Zuletzt gesehen - Film/Serienbewertungen

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Re: Zuletzt gesehen - Film/Serienbewertungen

Beitrag von Ranger L » Mo 25. Mär 2019, 05:04

Dass sich die Denvers Schwestern teilweise etwas seltsam verhalten haben, ist mir auch aufgefallen, gerade die Trennung zwischen Maggie und Alex ist mir damals auch ziemlich sauer aufgestoßen. Die Sache mit Lena wurde für mich so ein bisschen dadurch gerettet, dass sich da zumindest eine der beiden Parteien nachvollziehbar verhalten hat.
Dass es zu morallastig war, hab ich gar nicht unbedingt so krass empfunden. Vor allem bei der Geschichte mit Maggies Vater hatte ich jetzt nicht das Gefühl, dass man ihn in irgendeinem Punkt verteidigt hat, er ist halt einfach ein Arsch und Maggie hat ihm am Ende gesagt, dass sie so einen Vater nicht in ihrem Leben braucht. Da fand ich die Umsetzung sogar recht gut. Das mit den Waffen war zwar etwas unnötig, aber das hatte jetzt keine sonderlich negativen Auswirkungen auf meine Meinung.
Nur beim Finale geb ich dir Recht, das alles Rückgängig zu machen, nur damit Kara Reign nicht tötet fand ich auch ziemlich schwachsinnig, vor allem wenn man das Ganze auch gleich von Anfang an so hätte machen können.
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Re: Zuletzt gesehen - Film/Serienbewertungen

Beitrag von Red Ranger » Mo 29. Apr 2019, 20:23

Arrow, Staffel 6 10/10

Mit der 6. Staffel liefert Arrow wieder gewohnt hohe Qualität ab. Das ist schon eine Leistung, bis hierhin noch keine Staffel geboten zu haben, die mir gar nicht gefallen hat. Gerade im Vergleich zu Staffel 5 hat Staffel 6 noch mal ordentlich draufgelegt. Storymäßig gibt es absolut keinen Leerlauf und die Staffel ist von Anfang bis Ende spannend. Glaubt man anfangs, dass Cayden James dieses Mal für Probleme sorgt, ist Diaz der wahre Drahtzieher. Und Diaz ist ganz anders als die bisherigen Bösewichte. Er ist kein übermächtiger Superschurke, sondern ein Ganove, der sich vom Drogendealer zum Gangsterboss hocharbeitet und die ganze Stadt in der Hand hat. So hat Oliver nicht nur als Arrow alle Hände voll zu tun, sondern gerät auch als Bürgermeister unter Druck. Und dann gibt es auch im eigenen Team einige Probleme. Das wiederum hat mir nur halb gefallen. Ich fand es ganz gut, dass es mal Probleme im Team Arrow gab, aber einige der Charakterkonflikte waren auch unnötig. Hätten sich die Charaktere mal für 5 Minuten zusammengesetzt und geredet, hätte man einige Konflikte vermeiden können. Wenn sich Charakterkonflikte dadurch ergeben, dass Charaktere sich wie Idioten benehmen, sollte man es auch lieber gleich sein lassen, weil es die Charaktere auch unsympathisch werden lassen könnte. Man hat hier aber zum Glück noch die Kurve gekriegt, so dass es mich nicht so frustriert hat wie bei Supergirl Staffel 3. Gerade im zweiten Drittel der Staffel gab es viel von diesem unnötigen Charakterkonflikt. Abgesehen davon konnte die Staffel durchgehend liefern. Gerade das letzte Drittel hat ordentlich Gas gegeben.
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Re: Zuletzt gesehen - Film/Serienbewertungen

