Kamen Rider ZI-O

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Chris
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Re: Kamen Rider ZI-O

Beitrag von Chris » Fr 26. Aug 2022, 18:54

Drei Folgen weiter, der zweite Akt hat tatsächlich doch noch etwas Aufmerksamkeit bekommen.

Der Blade Tribut an sich hat wunderbar funktioniert und ist eine der wenigen Prä-W Staffeln, die ich gesehen habe. War schön, Kenzaki, Hajime und die Amane-chan wieder zu sehen. Im Gegensatz zu den späteren Staffeln ist hier viel Zeit vergangen, was man den Schauspielern auch ansieht, grade der Amane-chan. Ohne Hinweis hätte ich die auch nicht wiedererkannt.
Ich hätte es sehr gern gesehen, wenn man die Qualität auch auf andere Tribut-Folgen angewandt hätte. Für gewöhnlich tauchen halt ein, zwei Charaktere der entsprechenden Staffel auf, helfen bei der Lösung des aktuellen Problems und das war's dann auch. Blade wurde aber sehr gut in die Rahmenhandlung eingebaut und wirkte dadurch wichtig. Außerdem gab es sogar noch einen Blade-Prolog, der tatsächlich noch die Geschichte von Kenzaki und Hajime ein Stück weitererzählte. Sehr schön, hätte man gern auch für andere Staffeln verwenden können und diese dafür gleichmässiger auf Zi-O an sich verteilt.

Ansonsten war's halt gewohnt schwach. Das war also der Tag von Oma? Wenn man erst hinterher durch eine Erwähnung mitbekommt, dass man gerade DAS Hauptereignis der Staffel gesehen hat, dann läuft was falsch. Weiß zugegeben auch jetzt noch nicht, ob das tatsächlich der offizielle Oma Tag war oder nicht, schließlich ist Souta nicht zur Oma digitiert.
Die neue Triple-Digitation ist recht cool, abgesehen von den Masken auf dem Körper, nur das Wie stört halt wieder. Ein Kamen Rider soll halt irgendwas machen für sein Power-Up und in beiden Fällen hat Sougo versagt. Zum ersten der doppelte Zi-O aus der Spiegelwelt, für den es immerhin noch eine Alibi-Fünf Minuten-Szene gab:

Sougo: Wo bin ich?
Nega-Sougo: Ich bin du!
Sougo: Nein, du bist nich ich! Ich laufe weg und verstecke mich.
Nega-Sougo: Hier bin ich wieder!
Sougo: Das ist in Ordnung, den in habe spontan erkannt, dass du auch ein Teil meines Charakters bist
Nega-Sougo: Cool. Hier, eine neue Zauberuhr.

Es gab keine Lektion, Sougo hat nichts gelernt oder sich charakterlich weiterentwickelt, den Nega-Sougo ist ja nicht mal ein Teil von ihm, sondern halt sein Gegenteil, dafür sollte es keine neue Digitation geben.
Für den Triple-Zi-O wurde gar nichts mehr erklärt, da erscheint die neue Zauberuhr spontan und ohne Erklärung einfach so. Hab zumindest nichts mitbekommen, was den Punkt erklären dürfte.

Sougo selbst gehört nach Episode 30 ernsthaft etwas Verstand eingeprügelt. Bei allem Respekt, aber nach der Aktion mit dem weißen Woz kann man den Jungen nur noch als Tollidioten bezeichnen. Der weiße Woz schießt seit seiner Ankunft gegen ihn, möchte ihn am liebsten gestern als heute aus dem Weg räumen und schiebt ständig Geiz vor...und dann sagt ihm Sougo so was wie "Gib nicht auf, kämpfe für deine Zukunft und deine Ziele, noch kannst du sie erreichen!"

Ansonsten fällt den Leuten nach 30 Folgen spontan ein, dass die Tsukiyomi eigentlich schon die ganze Zeit über an einer Amnesie leidet. Gut, war bisher nicht wichtig, hätte man vielleicht aber doch irgendwann mal erwähnen können, das verstärkt halt wieder nur den Eindruck, dass ein halbes Dutzend Leute an der Serie schreibt und einer nicht weiß, was der andere fabriziert.
Und wieso seit neuestem die orginalen Rider dann doch wieder neben den alternativen existieren können versteh ich auch nicht....
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Re: Kamen Rider ZI-O

