Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

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Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Ranger L » Do 17. Jan 2019, 05:04

Ich hab jetzt mal so einen Thread aufgemacht, da ich mir gedacht hab, jetzt wo Ultraman Teil meiner Rotation ist und ich deshalb vermutlich in nächster Zeit deutlich mehr darüber posten werde als zuvor, würde es sich vielleicht lohnen, das Franchise von den anderen Tokus zu trennen.
Als erste Staffel hab ich mir auch direkt mal Tiga vorgenommen, die eigentlich schon sehr lange relativ weit oben auf meiner Liste steht. Ich bin jetzt bei 10 Folgen und bisher ist die Serie in Ordnung, aber auch nicht wirklich mehr als das.


Die erste Folge war ganz ok, auch wenn ich die Erklärung, wie genau Daigo zu Tiga geworden ist, eher semi-plausibel finde, gerade den Teil, wo er sich einfach mal eben in Licht verwandelt hat, aber naja. Außerdem fand ich’s etwas enttäuschend, dass es drei Ultraman Statuen gab, aber nur eine von ihnen wieder erweckt wurde, ich hoffe mal, dass man später nochmal ein bisschen auf die anderen eingeht. Folge 2 (und Folge 3, unter der Voraussetzung, dass man diese Alien-Wesen nochmal aufgreift), könnte man auch noch als relevant bezeichnen, seitdem ist erstmal nicht mehr viel passiert. Die Folgenhandlungen sind jetzt nicht schlecht, geben mir bisher aber auch nicht allzu viel wenn ich ehrlich bin. Manche sind besser als andere, aber wirklich was Besonderes sind die meisten jetzt nicht.
Hauptfeind scheint es auch keinen zu geben, bislang werden die Monster eigentlich alle einfach nur eines nach dem anderen abgearbeitet, was ich doch relativ langweilig finde, vor allem weil, anders als im originalen Ultraman beispielsweise, nicht impliziert wurde, dass es die schon immer gab, sondern die wohl alle jetzt erst auftauchen. Irgendeinen konkreten Auslöser wie bei Neos scheint es aber auch nicht zu geben, außer vielleicht diese seltsame Warnung in der ersten Folge, die man aber erstmal etwas genauer erklären müsste, damit sie halbwegs aussagekräftig ist. Ich hoffe echt, dass man da später noch mal ansetzt.

Bei den Charakteren geht es mir wie bei vielen Ultraman Staffeln in der Anfangsphase. Gerade die ersten paar Fokusfolgen fand ich ehrlich gesagt relativ oberflächlich, was nicht gerade dazu beiträgt, dass ich mir die Charaktere gut merken kann, aber langsam wird es besser. Wirklich im Kopf hab ich die meisten zwar immer noch nicht, aber bisher kam zumindest niemand großartig unsympathisch rüber.
Die Organisation hinter den Protagonisten geht am ehesten in Richtung Neos, zu groß für dieses eher familiäre Feeling der ersten Staffel, aber auch nicht so beeindruckend groß wie bei Gaia.


Momentan hab ich also eher noch gemischte Gefühle zu Tiga. Was wirklich Schlechtes hat die Serie bisher zwar noch nicht gemacht, aber was wirklich Gutes halt auch nicht. Das ist natürlich erstmal nur der erste Eindruck, aber so langsam könnte doch mal irgendwas halbwegs Interessantes passieren.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Ranger L » Di 29. Jan 2019, 05:24

Ich bin jetzt endlich mit Tiga fertig und naja, also wirklich gut fand ich die Serie nicht. In gewisser Weise war sie Gaia, ohne alles was Gaia interessant gemacht hat. Ein paar der Ansätze waren ganz interessant, aber die meiste Zeit hat mich die Staffel einfach nur gelangweilt.


Die Charaktere waren eigentlich alle in Ordnung es gab jetzt keinen, der mich irgendwie genervt hat, aber was großartig Herausragendes waren sie ehrlich gesagt auch nicht. Ich glaub dass ich locker 30 Folgen gebraucht hab, bis ich mir von allen die Namen merken konnte (das ist selbst für Ultraman Verhältnisse echt lang) und das obwohl alle ihre Namen hinten auf der Uniform stehen hatten. Daigo war an sich ein sympathischer Protagonist, aber verglichen mit beispielsweise Gamu, hat er mich auch nicht unbedingt vom Hocker gerissen. Er war halt mehr oder weniger der typische optimistische Ultraman Protagonist, was nichts Schlechtes ist, aber die Serie tragen kann man damit alleine halt auch nicht.
Bei den anderen hat mich vor allem die Fokusverteilung etwas gestört, gerade Munakata hatte glaub ich in der gesamten ersten Hälfte genau eine Fokusfolge und bei Yazumi hat es locker 20 Folgen gedauert, bis er überhaupt mal irgendwas halbwegs Interessantes zu tun bekommen hat. Bei einer Serie wie Gaia kann ich über sowas noch ganz gut hinwegschauen, da es bei einer derartigen Menge an Charakteren natürlich nicht leicht ist, allen gleich viel Fokus zu geben, aber hier, mit 7 Hauptcharakteren und keiner wirklichen Story, die Zeit von den Charakteren hätte wegnehmen können, sollte man es schon hinbekommen können, den Fokus einigermaßen gleichmäßig zu verteilen.

Inhaltlich hatte die Serie eigentlich die ersten 40 Folgen absolut gar nichts zu bieten. Es gab keine fortlaufenden roten Fäden oder sonst irgendwas, das man als Handlung hätte bezeichnen könnte und so wirkliche Zwischenhöhepunkte hatte die Serie eigentlich auch nicht. Das einzige, was man in dieser Phase als eine Art Climax bezeichnen könnte, wäre der Zweiteiler 19/20, der zwar jetzt auch nichts sonderlich Spektakuläres war, aber immerhin könnte man die beiden Folgen, durch die Einführung dieses neuen Schiffs als halbwegs relevant bezeichnen. Es gab zwar noch andere Folgen, in denen irgendwelche Hilfsmittel eingeführt wurden, allerdings waren die in den entsprechenden Folgen halt meistens einfach nur da und wurden nur das erste mal benutzt, was durch den militärischen Kontext zwar Sinn macht, aber halt auch nicht unbedingt viel zum Storytelling beiträgt. Die einzig andere Folge, die ich vielleicht noch als relevant bezeichnen würde, wäre die, in der diese Sache mit den Critters zu Ende gebracht wurde, die zuvor schon 1-2 mal aufgetaucht sind.
Die Kontinuität zwischen den Folgen war gut, das muss ich der Serie lassen, es wurden immer wieder mal Vorfolgen erwähnt oder Monster aus ihnen sind ein zweites oder drittes Mal vorgekommen und es gab zumindest eine Handvoll wiederkehrende Nebencharaktere (wenn auch deutlich weniger als in Gaia), die gelegentlich mal Vorgekommen sind, wie Shinjohs Schwester oder diese höheren Mitglieder von TPC, was einem zumindest rückwirkend so ein bisschen das gefühlt vermittelt, sich nicht alles komplett umsonst angeschaut zu haben.
Die einzelnen Folgenhandlungen, muss ich sagen, waren hier allerdings wirklich zu großen Teilen unterdurchschnittlich gut und in den meisten Fällen relativ langweilig. Und gerade bei den paar wenigen Plots, die ich wirklich interessant fand, hatte die Serie dann auch noch häufig die Tendenz, sie in den letzten paar Minuten noch irgendwie zu ruinieren, entweder mit irgendeiner unkreativen, unlogischen Problemlösung (à la Tiga packt random irgendeine neue Fähigkeit aus, die er in 30 Folgen noch nie benutzt hat o.ä.) oder durch so ein kitschiges und/oder pseudo-melodramatisches Ende, bei dem ich mal wieder um den Tod eines One-Shot Charakters (oder Kaijuus) heulen soll. Ich glaub dass mir in den gesamten ersten 40 Folgen vielleicht maximal 1/3 der Folgen ganz gut gefallen haben und das ist halt schon ein verdammt schlechter Wert für eine Serie, die außer den Folgenhandlungen so gut wie nichts hat um sie zu tragen.

