Was schaut ihr gerade? (Toku Allgemein)

Metal Hero, Ultraman, Ryokendo und Co. Alles hier rein.

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Red Ranger
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Re: Was schaut ihr gerade? (Toku Allgemein)

Beitrag von Red Ranger » Sa 18. Jan 2020, 20:56

Es hängt wohl auch wirklich davon ab, mit welchen Erwartungen man an einen Toku rangeht. Ich wusste gar nicht, was ich überhaupt von Machineman zu erwarten habe. Da Machineman ja Mitte der 80er erschienen ist und zur gleichen Zeit bereits Bioman lief, hatte ich zumindest auf ähnliches Niveau gehofft. Klar, da kann man dann nur enttäuscht werden. Aber dass es dann noch generischer wurde als der erste Kamen Rider hätte ich nicht gedacht.
Ranger L hat geschrieben:
Sa 18. Jan 2020, 05:10
Das Endgame fand ich größtenteils nicht schlecht, es ging hier immerhin über 3 Folgen, was auch Mitte der 80er noch nicht unbedingt selbstverständlich war, die Rückkehr von Professor K ist nicht ganz so sehr aus dem nichts gekommen, da er durch seine ständigen Nachrichten und Geschenke an M ja immer so ein bisschen präsent war und dass Ken dann am Ende wieder zurück auf seinen Heimat Planeten musste, weil er mit seiner Masterarbeit im Verzug ist, fand ich auch ziemlich logisch. Ich hatte mich schon davor gefragt, ob er das einfach mal eben so ewig aufschieben kann, obwohl er ursprünglich ja nur eine Woche bleiben wollte, also cool, dass man das wieder aufgegriffen hat. Lediglich das Ende von Professor K und Lady M war irgendwie extrem seltsam. Es war nicht so ganz ersichtlich, was genau mit „eins mit der Natur werden“ gemeint war und ob sie sich nur irgendwo hin teleportiert haben oder ob das einfach nur eine unnötig umständliche Form von Selbstmord war. Vor allem wäre es ja nicht so schwer gewesen, einen Abschluss für die beiden zu finden, ich meine, man hätte schließlich einfach nur Machineman die Catharsis Wave verwenden lassen können, da ja etabliert wurde, dass die selbst bei von Natur aus bösen Menschen funktioniert. Aber naja.
Das Finale fand ich auch recht gut, bis auf das seltsame Ende von Professor K und Lady M. Ich fand es schon schade, dass es keinen richtigen Endkampf gegen die beiden gab. Ich hab mich auch gefragt, ob sie sich wegteleportiert oder umgebracht haben. Ihre Aussage, dass sie eins mit der Natur werden, spricht eher für einen Selbstmord. Von den Folgen fand ich sogar tatsächlich das Finale und den Midseason-Arc mit dem Wechsel von Professor K auf Lady M am besten. Den Rest fand ich dann doch sehr langweilig. Ich glaube, so sehr hab ich mich noch nicht einmal beim originalen Kamen Rider gelangweilt. Und warum man dann nach dem Finale noch eine Recap Folge bringen muss, hab ich auch nicht verstanden. Wirkte dann eher so, als hätten sie die Serie für 36 Folgen geplant gehabt und wussten dann am Ende nicht mehr, wie die letzte Folge noch zu füllen ist.
Die Charaktere fand ich für Showa Verhältnisse ziemlich gut, vielleicht nicht ganz oberes Uehara Niveau, aber definitiv besser als die durchschnittlichen Charaktere von Soda. Ken war jetzt nicht gerade ein vielschichtiger Charakter, aber er war trotz Geheimidentität deutlich sympathischer als so ziemlich sämtliche Showa Rider. Maki war auch absolut in Ordnung und die Lovestory zwischen ihr und Ken war glaub ich sogar eine der Besseren ihrer Zeit. Es war halt klar, worauf es hinauslaufen wird, aber von der Umsetzung her ging das find ich noch klar. Ihren Chef fand ich als Comedy Charakter tatsächlich recht unterhaltsam, Kameta auf der anderen Seite war ein relativ irrelevanter Charakter, allerdings bin ich trotzdem irgendwie froh, dass man ihn nicht hat fallen lassen, da er eigentlich genau die Art von Charakter ist, die in vielen anderen Showa Tokus gerne mal sang und klanglos verschwindet.
Die Charaktere fand ich auch noch recht in Ordnung. Nichts besonderes, aber auch keine Fehlgriffe. Ken war sehr sympathisch. Die Lovestory zwischen ihm und Maki fand ich allerdings nicht so toll. Manchmal driftete das doch zu sehr ins Kitschige ab. Dass sie sich ineinander verlieben, ist durchaus nachvollziehbar. Aber manchmal haben sie sich doch recht albern verhalten. Positiv fand ich auch Ball Boy. So ein Charakter läuft ja immer in Gefahr, schnell zu nerven. War da zum Glück nicht der Fall. Witzig finde ich es ja, dass er von Machiko Soga gesprochen wurde, die ja eigentlich sonst immer in Schurkenrollen zu sehen war. Hat sie eigentlich überhaupt mal außer in Magiranger (und als Stimme von Ball Boy) eine Rolle gehabt, die nicht böse war?
Abschließend kann ich sagen, die Serie hat mich weder sonderlich genervt, noch zu sehr gelangweilt. Sie hatte zwar immer wieder mal kleinere Schwäche Momente und natürlich ist sie am Ende des Tages immer noch ne komplett episodische Serie, die es jetzt nie wahnsinnig hoch in meinem Ranking schaffen würde, aber unterhalten hat sie mich durchaus und im direkten Vergleich mit Bycrosser (der sich natürlich aus vielerlei Hinsicht stellt), würde ich Machineman definitiv als die bessere Serie bezeichnen. Ich schätze, das beweist mal wieder, dass es durchaus helfen kann, mit sehr niedrigen Erwartungen in eine Serie hinein zu gehen und dass mir auch immer noch so ein bisschen Ultraman Taro in Knochen steckt hat vielleicht auch seinen Teil dazu beigetragen.
(Wie immer schieb ich noch eine kleine Serie hinterher und meine Wahl ist dieses Mal auf Kamen Tenshi Rosetta gefallen.)
Ich denke, das hatte bei dir wirklich mit der Erwartungshaltung gegenüber der Serie zu tun, dass du sie nicht so schlecht fandest wie ich. Ich persönlich fand Bycrosser ja besser. Und ich kann mir auch ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass Ultraman Taro so viel schlechter sein soll. Klar, wenn es Machineman Niveau über 53 Folgen hat, wird es schon sehr hart. Aber der originale Kamen Rider war fast drei Mal so lang wie Machineman und hat mich, auch wenn ich ihn trotzdem noch sehr schlecht fand, nicht so arg gelangweilt. Objektiv betrachtet dürfte so eine Serie wie Zubat sogar noch eine ganze Ecke generischer sein als Machineman, aber trotzdem hatte ich mit Zubat irgendwie mehr spaß.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Toku Allgemein)

Beitrag von Ranger L » So 19. Jan 2020, 05:08

Red Ranger hat geschrieben:
Sa 18. Jan 2020, 20:56
Es hängt wohl auch wirklich davon ab, mit welchen Erwartungen man an einen Toku rangeht. Ich wusste gar nicht, was ich überhaupt von Machineman zu erwarten habe. Da Machineman ja Mitte der 80er erschienen ist und zur gleichen Zeit bereits Bioman lief, hatte ich zumindest auf ähnliches Niveau gehofft. Klar, da kann man dann nur enttäuscht werden. Aber dass es dann noch generischer wurde als der erste Kamen Rider hätte ich nicht gedacht.
Ich denke, dass ich generell eher damit gerechnet hatte, dass die Serie mehr Richtung Bycrosser als Bioman geht, da Bioman zu dem Zeitpunkt ja noch eher die Ausnahme bzw. der Vorreiter war und Bycrosser in gewisser Weise ja auch der indirekte Nachfolger von Machineman ist, weshalb ich nicht unbedingt davon ausgegangen wäre, dass der Vorgänger mehr Plot hat, als der Nachfolger. Und nach deiner Review hab ich meine Erwartungen dann nochmal weiter nach unten geschraubt und ich schätze dadurch wurde ich dann letztlich sogar positiv überrascht.
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 18. Jan 2020, 20:56
Die Lovestory zwischen ihm und Maki fand ich allerdings nicht so toll. Manchmal driftete das doch zu sehr ins Kitschige ab. Dass sie sich ineinander verlieben, ist durchaus nachvollziehbar. Aber manchmal haben sie sich doch recht albern verhalten.
Naja, jede Lovestory, die nicht damit verbunden ist, dass sich alle beteiligten Gegenseitig umbringen wollen oder einer von beiden stirbt, nur um den anderen zu verletzten, liegt im Toku Bereich quasi schon automatisch über dem Durchschnitt, von daher fand ich das hier alles eigentlich noch im Vertretbaren Rahmen. xD
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 18. Jan 2020, 20:56
Positiv fand ich auch Ball Boy. So ein Charakter läuft ja immer in Gefahr, schnell zu nerven. War da zum Glück nicht der Fall. Witzig finde ich es ja, dass er von Machiko Soga gesprochen wurde, die ja eigentlich sonst immer in Schurkenrollen zu sehen war. Hat sie eigentlich überhaupt mal außer in Magiranger (und als Stimme von Ball Boy) eine Rolle gehabt, die nicht böse war?
Stimmt Ball Boy fand ich auch ziemlich gut, wobei ich jetzt nicht sagen würde, dass ich von derartigen Charakteren recht leicht genervt bin. Der einzige der mir da einfallen würde wäre Yurusen.
Bei Machiko Soga könnte ich mich jetzt allerdings auch nicht an irgendeine andere gute Rolle erinnern, zumindest nicht im Toku Bereich.
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 18. Jan 2020, 20:56
Und ich kann mir auch ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass Ultraman Taro so viel schlechter sein soll. Klar, wenn es Machineman Niveau über 53 Folgen hat, wird es schon sehr hart. Aber der originale Kamen Rider war fast drei Mal so lang wie Machineman und hat mich, auch wenn ich ihn trotzdem noch sehr schlecht fand, nicht so arg gelangweilt.
Taro geht von der Qualität her find ich schon so ein bisschen Richtung originaler Kamen Rider, nur ohne das erste und das letzte Viertel. Allerdings kommt es bei der Serie vielleicht auch etwas drauf an, wann du sie schaust. Die Staffel vereint halt in gewisser Weise so gut wie sämtliche Showa Ultraman Probleme in sich und da ich da zuvor ja schon das gesamte Jahr sehr viel Showa Toku geschaut hatte, war ich vielleicht schon etwas zu sehr sensibilisiert. Ich könnte mir vorstellen, dass Showa (bzw. v.a. 70er) Ultra vielleicht besser rüber kommt, wenn man längere Pausen dazwischen hat.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Toku Allgemein)

Beitrag von Ranger L » Do 23. Jan 2020, 05:09

Mit Rosetta bin ich jetzt auch fertig. Ich muss ehrlich sagen, das war eine ziemlich seltsame Serie, so wirklich meins war es irgendwie nicht. In gewisser Weise hatte die Serie was von Garo, von ein paar ihrer Konzepte und Plots her, nur etwas humorvoller, aber nicht wirklich genug um die Serie zu tragen.