Beitrag von Ranger L » Sa 27. Aug 2022, 04:04

Chris hat geschrieben:
Fr 26. Aug 2022, 18:54
Außerdem gab es sogar noch einen Blade-Prolog, der tatsächlich noch die Geschichte von Kenzaki und Hajime ein Stück weitererzählte. Sehr schön, hätte man gern auch für andere Staffeln verwenden können und diese dafür gleichmässiger auf Zi-O an sich verteilt.
Die Tributfolgen sind (mit einer Ausnahme) in der zweiten Hälfte generell deutlich besser als in der ersten, weil man da endlich mal damit angefangen hat, die Charaktere vernünftig miteinander agieren zu lassen und auch wirklich auf den Inhalt der Originalstaffeln einzugehen. Das Problem daran ist nur das folgende:
Chris hat geschrieben:
Fr 26. Aug 2022, 18:54
Und wieso seit neuestem die orginalen Rider dann doch wieder neben den alternativen existieren können versteh ich auch nicht....
Um diese Interaktionen überhaupt erst zu ermöglichen, musste man halt im Wesentlichen das gesamte Another Rider Konzept grundlegend verändern und praktisch alle Regeln, die man am Anfang für sie aufgestellt hatte, komplett über den Haufen werfen (selbstverständlich ohne vernünftige Erklärung), weil das anfängliche Konzept das einfach nicht hergegeben hat, wodurch sich die Staffel halt zunehmend immer mehr in Widersprüche verstrickt hat. (Als wäre sie in der ersten Hälfte nicht schon verwirrend genug gewesen)

Chris hat geschrieben:
Fr 26. Aug 2022, 18:54
das verstärkt halt wieder nur den Eindruck, dass ein halbes Dutzend Leute an der Serie schreibt und einer nicht weiß, was der andere fabriziert.
Ich kann auf jeden nachvollziehen, dass das so wirkt, tatsächlich haben aber gar nicht so viele Writer an der Staffel gearbeitet. Es gab im letzten Drittel einen Zweiteiler, der von Inoue geschrieben wurde, der Rest wurde vom Main Writer Kento Shimoyama (28 Folgen) und dem Secondary Nobuhiro Mouri (19 Folgen) übernommen. Bei zwei Leuten müsste man eigentlich schon meinen, dass die es hinbekommen sollten, sich halbwegs abzusprechen.
Ich würde hier aber tatsächlich auch einiges auf den Produzenten Shinichiro Shirakura schieben, der dafür bekannt ist, nicht sehr viel auf Kontinuität oder Erklärungen zu geben.
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Re: Kamen Rider ZI-O

Beitrag von Chris » Do 1. Sep 2022, 02:17

Dritten Akt abgeschlossen. Hab in den letzten Tagen etwas an Tempo zugelegt und teilweise drei Folgen am Stück gesehen, was ich normalerweise nie mache. Möchte die Staffel aber noch im Sommerurlaub beenden. Und auch generell hinter mich bringen.

Den Block mit den durchgehenden Tributfolgen fand ich gar nicht so verkehrt, obwohl die Haupthandlung dann doch eher in den Hintergrund gerückt ist. Fand zwar die Herangehensweise mit Blade sehr gelungen, aber wenn man sich nicht um die Geschichte kümmert, kann man sie auch nicht mit neuen Sonderregeln verhunzen. Von Tsukiyomi hätte ich mir etwas mehr erwartet, es wurde halt spontan ihr Geheimnis in den Raum geworfen sowie ihre Fähighkeit zum Zeitstoppen, aber tatsächlich hat man kaum etwas über sie erfahren und ist hinterher praktisch noch so schlau wie vorher. Scheint aber auch die Serie selbst nicht wirklich zu kümmern.

Zu den Blade Folgen habe ich mich schon geäussert, fand die sehr solide und gelungen. Vom anschließenden Agito ist zugegeben kaum was hängengeblieben, außer, dass die originalen Rider nicht mehr von den Fälschungen betroffen sind. Weiß ja nicht, was schlimmer ist, ob es das Dilemma besser oder schlimmer macht, das es sogar mit zwei Sätzen angesprochen, aber nie geklärt wurde.

Hibiki hat mir überraschend gut gefallen, vor allem wegen der Drehorte. Es ging aus der Stadt raus und eher in die ländliche Berggegend, mal was anderes. Dürfte damit dauch der Vorlage folgen, Hibiki spielt doch irgendwo am Arsch der Welt, zumindest ist das mein Eindruck.
Interessanterweise hab ich beim Möchtegern-Hibiki tatsächlich für einen Moment gedacht, Yuto vor mir zu haben, das aber schnell als Einbildung abgetan. Wurde später aber doch bestätigt, ich hatte keine Ahnung, dass der Schauspieler bereits vorher eine Rolle hatte.
War jetzt auch die einzige Tributfolge, die Interesse an der Vorlage geweckt hat, wobei eine gewisse Neugier zugegeben schon vorher vorhanden war. Hibiki wird halt immer als der Außenseiter oder das schwarze Schaf behandelt, wäre nicht verkehrt, sich selbst mal ein Bild von zu machen.