Beitrag von Red Ranger » Sa 4. Mai 2019, 18:01

The Flash, Staffel 4 10/10

Das war mal locker die beste Staffel, die The Flash bisher geboten hat. Hier hat nahezu alles gepasst. Positiv war vor allem, dass der Gegner dieses Mal kein Speedster war. Und warum hat man damit erst bis zur vierten Staffel gewartet? Hat man gedacht, ein Nicht-Speedster wäre kein ernster Gegner für Barry? Der Thinker war ihm aber beinahe überlegen. Er dürfte bisher auch der mächtigste Meta gewesen sein, auf den Barry getroffen ist. Aber gut fand ich, dass sein Ende dann nicht wie aus dem Nichts kam, sondern schon seit Hälfte der Staffel angedeutet wurde, dass er überheblich wird und in seinen perfekten Berechnungen die menschlichen Gefühle nicht mit einbezogen hat. Mit den Charakteren hat man dieses Mal auch einiges gemacht, vor allem mit Caitlin und Harry. Ich bin echt gespannt, wie sich Caitlins Story um Killer Frost weiterentwickelt. Auch Ralph Dibny hat mir als neuer Charakter gut gefallen. Wie er vom unausstehlichen Arsch zu einem echten Helden wurde, hat man auch sehr nachvollziehbar vollzogen. Nichts wirkte zu plötzlich, das Tempo war genau richtig. Man könnte der Staffel höchstens vorwerfen, dass die Folgen im ersten Drittel sich bloß wie die allerersten Folgen der ersten Staffel um kriminelle Metas dreht, aber da hat man mit den Busmetas wenigstens für einen übergeordneten Handlungsbogen gesorgt. Was ich mich allerdings gefragt hab, wieso Cecile plötzlich Gedankenlesen konnte. Ist sie ein Meta durch die Explosion des Partikelbeschleunigers und haben sich ihre Kräfte erst so spät gezeigt, oder war es durch die Schwangerschaft? Und wenn, wieso löst die Schwangerschaft in ihr solche Kräfte aus? Jedenfalls hat The Flash nach der sehr schwachen zweiten Staffel mit zwei sehr starken Staffeln nachgelegt. Wenn die Serie auf dem Niveau bleibt, bin ich zufrieden. Hoffentlich stürzt Staffel 5 dann nicht wieder ab.
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Re: Zuletzt gesehen - Film/Serienbewertungen

Beitrag von Red Ranger » Di 7. Mai 2019, 13:26

Legends of Tomorrow, Staffel 3 10/10

Auch Legends of Tomorrow hat mit dieser Staffel die derzeit beste Staffel abgeliefert. Man kann sagen, mit Staffel 3 hat sich die Serie gefunden. Die Legends verhalten sich nun verantwortungsvoller im Umgang mit der Zeitlinie, auch wenn sie nach wie vor noch die liebenswerten Chaoten sind, die Probleme eher mit der Brechstange lösen, anstatt subtil vorzugehen. Aber alles andere würde auch nicht passen. Es hilft auch sicherlich, dass sich die Staffel stellenweise selbst nicht ernst nimmt. Der größere Fokus auf Humor tut der Staffel gut. Gerade in einer Serie mit einem Thema, in dem man sich früher oder später eh in das ein oder andere Logikloch verrennt, passt es gut, wenn es nicht immer allzu ernst zugeht. Verglichen mit Tokus wäre Legends of Tomorrow derzeit wohl das Ryukendo des Arrowverse. Natürlich gibt es auch weiterhin dramatische Momente und auch die Story kommt nicht zu kurz. Im Mittelpunkt steht die Jagd nach den sechs Totems von Zambesi, die das einzige sind, um Mallus aufzuhalten. Damien Darkh wird zwar wieder aus der Versenkung geholt, aber dafür wird seine Story auch recht zufriedenstellend abgeschlossen. Auch Amayas Geschichte findet in dieser Staffel ihr Ende. Es war klar, dass sie früher oder später wieder in ihre Zeit zurück muss. Unterstützung gibt es von den beiden neuen Teammitgliedern Zari und Wally West. Während ich mit Zari recht schnell warm geworden bin, wollte Wally nicht so wirklich in die Serie passen. Bei Flash passte er eindeutig besser. Anscheinend haben die Macher das auch so empfunden, denn in Staffel 4 ist er schon nicht mehr dabei. Ansonsten ging die Staffel wirklich gut mit den Charakteren um und hat sie gerade im Fall von Mick und Sara gut weiterentwickelt. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich der ein oder andere Fan an dem höheren Fokus auf Humor stören wird und es sicherlich einigen nicht so gefallen hat. Ich fand, es war eine gute Entscheidung, da der zusammengewürfelte Haufen eh schon recht abgedreht war. Und so gesehen ist im Arrowverse nun für jeden Geschmack etwas dabei. Wer es lieber ernst mag, guckt eben Arrow, wer gerne auf verrückte und abgedrehte Situationen steht, die man wohl am ehesten in den Comics erwarten würde, guckt Legends of Tomorrow. Als Mittelweg hat man dann Supergirl und The Flash.