Angefangen hat die Serie eigentlich nicht schlecht, die ersten drei Folgen könnte man wohl als eine Art Eingangsarc betrachten. Die Story dreht sich vor allem um die Schülerin Asuka und ihren Vater, die Aufgrund ihrer Blutlinie dazu in der Lage sind, auf die Kräfte einer Ägyptischen Gottheit zurück zu greifen um die Dueltos zu bekämpfen. Bis auf die Tatsache, dass sie sich lediglich als Menschen tarnen und nicht von ihnen Besitz ergreifen, sind die Dueltos dabei vom Konzept her nahezu identisch zu den Horrors und sie gehen auch sehr ähnlich vor. Das hatte halt zur Folge, dass auch die einzelnen Folgenhandlungen teilweise sehr ähnlich aufgebaut waren, wie Garo Folgen. Vor allem ab Mitte sind die Folgen gefühlt immer abstruser und verwirrender geworden und eine wirkliche Haupthandlung hatte die Serie leider auch nicht.
Die Charaktere fand ich eigentlich ganz gut, diese Vater/Tochter Dynamik sieht man in Tokus ja eigentlich eher selten, zumindest in der Konstellation, dass beide auch Helden sind. Die humorvollen Parts der Serie waren dabei eigentlich auch immer die besten, leider haben die sich aber häufig nur auf die ersten paar Szenen der Folgen beschränkt, anfangs noch etwas mehr, aber je komischer die Folgen geworden sind, desto mehr hat auch der Humor nachgelassen.
Die letzten drei Folgen waren dann sowas wie die Endgame Arc der Serie, wobei ich aber eigentlich nur die erste Folge davon gut fand, die letzten beiden waren ebenfalls wieder sehr seltsam, gerade die letzte mit dem plötzlichen Wiedererscheinen von Pharaon im Finalkampf und letztlich hat sich das Endgame auch einfach sehr erzwungen angefühlt. Das ist halt immer das Problem, dass entsteht, wenn du keinen Hauptfeind hast und auch keine wirkliche Story, die auf irgendeine Art von „Ziel“ oder Höhepunkt hinaus laufen könnte. Man musste sich halt mal wieder zwei Folgen vor Schluss irgendeinen Gegner aus dem Ärmel ziehen, hat dann im wesentlichen einfach nur zwei Folgen ineinander übergehen lassen und in der letzten Folge wurde er dann besiegt, womit im Grunde alles beim alten geblieben ist. Selbst als Mid-season Climax wär das noch ziemlich lame gewesen, aber für ein Finale war es einfach ein sehr schlechter Plot, weil es halt überhaupt kein Ende war.
Der Freia Film war ganz ok, etwas besser als die Durchschnittliche Folge in der zweiten Hälfte, aber auch nichts Besonderes. Hat sich irgendwie etwas gestreckt angefühlt. Und letztlich war halt auch das einfach nur ein One Shot, der nicht wirklich viel Neues zur Serie beigetragen hat.

Recht viel mehr kann ich eigentlich auch nicht mehr sagen, die Serie war sehr kurz und hatte keine Handlung, da gibt es kaum Stoff, über den man reden könnte. Ich würde nicht unbedingt sagen, dass die Serie „schlecht“ im eigentlichen Sinne ist, ich schätze wer Serien wie Garo feiert, könnte auch mit Rosatta seinen Spaß haben, aber meinen Geschmack trifft es auf jeden Fall nicht.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Toku Allgemein)

Beitrag von Red Ranger » So 26. Jan 2020, 15:08

Da mein nächster beendeter Toku auch gleichzeitig auch Toku Nummer 100 sein wird, und ich Ryusoulger diese Ehre nicht gönne, habe ich mir zum Ziel gesetzt, noch vor dem Ende von Ryusoulger einen weiteren Toku zu beenden. Das sollte wohl zu schaffen sein. Wenn nicht, werde ich halt die letzte Folge von Ryusoulger hinauszögern. Was würde sich für den hundertsten Toku wohl besser eignen, als eine Brücke zu meiner Kindheit und Jugend zu schlagen, die auch von Animes begleitet wurde? Also habe ich jetzt Bishojo Senshi Sailor Moon angefangen und bin bei 10 Folgen angelangt. Der Anfang war zwar recht gemächlich und vielleicht auch etwas schleppend (was schon irgendwie ironisch ist, wenn man bedenkt, dass im Anime Ami erst in Folge 8 aufgetaucht ist), aber mittlerweile kommt die Serie gut in Fahrt. Aber ich würde die ersten Folgen trotzdem nicht als langweilig bezeichnen. Sie wurden gut genutzt, um nacheinander die Senshis einzuführen und ihre Beziehung zueinander reifen zu lassen. Jetzt scheint auch so langsam die Hauptstory loszulegen. Die Bösen sind bisher auch etwas mehr ausgearbeitet als im Anime. Zumindest was die Generäle betrifft. Queen Beryl bleibt doch noch etwas blass. Vielleicht ändert sich das ja, wenn man mehr von ihr und ihren Motiven erfährt. Es wurde ja schon was in Folge 10 angedeutet. Man muss auch dazu sagen, dass ich den Ablauf im Anime auch gar nicht mehr wirklich im Kopf hab. Es ist ja auch schon weit über 20 Jahre her, dass ich den Anime gesehen hab.
Die Charaktere gefallen mir bisher aber recht gut. Usagi gefällt mir hier deutlich besser als im Anime, wo sie manchmal doch recht nervig rüberkommen konnte. Hier ist sie mehr der liebenswürdige Tollpatsch. Ami scheint hier auch deutlich schüchterner zu sein als im Anime. Rei und Makoto sind eigentlich nahezu identisch übernommen worden. Interessant wird es vor allem später bei den Dingen, die es im Anime nicht gab. Da wird sich dann zeigen, was Kobayashi aus der Vorlage gemacht hat. Mich würde da echt interessieren, wie viele kreative Freiheiten sie hatte. Momentan lässt sich da noch nicht viel zu sagen, außer dass die Serie bisher eben wie eine modernere Interpretation von Sailor Moon wirkt. Was in den ersten Folgen auch noch recht schleppend lief, mittlerweile sich aber etwas gebessert hat, sind die Kämpfe. Wobei das sicherlich auch der Vorlage geschuldet ist, wo die Kämpfe hauptsächlich aus Energieattacken und Finishern bestanden.
Bisher macht die Serie nichts großartig falsch. Ich denke mal, da es jetzt erst richtig losgeht, wird sie sich sicherlich noch steigern. Ich hoffe nur, dass die Serie zwischendrin nicht noch einknickt.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Toku Allgemein)

Beitrag von Red Ranger » Do 13. Feb 2020, 15:28

Jetzt bin ich auch mit Sailor Moon durch. Und es war eine verdammt starke Serie. Storymäßig war eigentlich immer was los. Es gibt kaum echte Filler Folgen. Wenn die Haupthandlung einer Folge eher wie ein Filler anmutete, gab es trotzdem noch kleinere Szenen, welche zur Gesamthandlung beigetragen haben. Damit ist die Serie erzählerisch näher an seriellen Tokus wie die modernen Kamen Rider Staffeln. Und trotz der mehr als 15 Jahre, die die Serie nun auf dem Buckel hat, sollten sich manche Tokus noch ein Beispiel dran nehmen. Vor allem Sentai.

Storymäßig hatte Sailor Moon nun mal eine Vorlage im Manga/Anime. Was Kobayashi daraus aber gemacht hat, ist schon beeindruckend. Nun ist es ewig her, dass ich den Anime gesehen hab, und an vieles kann ich mich nicht mehr erinnern. Einiges hat Kobayashi besser gemacht, aber andere Dinge waren im Anime besser umgesetzt. Der Dark Mercury Arc war eine gelungene Neuerung, die es im Anime nicht gibt. Der Toku allerdings hat davon nur profitiert, denn sonst hätte sich der Mittelteil schon ziemlich gezogen. Andere Neuerungen sind Sailor Luna und Mio. Sailor Luna hatte jetzt für mich keinen besonderen Mehrwert. Man hätte sie auch weglassen können und es hätte sich nichts geändert. Die Idee dahinter ist ja ganz nett, aber im Prinzip war sie unnötig. Mio hätte man vielleicht etwas besser ausbauen können und nicht direkt so offensichtlich zeigen sollen, dass sie böse ist. Zumal mir hier auch etwas Background gefehlt hat. Ja, Mio war Beryls Schatten, aber was genau heißt das? War sie einfach nur eine von Beryl geschaffene Person, oder gab es eine echte Mio, die nur von Beryl kontrolliert wurde? Gut fand ich allerdings, dass auch öfter mal thematisiert wurde, wie das Heldinnenleben mit dem Privatleben kollidiert. Genau so etwas fehlt mir in Sentai manchmal, wo es oftmals kein Thema ist. Was mir auch nicht so gut gefallen hat, war das Ende. Dabei geht es mir nicht einmal darum, dass die Sailor Kriegerinnen am Ende keine Erinnerungen mehr hatten (das war im Anime schließlich auch so), sondern eher um die Umsetzung. Das Ende im Anime war deutlich dramatischer und endete auch mit einem Kampf zwischen Usagi als Serenity und Metalia. Genau das hat mir hier auch etwas gefehlt. Stattdessen hat man sich dazu entschlossen, Serenity zu einer unberechenbaren Person zu machen, die eine Gefahr für den Planeten darstellt. Das war auch eine Änderung, die ich nicht so prickelnd fand.

