Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Alles über Kamen Rider hier rein.

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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Red Ranger » Mi 14. Mär 2018, 13:43

Ranger L hat geschrieben:
Di 13. Mär 2018, 05:18
Das muss ich sagen, seh ich etwas anders. Ich persönlich empfinde die Qualitätsschwankungen in Kamen Rider als deutlich heftiger als in Sentai. Die aller besten Tokus kommen zwar häufig von Kamen Rider, aber Sentai liefert für meinen Geschmack im Großen und Ganzen die konstanteren Leistungen ab.
Das spiegelt sich auch in meinem Gesamt Toku Ranking wieder. Wenn ich mir mal meine Top 25 anschaue, sind da insgesamt 7 Rider Staffeln vertreten, aber nur 3 Sentai Staffeln. Wenn man dann aber mal die Positionen 26-50 anschaut, sind das schon 11 Sentai Staffeln, während Rider in diesem Bereich gerademal 4 Staffeln hat, womit Sentai, wenn man mal die gesamten Top 50 zählen würde, sogar mit 14 zu 11 die Nase vorn hat. Und unter den schlechtesten 10 befinden sich auch 3 Rider Staffeln, aber nur eine Sentai Staffel (und die auch erst seit einem Monat).
Ich hab den Eindruck, dass Sentai zwar häufiger mal dazu tendiert, etwas langweiliger zu sein, aber seltener so totale Logikaussetzer wie Den-O oder Ghost hat, weshalb ich im Schnitt die schlechtesten Sentai Staffeln wohl häufig weniger schlimm empfinde, als die schlechtesten Rider Staffeln.
Wobei man dein Ranking auch so deuten könnte, dass Sentai tatsächlich für dich die konstantere Leistung hat, aber dadurch, dass sich viel im Mittelfeld abspielt, Sentai eher "nur" überwiegend durchschnittlich ist, Kamen Rider aber dafür öfter mal die deutlich besseren Staffeln bietet. Wenn man dann eben von einem Franchise viele Staffeln im Mittelfeld hat, gibt es zwar kaum Qualitätsschwankungen, aber man hat dann doch eher das Gefühl, nur Durchschnittsware zu gucken. Bei mir ist es nahezu ausgeglichen, wobei der leicht höhere Sentai Anteil auch daher kommt, dass ich ein paar Sentai Staffeln mehr gesehen hab, als Kamen Rider Staffeln. Bei meinen Top 20 sind 9 Sentai Staffeln und 8 Kamen Rider Staffeln dabei. Bei den Plätzen 21-50 sind es 13 Sentai Staffeln und 11 Kamen Rider Staffeln. Bei den letzten Plätzen wären es sowohl bei Sentai, als auch bei Kamen Rider genau 8 Staffeln. Wobei man dazu sagen muss, dass die meisten Kamen Rider Staffeln in den unteren Plätzen hauptsächlich Showa Staffeln sind und für das Heisei Ranking eigentlich keinerlei Bedeutung hätten. Von den 8 letzten Staffeln sind 6 Staffeln Showa Staffeln. Die schwächste Heisei Staffel steht bei mir sogar immer noch besser als die schwächsten vier Sentai Staffeln. In den oberen Plätzen kommt die beste Kamen Rider Staffel allerdings erst nach den besten drei Sentai Staffeln. Man könnte sagen, allgemein betrachtet finde ich Kamen Rider besser, aber wenn Sentai gut ist, dann ist es richtig gut. Leider gilt das auch für die andere Richtung.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » Do 15. Mär 2018, 05:09

Ja gut, da hast du im Grunde gar nicht unrecht. Ich würde sie jetzt zwar nicht unbedingt als „durchschnittlich“ bezeichnen, gerade den Mittelteil meines Sentai Rankings (also eigentlich alles von Ohranger bis Maskman) sehe ich schon noch als klar überdurchschnittlich an, aber ich muss definitiv sagen, dass es Sentai bei mir deutlich schwerer hat, mich zu beeindrucken.
Ich glaube der ausschlaggebende Punkt für mich ist wirklich, dass Sentai einfach häufig viel simplere Storys hat als Kamen Rider. Bei einer simpleren Story ist es natürlich leichter sie halbwegs vernünftig umzusetzen, weshalb es da für meinen Geschmack viel weniger totale Aussetzer gibt, die komplett schwachsinnig sind, aber gleichzeitig, ist es für eine simple Story auch viel schwieriger etwas wirklich herausragendes zu machen. Da müsste die Umsetzung dann halt schon wirklich nahezu perfekt sein, um zu einem meiner Top-Favoriten zu werden.
Bei Rider hingegen sind die Storys meistens komplexer und tiefgreifender, wobei man natürlich viel mehr falsch machen kann und es deshalb auch eher zu richtig schlechten Staffeln kommt, aber auf der anderen Seite, wenn es denn gut umgesetzt wird, kommt halt gleich mal was richtig geniales dabei raus.

Ich würde im Grunde eigentlich gar nicht unbedingt sagen, dass ich Sentai großartig besser finde als Rider, es ist eben nur konstanter für meinen Geschmack, weil sich da halt sehr vieles im Mittelfeld abspielt, während Rider zwar die besten aber auch die schlechtesten Staffeln hat (also im Grunde exakt umgekehrt, wie bei dir).
Im Schnitt, würde ich sagen, gleicht sich das in etwa aus.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Red Ranger » Do 22. Mär 2018, 21:10

Nachdem ich es mir eigentlich schon für letztes Jahr vorgenommen hatte, hab ich nun mal mit Amazons angefangen. Bisher gefällt mir die Staffel nach 3 Folgen recht gut. Es ist definitiv eine eher ungewöhnlichere Kamen Rider Serie. Die Main Rider sind auch nicht unbedingt die typischen Helden. Auch wenn Jin der erste war, der sich verwandelt hat und dessen Design am ehesten an den original Amazon erinnert, dürfte der eigentliche Hauptcharakter Haruka sein. Man darf bei der Serie auch nicht erwarten, dass sie viel mit dem original Amazon zu tun hat. Das ist auch gut so, denn das Original fand ich vor allem wegen der schwachen zweiten Hälfte eher mäßig. Amazons macht auf jeden Fall einen guten Eindruck. Als normale Rider Staffel hätte es wohl wirklich nicht funktioniert. Als reine Streaming Serie passt es recht gut, dass Amazons ganz andere Wege geht als die typischen Rider Staffeln.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » Fr 23. Mär 2018, 05:24

Red Ranger hat geschrieben:
Do 22. Mär 2018, 21:10
Die Main Rider sind auch nicht unbedingt die typischen Helden. Auch wenn Jin der erste war, der sich verwandelt hat und dessen Design am ehesten an den original Amazon erinnert, dürfte der eigentliche Hauptcharakter Haruka sein.
Man kann wahrscheinlich drüber diskutieren, wer genau jetzt der Protagonist von Amazons ist, aber für mich war es auch immer ganz klar Haruka. Vor allem, weil er für mich die deutlich nachvollziehbareren Ideale vertreten hat und sich so viel mehr wie der wahre Held der Geschichte angefühlt hat, als Jin. (Der frühe Haruka erinnert mich ehrlich gesagt ein wenig an Ryukis Shinji)
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » Fr 6. Apr 2018, 04:09

So es ist jetzt endlich soweit. Ich hab jetzt endlich mal mit Kamen Rider Faiz angefangen und bin bei 11 Folgen. Bisher… hat die Serie auf alle Fälle mal noch nichts besonders schlimmes gemacht. Es hat mich jetzt zwar auch noch nicht vom Hocker gehauen, aber im Moment hab ich zumindest noch kein größeres Problem mit der Staffel.

Von den Charakteren muss ich sagen, find ich die Orphenoch Fraktion bisher deutlich spannender als die Rider Truppe. Besonders Yuji und Yuka machen nen sehr interessanten Eindruck, gerade im Fall von Yuka muss ich halt auch echt sagen, man kann ihr eigentlich kaum einen wirklichen Vorwurf machen, dass sie ihre Mitschülerinnen umgebracht hat. Diese Reaktion von ihrer Schwester, nachdem sie ihr geholfen hatte, war so ziemlich das bösartigste, widerwärtigste, was ich jemals in einem Toku gesehen hab. Ich hab wirklich gehofft, dass sie stirbt.
Von den Hauptcharakteren ist mir bis jetzt Keitaro am sympathischsten. Als er das erste Mal vorgekommen ist, hab ich gedacht, dass das nur ein One-Shot Charakter wäre, ich hätte ich nie damit gerechnet, dass der zu einer der Hauptrollen wird. Das hat mich positiv überrascht. Bei Takumi bin ich mir irgendwie noch nicht so ganz sicher, was ich von ihm halten soll. Manchmal ist er echt umgänglich und ich hab das Gefühl, dass er langsam sympathisch wird und im nächsten Moment denk ich mir wieder „Was ist genau eigentlich sein Problem?“

Bisher gab’s noch nicht allzu viel unnötigen Charakterkonflikt oder Missverständnisse und selbst das Drama hat sich bisher auf Plot relevante Sachen beschränkt, aber ich bezweifle irgendwie, dass das so bleibt.

Im Erklären ist die Staffel bis jetzt find ich sogar besser, als die durchschnittliche Inoue Staffel. Ich hab zwar ein paar Folgen gebraucht, um nen Plan zu bekommen, aber langsam glaub ich versteh ich was abgeht. Das einzige was mich noch interessieren würde, wäre wodurch genau ein Original entsteht. Ich meine, es muss ja irgendeinen Grund haben, warum die ohne Fremdeinwirkung einfach nach dem Tod wiederauferstehen. Irgendwas mit Genetischer Veranlagung würde mir schon reichen.
Ansonsten ist es von der Story an sich jetzt noch nicht sonderlich spektakulär, aber das Treiben der Charaktere ist im Moment noch unterhaltsam genug.

Ich bin ja mal gespannt auf Kusaka. Viele sagen ja, dass er einer der schlimmsten Toku Charaktere überhaupt ist, aber ich denke, es wird bei mir wohl darauf ankommen, ob ich ihn eindeutig als Schurken klassifizieren kann oder nicht. Solange er nicht zu sehr in eine „Tragischer Held“ Rolle gepresst wird, könnte es durchaus sein, dass ich kein Problem mit ihm habe, aber das wird sich noch zeigen.
Also mal sehen, wie es sich entwickelt. In der oberen Liga würde die Staffel im Moment definitiv noch nicht mitspielen, aber besonders viel falsch macht sie bislang auch nicht.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Red Ranger » Sa 7. Apr 2018, 17:40

Ranger L hat geschrieben:
Fr 6. Apr 2018, 04:09
Von den Charakteren muss ich sagen, find ich die Orphenoch Fraktion bisher deutlich spannender als die Rider Truppe. Besonders Yuji und Yuka machen nen sehr interessanten Eindruck, gerade im Fall von Yuka muss ich halt auch echt sagen, man kann ihr eigentlich kaum einen wirklichen Vorwurf machen, dass sie ihre Mitschülerinnen umgebracht hat. Diese Reaktion von ihrer Schwester, nachdem sie ihr geholfen hatte, war so ziemlich das bösartigste, widerwärtigste, was ich jemals in einem Toku gesehen hab. Ich hab wirklich gehofft, dass sie stirbt.
Vor allem am Anfang fand ich die Orphenoch Fraktion besser als die Rider Truppe. Die hatten irgendwie eine interessante Gruppendynamik. Mein Favorit bei den Orphenochs war eigentlich immer Kaido. Auch wenn er am Anfang etwas komisch war, hatte er später doch recht coole Szenen.
Von den Hauptcharakteren ist mir bis jetzt Keitaro am sympathischsten. Als er das erste Mal vorgekommen ist, hab ich gedacht, dass das nur ein One-Shot Charakter wäre, ich hätte ich nie damit gerechnet, dass der zu einer der Hauptrollen wird. Das hat mich positiv überrascht. Bei Takumi bin ich mir irgendwie noch nicht so ganz sicher, was ich von ihm halten soll. Manchmal ist er echt umgänglich und ich hab das Gefühl, dass er langsam sympathisch wird und im nächsten Moment denk ich mir wieder „Was ist genau eigentlich sein Problem?“
Bei Keitaro hatte ich auch erst gedacht, er wird nicht weiter auftauchen. Da Faiz aber meine erste Staffel war, wusste ich auch nicht, dass es meistens üblich ist, dass es in der Rider Truppe immer einen männlichen und einen weiblichen Helfer gibt. Da wäre Mari als einiziger Begleitcharakter doch zu wenig gewesen. Takumi fand ich am Anfang auch noch komisch, vor allem weil er auch erst ziemlich in die Story "reingeworfen" erschien. Er ist nur zum Rider geworden, weil er zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Man erfährt auch erst recht spät was über ihn.
Im Erklären ist die Staffel bis jetzt find ich sogar besser, als die durchschnittliche Inoue Staffel. Ich hab zwar ein paar Folgen gebraucht, um nen Plan zu bekommen, aber langsam glaub ich versteh ich was abgeht. Das einzige was mich noch interessieren würde, wäre wodurch genau ein Original entsteht. Ich meine, es muss ja irgendeinen Grund haben, warum die ohne Fremdeinwirkung einfach nach dem Tod wiederauferstehen. Irgendwas mit Genetischer Veranlagung würde mir schon reichen.
Ansonsten ist es von der Story an sich jetzt noch nicht sonderlich spektakulär, aber das Treiben der Charaktere ist im Moment noch unterhaltsam genug.
Ich glaube, das mit den Originals wird auch später noch erklärt. Storymäßig würde ich es wohl mittlerweile auch so sehen, dass es deutlich bessere Staffeln gibt. Die Staffel hatte sich damals lange auf meinem persönlichen ersten Platz gehalten. Das lag aber auch viel daran, dass es meine allererste Kamen Rider Staffel war. Deshalb hab ich auch immer noch eine Schwäche für die Staffel.
Ich bin ja mal gespannt auf Kusaka. Viele sagen ja, dass er einer der schlimmsten Toku Charaktere überhaupt ist, aber ich denke, es wird bei mir wohl darauf ankommen, ob ich ihn eindeutig als Schurken klassifizieren kann oder nicht. Solange er nicht zu sehr in eine „Tragischer Held“ Rolle gepresst wird, könnte es durchaus sein, dass ich kein Problem mit ihm habe, aber das wird sich noch zeigen.
Also mal sehen, wie es sich entwickelt. In der oberen Liga würde die Staffel im Moment definitiv noch nicht mitspielen, aber besonders viel falsch macht sie bislang auch nicht.
Kusaka ist für mich auch eines der größten Arschlöcher in der Geschichte von Kamen Rider. Also zumindest, was die Rider angeht. Ich konnte auch nie wirklich nachvollziehen, wieso Mari bei manchen Aktionen immer noch zu ihm hält. Ich weiß jetzt nicht, ob du den Film Heisei Rider vs. Showa Rider gesehen hast. Wenn ja, dann wirst du nach der Staffel verstehen, wie verfälscht die Faiz Story eigentlich in dem Film dargestellt wurde. Ich verstehe nicht, wie im Forum von TV Nihon gerade der Faiz Part von dem Film so gefeiert wird. Die haben mal locker die ganze Geschichte der Staffel ignoriert.
Ich denke, dass du die Staffel bisher recht gut findest, wird auch damit zu tun haben, dass du wahrscheinlich mit niedrigen Erwartungen an die Staffel gegangen bist. So ähnlich war es ja auch bei mir mit Kamen Rider Black. Genau umgekehrt erlebe ich es zur Zeit mit Fiveman. Ich wollte da zwar auch nicht mit hohen Erwartungen drangehen, aber dadurch, dass du in deinem Ranking Fiveman über Maskman gesetzt hast, hab ich vielleicht doch zu viel von der Staffel erwartet. Auch wenn mir schon irgendwie klar war, dass sie für mich eher nicht an Maskman rankommt.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » So 8. Apr 2018, 04:13

Red Ranger hat geschrieben:
Sa 7. Apr 2018, 17:40
Mein Favorit bei den Orphenochs war eigentlich immer Kaido. Auch wenn er am Anfang etwas komisch war, hatte er später doch recht coole Szenen.
Bisher kann ich mit Kaido von den dreien noch am wenigsten anfangen. Er hat zwar ab und zu seine Momente, aber er ist teilweise, wie du schon sagst, etwas komisch. Mal schauen, ob er mich später noch mehr überzeugen kann.
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 7. Apr 2018, 17:40
Ich glaube, das mit den Originals wird auch später noch erklärt. Storymäßig würde ich es wohl mittlerweile auch so sehen, dass es deutlich bessere Staffeln gibt. Die Staffel hatte sich damals lange auf meinem persönlichen ersten Platz gehalten. Das lag aber auch viel daran, dass es meine allererste Kamen Rider Staffel war. Deshalb hab ich auch immer noch eine Schwäche für die Staffel.
Ja, das ist verständlich. Geht mir wohl mit Wizard so (auch wenn das meine zweite Staffel war und nicht die erste).
Aber gut zu wissen, dass da noch was kommt. Eines der größten Probleme von Inoue ist es ja häufig, Mitte der Staffel zu vergessen, worum es eigentlich ging und dann mit der Serie in eine komplette andere Richtung zu gehen, die eigentlich gar nicht mehr zu ersten Hälfte passt. Wenn das hier anders ist, könnte ich vielleicht über ein paar andere Sachen eher hinweg schauen.
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 7. Apr 2018, 17:40
Ich weiß jetzt nicht, ob du den Film Heisei Rider vs. Showa Rider gesehen hast. Wenn ja, dann wirst du nach der Staffel verstehen, wie verfälscht die Faiz Story eigentlich in dem Film dargestellt wurde.
Ja, den hab ich gesehen und ich fand ihn schon ohne Faiz zu kennen absolut unerträglich, ich glaub ich will gar nicht wissen, wie schlecht ich ihn gefunden hätte, wenn ich Faiz da schon gesehen hätte. xD
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 7. Apr 2018, 17:40
Ich denke, dass du die Staffel bisher recht gut findest, wird auch damit zu tun haben, dass du wahrscheinlich mit niedrigen Erwartungen an die Staffel gegangen bist. So ähnlich war es ja auch bei mir mit Kamen Rider Black.
Ja das stimmt, bei Kabuto hat das auch geholfen, deshalb bin bei Faiz auch erstmal davon ausgegangen, dass alles scheiße ist, um mich gegebenenfalls positiv überraschen zu lassen.

Ich muss allerdings sagen, dass ich langsam aber sicher in den Bereich komme, in dem sich immer mehr Probleme rauskristallisieren. Vor allem die nicht vorhandene Kommunikation fängt langsam an mich zu nerven. Mit Folge 15 hatte ich auch schon meinen ersten richtigen WTF Moment, als Takumi versucht hat, Yuka zu beschützen (was ich an sich durchaus lobenswert fand) und er dann einfach direkt auf Kusaka losgegangen ist, anstatt mal einfach sowas zu sagen wie „Halt, greif sie nicht an!“ oder sich auch einfach nur vor sie zu stellen. Vor allem spielt er damit Kusaka ja auch voll in die Karten. Da braucht er sich nicht wundern, warum die anderen Kusaka mehr vertrauen als ihm.
Und das mit dem Liebesdrama nimmt auch langsam überhand. Am Anfang waren’s nur Yuka und Keitaro was ich eigentlich noch ganz süß fand aber inzwischen liebt gefühlt jeder jeden, nur nicht den der auch in ihn verliebt ist.
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 7. Apr 2018, 17:40
Genau umgekehrt erlebe ich es zur Zeit mit Fiveman. Ich wollte da zwar auch nicht mit hohen Erwartungen drangehen, aber dadurch, dass du in deinem Ranking Fiveman über Maskman gesetzt hast, hab ich vielleicht doch zu viel von der Staffel erwartet.
Ja, bei Fiveman wären niedrige Erwartungen wohl nicht schlecht gewesen, gerade storyweise ist die Staffel jetzt nicht gerade überragend.
Meine Position von Maskman ist wohl nicht besonders aussagekräftig, da ich da noch nicht so viele Staffeln gesehen hatte und noch gar keine 80er Staffel. Ich will sie bloß ungern verschieben, bevor ich sie nicht nochmal gesehen hab, weil ich halt nicht sicher bin, wie sich meine Erinnerung mit meiner aktuellen Bewertungslinie schlagen würde.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » Sa 14. Apr 2018, 04:19

Ich bin jetzt endlich mit Kamen Rider 555 fertig und auch wenn es nicht mal ganz 2 Wochen waren, ist es mir irgendwie wie ne Ewigkeit vorgekommen. Der Anfang war eigentlich noch ganz gut, aber in etwa ab dem Zeitpunkt, an dem Kusaka dazu gekommen ist wurde es immer anstrengender und frustrierender.


Ich denke das größte Problem der Serie ist wirklich die schier grenzenlose Inkompetenz der Charaktere. Ich meine, dass sie nicht in der Lage dazu sind zu kommunizieren, ständig aneinander vorbei reden und sich aus nichtigen Gründen Dinge verheimlichen ist das eine (als ob das nicht schon schlimm genug wäre), aber was halt noch dazu kommt ist, dass sie einfach grundsätzlich viel zu wenig über die Dinge nachdenken, die sie tun und einfach nichts in Frage stellen. Klar kann man sagen, dass Kusaka sie manipuliert, aber dass es auch funktioniert, liegt einzig und allein daran, dass die Charaktere sich manipulieren lassen.
Gerade diese ganze Geschichte zwischen Yuji und Takumi ist ein Parade Beispiel dafür. Dass Kusaka sie gegeneinander ausspielen konnte, lag nur daran dass die beiden ihm einfach alles anstandslos geglaubt haben. Ich meine, dass Takumi ein Vollpfosten ist, hatte er zuvor ja schon mehrfach unter Beweis gestellt, aber von Yuji hätte ich schon echt mehr erwartet. Klar, der Typ der schon mehrfach versucht hat dich umzubringen, erzählt dir plötzlich, dass das alles nur gestellt war und dass der Typ, mit dem du dich schon die ganze Staffel über super verstehst und von dem all deine Freunde schwärmen, eigentlich der Böse ist und du nimmst es einfach hin, als wär’s das normalste der Welt. Natürlich.

