Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

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Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Ranger L » Do 17. Jan 2019, 05:04

Ich hab jetzt mal so einen Thread aufgemacht, da ich mir gedacht hab, jetzt wo Ultraman Teil meiner Rotation ist und ich deshalb vermutlich in nächster Zeit deutlich mehr darüber posten werde als zuvor, würde es sich vielleicht lohnen, das Franchise von den anderen Tokus zu trennen.
Als erste Staffel hab ich mir auch direkt mal Tiga vorgenommen, die eigentlich schon sehr lange relativ weit oben auf meiner Liste steht. Ich bin jetzt bei 10 Folgen und bisher ist die Serie in Ordnung, aber auch nicht wirklich mehr als das.


Die erste Folge war ganz ok, auch wenn ich die Erklärung, wie genau Daigo zu Tiga geworden ist, eher semi-plausibel finde, gerade den Teil, wo er sich einfach mal eben in Licht verwandelt hat, aber naja. Außerdem fand ich’s etwas enttäuschend, dass es drei Ultraman Statuen gab, aber nur eine von ihnen wieder erweckt wurde, ich hoffe mal, dass man später nochmal ein bisschen auf die anderen eingeht. Folge 2 (und Folge 3, unter der Voraussetzung, dass man diese Alien-Wesen nochmal aufgreift), könnte man auch noch als relevant bezeichnen, seitdem ist erstmal nicht mehr viel passiert. Die Folgenhandlungen sind jetzt nicht schlecht, geben mir bisher aber auch nicht allzu viel wenn ich ehrlich bin. Manche sind besser als andere, aber wirklich was Besonderes sind die meisten jetzt nicht.
Hauptfeind scheint es auch keinen zu geben, bislang werden die Monster eigentlich alle einfach nur eines nach dem anderen abgearbeitet, was ich doch relativ langweilig finde, vor allem weil, anders als im originalen Ultraman beispielsweise, nicht impliziert wurde, dass es die schon immer gab, sondern die wohl alle jetzt erst auftauchen. Irgendeinen konkreten Auslöser wie bei Neos scheint es aber auch nicht zu geben, außer vielleicht diese seltsame Warnung in der ersten Folge, die man aber erstmal etwas genauer erklären müsste, damit sie halbwegs aussagekräftig ist. Ich hoffe echt, dass man da später noch mal ansetzt.

Bei den Charakteren geht es mir wie bei vielen Ultraman Staffeln in der Anfangsphase. Gerade die ersten paar Fokusfolgen fand ich ehrlich gesagt relativ oberflächlich, was nicht gerade dazu beiträgt, dass ich mir die Charaktere gut merken kann, aber langsam wird es besser. Wirklich im Kopf hab ich die meisten zwar immer noch nicht, aber bisher kam zumindest niemand großartig unsympathisch rüber.
Die Organisation hinter den Protagonisten geht am ehesten in Richtung Neos, zu groß für dieses eher familiäre Feeling der ersten Staffel, aber auch nicht so beeindruckend groß wie bei Gaia.


Momentan hab ich also eher noch gemischte Gefühle zu Tiga. Was wirklich Schlechtes hat die Serie bisher zwar noch nicht gemacht, aber was wirklich Gutes halt auch nicht. Das ist natürlich erstmal nur der erste Eindruck, aber so langsam könnte doch mal irgendwas halbwegs Interessantes passieren.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Ranger L » Di 29. Jan 2019, 05:24

Ich bin jetzt endlich mit Tiga fertig und naja, also wirklich gut fand ich die Serie nicht. In gewisser Weise war sie Gaia, ohne alles was Gaia interessant gemacht hat. Ein paar der Ansätze waren ganz interessant, aber die meiste Zeit hat mich die Staffel einfach nur gelangweilt.