Die Charaktere waren durchaus gelungen. Die Heldinnen waren gut charakterisiert und hatten auch ihre Folgen bekommen, in denen sie als Charaktere ausgebaut wurden und sich entwickelt haben. Usagi gefiel mir besser als im Anime, weil sie hier eher so schusselig verpeilt rüberkam, während sie im Anime auch mal ziemlich nerven konnte. Ami, Rei und Makoto waren recht nah am Original. Am stärksten vom Original wich eindeutig Minako ab. Leider hat ihr diese Abweichung nicht unbedingt gut getan, denn charakterlich liegt sie hinter ihrem Anime Vorbild zurück. Mir fiel es oftmals schwer, sie sympathisch zu finden. Sie war manchmal doch zu sehr auf ihre Mission versteift. Und dass sie sich nie wirklich den Anderen angeschlossen hat, sondern immer dann mitgekämpft hat, wenn es ihr gerade gepasst hat, hat auch nicht wirklich dazu beigetragen, mir diesen Charakter näher zu bringen. Sie wirkte nie wirklich als Teil des Teams, obwohl sie doch die Anführerin der Sailor Kriegerinnen sein soll. Da wirkte Rei auf mich mehr wie eine Anführerin. Rei gefiel mir auch von den Sailor Kriegerinnen am besten. Eben weil sie nicht so sehr auf die Mission versteift war, sondern das getan hat, was sie für richtig hält. Im Anime konnte ich irgendwie mit Rei nicht so viel anfangen. Da war Makoto mein Favorit. Hier hat sie einiges an Sympathien liegen gelassen, als sie gegen Ende der Staffel sich zu sehr von Minako hat blenden lassen.
Bei den Bösen haben mir besonders die Shitennou gefallen. Aus denen hat Kobayashi wirklich einiges herausgeholt. Interessant war auch die Dynamik untereinander, die teilweise eine völlig andere war als im Anime. Da waren z.B. Zoisite und Kunzite ein Paar (was dann dafür gesorgt hat, dass man in der deutschen Synchro Zoisite zur Frau gemacht hat. Er sieht im Anime aber auch wirklich sehr feminin aus), während sie sich hier nicht wirklich leiden konnten. Aber davon hat die Serie nur profitiert, denn die Shitennou waren deutlich besser ausgearbeitet. Queen Beryl blieb im Vergleich dazu etwas blass, obwohl sie immer noch besser ist als aktuell die letzten Obergegner in Sentai. Zumindest hat man ihr eine Motivation gegeben, warum sie all das tut. Auch wenn es „nur“ Eifersucht ist. Eifersüchtige Frauen können nämlich echt biestig sein. Wenn sie dann noch dunkle Kräfte haben, erst recht. Zu Metalia hab ich dann aber doch den Background vermisst. Irgendwie wurde nie erklärt, was genau sie ist.

Als Fazit kann ich den Sailor Moon Toku jedem Tokufan empfehlen. Jedem Fan des Animes? Da wird es schon etwas schwieriger. Ich denke, über manche Schwächen hätte ich eher hinweg sehen können, wenn ich den Anime nicht gekannt hätte. Wenn man den Anime im Hinterkopf hat, vergleicht man automatisch. Man sollte den Toku aber eher für sich betrachten. Als Toku gehört Sailor Moon für mich mit zu den besten Tokus überhaupt. Da können auch die einzelnen Schwächen nichts dran ändern. Ich finde es schade, dass nur die erste Staffel eine Toku Umsetzung bekommen hat. Ich hätte auch gerne die anderen Staffeln als Toku gehabt. Vor allem, wenn man weiterhin auf Kobayashi gesetzt hätte. Denn wenn sie schon aus den Shitennou so viel gemacht hat, hätte ich gerne gewusst, was sie in der dritten Staffel aus den Death Busters noch rausgeholt hätte. Und Sentai sollte sich heute noch ein Beispiel an Sailor Moon nehmen. Gerade so etwas, wie dass selten mal alle gleichzeitig mitkämpfen oder mal jemand länger aus dem Spiel genommen wird, könnte man auch mal in Sentai einbauen. Die einzige Staffel, die es geschafft hat, war Kyuranger. Aber so etwas sollte in einer Staffel mit nur fünf Rangers auch möglich sein. Ich glaube, da wird Sentai auch ziemlich von den Mechakämpfen gebremst, weil man glaubt, in jeder Folge krampfhaft einen Mechakampf einbauen zu müssen.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Toku Allgemein)

Beitrag von Ranger L » Fr 14. Feb 2020, 05:10

Red Ranger hat geschrieben:
Do 13. Feb 2020, 15:28
Storymäßig war eigentlich immer was los. Es gibt kaum echte Filler Folgen. Wenn die Haupthandlung einer Folge eher wie ein Filler anmutete, gab es trotzdem noch kleinere Szenen, welche zur Gesamthandlung beigetragen haben. Damit ist die Serie erzählerisch näher an seriellen Tokus wie die modernen Kamen Rider Staffeln.
Ich finde auch, dass das eine der größten Stärken der Serie war. Es wirklich konstant irgendwas passiert und wenn es nur Kleinigkeiten waren. Gerade den Mittelteil fand ich hier extrem gut, mir fällt es sogar irgendwie schwer, mir vorzustellen, wie der Anime ohne ihn auskommen würde. Ich denke schon, dass die Serie ohne diese Phase deutlich langweiliger wäre.
Red Ranger hat geschrieben:
Do 13. Feb 2020, 15:28
Was mir auch nicht so gut gefallen hat, war das Ende. Dabei geht es mir nicht einmal darum, dass die Sailor Kriegerinnen am Ende keine Erinnerungen mehr hatten (das war im Anime schließlich auch so), sondern eher um die Umsetzung. Das Ende im Anime war deutlich dramatischer und endete auch mit einem Kampf zwischen Usagi als Serenity und Metalia. Genau das hat mir hier auch etwas gefehlt.
Mich hat das Ende vor allem deshalb gestört, weil man einfach Teile der Handlung annulliert hat. Ich find’s immer ziemlich irritierend, wenn man am Ende diverse Ereignisse, die die Serie (oder in dem Fall auch nur die Schlussphase) ausgemacht haben, einfach so in nem Wimpernschlag für nichtig erklärt. Ich finde immer, dass das etwas respektlos gegenüber dem Zuschauer rüberkommt, weil man ihm im Wesentlichen sagt „Haha, verascht! Du hast dir das komplett umsonst angeschaut, weil nichts davon passiert ist“.
Red Ranger hat geschrieben:
Do 13. Feb 2020, 15:28
Am stärksten vom Original wich eindeutig Minako ab. Leider hat ihr diese Abweichung nicht unbedingt gut getan, denn charakterlich liegt sie hinter ihrem Anime Vorbild zurück. Mir fiel es oftmals schwer, sie sympathisch zu finden. Sie war manchmal doch zu sehr auf ihre Mission versteift. Und dass sie sich nie wirklich den Anderen angeschlossen hat, sondern immer dann mitgekämpft hat, wenn es ihr gerade gepasst hat, hat auch nicht wirklich dazu beigetragen, mir diesen Charakter näher zu bringen. Sie wirkte nie wirklich als Teil des Teams, obwohl sie doch die Anführerin der Sailor Kriegerinnen sein soll.
Sie war für mich auch das schwächste Glied der Charaktere. Vor allem hab ich nie wirklich verstanden, was genau sie eigentlich damit bezwecken will, sich immer nur an die Abläufe der Vergangenheit zu halten, wenn doch genau das eigentlich erst zur Katastrophe geführt hat. Die anderen einfach ihren eigenen Weg gehen zu lassen wäre doch viel logischer gewesen.
Red Ranger hat geschrieben:
Do 13. Feb 2020, 15:28
Interessant war auch die Dynamik untereinander, die teilweise eine völlig andere war als im Anime. Da waren z.B. Zoisite und Kunzite ein Paar (was dann dafür gesorgt hat, dass man in der deutschen Synchro Zoisite zur Frau gemacht hat. Er sieht im Anime aber auch wirklich sehr feminin aus), während sie sich hier nicht wirklich leiden konnten.
Lol wirklich? Heißt das, man hat sich damals in Japan eher getraut eine homosexuelle Beziehung in die Serie einzubauen als in Deutschland? Find ich interessant, denn mittlerweile würde ich eigentlich sagen, dass Japan auf mich einen deutlich konservativeren Eindruck macht, als Deutschland.
Red Ranger hat geschrieben:
Do 13. Feb 2020, 15:28
Queen Beryl blieb im Vergleich dazu etwas blass, obwohl sie immer noch besser ist als aktuell die letzten Obergegner in Sentai. Zumindest hat man ihr eine Motivation gegeben, warum sie all das tut. Auch wenn es „nur“ Eifersucht ist. Eifersüchtige Frauen können nämlich echt biestig sein. Wenn sie dann noch dunkle Kräfte haben, erst recht. Zu Metalia hab ich dann aber doch den Background vermisst. Irgendwie wurde nie erklärt, was genau sie ist.
Ich finde auch, dass mangelnder Background zu den Bösen wahrscheinlich die größte Schwäche der Serie war. Bei den Generälen ging’s, aber Beryl und Metalia fand ich relativ schwach. Und mich hat es auch etwas irritiert, dass man nie so ganz geklärt hat, warum die alle genau jetzt wieder auftauchen.
Red Ranger hat geschrieben:
Do 13. Feb 2020, 15:28
Und Sentai sollte sich heute noch ein Beispiel an Sailor Moon nehmen. Gerade so etwas, wie dass selten mal alle gleichzeitig mitkämpfen oder mal jemand länger aus dem Spiel genommen wird, könnte man auch mal in Sentai einbauen. Die einzige Staffel, die es geschafft hat, war Kyuranger. Aber so etwas sollte in einer Staffel mit nur fünf Rangers auch möglich sein. Ich glaube, da wird Sentai auch ziemlich von den Mechakämpfen gebremst, weil man glaubt, in jeder Folge krampfhaft einen Mechakampf einbauen zu müssen.
Das seh ich auch so. Das witzige daran ist ja, dass Ryusoulger und PGSM sogar den selben Main-Producer Shinya Maruyama haben (was ich selbst auch lang nicht wusste), aber so wirklich gemerkt hat man davon, abgesehen von den Gastauftritten, diverser Sailor Moon Darsteller und Darstellerinnen nicht viel. Und dabei hätte sich das mit den getrennten Kämpfen gerade in Ryusoulger ja auch so gut angeboten. Schließlich können hier auch drei Rangers einen Mecha bilden, da wäre das nicht mal ein Hindernis gewesen.
Ich würde argumentieren, dass Go-Busters es noch am Besten hinbekommen hat, nicht immer alle gemeinsam agieren zu lassen, weil man ja häufig allein aufgrund des Mecha Konzepts die Rangers häufig trennen musste.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Toku Allgemein)

