Zuletzt gesehen - Film/Serienbewertungen

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Re: Zuletzt gesehen - Film/Serienbewertungen

Beitrag von Red Ranger » Do 18. Feb 2021, 18:36

Arrow, Staffel 7 10/10

Auch mit der siebten Staffel bleibt Arrow auf gewohnt hohem Niveau. Bisher gab es tatsächlich noch keine Staffel von Arrow, die ich schlecht fand. Als ich anfangs gehört hab, dass Oliver ganze sieben Folgen im Gefängnis bleiben wird, hatte ich erst die Befürchtung, dass sich diese Folgen ziehen werden. Das war aber zum Glück nicht so, denn diese Folgen waren sogar sehr spannend und wirkten teilweise auch als Epilog von Staffel 6. Man hat sich auch noch etwas mit Diaz und den Longbow Hunters als Schurken beschäftigt, während man sich danach auf die Story um Emiko und den Neunten Zirkel konzentriert hat. Ich fand es auch gut, dass man Diaz nicht noch einmal zum Hauptschurken der Staffel gemacht hat, auch wenn er ein genialer Schurke war. Der Neunte Zirkel ist zwar kein ganz so guter Oberschurke, aber immer noch in Ordnung. Auch wenn man den Neunten Zirkel als eine Geheimorganisation, die hinter vielen Verschwörungen der Weltgeschichte steckt, durchaus mehr hätte ausbauen müssen. Die Charaktere haben sich aber in dieser Staffel deutlich glaubwürdiger verhalten als in der letzten Staffel. Zumal man dieses Mal auf unnötigen Charakterkonflikt, der durch einfaches Reden hätte behoben werden können, verzichtet hat. Hier hat man gut gezeigt, was es für Probleme geben kann, wenn die einzelnen Mitglieder von Team Arrow gezwungen sind, unterschiedliche Methoden anzuwenden. Aber sie haben immer wieder als Team zusammengefunden.
Der Handlungsstrang in der Zukunft hat zwar nicht wirklich was zur Hauptstory der siebten Staffel beigetragen, aber war auch durchaus interessant. Ich hatte eher damit gerechnet, dass ein Charakter der Zukunftshandlung in die Vergangenheit reisen wird und verhindern will, dass Star City so verkommt. Es ist dann aber doch nicht so geschehen. Ursprünglich war wohl auch geplant, ein Spin-Off zu produzieren, dass eben in der Zukunft spielt. Von daher könnte man diesen Handlungsstrang vielleicht als Prolog für das Spin-Off sehen. Bisher scheint sich aber das Spin-Off im Sande verlaufen zu haben. Finde ich schon schade, denn auch wenn die Zukunftshandlung vielleicht für die Staffel irrelevant war, hat sie mir doch gefallen. Auf eine Serie in der Zukunft hätte ich schon Lust gehabt.
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Re: Zuletzt gesehen - Film/Serienbewertungen

Beitrag von Red Ranger » So 21. Feb 2021, 15:10

Supergirl, Staffel 4 10/10

Das war mal locker die bisher beste Staffel. Sie vereint quasi die Stärken der dritten Staffel, aber ohne ihre Schwächen. Das Storytelling ist durchgängig, so dass keine Folge unwichtig ist. Die Charaktere sind nach wie vor wieder gelungen und verhalten sich auch glaubwürdig. Gerade Lenas Entwicklung finde ich nach wie vor gut. Sie will weiterhin zeigen, dass eine Luthor nicht böse sein muss, fühlt sich aber verständlicherweise auch von ihren Freunden verraten. Ich kann es ihr echt nicht verübeln. Sie ist quasi mit Verrat groß geworden, war zu ihren Freunden aber immer so ehrlich wie möglich, aber muss erfahren, dass sie ihr anscheinend doch nicht vertrauen. Ich hoffe nur, dass es jetzt nicht darauf hinaus läuft, dass sie in der nächsten Staffel gegen Supergirl arbeitet und eventuell auch ihre Gegnerin wird. Das würde ihre Storyline, dass eine Luthor nicht böse sein muss, plötzlich nichtig machen. Brainy und Nia haben sich auch gut ins Team eingefunden und vor allem für Nia hat man den nötigen Background bekommen. Es erstaunt mich immer wieder, wie man es in Supergirl schafft, neue Charaktere dirket in der ersten Staffel die nötige Charakterentwicklung zu geben, während bei The Flash die Charaktere lange blass bleiben. Und selbst Kleinigkeiten, die andere Serien unter den Tisch fallen lassen würden, werden bei Supergirl angesprochen, so dass es keinerlei Logiklücken gibt. Im Bezug auf Nia war das die Tatsache, dass pro Generation eine Frau in ihrer Familie Traumkräfte entwickelt. Vorher hatte sie sich aber bereits als Transgender geoutet, weshalb ich mich dann gefragt habe, wieso sie überhaupt Kräfte entwickeln konnte. Dass dann aber auch ihre Familie von ihren Kräften überrascht war, hat für mich als Erklärung völlig ausgereicht. Sie wissen es eben selbst nicht und haben fest damit gerechnet, dass Nias Schwester die Kräfte bekommen wird. Manchmal reicht es einfach, wenn man zeigt, dass die Charaktere selbst im Unklaren sind, als ein "there's a simple explanation for this" anzuteasern und dann nichts zu bringen.
Die Story gefiel mir auch sehr gut. Vor allem hat man mit Lex Luthor wohl den Gegenspieler schlechthin ins Spiel gebracht. Und er verstand es wie immer, alle um sich herum zu manipulieren. Dass er tatsächlich der Drahtzieher hinter allen Ereignissen der vierten Staffel war, hat alles abgerundet. Und es wirkte auch nicht abgedroschen, sondern es passte tatsächlich recht gut. Nachdem Supergirl es in den letzten drei Staffeln immer mit Kryptoniern oder ähnlichen Wesen als Hauptfeind zu tun bekommen hat, sind hier tatsächlich Menschen ihre ärgsten Gegner. Und sie wurden ihr so gefährlich wie kein anderer Feind vorher. Ich hoffe, dass die fünfte Staffel die hohe Qualität halten kann. Bisher würde ich aber auf jeden Fall sagen, dass Supergirl nach Arrow die beste Arrowverse Serie ist.
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Re: Zuletzt gesehen - Film/Serienbewertungen