Die Charaktere waren eigentlich alle in Ordnung es gab jetzt keinen, der mich irgendwie genervt hat, aber was großartig Herausragendes waren sie ehrlich gesagt auch nicht. Ich glaub dass ich locker 30 Folgen gebraucht hab, bis ich mir von allen die Namen merken konnte (das ist selbst für Ultraman Verhältnisse echt lang) und das obwohl alle ihre Namen hinten auf der Uniform stehen hatten. Daigo war an sich ein sympathischer Protagonist, aber verglichen mit beispielsweise Gamu, hat er mich auch nicht unbedingt vom Hocker gerissen. Er war halt mehr oder weniger der typische optimistische Ultraman Protagonist, was nichts Schlechtes ist, aber die Serie tragen kann man damit alleine halt auch nicht.
Bei den anderen hat mich vor allem die Fokusverteilung etwas gestört, gerade Munakata hatte glaub ich in der gesamten ersten Hälfte genau eine Fokusfolge und bei Yazumi hat es locker 20 Folgen gedauert, bis er überhaupt mal irgendwas halbwegs Interessantes zu tun bekommen hat. Bei einer Serie wie Gaia kann ich über sowas noch ganz gut hinwegschauen, da es bei einer derartigen Menge an Charakteren natürlich nicht leicht ist, allen gleich viel Fokus zu geben, aber hier, mit 7 Hauptcharakteren und keiner wirklichen Story, die Zeit von den Charakteren hätte wegnehmen können, sollte man es schon hinbekommen können, den Fokus einigermaßen gleichmäßig zu verteilen.

Inhaltlich hatte die Serie eigentlich die ersten 40 Folgen absolut gar nichts zu bieten. Es gab keine fortlaufenden roten Fäden oder sonst irgendwas, das man als Handlung hätte bezeichnen könnte und so wirkliche Zwischenhöhepunkte hatte die Serie eigentlich auch nicht. Das einzige, was man in dieser Phase als eine Art Climax bezeichnen könnte, wäre der Zweiteiler 19/20, der zwar jetzt auch nichts sonderlich Spektakuläres war, aber immerhin könnte man die beiden Folgen, durch die Einführung dieses neuen Schiffs als halbwegs relevant bezeichnen. Es gab zwar noch andere Folgen, in denen irgendwelche Hilfsmittel eingeführt wurden, allerdings waren die in den entsprechenden Folgen halt meistens einfach nur da und wurden nur das erste mal benutzt, was durch den militärischen Kontext zwar Sinn macht, aber halt auch nicht unbedingt viel zum Storytelling beiträgt. Die einzig andere Folge, die ich vielleicht noch als relevant bezeichnen würde, wäre die, in der diese Sache mit den Critters zu Ende gebracht wurde, die zuvor schon 1-2 mal aufgetaucht sind.
Die Kontinuität zwischen den Folgen war gut, das muss ich der Serie lassen, es wurden immer wieder mal Vorfolgen erwähnt oder Monster aus ihnen sind ein zweites oder drittes Mal vorgekommen und es gab zumindest eine Handvoll wiederkehrende Nebencharaktere (wenn auch deutlich weniger als in Gaia), die gelegentlich mal Vorgekommen sind, wie Shinjohs Schwester oder diese höheren Mitglieder von TPC, was einem zumindest rückwirkend so ein bisschen das gefühlt vermittelt, sich nicht alles komplett umsonst angeschaut zu haben.
Die einzelnen Folgenhandlungen, muss ich sagen, waren hier allerdings wirklich zu großen Teilen unterdurchschnittlich gut und in den meisten Fällen relativ langweilig. Und gerade bei den paar wenigen Plots, die ich wirklich interessant fand, hatte die Serie dann auch noch häufig die Tendenz, sie in den letzten paar Minuten noch irgendwie zu ruinieren, entweder mit irgendeiner unkreativen, unlogischen Problemlösung (à la Tiga packt random irgendeine neue Fähigkeit aus, die er in 30 Folgen noch nie benutzt hat o.ä.) oder durch so ein kitschiges und/oder pseudo-melodramatisches Ende, bei dem ich mal wieder um den Tod eines One-Shot Charakters (oder Kaijuus) heulen soll. Ich glaub dass mir in den gesamten ersten 40 Folgen vielleicht maximal 1/3 der Folgen ganz gut gefallen haben und das ist halt schon ein verdammt schlechter Wert für eine Serie, die außer den Folgenhandlungen so gut wie nichts hat um sie zu tragen.