Beitrag von Red Ranger » Fr 14. Feb 2020, 22:22

Ranger L hat geschrieben:
Fr 14. Feb 2020, 05:10
Ich finde auch, dass das eine der größten Stärken der Serie war. Es wirklich konstant irgendwas passiert und wenn es nur Kleinigkeiten waren. Gerade den Mittelteil fand ich hier extrem gut, mir fällt es sogar irgendwie schwer, mir vorzustellen, wie der Anime ohne ihn auskommen würde. Ich denke schon, dass die Serie ohne diese Phase deutlich langweiliger wäre.
Im Anime war auch einiges ziemlich gestreckt. Ich hab das aber auch nicht mehr so in Erinnerung. Hab aber nochmal nachgeguckt, wann die anderen Sailor Kriegerinnen dazu kamen. Ami kam erst in Folge 8, Rei dann in Folge 10, und bis Makoto das erste Mal aufgetaucht ist, hat es sogar bis Folge 25 gedauert. Könnte mir schon vorstellen, dass sich dann eher der Anfang zieht, aber am Ende die Handlung recht gestrafft ist. Es ist jetzt auch weit über 20 Jahre her, dass ich den Anime gesehen hab. Und da auch nicht alle Folgen.
Mich hat das Ende vor allem deshalb gestört, weil man einfach Teile der Handlung annulliert hat. Ich find’s immer ziemlich irritierend, wenn man am Ende diverse Ereignisse, die die Serie (oder in dem Fall auch nur die Schlussphase) ausgemacht haben, einfach so in nem Wimpernschlag für nichtig erklärt. Ich finde immer, dass das etwas respektlos gegenüber dem Zuschauer rüberkommt, weil man ihm im Wesentlichen sagt „Haha, verascht! Du hast dir das komplett umsonst angeschaut, weil nichts davon passiert ist“.
Wobei ich das hier nicht so schlimm fand wie bei Ryuki oder Dino Charge. Bei denen hatte man wirklich das Gefühl, dass die gesamte Handlung rückgängig gemacht wurde. Hier wirkte es eher so, als hätten alle nur keine Erinnerungen mehr an die Ereignisse, aber geschehen sind sie trotzdem. Ich kannte das ja auch schon vom Anime. Hätte es eine zweite Staffel gegeben, hätte die das Ende wieder etwas relativiert, weil die Sailor Kriegerinnen dann ihre Erinnerungen zurückerlangt hätten.
Lol wirklich? Heißt das, man hat sich damals in Japan eher getraut eine homosexuelle Beziehung in die Serie einzubauen als in Deutschland? Find ich interessant, denn mittlerweile würde ich eigentlich sagen, dass Japan auf mich einen deutlich konservativeren Eindruck macht, als Deutschland.
Was die Akzeptanz von Homosexualität in der Öffentlichkeit betrifft, ist Japan immer noch sehr konservativ. Aber trotzdem hatten sie irgendwie nie Probleme, in ihren Serien Homosexualität darzustellen. Zoisite und Kunzite waren nicht der einzige Fall bei Sailor Moon. Später kamen noch weitere Sailor Kriegerinnen hinzu, von denen zwei eine lesbische Beziehung zueinander hatten. Den Amerikanern war das zuviel, weshalb die beiden dann zu Cousinen wurden. Also wenn du dir irgendwann mal den Anime ansehen möchtest, dann solltest du die englische Synchro vermeiden. Entweder die deutsche Version (die sich zwar auch nicht alles getraut hat) oder direkt die japanische Version mit Subs.
Das seh ich auch so. Das witzige daran ist ja, dass Ryusoulger und PGSM sogar den selben Main-Producer Shinya Maruyama haben (was ich selbst auch lang nicht wusste), aber so wirklich gemerkt hat man davon, abgesehen von den Gastauftritten, diverser Sailor Moon Darsteller und Darstellerinnen nicht viel. Und dabei hätte sich das mit den getrennten Kämpfen gerade in Ryusoulger ja auch so gut angeboten. Schließlich können hier auch drei Rangers einen Mecha bilden, da wäre das nicht mal ein Hindernis gewesen.
Ich würde argumentieren, dass Go-Busters es noch am Besten hinbekommen hat, nicht immer alle gemeinsam agieren zu lassen, weil man ja häufig allein aufgrund des Mecha Konzepts die Rangers häufig trennen musste.
Das wusste ich auch noch nicht, dass der Produzent der gleiche ist. Sailor Moon und Ryusoulger sind ja schon ein qualitativer Unterschied. Keine Ahnung, ob es bei Sailor Moon an Kobayashi lag, oder daran, dass man schon eine Vorlage hatte und da eigene Ideen mit einfließen lassen konnte. Bei Ryusoulger hätte sich auch angeboten, dass z.B. Bamba und Towa öfter als eigenes Team kämpfen. Wurde leider nicht so durchgezogen. Ich weiß aber nicht, ob ich die Gastauftritte der Sailor Moon Darsteller erkannt hätte, wenn ich Sailor Moon vorher gesehen hätte. Da liegen ja schon ein paar Jahre zwischen. Den einzigen Darsteller, den ich schon vorher kannte, war der von Mamoru/Master Blue. Den kannte ich als Ibuki von Kamen Rider Hibiki, und selbst den hab ich nicht erkannt.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Toku Allgemein)

Beitrag von Ranger L » Sa 15. Feb 2020, 04:46

Red Ranger hat geschrieben:
Fr 14. Feb 2020, 22:22
Also wenn du dir irgendwann mal den Anime ansehen möchtest, dann solltest du die englische Synchro vermeiden. Entweder die deutsche Version (die sich zwar auch nicht alles getraut hat) oder direkt die japanische Version mit Subs.
Ja, ich denke, die englische Synchro zu verwenden, hätte ich jetzt eh nicht vorgehabt. Könnte aber durchaus sein, dass die Serie eine meiner ersten Anlaufstellen wird, wenn irgendwann mal mit Anime anfange, da mich durchaus interessieren würde, wie man die bisherige Story noch fortsetzen könnte.
Red Ranger hat geschrieben:
Fr 14. Feb 2020, 22:22
Das wusste ich auch noch nicht, dass der Produzent der gleiche ist. Sailor Moon und Ryusoulger sind ja schon ein qualitativer Unterschied. Keine Ahnung, ob es bei Sailor Moon an Kobayashi lag, oder daran, dass man schon eine Vorlage hatte und da eigene Ideen mit einfließen lassen konnte. Bei Ryusoulger hätte sich auch angeboten, dass z.B. Bamba und Towa öfter als eigenes Team kämpfen. Wurde leider nicht so durchgezogen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass da auch einfach Toei ein großes Problem ist. Ich meine, allein die Tatsache, dass man sich einen Writer geholt hat, der noch nie einen Toku geschrieben hat, die Serie sich aber trotzdem so basic anfühlt, wie eine Sentai Staffel nur sein kann, spricht schon irgendwie dafür, dass das Team nicht sonderlich viele Freiheiten hatte.
Red Ranger hat geschrieben:
Fr 14. Feb 2020, 22:22
Ich weiß aber nicht, ob ich die Gastauftritte der Sailor Moon Darsteller erkannt hätte, wenn ich Sailor Moon vorher gesehen hätte. Da liegen ja schon ein paar Jahre zwischen. Den einzigen Darsteller, den ich schon vorher kannte, war der von Mamoru/Master Blue. Den kannte ich als Ibuki von Kamen Rider Hibiki, und selbst den hab ich nicht erkannt.
Ihn und Usagi fand ich eigentlich nicht so schwer zu erkennen. Auf Master Red/Motoki und Venus (die in den 30ern mal nen One-Shot gespielt hatte), wär ich aber wahrscheinlich auch nicht gekommen. Wobei ich’s generell interessant finde, wie viele Toku Gastdarsteller Ryusoulger hat(te). Neben den Mastern gab es auch noch den Stammes-Ältesten (Ultraman Jack), sowie Miu aus Fourze, Minako aus Sailor Moon, Rinna aus Drive, Akiko aus W, Nanami aus Hurricenger und Sawa aus Build (zumindest von denen die ich finden konnte), das ist schon ziemlich viel für eine Staffel.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Toku Allgemein)

Beitrag von Ranger L » Mo 24. Feb 2020, 05:13

Ich hatte eigentlich was anderes im Auge, was aber nicht so funktioniert hat, wie ich mir das Vorgestellt hatte, weshalb ich dieses Mal auf eine Art Reserve Runde von ein paar kürzeren Sachen, die ich schon runter geladen habe, ausweichen musste. Den Anfang hat die 90er Serie Vanny Knights mit 20 Folgen gemacht und ich bin ehrlich gesagt nicht so ganz sicher, wie ich die Serie bewerten soll. Auf der einen Seite fand ich sie eigentlich die meiste Zeit über schon recht unterhaltsam, aber gleichzeitig muss ich sagen, dass die Serie in den letzten paar Folgen noch ziemlich krass abgedriftet ist, was mich mit nem recht negativen Gefühl zurück gelassen hat.