Beitrag von Red Ranger » Fr 26. Feb 2021, 18:13

The Flash, Staffel 5 9/10

Trotz der anscheinend hohen Bewertung war die Staffel gar nicht mal so einfach zu bewerten. Aber da ich sie besser als die ersten beiden Staffeln finde und die erste Staffel schon 9/10 Punkten hatte, geht eine niedrigere Bewertung nicht. Eines Vorweg, die Staffel hat mich sehr gut unterhalten, weshalb ich die hohe Bewertung dann auch gerechtfertigt finde. Nora dürfte wohl auch der am besten ausgearbeitete Charakter in Flash gewesen sein. Schade, dass man sie nur für eine Staffel behalten hat. Sie hat in ihrer einzigen Staffel so viel Charakterentwicklung bekommen wie mache Charaktere der Serie nach 5 Staffeln noch nicht einmal hatten. Was den Gesamteindruck wieder einmal trübt ist Eobard Thawne. Warum fällt es den Machern schwer, ihn einfach mal tot zu lassen, wie er es schon nach der ersten Staffel hätte sein sollen? Man hat sich zwar eine kleine "Erklärung" einfallen lassen, indem erwähnt wurde, dass Speedster, die sich mit Energie der negativen Speed Force aufgeladen haben, nicht aus der Zeitlinie gelöscht werden können, aber dann hätte man rückblickend Thawne am Ende der Staffel auch erst gar nicht aus der Zeitlinie löschen können. Egal wie man es dreht und wendet, die Erklärungen, wieso Thawne nun doch wieder da ist, werden wohl nie Sinn ergeben. Ich hatte ja bei Supergirl lobend erwähnt, dass die Serie diese "There is a simple explanation for that" Momente vermeidet, aber The Flash macht das regelmäßig im Bezug auf Thawne. Auch wenn er ein genialer Gegenspieler ist, so lasst ihn doch bitte endlich mal tot.
Die Staffelstory an sich funktioniert eigentlich sehr gut. Cicada ist ein interessanter Schurke, dessen Motive man auch durchaus nachvollziehen kann. Auch wenn er es natürlich übertreibt. Unsere Helden verhalten sich aber ihrerseits auch fraglich. Es mag zwar richtig sein, dass sie das Meta-Heilmittel niemandem aufzwingen wollen, aber es auch bei den übelsten Schurken nicht anwenden zu wollen, wenn sie dem nicht einwilligen, finde ich dann doch falsch. Die Schurken würden natürlich niemals einwilligen, sich die Kräfte nehmen zu lassen. Will man sie also weiter mit diesen Kräften ausgestattet lassen, wenn das Heilmittel sie ihren Kräften berauben kann und sie somit weniger gefährlich wären? Aber falsche Moralvorstellungen sind wohl das, was mich an Superhelden schon immer gestört hat und mich wohl auch immer stören wird. Genauso hat es mich auch gestört, dass sie mehrmals die Gelegenheit hatten, Cicada vorher auszuschalten, sie ihn aber immer wieder entkommen lassen haben. Da lag er besiegt am Boden, aber anstatt dass mal jemand auf die Idee kommt, ihm die Metawesen-Handschellen anzulegen, drehen sie ihm den Rücken zu und er haut ab. Ich werde nie verstehen, wieso die Charaktere in The Flash sich regelmäßig wie Idioten benehmen müssen.
Der zweite Cicada war eine coole Ergänzung und deutlich gefährlicher als sein Vorgänger. Grace hatte im Gegensatz zu Orlin auch nichts Gutes mehr an sich und war nur noch von dem Gedanken besessen, alle Metawesen zu töten. Hätte sie sich dann nicht auch selbst töten müssen, um ihren Prinzipien treu zu bleiben? Ohne die verwobene Thawne Story hätte das Finale aber auch recht gut funktioniert, wenn es am Ende eh darauf hinaus gelaufen ist, den Dolch eh zu zerstören. Wobei ich mich da frage, wenn der Dolch in der Gegenwart zerstört worden ist, hätte man mit ihm in der Zukunft doch niemals Thawnes Kräfte blockieren können. Hätte sich da die Zeitlinie nicht soweit ändern müssen, dass Thawnes Kräfte anderweitig blockiert werden? Gleiches eigentlich auch, als die Zukunftsversionen von Grace und Nora verschwunden sind, weil diese Versionen nie existiert haben. Da hätten sich eigentlich auch ihre Taten rückgängig machen müssen. Wobei ich mir das noch so erklären könnte, dass einige Dinge nicht mehr umgekehrt werden konnten, weil es sonst eine Art Großvaterparadox gegeben hätte.
Definitiv war Staffel 5 keine einfache Staffel, aber immer noch sehr unterhaltsam. Eben dadurch hat sie mir dann doch trotz der ein oder anderen Logiklücke sehr gut gefallen. Die ersten beiden Staffeln hatten da doch deutlich größere Durststrecken, und im Fall der zweiten Staffeln noch mehr Logiklücken. Generell finde ich aber, dass sich die Serie langsam von Thawne verabschieden sollte.
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