Allgemein find ich, dass die Staffel einfach keine sonderlich guten Charaktere hatte. Von den Hauptcharakteren waren meine Favoriten ganz klar Yuka und Keitaro. Wobei man sagen muss, dass Yuka nahezu 1:1 der Ryo von Faiz war, sie war so eine gute Seele, die nie mehr wollte, als einfach nur glücklich zu sein und kriegt dabei von der Serie ein ums andere Mal nur eins auf den Deckel. Und selbst verständlich musste sie am Ende sterben, gerade als sie und Keitaro sich endlich ausgesprochen hatten und zusammen gekommen sind. Mal im ernst sie schreibt ihm ne SMS während sie im Sterben liegt und sie konnten sich nicht mal wirklich verabschieden. Das sind so die Momente in denen ich Inoue einfach nur eine rein hauen will. (Und natürlich hat Takumi Keitaro nie erzählt, dass Yuka tot ist, die Wahrheit wird sowieso überbewertet)
Yuji mochte ich am Anfang noch ganz gerne, aber am Ende hat man seinen Charakter dann ziemlich ruiniert. Es hat eigentlich schon Mitte der Staffel mit diesem Konflikt mit Takumi angefangen, aber als er dann am Ende ne 180° Kehrtwende mit seinen Idealen gemacht hat, weil er (mal wieder ohne es minimal zu hinterfragen) dachte, dass die Menschen Yuka umgebracht haben, hat ihn das endgültig zum Volltrottel mutieren lassen.
Kaido wurde in der zweiten Hälfte tatsächlich etwas besser, gerade am Ende hatte er echt ein paar gute Momente, aber insgesamt hat mich bei ihm trotzdem seine ständige Selbstsüchtigkeit extrem genervt. Und außerdem fand ich es ziemlich scheiße von ihm, dass er den Großteil der ersten Hälfte damit verbracht hat, einer Frau hinterher zu laufen, die sich kein Stück für ihn interessiert, während er die Person, die ihn wirklich liebt, die ganze Zeit wie Dreck behandelt hat. Mal im ernst, ihm ist am Ende nicht mal aufgefallen, dass Yuka verschwunden ist.

Von den Ridern ist denke ich Mihara noch der beste, aber auch nur, weil die anderen noch schlechter sind. In den letzten paar Folgen hat er sich noch recht gut entwickelt, aber davor hat er mich tendenziell auch eher genervt. (Warum konnte nicht Rina Delta bleiben, sie mochte ich eigentlich ganz gern.)
Takumi ist wahrscheinlich der schlechteste Heisei Main Rider, den ich bisher gesehen hab. Ich fand ihn weder sonderlich interessant, noch sonderlich sympathisch und dazu war er auch noch ein riesen Vollidiot, was in der Kombination, ne ziemlich tödliche Mischung ist. Und ich bin mir auch nicht sicher, wie ich diese Wolf Orphenoch Sache finden soll. Es hat zwar erklärt, warum er den Henshin Belt benutzen konnte, aber dass die mir allen Ernstes erklären wollten, dass er das die ganze Zeit über wusste, fand ich dann doch ziemlich schwachsinnig. Vor allem diese Phase in der er wegen Yuka darüber nachgedacht hat, ob Orphenochs auch gut sein können, wurde dadurch doch komplett relativiert. Und auch dass er nie von Smart Brain verfolgt wurde oder man zu keinem Zeitpunkt etwas von seiner Paranoia, dass er sich vielleicht nicht mehr kontrollieren kann, gemerkt hat, fand ich nicht besonders realistisch.
Was Kusaka betrifft… ich weiß nicht so recht, was ich von ihm halten soll. Er war auf der einen Seite natürlich ein viel zu großes Arschloch um als Held wahrgenommen zu werden, aber auf der anderen Seite auch nicht wirklich böse genug um mich als Schurke zu überzeugen und er wurde innerhalb der Serie halt auch nie wirklich wie ein Schurke behandelt. Außerdem hatte ich häufiger den Eindruck, dass er selbst nicht so ganz weiß, was er eigentlich will. Er war einfach nur ein Arsch, nicht mehr als das und auch nicht weniger. Der schlechteste Charakter aller Zeiten war er für mich zwar nicht, aber wirklich was abgewinnen konnte ich ihm auch nicht.

Auch die Bösen fand ich insgesamt nicht besonders stark. Ich mochte das Konzept und sie waren jetzt auch kein totaler Ausfall, wie bei Den-O oder Ghost, aber so richtig gut fand ich jetzt eigentlich keinen von ihnen. Die besten waren wahrscheinlich noch Sawada und Saeko aber sonst waren die meisten relativ eindimensional und uninteressant. (Btw. wurde nie erklärt, wie Kitazaki überhaupt einen Henshin Belt benutzen kann, wenn doch eigentlich alles zu Sand zerfällt, was er berührt. Im Grunde stellt sich sogar die Frage, wie er überhaupt Klamotten tragen kann.)
Bei dieser Orphenoch King Sache bin ich nicht ganz sicher, wie ich es finden soll. Die Story drum herum war eigentlich ok, aber warum genau der jetzt ausgerechnet in irgend so einem Jungen erwacht, hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Und auch dass er am dann mehr oder weniger überlebt hat, fand ich etwas unbefriedigend. Auch wenn ich sagen muss, Kompliment, dass sie sich getraut haben, die Idee ein Kind zum Feind zu machen voll durchgezogen haben, ohne ihn dann noch irgendwie zu „retten“ oder so.


Handlungstechnisch fand ich die Staffel im Großen und Ganzen für einen Inoue Toku durchaus in Ordnung. Es wurde zwar nicht alles 100% zu meiner Zufriedenheit erklärt, aber größtenteils fand ich, dass der Main Plot ganz gut funktioniert hat und man zumindest nicht Mitte der Staffel die komplette Serie umgeworfen hat. Das fand ich hier sogar deutlich besser, als in Kiva und Agito. Das Problem dabei war nur, ich hatte einfach das Gefühl, dass der Main Plot nicht genug Stoff für 50 Folgen hergegeben hat und man deshalb eben den Rest mit unnötigem Charakterkonflikt, 300 ineinander verwobenen Lovestorys, (die sich zwischenzeitlich schon fast wie ne Parodie angefühlt haben) und Plot Punkten, die sich ewig im Kreis gedreht haben, auffüllen musste. Wann auch immer es mal um die eigentliche Handlung ging, den Background der Orphenochs oder den Geheimnissen der Ryusei School, fand ich die Folgen eigentlich ziemlich gut, aber das hat halt leider nie länger als 2-4 Folgen angehalten, bevor man wieder anfangen musste, die Staffel mit irgendeinem Schwachsinn in die Länge zu ziehen. Und das ist halt das was die Staffel so frustrierend macht. Die guten Ansätze sind da, keine Frage, aber du kannst sie einfach nicht genießen, wenn du zu sehr damit beschäftigt bist, dich über die Dummheit der Charaktere aufzuregen.
Und am Ende musste man NATÜRLICH auch noch so eine Menschen vs. Orphenoch Storyline einbauen, die die gesamte Menschheit mal wieder wie einen Haufen eingebildeter Arschlöcher rüberkommen lässt, zu denen die meisten Orphenochs im Vergleich wie die besseren Wesen aussehen. Weil die Staffel auch genau DAS unbedingt gebraucht hat, schließlich war sie davor ja noch nicht frustrierend genug, was wäre da sinnvoller als einem zu guter Letzt noch den Glauben an die Menschheit zu nehmen?

Was mir auch noch aufgefallen ist, die Einführung von Power-Ups, Gimmicks, etc. war einfach nur unterirdisch. Das wurde bei Kiva und Agito ja schon nicht besonders gut gemacht, aber hier war es einfach noch ein ganzes Stück schlimmer. Kaixas Bike taucht einfach auf weil… halt auch, Deltas Bike steht einfach in irgend so einer Höhle rum… klar, Takumi kann sich selbstverständlich auch so ein Dinge herbei pfeifen, weil… warum auch nicht und von der Axel Watch brauch ich denk ich gar nicht erst anfangen. Ich meine, was ist dieses Ding überhaupt? Das gleiche gilt auch für die Blaster Form.
Und noch eine Kleinere Sache, ich hatte des Öfteren mal das Gefühl, dass die Staffel einen ziemlich seltsamen Schnitt hatte. Es ist ein paar Mal passiert, dass man mitten unter einem Kampf einfach aus der Szene geworfen wird und im nächsten Moment sind dann die am Kampf beteiligten Charaktere ganz woanders, ohne dass man weiß, wie sie dahingekommen sind und wann oder wieso der Kampf aufgehört hat. Die Folge als Mari stirbt würde mir da spontan als Beispiel einfallen, Takumi und Yuji haben gekämpft und im nächsten Moment waren sie dann beide bei Mari und man hat nie gesehen wie der Kampf beendet wurde.


Da sämtliche Folgen von Toshiki Inoue geschrieben wurden, gibt es zu hierzu eigentlich nicht viel zu sagen. Was ich aber trotzdem kurz anmerken will, da Faiz mittlerweile immerhin schon meine sechste Inoue Serie ist und er nun mal die Tendenz hat, seine Staffeln ähnlich aufzubauen und die selben Dinge zu tun, ist mit immer wieder aufgefallen, dass ich die Staffel an manchen Punkten extrem berechenbar fand. Gerade wenn es um Sachen wie Kommunikation ging, war mir sehr häufig schon vorher klar, worauf das hinauslaufen wird. Und auch bei Toden von Charakteren hab ich mich häufiger dabei erwischt, dass ich fünf Minuten zuvor noch gesagt hab „Lass mich raten, er stirbt gleich.“. (Bei Hanagata, als er unterwegs zu Mari und Rina war zum Beispiel) Sowas hab ich beispielsweise bei Kobayashi nicht. Das sagt denke ich einiges über die Qualität eines Writers aus.


Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich die Staffel nicht gut fand. Bei Kabuto haben die niedrigen Erwartungen geholfen, aber bei Faiz nicht so wirklich. Sie hat meine Erwartungen jetzt zwar nicht unterboten, aber positiv überrascht hat sie mich auch nicht. Im Grunde könnte man sagen, dass sie in etwa das war, was ich vermutet hatte: Eine Staffel mit einem interessanten Grundkonzept und vielen guten Ideen, die letztlich an der Umsetzung und den Charakteren scheitert.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Red Ranger » Sa 14. Apr 2018, 12:40

Ranger L hat geschrieben:
Sa 14. Apr 2018, 04:19
Ich denke das größte Problem der Serie ist wirklich die schier grenzenlose Inkompetenz der Charaktere. Ich meine, dass sie nicht in der Lage dazu sind zu kommunizieren, ständig aneinander vorbei reden und sich aus nichtigen Gründen Dinge verheimlichen ist das eine (als ob das nicht schon schlimm genug wäre), aber was halt noch dazu kommt ist, dass sie einfach grundsätzlich viel zu wenig über die Dinge nachdenken, die sie tun und einfach nichts in Frage stellen. Klar kann man sagen, dass Kusaka sie manipuliert, aber dass es auch funktioniert, liegt einzig und allein daran, dass die Charaktere sich manipulieren lassen.
Ich glaube, das ist etwas, dass mich bei einem Rewatch wohl am meisten stören würde. Ich bin es mittlerweile von Kamen Rider anders gewohnt, aber als meine erste Kamen Rider Staffel hatte ich da noch keinen Vergleich. Und wenn das einzige, was ich aus dem Toku Bereich bis dahin kanne (abgesehen von Power Rangers) ein paar Folgen von Dekaranger waren, dann war Faiz dagegen schon ne ziemliche Offenbarung, was das Storytelling betrifft.
Gerade diese ganze Geschichte zwischen Yuji und Takumi ist ein Parade Beispiel dafür. Dass Kusaka sie gegeneinander ausspielen konnte, lag nur daran dass die beiden ihm einfach alles anstandslos geglaubt haben. Ich meine, dass Takumi ein Vollpfosten ist, hatte er zuvor ja schon mehrfach unter Beweis gestellt, aber von Yuji hätte ich schon echt mehr erwartet. Klar, der Typ der schon mehrfach versucht hat dich umzubringen, erzählt dir plötzlich, dass das alles nur gestellt war und dass der Typ, mit dem du dich schon die ganze Staffel über super verstehst und von dem all deine Freunde schwärmen, eigentlich der Böse ist und du nimmst es einfach hin, als wär’s das normalste der Welt. Natürlich.
Yuji sah da vor allem recht unglücklich aus, als Kusaka ihn im Faiz Anzug angegriffen hat. Es hätte ihm doch zumindest komisch vorkommen müssen, dass dieser Faiz kein einziges Wort gesagt hat. Es hat auch nicht wirklich geholfen, dass Takumi den Mund nicht aufbekommen hat und den anderen gesagt hat, dass Kusaka seinen Driver gestohlen hat.
Allgemein find ich, dass die Staffel einfach keine sonderlich guten Charaktere hatte. Von den Hauptcharakteren waren meine Favoriten ganz klar Yuka und Keitaro. Wobei man sagen muss, dass Yuka nahezu 1:1 der Ryo von Faiz war, sie war so eine gute Seele, die nie mehr wollte, als einfach nur glücklich zu sein und kriegt dabei von der Serie ein ums andere Mal nur eins auf den Deckel. Und selbst verständlich musste sie am Ende sterben, gerade als sie und Keitaro sich endlich ausgesprochen hatten und zusammen gekommen sind. Mal im ernst sie schreibt ihm ne SMS während sie im Sterben liegt und sie konnten sich nicht mal wirklich verabschieden. Das sind so die Momente in denen ich Inoue einfach nur eine rein hauen will. (Und natürlich hat Takumi Keitaro nie erzählt, dass Yuka tot ist, die Wahrheit wird sowieso überbewertet)
Hat Takumi es ihm wirklich nie erzählt? Mir kam es so vor, als wüsste Keitaro am Ende der Folge, dass Yuka tot ist. Aber ihren Tod fand ich auch recht unnötig. Aber ich frage mich, wie Keitaro und Yuka es geschafft haben, nie wirklich zu wissen, wem sie eigentlich ihre SMS schreiben. Da hocken sie so lange aufeinander und keiner von beiden ahnt irgendwas? Die Charaktere scheinen sich wirklich nicht viel miteinander unterhalten zu haben.
Yuji mochte ich am Anfang noch ganz gerne, aber am Ende hat man seinen Charakter dann ziemlich ruiniert. Es hat eigentlich schon Mitte der Staffel mit diesem Konflikt mit Takumi angefangen, aber als er dann am Ende ne 180° Kehrtwende mit seinen Idealen gemacht hat, weil er (mal wieder ohne es minimal zu hinterfragen) dachte, dass die Menschen Yuka umgebracht haben, hat ihn das endgültig zum Volltrottel mutieren lassen.
Das mit Yuji fand ich auch nicht wirklich gut. Warum musste man ihn am Ende unbedingt in die Rolle des Bösen reinzwingen? Hat auch nicht wirklich zu ihm gepasst. Das zusammen mit der Aktion, wo Kusaka ihn als Faiz angegriffen hat, hat ihn nicht wirklich sonderlich intelligent dastehen lassen. Yuji war wohl wirklich jemand, der sich sehr leicht beeinflussen lässt.
Von den Ridern ist denke ich Mihara noch der beste, aber auch nur, weil die anderen noch schlechter sind. In den letzten paar Folgen hat er sich noch recht gut entwickelt, aber davor hat er mich tendenziell auch eher genervt. (Warum konnte nicht Rina Delta bleiben, sie mochte ich eigentlich ganz gern.)
Takumi ist wahrscheinlich der schlechteste Heisei Main Rider, den ich bisher gesehen hab. Ich fand ihn weder sonderlich interessant, noch sonderlich sympathisch und dazu war er auch noch ein riesen Vollidiot, was in der Kombination, ne ziemlich tödliche Mischung ist. Und ich bin mir auch nicht sicher, wie ich diese Wolf Orphenoch Sache finden soll. Es hat zwar erklärt, warum er den Henshin Belt benutzen konnte, aber dass die mir allen Ernstes erklären wollten, dass er das die ganze Zeit über wusste, fand ich dann doch ziemlich schwachsinnig. Vor allem diese Phase in der er wegen Yuka darüber nachgedacht hat, ob Orphenochs auch gut sein können, wurde dadurch doch komplett relativiert. Und auch dass er nie von Smart Brain verfolgt wurde oder man zu keinem Zeitpunkt etwas von seiner Paranoia, dass er sich vielleicht nicht mehr kontrollieren kann, gemerkt hat, fand ich nicht besonders realistisch.
Was Kusaka betrifft… ich weiß nicht so recht, was ich von ihm halten soll. Er war auf der einen Seite natürlich ein viel zu großes Arschloch um als Held wahrgenommen zu werden, aber auf der anderen Seite auch nicht wirklich böse genug um mich als Schurke zu überzeugen und er wurde innerhalb der Serie halt auch nie wirklich wie ein Schurke behandelt. Außerdem hatte ich häufiger den Eindruck, dass er selbst nicht so ganz weiß, was er eigentlich will. Er war einfach nur ein Arsch, nicht mehr als das und auch nicht weniger. Der schlechteste Charakter aller Zeiten war er für mich zwar nicht, aber wirklich was abgewinnen konnte ich ihm auch nicht.
Ich muss sagen, dass ich Mihara sogar am schlechtesten fand, weil er doch recht blass blieb und aufgetaucht ist, wie es ihm gerade gefiel. Man hätte ihn genauso gut auch weglassen können, und es hätte der Staffel keinen Abbruch getan. Er fühlte sich auch ziemlich in die Story reingeworfen an. Wäre man vielleicht etwas anders mit dem Charakter umgegangen und hätte man ihn besser in die Story eingebaut, hätte er mir wohl auch gefallen können.
Bei Takumi bin ich etwas hin und her gerissen. Ich hatte am Anfang mit ihm genau das gleiche Problem wie später mit Mihara, nämlich dass er sich wie in die Story reingeworfen angefühlt hat, eben weil er auch nur mehr oder weniger zufällig zum Rider wurde. Seine Art gefiel mir anfangs auch nicht so. Im Laufe der Staffel fand ich ihn dann aber etwas besser, auch wenn seine scheißegal Einstellung nie ganz verschwunden ist und mich immer noch gestört hatte.
Zu Kusaka ist eigentlich alles gesagt. Einfach nur ein Arschloch. Ich weiß nicht, ob es wirklich nötig war, so einen Charakter einzubauen, wenn er dann mehr zu den Guten gehören sollte. Als zwielichtiger Charakter, dessen Motive im Unklaren bleiben, hätte er mir vielleicht mehr zugesagt. Aber er wurde ja vor allem von Mari so sehr verehrt, dass er nicht als Schurke durchgehen kann. Sowieso hat Maris Verhältnis zu Kusaka sie nicht unbedingt gut dastehen lassen. Dass sie bis zum Ende zu ihm hält, wo sie doch immer mehr merkt, was für ein Arsch er eigentlich ist, lässt sie schon ziemlich naiv wirken.