Und was für mich hier halt, vor allem im direkten Vergleich zum originalen Ultraman, noch dazu kommt, das ist das Monster-Konzept, das hier einfach nicht richtig erklärt wurde. Man hat nachwievor eigentlich keine Ahnung, wo genau die Monster auf einmal alle herkommen. Zwar hat man die Frage zwischendurch selbst 1-2-mal kurz angeschnitten, sie dann aber letztlich nie wirklich beantwortet. Bei einzelnen Monstern schon, da gab’s durchaus einige, die einen guten Background hatten, aber es gibt halt keine übergeordnete Erklärung dafür, warum die alle genau jetzt auftauchen oder sonst irgendwas, das sie verbindet. Es gab echt einige Monster, die irgendwann vor 20 Jahren mal entstanden sind, aber die ganze Zeit über einfach gar nichts gemacht haben und erst jetzt auftauchen, wo es einen Ultraman als ebenbürtigen Gegner gibt, als ob sie ernsthaft gewartet hätten, damit es einen fairen Kampf gibt. In der originalen Serie war das ok, weil es da In-Universe immer schon Monster gab, aber Tiga gibt dieses Konzept einfach nicht her, weil es hier so dargestellt wurde, als wären die Leute von GUTS zu Beginn der Staffel das erste Mal auf Monster getroffen. Wenn man sowas macht, dann sollte man schon dafür sorgen, einen konkreten Auslöser einzubauen, was man hier aber nicht gemacht hat.
Vor allem wäre es ja nicht mal so, als hätte man keine gute Grundlage dafür gehabt. Dieser ganze Background, mit der antiken Zivilisation für die Tiga gekämpft hat, hätte eigentlich sehr viel Potential gehabt, man hätte ähnlich wie Kuuga, das Ergründen und wieder entdecken dieser Zivilisation zur treibenden Kraft der Serie machen können und auch einen Zusammenhang mit der Monsterflut hätte man da miteinbauen können, aber stattdessen hat man das Ganze zu Beginn der Staffel einfach in den Raum hineingeworfen und danach bis auf 2-3 kleinere Erwähnungen bis kurz vor Schluss komplett ignoriert.

Das erste Mal das Gefühl, dass es wirklich mal sowas wie Story gab, hatte ich dann Mitte der 40er, wo es zumindest mal 3 Folgen gab, wo man zunächst diesen Zweiteiler mit Evil Tiga hatte, aus dem man meiner Meinung nach auch noch deutlich mehr hätte machen können und danach noch eine einzelne Folge in der man auf das Schicksal dieser antiken Zivilisation eingegangen ist, die am Anfang als Teil von Tigas Background erwähnt (und seitdem nicht mehr aufgegriffen) wurde. Beides war jetzt nicht wirklich was Besonderes, aber es hat mich zumindest mal aus dem Tiefschaf aufgeweckt. Danach gab es nochmal eine Handvoll Füller, die ich teilweise ziemlich random fand. Unter anderen hat man sich zunächst eine Freundin für Horii aus dem Ärmel gezogen, von der man noch nie zuvor was gehört hatte und direkt danach hatte TPC auch plötzlich eine Mondbasis, die davor auch noch nie ansatzweise erwähnt wurde. Auch die Tsuburaya Folge kam etwas random so kurz vorm Finale, aber zumindest fand ich die Folge für sich genommen ganz nett.
Der finale Dreiteiler hat mich jetzt ehrlich gesagt auch nicht unbedingt vom Hocker gerissen. Die Atmosphäre war zwar ganz cool und solche Basis Evakuierungen find ich immer schön, aber bei diesem Darkness Monster hat man natürlich auch nicht so wirklich erklärt, wo genau es herkommt, außer dass es vielleicht irgendwas mit diesen Killelu Aliens zu tun haben könnte. Mal abgesehen davon, dass ich absolut keinen Plan habe, woher Rena plötzlich wusste, dass Daigo Tiga ist. Bzw. später wussten es dann sogar alle und es wurde mehr oder weniger so dargestellt, als hätten sie es schon lange gewusst, was an sich nicht abwegig wäre, ich meine, es war hier genauso offensichtlich wie sonst auch immer, aber die Reaktion von Rena ist doch nicht die einer Person, die diese Information schon seit Monaten hat. Sie hat eher so gewirkt als hätte sie es gerade erst erfahren. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob ich die Vorstellung, dass alle es die ganze Zeit gewusst, aber nicht darüber geredet haben, wirklich besser finden soll, als die Vorstellung, dass sie zu inkompetent waren, es heraus zu finden. Ach ja und natürlich musste man dann im Finale auf „das Licht in den Herzen der Menschen“ zurückgreifen um Tiga wiederzuerwecken, obwohl man eigentlich schon einen sehr guten wissenschaftlichen Ansatz hatte, es zu erklären, der dann aber selbstverständlich nicht funktioniert hat. Den einzigen Plus Punkt den ich dem Finale gebe ist, dass man ein paar Vorausgehende One-Shot Charaktere eingebaut hat.


In der Summe fand ich Tiga ziemlich schwach. Im Grunde ist sie einfach die Personifikation aller Formeln, die Ultraman typischerweise benutzt, aber ohne ihnen dabei irgendwas wirklich Besonderes mitzugeben, das die Serie positiv herausstechen lässt. Ein paar ganz gute Einzelmomente hier und da, aber recht viel mehr konnte ich der Serie nicht wirklich abgewinnen.
(Fun Fact: Nicht dass es wichtig wäre, aber ich hab mit Tiga jetzt insgesamt die 5000 Toku Folgen überschritten)
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Re: Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Ranger L » Di 5. Mär 2019, 05:06

Für meine nächste Ultraman Staffel hab ich zwischen zwei Staffeln geschwankt und hab mich jetzt letztlich für die originale Ultraseven entschieden. Ich hab 10 Folgen gesehen und für so eine alte episodische Serie, gefällt sie mir bisher eigentlich recht gut.


Der Start war in Ordnung, ich fand’s auf der einen Seite ganz cool, dass Dan erstmal ein komplett außenstehender Charakter war, dem das Ultra Guard Team quasi nur zufällig über den Weg gelaufen ist, auf der anderen Seite hat es mich ziemlich irritiert, dass einfach absolut niemand in Frage gestellt hat, warum er so viel über diese Aliens weiß und man ihn dann am Ende auch einfach so random ins Team mitaufgenommen hat.
Außerdem find ich’s schade, dass man es hier schon wieder mehr oder weniger so darstellt, als wäre das Team in der ersten Folge zum aller ersten Mal Aliens über den Weg gelaufen. Wobei man hier zumindest sagen muss, dass Seven anscheinend auch schon vorher auf der Erde war, weshalb man argumentieren könnte, dass zumindest nicht zufällig beide gleichzeitig aufgetaucht sind. Allerdings hoffe ich mal, dass man irgendwann noch ein bisschen Background zu Ultraseven bekommt und erfährt, was er eigentlich auf der Erde macht. Und was es mit diesen Kapsel Monstern auf sich hat, würde mich auch interessieren.

Die Folgenhandlungen sind auf jeden Fall ziemlich gut bisher, weitaus besser, als die von Tiga oder selbst Goranger. Ich find’s interessant, dass man die Kämpfe bisher wirklich auf ein absolutes Minimum reduziert, die sind häufig nicht mal ne Minute lang und das obwohl Seven nicht mal ein Zeitlimit hat. Außerdem fokussiert man sich hier bislang deutlich mehr auf Aliens, während Kaijus wenn überhaupt nur mal nebenbei oder als Mittel zum Zweck benutzt werden.
Dass die Serie so viel ernster ist als Ultraman, was viele ja immer sagen, kann ich bisher ehrlich gesagt noch nicht so wirklich erkennen, man hat vielleicht den Humor der Charaktere ein kleines bisschen zurück geschraubt, aber ein besonders großer Kontrast ist da jetzt für mich nicht. Was ich allerdings auch nicht unbedingt sonderlich schlimm finde.

Zu den Charakteren kann ich wie üblich in der Anfangsphase noch nicht allzu viel sagen, es scheint von der Menge her wieder etwas familiärer zu sein, was ich durchaus begrüße und bisher hat auch keiner nen schlechten Eindruck gemacht, aber ich glaub, bis ich mir alle Namen merken kann, könnte es trotzdem noch etwas dauern.


