Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Alles über Kamen Rider hier rein.

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Re: Kamen Rider Kabuto

Beitrag von fumpen » Mi 24. Nov 2021, 13:10

Im Augenblick reitet Kamen Rider Slash (der mit dem britischen Adelshintergrund) ständig darauf herum.
Ist denn dieses Adelsprinzip im Japanischen bekannt? Die haben natürlich ihre Samuraikaste mit den diversen Verhaltenskodi, aber die orientieren sich an anderen Sachen als damals hier in Europa.
Weiss schon gar nicht mehr, in welchem Zusammenhang Kabuto die Noblesse Oblige ins Spiel brachte. Es ging glaube ich um´s Kochen ...
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Welteneroberer » Mi 24. Nov 2021, 14:29

fumpen hat geschrieben:
Mi 24. Nov 2021, 13:10
Im Augenblick reitet Kamen Rider Slash (der mit dem britischen Adelshintergrund) ständig darauf herum.
Ist das ein Schreibfehler von dir oder bezeichnen die Untertitel Kamen Rider Sasword wirklich als Slash?
fumpen hat geschrieben:
Mi 24. Nov 2021, 13:10
Ist denn dieses Adelsprinzip im Japanischen bekannt?
Also einen Adel mit Herzögen, Baronen etc. und Verhaltenskodi hatten die auch. Die Gesetze sind unseren auch gar nicht mal so unähnlich, z.B. verlieren Adlige ihren Stand, Titel und Ansprüche wenn sie einen nicht-adligen Menschen heiraten. Das ist etwa das Problem, was die dortige Kaiserfamilie hat. Fast alle potenziellen Thronerben haben ihre Ansprüche auf Thron durch Heirat verloren.
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Re: Kamen Rider Sasword

Beitrag von fumpen » Mi 24. Nov 2021, 17:08

So hab ich es gelesen :(
Gibt es eine Übersetzung für 'Sasword'?
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Red Ranger » Mi 24. Nov 2021, 17:50

Richtig übersetzen kann man den Begriff eigentlich nicht. Der ist eine Zusammensetzung aus Sasori (Skorpion) und Sword.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von fumpen » Mi 24. Nov 2021, 20:45

Danke schön.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » So 6. Mär 2022, 05:12

Nachdem ich in letzter Zeit relativ viele ziemlich gute Serien geschaut hab, hab ich mir gedacht, ich sollte mir vielleicht auch mal wieder eine von den Serien vornehmen, von denen ich nicht so viel erwarte, die ich aber generell neu bewerten möchte. Ich hab geschwankt zwischen Kiva und Ghost, hab mich dann aber für Kiva entschieden, weil ich mir gedacht hab, jetzt ist der letzte Zeit Punkt, bevor ich mit DonBrothers ein ganzes Jahr lang eine Inoue Serie schauen werde und ich womöglich nicht noch parallel Lust auf eine zweite hab. Ja, ich muss auf jeden Fall sagen, dass sich meine Befürchtungen ziemlich bestätigt haben, ich fand die Staffel beim zweiten Mal doch deutlich schwächer als beim ersten Mal. Kiva war damals ja so gesehen meine erste (vollständige) Inoue Serie, die ich geschaut hab, weshalb ich über viele Sachen vielleicht noch etwas besser hinweg sehen konnte, aber wenn ich jetzt auf die Serie schaue, merke ich schon, dass sie in den meisten Punkten auch nicht viel besser ist, als die anderen Inoue Staffeln.