Kiva war....speziell. Die Handlung mit der Ausbrecherin fand ich durchaus gelungen, vor allem natürlich der Dreh am Ende. Dass die Gute Dreck am Stecken hat war irgendwie schon von Anfang an klar, aber das sie das Verbrechen tatsächlich selbst begangen und das Fräulein halbtot geprügelt hat, das kam dann doch unerwartet. Besonders auffällig war eh ihr gesamter Charakter, die Frau war ja komplett Jenseits aller Vernunft und hatte überhaupt keinen Bezug mehr zur Realität. War aber interessant, ihr bei ihrem überheblichen Gehabe zuzusehen.
Der Rest der Episode war wieder ein Tiefpunkt. Als Tribut hat die Folge kaum funktioniert, weil fast kein Bezug zu Kiva genommen wurde, abgesehen von den drei Helfershelfern. Jiro zählt kaum, netto ist der in den beiden Episoden ja kaum eine Minute durchs Bild gestiefelt. Sehr schade, den mochte ich damals in der Vorlage sehr gern. Bei all den Vorgängerserien war natürlich zu erwarten, dass irgendwann überhaupt keiner der Schauspieler Zeit hat bzw. nur für ein paar kurze Szenen, da hätte man sich aber trotzdem was Besseres überlegen können.
Eine absolute Katastrophe (und inzwischen typisch für Zi-O) war aber der ganze Schmu um Kamen Rider Ginga. Sorry, aber was sollte das? Der taucht ohne Vorwarnung auf, macht Ärger und wischt mit allen den Boden, wird dann doch überrumpelt und verschwindet ohne ein weiteres Wort wieder. Hat man da irgendwas mit dem Fourze Tribut verwechselt? Da hätte er thematisch wenigens noch reingepasst.
Aber ernsthaft, war mit dem irgendwas geplant? Sollte der überhaupt irgendeinen Hintergrund bekommen? Solche "aus dem Nichts"-Wendungen sind bei Kamen Rider ja nicht unüblich, aber für gewöhnlich leiten die in den Kinofilm oder in eine OVA über bzw. setzen diese fort. Ich könnte mir sogar noch vorstellen, dass das irgendein Wettbewerb war a la "Designe einen Kamen Rider und sieh, wie er in der Serie Realität wird!", aber auch die Wiki liefert absolut keine Infos, was da passiert ist. In der Form halt leider eine absolute Katastrophe, vor allem, weil man's noch auf die Spitze trieb und Woz durch ihn seine Ultra-Digitation bekam.
Muss aber sagen, dass ich den Kamen Rider Ginga an sich sehr gelungen fand. Der hat verdammt cool gekämpft und ein Cape macht eh jeden cool.

Kabuto anschließend ging wieder größtenteils an mir vorbei. Im Gegensatz zu Kiva und dem folgenden Den-O fehlte mir hier wieder die Vorlage und mit den beiden Brüdern konnte ich eh nichts anfangen, war aber cool, wie davor in Hibiki mit Yuto jetzt Hiroto vom Go-on Winx Club in einer anderen Rolle zu sehen.
Handlungsmässig war die Folge aber sehr, SEHR schlecht geschrieben. Ein Meteor schlägt auf der Erde ein, dann noch einer, damit die Helden darauf aufmerksam werden, dann taucht am Himmel plötzlich ein dritter, gigantischer Meteor auf, der den ganzen Planeten bedroht, und nachdem der zerstört wurde....zeigt sich von Jetzt auf Gleich ein vierter, noch viel gigantischerer Meteor! Bei aller Liebe, aber das war halt echt Niveau eines Erstklässlers.
Davon abgesehen fand ich es auch eher ungünstig, die Monster aus Kabuto ohne soliden Grund wieder auftauchen zu lassen und als eins der Hauptprobleme zu präsentieren. Keine Ahnung, ob das aus Hinsicht der Vorlage Sinn macht, aber das war halt wirklich die allereinfachste Möglichkeit, bekannte Charaktere zurückzuholen.