Wirklich viel falsch macht die Serie bisher also nicht, auch wenn es jetzt nichts unfassbar Herausragendes ist, aber aktuell würde ich sie ganz klar über die letzten beiden episodischen Serien, die ich gesehen hab, stellen. Wenn sie das auch bis zum Ende halten kann, ist alles super.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Red Ranger » Di 5. Mär 2019, 21:35

Ultraseven hatte ich auch schon länger auf dem Schirm. Bevor ich mit Gavan angefangen hab, hab ich zwischen Gavan und Ultraseven geschwankt. Klingt bisher doch ganz interessant. Vor allem der größere Fokus auf Aliens könnte durchaus positiv sein. Mir haben die Alien Folgen bisher immer am besten gefallen, da die Kaijus ja in fast jeder Staffel die gleichen sind. Die Aliens haben da immer eine gewisse Abwechslung reingebracht. Was mir bei den Folgen von krdl aufgefallen ist, die sogenannte Lost Episode (die ursprüngliche Folge 12) hat keine Untertitel und ist auch in sehr schlechter Bildqualität. Die Folge wurde ja aus dem Fernsehen verbannt und hat es auch nicht auf die DVDs geschafft. Auch wenn es bei einer rein episodischen Serie nicht schlimm sein dürfte, wenn eine Folge fehlt, finde ich es trotzdem schade, dass es die Folge anscheinend nicht gesubbt und in guter Qualität gibt.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Ranger L » Mi 6. Mär 2019, 05:02

Ja das ist mir auch aufgefallen, aber Megabeast Empire hat die Folge mal separat gesubbt. Deren Links sind zwar alle tot, aber ich hab vorhin mal auf Nyaa geschaut und da ist sie noch verfügbar. Ich hab sie nur kurz angetestet, aber es scheint alles so zu sein wie es sein soll. Man hat zwar das Intro übersprungen und die Bildqualität ist immer noch schlecht, aber mehr darf man, bei einer Folge, die eigentlich nicht mehr existieren sollte, wohl nicht erwarten.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Ranger L » Mo 18. Mär 2019, 05:08

Ich bin jetzt auch mit Ultraseven fertig und ich würde sagen, für das was sie ist, war das durchaus eine sehr solide Serie. Nichts was mich jetzt krass vom Stuhl gehauen hätte, aber es hat mich ganz gut unterhalten.


Die Charaktere waren hier zwar nicht ganz so stark wie in Ultraman oder den beiden Uehara Sentai Staffeln, die ich gesehen hab, aber in der Summe gehören sie für mich trotzdem noch zu den besseren Showa Charakteren. Dan war vielleicht sogar einen Tick besser als Hayata, die anderen waren jetzt nichts komplett herausragendes, gerade bei Soga und Amagi hab ich auch einige Zeit gebraucht, bis ich sie auseinander halten konnte, wobei sich Soga dann mit der Zeit aber sogar noch zu einem meiner Favoriten entwickelt hat. Nur Furuhashi fand ich teilweise etwas seltsam, mit seinem ständigen Misstrauen gegenüber Zeugen. Ich meine, nach 30 Folgen könnte man einer Person schon mal glauben, wenn sie sagt, dass sie ein Alien gesehen hat, aber naja. (Und warum ist Annes Frisur immer so seltsam hin und her gesprungen?)
Die Sache mit der Geheimidentität fand ich etwas weniger penetrant nervig als in Ultraman, es gab aber immer noch mehr als genügend Situationen, in denen ich mir gedacht hab „Alter, wollt ihr einfach ignorieren, dass ihr euch den ganzen Kampf über gefragt habt, wo Dan ist?“. Hier war es vor allem die Situation, dass Dans Jet irgendwie beschädigt wurde bzw. abgestürzt ist oder er in einem gegnerischen Raumschiff zurück geblieben ist, bevor es zerstört wurde und er danach vollkommen unverletzt aufgetaucht ist, ohne dass irgendwer das seltsam zu finden scheint, was extrem häufig vorgekommen ist. Es gab sogar einige Folgen, wo man direkt nachdem Kampf einfach die Folge beendet hat, um das unausweichliche Gespräch zwischen Dan und seinen Team-Mitgliedern nicht zeigen zu müssen, weil sie wussten, dass es absolut keine Möglichkeit gibt, das halbwegs plausibel zu gestalten, ohne seine Identität offen zu legen.


Storyweise gibt es eigentlich nicht sonderlich viel zu sagen, neben der ersten Folge und dem finalen Zweiteiler, war eigentlich die einzige wirklich relevante Folge, die in der man erfahren hat, wie Ultraseven zu seiner menschlichen Form gekommen ist, was nicht mal unbedingt eine Information war, mit der ich gerechnet hatte (ich meine, das hätte ja auch nur einfach irgendjemand sein können), aber trotzdem weiß ich das sehr zu schätzen. Was man dafür leider nie erklärt hat, das sind die Hintergründe, dieser seltsamen Kapsel Monster (die insgesamt auch glaub ich nur etwa 5-6-mal vorgekommen sind) und ich bin auch nicht sicher, ob man die Frage, was genau er ursprünglich auf der Erde gemacht hat, so zweifelsfrei als „geklärt“ bezeichnen kann. Klar, er will gegen die ganzen Alien Invasionen vorgehen, aber woher wusste er denn überhaupt davon und was hat das alles mit ihm zu tun?
Die Folgenhandlungen waren aber wirklich bis auf ein paar wenige Ausnahmen alle überdurchschnittlich gut. Man hat immer versucht sie kreativ und abwechslungsreich zu gestalten, die Verteilung der Fokusfolgen war halbwegs vernünftig und es hat definitiv geholfen, dass man sich eigentlich fast ausschließlich auf Alien-Plots konzentriert hat und die Kaijus die da waren, auch immer zu irgendwelchen Alien-Rassen zurückgeführt hat. Man hat im Laufe der Staffel dann auch ein paarmal impliziert, dass es Aliens wohl doch auch schon vorher auf der Erde gegeben hat und die Organisation hinter Ultra Guard das auch wusste, was ein paar Szenen am Anfang zwar etwas seltsam macht, aber immerhin funktioniert so das Monsterkonzept der Staffel deutlich besser, was für mich im direkten Vergleich das Wichtigere ist. Und dass man ohne Kind im Hauptcast darauf verzichtet hat, in jede Folge One-Shot Kinder rein zu pressen, hat auch sehr geholfen. Es gab hier und da mal eins, aber insgesamt war die Frequenz relativ niedrig.
Die Kämpfe sind mit der Zeit dann doch noch deutlich länger geworden, was ich etwas schade fand, da mich die Wrestling-lastigen Ultraman Kämpfe eigentlich eher selten beeindrucken, aber immerhin hat man recht schön mit der Größe von Ultraseven variiert und ihn auch des Öfteren mal auf Menschengröße oder sogar mal Miniaturgröße kämpfen lassen.
Was ich allerdings sagen muss, die Folgenkontinuität war hier doch um einiges Schwächer als in Ultraman oder auch Tiga. Es gab keine einzige Alienrasse, die ein zweites Mal vorgekommen ist, obwohl es sich durchaus für einige sehr gut angeboten hätte und man hat sich auch so gut wie gar nicht auf frühere Folgen bezogen, bis auf vielleicht eine Situation, die ich aber extrem seltsam fand und der Übergang eigentlich nicht wirklich Sinn gemacht hat. Anfang der 20er gab es nämlich mal eine Folge in der Dan am Ende nach dem Kampf „verschwunden“ ist und die Ultra Guard Mitglieder sich alle Sorgen um ihn gemacht haben und in der darauffolgenden Folge ist er dann zu Beginn wirklich erstmal nicht vorgekommen, als er dann aber Mitte der Folge wieder aufgetaucht ist, hat man gesagt er wäre für eine Woche auf einer Weltraum-Patrouille gewesen und alle haben so getan, als wäre das vollkommen normal. Das ist irgendwie so rüber gekommen, als wäre der Darsteller mal für ein-zwei Drehtage nicht verfügbar gewesen, sich die Writer der betreffenden Folgen, aber nicht abgesprochen haben, wie sie das handhaben wollen.
Das einzige wiederkehrende Element, das man vielleicht nennen könnte, das wären diese Raumstationen V2 und V3, die ein paarmal erwähnt und gezeigt wurden. Und was man halt auch positiv hervorheben muss ist, dass es hier insgesamt immerhin 3 Zweiteiler gab (im Vergleich zu lediglich einem in Ultraman), darunter auch das Finale, welches dadurch natürlich vom Pacing her direkt viel besser war, als das von Ultraman. Ich fand’s schön, dass die Ultra Guard Mitglieder am Ende Dans Identität erfahren haben und man ist hier auch etwas vom typischen Ultra-Finalkonzept abgewichen. Man hat Dans Kraftverlust ganz gut mit seiner Dauerbelastung über die bisherige Serie begründet, was dem ganzen auch eine gewisse Bedeutung verliehen hat, es gab kein unnötiges versteinern und wiedererwecken und dass Seven am Ende notgedrungen und schnellstmöglich die Erde verlassen musste, hat hier sogar Sinn gemacht.


Recht viel mehr hab ich eigentlich auch nicht mehr zu sagen, die Serie bietet jetzt nicht gerade extrem viel Stoff, über den man reden könnte, aber das was sie macht, ist ziemlich gut umgesetzt. Es ist jetzt nicht Iron King, aber verglichen mit Beispielsweise Tiga macht UltraSeven schon viel richtig und gehört in der Summe wohl auch definitiv zu den besseren episodischen Serien, die ich gesehen hab.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Ranger L » Mi 24. Apr 2019, 04:04

Nach dem kleinen Zwischenstopp geht’s wieder normal weiter in der Reihe und zwar mit Ultraman Dyna. Ich bin bei 13 Folgen und soweit ist die Serie eigentlich ganz unterhaltsam. Nichts sonderlich Spektakuläres bisher, aber es macht auf jeden Fall schon mal einen solideren Eindruck als Tiga.