Und jetzt weißt du auch, wieso ich den Faiz Teil von Heisei Rider vs. Showa Rider so unglaublich schlecht fand. Die wollten uns da tatsächlich weißmachen, dass Kusaka und Takumi gemeinsam gegen den Orphenoch King gekämpft haben und Kusaka dabei gestorben ist. Und natürlich waren Takumi und Kusaka die dicksten Kumpels. Bei dem Film hab ich mich gefragt, ob der Writer jemals die Staffel gesehen hat.
Bei dieser Orphenoch King Sache bin ich nicht ganz sicher, wie ich es finden soll. Die Story drum herum war eigentlich ok, aber warum genau der jetzt ausgerechnet in irgend so einem Jungen erwacht, hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Und auch dass er am dann mehr oder weniger überlebt hat, fand ich etwas unbefriedigend. Auch wenn ich sagen muss, Kompliment, dass sie sich getraut haben, die Idee ein Kind zum Feind zu machen voll durchgezogen haben, ohne ihn dann noch irgendwie zu „retten“ oder so.
Ich weiß auch nicht, was die sich dabei gedacht haben, den Orphenoch King leben zu lassen. Ob da eine zweite Staffel geplant war? Das hatte für mich das Finale schon etwas runtergezogen, weil sich die Staffel dadurch nicht wirklich abgeschlossen angefühlt hat.
Was mir auch noch aufgefallen ist, die Einführung von Power-Ups, Gimmicks, etc. war einfach nur unterirdisch. Das wurde bei Kiva und Agito ja schon nicht besonders gut gemacht, aber hier war es einfach noch ein ganzes Stück schlimmer. Kaixas Bike taucht einfach auf weil… halt auch, Deltas Bike steht einfach in irgend so einer Höhle rum… klar, Takumi kann sich selbstverständlich auch so ein Dinge herbei pfeifen, weil… warum auch nicht und von der Axel Watch brauch ich denk ich gar nicht erst anfangen. Ich meine, was ist dieses Ding überhaupt? Das gleiche gilt auch für die Blaster Form.
Und noch eine Kleinere Sache, ich hatte des Öfteren mal das Gefühl, dass die Staffel einen ziemlich seltsamen Schnitt hatte. Es ist ein paar Mal passiert, dass man mitten unter einem Kampf einfach aus der Szene geworfen wird und im nächsten Moment sind dann die am Kampf beteiligten Charaktere ganz woanders, ohne dass man weiß, wie sie dahingekommen sind und wann oder wieso der Kampf aufgehört hat. Die Folge als Mari stirbt würde mir da spontan als Beispiel einfallen, Takumi und Yuji haben gekämpft und im nächsten Moment waren sie dann beide bei Mari und man hat nie gesehen wie der Kampf beendet wurde.
Die Einführung der Power-Ups war nicht ideal, aber wenigstens sind die nicht wie der Perfect-Zecter plötzlich vom Himmel gefallen. Kabuto ist da für mich wirklich ein Negativbeispiel, was schlecht eingeführte Power-Ups angeht.
Da sämtliche Folgen von Toshiki Inoue geschrieben wurden, gibt es zu hierzu eigentlich nicht viel zu sagen. Was ich aber trotzdem kurz anmerken will, da Faiz mittlerweile immerhin schon meine sechste Inoue Serie ist und er nun mal die Tendenz hat, seine Staffeln ähnlich aufzubauen und die selben Dinge zu tun, ist mit immer wieder aufgefallen, dass ich die Staffel an manchen Punkten extrem berechenbar fand. Gerade wenn es um Sachen wie Kommunikation ging, war mir sehr häufig schon vorher klar, worauf das hinauslaufen wird. Und auch bei Toden von Charakteren hab ich mich häufiger dabei erwischt, dass ich fünf Minuten zuvor noch gesagt hab „Lass mich raten, er stirbt gleich.“. (Bei Hanagata, als er unterwegs zu Mari und Rina war zum Beispiel) Sowas hab ich beispielsweise bei Kobayashi nicht. Das sagt denke ich einiges über die Qualität eines Writers aus.
Na, wenigstens bleibt er konstant. Das ist auch schon ne Leistung. Kobayashi ist da schon abwechlsungsreicher, aber leider kann sie auch die Qualität nicht immer hoch halten. Gerade ihre von den Fans gelobten Staffeln Timeranger und Shinkenger haben mir überhaupt nicht zugesagt. Auf der anderen Seite hat sie aber auch richtige Meisterwerke wie Toqger und Amazons abgeliefert.
Deine sechste Inoue Serie schon? Die anderen müssten dann Agito, Kiva, Changerion und Shougeki Gouraigan sein. Das wären dann mit Faiz aber nur fünf. Welche hab ich denn da vergessen? Oder zählst du die zweite Hälfte von Hibiki auch als Inoue Serie?
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » So 15. Apr 2018, 04:18

Red Ranger hat geschrieben:
Sa 14. Apr 2018, 12:40
Es hat auch nicht wirklich geholfen, dass Takumi den Mund nicht aufbekommen hat und den anderen gesagt hat, dass Kusaka seinen Driver gestohlen hat.
Naja, dass er es den anderen nicht gesagt hat, war find ich gar nicht unbedingt das Problem, weil Kusaka ihm den Belt ja sofort wieder zurückgegeben hat und ihm dann eingeredet hat, dass er von Yuji gestohlen wurde, aber wirklich besser dastehen lässt ihn das natürlich trotzdem nicht, weil das halt auch wieder so eine Situation ist, wo er Kusaku einfach aus der Hand frisst, ohne es großartig in Frage zu stellen, obwohl er wusste, dass Kusaka alle gegeneinander ausspielt.
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 14. Apr 2018, 12:40
Hat Takumi es ihm wirklich nie erzählt? Mir kam es so vor, als wüsste Keitaro am Ende der Folge, dass Yuka tot ist.
Also Takumi hat es ihm definitiv nicht gesagt. Kann sein, dass er was geahnt hat, die Situation als er in Tränen ausgebrochen ist, fand ich auch irgendwie seltsam, aber ich hab das in dem Moment so aufgefasst, dass er dachte, dass sie sich einfach gegen ihn entschieden hat.
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 14. Apr 2018, 12:40
ber ich frage mich, wie Keitaro und Yuka es geschafft haben, nie wirklich zu wissen, wem sie eigentlich ihre SMS schreiben. Da hocken sie so lange aufeinander und keiner von beiden ahnt irgendwas? Die Charaktere scheinen sich wirklich nicht viel miteinander unterhalten zu haben.
Wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich das, von all den Situationen in der Staffel, in denen Charaktere aneinander vorbei geredet haben, noch mit am erträglichsten fand. Anfangs kannten sie sich ja noch nicht wirklich, weshalb ich es nachvollziehbar fand, dass sie darüber nicht geredet haben und gegen Mitte der Staffel hat man dieses ganze SMS Thema ja so ein bisschen vergessen, wodurch es mich da auch nicht großartig gestört hat. Erst als man das gegen Ende wieder aufgenommen hat, hat es langsam angefangen mich zu nerven, vor allem weil man meinen müsste, dass sie langsam mal soweit wären, sich gegenseitig ihre Vornamen zu verraten. Aber immerhin, hat das Missverständnis hier nicht dafür gesorgt, dass sich irgendwelche Charaktere gegenseitig umbringen wollten, das allein macht es schon besser, als viele andere dieser Situationen.
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 14. Apr 2018, 12:40
Ich muss sagen, dass ich Mihara sogar am schlechtesten fand, weil er doch recht blass blieb und aufgetaucht ist, wie es ihm gerade gefiel. Man hätte ihn genauso gut auch weglassen können, und es hätte der Staffel keinen Abbruch getan. Er fühlte sich auch ziemlich in die Story reingeworfen an. Wäre man vielleicht etwas anders mit dem Charakter umgegangen und hätte man ihn besser in die Story eingebaut, hätte er mir wohl auch gefallen können.
Da geb ich dir bei allen Punkten recht, aber die Tatsache, dass, ihn aus der Staffel zu werfen, nichts verändert hätte, macht ihn immerhin besser als die anderen Rider, denn bei denen hätte es die Staffel vermutlich verbessert. xD
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 14. Apr 2018, 12:40
Aber er wurde ja vor allem von Mari so sehr verehrt, dass er nicht als Schurke durchgehen kann. Sowieso hat Maris Verhältnis zu Kusaka sie nicht unbedingt gut dastehen lassen. Dass sie bis zum Ende zu ihm hält, wo sie doch immer mehr merkt, was für ein Arsch er eigentlich ist, lässt sie schon ziemlich naiv wirken.

Und jetzt weißt du auch, wieso ich den Faiz Teil von Heisei Rider vs. Showa Rider so unglaublich schlecht fand. Die wollten uns da tatsächlich weißmachen, dass Kusaka und Takumi gemeinsam gegen den Orphenoch King gekämpft haben und Kusaka dabei gestorben ist. Und natürlich waren Takumi und Kusaka die dicksten Kumpels. Bei dem Film hab ich mich gefragt, ob der Writer jemals die Staffel gesehen hat.
Ich finde, Mari war eigentlich gar nicht so sehr das Problem, weil sie von seinen Machenschaften ja lange Zeit nicht allzu viel mitbekommen hat, es war eher Takumi, der immer wieder mit ihm zusammen gearbeitet hat, obwohl er wusste, was für ein Arsch Kusaka ist.

Was KRT betrifft: Dass der Film inhaltlich dem Kanon von Faiz widerspricht ist mir jetzt auf jeden Fall klar, das stimmt, allerdings muss ich sagen, dass Takumi sich Vorwürfe wegen Kusakas Tod macht, find ich gar nicht mal so abwegig, das passt nämlich eigentlich ziemlich gut zudem, wie Takumi sich schon in der Serie gegenüber Kusaka verhalten hat. Dass dieses Verhalten keinen Sinn ergibt, ist natürlich klar, aber das großartig anders war das in der Serie nicht.

Was die Staffel für mich allerdings so ein bisschen ruiniert hat, das ist Kamen Rider 4, das Spin-Off zum vierten SHT. Denn da wurde ja mit unter erwähnt, dass alle Freunde von Takumi mit Ausnahme von Kaido nach der Staffel gestorben sind und man angedeutet hat, dass Takumi selbst vielleicht auch schon die ganze Zeit über tot war und das muss ich sagen, lässt dem ganzen schon einen ziemlich herben Beigeschmack.
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 14. Apr 2018, 12:40
Na, wenigstens bleibt er konstant. Das ist auch schon ne Leistung. Kobayashi ist da schon abwechlsungsreicher, aber leider kann sie auch die Qualität nicht immer hoch halten. Gerade ihre von den Fans gelobten Staffeln Timeranger und Shinkenger haben mir überhaupt nicht zugesagt. Auf der anderen Seite hat sie aber auch richtige Meisterwerke wie Toqger und Amazons abgeliefert.
Naja, konstant schlecht, ist auch konstant. xD
Wobei ich Kobayashi eigentlich auch sehr konstant finde. Von den neun Serien, die ich von ihr gesehen hab, fand ich nur eine einzige nicht gut, das ist find ich schon ein ziemlich guter Wert.
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 14. Apr 2018, 12:40
Deine sechste Inoue Serie schon? Die anderen müssten dann Agito, Kiva, Changerion und Shougeki Gouraigan sein. Das wären dann mit Faiz aber nur fünf. Welche hab ich denn da vergessen? Oder zählst du die zweite Hälfte von Hibiki auch als Inoue Serie?
Ja, ich zähle die zweite Hälfte von Hibiki auch mit dazu. Die Staffel ist für mich gleichermaßen eine Inoue Staffel und eine Kida Staffel, weil ja letzten Endes beide als Main Writer daran gearbeitet haben, genauso wie ich z.B. auch Black gleichermaßen als Sugimura, Uehara und Miyashita Staffel zähle.
Außerdem hat die Staffel die Position, die sie aktuell in meinem Ranking hat, hauptsächlich Inoue zu verdanken.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » Fr 18. Mai 2018, 04:13

Da ich eigentlich ganz gut in meinem Zeitplan liege hab ich mir gedacht, bevor ich mir die letzten beiden Heisei Staffeln vorknöpfe wär’s vielleicht noch mal Zeit für eine Showa Staffel, deshalb hab ich jetzt mit Skyrider angefangen. Ich bin im Moment bei 10 Folgen und bisher kann ich mich ehrlich gesagt noch nicht wirklich mit der Serie anfreunden.


Natürlich gibt es bisher nicht die geringste Handlung, aber das war zu erwarten. Das größere Problem ist, dass ich selbst die Folgenhandlungen größtenteils alle schrecklich finde. Nahezu jede Folge bisher, hatte mindestens eine größere Plotlücke (mit diesem einen Monster, das angeblich ein und dieselbe Person ist, wie ein entflohener Typ, dem Tsukuba begegnet ist, obwohl sie zuvor schon gemeinsam im Bild zu sehen waren, als absolutem Höhepunkt). Die letzten zwei waren jetzt wieder etwas besser, aber von gut immer noch weit entfernt. Die Startfolge war in Ordnung aber definitiv etwas schwächer als die von Super-1 und Black. Schon allein deshalb, weil sie ein Einteiler war, ohne in irgendeiner Form, von der zweiten Folge fortgesetzt zu werden.

Tsukuba ist ein üblicher Showa Protagonist, ich würde ihn denke ich aber zumindest über Kazuya stellen, weil man ihm in der ersten Folge gleich einen richtig guten Grund gegeben hat, gegen Neo-Shocker zu kämpfen. Die Nebenrollen sind aber bis auf Shido allesamt absolut unterirdisch. Mal im ernst, ich weiß nicht wen ich sinnloser finden soll, diesen Reporter, der jede Folge ca. 20 Sekunden Screentime bekommt, nur um in Ohnmacht zu fallen oder Shidos drei Assistentinnen, die im Grunde jede Folge einfach nur anwesend sind, um anwesend zu sein, dabei Shido und Tsukuba auf Schritt und Tritt verfolgen, aber trotzdem nicht mehr tun, als im Hintergrund zu stehen und dumm zu schauen. Ich meine, wer zum Teufel sind die überhaupt? Ok, die eine war schon von Anfang an bei Shido, aber die anderen beiden sind auf einmal einfach aufgetaucht und waren dann da, ohne dass man erfahren hat, wo die jetzt plötzlich herkommen oder was die überhaupt mit der ganzen Sache zu tun haben. Dass Shido und Tsukuba Neo-Shocker bekämpfen, scheinen sie ja zu wissen. Und irgendwie muss ich zugeben, dass das was die Serie bisher gezeigt hat, mich schon so ein bisschen daran zweifeln lässt, dass dazu noch irgendwas kommt.

Die Bösen haben mich bis jetzt auch noch nicht großartig beeindruckt. General Monster hat zumindest in den ersten paar Folgen ab und zu was gemacht, was ihn zumindest über Megaal stellt, aber danach ist von ihm auch nicht mehr wirklich irgendwas gekommen und der obligatorische Great Leader fristet halt so sein Dasein als obligatorischer Great Leader.


Dass ich nach gerademal 10 Folgen eine Serie schon so schlecht finde kommt nicht allzu häufig vor. Wenn sich Skyrider nicht spätestens nach der ersten Arc gewaltig steigert, dann glaub ich werden das verdammt lange 54 Folgen.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Red Ranger » Fr 18. Mai 2018, 17:45

Ranger L hat geschrieben:
Fr 18. Mai 2018, 04:13
Da ich eigentlich ganz gut in meinem Zeitplan liege hab ich mir gedacht, bevor ich mir die letzten beiden Heisei Staffeln vorknöpfe wär’s vielleicht noch mal Zeit für eine Showa Staffel, deshalb hab ich jetzt mit Skyrider angefangen. Ich bin im Moment bei 10 Folgen und bisher kann ich mich ehrlich gesagt noch nicht wirklich mit der Serie anfreunden.
Und dabei gehören die ersten Folgen noch zu den besseren Folgen. Spätere Folgen kommen von ihrer Langeweile her sogar fast schon an den ersten Kamen Rider ran. Der einzige Grund, warum ich Skyrider über den ersten Kamen Rider gesetzt hab, war dass es weniger Folgen hat (ist mit 54 Folgen aber immer noch zu lang).
Tsukuba ist ein üblicher Showa Protagonist, ich würde ihn denke ich aber zumindest über Kazuya stellen, weil man ihm in der ersten Folge gleich einen richtig guten Grund gegeben hat, gegen Neo-Shocker zu kämpfen. Die Nebenrollen sind aber bis auf Shido allesamt absolut unterirdisch. Mal im ernst, ich weiß nicht wen ich sinnloser finden soll, diesen Reporter, der jede Folge ca. 20 Sekunden Screentime bekommt, nur um in Ohnmacht zu fallen oder Shidos drei Assistentinnen, die im Grunde jede Folge einfach nur anwesend sind, um anwesend zu sein, dabei Shido und Tsukuba auf Schritt und Tritt verfolgen, aber trotzdem nicht mehr tun, als im Hintergrund zu stehen und dumm zu schauen. Ich meine, wer zum Teufel sind die überhaupt? Ok, die eine war schon von Anfang an bei Shido, aber die anderen beiden sind auf einmal einfach aufgetaucht und waren dann da, ohne dass man erfahren hat, wo die jetzt plötzlich herkommen oder was die überhaupt mit der ganzen Sache zu tun haben. Dass Shido und Tsukuba Neo-Shocker bekämpfen, scheinen sie ja zu wissen. Und irgendwie muss ich zugeben, dass das was die Serie bisher gezeigt hat, mich schon so ein bisschen daran zweifeln lässt, dass dazu noch irgendwas kommt.
Diesen Reporter fand ich auch ziemlich schwachsinnig. Ich weiß nicht, ob der irgendwie witzig sein soll, oder was die sich bei dem gedacht haben. Wenigstens taucht er irgendwann nicht mehr auf. Dafür gibt es dann aber einen anderen, sehr nervigen Comedy Charakter.
Die Bösen haben mich bis jetzt auch noch nicht großartig beeindruckt. General Monster hat zumindest in den ersten paar Folgen ab und zu was gemacht, was ihn zumindest über Megaal stellt, aber danach ist von ihm auch nicht mehr wirklich irgendwas gekommen und der obligatorische Great Leader fristet halt so sein Dasein als obligatorischer Great Leader.
Das sind die typischen Showa Bösewichte. Bei denen sieht man auch, dass die Staffel ursprünglich ein Reboot sein sollte. General Monster ist nahezu eine 1:1 Kopie von Colonel Zol aus dem originalen Kamen Rider. So sind eigentlich ein Großteil aller Showa Generäle. Wenn man das so vergleicht, dann wirkt Bilgenia gar nicht mal so schlecht.
Dass ich nach gerademal 10 Folgen eine Serie schon so schlecht finde kommt nicht allzu häufig vor. Wenn sich Skyrider nicht spätestens nach der ersten Arc gewaltig steigert, dann glaub ich werden das verdammt lange 54 Folgen.
Nein, es wird sich nicht steigern. Es wird sogar noch schlechter. Was für die zweite Hälfte spricht, sind die Folgen, in denen die alten Rider auftauchen. Davon gibt es einige Folgen. Leider stehlen sie aber auch Skyrider die Show, so dass ab da die Folgen mit Skyrider alleine noch langweiliger wirken als ohnehin schon. So gesehen aber ein gelungenes Reboot. Es hat die Langeweile des Originals perfekt eingefangen. Wobei es sicherlich klüger gewesen wäre, man hätte sich mehr am Stil von Stronger orientiert.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » Sa 19. Mai 2018, 04:08

Red Ranger hat geschrieben:
Fr 18. Mai 2018, 17:45
Dafür gibt es dann aber einen anderen, sehr nervigen Comedy Charakter.
Naja, wenn der wenigstens irgendwas macht, dann wäre er immerhin schon mal ne Steigerung zum Reporter, denn der könnte echt der absolute Tiefpunkt in Sachen irrelevante Nebencharaktere sein, den ich bisher erlebt hab. (Bei den Assistentinnen gab's inzwischen immerhin schon eine Folge, in der wenigstens eine von ihnen mehr als ein paar Sätze hatte)
Red Ranger hat geschrieben:
Fr 18. Mai 2018, 17:45
General Monster ist nahezu eine 1:1 Kopie von Colonel Zol aus dem originalen Kamen Rider. So sind eigentlich ein Großteil aller Showa Generäle. Wenn man das so vergleicht, dann wirkt Bilgenia gar nicht mal so schlecht.
Wobei ich da ehrlich sagen muss, dass ich General Monster sogar fast noch besser finde. Der macht zwar auch nicht wirklich was, aber durch seine Funktion als Oberbefehlshaber erfüllt er zumindest eine Art Zweck innerhalb der Serie. Er selbst ist zwar komplett austauschbar, aber es macht Sinn, dass es eine Rolle wie ihn gibt, das kann ich von Bilgenia nicht behaupten. Bei dem hab ich nachwievor nicht so ganz verstanden, warum er überhaupt existiert.
Red Ranger hat geschrieben:
Fr 18. Mai 2018, 17:45
Was für die zweite Hälfte spricht, sind die Folgen, in denen die alten Rider auftauchen. Davon gibt es einige Folgen. Leider stehlen sie aber auch Skyrider die Show, so dass ab da die Folgen mit Skyrider alleine noch langweiliger wirken als ohnehin schon.
Meine Hoffnung ist, dass mir wenigstens die ganzen Team-Up Folgen etwas mehr zusagen, vor allem weil ich gesehen hab, dass die meisten davon wohl Zweiteiler sind, das könnte schon etwas helfen. Recht viel schlechter als die ersten 8 Folgen geht eigentlich gar nicht mehr. Aber ich werd meine Erwartungen trotzdem so niedrig wie möglich halten.
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Beitrag von fumpen » Mo 28. Mai 2018, 10:09

fumpen schaut aktuell Kamen Rider W oder auch Kamen Rider Double und ist - nach zähem Beginn - geradezu begeistert von den halbgekochten Detektiven und ihrem Ringen um das Wissen zu den Gaia Memories. Seit einigen Episoden tut Kamen Rider Accel mit und weiss durch toughe Sprüche, ein geiles Outfit mit Motorrad auf dem Rücken (!!) und dieses sagenhafte Saber, von dem man umgehend die Spielzeugversion erstehen will, zu überzeugen.

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Sehr differenziert & oftmals spaßig die zahlreichen Nebencharaktere bei Kamen Rider W: der Informant mit der beeindruckenden Physiognomie, die singenden School Queens oder der Dopant Liar, der Lügen als Waffe (!!) einsetzt und damit ziemlich erfolgreich ist.

Die Action- Szenen sind bisher nicht das Gelbe vom Ei bzw. besonders beeindruckend. Oftmals hat es zuviel (maues) CGI für meinen Geschmack. Dafür weiss die Inszenierung der diversen Formen von Kamen Rider W in gleissendem Sonnenlicht (selbst bei bedecktem Himmel :D ) stets zu überzeugen. Und es hat viele geheimnisvolle Frauen, die sich der Gaia Memories bedienen, um ihren dunklen Seiten nachgehen zu können. Ganz mein Ding!

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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Basara » Mo 28. Mai 2018, 19:36

So wie es leider aussieht, stellt Magical Girl Subs ihre Fansubaktivitäten ein zum 31.5., aufgrund der DSGVO und anderen Gründen. Das heisst für uns, dass die einzige Gruppe, die an deutschen Subs für Kamen Rider W arbeitet, erstmal bis auf weiteres wegfällt.

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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » Di 29. Mai 2018, 04:17

fumpen hat geschrieben:
Mo 28. Mai 2018, 10:09
fumpen schaut aktuell Kamen Rider W oder auch Kamen Rider Double und ist - nach zähem Beginn - geradezu begeistert von den halbgekochten Detektiven und ihrem Ringen um das Wissen zu den Gaia Memories.
W ist find ich ne ziemliche Slowburner Staffel, die langsam anfängt, aber gegen Ende ziemlich stark wird.




Ich bin jetzt endlich mit Skyrider fertig. Das war definitiv eine etwas anstrengende Staffel, die sich ziemlich gezogen hat, auch wenn ich zugeben muss, dass ich nach der Anfangsphase befürchtet hatte, dass es noch deutlich schlimmer wird, aber gut ist definitiv was anderes. Irgendwie find ich die Staffel schwerer zu bewerten, als ich zunächst angenommen hatte.