Den-O als Abschluß war nach den beiden Pleiten wieder ganz ordentlich. Die Vorlage finde ich völlig überbewertet und sehe sie als eine recht schwache Staffel, war aber cool, die Taros wiederzusehen. Hätte mich gefreut, wenn im Zug noch Naomi oder der Owner sitzen, die mochte ich sehr gern.
Der große Ultra-Zi-O....da weiß ich echt nicht, wie ich den beurteilen soll. Die ganzen auf dem Körper verteilten Figuren sind fürchterlich und völlig zugemüllt. Grade der Zi-O oben auf dem Helm, der sich zu allem Überfluss sogar noch bewegt, geht gar nicht. Andererseits ist das ganze Gold aber schon cool und ich mag es immer, wenn eine Uniform eher sperrig und unbeweglich aussieht, was hier auch der Fall ist. Finde übrigens die Rückenansicht ganz gelungen, weil da halt überhaupt nichts klebt. Generell wär's mir aber lieber gewesen, wenn man die ganzen Figuren etwa durch die entsprechenden Symbole ersetzt hätte.
Ansonsten halt wieder eins der üblichen Probleme, Sougo hat kaum was dafür gemacht. Grade jetzt in diesem Zehnerblock wurde ihm die entsprechende Uhr halt immer in die Hand gedrückt. Macht Sinn bei Agito oder Kabuto, mit denen er gekämpft hat, aber Juzo und der rote Taro haben ihm das Ding einfach so in die Hand gedrückt, weil er halt grad da stand.

Keine Ahnung, wie ich die 30er Folgen beurteilen soll. Im Ganzen war's wohl ordentlich und der Fokus auf die Rider gefiel mir ganz gut, aber bei Momenten wie Kamen Rider Ginga oder den vier Meteoriten frag ich mich echt, ob die Autoren überhaupt noch ernsthaft bei der Sache sind oder die Serie mit Absicht so katastrophal schreiben und jedes Mal aufs Neue sehen wollen, wie weit sie gehen können.
Bleibt der letzte Akt, die ersten beiden Episoden hab ich bereits gesehen, sind jetzt auch nicht so dufte. Werde wohl nach Episdoe 43 den Kinofilm einschieben, da der ungefähr da hin gehören soll, dann kann ich Zi-O in eine paar Tagen zu den Akten legen.

Gibt es eigentlich einen Grund, warum Zi-O auf einen Kuuga Tribut verzichtet hat? An sich ist's mir egal, da ich die Staffel nicht gesehen habe, aber es wundert mich, dass grade die Serie fehlt, mit der die 20 Jahre ihren Anfang nahmen und die mit Zi-O ja gefeiert werden.
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Re: Kamen Rider ZI-O

Beitrag von Ranger L » Fr 2. Sep 2022, 04:01

Chris hat geschrieben:
Do 1. Sep 2022, 02:17
Gibt es eigentlich einen Grund, warum Zi-O auf einen Kuuga Tribut verzichtet hat? An sich ist's mir egal, da ich die Staffel nicht gesehen habe, aber es wundert mich, dass grade die Serie fehlt, mit der die 20 Jahre ihren Anfang nahmen und die mit Zi-O ja gefeiert werden.
Naja, dass der Darsteller nicht anwesend war, liegt wahrscheinlich daran, dass der wohl kein großer Fan von Kamen Rider (bzw. Tokusatsu im Allgemeinen) zu sein scheint und man ihn vermutlich einfach nicht dazu bewegen konnte, bei der Serie mitzuspielen.
Eine Art von „Tribut“ gab’s aber trotzdem, im ersten Crossover Film. Da gab’s einen Another Kuuga und im Zuge dessen hat Sougo auch die Kuuga Ride Watch bekommen.
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Re: Kamen Rider ZI-O

Beitrag von Chris » So 11. Sep 2022, 05:09

Zi-O ist inzwischen beendet, auf halbem Wege habe ich aber noch den Kinofilm dazwischengeschoben. Der kommt in zwei Teilen daher, die praktisch unabhängig voneinander funktonieren und erinnert dadurch angenehm an die alten vs-Filme. Den Stil selbiger mochte ich immer ganz gern, da war mir das auch hier willkommen.