Der Start war für Pre-Ginga Ultraman Verhältnisse recht gut, allein die Tatsache, dass es ein Zweiteiler war und Dyna erst ganz am Ende der ersten Folge aufgetaucht ist, war schon mal sehr viel wert. Ich hoffe nur, dass man irgendwann nochmal genauer darauf eingeht, woher genau Dyna kommt. Da die Serie in derselben Welt wie Tiga spielt sollten die Ultras ja eigentlich auch gleich funktionieren, aber von derselben Quelle wie Tiga scheint Dyna auf jeden Fall nicht zu kommen.
Storyweise gab es bisher nicht wirklich viel, die Monster tauchen wie üblich einfach nur auf und werden nacheinander abgearbeitet, aber dadurch, dass die Staffel auf Tiga aufbaut, macht es hier deutlich mehr Sinn, dass verschiedene Monster einfach auf der Bildfläche erscheinen, weil sie nach Tiga vermutlich nie weg waren. Das macht schon mal einiges aus, weil man so nicht das Gefühl hat, dass die Monster und der Ultra zufällig zur gleichen Zeit auftauchen. Folgenhandlungen sind soweit auch recht gut, nichts bahnbrechendes, aber größtenteils sehr unterhaltsam. Ob man damit die ganze Staffel tragen kann, muss sich allerdings erst noch rausstellen.

Die Charaktere muss ich sagen, find ich hier doch ein ganzes Hauseck besser, als die von Tiga oder selbst Ultraseven. Die Tatsache, dass ich mir nach 10 Folgen schon alle Hauptcharaktere merken konnte, sagt schon einiges aus. Asuka ist als Protagonist auch deutlich interessanter als Dan oder Daigo, schon allein, weil er nicht der überperfekte Held ist, sondern auch seine Macken hat. Und ich hab das Gefühl, dass es hier auch wieder etwas humorvoller zugeht, als im Vorgänger, das macht die Atmosphäre unter den Charakteren irgendwie angenehmer.
*Hier obligatorisches Jammern über die Geheimidentität einfügen*


Umgehauen hat mich die Staffel bis jetzt noch nicht, aber es scheint definitiv eine Steigerung gegenüber Tiga zu sein. Es kommt, denke ich, auch darauf an, wie sich die Serie von jetzt an entwickelt. Wenn sie so bleibt wie sie ist, wäre sicherlich keine sonderlich hohe Platzierung in meinem Ranking drin, aber solange sie nicht schlechter wird, wäre das verkraftbar.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Ranger L » Do 9. Mai 2019, 04:07

Ich bin jetzt endlich mit Ultraman Dyna durch. Das hat sich doch ganz schön gezogen. Ich fand die Serie in Ordnung, aber auch nicht wirklich mehr als das. Besser als Tiga ist sie zweifellos, aber verglichen mit ihrem direkten Nachfolger Gaia, lässt sie in manchen Punkten schon auch noch etwas zu wünschen übrig.


Die Charaktere waren hier definitiv besser als die von Tiga und Ultraseven. Vielleicht nicht ganz auf dem Niveau der 2010er Staffeln, aber definitiv sehr unterhaltsam und sympathisch. Asuka ist halt so dieser typische Hitzkopf-Protagonist, was ich aber meistens recht gerne mag, wenn der Charakter nicht zu unsympathisch wird, was hier aber nicht der Fall war. Das ganze Team hatte eine sehr schöne und ähnlich der originalen Ultraman Serie eher familiäre Dynamik und es gab eigentlich keinen, den ich nicht mochte. Von der Geheimidentitäts-Sache hab ich schon schlechtere Umsetzungen gesehen, aber auch schon bessere. Belassen wir es dabei. Ich find‘s aber sehr schade, dass man letztlich eigentlich nie wirklich erfahren hat, wo genau Dyna herkommt.
Bei Hanejiro bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich den Sinn und Zweck seiner Existenz so wirklich verstanden habe. Nach seiner Einführung ist er erstmal ein paar Folgen gar nicht mehr vorgekommen, was aber in der Folge, in der er wieder aufgegriffen wurde, ganz gut erklärt wurde, danach war er allerdings bis kurz vor Schluss, als er die Erde wieder verlassen hat, komplett irrelevant und wurde die meiste Zeit (wenn überhaupt) gelegentlich mal gezeigt, wie er im Hintergrund rumflattert oder vielleicht mal süß in die Kamera schaut und das war‘s. Ich meine, er hat so gesehen zwar für drei mehr oder weniger relevante Folgen gesorgt, aber wenn man die drei einfach rausgenommen hätte, wäre jetzt auch kein größerer Mehrwert verloren gegangen.


Story hatte die Serie, wie auch ihr Vorgänger, keine so wirklich erkennbare. Der einzige wiederkehrende Aspekt waren wohl diese Spheres und mit „wiederkehrend“ meine ich in dem Fall, den Start, das Finale und noch etwa 2 oder 3 Folgen zwischendurch, was nicht wirklich viel ist, aber immerhin ist das Finale dadurch nicht komplett aus dem nichts gekommen.
Die Folgenhandlungen waren ganz gut, wenn vielleicht auch nicht überragend. Sie waren in erster Linie ziemlich kreativ und abwechslungsreich, was meiner Meinung nach auch ein paar Mal so ein bisschen nach hinten losgegangen ist und sehr seltsame, verwirrende Folgen zur Folge hatte, aber zumindest dafür gesorgt hat, dass es nicht so schnell eintönig wurde. Was mir vor allem recht gut gefallen hat, das war dieser Erkundungsaspekt, dass man immer wieder mal auf neuen Planeten oder sonst irgendwo im Weltall unterwegs war und Raumstationen auf dem Mond und Mars hatte, die gelegentlich mal vorgekommen sind.
Folgenkontinuität war ganz ok, würde ich sagen, Tendenz in der zweiten Hälfte steigend. In der ersten Hälfte gab’s eigentlich nur eine einzige Folge, die sich direkt auf eine vorherige bezogen hat, nämlich die in der die Story von Hanejiro zum ersten mal wieder aufgegriffen wurde und dann noch eine Folge, in der ein Charakter aus Tiga vorgekommen ist, die halt zumindest für Kontinuität zwischen den Staffeln gesorgt hat (auch wenn’s mir lieber gewesen wäre, wenn man nicht ausgerechnet DIESEN Plot aus Tiga wieder aufgegriffen hätte). Ab der Mitte wurde es dann besser, da gab es dann auch öfter mal Folgen, in denen Ansätze und Aliens bzw. Kaijus aus anderen Folgen ein zweites Mal vorgekommen sind und es gab auch zwei Zweiteiler, wovon Zweiterer wohl als eine Art größeres Tiga Crossover fungiert, der hat mir auch recht gut gefallen. Der finale Dreiteiler war ebenfalls ziemlich stark, abgesehen vielleicht von diesem klischeehaften „Wir zeigen jetzt mal, das etwas unmöglich ist, nur um es danach durch Willenskraft trotzdem zu tun“ am Ende der ersten Folge, aber naja, immerhin hat man das Ganze im Anschluss noch durch einen etwas logischeren Aspekt aufgewertet. Die Auflösung von Asukas Identität hat man hier deutlich besser hinbekommen, als in Tiga und durch die Spheres ist das Ganze auch wie gesagt nicht ganz so aus dem Nichts gekommen. Das Ende war tatsächlich ziemlich gewagt und auf den ersten Blick auch etwas seltsam, aber irgendwie fand ich es auch ganz interessant. Diese Sache wird wohl in Ultraman Saga aufgelöst, den ich zwar theoretisch schon mal gesehen hab, mich aber nur noch daran erinnern kann, dass ich ihn damals nicht verstanden hab, vielleicht würde es sich also anbieten, ihn sich jetzt nochmal anzuschauen.