Die Charaktere waren hier find ich auf der einen Seite eine der größten Schwächen, aber verglichen mit vielen anderen Showa Serien auch fast schon eine der größten Stärken. Hiroshi würde ich tatsächlich als einen der besseren Showa Rider bezeichnen. Er war jetzt nicht mega komplex, aber ich fand ihn ehrlich gesagt die meiste Zeit doch relativ sympathisch. Die Probleme sind hauptsächlich durch dieses ganze Nebencharaktere Wirrwarr entstanden.
Den Abschied von Shido fand ziemlich schwach und er hat inhaltlich auch nicht wirklich Sinn gemacht. Die Einführung von Tani war aber ganz ok, man zumindest versucht zu erklären, was er mit Neo-Shocker und Hiroshi zu tun hat, das ist mehr als man von vielen anderen Charakteren sagen kann.
Die drei Assistentinnen wurden nach den ersten zehn Folgen definitiv besser (bzw. man hat zumindest versucht sie halbwegs sinnvoll in die Folgen einzubauen), aber wenn man bedenkt, dass sie mit Folge 17 schon wieder ausgestiegen sind, war das einfach zu spät. Und was mir auch aufgefallen ist, man hat zwar zwei der Assistentinnen durch Folge 17 ganz gut aus der Serie verabschiedet, aber was war mit der dritten? Die ist in der Folge gar nicht mehr vorgekommen und war dann aber genauso weg, wie die anderen beiden und man hat nie erfahren, was mit ihr passiert ist.
Die Einführung ihrer zwei Nachfolgerinnen, war dann aber immerhin halbwegs vernünftig, man weiß grob wer sie sind und was sie hier verloren haben. Auch wenn’s mich wieder ein bisschen irritiert, dass man sie in die ganze Sache mit Neo-Terror hineingezogen hat, ihnen dann aber nichts von Hiroshis Identität erzählt hat. Aber naja, da es hier eigentlich kaum zur Sprache gekommen ist, geht das in Ordnung und ich fand auch dass man allgemein nen besseren Job gemacht hat, sie zu charakterisieren und vernünftig in Folgen zu benutzen. Nebenbei bemerkt ist eine der ersten drei Assistentinnen später auch nochmal random zurückgekommen und dann sogar bis zum Ende geblieben. Das war aber nicht die, die komplett verschwunden ist, sondern eine der Beiden, die einen halbwegs guten Abschied bekommen haben, was irgendwie nur noch mehr die Frage aufwirft, warum sie überhaupt ausgestiegen ist. Ich frag mich echt, was da hinter den Kulissen abgelaufen ist.
Die Einführung von Shigeru war allerdings schlecht wie eh und je, er war von der einen auf die andere Folge einfach da und wurde von sämtlichen Charakteren so behandelt als wäre er immer da gewesen. Insgesamt war ich aber ganz froh, dass er dann da war, weil es so wenigstens nicht mehr so viele sinnlose One Shot Kinder gab (bzw. wenn, dann haben sie mehr Sinn gemacht).
Zu unserem heißgeliebten Reporter brauch ich wohl gar nichts sagen, der war einfach nur der unnötigste Charakter, der jemals existiert hat und er ist dann natürlich auch von einem Moment auf den nächsten komplett verschwunden, aber das war in seinem Fall nicht unbedingt was schlechtes. GanGanG fand ich als Charakter auf alle Fälle mal deutlich besser, vor allem war er viel weniger nervtötend, aber er ist halt auch wieder so ein Paradebeispiel von einem Charakter, der einfach aus dem Nichts auftaucht, rein gar nichts mit irgendwas zu tun hat und im Grunde nur existiert um zu existieren. Trotzdem war er mir 100 mal lieber als der Reporter. Er ist so diese „Liebenswärter Trottel“ Art von Charakter, der man einfach nie böse sein kann. Ich denke, wenn man ihn früher gebracht hätte und ihn besser mit der Story verknüpft hätte, dann hätte man sogar einiges aus ihm machen können.

Storyweise hatte ich das Gefühl, dass hier insgesamt sogar mehr passiert ist, als beispielsweise in Super-1, aber die Qualität der Folgenhandlungen war hier doch deutlich schwankender. Ich muss definitiv sagen, dass es nach den ersten 8-10 Folgen erstmal deutlich besser geworden ist, gleichzeitig find ich aber auch, dass die ganzen Crossover nicht ganz so viel geholfen haben, wie ich mir erhofft hatte. Gerade von den frühen Team-Ups in den 20ern fand ich viele nicht besonders gut. Vor allem, weil die ganzen alten Rider dabei meistens nur immer am Ende der Folge random aufgetaucht sind und mitgekämpft haben, ohne dass sie irgendeinen größeren Bezug zur Folge an sich hatten. Selbst bei der gemeinsamen Folge mit allen 8 Ridern fand ich ihren Auftritt ziemlich random und auch dieses Power Up, dass Hiroshi einfach mal bekommen hat, in dem er sich von den anderen zusammenschlagen hat lassen, war irgendwie ziemlich seltsam. Da fand ich das Training mit Stronger in seinem Zweiteiler deutlich besser. (Das war auch allgemein die beste Crossover Folge find ich)
Die Folgen in den 30ern waren dann im Schnitt deutlich besser, schon allein, weil man sie auch als richtige Team-Ups bezeichnen kann, aber beeindruckt haben mich die meisten davon jetzt auch nicht. Die Füllerphase danach in den 40ern war qualitativ sicherlich auch nicht großartig schwächer, als die ganzen Team-Ups, aber gleichzeitig war es halt trotzdem extrem langatmig, weil’s ab da halt eigentlich gar keine wirkliche Abwechslung mehr gab. Eigentlich in der gesamten Phase von Mitte der 20er bis Ende der 40er, waren die Folgen im Schnitt ok, ich fand kaum eine der Folgen auf dem gleichen Level wie die ersten 8 schlecht, das Ding ist halt nur, dass eine Reihe von gut 25 Folgen am Stück, die alle nicht mehr als maximal ok sind, mit der Zeit schon verdammt anstrengend ist. Mal drei bis vier Folgen geht das schon, aber fast eine komplette Staffelhälfte lang ohne irgendeine Form von Steigerung oder Spannungsbogen schlaucht irgendwann schon ganz schön, selbst wenn jede Folge für sich genommen nicht direkt schlecht war.
Das dreiteilige Staffelfinale war von der Idee her ganz nett, aber von der Umsetzung ziemlich schwachsinnig, weil man es einfach nicht bis zu Ende durchdacht hat. Dass die Storyline um Hiroshis Eltern einfach aus dem Nichts kommt war eigentlich gar nicht so sehr das Problem, sondern hauptsächlich, dass man sie so behandelt hat, als wäre sie schon immer ein riesen Plotpunkt gewesen und als wäre das von Anfang an seine Motivation gewesen und das ist einfach Blödsinn. Es wurde ja sogar so dargestellt als hätte er die ganze Zeit über gewusst, dass Neo-Shocker seine Eltern getötet hat, was absolut keinen Sinn ergibt, wenn man bedenkt, dass er zu Beginn der Staffel noch nie was von Neo-Shocker gehört hatte. Ach ja und der obligatorische Great Leader ist einfach mal ein riesiger Drache/Dinosaurier/Whatever, der im Grunde die ganze Staffel über einfach in nem nahgelegenen See sein Leben gechillt hat… natürlich… warum auch nicht.

Man hat der Staffel find auch ziemlich stark angemerkt, wie sehr sie verändert wurde. Zum einen mit den ganzen Charakter Ein- und Ausstiegen, aber auch z.B. so Sachen wie die Tatsache, dass man mit der Zeit einfach Skyriders Hauptfähigkeit vergessen hat, ist ziemlich stark aufgefallen. Ebenso hatte ich teilweise den Eindruck, dass die Writer vergessen haben, wie genau eigentlich die Monster in der Staffel funktionieren bzw. dass sie Cyborgs sind. Da gab’s im späteren Verlauf immer wieder mal so Situationen, wo ich mir gedacht hab „Äh, das ist nicht, wie Cyborgs funktionieren.“. Das hab ich von den anderen Showa Staffeln nicht so krass in Erinnerung. Und auch die Ziele der Bösen scheinen sich mit der Zeit irgendwie verändert zu haben, denn am Anfang hat es ja so gewirkt, als möchte man die Weltbevölkerung quasi Thanos mäßig nur gezielt dezimieren, um so ihren Fortbestand zu sichern, aber später hatte ich dann den Eindruck dass man einfach nur noch versucht hat, die gesamte Menschheit auszulöschen, warum auch immer. Was ich dabei vor allem interessant finde ist, dass all diese Dinge nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, erst mit dem Writer Wechsel eingetreten sind, sondern im Grunde schon mit der Vernichtung von General Monster. Ich meine, Igami wusste doch wie er der Bösen bisher dargestellt hatte und wie die Kräfte von Skyrider funktionieren, aber trotzdem scheint er wohl derjenige gewesen zu sein, der angefangen hat, es zu ignorieren. Auf jeden Fall war es sowohl von Igami als auch von Edzure das wohl schwächste Werk, das ich bisher gesehen hab.

Und natürlich hatte die Staffel auch noch ein paar klassische Showa Probleme wie sich wiederholende Folgenhandlungen (in dem Fall war es der Plan, irgendwelche Leute (v.a. Kinder) zu beeinflussen bzw. umzuprogrammieren um Skyrider zu bekämpfen, der in gefühlt jeder dritten Folge benutzt wurde), irgendwelche One Shot Charaktere die behandelt werden, als wären sie schon immer dagewesen und im Grunde das Zentrum der Story, bloß um sie danach nie wieder zu erwähnen oder auch so Sachen wie, dass wenn Skyrider ein Monster in seiner Basis aufspürt und es dann außerhalb der Basis vernichtet, aus irgendwelchen Gründen auch automatisch die Basis explodiert, was vor allem in der ersten Hälfte ziemlich oft vorgekommen ist. Das einzige was ich der Staffel im Vergleich zu anderen Showa Serien definitiv lassen muss ist, dass mich das mit der Geheimidentität hier nahezu gar nicht gestört hat, weil es eigentlich nie thematisiert wurde.


Abschließend lässt sich sagen, dass Skyrider im Großen und Ganzen keine sonderlich gute Staffel ist. Es hätte noch schlimmer kommen können, gerade wenn ich da an die ersten paar Folgen denke, aber ein Großteil der Folgen war halt doch einfach maximal Mittelmaß und das ist auf eine Laufzeit von 54 Folgen einfach zu wenig. Ich schätze wenn man von einer Staffel wie Stronger kommt, kommt einem das nochmal krasser vor als es ohnehin schon ist.
Und um noch ein paar Worte zu den 80ern in Kamen Rider zu verlieren. Mit 2 von 4 Staffeln, die ok sind, einer schwachen und einer schlechten könnte das vielleicht das schlechteste Rider Jahrzehnt sein. Natürlich muss sich gerade bei den 70ern noch zeigen inwieweit sie das überbieten können, aber selbst wenn sie am Ende im Schnitt doch schlechter sein sollten, haben sie mit Stronger immerhin eine wirklich gute Staffel vorzuweisen und das ist mehr als ich von den 80ern sagen kann.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Red Ranger » Mi 30. Mai 2018, 22:17

Ranger L hat geschrieben:
Di 29. Mai 2018, 04:17
W ist find ich ne ziemliche Slowburner Staffel, die langsam anfängt, aber gegen Ende ziemlich stark wird.
Noch krasser wirkte das, wo ich W direkt zur Ausstrahlung gesehen hab. Davor kannte ich ja nur die Staffeln von Faiz bis Decade, und die waren vom Stil her doch recht anders, bzw. waren hauptsächlich sehr seriell. Der episodische Anfang von W wirkte da doch ziemlich befremdlich auf mich. Am Ende wurde es sogar meine Lieblingsstaffel, und ist es bis heute. Allerdings bin ich mir fast sicher, dass Build sich den Platz von W holen wird.

Die Charaktere waren hier find ich auf der einen Seite eine der größten Schwächen, aber verglichen mit vielen anderen Showa Serien auch fast schon eine der größten Stärken. Hiroshi würde ich tatsächlich als einen der besseren Showa Rider bezeichnen. Er war jetzt nicht mega komplex, aber ich fand ihn ehrlich gesagt die meiste Zeit doch relativ sympathisch. Die Probleme sind hauptsächlich durch dieses ganze Nebencharaktere Wirrwarr entstanden.
Ja, für Showa Verhältnisse sind die Charaktere vielleicht gar nicht mal so schlecht. Aber das Nebencharakter Wirrwarr war im originalen Kamen Rider noch wesentlich heftiger. Da wurden ja nach Lust und Laune Nebencharaktere ausgetauscht, was dann auch meistens noch ohne Erklärung geschah.
Den Abschied von Shido fand ziemlich schwach und er hat inhaltlich auch nicht wirklich Sinn gemacht. Die Einführung von Tani war aber ganz ok, man zumindest versucht zu erklären, was er mit Neo-Shocker und Hiroshi zu tun hat, das ist mehr als man von vielen anderen Charakteren sagen kann.
Die drei Assistentinnen wurden nach den ersten zehn Folgen definitiv besser (bzw. man hat zumindest versucht sie halbwegs sinnvoll in die Folgen einzubauen), aber wenn man bedenkt, dass sie mit Folge 17 schon wieder ausgestiegen sind, war das einfach zu spät. Und was mir auch aufgefallen ist, man hat zwar zwei der Assistentinnen durch Folge 17 ganz gut aus der Serie verabschiedet, aber was war mit der dritten? Die ist in der Folge gar nicht mehr vorgekommen und war dann aber genauso weg, wie die anderen beiden und man hat nie erfahren, was mit ihr passiert ist.
Die Einführung ihrer zwei Nachfolgerinnen, war dann aber immerhin halbwegs vernünftig, man weiß grob wer sie sind und was sie hier verloren haben. Auch wenn’s mich wieder ein bisschen irritiert, dass man sie in die ganze Sache mit Neo-Terror hineingezogen hat, ihnen dann aber nichts von Hiroshis Identität erzählt hat. Aber naja, da es hier eigentlich kaum zur Sprache gekommen ist, geht das in Ordnung und ich fand auch dass man allgemein nen besseren Job gemacht hat, sie zu charakterisieren und vernünftig in Folgen zu benutzen. Nebenbei bemerkt ist eine der ersten drei Assistentinnen später auch nochmal random zurückgekommen und dann sogar bis zum Ende geblieben. Das war aber nicht die, die komplett verschwunden ist, sondern eine der Beiden, die einen halbwegs guten Abschied bekommen haben, was irgendwie nur noch mehr die Frage aufwirft, warum sie überhaupt ausgestiegen ist. Ich frag mich echt, was da hinter den Kulissen abgelaufen ist.
Das mit Shido lag wohl auch daran, dass sein Ausstieg nicht geplant war. Soweit ich weiß musste sein Darsteller aus gesundheitlichen Gründen aufhören. Vielleicht hat es da nicht mehr gereicht für einen vernünftigen Abschied. Dass zwei der Assisstentinnen einen halbwegs vernünftigen Ausstieg bekommen haben, ist mehr, als man von den Showa Staffeln erwarten kann. Auch wenn es schwer vorstellbar ist, dass sie sich von ihren Verletzungen wirklich 10 Monate erholen müssen. Aber bei so einigen Showa Staffeln frage ich mich, was hinter den Kulissen passiert ist. Das Gewechsel der Nebencharaktere im originalen Kamen Rider, und die plötzlichen Umbrüche in Amazon, Stronger und Super-1. Es schien wohl nicht immer alles glatt zu laufen. Und bei Skyrider hatte ich eh immer das Gefühl, dass die ohne Plan drauf losgedreht haben.
Die Einführung von Shigeru war allerdings schlecht wie eh und je, er war von der einen auf die andere Folge einfach da und wurde von sämtlichen Charakteren so behandelt als wäre er immer da gewesen. Insgesamt war ich aber ganz froh, dass er dann da war, weil es so wenigstens nicht mehr so viele sinnlose One Shot Kinder gab (bzw. wenn, dann haben sie mehr Sinn gemacht).
Zu unserem heißgeliebten Reporter brauch ich wohl gar nichts sagen, der war einfach nur der unnötigste Charakter, der jemals existiert hat und er ist dann natürlich auch von einem Moment auf den nächsten komplett verschwunden, aber das war in seinem Fall nicht unbedingt was schlechtes. GanGanG fand ich als Charakter auf alle Fälle mal deutlich besser, vor allem war er viel weniger nervtötend, aber er ist halt auch wieder so ein Paradebeispiel von einem Charakter, der einfach aus dem Nichts auftaucht, rein gar nichts mit irgendwas zu tun hat und im Grunde nur existiert um zu existieren. Trotzdem war er mir 100 mal lieber als der Reporter. Er ist so diese „Liebenswärter Trottel“ Art von Charakter, der man einfach nie böse sein kann. Ich denke, wenn man ihn früher gebracht hätte und ihn besser mit der Story verknüpft hätte, dann hätte man sogar einiges aus ihm machen können.
Wenn du Shigerus Einführung schon schlecht fandest, dann bin ich mal gespannt, was du zu manchen Charakteren aus dem originalen Kamen Rider sagst. Ein weiblicher Nebencharakter wurde sogar so schlecht und unscheinbar eingeführt, dass XIG in der nächsten Folge mit Translator Notes darauf hingewiesen hat, wer sie denn eigentlich ist.
Der Reporter und GanGanG waren für mich immer gute Beispiele, wie Comedy Charaktere nicht sein sollten. Beide sollten wohl witzig sein, haben aber eher nur genervt. Wenigstens hatte GanGanG im Gegensatz zum Reporter einige Interaktionen mit den Hauptcharakteren und war sogar das ein oder andere Mal nützlich.
Storyweise hatte ich das Gefühl, dass hier insgesamt sogar mehr passiert ist, als beispielsweise in Super-1, aber die Qualität der Folgenhandlungen war hier doch deutlich schwankender. Ich muss definitiv sagen, dass es nach den ersten 8-10 Folgen erstmal deutlich besser geworden ist, gleichzeitig find ich aber auch, dass die ganzen Crossover nicht ganz so viel geholfen haben, wie ich mir erhofft hatte. Gerade von den frühen Team-Ups in den 20ern fand ich viele nicht besonders gut. Vor allem, weil die ganzen alten Rider dabei meistens nur immer am Ende der Folge random aufgetaucht sind und mitgekämpft haben, ohne dass sie irgendeinen größeren Bezug zur Folge an sich hatten. Selbst bei der gemeinsamen Folge mit allen 8 Ridern fand ich ihren Auftritt ziemlich random und auch dieses Power Up, dass Hiroshi einfach mal bekommen hat, in dem er sich von den anderen zusammenschlagen hat lassen, war irgendwie ziemlich seltsam. Da fand ich das Training mit Stronger in seinem Zweiteiler deutlich besser. (Das war auch allgemein die beste Crossover Folge find ich)
Ich fand jetzt nicht, dass in Skyrider mehr passiert ist als in Super-1. Eine Story konnte ich bei Skyrider nicht wirklich finden. Wenn man aber die Folgen mit den alten Ridern auch als Storyfolgen zählen würde, dann ist tatsächlich mehr passiert als in Super-1.
Die Folgen in den 30ern waren dann im Schnitt deutlich besser, schon allein, weil man sie auch als richtige Team-Ups bezeichnen kann, aber beeindruckt haben mich die meisten davon jetzt auch nicht. Die Füllerphase danach in den 40ern war qualitativ sicherlich auch nicht großartig schwächer, als die ganzen Team-Ups, aber gleichzeitig war es halt trotzdem extrem langatmig, weil’s ab da halt eigentlich gar keine wirkliche Abwechslung mehr gab. Eigentlich in der gesamten Phase von Mitte der 20er bis Ende der 40er, waren die Folgen im Schnitt ok, ich fand kaum eine der Folgen auf dem gleichen Level wie die ersten 8 schlecht, das Ding ist halt nur, dass eine Reihe von gut 25 Folgen am Stück, die alle nicht mehr als maximal ok sind, mit der Zeit schon verdammt anstrengend ist. Mal drei bis vier Folgen geht das schon, aber fast eine komplette Staffelhälfte lang ohne irgendeine Form von Steigerung oder Spannungsbogen schlaucht irgendwann schon ganz schön, selbst wenn jede Folge für sich genommen nicht direkt schlecht war.
Das war auch mein Hauptproblem mit der Staffel. Die Folgen waren bestenfalls okay. Und gerade weil dann kaum was passiert ist, hat es mich irgendwann nur noch gelangweilt. Noch unaufmerksamer war ich eigentlich nur noch, als ich den originalen Kamen Rider gesehen hab. Aber das ist auch der höheren Folgenanzahl geschuldet.
Das dreiteilige Staffelfinale war von der Idee her ganz nett, aber von der Umsetzung ziemlich schwachsinnig, weil man es einfach nicht bis zu Ende durchdacht hat. Dass die Storyline um Hiroshis Eltern einfach aus dem Nichts kommt war eigentlich gar nicht so sehr das Problem, sondern hauptsächlich, dass man sie so behandelt hat, als wäre sie schon immer ein riesen Plotpunkt gewesen und als wäre das von Anfang an seine Motivation gewesen und das ist einfach Blödsinn. Es wurde ja sogar so dargestellt als hätte er die ganze Zeit über gewusst, dass Neo-Shocker seine Eltern getötet hat, was absolut keinen Sinn ergibt, wenn man bedenkt, dass er zu Beginn der Staffel noch nie was von Neo-Shocker gehört hatte. Ach ja und der obligatorische Great Leader ist einfach mal ein riesiger Drache/Dinosaurier/Whatever, der im Grunde die ganze Staffel über einfach in nem nahgelegenen See sein Leben gechillt hat… natürlich… warum auch nicht.
Ich fand die Story mit Hiroshis Eltern eigentlich recht gut, aber es kam einfach zu spät. Nur für das Finale war etwas wenig. Vor allem wenn es wirklich seine Motivation war, um gegen Neo-Shocker zu kämpfen, hätte man die Story um seine Eltern von Anfang an bringen müssen. Der Great Leader als riesiger Dinosaurier hat auch keinen Sinn gemacht. Ich frage mich auch, warum man es so aussehen lassen hat, als würden sich die Rider opfern, wenn man sie im Super-1 Film eh wieder zurückgeholt hat. Natürlich völlig ohne Erklärung.
Man hat der Staffel find auch ziemlich stark angemerkt, wie sehr sie verändert wurde. Zum einen mit den ganzen Charakter Ein- und Ausstiegen, aber auch z.B. so Sachen wie die Tatsache, dass man mit der Zeit einfach Skyriders Hauptfähigkeit vergessen hat, ist ziemlich stark aufgefallen. Ebenso hatte ich teilweise den Eindruck, dass die Writer vergessen haben, wie genau eigentlich die Monster in der Staffel funktionieren bzw. dass sie Cyborgs sind. Da gab’s im späteren Verlauf immer wieder mal so Situationen, wo ich mir gedacht hab „Äh, das ist nicht, wie Cyborgs funktionieren.“. Das hab ich von den anderen Showa Staffeln nicht so krass in Erinnerung. Und auch die Ziele der Bösen scheinen sich mit der Zeit irgendwie verändert zu haben, denn am Anfang hat es ja so gewirkt, als möchte man die Weltbevölkerung quasi Thanos mäßig nur gezielt dezimieren, um so ihren Fortbestand zu sichern, aber später hatte ich dann den Eindruck dass man einfach nur noch versucht hat, die gesamte Menschheit auszulöschen, warum auch immer. Was ich dabei vor allem interessant finde ist, dass all diese Dinge nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, erst mit dem Writer Wechsel eingetreten sind, sondern im Grunde schon mit der Vernichtung von General Monster. Ich meine, Igami wusste doch wie er der Bösen bisher dargestellt hatte und wie die Kräfte von Skyrider funktionieren, aber trotzdem scheint er wohl derjenige gewesen zu sein, der angefangen hat, es zu ignorieren. Auf jeden Fall war es sowohl von Igami als auch von Edzure das wohl schwächste Werk, das ich bisher gesehen hab.
Ich hatte mal gelesen, dass das mit Skyriders Flugfähigkeiten wohl Kostengründe hatte. Es ging wohl ziemlich ins Budget, ihn fliegen zu lassen. Deshalb hat man es irgendwann sein gelassen. Dadurch macht natürlich der Name Skyrider keinen Sinn mehr, aber da in der Staffel sowieso vieles keinen Sinn macht, ist das auch wieder egal.
Abschließend lässt sich sagen, dass Skyrider im Großen und Ganzen keine sonderlich gute Staffel ist. Es hätte noch schlimmer kommen können, gerade wenn ich da an die ersten paar Folgen denke, aber ein Großteil der Folgen war halt doch einfach maximal Mittelmaß und das ist auf eine Laufzeit von 54 Folgen einfach zu wenig. Ich schätze wenn man von einer Staffel wie Stronger kommt, kommt einem das nochmal krasser vor als es ohnehin schon ist.
Ich frage mich eh, wieso man nach einer Staffel wie Stronger dann so etwas wie Skyrider abliefern konnte. Gerade wenn man die Staffeln mehr oder weniger am Stück guckt, fällt schon auf, was für ein extremer Qualitätsunterschied zwischen den Staffeln liegt. Vielleicht haben die Zuschauer damals anders empfunden. Heute würde wohl kaum noch einer eine so zähe Staffel wie Skyrider einer storylastigen Staffel wie Stronger vorziehen.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » Do 31. Mai 2018, 04:17