Vom Stil her hat sich die Serie sehr ähnlich zu Kamen Tenshi Rosetta angefühlt, nur mit weitaus mehr Handlung, während das Konzept so ein bisschen was von Sailor Moon hatte. Man hatte drei Kriegerinnen, die in gewöhnlichen Mädchen erwacht sind und die jetzt einen chaotischen jungen Typen namens Kazuyuki, vor den Vampir-artigen Amore Gore beschützen müssen, bis auch in ihm sowas wie großer Retter erwacht. Das Setting find ich eigentlich recht interessant und die Charaktere waren alle sehr sympathisch, auch wenn Karuyuki teilweise ein ziemlicher Vollidiot war, aber die meiste Zeit war er doch recht unterhaltsam. Arisu ist wohl mein Lieblingscharakter der Serie.
Vom Storytelling her war Vanny Knights tatsächlich sehr stark, man hatte nen eher langsamen Start, aber nach ein paar Folgen ist eigentlich immer was passiert und (bis auf eine ziemlich unnötige Clip Show Folge) gab es dann bis zum Finale auch keinen Leerlauf mehr. Inhaltlich fand ich die erste Hälfte der Serie aber doch deutlich stärker als die Zweite, die trotzdem noch unterhaltsam war, aber mit der Zeit irgendwie immer seltsamer geworden ist. Zum einen fand ich es komisch, dass die Serie so viele Pseudo-Enden hatte, bei denen man hätte denken können, dass es jetzt vorbei ist, danach aber trotzdem noch was gekommen ist. Einmal nach Folge 8, dann nach Folge 12 und dann nochmal nach Folge 15. Insbesondere das letzte war seltsam, weil man damit, augenscheinlich sämtliche Verbindungen zur bisherigen Haupthandlung gekappt hat. Die Story um das Computerspiel wurde aufgelöst, Amano Kyosei wurde besiegt und alles war gut, bevor eine weitere Amore Gore aufgetaucht ist, die erst mal nicht viel mit der vorherigen Story zu tun hatte.
Mit der Zeit hat man das alles dann zwar trotzdem noch auf die bisherige Story zurückgeführt, aber der Übergang war sehr seltsam und bei den letzten paar Folgen hatte ich dann außerdem das Gefühl, dass man aus dem Nichts Toshiki Inoue das Kommando über die Serie verliehen hat. Es gab auf einmal sehr viel unnötiges Drama, man hatte ganz viele so Pseudo-Twists, die irgendwie nichts mit irgendwas zu tun hatten und nur um des Twists Willen eingebaut wurden, allen voran diese Sache mit der vierten Kriegerin die irgendwie komplett aus dem nichts gekommen ist und auch nicht wirklich was zur Serie beigetragen hat und Schluss endlich gab es dann noch das Finale…
Ja, ich denke dieses Finale könnte tatsächlich meine bisherigen Spitzenreiter Decade und Changerion für das größte „WTF am I watching???“ Finale ablösen. Angefangen hat es eigentlich noch total normal, aber ab dem Zeitpunkt wo der echte Amano Kyosei das Schwert an sich genommen hat, hab ich irgendwie gar nicht mehr kapiert, was zum Teufel da gerade passiert. Es hat erst so ausgesehen, als würde man einfach nur das Ende rückgängig machen, aber dann kamen diese seltsamen Sequenzen in denen Kazuyuki Würmer gespuckt hat und es wurde immer abgefuckter bis zum Ende, bei dem ich nicht die geringste Ahnung habe, was genau das jetzt zu bedeuten hat, was das nun für die Serie heißt und was man damit bezwecken wollte. Und das größte Problem hierbei ist halt, dass ich Vanny Knights im Gegensatz zu Decade und Changerion größtenteils gut fand, trotz einiger Schwächen in der zweiten Hälfte, hätte ich am Ende immer noch gesagt, dass es eine Grundsolide und empfehlenswerte Serie ist, aber so ein Ende kann ich einfach nicht ignorieren. Ich muss sagen, dass ich sowas auch ehrlich gesagt sogar noch schlimmer finde, als beispielsweise Ryuki’s Ende, weil man da zumindest noch argumentieren könnte, dass man wenigstens versucht hat, irgendwas zu Ende zu führen, aber hier hatte ich irgendwie nicht das Gefühl, dass das ein wirklicher Abschluss war.

Tja, keine Ahnung was ich über die Serie denken soll. Auf der einen Seite, könnte ich nicht behaupten, dass sie nicht unterhaltsam war, aber ich kann einfach eine Serie, die so endet, nicht guten Gewissens als „gut“ oder „empfehlenswert“ bezeichnen. Ich weiß auch noch gar nicht, wie ich die Serie in meinem Ranking einordnen soll bzw. an welchen Kriterien ich hier fest machen kann, ob ich sie besser oder schlechter als irgendeine andere Serie finde. Ganz seltsames Gefühl irgendwie.
Als nächstes folgen Kyoudai Shoujo Dogu-chan und die Mini Serie Jikuu Keistatsu Wecker mit 3 Folgen (wahrscheinlich in einem Post, weil ich bei letzterem noch nicht sicher, ob ich es überhaupt als vollwertigen Toku werten kann).
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Re: Was schaut ihr gerade? (Toku Allgemein)

Beitrag von Ranger L » Fr 28. Feb 2020, 05:11

So mit Dogu-Chan und Wecker bin ich jetzt auch recht schnell fertig geworden (nicht sonderlich überraschend, da beide Serien sehr kurz sind). Ich würde sagen ich fange erst mal mit Jikuu Keisatsu Wecker an, bei der ich mir relativ sicher bin, dass ich sie nicht als vollwertige Toku Serie in meinem Ranking zählen werden, nicht nur, weil sie mit ihren 3 Folgen einfach zu kurz ist, um sie vernünftig mit den anderen Serien vergleichen zu können, sondern auch, weil es sich ehrlich gesagt generell mehr wie eine Art Kurzfilmreihe angefühlt hat, alleine aufgrund der Zeitsprünge zwischen den einzelnen Episoden und der Tatsache, dass man auch immer verschiedene Protagonisten hatte.

Ironischer Weise muss ich allerdings sagen, dass Wecker von den drei „Serien“, die ich jetzt geschaut hab, wahrscheinlich sogar die beste war und das obwohl es um Zeitreisen ging. Perfekt war es zwar nicht, aber verhältnismäßig betrachtet, war es gar nicht so schlecht. Das Konzept der Jikuu Keisatsu ist im Grunde so ähnlich wie das der Legends, zu Beginn der Serie, als sie noch Probleme gelöst haben, anstatt nur welche zu verursachen. Man hat zumindest versucht immer halbwegs diskret zu sein und man hat auch immer aktiv Zeitveränderungen bekämpft. Die erste Folge war ganz gut, auch wenn mich die Hintergründe dieses Schurken interessiert hätten, aber ich fand’s ganz cool, dass Yuly am Ende auch wirklich in der damaligen Zeit bleiben musste, weil etabliert wurde, dass sie nicht mehr zurück kann.
Die zweite Folge war etwas schwächer, hauptsächlich weil diese Sache mit den entführten Mädchen mal wieder sowas ist, bei dem ich nicht so ganz verstehe, wie das funktionieren soll. Man nimmt irgendwelche Mädchen aus der Vergangenheit, um sie dann in der Zukunft zu missbrauchen, aber man kann die doch nicht einfach aus ihrer Zeitlinie entfernen, ohne dass es irgendwelche Auswirkungen hat. Hier hat es aber Sinn gemacht, dass Mille am Ende wieder in ihre Zeit zurück kehren konnte und ich schätze, dadurch dass sie eine Nachfahrin von Yuly ist, war es auch, trotz der Erklärungen in der dritten Folge, nicht abwegig, dass sie die Wecker Kräfte benutzen konnte.
Folge 3 war wieder besser, hier fand ich die Sache mit den Mädchen deutlich plausibler, weil man etabliert hat, dass sich alles in der Vergangenheit abspielt und sie nicht getötet werden. Es hat mich zwar anfangs etwas irritiert, das Lily diesem Jungen einfach mal eben erzählen konnte, dass sie aus der Zukunft stammt und die ganze Zeit mit ihm abhängt, aber durch den Twist am Ende, hat sich dieses Problem im Grunde erübrigt. Die Epilog Szene fand ich etwas seltsam, ich vermute mal, dass das auf die erste Folge anspielen sollte, aber ich bin mir nicht ganz sicher, was es zu bedeuten hat. Da die Serie aber theoretisch Fortsetzungen hat (die meines Wissens nach leider nicht gesubbt sind) find ich das erst mal vertretbar, da es vermutlich eine Hintertür für die Nachfolger sein sollte.

Ist jetzt nichts irre spektakuläres, aber kann man so als kleinen Pausenfüller schon mal anschauen.


Als nächstes kommt Kodai Shojo Dogu-Chan und das ist auch mal wieder so eine Serie, die ich nicht so einfach einzuordnen finde. War nicht wirklich schlecht, aber so wirklich was besonders interessantes hat die Serie jetzt auch nicht gemacht.

Das Konzept baut darauf auf, dass der junge Makoto zufällig auf die seit 10000 Jahren schlafende Youkai Jägerin Dogu-Chan stößt und sie ausversehen aufweckt, wodurch er nun automatisch ihr Diener ist und ihr helfen soll, irgendwelche Youkai zu bekämpfen. Übergeordnete Handlung gab’s eigentlich kaum eine, außer vielleicht die Entwicklung der Charaktere, die sich durch die ganze Serie gezogen hat und auch sowas wie einen Hauptfeind hatte man nicht, obwohl sogar mal in einer Folge eine geheimnisvolle Figur angeteasert wurde, die sich dafür angeboten hätte, danach dann aber nie wieder aufgegriffen wurde.
Man hat definitiv gemerkt, dass Dogu-Chan hauptsächlich als Comedy angelegt ist, weshalb ich es an sich auch nicht unbedingt schlimm finde, wenn die Handlung eher dünn ist, allerdings muss ich sagen, dass ich sie für eine reine Comedy-Serie nicht unbedingt wahnsinnig witzig fand. Ich meine, es war jetzt nicht schmerzhaft unlustig, man hatte schon immer wieder mal Gags dabei, die ganz witzig waren, aber in der Summe fand ich, dass im Vergleich zu vielen anderen humorvollen Serien, doch verhältnismäßig wenige Witze so richtig zünden konnten.
Folgenhandlungen waren größtenteils auch nicht wirklich was besonders, oft waren sie zwar etwas seltsam, aber mehr in diesem humorvollen Kontext und nicht mit so kompletten WTF Plots , wo man gar nichts mehr versteht, wie bei Rosetta zum Beispiel. Gelegentlich hatte ich so Situationen, wo ich das Gefühl hatte, dass man versucht hat, Szenarien zu erschaffen, die durch ihre Absurdität witzig wirken sollten, was aber vielleicht eher für Menschen, die Tokus nicht so gewöhnt sind, effektiv gewesen wäre, während ich mir nur gedacht hab „Ja gut, ich hab auch schon ernstere Tokus, mit deutlich absurderen Plots gesehen.“.