Und recht viel mehr hab ich auch eigentlich nicht mehr zu sagen. Im Grunde ist die Serie für mich so Standard wie eine Serie nur sein kann. Ich hatte nicht mal großartige Motivation, diese Review hier zu schreiben, weil die Staffel weder gut noch schlecht genug war, um mich sonderlich zu beschäftigen, das passiert mir auch relativ selten. Die Serie hatte im Gegensatz zu Tiga halt den Vorteil, sehr unterhaltsame Charaktere und größtenteils gute Folgenhandlungen zu haben, aber anders als beispielsweise Ultraseven hat sie halt auch nicht diesen „Sie hat getan, was sie für ihre Verhältnisse leisten konnte“ Showa-Bonus. Ich meine, sie ist parallel zu Gingaman und In Space gelaufen, da wäre schon auch deutlich mehr drin gewesen. Für das was sie war, fand ich Dyna nicht schlecht, aber von Hasegawa, war es wohl das schwächste Werk, das ich bisher gesehen hab.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Ranger L » Do 13. Jun 2019, 04:08

Bei Ultraman gibt es dieses Mal wieder ne Kombi-Runde und den Anfang hat die australische Miniserie Ultraman: Towards the Future aus 1990 gemacht. Keine schlechte Serie, würde ich sagen. Das australische Englisch ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber dieses ganze australische Setting hat schon auch seinen eigenen Charme. Verglichen mit Neos, die ihr vom Konzept her wohl am ähnlichsten ist, war die Serie definitiv besser.


Man es auf jeden Fall deutlich besser hinbekommen, innerhalb von relativ kurzer Zeit, die Charaktere zu etablieren und halbwegs zugänglich zu machen. Jack war ein interessanter Protagonist, er hatte ein bisschen was von Ultraseven, aber doch nochmal etwas anders. Und ich fand’s auch cool, dass er regelmäßig mit seinem Ultra kommuniziert hat, das hat man ja eher selten. Das einzige, das etwas schade war ist, dass man die Tatsache, dass ihn der Colonel von Anfang an verdächtigt hatte, mehr zu wissen als er sagt, mit der Zeit so ein bisschen hat fallen lassen bzw. einfach nichts dabei rausgekommen ist. Die anderen haben am Ende noch nicht mal erfahren, dass er Ultraman ist.
Colonel Arthur Grant selbst ist allerdings auch ein ziemlich cooler Charakter, hauptsächlich deshalb, weil er zunächst eigentlich viel mehr wie so ein klassischer, kalter Militär-General präsentiert wird, wie man ihn eher von irgendwelchen amerikanischen Filmen kennt, man mit der Zeit aber gemerkt hat, dass ihm seine Team-Mitglieder doch sehr am Herzen liegen und er eigentlich ein wirklich guter Kerl ist.
Die anderen waren tendenziell relativ typische Ultraman Charaktere, aber trotzdem ziemlich sympathisch und recht unterschiedlich zueinander, weswegen man sie sich leicht merken konnte.

Wirklich viel Story hatte die Serie zwar nicht, aber ich hab mich jetzt auch nicht großartig gelangweilt. Beim Start wusste ich erst nicht so recht, was ich davon halten soll, weil es doch recht ungewöhnlich angefangen hat, aber rückwirkend betrachtet, fand ich die erste Folge eigentlich sogar ziemlich gut. Es war definitiv mal was anderes. Die Tatsache, dass Jack erst mit der dritten Folge zum Vollwertigen Team Mitglied geworden ist, hat auch etwas dabei geholfen, dass es nicht langweilig wurde.
Das Monster Konzept hat anfangs eigentlich komplett auf den Virusförmigen Resten des Monsters Goudes aufgebaut, das irgendwelche Sachen infiziert und sie zu Monstern gemacht hat. Das fand ich eigentlich auch recht cool, Mitte der Staffel hat man die Story um Goudes dann aber in einem Zweiteiligen Climax aufgelöst, was auf der einen Seite ganz gut war, weil man dadurch natürlich zwei relevante und auch wirklich gute Folgen hatte, auf der anderen Seite hatte es so ein bisschen den Negativen Nebeneffekt, dass man danach halt für jedes einzelne auftauchende Monster eine eigene Geschichte finden musste, warum es existiert, weil man sich mit der Vernichtung von Goudes ja schließlich den gemeinsamen Nenner kaputt gemacht hat. Fand ich etwas schade, weil man halt so wieder so ein bisschen dieses „Warum genau jetzt?“ Problem hatte, aber ich schätze man könnte das noch irgendwie auf dieses Umweltschutz Thema zurückführen und sagen, dass wegen der Verschmutzung so viele auf einmal aufgetaucht sind. Und in den meisten Folgen wurde auch eine halbwegs vernünftige Erklärung gefunden, von daher kann ich darüber hinwegschauen.
Beim zweiteiligen Finale bin ich nicht ganz sicher, was ich davon halten soll. Es war an sich ganz spannend, ich weiß aber nicht so recht, ob ich wirklich verstanden hab, was genau das nun alles zu bedeuten hatte. Es wurde immer wieder angedeutet, dass es irgendwas mit einer Prophezeiung zu tun hatte, aber irgendwie bin ich nicht wirklich zufrieden damit. Außerdem fand ich das Ende etwas seltsam, einfach weil es sich eigentlich nicht wirklich wie ein Ende angefühlt hat. Wenn ich ehrlich bin wäre es mir glaub ich lieber gewesen, man hätte diesen Zweiteiler als Mid-Season Climax benutzt und stattdessen die Auflösung der Goudes Storyline ans Ende der Serie gesetzt. Wäre für mich irgendwie stimmiger gewesen und man hätte in der zweiten Hälfte halt auch weiterhin sämtliche Monster auf Goudes zurückführen können.


Viel mehr kann ich eigentlich auch nicht sagen, es war eine kurze Serie, für die die Folgenzahl aber deutlich besser funktioniert hat, als für Neos. Extrem viel länger hätte sie jetzt nicht sein müssen, aber man hat die 13 Folgen, trotz des episodischen Storytellings relativ unterhaltsam gestaltet.
Mit nem Ranking Update warte ich noch, bis ich auch mit der nächsten Serie fertig bin. Ursprünglich wollte ich ja beide frühen 90er Staffeln in diese Runde mit einbauen, allerdings hab ich mich jetzt dazu entschieden, mir die zweite noch ein wenig aufzuheben und direkt mit Ultra Q weiter zu machen, um die 60er Trilogie abzuschließen.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Ranger L » Do 20. Jun 2019, 04:09

Auch mit Ultra Q bin ich jetzt fertig und würde definitiv sagen, dass sie wahrscheinlich zu den besten episodischen Tokus gehört, die ich gesehen hab. Sehr interessante Serie. In gewisser Weise ist es einfach „Ultraman ohne Ultraman“, aber sehr unterhaltsam gestaltet.


Natürlich muss man sagen, Story braucht man auch hier nicht großartig erwarten, im Gegensatz zu Ultraman und Ultraseven gab es hier noch nicht einmal einen wirklichen Startpunkt (vergleichbar mit Winspector), allerdings hat es mich hier gar nicht so sehr gestört. Auch ein richtiges Finale hatte die Serie eigentlich nicht, allerdings muss ich sagen, wäre es hier wohl auch extrem schwierig gewesen ein wirkliches Ende zu finden. Man hätte sich dafür vermutlich irgendeinen erzwungenen Climax an den Haaren herbei ziehen müssen, der eigentlich nichts mit irgendwas zu tun hat und ich bin nicht sicher, ob das wirklich besser gewesen wäre, als die Serie einfach so enden zu lassen, wie sie begonnen hat. Vom Setting her geht die Serie ganz klar in dieselbe Richtung wie Ultraman (eine Welt, in der es nun mal verschiedene Arten von Monstern gibt), nur dass es hier halt keinen Henshin Hero gibt, was vor allem die Problemlösung in den einzelnen Folgen deutlich kreativer macht. Man musste sich für jedes Monster wieder aufs Neue überlegen, wie man das jetzt los wird und hat dabei eigentlich einen sehr guten Job gemacht, ebenso wie dabei, sich eigentlich für so gut wie jedes Monster eine eigene Geschichte zu überlegen. Die erste Hälfte war dabei relativ Kaiju lastig, während man in der zweiten auch vermehrt auf Aliens oder auch was ganz anderes zurückgegriffen hat. Außerdem konnte man, durch die Tatsache, dass es hier ja keine Kämpfe mit einem humanoiden Wesen geben musste, auch des Öfteren mal mit der Größe oder Funktionsweise der einzelnen Monster variieren. Beispielsweise gab es recht häufig Monster die nicht von einem Suit Actor sondern einem Puppenspieler kontrolliert wurden und damit kann man natürlich nochmal ganz andere Sachen anstellen.
Die Folgenhandlungen waren größtenteils eigentlich recht gut und wie gesagt meistens auch recht kreativ. Die Storys gehen dabei von „25 Minuten Kaiju Filmen“ bis hin zu sanften Sci-Fi Grusel Geschichten. Es gab eine Handvoll Aussetzer, die ich gar nicht mochte, wie die Folge mit der Schildkröte oder das mit diesem Geldfressenden Monster, auch die letzte Folge fand ich etwas verwirrend, aber im Großen und Ganzen war die Qualität eigentlich relativ konstant. Dass man sich auf eine vorherige Folgenhandlung bezogen hat, ist genau zweimal vorgekommen und in beiden Fällen könnte man die jeweilige Folge auch als eine direkte Fortsetzung dieses Plots bezeichnen. Die waren beide Mitte der Staffel, ich find’s etwas schade, dass man das danach nicht noch weiter geführt hat, aber ich würde es dennoch als eine bessere Kontinuität als Ultraseven bezeichnen. Der einzige Aspekt, den ich etwas irritierend fand, das ist diese Sache, die mich auch schon an Ultraman gestört hat und zwar dass es sehr unübersichtlich ist, wie viel die Welt denn nun von den Monstern weiß. Ich würde sogar sagen, dass es hier noch ein bisschen schlimmer war. Spätestens wenn selbst die Protagonisten, die jede Folge mit Monstern zu tun haben, jedes zweite übernatürliche Ereignis, von dem ihnen berichtet wird, anzweifeln, kommt es halt schon ein wenig ignorant und inkompetent rüber. Aber hey, immerhin gibt es hier keinen Ultraman, dessen Identität sie hätten nicht herausfinden können.