Part 1 ist der Drive-Tribut und spielt in der Sengoku-Ära. Wieder mal. Ich hab an sich nichts dagegen, denn gerade für uns Europäer ist diese Zeit noch einmal besonders exotisch, aber in Kamen Rider/Sentai muss das halt mit schöner Regelmässigkeit alle zwei, drei Jahre irgendwie durchgekaut werden. Kann es sein, dass der Japaner an sich besonders für diese Zeit schwärmt und heute ein gewisses verklärtes Bild davon hat? Wenn unsereins ans Mittelalter denkt, hat man ja auch oft prächtige Burgen und Schlösser, Könige, Prinzessinnen und edle Ritter vor Augen und weniger die Pest und Cholera und den Fakt, dass da niemand älter als 40 Jahre geworden ist.
Ähnlich mit Nobunaga, der allein in diesem Zehnerblock nach dem OOO-Film und als Jacke in Ghost hier in seiner dritten Inkarnation auftaucht. Ist halt schon etwas einfallslos, als würde man jedes Jahr nur auf den Kalender schauen, bis man die beiden Themen endlich wieder ausgraben kann.
Abgesehen davon hat's mich aber nicht gestört, grade die Außenaufnahmen waren hier gelungen und ich finde es auch sehr passend, dass man mit Nobunaga diesmal die Comedy-Route gewählt hat. War schon unterhaltsam, den mit Clara (Kurara!) und Pietro zu sehen, huhuhu.
Als Drive-Tribut hat's nicht wirklich funktioniert, da hätte man Goh vielleicht besser in die Vergangenheit mitgenommen und ich fand auch schade, dass es kein Intro gab. Es geht halt gleich damit los, dass Sougo aufwacht und Nachrichten guckt.
In der Hinsicht glänzt der Film auch gleich damit, dass man sich selber treu bleibt und wieder mal, völlig spontan und ohne Erklärung neue Zeitreiseregeln aufstellt, wie man halt grade lustig ist, nur um sie anschließend wieder völlig zu ignorieren. Die Veränderung mit dem Wandbild tritt diesmal noch vor dem Ereignis ein, welches eigentlich erst dazu führt und ausnahmsweise bemerken auch die unwichtigsten NPCs das und flippen aus, obwohl das Bild ja eigentlich schon immer einen Geiz zeigte. Hier kackt man nicht nur auf die eigenen Regeln, sondern eigentlich auf alles, was Zeitreisen angeht. Oh Buddha....

Part 2 ist dann wieder die übliche Zi-O Katastrophe und war schrecklich. Gleichzeitig muss ich aber auch sagen, dass ich den im Nachhinein gar nicht mehr so schlecht fand. Bei weitem nicht gut, aber doch mit interessanten Ansätzen.
Das Problem ist halt das übliche in vielen Kamen Rider/Sentai Filmen. Man hat eine vielversprechende Ausgangssituation, die aber in keinster Weise genutzt und innerhalb von zwei Sätzen durchgefrühstückt wird. Der geheime Alan-Bruder im Ghost Film, der Alchemist, der die Core Medals erschaffen hat, im OOO Film....Daraus könnte man ewig viel machen, nicht selten sogar den kompletten letzten Akt der jeweiligen TV-Serie, weil's tatsächlich Themen sind, die mit der großen Rahmenhandlung in Verbindung stehen, aber das Ganze geht letzten Endes nicht über ein 08/15 Monster hinaus.
Hier in Zi-O ist es ähnlich, als plötzlich der wahre Sougo auftaucht, der später zum Oma wird. Der Held der Serie ist sozusagen nur der Dummy, der bislang diese Rolle übernommen und schön brav sämtliche Uhren zusammengetragen hat, nur um anschließend ausgemustert zu werden. Das bietet durchaus Potenzial, das aber in keinster Weise genutzt wird. Wie bitte sehr, bitte gleich, sollte das alles überhaupt gehen? Wo kommt der andere Sougo überhaupt her? Man liefert hier einen Twist, der eigentlich die gesamte bisherige Handlung auf den Kopf stellen sollte, kümmert sich aber in keinster Weise darum. Man erwartet natürlich nichts wie damals in Shinkengers, wo man innerhalb der Serie praktisch die gleiche Situation hatte, aber letzten Endes hätte man den Film-Sougo auch nur als irgendeinen Zeitreisenden präsentieren können, der sich die Uhren unter den Nagel reissen will und den ganzen Schmu mit Original und Fälschung bleiben lassen sollen, weil man nicht mal versucht hat, was daraus zu machen.
Dazu noch etliche andere Szenen, die man nicht brauchte, wie Woz, der plötzlich die ganze Zeit über böse war (war hier im Film die Szene, in der er die Rider Uhren klaut, anschließend mit Geiz den Boden wischt und desinteressiert von Dannen zieht, aber die gestohlenen Uhren einfach liegen lässt?), der komische Kamen Rider im Gefängnis (war aber wohl ein Spaß-Auftritt und eine Referenz auf eine uralte Kamen Rider Parodie Show) und was der wahre Sougo am Ende eigentlich wollte ist mir auch nicht so ganz klar. Wirklich peinlich und zum Fremdschämen war am Ende auch dieses permanente "Heisei ist toll!"
Mehr fällt mir nicht mehr ein, so viel ist dann auch nicht hängen geblieben, aber die filmexklusive Digitation war schon cool.