Ich möchte dieses Mal auch ein paar Worte über das Crossover Crisis on Earth-X verlieren. Es war ein recht cooles Crossover, aber eine Sache hat mich doch gestört. Arrow und Supergirl haben böse Doppelgänger von Erde-X bekommen. Und wen hatte Flash als böses Gegenstück? Eobard Thawne. Warum zaubert man den wieder aus dem Hut, anstatt einfach einen bösen Barry von Erde-X auftauchen zu lassen? Zumal es nicht der Erde-X Thawne ist, sondern der Erde-1 Thawne. Genau der, der nach Flash Staffel 1 schon tot sein müsste und schon in Legends Of Tomorrow Staffel 2 aus irgendwelchen seltsamen Gründen wieder dabei war. Warum ist er im Crossover dann wieder ohne Erklärung dabei? Ich hoffe mal, dass sich die Macher irgendwann mal endgültig von Thawne lösen können.

Bei den Arrowverse Serien vom letzten Jahr fand ich dieses Mal The Flash am stärksten und Supergirl am schwächsten, obwohl Supergirl trotzdem noch gut war. Aber einige Entscheidungen bezüglich der Charaktere und die zu große Moralkeule innerhalb der Staffel haben mir das Gesamtergebnis dann doch vermiest. Zwei Staffeln vorher war es bezüglich The Flash und Supergirl noch genau anders herum. Ich bin schon gespannt, wie sich die diesjährigen Staffeln schlagen werden, wenn ich sie Ende des Jahres auf DVD hab.
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Re: Zuletzt gesehen - Film/Serienbewertungen

Beitrag von Ranger L » Fr 7. Jun 2019, 04:22

The Gifted Staffel 2 9,5/10

Immer noch ne geile Serie. In der ersten Hälfte fand ich ein paar Charaktere teilweise etwas nervig, deshalb ein halber Punkt weniger, aber ansonsten kann ich ihr nicht sonderlich viel vorwerfen. Echt schade, dass die Serie wohl nicht weiter geht, auch wenn das Ende, für eine eingestellte Serie zufriedenstellend genug war, aber ich hätte die Story auch sehr gerne noch weiter verfolgt.
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Re: Zuletzt gesehen - Film/Serienbewertungen

Beitrag von Ranger L » Sa 24. Aug 2019, 04:03

Supergirl Staffel 4 9,5/10

Vom Spannungsfaktor her ganz klar die beste Staffel bisher. Agent Liberty war ein super Feind, ebenso wie Lex Luthor, der am Ende alles auf einen Nenner gebracht hat. Brainy war ein extrem guter Ersatz für Whinn, nicht nur als Charakter, sondern auch weil er das Zeitreise Problem der letzten Staffel lösen könnte. Auch Nia fand ich als Ergänzung zum Cast ziemlich gut. Es gab ein-zwei Sachen die man vielleicht etwas besser hätte machen können und ich sag gleich schon mal im Voraus, egal was bei der Sache mit Lena rauskommt, ich bin zu 100% auf ihrer Seite, aber ansonsten war das eine weitere extrem starke Staffel, die für mich erneut untermauert hat, warum Supergirl für mich ganz klar die beste Arrowverse Serie ist.
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Re: Zuletzt gesehen - Film/Serienbewertungen

Beitrag von Wolf Ranger Merrick » Sa 24. Aug 2019, 10:59

Ich habe vor paar Wochen auch Supergirl bis Staffel 3 kompett gesehen. Für mich mit Arrow eine der besten DC Serien.
Flash hat mit Staffel 5 auch gezeigt das die Serie auch gut sein kann. Hoffe Staffel 6 wird genau so

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Beitrag von Welteneroberer » So 22. Sep 2019, 00:15

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Beitrag von Red Ranger » So 22. Sep 2019, 21:11