Und was für mich hier halt, vor allem im direkten Vergleich zum originalen Ultraman, noch dazu kommt, das ist das Monster-Konzept, das hier einfach nicht richtig erklärt wurde. Man hat nachwievor eigentlich keine Ahnung, wo genau die Monster auf einmal alle herkommen. Zwar hat man die Frage zwischendurch selbst 1-2-mal kurz angeschnitten, sie dann aber letztlich nie wirklich beantwortet. Bei einzelnen Monstern schon, da gab’s durchaus einige, die einen guten Background hatten, aber es gibt halt keine übergeordnete Erklärung dafür, warum die alle genau jetzt auftauchen oder sonst irgendwas, das sie verbindet. Es gab echt einige Monster, die irgendwann vor 20 Jahren mal entstanden sind, aber die ganze Zeit über einfach gar nichts gemacht haben und erst jetzt auftauchen, wo es einen Ultraman als ebenbürtigen Gegner gibt, als ob sie ernsthaft gewartet hätten, damit es einen fairen Kampf gibt. In der originalen Serie war das ok, weil es da In-Universe immer schon Monster gab, aber Tiga gibt dieses Konzept einfach nicht her, weil es hier so dargestellt wurde, als wären die Leute von GUTS zu Beginn der Staffel das erste Mal auf Monster getroffen. Wenn man sowas macht, dann sollte man schon dafür sorgen, einen konkreten Auslöser einzubauen, was man hier aber nicht gemacht hat.
Vor allem wäre es ja nicht mal so, als hätte man keine gute Grundlage dafür gehabt. Dieser ganze Background, mit der antiken Zivilisation für die Tiga gekämpft hat, hätte eigentlich sehr viel Potential gehabt, man hätte ähnlich wie Kuuga, das Ergründen und wieder entdecken dieser Zivilisation zur treibenden Kraft der Serie machen können und auch einen Zusammenhang mit der Monsterflut hätte man da miteinbauen können, aber stattdessen hat man das Ganze zu Beginn der Staffel einfach in den Raum hineingeworfen und danach bis auf 2-3 kleinere Erwähnungen bis kurz vor Schluss komplett ignoriert.

Das erste Mal das Gefühl, dass es wirklich mal sowas wie Story gab, hatte ich dann Mitte der 40er, wo es zumindest mal 3 Folgen gab, wo man zunächst diesen Zweiteiler mit Evil Tiga hatte, aus dem man meiner Meinung nach auch noch deutlich mehr hätte machen können und danach noch eine einzelne Folge in der man auf das Schicksal dieser antiken Zivilisation eingegangen ist, die am Anfang als Teil von Tigas Background erwähnt (und seitdem nicht mehr aufgegriffen) wurde. Beides war jetzt nicht wirklich was Besonderes, aber es hat mich zumindest mal aus dem Tiefschaf aufgeweckt. Danach gab es nochmal eine Handvoll Füller, die ich teilweise ziemlich random fand. Unter anderen hat man sich zunächst eine Freundin für Horii aus dem Ärmel gezogen, von der man noch nie zuvor was gehört hatte und direkt danach hatte TPC auch plötzlich eine Mondbasis, die davor auch noch nie ansatzweise erwähnt wurde. Auch die Tsuburaya Folge kam etwas random so kurz vorm Finale, aber zumindest fand ich die Folge für sich genommen ganz nett.
Der finale Dreiteiler hat mich jetzt ehrlich gesagt auch nicht unbedingt vom Hocker gerissen. Die Atmosphäre war zwar ganz cool und solche Basis Evakuierungen find ich immer schön, aber bei diesem Darkness Monster hat man natürlich auch nicht so wirklich erklärt, wo genau es herkommt, außer dass es vielleicht irgendwas mit diesen Killelu Aliens zu tun haben könnte. Mal abgesehen davon, dass ich absolut keinen Plan habe, woher Rena plötzlich wusste, dass Daigo Tiga ist. Bzw. später wussten es dann sogar alle und es wurde mehr oder weniger so dargestellt, als hätten sie es schon lange gewusst, was an sich nicht abwegig wäre, ich meine, es war hier genauso offensichtlich wie sonst auch immer, aber die Reaktion von Rena ist doch nicht die einer Person, die diese Information schon seit Monaten hat. Sie hat eher so gewirkt als hätte sie es gerade erst erfahren. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob ich die Vorstellung, dass alle es die ganze Zeit gewusst, aber nicht darüber geredet haben, wirklich besser finden soll, als die Vorstellung, dass sie zu inkompetent waren, es heraus zu finden. Ach ja und natürlich musste man dann im Finale auf „das Licht in den Herzen der Menschen“ zurückgreifen um Tiga wiederzuerwecken, obwohl man eigentlich schon einen sehr guten wissenschaftlichen Ansatz hatte, es zu erklären, der dann aber selbstverständlich nicht funktioniert hat. Den einzigen Plus Punkt den ich dem Finale gebe ist, dass man ein paar Vorausgehende One-Shot Charaktere eingebaut hat.