Wirklich bewerten könnte ich den Film nicht, man kann auch gar keine generelle Note verteilen, weil die beiden Teile halt wirklich für sich stehen und kaum was miteinander zu tun haben.
Den Drive-Tribut fand ich als Tribut schlecht, hab da aber ehrlich gesagt auch gar keinen Wert drauf gelegt und wurde dann doch recht gut unterhalten. Der zweite Akt war ein Griff in die Kloschüssel, hatte aber durchaus gute Ideen. Ich mag es generell, wenn sich die Filme etwas trauen und weg von der einfachen Füllfolge gehen, um stattdessen etwa ein mögliches Ende der Serie zu erzählen, wie es in Blade der Fall war. Das hat hier überhaupt nicht geklappt, aber die Hauptschuld lag für mich in erster Linie an der kurzen Länge. Abzüglich des Drive-Akts bleibt halt nur eine knappe halbe Stunde, da kann man einfach nichts mit machen und die Handlung verkommt zu einem Vorwand, damit die Charaktere sich gegenseitig verprügeln können.
Sehr schade, das Potenzial war da. Wäre wirklich schön, wenn man den Staffeln wieder einen 80 Minuten Film spendieren würde und sich dafür diese ganzen OVAs und Extras spart, die keiner braucht.

Bleibt noch der Rest der Serie, müsste mein Fazit dazu und Zi-O im Allgemeinen jetzt schnell zu Papier bringen, sonst vergesse ich wieder die Hälfte und alles bleibt liegen wie damals mit Gaimu.
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Re: Kamen Rider ZI-O

Beitrag von Chris » So 18. Sep 2022, 18:55

Rest der Serie und Zi-O allgemein.

Der ganze Krempel mit der alternativen Realität in den ersten 40er Folgen war leider von vornherein zum Scheitern verurteilt. Abgesehen davon, dass man als Zuschauer einfach in die neue Situation geworfen wird und keinerlei Gründe dafür bekommt, ist einfach ab der ersten Sekunde klar, dass früher oder später doch wieder der Status Quo hergestellt wird. Entsprechend ist es mir auch ziemlich egal, was aus den Charakteren wird und ob irgendwer lebt oder stirbt. Auch später war nicht klar, wie das ganze Konstrukt überhaupt aufgebaut ist, da sich Geiz und Tsuki hinterher noch an alles erinnern, andere aber scheinbar nicht.
Die meiste Zeit fühlte sich der ganze Dreiteiler einfach nur wie Füllmaterial an. Tsukis Vergangenheit wurde wohl etwa näher beleuchtet und Schwartz holte sich die Kräfte von Tsukasa, hätte man aber alles eleganter lösen können. Entweder die ganze Geschichte mit der neuen Realität komplett rauswerfen und die Zeit für den Drive Tribut nutzen (wodurch man im Kinofilm auch die zweite Hälfte auf eine Stunde hätte strecken können) oder auch direkt als Hintergrund für den letzten Akt nutzen und bis ins Finale durchziehen.
Und den Rivalen von Sougo wollte doch auch keiner nochmal sehen. Über den wurde nach seiner Niederlage auch kein Wort mehr verloren. Immerhin war's aber mal was Neues, so einen Charakter nach Sougos Ansprache tatsächlich immer noch böse zu präsentieren. Für gewöhnlich sind die anschließend bekehrt und BFFs.

Die folgende Idee mit den Film-Ridern fand ich zugegeben ziemlich cool, damit nicht nur die verschiedenen Staffeln, sondern tatsächlich auch die Kinofilme ihren Tribut bekommen. Wäre nett gewesen, neben dem Aqua und Eternal noch weitere Schauspieler zu sehen, aber erkannt hätte ich wahrscheinlich eh kaum einen, deshalb auch egal.