Star Trek Discovery, Staffel 1 8/10

War ein gelungener Auftakt zur fünften Star Trek Serie. Die Folgen waren nahezu zusammenhängend, so dass es auch keinen Leerlauf gab. Natürlich könnte man der Staffel vorwerfen, außer dem Namen nichts mit Star Trek zu tun zu haben, weil ähnlich wie bei Deep Space Nine ein Krieg im Mittelpunkt steht, und nicht die Erkundung der Galaxie. Ich fand aber, dass die Serie doch noch genug mit Star Trek zu tun hatte. Mit den Charakteren musste ich aber erst einmal warm werden. Gerade Paul Stamets fand ich am Anfang doch recht unsympathisch. Im Laufe der Staffel wurde er aber wesentlich erträglicher und am Ende gefiel er mir auch recht gut. Die zweite Hälfte der Staffel fand ich richtig stark. Vor allem die Folgen im Spiegeluniversum hatten es in sich. Nur stand dann auch das eigentliche Finale schon ziemlich im Schatten des Spiegeluniversum-Arcs. Dass der Krieg gegen die Klingonen dann ohne Kampf beendet wurde, wirkte nach dem Abschluss im Spiegeluniversum schon recht unspektakulär, passte aber auch wieder zu Star Trek und war auch notwendig, um die Sternenflotte auf den richtigen Weg zu bringen. Die Klingonen Story würde ich aber schon eher als den Schwachpunkt der Staffel sehen. Hauptsächlich deswegen, weil ich das Gefühl hab, dass die Klingonen Story so gar nicht zu dem passt, was bisher in Star Trek etabliert wurde. Es macht im Gesamtkontext keinen Sinn. Und das neue Aussehen der Klingonen ist auch durch nichts zu entschuldigen. Normalerweise müssten die Klingonen zu dieser Zeit eher menschlich aussehen und keine Stirnwülste haben. Hier sahen sie sogar wie eine komplett neue Rasse aus. Und das ohne irgendeine Erklärung. Im Großen und Ganzen war die erste Staffel dennoch ein vielversprechender Auftakt. Der Cliffhanger am Ende der Staffel macht auch Lust auf mehr.
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Beitrag von Welteneroberer » So 22. Sep 2019, 22:09

Red Ranger hat geschrieben:
So 22. Sep 2019, 21:11
Star Trek Discovery
Ich hatte bei Discovery den Eindruck, als wenn man sich nicht entscheiden konnte, was man genau will bzw. da Menschen mit unterschiedlichen Ideen am Werk waren. Leute die sich an den alten Serien/dem bestehenden Universum orientieren wollten und dann andere, die so etwas wie Abrams-Filme machen wollten. Die Serie spielt vor TOS, sieht aber viel zu modern nach den Abrams-Filmen aus, so dass man nicht eine Sekunde lang ernsthaft glauben kann, dass sie wirklich vor TOS spielt. Bei den Klingonen sieht es so aus, als wenn der eine Teil umbedingt die Geschichte zwischen Menschen und Klingonen weitererforschen wollten, der andere Teil umbedingt eine neue Rasse haben wollte und man schließlich auf dem Kompromiss geeinigt hat, die Klingonen aber mit neuen Aussehen zu nehmen, auch wenn das keinen Sinn ergibt. Die offizielle Begründung für das andere Aussehen war, dass das Aussehen der Klingonen sowieso noch nie konsistent war...HABEN DIESE LEUTE JEMALS STAR TREK GESEHEN?

Die ersten beiden Folgen (die ja eigentlich nur ein Prolog zur Serie sind) waren eine Katastrophe. Das lässt sich nicht beschönigen. Ab der dritten Folge, dem eigentlichen Piloten, fand ich die Serie dann tolerabel und die Spiegeluniversums-Folgen fand ich auch richtig gut. Vom Ende hatte ich den Eindruck, als hätten die Autoren den Krieg, das eigentliche Thema der Staffel, völlig vergessen und sind erst nach dem Spiegeluniversums-Ark wieder darauf aufmerksam geworden. So nach dem Motto: "Ach, da war ja noch was."
Was mich am Ende am meisten gestört hat, war die völlständige Rehabilitierung von Michael Burnham. Begnadigung nach diesen Ereignissen? Ja. Aber vollständige Rehabilitierung? Die Frau hat durch ihre Meuterei einen verdammten Krieg gegen die Klingonen ausgelöst. Da kann man doch nicht so tun, als wäre nichts gewesen? Auch da hatte ich den Eindruck, als hätten sich die Autoren in eine Ecke geschrieben und erst am Ende gemerkt, dass sie den Hauptcharakter der Serie ja irgendwie auf der Discovery/in der Serie behalten müssen.
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Re: Zuletzt gesehen - Film/Serienbewertungen