In der Summe fand ich Tiga ziemlich schwach. Im Grunde ist sie einfach die Personifikation aller Formeln, die Ultraman typischerweise benutzt, aber ohne ihnen dabei irgendwas wirklich Besonderes mitzugeben, das die Serie positiv herausstechen lässt. Ein paar ganz gute Einzelmomente hier und da, aber recht viel mehr konnte ich der Serie nicht wirklich abgewinnen.
(Fun Fact: Nicht dass es wichtig wäre, aber ich hab mit Tiga jetzt insgesamt die 5000 Toku Folgen überschritten)
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Re: Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Ranger L » Di 5. Mär 2019, 05:06

Für meine nächste Ultraman Staffel hab ich zwischen zwei Staffeln geschwankt und hab mich jetzt letztlich für die originale Ultraseven entschieden. Ich hab 10 Folgen gesehen und für so eine alte episodische Serie, gefällt sie mir bisher eigentlich recht gut.


Der Start war in Ordnung, ich fand’s auf der einen Seite ganz cool, dass Dan erstmal ein komplett außenstehender Charakter war, dem das Ultra Guard Team quasi nur zufällig über den Weg gelaufen ist, auf der anderen Seite hat es mich ziemlich irritiert, dass einfach absolut niemand in Frage gestellt hat, warum er so viel über diese Aliens weiß und man ihn dann am Ende auch einfach so random ins Team mitaufgenommen hat.
Außerdem find ich’s schade, dass man es hier schon wieder mehr oder weniger so darstellt, als wäre das Team in der ersten Folge zum aller ersten Mal Aliens über den Weg gelaufen. Wobei man hier zumindest sagen muss, dass Seven anscheinend auch schon vorher auf der Erde war, weshalb man argumentieren könnte, dass zumindest nicht zufällig beide gleichzeitig aufgetaucht sind. Allerdings hoffe ich mal, dass man irgendwann noch ein bisschen Background zu Ultraseven bekommt und erfährt, was er eigentlich auf der Erde macht. Und was es mit diesen Kapsel Monstern auf sich hat, würde mich auch interessieren.

Die Folgenhandlungen sind auf jeden Fall ziemlich gut bisher, weitaus besser, als die von Tiga oder selbst Goranger. Ich find’s interessant, dass man die Kämpfe bisher wirklich auf ein absolutes Minimum reduziert, die sind häufig nicht mal ne Minute lang und das obwohl Seven nicht mal ein Zeitlimit hat. Außerdem fokussiert man sich hier bislang deutlich mehr auf Aliens, während Kaijus wenn überhaupt nur mal nebenbei oder als Mittel zum Zweck benutzt werden.
Dass die Serie so viel ernster ist als Ultraman, was viele ja immer sagen, kann ich bisher ehrlich gesagt noch nicht so wirklich erkennen, man hat vielleicht den Humor der Charaktere ein kleines bisschen zurück geschraubt, aber ein besonders großer Kontrast ist da jetzt für mich nicht. Was ich allerdings auch nicht unbedingt sonderlich schlimm finde.

Zu den Charakteren kann ich wie üblich in der Anfangsphase noch nicht allzu viel sagen, es scheint von der Menge her wieder etwas familiärer zu sein, was ich durchaus begrüße und bisher hat auch keiner nen schlechten Eindruck gemacht, aber ich glaub, bis ich mir alle Namen merken kann, könnte es trotzdem noch etwas dauern.


Wirklich viel falsch macht die Serie bisher also nicht, auch wenn es jetzt nichts unfassbar Herausragendes ist, aber aktuell würde ich sie ganz klar über die letzten beiden episodischen Serien, die ich gesehen hab, stellen. Wenn sie das auch bis zum Ende halten kann, ist alles super.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Red Ranger » Di 5. Mär 2019, 21:35

Ultraseven hatte ich auch schon länger auf dem Schirm. Bevor ich mit Gavan angefangen hab, hab ich zwischen Gavan und Ultraseven geschwankt. Klingt bisher doch ganz interessant. Vor allem der größere Fokus auf Aliens könnte durchaus positiv sein. Mir haben die Alien Folgen bisher immer am besten gefallen, da die Kaijus ja in fast jeder Staffel die gleichen sind. Die Aliens haben da immer eine gewisse Abwechslung reingebracht. Was mir bei den Folgen von krdl aufgefallen ist, die sogenannte Lost Episode (die ursprüngliche Folge 12) hat keine Untertitel und ist auch in sehr schlechter Bildqualität. Die Folge wurde ja aus dem Fernsehen verbannt und hat es auch nicht auf die DVDs geschafft. Auch wenn es bei einer rein episodischen Serie nicht schlimm sein dürfte, wenn eine Folge fehlt, finde ich es trotzdem schade, dass es die Folge anscheinend nicht gesubbt und in guter Qualität gibt.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Ranger L » Mi 6. Mär 2019, 05:02