Der eine Punkt, zu dem ich nach wie vor stehe ist, dass Kiva im Kern keine schlechte Story hat, diese aber teilweise von so viel bullshit umgeben ist, dass es einem teilweise halt sehr schwer fällt, diese wertschätzen zu können, womit sie für mich im Grunde in eine ähnliche Kategorie wie Dairanger fällt. Die Staffel hat durchaus ihre Qualitäten, wird aber von zu vielen Schwachsinns-Aspekten nach unten gezogen, um in der Summe noch als richtig gute Serie da zustehen. Aber ich gehe mal der Reihe nach vor. Ich denke zum allgemeinen Storytelling muss ich nicht allzu viel sagen, Kiva hat wie die meisten Pre-W Staffeln ein relativ dichtes Storytelling, ohne großartigen Leerlauf. Ich glaube, der einzige Zweiteiler, der sich rückwirkend so ein bisschen wie ein Füller Plot angefühlt hat, das war 17/18, was auch die einzigen beiden Folgen der Staffel waren, die nicht von Inoue sondern von Yonemura geschrieben wurden. Generell war dieser Zweiteiler irgendwie etwas komisch, man hat die Story der Vorfolge gefühlt komplett ignoriert bzw. den Kampf gegen Rook einfach mal kurz pausiert und man hat auch nicht erklärt, was genau Yuri eigentlich mit diesem Mädchen zu tun hatte und wieso es ihr so wichtig war, dass Otoya ihr hilft. (auch wenn ich die grundsätzliche Idee hinter diesem Plot sogar ganz nett fand, ein derartiges Konzept wäre in einer anderen Staffel vermutlich kaum möglich gewesen). Außerdem war das auch die Folge, in der Nago seinen kompletten Aussetzer hatte, mit seiner seltsamen Knopf-Besessenheit. Darüber hinaus hatte man eigentlich immer das Gefühl, das irgendwas passiert, was zu einem gewissen Grad sicher auch vom sehr kreativen Setting der Serie unterstützt wird. Das Konzept hinter diesem Zwei-Zeitlinien Storytelling find ich nach wie vor sau cool und dürfte im Toku Bereich wohl auch ziemlich einzig artig sein (das wäre find ich auch definitiv was, das man mal wieder mit irgendeiner Serie versuchen könnte). Die Umsetzung hätte definitiv an vielen Stellen besser sein können, vor allem zum Ende hin, aber diese Idee, immer zwei parallele Handlungsstränge zu verfolgen, die zwar im Prinzip voneinander unabhängig sind, aber trotzdem irgendwie was miteinander zu tun haben, ist einfach so kreativ und hat wie gesagt auch dazu beigetragen, dass sich fast alle Folgen wichtig angefühlt haben, denn mindestens in einer der Zeitlinien ist immer irgendwas voran gegangen. Interessanterweise fand ich die Vergangenheitszeitlinie sogar tendenziell besser, als die Gegenwartszeitlinie, was vermutlich nicht zuletzt an den Charakteren liegt, aber dazu später mehr.
Was den eigentlichen Inhalt der Staffel betrifft, würde ich sagen, dass die erste Hälfte im Großen und Ganzen sogar recht solide war, wenn auch vielleicht nicht unbedingt irgendwas herausragendes. Es gab hier definitiv auch schon Dinge, die Negativ raus gestochen sind, wie zum Beispiel die extrem schlechten Toy Einführungen (zu denen ich nachher nochmal ein paar Worte verlieren will) oder ein paar so seltsame random Aktionen wie den Zweiteiler, in dem die Seele von Otoya mal plötzlich in Watarus Körper gefahren ist. Außerdem muss ich sagen, dass vor allem Nago in der ersten Hälfte teilweise ziemlich anstrengend gewesen ist. Auf der anderen Seite war zum Beispiel die Entwicklung von Wataru in der Anfangsphase ziemlich gut und in der Vergangenheitszeitlinie fand ich die Rivalität zwischen Otoya und Jiro recht unterhaltsam. Generell dürfte das einer der besseren Inoue Charakter Konflikte sein, weil man ihn einfach etwas scherzhafter aufgezogen hat und rückwirkend würde ich auch sagen, dass die Entwicklung von Jiro, wie aus seiner Rivalität mit Otoya langsam aber sicher eine Art Freundschaft wird, von der Umsetzung her einer der konstantesten Handlungsaspekte der Staffel ist. Die Einführungen von Maya und Mio in den frühen 20ern waren eigentlich auch noch recht gut. Watarus langsame Annäherung an Mio war anfangs ganz süß und ich find grundsätzlich auch den Twist, dass sie die neue Queen ist, ganz ok, auch wenn das generell so ein bisschen die Frage aufwirft, wie genau dieses Konzept mit der Queen eigentlich funktioniert.