Red Ranger hat geschrieben:
Mi 30. Mai 2018, 22:17
Allerdings bin ich mir fast sicher, dass Build sich den Platz von W holen wird.
Das könnte bei mir auch passieren. Ich bin mir zwar noch nicht 100% sicher ob ich sie besser finde als Gaim oder nicht, aber sofern im letzten Viertel nicht noch ein totaler Absturz passiert, sollte Build ein Platz in den Top 5 meines Gesamt Toku Rankings relativ sicher sein.
Red Ranger hat geschrieben:
Mi 30. Mai 2018, 22:17
Aber bei so einigen Showa Staffeln frage ich mich, was hinter den Kulissen passiert ist. Das Gewechsel der Nebencharaktere im originalen Kamen Rider, und die plötzlichen Umbrüche in Amazon, Stronger und Super-1. Es schien wohl nicht immer alles glatt zu laufen. Und bei Skyrider hatte ich eh immer das Gefühl, dass die ohne Plan drauf losgedreht haben.
Ja, es ist echt schade, dass das bei so alten Serien so schlecht nachzuprüfen ist. Bei Amazons kann man sich vielleicht noch denken, dass es was mit den protestierenden Eltern zu tun hatte, aber bei Stronger, Skyrider und Super-1 waren die Veränderungen schon irgendwie ungewöhnlich.
Wobei ich sagen muss, dass es mir mit Skyrider eigentlich eher so ein bisschen wie mit Ghost ging, wo ich das Gefühl hatte, man hatte zwar am Anfang eine Idee was man machen will, hat die dann aber nach 10-15 Folgen komplett über den Haufen geworfen und dann nur noch versucht die restliche Zeit irgendwie mit… „Dingen“ zu füllen.
Red Ranger hat geschrieben:
Mi 30. Mai 2018, 22:17
Aber das Nebencharakter Wirrwarr war im originalen Kamen Rider noch wesentlich heftiger. Da wurden ja nach Lust und Laune Nebencharaktere ausgetauscht, was dann auch meistens noch ohne Erklärung geschah.
Red Ranger hat geschrieben:
Mi 30. Mai 2018, 22:17
Wenn du Shigerus Einführung schon schlecht fandest, dann bin ich mal gespannt, was du zu manchen Charakteren aus dem originalen Kamen Rider sagst. Ein weiblicher Nebencharakter wurde sogar so schlecht und unscheinbar eingeführt, dass XIG in der nächsten Folge mit Translator Notes darauf hingewiesen hat, wer sie denn eigentlich ist.
Red Ranger hat geschrieben:
Mi 30. Mai 2018, 22:17
Noch unaufmerksamer war ich eigentlich nur noch, als ich den originalen Kamen Rider gesehen hab. Aber das ist auch der höheren Folgenanzahl geschuldet.
Ich hab jetzt schon Angst, wenn ich ehrlich bin. xD
Den ganzen Unsinn auf die doppelte Zeitspanne mitansehen zu müssen, wird bestimmt anstrengend.
Red Ranger hat geschrieben:
Mi 30. Mai 2018, 22:17
Ich fand die Story mit Hiroshis Eltern eigentlich recht gut, aber es kam einfach zu spät. Nur für das Finale war etwas wenig. Vor allem wenn es wirklich seine Motivation war, um gegen Neo-Shocker zu kämpfen, hätte man die Story um seine Eltern von Anfang an bringen müssen.
Ich denke, es hätte auch so ganz gut funktionieren können, aber nur indem man Hiroshi erst am Ende herausfinden lässt, dass Neo-Shocker seine Eltern ermordet hat. So hätte man gleich zwei gute Twists in einem gehabt, aber so wie man es hier gemacht hat, hat man einem der beiden komplett die Wirkung genommen und gleichzeitig das was am Anfang etabliert wurde ruiniert. Ich könnte mir ehrlich gesagt vorstellen, wenn es schon gleich zu Beginn ein Thema gewesen wäre, dann aber trotzdem erst am Ende aufgelöst worden wäre, dann hätte mich das vielleicht sogar eher genervt. Ich fand eigentlich, dass der Tod seiner Freunde als Motivation vollkommen ausgereicht hat. Aber so oder so, die Umsetzung, für die sie sich entschieden haben, war auf alle Fälle nicht die richtige.
Red Ranger hat geschrieben:
Mi 30. Mai 2018, 22:17
Ich frage mich auch, warum man es so aussehen lassen hat, als würden sich die Rider opfern, wenn man sie im Super-1 Film eh wieder zurückgeholt hat. Natürlich völlig ohne Erklärung.
Hat man das zuvor nicht bei Riderman auch schon genauso gemacht? Die Kontinuität von Showa Rider scheint irgendwie allgemein nicht sonderlich durchdacht zu sein. Bei den Bösen ist es ja im Grunde das gleiche. Man gibt zwar jeder Staffel eigene Schurken, behauptet dann aber am Ende von Stronger, dass all deren Anführer angeblich ein und dieselbe Person sind obwohl jeder von ihnen zuvor schon vernichtet wurde. Und in Skyrider taucht dann auf einmal Neo-Shocker auf was ja auch irgendwie eine Art Nachfolgeorganisation zu sein scheint, aber gleichzeitig auch irgendwie nicht.
Red Ranger hat geschrieben:
Mi 30. Mai 2018, 22:17
Ich frage mich eh, wieso man nach einer Staffel wie Stronger dann so etwas wie Skyrider abliefern konnte. Gerade wenn man die Staffeln mehr oder weniger am Stück guckt, fällt schon auf, was für ein extremer Qualitätsunterschied zwischen den Staffeln liegt. Vielleicht haben die Zuschauer damals anders empfunden. Heute würde wohl kaum noch einer eine so zähe Staffel wie Skyrider einer storylastigen Staffel wie Stronger vorziehen.
Ich schätze, Stronger war ihrer Zeit einfach voraus und konnte die Leute damals noch nicht so sehr mit ihrem Storytelling beeindrucken wie uns heute. Vermutlich wollte man mit Skyrider dann den Erfolg der originalen Serie wieder einfangen, aber dass das nicht so funktioniert hat, wie sie sich das vorgestellt hatten, haben sie wohl selbst gemerkt und als Folge dessen dann die Staffel zu einem substanzlosen Fan-Service Festival mutieren lassen.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » So 24. Jun 2018, 04:07

Nach all dem Wirrwarrr geht es jetzt endlich wieder normal weiter in der Reihe und zwar mit Kamen Rider Blade. Ich bin bei 9 Folgen und bisher ist es auf alle Fälle nicht uninteressant, auch wenn’s mich jetzt noch nicht unbedingt vom Hocker gerissen hat.


Der Start war etwas ungewöhnlich, hat aber denk ich so wie es umgesetzt wurde ganz gut funktioniert, es hat sich von Konzept her etwas angefühlt wie eine Mischung aus 555, Kabuto und Kuuga. Die Mysterien sind so weit ganz spannend, man bekommt immer wieder mal kleinere Erklärungen, es gibt aber immer noch genug, was man noch behandeln muss. Das Undead Konzept ist aber auf jeden Fall sehr spannend und mir gefällt auch die Funktionsweise der Rider recht gut.
Den Konflikt unter den Ridern find ich jetzt nicht so prickelnd, obwohl es von Chalice aus wohl halbwegs Sinn macht, aber da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Zu seinem Background muss auf alle Fälle noch einiges kommen.

Die Charaktere muss ich sagen geben mir bisher noch nicht wirklich irgendwas. Von den Ridern find ich Tachibana noch am besten, die anderen Beiden haben denk ich mal auch viel Potenzial, das sich aber erst noch entfalten muss. Bei Hajime sollte man sich find ich mal entscheiden ob man mit ihm Richtung Held oder Schurke gehen will und Kenzaki ist von der Idee her gefühlt etwas wie Eiji, aber irgendwie fehlt ihm da für mich im Vergleich so ein bisschen der Charme und ich finde auch sein Handeln bisher teilweise nicht besonders nachvollziehbar. So hat er beispielsweise in der Folge als sie Anti-Körper von einem Undead brauchten um Amane zu retten Tachibana mehr oder weniger direkt angegriffen und festgehalten, als er den Undead vernichten wollte, anstatt ihm vielleicht mal VORHER zu sagen, was los ist und hat sich danach gewundert, warum ihm Tachibana nicht zuhört. Das war echt kurz vor der Inoue-Grenze. Aber naja, immerhin ist er nicht mit dem Schwert auf ihn losgegangen.
Was ich aber gut fand ist, dass er sich selbst erschlossen hat, dass Hajime Chalice ist und auch gar nicht so lange gewartet hat, bis er es den anderen Gesagt hat. Das ist zumindest ein Mindestmaß an Kompetenz, dass man in Faiz nicht antreffen konnte.
Die Nebencharaktere sind in Ordnung, aber nichts sonderlich Herausragendes, auch wenn ich die Idee von Kotaros Charakter ganz interessant finde. Aber irgendwie hab ich bisher ständig das Gefühl, dass immer irgendwer auf irgendjemanden sauer ist und irgendwer irgendjemanden anschreit.


Ich bin bisher als noch nicht ganz sicher, was ich denken soll. Storyweise hab ich eigentlich nicht viel auszusetzen aber bei den Charakteren muss sich definitiv noch was tun. Aber es sagen ja immer alle, dass die Staffel erst mit der Zeit so richtig gut wird, vor allem nach dem Writerwechsel, also mal schauen was da noch kommt.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Red Ranger » So 24. Jun 2018, 07:19

Blade ist definitiv keine einfache Staffel. Ich bin mir auch nicht mehr sicher, ob sie in meiner Platzierung noch richtig steht, oder ob sie nicht eigentlich woanders stehen müsste. Ich kann auch nicht mehr sagen, ob die Staffel eigentlich besser oder schlechter ist, als ich sie in Erinnerung hab. Bei Blade erschließt sich das meiste auch erst recht spät.
Ranger L hat geschrieben:
So 24. Jun 2018, 04:07
Der Start war etwas ungewöhnlich, hat aber denk ich so wie es umgesetzt wurde ganz gut funktioniert, es hat sich von Konzept her etwas angefühlt wie eine Mischung aus 555, Kabuto und Kuuga. Die Mysterien sind so weit ganz spannend, man bekommt immer wieder mal kleinere Erklärungen, es gibt aber immer noch genug, was man noch behandeln muss. Das Undead Konzept ist aber auf jeden Fall sehr spannend und mir gefällt auch die Funktionsweise der Rider recht gut.
Den Konflikt unter den Ridern find ich jetzt nicht so prickelnd, obwohl es von Chalice aus wohl halbwegs Sinn macht, aber da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Zu seinem Background muss auf alle Fälle noch einiges kommen.
Bei Chalice wird es noch einiges an Background geben. Er ist für die Staffel sogar ein recht wichtiger Charakter.
Ich bin bisher als noch nicht ganz sicher, was ich denken soll. Storyweise hab ich eigentlich nicht viel auszusetzen aber bei den Charakteren muss sich definitiv noch was tun. Aber es sagen ja immer alle, dass die Staffel erst mit der Zeit so richtig gut wird, vor allem nach dem Writerwechsel, also mal schauen was da noch kommt.
Die Story hab ich eigentlich als recht gut in Erinnerung. Und da sich vieles erst später erschließt, wird die Staffel auch später besser. Der Writerwechsel müsste wohl in Folge 22 geschehen sein, denn das war die erste Folge, die von Aikawa geschrieben wurde. Imai hat danach zwar noch drei Folgen geschrieben, Aber Aikawa hatte ab da die meisten Folgen geschrieben. Er hat eigentlich eine gute Leistung abgeliefert. Da frage ich mich wirklich, wie ihm ein Jahr später Boukenger passieren konnte. Ich wüsste aber mal gerne, was hinter den Kulissen passiert ist, dass man den Main Writer ausgetauscht hat. Während Blade damals lief, hatte ich noch nicht so den Zugang zu Kamen Rider gefunden. Erst als Blade kurz vor dem Ende der Staffel stand, hatte ich mit Kamen Rider angefangen, und als Blade dann zu Ende war, die Staffel innerhalb von zwei Tagen beendet.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » Mo 25. Jun 2018, 04:09

Red Ranger hat geschrieben:
So 24. Jun 2018, 07:19
Bei Chalice wird es noch einiges an Background geben. Er ist für die Staffel sogar ein recht wichtiger Charakter.
Da bin ich mal gespannt. Ich hab gehört, dass es in Blade wohl häufig ziemlich große Diskussionen gibt, wer denn nun eigentlich der Secondary Rider ist und dass viele wohl Chalice als Secondary betrachten, aber bisher ist es für mich noch relativ eindeutig Garren. Mal schauen, ob sich das noch ändert.
Red Ranger hat geschrieben:
So 24. Jun 2018, 07:19
Ich wüsste aber mal gerne, was hinter den Kulissen passiert ist, dass man den Main Writer ausgetauscht hat.
Das würde mich auch interessieren. Was ich vor allem interessant finde ist, dass dieser Shouji Imai weder davor noch danach jemals irgendwas mit einem Toku zu tun hatte. Der scheint ein reiner One-Off gewesen zu sein und ist dann auch noch nach der halben Staffel verschwunden. Das ist schon seltsam.
Normalerweise sind solche Writerwechsel ja eher kein gutes Zeichen, weil der neue Writer ja nicht unbedingt weiß, was der alte Writer geplant hatte, aber hier scheinen ja die meisten die zweite Hälfte besser zu finden, von daher wird es für mich vor allem spannend zu sehen, ob das was in der zweiten Hälfte noch alles rauskommt auch wirklich mit dem was zuvor etabliert wurde zusammen passt.
Red Ranger hat geschrieben:
So 24. Jun 2018, 07:19
Erst als Blade kurz vor dem Ende der Staffel stand, hatte ich mit Kamen Rider angefangen, und als Blade dann zu Ende war, die Staffel innerhalb von zwei Tagen beendet.
Wow. Das würd ich nicht fertig bringen. Ich glaub das Meiste was ich mal am Stück geschaut hab waren die letzten 10 Folgen von Den-O, aber 25 Folgen am Tag wären mir dann doch zu viel. Vor allem weil ich mich nicht so lange konzentrieren könnte. Schon allein wegen der Untertitel.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Red Ranger » Mo 25. Jun 2018, 16:04

Ranger L hat geschrieben:
Mo 25. Jun 2018, 04:09
Da bin ich mal gespannt. Ich hab gehört, dass es in Blade wohl häufig ziemlich große Diskussionen gibt, wer denn nun eigentlich der Secondary Rider ist und dass viele wohl Chalice als Secondary betrachten, aber bisher ist es für mich noch relativ eindeutig Garren. Mal schauen, ob sich das noch ändert.
Das ist schwierig zu sagen, welcher der echte Secondary Rider ist. Garren war schon direkt von der ersten Minute an dabei, aber Chalice hat eigentlich die typischen Eingenschaften eines Secondary Riders, wie z.B. das leicht Antagonistische. Garren hat da doch eher eine Mentorfunktion für Kenzaki. Ich hab mir da nie Gedanken drum gemacht, wer jetzt Secondary Rider ist.
Wow. Das würd ich nicht fertig bringen. Ich glaub das Meiste was ich mal am Stück geschaut hab waren die letzten 10 Folgen von Den-O, aber 25 Folgen am Tag wären mir dann doch zu viel. Vor allem weil ich mich nicht so lange konzentrieren könnte. Schon allein wegen der Untertitel.
Das kommt bei mir immer drauf an, was ich gerade gucke. Wenn eine Serie interessant ist, hab ich kein Problem damit, viele Folgen am Stück zu gucken. Changeman hab ich auch innerhalb von zwei Tagen geschafft. Manchmal lege ich auch Wochenenden ein, in denen ich außer Tokus gucken nicht viel anderes mache. Bei Changeman haben die Folgen zwar eine kürzere Laufzeit, aber die Staffel selbst ist mit 55 Folgen länger als üblich, wodurch sich das auch wieder relativiert. Blade war für mich damals auch deshalb so interessant, dass ich es verschlungen hab, weil ich bis dahin kaum andere Tokus kannte. Gesubbt hab ich zu dem Zeitpunkt nur einige Folgen von Dekaranger gesehen (TV Nihon war mit Dekaranger sehr langsam und hatte die Staffel fast gleichzeitig mit Magiranger beendet), und Faiz komplett. Mich hatte aber da schon das serielle von Kamen Rider beeindruckt, was ich so von Dekaranger natürlich nicht kannte, weshalb ich Faiz und Blade so verschlungen hatte. Wobei ich an Faiz doch ein paar Tage länger saß.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » Do 5. Jul 2018, 04:25

Ich bin jetzt mit Blade fertig (hat sich dank der WM doch ein bisschen länger gezogen) und ja, die Serie ist letzten Endes tatsächlich noch gut geworden, aber es hat schon echt ewig gedauert. Ich hab glaub ich gut 30 Folgen gebraucht, bis ich mich mit der Staffel anfreunden konnte, was wirklich ne verdammt lange Zeit ist. Deshalb ist es auch nicht ganz leicht, ein eindeutiges Urteil über die Serie zu fällen, aber ich gehe mal der Reihe nach vor.