Die Charaktere waren größtenteils in Ordnung, Dogu-Chan selbst fand ich wohl noch am besten, auch wenn sie teilweise etwas arg aufdringlich war, aber die meiste Zeit fand ich sie ganz sympathisch. Was mich nur etwas irritiert hat war, dass man nie so wirklich erfahren hat, was genau sie eigentlich für eine Art von Lebensform ist. Sie bezeichnet sich selbst gerne mal als Gott, es wurde aber auch mal impliziert, dass sie vielleicht selbst eine Art Youkai sein könnte. Find ich etwas schade, dass man da nie drauf eingegangen ist. Makoto war im Mittelteil ganz gut, vor allem am Anfang und am Ende hat er mich aber eher genervt.

Den Finalenzweiteiler fand ich ehrlich gesagt relativ schlecht, nicht Vanny Knights Level von schlecht, aber der Plot den man dafür verwendet hat, ist generell einer, den ich nicht sonderlich gerne mag und was hier noch dazu kommt ist, dass man im Wesentlichen Makotos komplettes Development, dass er über die Staffel hinweg hatte, wie er sich immer mehr mit Dogu-Chan angefreundet hat, sich geöffnet hat und über den Tod seiner Mutter hinweg gekommen ist, zurück auf Null resetten musste, damit die Story mit diesem Youkai überhaupt funktionieren konnte und das fand ich halt schon ziemlich unnötig, weil man dadurch in gewisser Weise auch den Charakter ruiniert hat.
Außerdem fand ich das Ende, bei dem sowohl Dogu-Chan als auch Dokigoro sich opfern, um diesen einen Youkai zu besiegen, ziemlich unbefriedigend, zum einen Aufgrund ihrer Entwicklung, zum anderen aber auch deshalb, weil das Konzept der Serie, meiner Meinung nach, nicht wirklich auf so ein Ende ausgelegt war. Ich meine, wenn man einen Oberbösewicht hat, von dem all das ausgeht und sich der Held dann am Ende der Serie opfert, um die Bedrohung ein für allemal aufzuhalten, okay, aber hier haben die Youkai ja schon immer existiert und sie werden auch weiterhin existieren und Menschen umbringen, ich würde sogar sagen, dass das Finale nur nochmal um so mehr aufgezeigt hat, dass die Menschen alleine absolut hilflos sind und ohne Dogu-chan nichts gegen die Youkai unternehmen können, wodurch ihr Opfer halt letztlich nicht wirklich viel wert war. Man könnte jetzt zwar argumentieren, dass der Zweck der Serie eher das Development von Makoto war, aber das wäre für mich halt ein deutlich akzeptablerer Grund, wenn man nicht fürs Finale seine bisherige Entwicklung komplett ignoriert hätte, nur um sie im Laufe von zwei Folgen nochmal durchzukauen. Und dass sich Dogu-Chan sowieso bald wieder hätte schlafen legen müssen, macht es auch nur bedingt besser. Es war halt die Wahl zwischen Pest und Cholera und es hat generell so ein bisschen die Frage aufgeworfen, was eigentlich vor ihrem Erwachen mit den Youkai war. Ich meine, ist es einfach ok, wenn die über Jahrtausende hinweg ständig Leute umbringen und niemand unternimmt was dagegen? Nicht gerade eine rosige Welt, in der die Serie spielt.

Ich weiß nicht so recht, was ich von der Serie halten soll. Es ist auf jeden Fall besser als Rosetta, aber wahrscheinlich immer noch schwächer als Vanny Knights, weil die Serie zumindest über einen geraumen Zeitraum recht unterhaltsam war. Ich könnte jetzt zwar nicht sagen, was genau ich erwartet hab, aber irgendwie hatte ich mir mehr von der Serie versprochen.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Toku Allgemein)

Beitrag von Ranger L » So 5. Apr 2020, 04:11

Aufgrund der Verzögerungen bei Jiraiya hab ich in der Zwischenzeit als Beschäftigung noch eine andere, kürzere Serie angefangen und die nebenbei noch fertig geschaut, nämlich Lion Maru G. Wollte ich mir zwar eigentlich noch aufheben, aber die Serie hat sich einfach angeboten und da ich sowieso nicht glaube, dass die ersten beiden Serien dieses Franchises fertig geworden wären, bis ich mit allen gesubbten Tokus durch bin, wäre sie sowieso früher oder später fällig gewesen.
Wie ich die Serie finde ist gar nicht mal so leicht zu sagen, da sie doch etwas seltsam, wenn auch durchaus unterhaltsam, war. In gewisser Weise gliedert sie sich sehr gut in diese Art von Serie ein, von der ich dieses Jahr schon ein paar geschaut habe. Diese kürzeren, eher an Erwachsene gerichteten Serien wie Rosetta oder Vanny Knights.


Das Storytelling war eigentlich ziemlich gut, obwohl es an sich eigentlich nicht mal wahnsinnig viel Handlung gab, aber das was man hatte wurde recht gut verteilt und der Fokus lag in gewisser Weise auch immer auf der Entwicklung der Charaktere, die relativ stetig war. Ich muss sagen, Shishimaru davon zu überzeugen, sein Schicksal als Lion Maru anzunehmen, hätte für meinen Geschmack auch etwas schneller gehen können. Ein paar Folgen, ok, aber bis Mitte der Serie find ich dann doch etwas übertrieben. Wobei man sagen muss, dass es durch den langen Aufbau immerhin recht effektiv war.
Den Humor der Serie fand ich im Großen und Ganzen ehrlich gesagt nicht wahnsinnig beeindruckend. Im Grunde war es halt dasselbe wie bei Dogu-Chan, ein paar ganz witzige Sachen hier und da waren schon dabei, aber nichts was mich wirklich vom Hocker haut. Vor allem hatte man hier auch wieder diesen extrem sexuellen Humor, was ich an sich noch nicht mal schlimm finden würde, wenn es nicht immer wieder exakt dieselben Witze wären. „Hahaha, Brüste xDDDD, OMG sein Schritt juckt roflmao“ Wow, ich lach mich schlapp.
Die Schlussphase war dann doch eigentlich nochmal ziemlich spannend, ich bin ehrlich gesagt nicht ganz sicher was ich davon halten soll, dass am Ende ein Großteil des Casts gestorben ist, vor allem bei den Nebencharakteren wie dem Bar Besitzer oder Shishimaru’s Chef fand ich es ziemlich unnötig, allerdings muss ich sagen, dass ich gerade in letzter Zeit auch schon deutlich schlimmere Finals gesehen hab. Immerhin kann man hier sagen, dass es ein runder Abschluss war und dass das Ende auch zum Konzept der Serie gepasst hat, das allein ist weit mehr als ich über die Finals von Vanny Knights, Dogu-Chan und Kamen Tenshi Rosetta behaupten kann.

Ich denke, dass größte Problem der Serie ist, dass ihr einfach ne Tonne an Background fehlt, den man fürs bessere Verständnis der Story gebraucht hätte. Was genau sind die Lion Maru und Tiger Joe Kräfte eigentlich und wo kommen sie her? Wer zum Teufel ist Kashinkoji und was hat der mit der Sache zu tun? Gleiches gilt auch für Gousan, wer ist das, was wollte er und woher kannten er und Kashinkoji sich? Und auch was genau es eigentlich mit dieser Yuri auf sich hatte und woher die ihre seltsamen Kräfte hat, hätte mich interessiert. Da fehlt einfach so viel an Information, ich weiß nicht, ob das alles mehr Sinn machen würde, wenn man die früheren Lion Maru Serien gesehen hätte, aber so wie sie ist, hängt die Serie halt schon ziemlich in der Luft. Man kann zwar grob verstehen was abgeht, es ist jetzt nicht Decade oder so, aber vieles war halt einfach nicht so effektiv, wie es hätte sein können, beispielsweise die Konfrontation zwischen Gousan und Kashinkoji, die viel mehr Gewicht hätte, wenn der Zuschauer deren gemeinsame Vorgeschichte kennen würde.

Die Charaktere sind so 50/50 würd ich sagen. Shishimaru fand ich zu Beginn doch eher anstrengend, aber mit der Zeit hat er sich eigentlich doch recht positiv entwickelt. Jounosuke hat eigentlich erst in den letzen 2-3 Folgen angefangen, besser zu werden, aber so wirklich konnte ich mich mit ihm nie anfreunden. Die beiden Schwestern Saori und KosuK waren sympathiemäßig wohl die stärksten Charaktere, auch wenn sie sich vielleicht etwas häufig retten lassen mussten.
Kashinkoji ist halt mal wieder so ein Charakter vom selben Typ wie Sennin oder dem Owner des Den-Liners, jemand der gefühlt alles weiß und immer mit nichts aussagendem Zeug teasert, aber nie wirklich mit der Sprache rausrückt und mal irgendwas vernünftig erklärt. Ich hasse solche Charaktere, weil sie einem das Gefühl vermitteln, dass vielleicht doch nochmal Infos kommen könnten, einen dann aber umso enttäuschen, wenn das letztlich nicht der Fall ist. Und welchen tieferen Zweck Junior erfüllen sollte, muss ich glaub ich nicht verstehen, der hat im Grunde nichts zu irgendwas beigetragen.