Ja das ist mir auch aufgefallen, aber Megabeast Empire hat die Folge mal separat gesubbt. Deren Links sind zwar alle tot, aber ich hab vorhin mal auf Nyaa geschaut und da ist sie noch verfügbar. Ich hab sie nur kurz angetestet, aber es scheint alles so zu sein wie es sein soll. Man hat zwar das Intro übersprungen und die Bildqualität ist immer noch schlecht, aber mehr darf man, bei einer Folge, die eigentlich nicht mehr existieren sollte, wohl nicht erwarten.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Ultraman Edition)

Beitrag von Ranger L » Mo 18. Mär 2019, 05:08

Ich bin jetzt auch mit Ultraseven fertig und ich würde sagen, für das was sie ist, war das durchaus eine sehr solide Serie. Nichts was mich jetzt krass vom Stuhl gehauen hätte, aber es hat mich ganz gut unterhalten.


Die Charaktere waren hier zwar nicht ganz so stark wie in Ultraman oder den beiden Uehara Sentai Staffeln, die ich gesehen hab, aber in der Summe gehören sie für mich trotzdem noch zu den besseren Showa Charakteren. Dan war vielleicht sogar einen Tick besser als Hayata, die anderen waren jetzt nichts komplett herausragendes, gerade bei Soga und Amagi hab ich auch einige Zeit gebraucht, bis ich sie auseinander halten konnte, wobei sich Soga dann mit der Zeit aber sogar noch zu einem meiner Favoriten entwickelt hat. Nur Furuhashi fand ich teilweise etwas seltsam, mit seinem ständigen Misstrauen gegenüber Zeugen. Ich meine, nach 30 Folgen könnte man einer Person schon mal glauben, wenn sie sagt, dass sie ein Alien gesehen hat, aber naja. (Und warum ist Annes Frisur immer so seltsam hin und her gesprungen?)
Die Sache mit der Geheimidentität fand ich etwas weniger penetrant nervig als in Ultraman, es gab aber immer noch mehr als genügend Situationen, in denen ich mir gedacht hab „Alter, wollt ihr einfach ignorieren, dass ihr euch den ganzen Kampf über gefragt habt, wo Dan ist?“. Hier war es vor allem die Situation, dass Dans Jet irgendwie beschädigt wurde bzw. abgestürzt ist oder er in einem gegnerischen Raumschiff zurück geblieben ist, bevor es zerstört wurde und er danach vollkommen unverletzt aufgetaucht ist, ohne dass irgendwer das seltsam zu finden scheint, was extrem häufig vorgekommen ist. Es gab sogar einige Folgen, wo man direkt nachdem Kampf einfach die Folge beendet hat, um das unausweichliche Gespräch zwischen Dan und seinen Team-Mitgliedern nicht zeigen zu müssen, weil sie wussten, dass es absolut keine Möglichkeit gibt, das halbwegs plausibel zu gestalten, ohne seine Identität offen zu legen.