Die Charaktere sind mit der Zeit definitiv besser geworden, insbesondere Kenzaki hat sich gewaltig gesteigert. Gerade in der Anfangsphase hat er mich teilweise schon sehr genervt, aber spätestens nach 15 Folgen hat er sich eigentlich nicht mehr großartig dumm verhalten und war ab da auch sehr sympathisch. Ich würde ihn zwar jetzt nicht unbedingt zu meinen Topfavoriten zählen, aber in der Summe war er wahrscheinlich der beste Rider der Staffel.
Tachibana war im Großen und Ganzen in Ordnung, er hatte aber definitiv seine krassen Aussetzer, insbesondere in dieser Phase Anfang der 10er in der einfach voll auf Schurke gegangen ist und sich diesem Undead angeschlossen hat, ohne wirklichen Grund. Es hat zwar anfangs so ausgesehen, als würde er nur kontrolliert werden, aber das war dann ja anscheinend nicht der Fall. Und außerdem hat diese Phase zum Tod seiner Freundin geführt, die bis dato der bei weitem beste Charakter war. Ohne Aussetzer war er aber durchaus ein ganz guter Charakter.
Bei Hajime hat es lang gedauert, bis ich mit ihm warm geworden bin, aber mit der Zeit wurde er doch noch ziemlich gut. Er ist jetzt zwar nicht unbedingt der sympathischste Charakter aller Zeiten, aber seine Story war super und zu sehen wie er langsam auftaut war eigentlich schon ganz schön mitanzusehen.
Mutsuki muss ich sagen fand ich als Charakter teilweise etwas frustrierend, weil ich nie wusste, wie viel seines Verhaltens nun eigentlich der Spider Undead war und wie viel seine eigene Dummheit. Es wurde in den 30ern zwar besser, als er augenscheinlich komplett vom Undead übernommen wurde, aber selbst da war ich mir nie sicher, wie viel da noch von Mutsuki drin steckt. Ähnlich wie Kusaka ist er halt ständig irgendwie zwischen Gut und Böse hin und her gesprungen bzw. hat sich irgendwo dazwischen aufgehalten, was dazu geführt hat, dass ich ihn weder als Helden noch als Schurken so richtig wertschätzen konnte. Natürlich nicht auf dem gleichen Level, aber es geht zumindest in die gleiche Richtung. Wirklich gemocht hab ich ihn dann eigentlich erst ganz am Ende, nach dem er vom Spider Undead befreit wurde (was aber meiner Meinung nach auch durchaus einige Fragen offen gelassen hat, insbesondere „Warum genau hat sich der Spider Undead durch den Rouze Absorber von Mutsuki getrennt und wieso konnte er ihn danach ohne Nebenwirkungen versiegeln?“).

Von den Nebencharakteren haben mir tatsächlich die beiden Love-Interest Charaktere am besten gefallen. Sowohl die Freundin von Tachibana als auch die Freundin von Mutsuki fand ich bei weitem besser als ihre Partner und sie hätten eigentlich beide einen besseren Freund verdient. Vor allem Nozomi.
Shiori ist mit der Zeit eigentlich auch ganz sympathisch geworden, aber Kotaro ist mir lange Zeit ziemlich auf die Nerven gegangen mit seinem blinden Hass gegenüber Hajime und Amane war halt das andere Extrem. Sie war ja nicht nur komplett blind ihm gegenüber, sondern regelrecht besessen von ihm, das war mir einfach ein bisschen zu viel.

Was die Secondary Frage betrifft:
Für mich ist nachwievor eindeutig Garren der Secondary Rider. Chalice passt für mich viel eher in die gleiche Kategorie wie Gills, Chase oder Snipe als klassischer Tertiary Rider, der zwar schon von Anfang an präsent ist, sich aber zunächst eher distanziert/antagonistisch verhält. Insbesondere mit Gills hat er finde ich sehr viel mehr Gemeinsamkeiten, als mit jedem Secondary Rider. Garrens Beziehung zu Kenzaki hat mich eher an Leute wie Hiro oder Ren erinnert, die nur eine Art Rivalität mit dem Protagonisten haben.


Die erste Hälfte der Staffel muss ich sagen hat sich wirklich teilweise wie ne Soft-Version von Faiz angefühlt. Mit einem Plot der sich ziemlich lange im Kreis dreht und gefühlt überhaupt nicht vorwärts kommt, was man dann versucht hat, mit sinnlosen Mini-Arcs und unnötigem Charakterkonflikt aufzufüllen. Vor allem diese Garren Storyline hat mich ziemlich genervt oder auch die Geschichte mit diesem Musiker dem Hajime über den wegläuft, nur um zu verdeutlichen, dass alle Menschen Arschlöcher sind. Was sollte diese Aktion? Natürlich war es hier nicht ganz so extrem, aber ich hatte trotzdem das Gefühl, das man wie bei Faiz ständig alles dafür getan, damit sich die Charaktere nicht verstehen, nicht glücklich sind, sich nicht vertrauen oder sich irgendwelche Dinge verschweigen. Es gab eigentlich kaum einen Zeitpunkt, an dem mich nicht zumindest ein paar der Charaktere aufgeregt haben.

Zum ersten Mal angefangen etwas besser zu werden hat es in den 20ern, vor allem was die Charaktere betrifft, aber auch die Phase wurde immer noch stark dadurch runter gezogen, dass man den Writerwechsel teilweise ziemlich gespürt hat. Nach den ersten vier Aikawa Folgen hatte ich das Gefühl, dass Mutsuki eigentlich schon fast komplett die Kontrolle über seine Kräfte hatte, aber direkt in der ersten Imai Folge danach wurde sein ganzer Fortschritt komplett zurück auf null resetet und dieser eine High Level Undead, der in der Folge zuvor eingeführt wurde, hatte plötzlich eine völlig neue Persönlichkeit und wurde innerhalb von einer Folge verheizt.
Wirklich gut geworden ist es dann erst in den 30ern, als Aikawa komplett übernommen hat. Vor allem die Charaktere haben angefangen, sich plötzlich viel logischer zu verhalten, besonders die Freundschaft zwischen Kenzaki und Hajime hat der Serie echt gut getan, man hat langsam immer mehr Background bekommen und ich hatte das Gefühl, dass die Story zumindest mal einigermaßen in eine gerade Richtung läuft, anstatt sich nur im Kreis zu drehen. Es hat auch geholfen, dass man endlich sowas wie konstante Böse hatte. Perfekt fand ich zwar auch die zweite Hälfte nicht, aber man hat schon gemerkt, dass Aikawa sein Bestes getan hat, um den Ereignissen der ersten Hälfte einen Sinn zu geben.
Die Schlussphase war wirklich gut. Ich mag es immer, wenn man zum Finale hin so eine leicht erdrückende Atmosphäre hat und man spürt, dass es langsam aber sicher aufs Ende zugeht. Tennouji war letztlich sogar noch ein ziemlich guter Schurke, dafür dass er so spät erst aufgetaucht ist und man auch sein Ziel erst in seiner letzten Folge so wirklich erfahren hat. Und man hat sogar noch versucht, einigermaßen zu erklären, warum genau die Welt zerstört wird, wenn der Joker gewinnt, womit ich eigentlich nicht mehr wirklich gerechnet hatte. Es stellt mich zwar nicht 100% zufrieden (worauf ich gleich nochmal eingehen werde), aber ist trotzdem besser als ich erwartet hatte.
Was mich letztlich allerdings doch ziemlich geärgert hat, das war dass man am Ende auf eine etwas unnötig komplizierte Lösung zurückgreifen musste, anstatt einfach die pazifistischen Undead wie Shima und Hikaru mit Hilfe der Remote Karte frei zu lassen, damit der Battle Fight keinen Sieger hat. Klar, als sie es dann versucht haben, hat es natürlich nicht mehr geklappt, weil der Joker da schon gewonnen hatte, das hat auch absolut Sinn gemacht, aber davor hätte sie absolut nichts davon abgehalten. Besonders auf Tachibana bin ich da sauer, weil er das Thema kurz vor Schluss mit der Idee den Human Undead frei zu lassen sogar nochmal in den Raum hinein geworfen, aber darauf Shima zu befreien ist er nicht gekommen. Auch Mutsuki hatte die Idee einige Folgen zuvor, aber gemacht hat er es dann letzten Endes nicht. Warum? Ich mag es einfach nicht wenn man eine total simple und logische Lösung grundlos ignoriert, nur weil man lieber ein dramatisches Ende haben will.
Was dann das eigentliche Ende betrifft: Glücklicherweise fand ich die Lösung die man dann stattdessen benutzt hat, trotzdem noch ganz gut. Es war auch weniger traurig als ich befürchtet hatte. Klar, Kenzaki ist jetzt ein Undead, aber immerhin haben alle überlebt. Hajime sterben zu lassen hätte ich bei weitem schlimmer gefunden. Und gut umgesetzt war es eigentlich auch. Insofern hat man dann, obwohl sie das offensichtliche ignoriert haben, am Ende doch noch die Kurve gekriegt und dafür gesorgt, dass mich die Serie nicht mit einem negativen Gefühl zurück lässt.


Den Background der Serie fand ich insgesamt nur so semi-plausibel, auch wenn man gegen Ende noch versucht hat, ein bisschen was zu erklären, aber den genauen Ursprung dieses ganzen Battle Fights hat man im Grunde offen gelassen. Man hat zwar in den Raum geworfen, dass es vielleicht von Gott oder diesem Master oder auch einfach dem Willen der Natur initiiert wurde, aber wirklich aussagekräftig ist das nicht. Und was mir auch nicht so ganz schmecken will, dass ist diese Sache mit den ganzen Kategorien und dass die Undead zufälligerweise auf Spiel Karten basieren, von denen die Rider 13 sammeln müssen. Die Idee, das jeder Rider 13 Karten von der Sorte finden muss, auf der er basiert, ist nicht unbedingt schlecht, aber wie ist das mit der Tatsache vereinbar, dass die Rider ja ursprünglich gar nicht Teil dieser Schlacht waren und wie kommt es überhaupt, dass die Undead in einer derartigen Form strukturiert sind? Mir ist das einfach zu linear für ein Konzept, das angeblich auf einer natürlichen, Tausende von Jahren langen, Evolution basiert. Bei einer (in der Gegenwart) künstlich erschaffenen Spezies würde das vielleicht mehr Sinn machen, aber hier kommt das irgendwie seltsam rüber. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob ich verstanden habe, warum genau der Joker existiert, was aber auch daran liegen mag, dass ich mich mit Pokerkarten nicht so auskenne (ich bin mehr so der Schafkopf-Typ ^^). Aber selbst dann, irgendwie ist mir die Idee, dass ein 10000 Jahre altes, von Gott/der Natur geschaffenes Konzept auf Spielkarten basiert, einfach ein wenig suspekt.


Bei den Writern sollte denk ich mal offensichtlich sein, dass ich Aikawas Folgen mit Abstand am besten fand. Er musste find ich mit einer ziemlich schwierigen Ausgangssituation arbeiten und hat wirklich versucht so viel rauszuholen wie er nur irgendwie konnte. Imai war für mich der mit Abstand schwächste Writer der Staffel, selbst die Inoue Folgen fand ich im Schnitt deutlich besser als seine. Ich weiß nicht genau, was er ursprünglich mit der Staffel vorhatte oder warum er letztlich gegangen ist, aber im Grunde ist es das beste was passieren konnte und ich bin auch nicht besonders traurig darüber, dass man im Toku Bereich danach nichts mehr von ihm gehört hat.


Blade ist definitiv nicht einfach zu bewerten. Es ist auf der einen Seite ganz klar eine Staffel, mit einer gewaltigen Steigerung, die mich nach einer ziemlich langen Durstrecke doch noch überzeugen konnte, was nicht viele Serien schaffen, aber gleichzeitig, kann man die erste Hälfte auch nicht völlig ignorieren und so tun, als wär sie nie da gewesen. In der Summe war es denk ich dennoch eine gute Serie, wenngleich sie meiner Meinung nach noch deutlich besser hätte sein können, wenn man Aikawa früher ins Boot geholt hätte.
So, damit fehlt mir mit Decade jetzt nur noch eine einzige Heisei Staffel. Ich weiß nicht ob ich mich darauf freuen oder eher Angst haben sollte. Ich weiß, ich werde sie vermutlich hassen, aber irgendwie reizt es mich schon, weil ich wahrscheinlich doch einer der wenigen bin, der die Staffel wirklich erst nach den dafür erforderten Staffeln zum ersten Mal sieht. Ich glaub, dass sich nicht viele die Staffel so lange auf gespart haben.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Red Ranger » Fr 6. Jul 2018, 22:27

Ranger L hat geschrieben:
Do 5. Jul 2018, 04:25
Ich bin jetzt mit Blade fertig (hat sich dank der WM doch ein bisschen länger gezogen) und ja, die Serie ist letzten Endes tatsächlich noch gut geworden, aber es hat schon echt ewig gedauert. Ich hab glaub ich gut 30 Folgen gebraucht, bis ich mich mit der Staffel anfreunden konnte, was wirklich ne verdammt lange Zeit ist. Deshalb ist es auch nicht ganz leicht, ein eindeutiges Urteil über die Serie zu fällen, aber ich gehe mal der Reihe nach vor.
Ja, Blade ist definitiv nicht einfach zu bewerten. Ich bin mir auch nicht mehr sicher, ob ich sie wirklich richtig bewertet hab, oder ob die Staffel aufgrund dessen, dass sie erst meine zweite Kamen Rider Staffel war und mich da das Storytelling von Faiz und Blade noch ziemlich beeindruckt hat, nicht doch zu weit oben steht.
Mutsuki muss ich sagen fand ich als Charakter teilweise etwas frustrierend, weil ich nie wusste, wie viel seines Verhaltens nun eigentlich der Spider Undead war und wie viel seine eigene Dummheit. Es wurde in den 30ern zwar besser, als er augenscheinlich komplett vom Undead übernommen wurde, aber selbst da war ich mir nie sicher, wie viel da noch von Mutsuki drin steckt. Ähnlich wie Kusaka ist er halt ständig irgendwie zwischen Gut und Böse hin und her gesprungen bzw. hat sich irgendwo dazwischen aufgehalten, was dazu geführt hat, dass ich ihn weder als Helden noch als Schurken so richtig wertschätzen konnte. Natürlich nicht auf dem gleichen Level, aber es geht zumindest in die gleiche Richtung. Wirklich gemocht hab ich ihn dann eigentlich erst ganz am Ende, nach dem er vom Spider Undead befreit wurde (was aber meiner Meinung nach auch durchaus einige Fragen offen gelassen hat, insbesondere „Warum genau hat sich der Spider Undead durch den Rouze Absorber von Mutsuki getrennt und wieso konnte er ihn danach ohne Nebenwirkungen versiegeln?“).
Das mit Mutsuki hat die meisten Fans gestört. Ich fand es jetzt nicht sonderlich schlimm. Ich würde schon sagen, dass Mutsuki zu den Helden gehört, da er ja eigentlich nicht freiwillig böse ist.
Was die Secondary Frage betrifft:
Für mich ist nachwievor eindeutig Garren der Secondary Rider. Chalice passt für mich viel eher in die gleiche Kategorie wie Gills, Chase oder Snipe als klassischer Tertiary Rider, der zwar schon von Anfang an präsent ist, sich aber zunächst eher distanziert/antagonistisch verhält. Insbesondere mit Gills hat er finde ich sehr viel mehr Gemeinsamkeiten, als mit jedem Secondary Rider. Garrens Beziehung zu Kenzaki hat mich eher an Leute wie Hiro oder Ren erinnert, die nur eine Art Rivalität mit dem Protagonisten haben.
Man könnte sich da sogar noch fragen, inwieweit man Chalice überhaupt als echten Kamen Rider bezeichnen kann. Klar, seine Bezeichnung ist Kamen Rider Chalice, aber wenn man erst einmal weiß, was Hajime ist und wie seine Fähigkeit funktioniert, muss man sich diese Frage stellen. Denn Hajime nimmt ja bei seinem Henshin eigentlich nur die Gestalt des Mantis Undead an, während er dann bei seiner "Rückverwandlung" die Gestalt des Human Undead annimmt. Von daher könnte man die Bezeichnung Kamen Rider bei ihm eher als Tarnung verstehen.
Zum ersten Mal angefangen etwas besser zu werden hat es in den 20ern, vor allem was die Charaktere betrifft, aber auch die Phase wurde immer noch stark dadurch runter gezogen, dass man den Writerwechsel teilweise ziemlich gespürt hat. Nach den ersten vier Aikawa Folgen hatte ich das Gefühl, dass Mutsuki eigentlich schon fast komplett die Kontrolle über seine Kräfte hatte, aber direkt in der ersten Imai Folge danach wurde sein ganzer Fortschritt komplett zurück auf null resetet und dieser eine High Level Undead, der in der Folge zuvor eingeführt wurde, hatte plötzlich eine völlig neue Persönlichkeit und wurde innerhalb von einer Folge verheizt.
Dass es da so ein Hin und her mit Mutsuki gab, hab ich gar nicht mehr so in Erinnerung. Aber die Staffel liegt für mich ja auch schon 13 Jahre zurück. Ich meine mich aber zu erinnern, dass er tatsächlich irgendwann die Kontrolle über seine Kräfte hatte und anschließend vom Spider Undead übernommen wurde.
Was mich letztlich allerdings doch ziemlich geärgert hat, das war dass man am Ende auf eine etwas unnötig komplizierte Lösung zurückgreifen musste, anstatt einfach die pazifistischen Undead wie Shima und Hikaru mit Hilfe der Remote Karte frei zu lassen, damit der Battle Fight keinen Sieger hat. Klar, als sie es dann versucht haben, hat es natürlich nicht mehr geklappt, weil der Joker da schon gewonnen hatte, das hat auch absolut Sinn gemacht, aber davor hätte sie absolut nichts davon abgehalten.
Genau das hat mich am Ende auch gestört. Als die Rider dahinter gekommen sind, was der Battle Fight eigentlich ist und dass der Joker nicht gewinnen darf, war mein erster Gedanke direkt, Shima frei zu lassen. Aber dann hätte man ja kein dramatisches Finale mehr machen können. Mir hat Shima auch als Charakter recht gut gefallen, von daher hätte ich ihn schon gerne am Ende wiedergesehen.
So, damit fehlt mir mit Decade jetzt nur noch eine einzige Heisei Staffel. Ich weiß nicht ob ich mich darauf freuen oder eher Angst haben sollte. Ich weiß, ich werde sie vermutlich hassen, aber irgendwie reizt es mich schon, weil ich wahrscheinlich doch einer der wenigen bin, der die Staffel wirklich erst nach den dafür erforderten Staffeln zum ersten Mal sieht. Ich glaub, dass sich nicht viele die Staffel so lange auf gespart haben.
Als ich Decade gesehen hab, fehlten mir nur Kuuga, Agito und ungefähr die Hälfte von Ryuki. Den Rest hatte ich aber gesehen. Okay, die Showa Staffeln nicht, aber auf die wird nicht so extrem Bezug genommen. Natürlich kommen auch ein paar Showa Charaktere vor (bzw. alternative Versionen von ihnen, wie bei allen Charakteren), aber als "Pflichtstaffeln" würde ich nur die Heisei Staffeln sehen. Decade ist keine einfache Staffel. Bei mir war es eher so, dass ich beim Ansehen eigentlich noch ziemlich von dem Jubiläumsaspekt geblendet war und mir die Staffel hauptsächlich deswegen gefallen hat, aber wenn man die Staffel dann sacken lässt, fallen einem schon die ganzen Fehler auf. Ich bin mal gespannt, wie ich die Staffel bei einem Rewatch finden werde. Vor allem, weil Gokaiger den Jubiläumsaspekt besser umgesetzt hat.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » Sa 7. Jul 2018, 04:23

Red Ranger hat geschrieben:
Fr 6. Jul 2018, 22:27
Das mit Mutsuki hat die meisten Fans gestört. Ich fand es jetzt nicht sonderlich schlimm. Ich würde schon sagen, dass Mutsuki zu den Helden gehört, da er ja eigentlich nicht freiwillig böse ist.
Klar; Mutsuki selbst gehört natürlich schon zu den Guten, aber durch diese Spider Undead Geschichte konnte man sich eben nie sicher sein, mit wem man es gerade zu tun hat, vor allem, weil Mutsuki auch bevor er komplett kontrolliert wurde schon teilweise ziemlich dumme Entscheidungen getroffen hat. Ich hab eigentlich nichts gegen Mind-Control Plots, aber hier fand ich die Grenzen irgendwie so schwammig, dass es mir extrem schwer gefallen ist, Mutsuki und den Spider Undead getrennt voneinander zu bewerten.
Red Ranger hat geschrieben:
Fr 6. Jul 2018, 22:27
Man könnte sich da sogar noch fragen, inwieweit man Chalice überhaupt als echten Kamen Rider bezeichnen kann. Klar, seine Bezeichnung ist Kamen Rider Chalice, aber wenn man erst einmal weiß, was Hajime ist und wie seine Fähigkeit funktioniert, muss man sich diese Frage stellen. Denn Hajime nimmt ja bei seinem Henshin eigentlich nur die Gestalt des Mantis Undead an, während er dann bei seiner "Rückverwandlung" die Gestalt des Human Undead annimmt. Von daher könnte man die Bezeichnung Kamen Rider bei ihm eher als Tarnung verstehen.
Stimmt eigentlich, wenn man drüber nachdenkt, ist sein Status als Kamen Rider echt ein wenig grenzwertig. So gesehen ist es eigentlich nur Zufall, dass der Mantis Undead wie ein Kamen Rider aussieht. Das ist mir nie aufgefallen, aber Rückwirkend betrachtet hat er sich den Namen wohl auch nicht selbst gegeben sondern es hat sich nur aufgrund seiner Ähnlichkeit zu den anderen Ridern so ergeben, dass er als Kamen Rider bezeichnet wird.
Red Ranger hat geschrieben:
Fr 6. Jul 2018, 22:27
Decade ist keine einfache Staffel. Bei mir war es eher so, dass ich beim Ansehen eigentlich noch ziemlich von dem Jubiläumsaspekt geblendet war und mir die Staffel hauptsächlich deswegen gefallen hat, aber wenn man die Staffel dann sacken lässt, fallen einem schon die ganzen Fehler auf. Ich bin mal gespannt, wie ich die Staffel bei einem Rewatch finden werde. Vor allem, weil Gokaiger den Jubiläumsaspekt besser umgesetzt hat.
Im Grunde bin ich halt vor allem auch deshalb auf die Staffel gespannt, weil ich wissen will, ob sie es schafft, schlechter als Den-O zu sein oder nicht. Ich meine, wenn die Serie nur halb so sinnfrei ist, wie alle immer sagen, hat sie auf eine halbwegs vernünftige Platzierung sowieso kaum eine Chance, aber jetzt wo es langsam auf die letzten paar Rider Staffeln zu geht, fang ich an, drüber nachzudenken, wie letztlich mein endgültiges Ranking aussehen könnte und Decade könnte vielleicht die letzte Staffel sein, die Den-O noch vom letzten Platz verdrängen kann (vielleicht auch noch die erste Staffel, je nachdem wie gut die Folgen und Charaktere sind).
Aber wer weiß, vielleicht werd ich auch positiv überrascht, wie bei Kabuto.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » Do 2. Aug 2018, 04:25

So, nach ca. 3 Jahren ist es nun endlich soweit, ich hab mit Kamen Rider Decade und damit meiner letzten Heisei Staffel angefangen. Ich bin erst bei 5 Folgen (bei einer kürzeren Serie denk ich geht das) und ja… ich seh schon, das kann nur lustig werden.