Naja, und vom Rest der Serie....ist nicht mehr viel hängengeblieben. Ich habe die Folgen noch aktiv gesehen, die Untertitel gelesen und nichts nebenher gemacht, aber es hat mich schlichtweg nicht interessiert, was weiter passiert, was aus den Charakteren wird, wer lebt oder wer stirbt. Ich habe Dinge nur noch registriert, aber nicht mehr darüber nachgedacht. Das plötzliche Auftauchen vom Chaser, was sich wie reiner Fanservice anfühlte, der ultimative Masterplan vom Schwartz, die plötzliche Invasion der schlechten CGI-Monster oder Tsukis Digitation...Meine Reaktion darauf war praktisch ein Schulterzucken mit einem "Was auch immer".
Entsprechend kann ich auch zum Finale an sich kaum was sagen. Ist jetzt auch schon zwei Wochen her und das nichts hängengeblieben ist sagt schon viel. Es war halt recht unspektakulär und fühlte sich an, als würde man einfach nur den bekannten Vorgaben folgen, aber weniger wie das Ende von gut 50 Folgen. Cool war die letzte Digitation von Sougo, da fand ich es sehr passend, dass man den Oma Zi-O tatsächlich gezeigt und für das Finale aufgehoben hat, schließlich führte auch die gesamte Serie dorthin. Gelungen war auch Tsukis Verrat, die hat ja wahrhaftig ihre Gefährten hintergangen, um dann ihren eigenen Privatplan zu starten. Aber was das wieder mit diesen 20 Rider-Welten als eine und dann doch wieder nicht sollte oder wieso Hora und Uhr am Ende gleich zu Sougos BFFs befördert wurden....Zi-O halt.

Zu Zi-O als Ganzes kann ich ruhigen Gewissens sagen, dass es die mit Abstand schlechteste Staffel ist, die ich bisher gesehen habe. Ich mag generell keine Rangordnungen aufstellen und Staffeln miteinander vergleichen, weil's einfach blöde ist, Ex-Aid von letztem Jahr mit Kiva von vor über zehn Jahren nebeneinander zu betrachten. Aber hier hat halt gar nichts gepasst und Zi-O war tatsächlich vom ersten Moment an bis zum Ende ein einziger Krampf ohne viel Sinn.
Hauptproblem ist natürlich das komplette Fehlen eines durchgehenden Fadens. Eigene Regeln werden alle vier Folgen über den Haufen geworfen und wie selbstverständlich durch neue ersetzt, teilweise wird es sogar in der Serie selbst angesprochen, aber nie wirklich erklärt. Charaktere ändern ihre Einstellung von Jetzt auf Gleich komplett und abgesehen von Sougo fällt hier jeder mindestens einmal jedem in den Rücken, ist kurz darauf aber wieder total dicke miteinander. Als bestes Beispiel kann man dafür die 10er Folgen sehen, in der Sougos wachsende Kräfte die Realität verändern (ob er den Robo-Rider wahr geträumt hat, nur Visionen der Zukunft hatte oder was komplett anderes vor sich ging, das hab ich bis zum Ende nicht verstanden), Schwartz das wie selbstverständlich für sich nutzt, Uhr von seinen Kollegen verraten wird und Tsuki sich entschließt, Sougo auszulöschen. Alles Themen, die komplett aus dem Nichts kommen und anschließend nicht mehr aufgegriffen werden. Praktisch alle zwei Folgen widerspricht man sich oder bringt Konzepte, ohne diese wirklich zu erklären oder sie später direkt in den Mülleimer zu werfen. Das Zauberbuch vom weißen Woz, Kamen Rider Ginga, die Zauberkräfte vom Ani-Zi-O-II,....die Liste lässt sich endlos fortführen. Wie vorher schon mehrfach erwähnt, man hat einfach den Eindruck, dass zur Feier des Jubiläums sämtliche Autoren der letzten 20 Jahre zurückgebracht wurden, aber der eine nicht weiß, was der andere macht, gleichzeitig jeder seinen eigenen Stiefel durchziehen will und hinterher niemand schaut, ob das alles überhaupt Sinn macht.