Viel mehr kann ich glaub ich nicht mehr sagen. Die Serie ist nicht leicht zu bewerten, im Grunde ist sie nicht wirklich schlecht, das was die Serie gemacht hat, hat sie eigentlich recht gut gemacht, nur das was sie nicht gemacht hat, hält sie leider doch ziemlich zurück. Vor allem kann man hier auch nicht sagen, dass man nicht die Zeit hatte, alle nötigen Informationen einzubauen, denn auch wenn das Storytelling gut war, hätte man ohne weiteres unnötige Parts wie den Yuri Zweiteiler oder so ziemlich sämtliche Szenen von Junior rausschneiden können, um Platz für etwas Background zu schaffen. Ich würde Lion Maru G auf jeden Fall über die letzen paar „Erwachsenen Tokus“ packen, die ich gesehen hab, allein die Tatsache, dass man hier nen halbwegs vernünftigen Abschluss hatte, hilft dabei enorm, hinter einigen anderen vergleichbaren Serien wie Voicelugger oder Sh15uya bleibt sie für mich aber zurück.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Toku Allgemein)

Beitrag von Red Ranger » So 5. Apr 2020, 13:43

Ich habe mich da auch schwer getan, die Serie zu bewerten. Sie war jetzt nicht wirklich schlecht, aber sie hätte auch so viel besser sein können. Ich glaube nicht, dass die beiden alten Staffeln mehr zur Erklärung hätten beitragen können, weil die ja auch, soweit ich weiß, in der Vergangenheit spielen. Dieser sexuell anzügliche Humor war mir an manchen Stellen aber doch zu viel. Da hätte man sich ruhig etwas zurückhalten können und dafür mehr Story liefern sollen. Die Entscheidung im Finale, fast den gesamten Nebencast zu töten, fand ich schon sehr gewagt und hat mir auch nicht so wirklich gefallen. Jounosukes Opfer fand ich auch etwas seltsam. Letztendlich war die Serie für mich ganz okay, mehr aber auch nicht.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Toku Allgemein)

Beitrag von Ranger L » Di 7. Apr 2020, 04:05

Auch wenn ich jetzt ja auf Grund der Probleme bei Jiraiya in gewisser Weise schon einen anderen gesehen hab, geht’s hier normal weiter in meinem Plan und zwar mit einem Toku der eigentlich auch schon lange mal fällig war und zwar der Spiderman Serie von Toei. Ich bin bei 8 Folgen und bisher ist es im Wesentlichen das, was man von einem 70er Toku erwarten kann. Simples Konzept, komplett episodisch, aber im Rahmen dessen halbwegs unterhaltsam. In gewisser Weise kommt es mir fast ein wenig wie eine Art Mischung aus Showa Rider und Showa Sentai vor.


Die erste Folge war mir vom Pacing her wieder etwas zu schnell, aber man hat es trotzdem noch halbwegs geschafft, das Setting vernünftig zu etablieren, bevor man dann in der zweiten Folge noch etwas mehr Background erhalten hat. (Auch wenn ich es etwas seltsam fand, dass man diesen Background von Takuya in einem Selbstgespräch bekommen hat, anstatt dass es ihm von Garia bzw. dessen Geist erzählt wurde, was irgendwie mehr Sinn gemacht hätte.)
Die Folgenhandlungen sind eigentlich doch recht gut soweit, nichts krass herausragendes, aber sie können mich einigermaßen unterhalten. Dass Problem mit den letzten Dritteln bis Vierteln hat man hier allerdings wieder deutlich mehr, schon allein aufgrund der Mecha-Kämpfe, die meistens doch ziemlich random hinten dran gehängt sind. Und das schon bevor der Anzug gestohlen wurde. Bei den Bodenkämpfen hängt’s immer so ein bisschen davon ab, wie man sie in die Folge einbaut, aber gerade im direkten Vergleich zu den sehr guten Schwertkämpfen von Jiraiya sind mir die Kämpfe hier doch wieder etwas zu viel Rumgeschubse und Gerangel.

Takuya find ich als Protagonisten in Ordnung, er ist auf jeden Fall nicht so sympathisch wie Touha, aber als Charakter zumindest deutlich interessanter als der durchschnittliche Showa Rider. Ich kann hier gewissermaßen auch verstehen, dass er seiner Familie seine Identität verschweigt, zumindest seinen Geschwistern. Bei Hitomi könnte man wohl argumentieren, dass sie es auch ganz hervorragend selbst fertig bringt, sich jedes Mal in Schwierigkeiten zu bringen, weswegen es bei ihr eigentlich keinen großen Unterschied machen würde. Allerdings find ich sie trotzdem recht sympathisch soweit.
Die Bösen sind halt so ne typische 70er Truppe, bestehend eigentlich nur aus einem Oberbösewicht und einer Untergebenen, die dessen Befehle ausführt. Man kann bei Amazoness zumindest sagen, dass sie insofern eine Existenzberechtigung hat, da sie sich als Hitomis Vorgesetzte ausgibt und damit an nützliche Informationen gelangt. Recht viel mehr kann man von Schurken dieser Zeit wohl nicht verlangen.


Bislang macht die Serie nicht unbedingt viel falsch, auch wenn es natürlich absolut kein Vergleich zu Jiraiya ist, aber das war zu erwarten. Wenn sie sich weiterhin in dem Bereich bewegt würde ich auf jeden Fall damit klar kommen.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Toku Allgemein)

Beitrag von Ranger L » Do 16. Apr 2020, 04:04

Ich bin jetzt mit Spiderman fertig. War ganz in Ordnung. Fällt für mich so ein bisschen in diese Kategorie „Kann man anschauen, muss man aber nicht“.


Viel Handlung kann man natürlich nicht erwarten, die Folgenhandlungen waren teils besser, teils schwächer, im Schnitt fand ich sie aber größtenteils nicht schlecht. Rückwirkend betrachtet war die erste Hälfte der Serie definitiv besser als die zweite. Es war zwar nicht dieser 80 Level Absturz, aber in gewisser Weise ist der Serie so ziemlich das selbe passiert wie gerade mal ein Jahr zuvor JAKQ. Es hat halt alles relativ ernst angefangen, wenn vielleicht auch nicht ganz so düster, mit Plots die größtenteils sogar recht spannend waren (wenn vielleicht auch häufig etwas zu überdramatisiert für meinen Geschmack), ist dann aber in der zweiten Hälfte immer mehr zum übermäßigen Gebrauch von One Shot Kindern übergegangen. Deren Verwendung war, würd ich sagen, so ein bisschen ne Mischung aus dem JAKQ Stil und dem Sugimura Stil. Mal wurden die Plots komplett auf ihnen aufgebaut, mal haben sie nur existiert um zu existieren. Die Folgenhandlungen in der zweiten Hälfte waren jetzt größtenteils keine totalen Ausfälle, in der Summe aber deutlich schwächer als die in der ersten Hälfte.
Was ich der Serie auf jeden Fall zugutehalten muss, vor allem auch im direkten Vergleich zu den letzten paar Showa Ultra Staffeln, das ist, dass man hier tatsächlich eine recht gute Kontinuität zwischen den Folgen hatte. Es wurde doch öfter mal auf frühere Folgen Bezug genommen, One Shot Charaktere sind noch ein zweites Mal aufgetreten (wie dieser Junge mit Spiderman’s Blut oder dem von Miyauchi gespielten Cowboy Detective) und verschiedene Plotpunkte wurden mehrmals thematisiert, wie beispielsweise dass die Bösen Takuya verdächtigen, Spiderman zu sein oder auch die Identität von Amazoness, der Spiderman auf die Schliche gekommen ist. Das einzige was ich Schade fand war, dass dieser Interpol Agent, den Spiderman im Film kennen gelernt hat und der danach einige Auftritte hatte, irgendwann einfach nicht mehr vorgekommen ist.
Einige Folgen vor Schluss war dann noch die Einführung von Rita und Bella, die ich sogar ziemlich gut fand, auch wenn es rückwirkend ziemlich unnötig war, denn wirklich was verändert hat deren Anwesenheit jetzt nicht. Das Finale war dann mal wieder nur ne Einzelne Folge und ich fand es vor allem in so fern auch etwas seltsam, da es in der Folge eigentlich viel mehr um Amazoness ging. Der gesamte Plot der Folge hat im Grunde nur auf ihr aufgebaut, mit der Vernichtung von Professor Monster und Co. nur relativ random hinten dran gehängt. Und musste man am Ende wirklich noch nen Mecha Kampf einbauen? Naja, ich hab schon schlechtere One-Shot Finals gesehen, aber ein Glanzstück war das jetzt nicht gerade.

Die Charaktere waren eigentlich alle in Ordnung, wenn auch nicht wirklich viel mehr als das. Takuya war die meiste Zeit recht sympathisch, auch wenn ich dieses „dumm stellen, um seine Identität zu verbergen“ teilweise ein bisschen zu viel des guten fand. Hitomi und Shinko waren beide nicht die wahnsinnig spannenden Charaktere, aber sie waren zumindest gelegentlich mal in irgendwelche Folgenhandlungen involviert. Takuji war wahrscheinlich das schwächste Glied, er hat eigentlich nie sonderlich viel zu tun bekommen und spätestens ab Mitte der Staffel war er auch als obligatorisches Anti One-Shot Kind obsolet, weswegen man ihn im Prinzip auch direkt von Anfang an hätte weglassen können.

Die Bösen sind, wie schon im ersten Post gesagt“ so im Grunde das, was man von einer Schurken Gruppe aus den 70ern erwarten kann. Professor Monster war so ein klassischer Oberschurke im Stil von Boss L oder Professor Gill, gibt schlimmeres, immerhin hat er nicht die Hälfte seines Daseins hinter einer Wand verbracht, wirklich viel getan hat er aber auch nicht.
Amazoness war noch die beste der Bösen, sie ging so ein bisschen in dieselbe Richtung wie Salome von Battle Fever J. Kein wahnsinnig interessanter Charakter, aber immerhin hat sie was gemacht und außerdem hat sie durch ihre Geheimidentität, die Mitte der Staffel gelüftet wurde, ein bisschen was zur Story beigetragen.
Rita und Bella hätte man sich wie gesagt sparen können, ich kann mich ehrlich gesagt nicht mal dran erinnern, dass sie in den 5 Folgen zwischen ihrer Einführung und dem Finale jemals irgendwas gesagt haben. Die Rivalität mit Amazoness im Finale hätte vielleicht Potential gehabt, aber dafür hätte man früher damit anfangen müssen.