Beitrag von Red Ranger » So 22. Sep 2019, 22:46

Welteneroberer hat geschrieben:
So 22. Sep 2019, 22:09
Die Serie spielt vor TOS, sieht aber viel zu modern nach den Abrams-Filmen aus, so dass man nicht eine Sekunde lang ernsthaft glauben kann, dass sie wirklich vor TOS spielt.
Wobei das auch sicherlich der moderneren Filmtechnik geschuldet ist. TOS ist immerhin aus den 60er Jahren. Da sieht jede Serie, die danach kam, moderner aus. Das gleiche Problem gab es ja auch schon mit Archers Enterprise. Die wirkte auch wesentlich moderner als Kirks Enterprise, obwohl die Serie 100 Jahre vor Kirk spielte. Ich hab da eher ein Problem mit, wenn da Technologien und Alienrassen präsentiert werden, die dann in den alten Serien, die danach spielen, nie erwähnt wurden. Es ist schon schwer zu glauben, dass zu Zeiten von Kirk keiner mehr von einem Sporenantrieb redet oder man gar nicht mehr weiter daran forscht. Die Voyager hätte locker mit so einem Antrieb mit wenigen Sprüngen den Delta Quadranten verlassen können.
Was mich am Ende am meisten gestört hat, war die völlständige Rehabilitierung von Michael Burnham. Begnadigung nach diesen Ereignissen? Ja. Aber vollständige Rehabilitierung? Die Frau hat durch ihre Meuterei einen verdammten Krieg gegen die Klingonen ausgelöst. Da kann man doch nicht so tun, als wäre nichts gewesen? Auch da hatte ich den Eindruck, als hätten sich die Autoren in eine Ecke geschrieben und erst am Ende gemerkt, dass sie den Hauptcharakter der Serie ja irgendwie auf der Discovery/in der Serie behalten müssen.
Das war für mich auch ein bisschen die Lösung mit der Brechstange. Da wäre es mir rückblickend lieber gewesen man hätte das mit der Meuterei gar nicht erst eingebaut und hätte Michael Burnham aus anderen Gründen zur Discovery gebracht.
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Re: Zuletzt gesehen - Film/Serienbewertungen

Beitrag von Welteneroberer » So 22. Sep 2019, 23:08

Red Ranger hat geschrieben:
So 22. Sep 2019, 22:46
Wobei das auch sicherlich der moderneren Filmtechnik geschuldet ist. TOS ist immerhin aus den 60er Jahren. Da sieht jede Serie, die danach kam, moderner aus. Das gleiche Problem gab es ja auch schon mit Archers Enterprise.
Das ist klar. Nur bei Archer hatte immer noch den Eindruck, dass man es wenigstens versucht hat, es wie 100 Jahre vor Kirk aussehen zu lassen. Etwa mit der U-Boot-Ästhetik, den Uniformen, die mit der Farbgebung und dem Design näher an Militäruniformen des 21. Jahrhunderts liegen als an den Starfleet-Uniformen von TOS oder auch dem Fehlen bzw. Nicht-Treffen mit den späteren Alienrassen (siehe die Ferengi-Folge). Bei Discovery fehlt mir das praktisch vollständig. Lediglich bei den Uniformen sieht man, dass versucht wurde eine Brücke zwischen der Archer- und der Kirk-Ära zu schlagen. Und selbst das hat man IMO nicht geschafft, weil die Uniformen nun zu modern und die darauffolgenden TOS-Uniformen damit wie ein Rückschritt wirken.
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Was in der nächsten Staffel mit dem Auftritt von zwei Besatzungsmitgliedern der Enterprise besonders auffällt, da diese bereits die TOS-Uniformen tragen.
Red Ranger hat geschrieben:
So 22. Sep 2019, 22:46
Ich hab da eher ein Problem mit, wenn da Technologien und Alienrassen präsentiert werden, die dann in den alten Serien, die danach spielen, nie erwähnt wurden.
Dies. Die Discovery hat holografische Bildübertragung und afair sogar ein Holodeck? Letzteres war zu Picards Zeiten gerade neu. Das Design der Discovery selbst mit seiner zweistufigen, bewegbaren Untertassen-Sektion wirkt verglichen mit der Enterprise um Jahrzehnte vorraus.
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Re: Zuletzt gesehen - Film/Serienbewertungen