Den Kreis der Protagonisten hat man hier tatsächlich extrem klein gehalten und anders als bei den meisten Ultraman Staffeln sind diese auch nicht Teil einer militärischen Organisation sondern sie bestehen lediglich aus drei Journalisten, die im Auftrag ihrer Zeitung ungewöhnlichen Vorfällen nachgehen und sie untersuchen. Neben diesen drei gab es nur noch ihren Chef und einen Professor, den sie gelegentlich zurate gezogen haben, die aber beide nicht immer vorgekommen sind. Wie auch bei Ultraman würde ich die Charaktere dabei im Rahmen einer Showa Serie auch als ziemlich sympathisch bezeichnen, wenngleich sie jetzt keine Meisterwerke sind.
(Und Yuriko, die btw. von derselben Darstellerin wie Fuji in Ultraman gespielt wird, hatte wieder dasselbe seltsame Problem wie Anne aus Ultraseven, dass ihre Frisur bzw. Haarlänge zwischen den Folgen teilweise so seltsam hin und her gesprungen ist. Mal kurz, mal lang, mal irgendwas dazwischen. Bin ich der einzige, dem sowas auffällt?)


Wie üblich, bei derartig episodischen Serien, gibt es sonst eigentlich nicht mehr wirklich viel, das ich noch sagen könnte, da die Serie einfach nicht großartig viel Material hergibt. Ultra Q war für das was sie war, ein wirklich gute Serie. Ich denke, ich könnte mir jetzt nicht 5 dieser Serien hintereinander geben, schon allein, weil Henshin Heroes für mich halt doch einen nicht unwesentlichen Teil dessen ausmachen, warum ich Tokus schaue, aber so für zwischen durch war das definitiv mal eine sehr erfrischende Abwechslung, die man sich durchaus mal anschauen sollte.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Ranger L » Mo 22. Jul 2019, 04:08

Nachdem ich ja nun die 60er Trilogie abgeschlossen habe, hab ich mir gedacht, es wäre vielleicht langsam an der Zeit auch mal mit den 70er Staffeln anzufangen. Ich hatte eigentlich erst Leo im Auge, aber hab mich dann dazu entschieden, wenn ich schon die Möglichkeit hab, einfach chronologisch vorzugehen, um in den späteren Staffeln auch alles zu verstehen, weshalb ich mir jetzt erstmal Return of Ultraman vorgenommen hab. Ich bin bei 10 Folgen und bisher find ich die Serie eigentlich gar nicht mal so schlecht.


Den Start würde ich sogar als einen der besseren bezeichnen, vor allem von den Showa Staffeln. Ich fand’s ganz cool, dass Goh zunächst als reiner Zivilist an Ultraman gerät bzw. auch erstmal stirbt, bevor er sich mit ihm vereint (im originalen Ultraman ging das eine ja mehr oder weniger mit dem anderen einher) und dass die zweite Folge auch direkt auf der ersten aufbaut, ist sowieso super, vor allem finde ich, hat diese Folge extrem viel für Goh als Charakter getan.
Kontinuität ist ganz in Ordnung bisher, auf jeden Fall besser als die von Ultraseven, man hat zumindest schon mal Ereignisse einer anderen Folge erwähnt und es gab (wenn man die Startfolgen zählt) auch schon zwei Zweiteiler. Die Folgenplots find ich soweit eigentlich auch ganz unterhaltsam, auch wenn ein paar mehr Aliens vielleicht nicht schaden könnten.

Bei den Charakteren muss ich ihnen definitiv ein Kompliment dafür machen, wie markant sie sind. Sympathie mäßig würde ich sie jetzt zwar nicht auf das gleiche Level packen, wie die aus der ersten Staffel (besonders Kishida geht mir teilweise sogar ziemlich auf den Geist), aber die Tatsache, dass ich mir nach so kurzer Zeit schon alle Charaktere merken kann, macht für mich schon mal sehr viel aus. (Dass ich einen der Darsteller schon als Ichiro/Kikaider 01 kenne hilft natürlich ein wenig)
Die drei Sakata Geschwister find ich als wiederkehrende Nebenrollen bisher eigentlich auch ziemlich gut, vor allem Jiro war bisher als Anti-One-Shot Kind sehr effektiv, ich bin mir nur nicht so ganz sicher, ob ich verstanden hab, in welcher Beziehung Goh eigentlich zu Aki steht. Teilweise macht es den Eindruck, als wäre sie seine Freundin, aber in anderen Momenten kommt es wieder so rüber als wäre es nur eine Schwärmerei über die sie noch nie so wirklich geredet haben, was aber so ein bisschen die Frage aufwerfen würde, warum genau Goh dann die ganze Zeit mit ihnen rumhängt, in welcher Beziehung sie generell zu einander stehen. Schon klar, Goh hat zu Beginn für Ken gearbeitet, aber ist es gewöhnlich, dass man sich deshalb den halben Tag mit dessen Geschwistern rum treibt? Aber naja.


So wirklich viel könnte ich der Serie bislang aber nicht vorwerfen. Es ist natürlich schon das, was man von episodischen Serie erwartet, aber im Rahmen dessen, macht Return of Ultraman eigentlich einen recht guten Job bisher. Mal schauen, in wie weit sie das Niveau halten kann.
(Btw. könnte es sein, dass ich für die Serie etwas länger brauche, wenn ich das Problem mit den Softsubs nicht irgendwie gelöst kriege. Mein Fernseher mag Softsubs generell nicht gerne, aber die scheint er besonders schlecht verarbeiten zu können und ich muss gefühlt jeden zweiten Satz zurück spulen, weil er ihn beim ersten Mal nicht anzeigt, wodurch ich für eine Folge teilweise ewig brauche. Aber vielleicht krieg ich das noch irgendwie hin.)

(Edit: Ich hab btw. eine Lösung für das Problem gefunden)
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Re: Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Ranger L » Do 1. Aug 2019, 04:11

Ich bin mit Return of Ultraman jetzt fertig und ich würde mal sagen, dass ich sie in etwa auf die gleiche Stufe stellen würde, wie ihre beiden Vorgänger. Nichts sonderlich herausragendes, aber für was die Serie war, war sie eigentlich doch ziemlich unterhaltsam.


Bei den Charakteren ist es halt nach wie vor so, dass ich sie größtenteils relativ markant fand, vom Sympathiefaktor kommen sie jetzt aber nicht ganz an das Team im Originalen Ultraman ran, was mitunter auch daran liegt, dass ich hier die Fokusverteilung ziemlich schwach fand. Insbesondere Ueno hatte bis kurz vor Schluss eigentlich fast gar keinen Fokus (er war im Grunde auch der, den ich mir hauptsächlich deshalb merken konnte, weil er keiner von den anderen war) und auch bei Oka hat es bis zu den 20ern gedauert, bis sie ihre erste wirkliche Fokusepisode bekommen hat (aber hey, immerhin ist ihre Frisur nicht die ganze Zeit hin und her gesprungen). Auf der anderen Seite muss man natürlich auch sagen, dass der Cast hier deutlich größer war, als bei den drei Vorgängern, durch einen externen Loveinterest Charakter und deren Geschwister, die alle drei nicht Teil des Einsatzteams waren. Und die hatten verhältnismäßig eigentlich sogar recht viel Fokus, was ich nicht unbedingt als was schlechtes bezeichnen würde, da die Folgen in denen es vorrangig um deren Stories ging, für mich auch größtenteils zu den besseren gehört haben. Das einzige was ich etwas seltsam fand, muss ich verstehen, in welcher Beziehung diese Rumiko, die dann später recht häufig auf Jiro aufgepasst hat, zu ihm stand? Ich hab irgendwie nicht so recht kapiert, was genau die eigentlich mit allem zu tun hatte.
Goh muss ich sagen, könnte von den Showa Ultra Protagonisten aber vielleicht sogar mein Favorit sein, weil er auf der einen Seite ein deutlich markanterer Charakter als Hayata war, auf der anderen Seite aber etwas sympathischer als Dan. An die moderneren Protagonisten kommt er natürlich trotzdem nicht ran.