Danach muss ich aber sagen, ist der Punkt gekommen, an dem es langsam aber sicher immer mehr bergab gegangen ist. Vor allem ist ab da auch das mit diesen konstanten Störfaktoren, über die ich ganz gern mal rede, immer schlimmer geworden. Es war jetzt nicht alles in der zweiten Hälfte schlecht, was ich zum Beispiel recht solide fand, war der letzte Kampf gegen Rook oder auch das Zusammentreffen von Wataru und seiner Mutter, aber ab Mitte/Ende der 20er gab’s halt praktisch keine Folge mehr, in der mich nicht irgendwas genervt hat. Zunächst dieser seltsame Zweiteiler mit Nagos Zeitreise, der irgendwie komplett random war. Ich meine, es fängt ja schon damit an, dass es im Castle Doran einfach mal zufällig eine Tür gibt, die es einem ermöglicht durch die Zeit zu reisen. Und klar, dass Nago den Fangire in der Vergangenheit rettet, weshalb nun 22 Jahre lang ein Fangire, der eigentlich hätte tot sein müssen, frei herumläuft und Leute töten kann, hat natürlich absolut keinen Einfluss auf die Zeitlinie. Logisch. Wieso sollte es auch? Wobei mir da auch auffällt, Kengo und Wataru bekämpfen diesen Fangire in der Gegenwarts Zeitlinie doch auch schon, als Shima und Megumi noch im Gefängnis sind (was ja der eigentliche Grund ist, warum überhaupt die beiden damit beauftragt wurden), sprich BEVOR sich die Zeitlinie überhaupt verändert hat. Es kann aber auch kein Bootstrap Paradoxon sein, da Megumi und Shima sonst ja auch nicht hätten frei kommen dürfen, was bedeutet, dass dieser komplette Plot eigentlich von Anfang keinen Sinn ergibt. Nicht dass ich von einem Zeitreise Plot jetzt unbedingt was großartig anderes erwartet hab, aber naja. Das einzig Positive, das dieser Zweiteiler mit sich gebracht hat ist, dass Nago sich danach tatsächlich in eine positive Richtung entwickelt hat. Ob das jetzt mit dem Zweiteiler an sich was zu tun hat, sei mal dahingestellt.
In den 30ern hat es dann halt vor allem mit diesen ganzen typischen Inoue-ismen, wie Misskommunikation und dem extrem starken Fokus auf Liebes Drama, so richtig angefangen und ab da wurde es auch generell immer verwirrender. Sämtliche Charaktere treffen einfach immer und immer wieder dumme und irrationale Entscheidungen und machen eigentlich ausschließlich das, was dem Drama dient. Vor allem diese ganzen Szenen zwischen Wataru, Mio und Taiga Anfang der 30er, dabei zuzusehen, wie die sich permanent gegenseitig anlügen, permanent aneinander vorbei reden und sich auf Biegen und Brechen einfach nicht verstehen wollen, bereitet mir echt physische Schmerzen. Da zieht sich alles in mir zusammen, wenn ich sowas sehe. Außerdem war das dann auch der Bereich, in dem Kengo angefangen hat, durchzudrehen. Wobei ich ihn auf der einen Seite sogar verstehen kann, weil auch er sowohl von Wataru als auch von Nago angelogen wurde, aber auf der anderen Seite kann man’s halt auch übertreiben. Die Lovestory der Vergangenheitszeitlinie war mich wohl vergleichsweise noch das geringere Übel. Ich find’s zwar rückwirkend auch frustrierend, dass Inoue es für nötig gehalten hat, erst die komplette erste