Storyweise gibt es eigentlich nicht sonderlich viel zu sagen, neben der ersten Folge und dem finalen Zweiteiler, war eigentlich die einzige wirklich relevante Folge, die in der man erfahren hat, wie Ultraseven zu seiner menschlichen Form gekommen ist, was nicht mal unbedingt eine Information war, mit der ich gerechnet hatte (ich meine, das hätte ja auch nur einfach irgendjemand sein können), aber trotzdem weiß ich das sehr zu schätzen. Was man dafür leider nie erklärt hat, das sind die Hintergründe, dieser seltsamen Kapsel Monster (die insgesamt auch glaub ich nur etwa 5-6-mal vorgekommen sind) und ich bin auch nicht sicher, ob man die Frage, was genau er ursprünglich auf der Erde gemacht hat, so zweifelsfrei als „geklärt“ bezeichnen kann. Klar, er will gegen die ganzen Alien Invasionen vorgehen, aber woher wusste er denn überhaupt davon und was hat das alles mit ihm zu tun?
Die Folgenhandlungen waren aber wirklich bis auf ein paar wenige Ausnahmen alle überdurchschnittlich gut. Man hat immer versucht sie kreativ und abwechslungsreich zu gestalten, die Verteilung der Fokusfolgen war halbwegs vernünftig und es hat definitiv geholfen, dass man sich eigentlich fast ausschließlich auf Alien-Plots konzentriert hat und die Kaijus die da waren, auch immer zu irgendwelchen Alien-Rassen zurückgeführt hat. Man hat im Laufe der Staffel dann auch ein paarmal impliziert, dass es Aliens wohl doch auch schon vorher auf der Erde gegeben hat und die Organisation hinter Ultra Guard das auch wusste, was ein paar Szenen am Anfang zwar etwas seltsam macht, aber immerhin funktioniert so das Monsterkonzept der Staffel deutlich besser, was für mich im direkten Vergleich das Wichtigere ist. Und dass man ohne Kind im Hauptcast darauf verzichtet hat, in jede Folge One-Shot Kinder rein zu pressen, hat auch sehr geholfen. Es gab hier und da mal eins, aber insgesamt war die Frequenz relativ niedrig.
Die Kämpfe sind mit der Zeit dann doch noch deutlich länger geworden, was ich etwas schade fand, da mich die Wrestling-lastigen Ultraman Kämpfe eigentlich eher selten beeindrucken, aber immerhin hat man recht schön mit der Größe von Ultraseven variiert und ihn auch des Öfteren mal auf Menschengröße oder sogar mal Miniaturgröße kämpfen lassen.
Was ich allerdings sagen muss, die Folgenkontinuität war hier doch um einiges Schwächer als in Ultraman oder auch Tiga. Es gab keine einzige Alienrasse, die ein zweites Mal vorgekommen ist, obwohl es sich durchaus für einige sehr gut angeboten hätte und man hat sich auch so gut wie gar nicht auf frühere Folgen bezogen, bis auf vielleicht eine Situation, die ich aber extrem seltsam fand und der Übergang eigentlich nicht wirklich Sinn gemacht hat. Anfang der 20er gab es nämlich mal eine Folge in der Dan am Ende nach dem Kampf „verschwunden“ ist und die Ultra Guard Mitglieder sich alle Sorgen um ihn gemacht haben und in der darauffolgenden Folge ist er dann zu Beginn wirklich erstmal nicht vorgekommen, als er dann aber Mitte der Folge wieder aufgetaucht ist, hat man gesagt er wäre für eine Woche auf einer Weltraum-Patrouille gewesen und alle haben so getan, als wäre das vollkommen normal. Das ist irgendwie so rüber gekommen, als wäre der Darsteller mal für ein-zwei Drehtage nicht verfügbar gewesen, sich die Writer der betreffenden Folgen, aber nicht abgesprochen haben, wie sie das handhaben wollen.
Das einzige wiederkehrende Element, das man vielleicht nennen könnte, das wären diese Raumstationen V2 und V3, die ein paarmal erwähnt und gezeigt wurden. Und was man halt auch positiv hervorheben muss ist, dass es hier insgesamt immerhin 3 Zweiteiler gab (im Vergleich zu lediglich einem in Ultraman), darunter auch das Finale, welches dadurch natürlich vom Pacing her direkt viel besser war, als das von Ultraman. Ich fand’s schön, dass die Ultra Guard Mitglieder am Ende Dans Identität erfahren haben und man ist hier auch etwas vom typischen Ultra-Finalkonzept abgewichen. Man hat Dans Kraftverlust ganz gut mit seiner Dauerbelastung über die bisherige Serie begründet, was dem ganzen auch eine gewisse Bedeutung verliehen hat, es gab kein unnötiges versteinern und wiedererwecken und dass Seven am Ende notgedrungen und schnellstmöglich die Erde verlassen musste, hat hier sogar Sinn gemacht.


Recht viel mehr hab ich eigentlich auch nicht mehr zu sagen, die Serie bietet jetzt nicht gerade extrem viel Stoff, über den man reden könnte, aber das was sie macht, ist ziemlich gut umgesetzt. Es ist jetzt nicht Iron King, aber verglichen mit Beispielsweise Tiga macht UltraSeven schon viel richtig und gehört in der Summe wohl auch definitiv zu den besseren episodischen Serien, die ich gesehen hab.
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