Inhaltlich würde ich schon sagen, dass hier insgesamt deutlich mehr passiert ist, als in den drei Vorgänger, wenngleich es immer noch auf in etwa dem Level ist, das man von einer 70er Serie erwartet. Es gab insgesamt 5 Zweiteiler (von denen aber leider 4 im ersten Drittel der Staffel waren), das (Pseudo-) Ultraseven Team-Up Ende der 10er, in dem Goh dieses seltsame Armband bekommen hat, der Wechsel des MAT Captains und dann der Zweiteiler zum Tod von Aki und Ken, den ich btw. ziemlich heftig fand. Gehört definitiv zu den besten Folgen der Staffel (Btw. ist Aki schon die letzten zehn Folgen davor nicht mehr vorgekommen, weshalb ich mir gut vorstellen kann, dass ihre Darstellerin aussteigen wollte. Ich find’s aber gut dass man sich doch noch dafür entschieden hat, ihr einen würdigen Abschied zu geben). Was ich allerdings doch etwas schade fand, das ist die Tatsache, dass eben die Zweiteiler, wie schon erwähnt nach dem ersten Drittel erstmal komplett aufgehört haben, weshalb die Serie vor allem in den 20ern finde ich doch etwas abgeflacht ist, das war halt irgendwie so ne ähnliche Situation, wie beim originalen Kamen Rider. Wenn man so anfängt, fühlt es sich schon wie ein ziemlicher Rückschritt an, wenn man die Zweiteiler dann auf einmal einstellt. Auch das etwas enttäuschende erste Ultraseven Crossover hat nicht unbedingt geholfen, auch wenn ich zugeben muss, dass ich da wohl in gewisser Weise so ein bisschen selbst dran schuld bin, weil ich ja wusste, dass in dieser Folge Ultraseven auftaucht und dann dementsprechend enttäuscht war, dass es nur so ein kleiner Cameo Auftritt war, ich schätze, für die Leute die das damals Live gesehen haben, wird das wohl nochmal ganz anders rüber gekommen sein.
Was zusätzlich noch dazu beigetragen hat, dass der Mittelteil so schwach rüber gekommen ist, das ist die Tatsache, dass die Serie sehr lange Zeit wirklich nur Kaijuu Plots hatte, was auf Dauer halt schon ziemlich eintönig war. Erst mit den 30ern sind dann immer mehr Alien Plots gekommen (inklusive des vorhin angesprochenen, starken Zweiteilers), bis hin zu den 40ern wo man dann dazu übergegangen ist, eigentlich so gut wie nur noch Alien Plots zu benutzten. Ich persönlich fand zwar gerade in den 30ern die Balance genau richtig, aber im Zweifel hab ich lieber nur Alien Plots, als nur Kaijuu Plots.
Die Folgenkontinuität war in etwa auf demselben Level wie die von Dyna würde ich sagen, sprich besser als die von Ultra Q und Ultraseven, aber immer noch deutlich unter dem Niveau von Tiga oder dem originalen Ultraman. Es waren halt hier vor allem verschiedene kleinere Anspielungen auf irgendwelche Folgenhandlungen, gerade auch nach dem Tod von Aki und Ken wurde das mit Jiro ein paar Mal thematisiert, dass Monster aus einer Folge noch ein zweites Mal vorgekommen sind, gab es allerdings nur ein einziges Mal und zwar bei eben diesem besagten Zweiteiler in den 30ern, wo die Aliens Kopien von zwei älteren Kaijuus benutzt haben um Goh zu testen. Dafür gab es dann in den 40ern aber nochmal eine Folge in der die Baltan Aliens aufgegriffen wurden, die im originalen Ultraman ein paar Mal vorgekommen sind.
Beim Finale muss ich halt sagen, kann ich mal wieder absolut nicht verstehen, warum man das nur als einzelne Folge gemacht hat. Ich meine, es ist ja nicht so, als hätte die Serie ein Problem damit gehabt, Zweiteiler zu benutzen und da sowohl Kamen Rider, als auch Ultraseven bereits Zweiteilige Finals hatten, kann man es auch kaum aufs Alter der Serie schieben. Ich fand die Folge zwar vom Pacing her nicht ganz so schlimm, wie das Finale von Ultraman, allerdings ging das halt ziemlich auf Kosten des Dramaturgie Faktors. Die Folge hat sich halt wirklich null wie ein Finale angefühlt, dieses Bat Alien war halt nur irgend so ein Alien, das zufälligerweise ein Zetton kontrollieren kann und es gab eigentlich gar kein Gefühl von aufkommendem Ende. Im Grunde war es einfach nur eine normale Folge, mit einem ziemlich seltsamen, erzwungen Ende, bei dem sich der Protagonist mal wieder verzieht, ohne einen wirklich sinnvollen Grund dafür zu haben. Ich schätze das einzige, was ich der Folge im Vergleich zum Ultraman Finale zugutehalten muss ist, dass zumindest noch Jiro und Rumiko Gohs Identität erfahren haben (auch wenn sie es natürlich auch schon 50 Folgen früher hätten herausfinden können). Das einzige, wirklich vernünftige Showa Ultra Finale bleibt für mich fürs erste das von Ultraseven.


Ansonsten gibt es eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Return of Ultraman hat den Eindruck von Ultraman und Ultraseven recht gut bestätigt und weiter geführt. Wirklich was Besonderes sind die Showa Ultra Serien bis jetzt nicht, aber sie liefern trotzdem eine relativ konstante Leistung ab und so richtig schlecht fand ich bisher auch keine. Btw. ist diese Serie auch so ziemlich auf dem durchschnittlichen Niveau von Shozo Uehara, bei dem ich irgendwie gar nicht so recht auf dem Schirm hatte, dass er der Main Writer von Return of Ultraman ist. Gibt es sonst noch irgendeinen Writer, der maßgeblich an allen 4 großen Toku Franchises beteiligt ist/war? Wenn man Black zählt war er Main Writer bei jeweils mindestens einer Staffel von Sentai, Kamen Rider, Ultraman und Metal Heroes.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Ranger L » Mi 11. Sep 2019, 04:04

Um weiter chronologisch vorzugehen hab ich jetzt als nächstes direkt mit Ultraman Ace weitergemacht. Ich bin bei zehn Folgen und bisher find ich die Serie eigentlich recht unterhaltsam.

Der Start ging von der Idee her in eine ähnliche Richtung wie der von Return of Ultraman, von der Umsetzung fand ich ihn aber deutlich schwächer. Vor allem ging‘s mir mal wieder viel zu schnell, wie Hokuto und Yuko ohne Fragen zu stellen einfach in die TAC Einheit aufgenommen wurden, ohne jegliche Qualifikationen. Bei RoU hat man das wenigstens zum Großteil in die zweite Folge gepackt, es direkt schon Mitte der ersten Folge zu machen, hat irgendwie noch seltsamer gewirkt.
Was ich dafür aber gut finde ist, dass man hier endlich mal sowas wie einen übergeordneten Feind hat, auf den die ganzen Monster (bzw. Choujuu) und ein paar der Aliens zurück zu führen sind. Natürlich hoffe ich mal, dass man mit der Zeit noch mehr auf Yapool eingeht und erklärt, wer oder was genau das eigentlich ist, aber immerhin gibt er der Serie sowas wie nen roten Faden.
Und was ich auch noch sagen muss, mit Ace scheint Ultraman auch endgültig im Shared Universe angekommen zu sein. Es gab schon zweimal Auftritte alter Ultras, einen Zweiteiler, in dem eine Alien Art aus Ultraseven aufgegriffen wird und jetzt in Folge zehn sogar ein direktes Crossover mit Return of Ultraman, bei dem sogar Nebencharaktere aus der Serie vorgekommen sind. Das lockert das episodische Grundformat der Serie natürlich schon gewaltig auf.

Das Konzept, zwei Ultra Hosts auf einmal zu haben, gefällt mir eigentlich auch recht gut, schon alleine, weil sie so zumindest mal jemanden haben, mit dem sie vernünftig reden können. Hokuto scheint etwas mehr Richtung Humor zu gehen als seine Vorgänger, was nicht unbedingt was Schlechtes ist, aber so markant wie Goh oder Dan find ich ihn bisher nicht. Da find ich Yuko ehrlich gesagt sogar etwas besser.
Der Rest der Charaktere ist soweit nicht schlecht. Ich würd sie spontan ein bisschen schwächer einschätzen, als die von Return of Ultraman, aber ich find’s auf jeden Fall gut, dass man sich bisher sehr darum bemüht, den Fokus einigermaßen gleichmäßig zu verteilen und jedem so ein bisschen was zu tun zu geben.