Staffelhälfte damit zu verbringen, Otoya und Yuri zusammen zu bringen, nur um sie dann wieder auseiander reißen zu müssen, weil sonst ja die Gegenwartszeitlinie nicht mehr funktionieren würde, aber immerhin finde ich, dass hier die Charaktere noch deutlich logischer und „erwachsener“ mit der Situation umgegangen sind. Was mich nur etwas irritiert ist, hat Otoya, als er da mit Maya in seiner Werkstatt an seiner Geige gearbeitet hat, einfach mal eben vergessen, dass er mit Yuri zusammen lebt? Er musste doch wissen, dass sie das sehen würde? Grundsätzlich mach ich Otoya aber keinen Vorwurf, dass er sich im Zuge dessen in Maya verliebt hat, ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass er je aufgehört hat, Yuri zu lieben. Maya war einfach eine spezielle Situation für ihn und generell ist er glaub ich einfach die Art von Person, die nicht auf Monogami ausgelegt ist. Letztlich war es dann ja auch Yuris Entscheidung zu gehen bzw. Otoya gehen zu lassen, ich könnte mir sogar gut vorstellen, dass Otoya sich im Zweifel letzten Endes für sie entschieden hätte, aber ich kann Yuri da trotzdem irgendwo verstehen.
Zeitgleich ist in der Gegenwartszeitlinie der Moment gekommen, in der es die Protagonisten endlich mal geschafft haben, den anderen gegenüber ihre jeweiligen Identitäten offen zu legen (wenn auch mehr aus Zufall, als aus eigener Kompetenz heraus), was nach viel versprechendem Anfang letztlich natürlich zu noch mehr Konflikt geführt hat. Wataru ist hier sogar noch der Vernünftigste, der versucht, sowas wie eine Brücke zwischen den Menschen und den Fangire zu bauen, bekommt dabei aber nur ständig von links und rechts eins auf den Deckel. Das Ding ist, Taiga hat halt nicht mal unbedingt unrecht damit, dass die Menschen scheiße und nicht vertrauenswürdig sind, vor allem weil Shima ihn mit seinem Verhalten (z.B. Kiva zu attackieren) in dem Glauben noch befeuert. Auf der anderen Seite gibt Taiga natürlich auch Shima allen Grund die Fangire zu hassen, unter anderem damit, das Fangire Blut in Wataru zu erwecken. Also im Wesentlichen spielen sich beide Parteien nur gegenseitig in Karten. Und immer wenn man denkt, es fängt langsam wieder an besser zu werden, kommt doch wieder die nächste Random Aktion, um ja nicht zu riskieren, dass die Situation doch noch verständlich und nachvollziehbar werden könnte. Muss ich verstehen, was der tiefere Sinn hinter dieser „Shima wird zum Fangire“ Geschichte war? Er wird attackiert, dann von Taiga zum Fangire gemacht (vor allem, der Fangire, zu dem er geworden ist, war doch der der ihn überhaupt erst angegriffen hat oder?), woraufhin er augenscheinlich von Taiga getötet wird, um am Ende dann doch wieder unversehrt als Mensch zurück gebracht zu werden. Hätte man sich jetzt auch schenken können. (Witziger weise ist mir auch aufgefallen, dass der Shima der Vergangeheits Zeitlinie in den letzten 20 Folgen eigentlich gar nicht mehr vorgekommen ist.)
Mio hat in dem Zeitraum dann auch angefangen immer mehr rein zu manipulieren, was letztlich dann zu der Aktion geführt hat, die mich endgültig davon überzeugt hat, dass Inoue das harte Zeug nimmt und dass Wataru der absolute König der sinnvollen Entscheidungen ist. Du tötest ausversehen beim epischen Duell mit deinem Halb-Bruder deine (und seine) Freundin, weil sie sich beim Finisher dazwischen wirft, obwohl sie besagten Halbbruder vor ein paar Minuten sogar selbst noch töten wollte (relatable Szenario) und was ist das beste was dir zur Trauerbewältigung einfällt? Richtig, du reist einfach (mit Hilfe der Geheimtür in deinem Drachenschloss, das ja wohl wirklich jeder zuhause haben sollte) 22 Jahre in die Vergangenheit und versuchst deine Eltern auseinander zu bringen, um deine Geburt zu verhindern. Absolut logische und zu 1000% nachvollziehbare Entscheidung, die wirklich komplett zu Ende gedacht ist und keinerlei Probleme mit sich bringen könnte. 