Viel mehr kann ich auch nicht mehr zu Spiderman sagen, in der Summe würde ich sagen, fällt die Serie für mich in eine ähnliche Kerbe wie Zubat oder Bycrosser. Für das was sie war, war die Serie in Ordnung, ich bin froh, dass ich sie gesehen hab, aber ich müsste sie jetzt auch nicht unbedingt nochmal sehen.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Toku Allgemein)

Beitrag von Ranger L » Di 19. Mai 2020, 04:04

Bei den Anderen Tokus ist dieses Mal zur Abwechslung wieder eine Kombi-Runde fällig und den Anfang hat die Toku-Parodie Kanpai Senshi After V und ihre Fortsetzung gemacht. Ich wollte erst mal abwarten, bis ich beide Staffeln gesehen hab, um zu entscheiden, ob ich die beiden gemeinsam bewerte oder nicht, allerdings bin ich mir mittlerweile ehrlich gesagt nicht mehr so sicher, ob ich diese Serie überhaupt als Toku in meinem Ranking zählen werde. Ich meine, sie hat in gewisser Weise schon ein paar Toku Elemente, aber so wirklich viel mit nem Toku zu tun hatte sie eigentlich nicht.
Im Grunde ist die Serie so eine Art „After-Show Party“ für ein Sentai Team namens Treasure V und die sind an sich schon wirkliche Henshin Heroes, aber du als Zuschauer siehst halt im Wesentlichen immer nur das, was nach den Kämpfen passiert. In der letzten Folge der zweiten Staffel gab es mal sowas, das man mit etwas Fantasie als eine Art Kampf bezeichnen könnte, aber ansonsten haben sich die Toku Elemente auf die Kräfte des Oberschurken und die Tatsache, dass die Rangers privat in ihren Anzügen rumlaufen, beschränkt. Ich weiß nicht so recht, ob das ausreicht, um als Toku zu zählen. Recht viel weniger als das hatte Tokusatsu GaGaGa auch nicht und die Serie hab ich auch nicht gezählt.

Das wiederum soll aber nicht unbedingt heißen, dass die Serie schlecht war. Für das was sie war, fand ich sie eigentlich trotzdem halbwegs unterhaltsam. Dafür dass man technisch betrachtet den „Hauptteil“ der Ereignisse nie zu Gesicht bekommen hat, gab es einigermaßen viel Handlung und die Folgen haben größtenteils recht schön aufeinander aufgebaut, in der zweiten Staffel noch etwas mehr als in der ersten. Ich fand in der ersten Staffel halt vor allem die Sache mit dem Ranger-Wechsel etwas unnötig, weil sich die Story im Grunde komplett selbst annulliert hat. Am Ende von Folge 9 war man im Grunde wieder genau so weit wie nach der vierten Folge. Die letzten drei Folgen fand ich hier aber recht gut und das Ende hatte etwas von Akibrangers „Wenn wir uns einfach weiterhin bekämpfen dürfen wir alle unseren Job behalten“. Die zweite Staffel hat von Anfang an noch etwas fließendere Übergänge gehabt (so sehr es halt geht, wenn man immer die Hälfte rausschneiden muss), hier fand ich dafür aber die letzten drei Folgen, mit diesem absolut nicht auf Gavan angelehnten neuen Helden, etwas schwächer, weil es irgendwie ziemlich random kam gegenüber dem Plot vom Rest der Staffel, aber es war trotzdem noch ok. In der Summe fand ich die zweite Staffel wohl etwas besser als die erste.
Den Humor fand ich jetzt nicht so gut, wie den von Akibaranger oder Tokusatsu GaGaGa, ähnlich Dogu-chan hatte ich häufig so ein bisschen das Gefühl, dass man für eine Parodie doch recht oberflächlich geblieben ist und nur die eher offensichtlichen Klischees aufgegriffen hat, anstatt in Tiefen der Weeb-Elemente abzutauchen, wie Akibaranger das ja gemacht hat, aber es war jetzt auch nicht total unlustig. Es gab schon immer wieder mal Sachen, über die ich lachen konnte.

Es ist auf jeden Fall eine Serie, die man sich durchaus mal anschauen kann, aber ich denke nicht, dass ich sie in mein Ranking integrieren werde, dafür waren mir die Toku Elemente einfach nicht ausreichend. Als nächstes werd ich mir wohl die 70er Toho Serie Ryusei Ningen Zone aka Zone Fighter vornehmen. Ich bin noch am überlegen, ob ich da nen First Impression Post abgebe oder einfach warte, bis ich fertig bin. Mal schauen.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Toku Allgemein)

Beitrag von Ranger L » Di 26. Mai 2020, 04:23

Ich bin jetzt mit Ryusei Ningen Zone fertig. Definitiv eine interessante Serie, ich würde sagen, im Großen und Ganzen ist es einer der besseren episodischen Tokus, gerade auch im direkten Vergleich zu Solbrain macht die Serie einiges richtig.


Das Setting der Serie ist eigentlich recht spannend, eine Familie von Aliens die von ihrem Planeten geflohen sind, bevor die Garoga ihn zerstört haben, lebt jetzt auf der Erde und benutzt dort ihre Kräfte um diese vor den Garoga zu beschützen. Am Kampf beteiligen sich hauptsächlich die drei Kinder der Familie, die verwandelte Formen haben und der älteste Sohn hat auch eine Ultra ähnliche Riesenform, um es mit Kaijuus aufzunehmen. Das ist gar kein uninteressantes Konzept, hat was von einer Mischung aus Sentai und Ultraman. Ich find’s zwar etwas schade, dass man einen Großteils des Backgrounds nur durch den Vorspann vom Intro erfahren hat, anstatt ihn in die Serie selbst einzubauen, aber immerhin musste man es so nicht alles in die erste Folge quetschen, wodurch die vom Pacing her gar nicht so schlecht war.
Wirklich viel Handlung gab es hier zwar auch nicht, aber die Folgenplots fand ich doch deutlich angenehmer. Vor allem find ich’s gut, dass es hier einfach viel mehr um die Protagonisten ging. Es gab natürlich trotzdem One-Shot Charaktere, aber ich hatte das Gefühl, dass die halt meistens nicht im Zentrum der Handlung standen, sondern nur da waren, um den Folgenplot zu unterstützen. Nur gegen Ende hatte ich dann das Gefühl, dass man langsam damit anfängt, teilweise auch die Plots auf denen aufzubauen. Die Serie hatte insgesamt zwei Zweiteiler, für 26 Folgen ist das find ich ok, wobei ich den ersten etwas besser fand als den zweiten. Witzig fand ich btw. dass es darin um ein Godzilla Kaijuu ging und auch Godzilla selbst in der Serie mehrere Gastauftritte hatte. Leider hab ich von Godzilla zu wenig Plan um zu beurteilen ob deren Kanon irgendwie miteinander kompatibel ist.
Das „Finale“ war dann letztlich nur eine Einzelfolge und nicht nur das, es war im Grunde eigentlich gar kein Finale. Vergleichbar mit Ultra Q hat die Serie schlicht und ergreifend mit einer stinknormalen Folge aufgehört, die nicht wirklich irgendwas zu Ende geführt hat und das find ich halt doch ziemlich dämlich. Insbesondere da Ryusei Ningen Zone anders als Ultra Q durchaus sowas wie ne Rahmenhandlung und auch Hauptschurken hatte, da wäre es schon nicht schlecht gewesen irgendeine Form von Abschluss zu finden. Ich hab zwar gelesen dass die Serie wohl eingestellt wurde, aber andere Serien, denen das passiert ist, haben es ja trotzdem geschafft, ein halbwegs vernünftiges Ende zu finden.

Und eine Sache die mich ehrlich gesagt auch etwas irritiert hat, das war, dass ich nie so wirklich verstanden habe, was genau es nun mit den Kräften der Zone Familie auf sich hat. Zumindest gesehen hat man diese Verwandelten Formen immer nur bei den Kindern, während die Eltern oder der Großvater sich maximal unverwandelt am Kampf beteiligt haben und die Riesenform hatte auch nur Hikaru. Was befähigt ihn nun dazu diese Form einzusetzen, aber seine Geschwister oder Eltern nicht? Außerdem würde sich natürlich die Frage stellen, wenn jeder auf deren Planeten diese Fähigkeiten hat, wieso ihre Spezies die Garoga dann nicht mit Leichtigkeit besiegen konnte, bevor sie ihren Planeten zerstört haben. Aber wie gesagt, wenn es nur manche haben, wäre es nett gewesen, wenn man mal darauf eingegangen wäre, wonach sich entscheidet wer es bekommt und wer nicht.

Die Charaktere waren für 70er Verhältnisse eigentlich nicht schlecht, wenn vielleicht auch nicht auf oberem Uehara Level. Sie waren jetzt nicht gerade Komplex, aber immerhin recht sympathisch. Das Familien Setting hat dabei definitiv geholfen. Das Line-Up der Kinder hat mich etwas an Jiraiya erinnert, zumal die Verteilung der Geschlechter und der Altersunterschied in etwa identisch waren, mit Hotaru als stärkstem Glied. Aber auch der jüngste Sohn Akira war ein ziemlich kompetenter Charakter und definitiv eines der besseren Toku Kinder.
Es gab dann auch noch einen wiederkehrenden Nebencharakter namens Takeru der der Zone Family beim Kampf gegen die Garoga geholfen hat, wobei ich bei ihm aber immer seltsam fand, dass er wohl zu wissen schien, dass die Familie Aliens sind, dass Hikaru aber Zone Fighter ist, wusste er nicht, was irgendwie nicht so wirklich logisch ist, aber was soll man von einem Showa Toku schon im Umgang mit Geheimidentitäten erwarten. Außerdem ist der in den letzten paar Folgen irgendwie völlig verschwunden. In den letzten 5-6 Folgen ist er gar nicht mehr aufgetaucht. Ich weiß nicht ob es nur Zufall war, dass er mit diesen Plots nichts zu tun hatte und er wieder zurückgekommen wäre, wenn man die Serie normal fortgeführt hätte, aber so war das schon komisch.


Ansonsten gibt es denk ich nicht mehr allzu viel zu sagen. Ich finde, dass man in einigen Punkten durchaus noch mehr hätte rausholen können, gerade in den letzten paar Folgen gab’s ein paar Sachen, die ich nicht so mochte, aber in der Summe war Ryusei Ningen Zone eigentlich eine sehr solide und unterhaltsame Serie, für das was sie war. Nichts Bahnbrechendes, aber für mich auf jeden Fall deutlich angenehmer als sowas wie Solbrain.
:go-bustersenter:

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