man jetzt schon zu sehr, um etwas negatives sagen zu können. Dafür freue mich einfach zu sehr, wieder etwas mehr aus seinem privat leben zu erfahren oder mit ihm die Bürger von New York zu retten.
Freue mich schon auf Folge 2 und noch mehr Netzschwingerei!

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WhiteDino
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Re: Astonishing Spider-Man: The Five - Season 1

Beitrag von WhiteDino » Sa 3. Mai 2014, 13:51

Danke für das Preview.
Die Telefonate haben die Story schon vorangebracht, wenn du Dillibs Auftritt nicht mochtest, schade. Dieser Folge werden viele weitere folgen, keine Sorge. Die nächste Folge wird garantiert länger, ich habe gerade geguckt und war entsetzt, echt peinlich. Nächste Folge wird es anders, besser.
Det. Lee habe ich eingeführt, damit Peter einen Verbündeten hat.
Auf jeden Fall hat es dir gefallen und das ist die Hauptsache.

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