Auch in anderer Hinsicht versagt die Staffel. Sougo war als Protagonist größtenteils unbrauchbar und seine positive Art kam mir nie wirklich authentisch vor. Für gewöhnlich bemüht man sich dann doch, irgendwie zu zeigen, warum der Heldenpon so ist, wie er ist, bei Eiji etwa hat's auch geklappt. Ehrlich gesagt hätte ich hier auch gar keine Begründung gebraucht. Fourze ist von sich aus total optimistisch, Den-O eine Mimose und Kiva eine Schildkröte. Aber bei denen hat man's einfach komplett durchgezogen. Sougo dagegen war halt vergleichsweise normal und seine Späße kamen immer etwas zu spontan und gleichzeitig zu spärlich, um sie wirklich als Zeichen seines Charakters zu sehen. Zugegeben ist das auch schade, da ich Sougo auch gar nicht unsymphatisch finden will. Solche kleinen Späße wie die erste Triple-Digitation, nach der er sich im Cockpit nach unten bückt und den Uhrenzeigen ein Stück weiterdreht, sowas mag ich. Aber sowas kam halt viel zu selten vor. Dagegen stehen halt solche Meisterleistungen wie das Aufmuntern vom weißen Woz. Sorry, aber das kann man halt einfach nur als dumm bezeichnen.
Auch die anderen Charaktere waren maximal in Ordnung. Ich mochte die ernste Art von Geiz und Tsuki und das man dem jeweiligen Charakter auch bis zum Ende treu geblieben ist (bis auf Tsukis Aussetzer a la "Teufel, Sougo ist zu stark geworden. Ich muss ihn töten" in den 10er Folgen). Die werden halt nicht nach einer Handvoll Folgen zu treuen Gefährten, wie's oft bei rivalisierenden Ridern der Fall ist und werden auch im optimalen Mass für Comedy eingesetzt, nämlich gemäß ihres traumatisierenden Hintergrunds sehr spärlich. Aber die beiden waren halt auch nur OK und niemand, an den ich mich noch Jahre später gern zurückerinnere wie etwa die OOO-Truppe.
Ebenfalls ein Reinfall waren die Feinde. Hora und Uhr bekommen überhaupt keinen Hintergrund und sind einfach nur da, man erfährt nichts über sie, weshalb mich ihr Ableben überhaupt nicht berührte und ihre Wiedergeburt sehr erzwungen und unpassend wirkte. Schwartz eiert ebenfalls nur herum, immerhin wird bei ihm schon zeitig darauf hingewiesen, dass er größere Pläne verfolgt, aber die Umsetzung wirkte wie so vieles völlig spontan und kurzfristig aus der Luft gegriffen. "Ich erwähle dich schon als Kind für deine zukünftige Rolle ----> du trägst die Kräfte der Rider zusammen, damit sich alle Welten vereinen" klingt in der Theorie nicht verkehrt, aber da lag einfach so viel dazwischen, dass die Umsetzung zu keinem Moment glaubhaft wirkt.

Auch das schlechte CGI muss nochmal extra erwähnt werden. Nicht selten war das auf dem Stand der 90er Jahre. Ich glaube gern, dass viel Budget in andere Teile der Produktion geflossen ist, wahrscheinlich vor allem in die Gagen der Gaststars (wobei von denen wahrscheinlich auch keiner Karriere gemacht hat und Unsummen verlangen kann) und deshalb weniger für die Effekte übrig war, aber dann soll man sie halt generell zurückfahren. Die komischen Mechas von Oma Zi-O waren komplett nutzlos und auch mit der Invasion am Ende hat man sich keinen Gefallen getan.

Wirklich gut war an der Staffel kaum etwas. Das Intro ging ziemlich ins Ohr. Wie gewohnt könnte ich es jetzt nicht anstimmen, hatte das aber oft noch im Anschluss im Kopf. Die Grundidee der Staffel war gelungen und daraus hätte man einiges machen können, aber man hat's halt leider komplett in den Sand gesetzt. Die Kostüme waren oft phantastisch, selbst bei Eintagsfliegen wie Kamen Rider Ginga, und grade die Nega-Rider sahen oft aus wie aus einem Horrorfilm. Geiz und Tsuki waren auch in Ordnung. Wirklich gut fand ich übrigens Tsukasa mit seiner geheimnisvollen Art. Man muss bei solchen Charakteren vorsichtig sein, weil sie sehr schnell überflüssig wirken, aber ich mag solche Personen ganz gern, die immer von einer Aura umgeben sind, als wüßten sie schon lang, wie sich die Ereignisse entwickeln werden, aber nicht eingreifen bzw. niemanden informieren, weil sie eher Betrachter von außen sind und über den Dingen stehen. Und wenn die Welt untergeht, dann hat es halt so sein sollen. Den Owner aus Den-O mochte ich deshalb auch ganz gern. Für mich war's hier wohl der Vorteil, dass ich von Tsukasas Geschichte und seine Decade-Version nicht gesehen habe.

Empfehlen kann ich Zi-O niemanden, dafür ist die Staffel einfach zu schlecht. Ich finde diese Meinung nicht mal schade, weil handwerklich keine großen Mühen dahinterstecken und man einfach ein liebloses Produkt hingeworfen bekommen hat, um das sich nicht mal die Produzenten selbst groß kümmerten, wie es den Anschein hat.
Hab mich im Vorfeld drauf gefreut, weil meine erste Jubiläumsstaffel, wurde vorgewarnt, aber das Zi-O so schlimm ist, das hätte ich dann doch nicht gedacht.

Nächstes Jahr dann wahrscheinlich Zero-One. Ist hier auch nicht so beliebt, wenn ich mir die Ranglisten ansehe, aber kann ja nur besser werden.
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