Beitrag von Red Ranger » Do 26. Sep 2019, 23:00

Black Lightning, Staffel 1 8/10

Wie schlägt sich eine DC Serie, die (noch?) nicht zum Arrowverse gehört? Gar nicht mal so schlecht. Wahrscheinlich hat die Serie es im Schatten der Arrowverse Serien schwer, denn mittlerweile muss sich jede DC Serie diesen Vergleich gefallen lassen. Aber Black Lightning macht dennoch einen guten Job. Die erste Staffel soll vor allem die Charaktere näher bringen, was wirklich gut gelingt. Die Beweggründe von Jefferson, wieso er vor 9 Jahren als Black Lightning aufgehört hat und nun wieder das Heldenkostüm anzieht, sind glaubwürdig rübergebracht. Ebenso wie seine Familie immer besser mit seiner Heldenrolle zurechtkommt. Gut fand ich auch, dass man nicht gleich mit Black Lightnings Origin Story rausgerückt ist, sondern nach und nach alles in der Staffel offenbart hat. Hier hat man es auch mit der persönlichen Geschichte von Jeffersons Mentor Peter Gambi verbunden, welche für die Verlauf der Staffel noch wichtig wurde. Tobias Whale ist auch ein genialer Gegenspieler, bei dem man es einfach nur liebt, ihn zu hassen. Für eine erste Staffel war es sogar schon recht seriell. Es gab eigentlich keine so wirklich unwichtige Folge, auch wenn im Prinzip nur der Grundstein für die späteren Staffel gelegt wurde. Hauptsächlich wurden nämlich in der ersten Staffel die Charaktere geformt, wie z.B. das Verhältnis der Familie Pierce zu Peter Gambi, oder der Aufstieg von Tobias Whale zum obersten Gangsterboss von Freeland. Würde man die erste Staffel von Black Lightning mit den Arrowverse Serien vergleichen, könnte sie ruhig noch etwas drauflegen. Für sich betrachtet (und genau das sollte man auch) war die Staffel durchaus sehenswert und hat auch Lust auf mehr gemacht.
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Re: Zuletzt gesehen - Film/Serienbewertungen

Beitrag von Ranger L » Di 1. Okt 2019, 04:06

The Flash Staffel 5 6,5/10
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Naja, kein Totalausfall wie Staffel 2, aber an die letzten beiden Staffeln kommt sie nicht ansatzweise ran. Vor allem hatte die Staffel für mich halt wieder viel zu viel Zeitlinien Manipulation, auch wenn’s hier wieder „nur“ um die Zukunft ging. Als es anfangs nur Nora war, fand ich’s noch ganz ok, da man größtenteils zumindest versucht hat, etwas darauf einzugehen, was genau sich alles verändert hat, aber gegen Ende wurde es mir dann einfach zu viel. Vor allem bin ich halt nachwievor der Ansicht, dass die Serie sich selbst nicht so recht entscheiden kann, nach welcher Zeitreise Logik sie gehen will. Ich meine, diese Sache mit dem Dolch, der in der Zukunft einfach verschwindet (was ich an sich schon absolut hirnrissig finde, da er, wenn er in der Vergangenheit zerstört wird, in der Zukunft ja nie existiert hat), deutet daraufhin, dass sich ein und dieselbe Zeitlinie verändert. Aber 5 Minuten später heißt es dann wieder, dass durch die Handlungen in der Vergangenheit eine neue Zeitlinie entstanden ist und die alte (inklusive Nora, die aus dieser stammt) jetzt ausgelöscht wird. Also was jetzt? Und muss ich verstehen wo zum Teufel diese, in der Zukunft gefangene, Version von Thawne jetzt schon wieder herkommt? Diese ganzen Zeitrelikte hatten doch alle nicht mehr das Gesicht von Wells oder irre ich mich da?
Nora war als Charakter größtenteils recht sympathisch, allerdings hat sie mir zu häufig für irgendwelche Streitigkeiten zwischen Barry und Iris gesorgt. Und ich bin auch ehrlich gesagt nicht so ganz sicher, was ich von dieser Moral bezüglich des Heilmittels halten soll. Ich meine, unter normalen Umständen fände ich es durchaus lobenswert, das Heilmittel niemandem aufzuzwingen, aber bei Cicada? Das Überleben von tausenden Menschen davon abhängig zu machen, ob man einen irren Massenmörder davon überzeugen kann, das Heilmittel freiwillig zu nehmen, halte ich schon für ziemlich fahrlässig.
Cicada als Hauptfeind fand ich in der Theorie in Ordnung, aber seine Story wurde mir ehrlich gesagt viel zu sehr gestreckt und wichtige Ereignisse wurden unnötig lange hinausgezögert. Er ist halt schon ein interessanter Charakter, aber er gibt einfach nicht genug her, um eine komplette Staffel damit zu füllen und später dann auch noch komplett random die Zukunftsversion seiner Tochter mit ins Spiel zu bringen, fand ich auch richtig unnötig. Mal abgesehen davon, dass das nur noch mehr für Zeitmanipulation gesorgt hat, war es halt im Wesentlichen einfach die gleiche Story nochmal, die man schon in den ersten 2/3 durchgekaut hatte.