Viel falsch macht die Serie auf jeden Fall nicht bislang. Bis auf den Start fand ich eigentlich jede Folge gut bisher. Mit der Qualität wär ich durchaus zufrieden, wenn die so bleibt.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Ranger L » Mi 25. Sep 2019, 04:08

Ich bin jetzt fertig mit Ultraman Ace und ich muss ganz ehrlich sagen, dass die Serie einen ziemlich frustrierenden Verlauf hatte. Angefangen hat sie eigentlich sogar ziemlich gut, aber irgendwie ist man mit der Zeit immer mehr abgedriftet.


Im ersten Post war ich ja eigentlich sehr positiv gestimmt und tatsächlich hat mir die Serie auch die ersten 10 bis 15 Folgen lang recht gut gefallen, aber danach hat die Serie irgendwie immer mehr abgebaut. Zum einen hatte ich das Gefühl, dass die Serie irgendwann in den 10ern angefangen hat, immer Kinder-lastiger zu werden, zum anderen sind auch die einzelnen Folgenplots immer generischer geworden und man hat sehr häufig auf dieselben Mittel zurück gegriffen. Was mir besonders oft aufgefallen ist, das ist die Verwendung dieses Konzepts, dass irgendein Charakter (vorzugsweise Hokuto) irgendetwas wusste oder gesehen hat, ihm aber niemand geglaubt hat. Ich meine, das kann man schon mal machen, aber doch nicht 10 mal. Schon allein weil man meinen müsste, dass die Anderen doch irgendwann vielleicht mal anfangen würden, davon auszugehen, dass es stimmt, was die Person sagt, wenn sich die unglaubwürdig klingende Geschichte bei den letzten 8 Malen auch schon als wahr herausgestellt hat. Außerdem, wenn man solche Plots schon macht könnte man wenigstens mal etwas Variation rein bringen und es mal so auf ziehen, dass der Zuschauer auch nicht weiß, ob das was der Charakter sagt stimmt oder nicht.
Die 20er fand ich vor allem deshalb frustrierend, weil sie wahrscheinlich sogar der ereignisreichste Teil der Staffel waren, aber wirklich gut fand ich davon eigentlich nur den Crossover Zweiteiler Mitte der 20er. Das (zwischenzeitliche) Ende von Yapool kam mir etwas zu sehr aus dem Nichts und die Folge selbst war auch nicht richtig gut und das gleiche kann man ebenso über den Ausstieg von Minami sagen, dessen Begründung und Hintergrund ja mal wirklich komplett random war und nicht wirklich zu dem gepasst hat, was man zuvor über die Rolle wusste. Generell wundert es mich, wenn Minami wirklich so schlecht angekommen ist, wie es immer heißt, warum man dann so lange gewartet hat, sie rauszuwerfen. Ich mochte sie zwar, aber vielleicht hätte man, wenn man früher angefangen hätte, vermeiden können, dass es so aus dem nichts kommt. Das größte Problem an der ganzen Sache ist allerdings, dass man der Staffel mit dem Ausstieg von sowohl Minami als auch Yapool im Grunde die beiden einzigen wirklichen Alleinstellungsmerkmale weggenommen hat. Einen Hauptfeind und einen zweiten Ultra Host zu haben, war genau das, was Ace von den vorherigen Ultraman Staffeln abgegrenzt hat und ohne die beiden ist sie halt noch generischer und unspektakulärer rübergekommen als noch zu Beginn der 20er. Klar kann man jetzt sagen „Aber für die Vorgänger hat es ja auch funktioniert“, aber das ist halt wieder genau das gleiche Ding wie das mit den Zweiteilern bei Kamen Rider: Wenn es nie da war, vermisst du es auch nicht, aber wenn es dir vorgesetzt, dann aber wieder weggenommen wird, fehlt es einfach.

Ende der Zwanziger hat man dann außerdem auch noch ein wiederkehrendes Kind eingeführt, das vor allem am Anfang eigentlich eher nervig war und auch ehrlich gesagt nicht großartig viel für die Anti-One-Shot Statistik getan hat, bis er ca. 8 Folgen vor Schluss dann wieder komplett verschwunden ist und dann auch letztlich nicht mehr erwähnt wurde, nicht mal im Finale. Wegen den 15 Folgen, die er dabei war, hätte man es sich eigentlich gleich sparen können, ihn überhaupt einzuführen.
Auch darüber hinaus ist die Serie danach erst mal relativ lange vor sich hin gedümpelt. Es gab ein paar so kleinere Crossover mit Seven und Zoffy, die aber alle nicht wirklich was besonderes waren (eher so im selben Stil wie die frühen Skyrider Team-Ups) und die Weihnachtsfolge in der Father of Ultra plötzlich wieder am Leben war, ohne dass es sinnvoll erklärt wurde. Von den Folgenhandlungen an sich konnten mich in der zweiten Hälfte auch nur noch die wenigsten begeistern und was mir noch aufgefallen ist, es gab nahezu gar keine wirklichen Fokusfolgen mehr für irgendjemanden außer Hokuto und Dan (das Kind). Zwei so Pseudo- „Lass uns mal kurz so tun als wären auch noch andere Charaktere relevant“ Folgen aber ansonsten ist der Nebencast irgendwie komplett in den Hintergrund gerückt. Also sie waren schon noch da und hatten auch Zeilen, aber halt komplett austauschbar, so dass man auch genauso gut jeden anderen Charakter dafür hätte nehmen können.
5 Folgen vor Schluss hat man dann relativ random Yapool zurückgebracht, natürlich ebenfalls ohne wirklich zu erklären, warum genau er noch am Leben ist und in den nächsten drei Folgen wurde das dann auch erst mal komplett ignoriert, aber naja, ich schätze immer noch besser, als ihn erst im Finale zurückzubringen. Natürlich hat sie das trotzdem nicht davon abgehalten, das Finale selbst zu einer Einzelfolge zu machen, die aber durch die Existenz von Yapool zumindest nicht ganz so sehr aus dem nichts gekommen ist, wie die von Ultraman und RoU. Es hat sich halt in gewisser Weise trotzdem mehr wie ein One-Shot Plot angefühlt, ich geb ihnen aber, dass man Hokuto einen halbwegs sinnvollen Grund gegeben hat, seine Identität zu offenbaren bzw. sogar versucht hat zu erklären, warum er sie davor verheimlicht hat, auch wenn ich diese komische „Du kannst dann nicht mehr zum Menschen werden“ Begründung extrem seltsam fand und das natürlich auch nie zuvor jemals erwähnt wurde. Es wirft aber in gewisser Weise die Frage auf, ob diese Regel für alle Ultra Hosts dieser Kontinuität gilt. Ich meine, wie gesagt, wirklich logisch find ich es zwar nicht, aber es würde halt schon so einiges erklären.

Zu den Charakteren kann ich eigentlich nicht mehr allzu viel hinzufügen. Ich würde sagen, sie gehen im Großen und Ganzen in eine ähnliche Richtung wie die von Ultraseven oder Tiga, nur dass dieses Mal die Entwicklung eben genau umgekehrt war. Anfangs ist man eigentlich sogar recht gut mit ihnen umgegangen und hat auch den Fokus relativ gleichmäßig verteilt, aber nach dem Minami gegangen ist hat außer Hokuto eigentlich gar keiner mehr wirklich Fokus bekommen. Hokuto selbst fand ich in Ordnung, er war sympathisch genug, aber ich würde ihn wohl unter seine beiden Vorgänger packen. Minami war wohl meine Favoritin, echt schade, dass man damals wohl noch nicht bereit für einen weiblichen Ultra Host war. Wäre echt interessant gewesen, zu wissen, wie sich die Serie entwickelt hätte, wenn sie nicht gegangen wäre. Würde sich eigentlich mal anbieten, sowas in der Art in der heutigen Zeit nochmal zu versuchen, vielleicht ja zum 50sten Jubiläum von Ace. Wären ja nur noch 3 Jahre.


Ja, mehr gibt es auch nicht mehr zu sagen, echt schade, dass die Serie so abgestürzt ist. Sie hätte ohne weiteres das Potenzial gehabt, die beste Showa Staffel zu werden, aber letztlich ist sie jetzt sogar zur schlechtesten geworden. Ich weiß nicht, ob man von der Fan-Resonanz so aus der Bahn geworfen wurde oder was genau da passiert ist, aber die letzten 20-25 Folgen waren einfach nicht mehr die gleiche Serie wie die, die ich vor 2 Wochen angefangen hab.
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