Das Grundkonzept ist ganz interessant, aber wirklich verstanden worum’s geht, hab ich bis jetzt noch nicht. Dass Decade durch verschiedene Welten reist ist schön und gut, aber ihm zu sagen, was genau er da eigentlich zu tun hat, wäre halt schon nett gewesen. (Nebenbei bemerkt, was hat Wataru überhaupt mit der ganzen Sache zu tun und wieso kann er durch Dimensionen reisen?). Der Driver liegt einfach mal zufällig irgendwo rum und das Fotostudio von Natsumis Großvater ist passenderweise dazu in der Lage, sie in die anderen Welten zu bringen, klar.
Die einzelnen Welten (zumindest die bisherigen beiden) hatten mit den Originalen eher weniger zu tun. Die Storys der Folgen an sich sind nicht uninteressant, aber als wirkliche Tribute würde ich das jetzt nicht bezeichnen.

Tsukasa erinnert mit seinem seltsamen Wissen über absolut alles etwas an Tendou, wenn auch etwas weniger arrogant. Ich find ihn als Charakter ganz ok, aber zu seinem Background und warum er alles kann, alles weiß und was er mit der Sache zu tun hat, muss definitiv noch einiges kommen und dass er das alles bisher doch relativ anstandslos hinnimmt, find ich auch nicht gerade prickelnd. Dass Aikawa sich was dabei gedacht hat, kann ich mir gut vorstellen, aber ob Yonemura später noch soweit denkt, (sofern es nicht noch vorher alles erklärt wird), da hab ich so meine Zweifel.
Natsumi und Yusuke sind auch ganz in Ordnung bisher (auch wenn ich noch nicht ganz verstehe, welchen Sinn es hat, dass Yusuke überall mit hin kommt), aber Natumis Großvater ist, find ich, eher merkwürdig. Ich weiß nicht ob der auch in die ganze Sache verstrickt ist oder nicht, aber er wirkt auf alle Fälle verdächtig. Und zu diesem Bösen kann ich auch noch nicht allzu viel sagen, außer dass ich diese Szenen, in denen er einfach mal random ein paar Rider schickt, um gegen Tsukasa zu kämpfen, bisher ziemlich sinnlos finde. Und er scheint wohl was damit zu tun zu haben, dass alle denken, Decade wäre der Teufel, was auch immer das zu bedeuten hat.

Bis jetzt ist es noch keine totale Katastrophe, aber es gibt halt sehr viele Dinge, die noch erklärt werden müssen (also im Grunde, so ziemlich alles). In einer Anfangsphase, find ich das generell noch tolerierbar, aber wenn man bedenkt, dass die ersten 13 Folgen tendenziell als der bessere Part der Serie bezeichnet wird, dann schätze ich mal, weiß ich, worauf ich mich noch einstellen kann.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Welteneroberer » Do 2. Aug 2018, 04:40

Ranger L hat geschrieben:
Do 2. Aug 2018, 04:25
(Nebenbei bemerkt, was hat Wataru überhaupt mit der ganzen Sache zu tun und wieso kann er durch Dimensionen reisen?). Der Driver liegt einfach mal zufällig irgendwo rum und das Fotostudio von Natsumis Großvater ist passenderweise dazu in der Lage, sie in die anderen Welten zu bringen, klar.
[...]
aber zu seinem Background und warum er alles kann, alles weiß und was er mit der Sache zu tun hat, muss definitiv noch einiges kommen und dass er das alles bisher doch relativ anstandslos hinnimmt, find ich auch nicht gerade prickelnd.
[...]
Bis jetzt ist es noch keine totale Katastrophe, aber es gibt halt sehr viele Dinge, die noch erklärt werden müssen (also im Grunde, so ziemlich alles). In einer Anfangsphase, find ich das generell noch tolerierbar, aber wenn man bedenkt, dass die ersten 13 Folgen tendenziell als der bessere Part der Serie bezeichnet wird, dann schätze ich mal, weiß ich, worauf ich mich noch einstellen kann.
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Ich freue mich schon richtig auf deine abschließende Review. *Stellt schon mal das Bier kalt und holt Popcorn.*
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » Sa 11. Aug 2018, 04:09

So, ich bin jetzt fertig mit Decade und ja…
Welteneroberer hat geschrieben:
Do 2. Aug 2018, 04:40
:crazylol:
das trifft es eigentlich ziemlich gut. Was für ein Schwachsinn, echt. Im Mittelteil gab’s mal ein paar Folgen die ich etwas besser fand, aber in den letzten paar Folgen (inklusive dem Abschlussfilm) ist es dann nochmal komplett ins hirnrissige eskaliert.
Ich weiß gar nicht so recht, wo ich eigentlich anfangen soll, aber ich schätze, der Einfachheit halber beginne mal mit dem, aus dem ich tendenziell noch das meiste positive ziehen kann, den Charakteren.


Ich denke von den Ridern war mein Favorit ganz klar Yuusuke. Ich war zwar im ersten Moment eher abgeschreckt, weil er zunächst nicht recht viel mit seiner Vorlage gemeinsam hatte, aber letzten Endes war er doch ein ziemlich guter Charakter und wohl die gute Seele des Teams.
Natsumi war auch nicht schlecht, auch wenn sie jetzt nichts wirklich was Besonderes war, aber sie hat mich jetzt nicht gestört und war die meiste Zeit auch halbwegs sympathisch. Ihr Großvater muss ich sagen, war irgendwie ein komplett unnötiger Charakter, keine Ahnung, welchen tieferen Sinn seine Existenz hatte (die Ereignisse der Filme werd ich da einfach mal getrost ignorieren) und warum genau jetzt ausgerechnet sein Fotostudio durch Dimensionen reisen kann, brauch ich wohl denk ich auch nicht weiter thematisieren.

Tsukasa fand ich als Charakter in Ordnung, wahrscheinlich einer der schwächeren Protaginsten in der Heisei Ära, aber ich würd ihn immer noch über so ziemlich jeden Showa Rider stellen. Ähnlich wie Tendou war er jetzt vielleicht nicht der Sympathieträger der Nation, aber hatte auf jeden Fall seine Momente und er hat mich (außer in den Filmen) jetzt nie wirklich genervt.
Was seinen Background betrifft, ist allerdings nicht wirklich irgendwas aufgeklärt worden. Mal abgesehen davon, dass mir der Sommer Film erklären will, dass er die ganze Zeit über der Anführer von Dai Shocker war, was mal so ungefähr null Sinn ergibt, weiß man über seine Hintergründe fast gar nichts. Man weiß weder was genau seine Kräfte sind, noch wie er sie (inklusive seines Gedächtnisses) damals verloren hat oder wieso der Driver zufällig in irgend so einer Welt rum lag, wo ihn Natsumi dann gefunden hat. Und auch was genau seine Welt ist, hat nie so wirklich geklärt. Man hat sie zwar im Film gesehen, aber mehr auch nicht. Im Grunde ist der Charakter genauso rüber gekommen, wie er in der Serie auch immer behandelt wurde, wie jemand der im Grunde nirgendwo hingehört, ständig fehl am Platz wirkt und man keine Ahnung hat, was genau seine Existenz eigentlich ist oder bezwecken soll. Also wenn die Serie das erreichen wollte, hat sie ihre Aufgabe wohl ziemlich gut gemacht.

Bei Daiki bin ich mir nicht so ganz sicher, was ich von ihm halten soll. Sein Background war an sich ok, (dass er zufällig aus der Welt von Missing Ace stammt, lass ich mal so stehen), aber Persönlichkeit hatte er irgendwie nicht wirklich viel. Außerhalb dieses einen Zweiteilers war er eigentlich nicht recht viel mehr als nur „Schätze!!!“ und ich hab irgendwie auch nie so ganz verstanden, was genau eigentlich sein Ziel ist. Er findet irgendwelche „Schätze“ (oder was auch immer als solche bezeichnet) und dann? Was hat er davon? Und auf wessen Seite steht er eigentlich? Im Finale hat er dann zwar so getan, als wären er und Tsukasa beste Kumpels, die die ganze Zeit zusammen gearbeitet haben, obwohl sie sich eigentlich nur ständig gegenseitig in die Quere gekommen sind. Es hat irgendwie so ausgesehen als wollte man da das Ende von Kabuto reproduzieren, aber die beiden hatten einfach nicht dieselbe Bindung und Entwicklung wie Tendou und Kagami.
Außerdem hat man irgendwie nie was von dieser gemeinsamen Vorgeschichte zwischen ihm und Tsukasa erfahren, die am Anfang immer angedeutet wurde, mit diesem seltsamen Seegurken Running Gag. Im Missing Ace Zweiteiler hat es kurz so ausgesehen, als würde man es wieder aufgreifen, aber hat es dann doch nicht gemacht und danach wurde es nie mehr erwähnt, außer das Daiki im Film mal kurz gesagt hat, dass er seinen Diendriver von Shocker gestohlen hat. (Was mal wieder zeigt, dass selbst Inoue noch mehr Hirn hat als Yonemura) Ach ja und auch wie genau er eigentlich durch die Welten reist wurde nie erklärt (nicht dass es bei den anderen großartig mehr Sinn gemacht hätte, aber trotzdem). Und wo genau nimmt er überhaupt seine Karten her. Beispielsweise in der Welt von Den-O hat er die ganze Zeit versucht *was auch immer man tun muss, um eine Welt „abzuschließen“*, um an die Karten zu kommen, was er dann nicht geschafft hat, aber die Karten hatte er 2 Folgen später dann trotzdem.  

Bei Narutaki weiß ich einfach überhaupt nicht mehr, was ich noch sagen soll. Ich meine, WER ZUM TEUFEL IST DIESER TYP??? Was hat der in der Serie verloren, wo kommt er her, was will er und was hat er überhaupt mit irgendwas zu tun? Er taucht einfach nur random auf, hetzt irgendwelche Rider auf Tsukasa und warnt die anderen vor ihm, rückt aber nie mit irgendwelchen konkreten Infos raus. Im Grunde könnte man ihn als Kai 2.0 bezeichnen, nur dass er dieses Mal von Anfang an dabei war (ob es das jetzt besser oder noch schlimmer macht, weiß ich auch nicht).
Und bei Kivara ist es genau das gleiche. War genau ist die und was hat sie mit all dem zu tun? Auf wessen Seite steht sie überhaupt? Sie war am Anfang bei Narutaki, hat sich dann aber den anderen angeschlossen (warum, versteh ich bis heute nicht) und ist dann gefühlt immer zwischen den Beiden Seiten hin und her gesprungen, war dabei aber noch irrelevanter als Narutaki selbst.


Was die Handlung betrifft: Ich denke mal, dass die Grundstory an sich absolut keinen Sinn ergibt, brauch ich wohl keinem sagen. Dieses ganze Konzept mit den verschiedenen Welten, die Tsukasa bereisen muss, war von der Idee her nicht schlecht, aber von der Umsetzung einfach nur Schwachsinn. Schon allein deshalb, weil gefühlt alle fünf Minuten irgendwer was anderes behauptet hat. Zuerst hat es geheißen, es gibt neun Welten (bzw. 10 mit der von Natsumi), aber dann waren es auf einmal viel mehr. Wataru (bei dem ich immer noch nicht verstehe was er überhaupt mit der Sache zu tun hat) behauptet, dass Decade die Welten rettet, indem er sie bereist, Narutaki sagt dass er sie zerstört, passiert ist im Grunde aber weder das eine noch das andere. Und da keiner von beiden jemals irgendwas davon mit Informationen untermauert hat, weiß man halt auch nach wie vor nicht, was genau das alles jetzt eigentlich gebracht hat oder was Decade in diesen Welten überhaupt hätte tun sollen. Wataru hat zwar gesagt, er soll alle Rider töten, aber als er das im Abschlussfilm dann gemacht hat, hat das ja auch nichts gebracht und seine Karten hat er alle bekommen in dem er irgendwas anderes gemacht hat (warum auch immer) also was zum Teufel sollte das alles?

Von den neun Grundwelten hatten die meisten relativ wenig mit den Originalen zu tun. Neben Den-O, was wohl mehr oder weniger die Originalwelt war, kommt Kabuto ihrer Vorlage wahrscheinlich noch am nächsten (was jetzt aber besonders im Falle von Den-O auch nicht unbedingt was Positives war). Am schlimmsten hat es meiner Meinung nach Ryuki getroffen (Der Rider Battle ist ein Verfahren um die Schuld von angeklagten festzustellen? WTF??? Und warum musste man ausgerechnet die Timevent Karte in diese Story einbauen?) und bei Blade hatte ich das Gefühl, dass das Setting der Welt eigentlich viel eher zu Faiz gepasst hätte. Faiz selbst dürfte wohl die einzige Welt sein, die ich sogar besser fand als das Original. Es war halt im Wesentlichen Fourze im Pre-Decade Stil. (Und bei der Hibiki Welt muss ich der Staffel zumindest für eine Sache meinen Dank aussprechen. Akira als vollwertigen Oni zu sehen hat meine von Hibiki zerstörte Seele ein kleines bisschen heilen lassen.)
Klar kann man jetzt sagen, dass das Konzept der Serie nie auf was anderes ausgelegt war, aber ich frage mich halt, welchen Sinn es hat, überhaupt Tribute zu älteren Staffeln zu machen, wenn diese dann nichts mit den Staffeln, die sie ehren sollen zu tun haben. Es ist halt mehr so rüber gekommen, als hätten sie nur Anzüge von früheren Ridern benutzt, weil sie die gerade da hatten.

Als diese Arc dann rum war, ist die Staffel erstmal ein wenig vor sich hingedümpelt. Was genau dieser Nega-Welt Zweiteiler sollte, hab ich nicht so ganz verstanden. Natsumi etwas Fokus zu geben ist ja schön und gut, aber warum genau basiert diese Welt auf Natsumis Welt und warum haben alle Leute da exakt dieselben Erinnerungen wie sie, obwohl die Ereignisse ja augenscheinlich anders passiert sind. Und klar, Decades Power Up liegt da halt auch zufällig irgendwo rum. Warum auch nicht. Ich frage mich ehrlich gesagt, was genau dieses Ding innerhalb seiner Welt überhaupt hätte machen sollen, da es ja anscheinend nur mit Decades Kräften funktioniert, also wozu existiert das Teil überhaupt?
Der Missing Ace Zweiteiler war im Großen und Ganzen ok, er hat zumindest ein bisschen Background für einen der Charaktere beigetragen, nur der Twist am Ende, dass Daikis Bruder angeblich schon die ganze Zeit über für die Darkroaches gearbeitet hat, hat das ganze irgendwie ziemlich runter gezogen. Vor allem, da es dann ja eh zu nichts geführt hat. Warum konnte man das nicht einfach rauslassen?
Das Crossover mit Shinkenger war eigentlich ganz cool, die Shinkengers alleine werten als Charaktere so ziemlich alles auf und diese „Jede Welt stößt Tsukasa ab“ Geschichte hat einem kurz mal das Gefühl vermittelt, als könnte da doch noch sowas wie eine Erklärung rauskommen.
Nachdem diese Phase dann aber vorbei war hat sich die Serie irgendwie wieder in eine komplett andere Richtung bewegt. Die Folgenhandlungen der beiden Showa Zweiteiler waren halbwegs annehmbar (warum genau Black und Black RX jetzt zwei verschiedene Welten sind, lass ich mal so stehen), aber dass man dann auch noch Dai Shocker ins Spiel gebracht hat, hat das Ganze irgendwie völlig aus der (eh schon kaum vorhandenen) Bahn geworfen. Was zum Teufel hatten die denn jetzt mit der Sache zu tun? Im Film wurde zwar mal erwähnt, dass sie womöglich diejenigen sind, die die Fusion der Welten triggern, aber das war ja auch wieder so eine Sache wo alle fünf Minuten was anderes behauptet wurde. Mal hat man gesagt, es ist Dai Shocker, mal hat man gesagt, es sind die Rider und mal war es die Existenz von Tsukasa selbst. Wirklich rausgekommen, was davon das Ganze jetzt ausgelöst hat, ist es dann aber am Ende natürlich nicht.

Ja und die letzten beiden Folgen waren dann halt nur noch kompletter Bullshit. Die A.R. Welten fusionieren und alle bringen sich gegenseitig um, aus irgendwelchen Gründen tauchen plötzlich die echten Rider auf (von denen sich selbstverständlich keiner verhält, wie es den Charakteren entsprechen würde) und greifen Tsukasa an, Apollo Geist versucht erst Mio zu heiraten und dann Natsumi (ach ja und er ist jetzt ein halber Fangire), und Kivara verwandelt Yuusuke in eine Art Zombie Ultimate (was nebenbei bemerkt vom Abschlussfilm komplett ignoriert wird). Ich denke, das war dann der Moment in dem man einfach komplett aufgegeben hat, die Serie noch zu irgendeinem sinnvollen Ende zu führen und einfach nur noch irgendwas gemacht hat.


Recht viel mehr fällt mir eigentlich auch nicht mehr groß ein, was ich noch sagen könnte. Zusammengefasst war der gesamte Plot der Serie absoluter Schwachsinn. Ich weiß nicht, ob Aikawa irgendeine grandiose Vision hatte, die sich erst später herauskristallisiert hätte, aber ich fand auch seine Folgen schon größtenteils schlecht und danach hatte ich nicht mehr den Eindruck, dass noch irgendwer wusste, wohin mit der Staffel. Nach den ersten neun Welten hat man gefühlt nur noch krampfhaft versucht, die restliche Zeit mit irgendwas zu füllen, bis man dann zwei Folgen vor Schluss gemerkt hat, dass man immer noch keinen Plan hat, wie man die Serie beenden will und es nur noch bis zum Film hinauszögern wollte, bei welchem man sich dann aber wiederum gesagt hat, scheiß drauf, bringen wir’s endlich hinter uns. Ich denke, ich brauch wohl nicht sagen, dass die Staffel als Gesamtwerk einfach nur eine komplette Katastrophe war und eindeutig zu den schlechtesten Tokus zählt, die ich je gesehen hab.


Zu den Filmen:
Cho Kamen Rider Den-O & Decade Neo Generations: The Onigashima Warship
Es war halt ein typischer Den-O Film. Der Hauptplot mit diesen beiden Brüdern war ziemlich schwachsinnig, man hat mal wieder irgendwelche seltsamen Ausreden in Form von Zeitverzerrungen benutzt, um sich die Dinge so zurecht zu biegen, wie man sie braucht, scheißegal ob sie irgendeinen Sinn ergeben und was genau die Decade Charaktere in diesem Film verloren hatten, versteh ich auch nicht so ganz. Ich find’s immer wieder fasziniert wie Kobayashi einfach bei nahezu allem, was irgendwie mit Den-O zu tun hat, von einem Moment auf den anderen komplett ihre Fähigkeit zu schreiben verliert. Keine Ahnung wie das möglich ist.

Kamen Rider Decade: All Riders vs. Dai Shocker
Ich schätze hierzu muss ich nicht wirklich irgendwas sagen. Ich honoriere den Versuch, Tsukasa etwas Background zu geben, aber es hat hinten und vorne nicht funktioniert. Decade ist der Anführer von Dai Shocker, seine Schwester ist die Priesterin aus RX und ihr Ziehvater ist Shadow Moon? Nein, einfach nein.

Kamen Rider x Kamen Rider W & Decade: Movie War 2010
Den W Teil hab ich ja schon gesehen, als ich damals W geschaut hab und den fand ich auch ok, auch wenn er halt mal wieder so ein komplett abgeschotteter Mittelteil war, der gefühlt überhaupt nicht in den Film rein gehört. Der Rest war einfach nur vollkommen hirnrissiger Müll, der sogar Decade selbst um Längen übertrifft. Man hat zwar so getan als würde er auf dem Finale aufbauen, hat aber die Hälfte seiner Ereignisse komplett ignoriert und Decade auf einmal als den Bösen hingestellt, der die armen hilflosen Rider bekämpft, nur weil sie ihn umbringen wollen. Diese ganze Geschichte mit Tsukasas Tod und der Rettung der Welten hat absolut keinen Sinn gemacht und was zum Teufel diese Aktion mit Tackle sollte, erschließt sich mir auch nicht. Keine Ahnung was genau sich Yonemura immer rein pfeift, wenn er diese Filme schreibt, aber ich würd’s echt gern mal probieren. Vor allem hat dieser Film halt auch noch das Problem, dass er in meine Bewertung der Serie miteinfließt, was die meisten Filme nicht tun, weil er ja ihre „Handlung“ (lol) zu Ende führt.