Wofür ich der Staffel aber ein Kompliment mache ist, dass man Ralph weiterhin beibehalten hat, anstatt ihn einfach rauszuwerfen, auch wenn ich teilweise das Gefühl hatte, dass man nicht allzu viel mit ihm anzufangen gewusst hat, aber selbst so war er für mich wohl immer noch der beste Charakter. Und ich find’s nachwievor lustig, wie kreativ die Serie ist, sich immer irgendwelche neuen Wells‘/Wellse/Whatever aus dem Ärmel zu ziehen. (Wenn man sich doch nur bei anderen Dingen genau so viele Gedanken machen würde)

Wenn ich die Staffeln Ranken müsste, würde ich sagen:
1. Staffel 4
2. Staffel 1
3. Staffel 3
4. Staffel 5
5. Staffel 2
Und für mich unterstreicht das auch nochmal sehr gut das, was ich schon lange sage. Desto weniger The Flash mit Zeitreisen zu tun hat, desto besser ist die Serie und das ist in dem Fall wirklich wörtlich zu verstehen, denn Staffel 4 hatte wirklich so gut wie gar keine Zeitreisen, während Staffel 2 wahrscheinlich die meisten hatte.
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Re: Zuletzt gesehen - Film/Serienbewertungen

Beitrag von Red Ranger » So 6. Okt 2019, 11:35

Supernatural, Staffel 12 8/10

Ähnlich wie Staffel 9, wo mir die Filler besser gefallen haben als die Storyfolgen, gibt es hier ebenfalls eine seltsame Konstellation. Die Filler sind besser als die Hälfte der Story. Denn in dieser Staffel gibt es zwei wichtige Storypunkte. Ein Mal Lucifer und sein ungeborenes Kind, und dann die britischen Männer der Schrift. Die Story mit den britischen Männern der Schrift hat mir sehr gut gefallen. Eine Organisation, die eigentlich ähnlich wie die Jäger gegen böse übernatürliche Kräfte kämpft, aber sehr zwielichtige Methoden besitzt. Der Showdown mit den britischen Männern der Schrift wirkte dann auch wie das wahre Finale der 12. Staffel. Es war auch eine richtig gute Folge. Der zweite Storypunkt mit Lucifer und seinem ungeborenen Kind hat mich doch recht kalt gelassen. Das liegt vor allem daran, dass im Gegensatz zum meisten Fandom, wo Lucifer als bester Bösewicht überhaupt gefeiert wird, ich ihn doch ziemlich langweilig und nervig finde. Und dass man ihn auch ständig wieder herauskramen muss, erinnert mich schon so langsam an die ewigen Rückholaktionen von Thawne im Arrowverse. So wirkte dann auch die letzte Folge weniger wie ein echtes Finale, sondern mehr wie der Übergang zur nächsten Staffel. Die alternative Realität einer Welt, in der die Apokalypse ausgebrochen ist, wirkte schon recht interessant. Wenn man darauf näher eingeht, könnte die nächste Staffel was werden. So war Staffel 12 zwar nicht schlecht, hätte aber besser sein können, wenn man sich nur auf die britischen Männer der Schrift konzentriert hätte.
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