Abschließend will ich noch kurz auf die Heisei Ära als solche eingehen, da ich die ja jetzt vollständig gesehen hab. Ich finde, der Neustart des Franchises hat ziemlich viel versprechend angefangen, ist mit der Zeit aber ziemlich ins lächerliche abgedriftet. Insgesamt fand ich von den Pre-W Staffeln überhaupt nur 3 so richtig gut und die waren alle in der ersten Hälfte. Die fünf Staffeln von Hibiki bis Decade sind für mich definitiv die schwächste Phase des gesamten Franchises. Mit lediglich 2 von 5 Staffeln, die ich in Ordnung (noch nicht mal extrem gut) fand und 3 die absolut unterirdisch waren, würden sie damit sogar die 80er unterbieten. Als Großes und Ganzes wird die „Phase 1 Heisei Ära“ eigentlich nur von Kuuga, Ryuki und zu einem gewissen Grad Blade getragen, Kiva und Kabuto fand ich in Ordnung, Agito und Faiz waren sehr schwach und Hibiki, Den-O und Decade dann nur noch komplett katastrophal. Ich kann langsam auch verstehen, warum W als es rauskam so extrem beliebt war bzw. es immer noch ist. Ich denke nach einer Staffel wie die Decade, die ihrerseits schon keine sonderlich starken Vorgänger hatte, ist es nur allzu verständlich, dass W damals wie eine Offenbarung angefühlt haben muss. Und auch ich bin der Staffel rückwirkend betrachtet sehr dankbar dafür, dass sie quasi eine neue Ära begründet hat, in der man mehr auf Inhalt und Umsetzung achtet, als nur auf Konflikt und dramatische Momente.
Tja, damit sind die 70er Showa Staffeln, die einzigen, die ich noch abschließen muss, um Kamen Rider zu beenden. Dafür, dass es jetzt ziemlich genau 3 Jahre her sein dürfte, dass ich mich entschlossen habe, mir mit Drive meine erste Kamen Rider Staffel anzuschauen, bin doch eigentlich schon sehr weit gekommen.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Red Ranger » Sa 11. Aug 2018, 22:24

Ranger L hat geschrieben:
Sa 11. Aug 2018, 04:09
Ich denke von den Ridern war mein Favorit ganz klar Yuusuke. Ich war zwar im ersten Moment eher abgeschreckt, weil er zunächst nicht recht viel mit seiner Vorlage gemeinsam hatte, aber letzten Endes war er doch ein ziemlich guter Charakter und wohl die gute Seele des Teams.
Natsumi war auch nicht schlecht, auch wenn sie jetzt nichts wirklich was Besonderes war, aber sie hat mich jetzt nicht gestört und war die meiste Zeit auch halbwegs sympathisch. Ihr Großvater muss ich sagen, war irgendwie ein komplett unnötiger Charakter, keine Ahnung, welchen tieferen Sinn seine Existenz hatte (die Ereignisse der Filme werd ich da einfach mal getrost ignorieren) und warum genau jetzt ausgerechnet sein Fotostudio durch Dimensionen reisen kann, brauch ich wohl denk ich auch nicht weiter thematisieren.
Was viele an Yuusuke gestört hat, war die Tatsache, dass er sich selten verwandelt hat. Anderseits wollte man wohl auch nicht den Fokus von den Decade Ridern nehmen. Ich hätte es aber da besser gefunden, wenn man als den typischen männlichen Sidekick einen Charakter genommen hätte, der kein Rider ist. An sich war Yuusuke ein recht cooler Charakter, weil er auch irgendwo Tsukasas Stimme der Vernunf war. Was mich beim Großvater stört, ist dass man vieles andeutet, aber nicht zu Ende erzählt. Eine Erklärung, wieso man mit seinem Studio durch die Dimensionen reist, hätte man schon bringen müssen. Und im Film war er dann plötzlich Dr. Shinigami (oder Doctor Death, wie er von XIG in den Subs des originalen Kamen Riders genannt wurde), nur um am Ende des Filmes wieder normal zu sein und alle tun so, als wäre nie was gewesen. Im Movie Taisen hat man sich ja noch versucht, zu retten, indem man erklärt hat, dass er von einer Gaia Memory beeinflusst wurde, aber der Schaden war schon angerichtet.
Im Grunde ist der Charakter genauso rüber gekommen, wie er in der Serie auch immer behandelt wurde, wie jemand der im Grunde nirgendwo hingehört, ständig fehl am Platz wirkt und man keine Ahnung hat, was genau seine Existenz eigentlich ist oder bezwecken soll. Also wenn die Serie das erreichen wollte, hat sie ihre Aufgabe wohl ziemlich gut gemacht.
Ich glaube, das sollte tatsächlich so rüberkommen. Nämlich dass Tsukasa seinen Platz in den Dimensionen sucht. Trotzdem muss er ja irgendwo ursprünglich herkommen.
Bei Daiki bin ich mir nicht so ganz sicher, was ich von ihm halten soll. Sein Background war an sich ok, (dass er zufällig aus der Welt von Missing Ace stammt, lass ich mal so stehen), aber Persönlichkeit hatte er irgendwie nicht wirklich viel. Außerhalb dieses einen Zweiteilers war er eigentlich nicht recht viel mehr als nur „Schätze!!!“ und ich hab irgendwie auch nie so ganz verstanden, was genau eigentlich sein Ziel ist. Er findet irgendwelche „Schätze“ (oder was auch immer als solche bezeichnet) und dann? Was hat er davon? Und auf wessen Seite steht er eigentlich? Im Finale hat er dann zwar so getan, als wären er und Tsukasa beste Kumpels, die die ganze Zeit zusammen gearbeitet haben, obwohl sie sich eigentlich nur ständig gegenseitig in die Quere gekommen sind. Es hat irgendwie so ausgesehen als wollte man da das Ende von Kabuto reproduzieren, aber die beiden hatten einfach nicht dieselbe Bindung und Entwicklung wie Tendou und Kagami.
Außerdem hat man irgendwie nie was von dieser gemeinsamen Vorgeschichte zwischen ihm und Tsukasa erfahren, die am Anfang immer angedeutet wurde, mit diesem seltsamen Seegurken Running Gag. Im Missing Ace Zweiteiler hat es kurz so ausgesehen, als würde man es wieder aufgreifen, aber hat es dann doch nicht gemacht und danach wurde es nie mehr erwähnt, außer das Daiki im Film mal kurz gesagt hat, dass er seinen Diendriver von Shocker gestohlen hat. (Was mal wieder zeigt, dass selbst Inoue noch mehr Hirn hat als Yonemura) Ach ja und auch wie genau er eigentlich durch die Welten reist wurde nie erklärt (nicht dass es bei den anderen großartig mehr Sinn gemacht hätte, aber trotzdem). Und wo genau nimmt er überhaupt seine Karten her. Beispielsweise in der Welt von Den-O hat er die ganze Zeit versucht *was auch immer man tun muss, um eine Welt „abzuschließen“*, um an die Karten zu kommen, was er dann nicht geschafft hat, aber die Karten hatte er 2 Folgen später dann trotzdem.  
Daiki gehört für mich zu einem der schlechtesten Heisei Ridern. Man weiß eigentlich nie, was er jetzt will, was überhaupt sein Problem ist, und ob er nun eher gut oder böse ist. Manchmal hat man das Gefühl, er verfolgt seine eigenen Ziele ohne böse Hintergedanken, nur um im nächsten Moment komplett antagonistisch zu werden. Aber das ist ein Problem, dass die ganze Staffel hat. Eigentlich wurde nichts zu Ende gedacht.
Bei Narutaki weiß ich einfach überhaupt nicht mehr, was ich noch sagen soll. Ich meine, WER ZUM TEUFEL IST DIESER TYP??? Was hat der in der Serie verloren, wo kommt er her, was will er und was hat er überhaupt mit irgendwas zu tun? Er taucht einfach nur random auf, hetzt irgendwelche Rider auf Tsukasa und warnt die anderen vor ihm, rückt aber nie mit irgendwelchen konkreten Infos raus. Im Grunde könnte man ihn als Kai 2.0 bezeichnen, nur dass er dieses Mal von Anfang an dabei war (ob es das jetzt besser oder noch schlimmer macht, weiß ich auch nicht).
Und bei Kivara ist es genau das gleiche. War genau ist die und was hat sie mit all dem zu tun? Auf wessen Seite steht sie überhaupt? Sie war am Anfang bei Narutaki, hat sich dann aber den anderen angeschlossen (warum, versteh ich bis heute nicht) und ist dann gefühlt immer zwischen den Beiden Seiten hin und her gesprungen, war dabei aber noch irrelevanter als Narutaki selbst.
Das Problem bei Narutaki war, dass die Serie anfangs den Eindruck vermittelte, dass er eigentlich eher gute Absichten hat und den "Zerstörer" Decade aufhalten will. Lächerlich wurde es dann, als er über jede Kleinigkeit sagte, dass das jetzt Decades Schuld ist. Er war empört von der Rückkehr von Dai Shocker, nur um sich im Movie Taisen als Colonel Zol herauszustellen. Damit war Narutaki auch ein Charakter, bei dem man mehrere Ideen zusammengeworfen hat, aber keine wirklich zu Ende gedacht hat.
Von den neun Grundwelten hatten die meisten relativ wenig mit den Originalen zu tun. Neben Den-O, was wohl mehr oder weniger die Originalwelt war, kommt Kabuto ihrer Vorlage wahrscheinlich noch am nächsten (was jetzt aber besonders im Falle von Den-O auch nicht unbedingt was Positives war). Am schlimmsten hat es meiner Meinung nach Ryuki getroffen (Der Rider Battle ist ein Verfahren um die Schuld von angeklagten festzustellen? WTF??? Und warum musste man ausgerechnet die Timevent Karte in diese Story einbauen?) und bei Blade hatte ich das Gefühl, dass das Setting der Welt eigentlich viel eher zu Faiz gepasst hätte. Faiz selbst dürfte wohl die einzige Welt sein, die ich sogar besser fand als das Original. Es war halt im Wesentlichen Fourze im Pre-Decade Stil. (Und bei der Hibiki Welt muss ich der Staffel zumindest für eine Sache meinen Dank aussprechen. Akira als vollwertigen Oni zu sehen hat meine von Hibiki zerstörte Seele ein kleines bisschen heilen lassen.)
Klar kann man jetzt sagen, dass das Konzept der Serie nie auf was anderes ausgelegt war, aber ich frage mich halt, welchen Sinn es hat, überhaupt Tribute zu älteren Staffeln zu machen, wenn diese dann nichts mit den Staffeln, die sie ehren sollen zu tun haben. Es ist halt mehr so rüber gekommen, als hätten sie nur Anzüge von früheren Ridern benutzt, weil sie die gerade da hatten.
Das war einer der Hauptkritikpunkte der Fans. Klar, die Welten wurden in der Serie als alternative Realitäten dargestellt, aber genau das war auch der Störfaktor. Die Fans wollten die originalen Kamen Rider, und keine alternative Versionen, die bis auf die Rider Anzüge mit ihren Originalen nicht viel gemeinsam haben. Deswegen war es auch ein recht enttäuschendes Jubiläum.
Ja und die letzten beiden Folgen waren dann halt nur noch kompletter Bullshit. Die A.R. Welten fusionieren und alle bringen sich gegenseitig um, aus irgendwelchen Gründen tauchen plötzlich die echten Rider auf (von denen sich selbstverständlich keiner verhält, wie es den Charakteren entsprechen würde) und greifen Tsukasa an, Apollo Geist versucht erst Mio zu heiraten und dann Natsumi (ach ja und er ist jetzt ein halber Fangire), und Kivara verwandelt Yuusuke in eine Art Zombie Ultimate (was nebenbei bemerkt vom Abschlussfilm komplett ignoriert wird). Ich denke, das war dann der Moment in dem man einfach komplett aufgegeben hat, die Serie noch zu irgendeinem sinnvollen Ende zu führen und einfach nur noch irgendwas gemacht hat.
Die letzten beiden Folgen waren doch ein perfekter Abschluss für die Staffel. Perfekt für das Chaos, was die Staffel bis dahin verursacht hat. :crazylol:
Aber genau das ist mein Problem mit der Staffel. Die Ansätze sind recht gut und anfangs war ich auch ziemlich geblendet davon, dass Tsukasa sich in jeden Rider verwandeln kann. Aber wenn man die Staffel rational betrachtet, dann sieht man das Durcheinander. Es werden Storyaspekte reingeworfen und nie zu einem Abschluss gebracht. Ich frage mich, ob die Autoren überhaupt irgendeinen Plan hatten, in welche Richtung sich die Serie entwickeln sollte, oder ob es später irgendwelche Komplikationen gab, dass man alles, was geplant war, über den Haufen geworfen hat. Mir kam es zumindest so vor, als hätte man am Anfang mit den 9 Welten noch den Ansatz eines Plans gehabt. Als dann die neuen Welten aus dem Nichts kamen, wurde es nur noch konfuser, anstatt dass man was aufgelöst hat. Fast so, als hätte man wirklich alle Storyansätze fallen gelassen und ohne Plan weiter drauf losgeschrieben.
Abschließend will ich noch kurz auf die Heisei Ära als solche eingehen, da ich die ja jetzt vollständig gesehen hab. Ich finde, der Neustart des Franchises hat ziemlich viel versprechend angefangen, ist mit der Zeit aber ziemlich ins lächerliche abgedriftet. Insgesamt fand ich von den Pre-W Staffeln überhaupt nur 3 so richtig gut und die waren alle in der ersten Hälfte. Die fünf Staffeln von Hibiki bis Decade sind für mich definitiv die schwächste Phase des gesamten Franchises. Mit lediglich 2 von 5 Staffeln, die ich in Ordnung (noch nicht mal extrem gut) fand und 3 die absolut unterirdisch waren, würden sie damit sogar die 80er unterbieten. Als Großes und Ganzes wird die „Phase 1 Heisei Ära“ eigentlich nur von Kuuga, Ryuki und zu einem gewissen Grad Blade getragen, Kiva und Kabuto fand ich in Ordnung, Agito und Faiz waren sehr schwach und Hibiki, Den-O und Decade dann nur noch komplett katastrophal. Ich kann langsam auch verstehen, warum W als es rauskam so extrem beliebt war bzw. es immer noch ist. Ich denke nach einer Staffel wie die Decade, die ihrerseits schon keine sonderlich starken Vorgänger hatte, ist es nur allzu verständlich, dass W damals wie eine Offenbarung angefühlt haben muss. Und auch ich bin der Staffel rückwirkend betrachtet sehr dankbar dafür, dass sie quasi eine neue Ära begründet hat, in der man mehr auf Inhalt und Umsetzung achtet, als nur auf Konflikt und dramatische Momente.
Für mich persönlich ist die Showa Phase die schwächste Phase des Franchises. Ich sehe die Heisei Phase 1 auch anders, weil die mein Einstieg in Kamen Rider war. Von daher hat diese Phase schon einen komplett anderen Stellenwert. Showa wird überwiegend von schwachen bis langweiligen Staffeln dominiert, wo eigentlich nur Stronger und X herausstechen, und V3, Black und Black RX hauptsächlich eher solide sind. Die übrigen vier Staffeln fand ich sogar schwächer als Decade, die bei den Heisei Staffeln in meinem Ranking die schwächste Staffel ist. Mir haben aber ansonsten alle Heisei Staffeln zu einem gewissen Grad gefallen, auch wenn Kabuto und Kiva schon recht grenzwertig waren. Aber W war wirklich der große Wendepunkt. Die Staffel hat von dem schwachen Jubiläum von Decade wirklich profitiert. Den umgekehrten Fall gab es ja bei Sentai, wo Gokaiger als gutes Jubiläum (wo die alten Rangers wenigstens keine Alternativversionen waren, sondern wirklich die echten Charaktere), letztendlich auch Go-Busters zum Verhängnis wurde. Ich war anfangs bei W schon skeptisch, was die Neuausrichtung betrifft. Vor allem, weil es dann recht episodisch los ging, was ich so bisher von Kamen Rider nicht gewohnt war. Aber auch die Heisei Phase 2 Staffeln wurden dann immer serieller. Ich bin da auch froh über solche Staffeln wie Gaim und Build, die das komplexere Storytelling der Heisei Phase 1 enthalten, aber eben für die Heisei Phase 2 typisch die Story zu einem logischen Ende bringen. Nun ist Build zwar noch nicht zu Ende, aber da müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn die Staffel mit den letzten Folgen noch versaut wird. Natürlich können immer noch nicht ganz so gute Staffeln erscheinen, wie Ghost gezeigt hat. Aber bisher läuft es recht gut für Kamen Rider.

Ich hoffe natürlich, dass Zi-O ein deutlich besseres Jubiläum wird als Decade. Dass Toei aus den Fehlern gelernt hat, hat man schon bei Gokaiger gesehen. Und sie werden wissen, dass die Fans das nächste Kamen Rider Jubiläum besonders kritisch betrachten werden. Das Decade Desaster ist noch nicht aus den Köpfen verschwunden. Mit Zi-O muss Toei jetzt beweisen, dass sie auch bei Kamen Rider eine gute Jubiläumsstaffel bringen können.
Tja, damit sind die 70er Showa Staffeln, die einzigen, die ich noch abschließen muss, um Kamen Rider zu beenden. Dafür, dass es jetzt ziemlich genau 3 Jahre her sein dürfte, dass ich mich entschlossen habe, mir mit Drive meine erste Kamen Rider Staffel anzuschauen, bin doch eigentlich schon sehr weit gekommen.
In 3 Jahren alle Staffeln gesehen zu haben, ist schon einiges. Deine drei übrigen Showa Staffeln könnten nicht unterschiedlicher sein. X ist mit seinen drei Arcs noch recht gut, weil die Staffel teilweise schon einen seriellen Eindruck macht. V3 ist zwar episodisch, kann aber mit den vielen Zweiteilern unterhalten, und der originale Kamen Rider ist einfach nur Skyrider doppelt so lang und in schlecht.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » So 12. Aug 2018, 04:06

Red Ranger hat geschrieben:
Sa 11. Aug 2018, 22:24
Was viele an Yuusuke gestört hat, war die Tatsache, dass er sich selten verwandelt hat. Anderseits wollte man wohl auch nicht den Fokus von den Decade Ridern nehmen. Ich hätte es aber da besser gefunden, wenn man als den typischen männlichen Sidekick einen Charakter genommen hätte, der kein Rider ist. An sich war Yuusuke ein recht cooler Charakter, weil er auch irgendwo Tsukasas Stimme der Vernunf war.
Ja stimmt, dass er seine Kräfte eigentlich kaum benutzt hat, hat mich auch irritiert. Wobei du recht hast, er hat sich so schon fast mehr wie ein Secondary Rider angefühlt, als Daiki. Wenn man ihn noch öfter eingesetzt hätte, wäre er wohl noch zum halben Protagonisten geworden. Vielleicht wäre es da wirklich besser gewesen, wenn man da einen anderen Charakter genommen hätte.
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 11. Aug 2018, 22:24
Daiki gehört für mich zu einem der schlechtesten Heisei Ridern. Man weiß eigentlich nie, was er jetzt will, was überhaupt sein Problem ist, und ob er nun eher gut oder böse ist. Manchmal hat man das Gefühl, er verfolgt seine eigenen Ziele ohne böse Hintergedanken, nur um im nächsten Moment komplett antagonistisch zu werden. Aber das ist ein Problem, dass die ganze Staffel hat. Eigentlich wurde nichts zu Ende gedacht.
Ja, ich denke, ich würde ihn wohl auch zu den schwächeren Heisei Ridern zählen. Er hat mich zwar nicht ganz so aufgeregt, wie Takumi oder Hibikis Kiriya, aber er war auch wieder so ein total bipolarer Charakter im Stil von Kusaka, der gefühlt nichts Halbes und nichts Ganzes war.
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 11. Aug 2018, 22:24
Die letzten beiden Folgen waren doch ein perfekter Abschluss für die Staffel. Perfekt für das Chaos, was die Staffel bis dahin verursacht hat. :crazylol:
Zugegeben, das ist ein guter Punkt. xD Ein total großartiges Finale hätte wohl auch nicht zu der Serie gepasst. Es hat mir auf jeden Fall, die Entscheidung in meinem Ranking deutlich einfacher gemacht.
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 11. Aug 2018, 22:24
Ich frage mich, ob die Autoren überhaupt irgendeinen Plan hatten, in welche Richtung sich die Serie entwickeln sollte, oder ob es später irgendwelche Komplikationen gab, dass man alles, was geplant war, über den Haufen geworfen hat. Mir kam es zumindest so vor, als hätte man am Anfang mit den 9 Welten noch den Ansatz eines Plans gehabt. Als dann die neuen Welten aus dem Nichts kamen, wurde es nur noch konfuser, anstatt dass man was aufgelöst hat. Fast so, als hätte man wirklich alle Storyansätze fallen gelassen und ohne Plan weiter drauf losgeschrieben.
Soweit ich weiß soll es wohl „Kreative Differenzen“ zwischen Aikawa und Shirakura gegeben haben, was dann letztlich zum Ausstieg von Aikawa geführt hat. Dadurch gab es ja zunächst mal für ca. 10 Folgen gar keinen Main Writer und erst am Ende hat dann Mr. Shouji „Shirakuras Universallösung“ Yonemura übernommen, weil sich sonst niemand gefunden hat. So gesehen macht es schon Sinn, dass die Serie irgendwann so komplett aus dem Ruder gelaufen ist.
(Mit ein Grund, warum mir Shirakuras Beteiligung an Zi-O ziemliche Sorgen bereitet)
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 11. Aug 2018, 22:24
Ich bin da auch froh über solche Staffeln wie Gaim und Build, die das komplexere Storytelling der Heisei Phase 1 enthalten, aber eben für die Heisei Phase 2 typisch die Story zu einem logischen Ende bringen.
Stimmt, im Grunde könnte man Gaim und Build (und zu nem gewissen Grad vielleicht auch noch Drive und Ex-Aid) als die perfekte Kombination aus allen positiven Aspekten beider Ären bezeichnen. Das Storytelling und die Komplexität der Pre-Decade Staffeln und der durchdachte, logische Aufbau der Post-Decade Staffeln. Besonders die letzten Jahre (Ghost mal weggerechnet) hat man bei Rider schon verdammt gute Arbeit geleistet, ich hoffe mal, sie können das aufrechterhalten.
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