10/10 würd ich genauso machen. Ich meine… WIE? Wie kommt man auf sowas? Vor allem find ich’s auch interessant, dass einer seiner Ansätze war, Otoya wieder mit Yuri zusammen zu bringen, statt mit seiner Mutter, aber wenn ihm das gelingen würde, dann würde doch Megumi aufhören zu existieren, da sie wohl aus einer Beziehung mit einem anderen Mann kommt. Also bei ihr ist es ok, wenn er einfach mal ihre Existenz auslöscht, aber bei Mio nicht? Obwohl die auch noch selber Schuld ist?
Im Großen und Ganzen war die Story in der Vergangenheit am Ende sogar halbwegs ok, es gab zwar auch da noch seltsame Aktionen, wie die Stelle, an der Baby Taiga einfach mal irgend so eine Barriere absondert, um King zu töten, aber man hat zumindest ein bisschen versucht, die Zeitlinien zueinander zu führen. Auch wenn das, so wie es passiert ist, bedeuten müsste, dass die Staffel von Anfang an ein Bootstrap Paradoxon war, was eigentlich nicht wirklich zu dem anderen Zeitreise Plot passt, aber der ergibt sowieso keinen Sinn. Das einzige was ich halt ziemlich seltsame finde ist, dass man nicht so wirklich zweifelsfrei geklärt hat, wie genau Wataru nun eigentlich entstanden ist. Soll ich ernsthaft glauben, dass Otoya Maya geschwängert hat, in dem sie nach seinem Tod sein „Leben empfangen“ hat? Das wurde so ein bisschen impliziert, aber nicht so wirklich eindeutig. Wenn man das wenigstens irgendwie visualisiert hätte, z.B. mit diesen typischen Funkel Dingern, die beim Tod von Toku Charakteren häufig entstehen, die dann in Mayas Bauch fliegen oder irgendwas in der Richtung, dann hätte man zumindest gewusst, was genau sie ausdrücken wollen. Aber so fällt es mir doch irgendwie ziemlich schwer ihnen das abzukaufen.
Die letzten 2 ½ Folgen waren halbwegs annehmbar, würde ich sagen. Das Bishop die Nase voll von Taiga hatte und einfach nur noch den alten King zurück wollte, kann ich irgendwie verstehen, auch wenn diese ganzen Orgel Szenen, mit umher schwebenden Energien irgendwie seltsam waren. Die Idee, dass Wataru am Ende versucht King zu werden, find ich eigentlich auch gar nicht schlecht, auch wenn der Grund den er im Finale dafür nennt, etwas seltsam ist, ich hätte es besser gefunden, wenn er das als Chance gesehen hätte, seinen Plan, als Brücke zwischen den Menschen und den Fangire zu fungieren, umzusetzen und nicht einfach nur um Taiga zu beschützen, aber naja. Ich find’s auch irgendwie gut, dass er, Taiga und Maya, am Ende alle drei überlebt haben, weil der ganze Konflikt halt einfach von Anfang an schwachsinnig war. Auch wenn ich sagen muss, diese Flashback Szene, als Taiga einfach mit seiner Waffe an seiner Mutter vorbei sticht, kam schon ziemlich improvisiert rüber, als wäre ihnen erst im Nachhinein aufgefallen, dass es vielleicht doch nicht so cool wäre, einen Charakter zu redeemen, der eine Folge zuvor seine eigene Mutter tötet. Endkampf war auch ok, wenn auch etwas kurz vielleicht. Im Großen und Ganzen fand ich das Finale solide, viele mögen es ja anscheinend nicht, nach dem was ich so sehe, aber für Kiva Verhältnisse war das vielleicht sogar das beste, was man am Ende noch rausholen konnte. Oh und der Zurück in die Zukunft Style Abschlussgag war auch ganz nett, wenn auch etwas random und unnötig, aber bei Inoue bin ich eigentlich schon froh, wenn er im Epilog nicht seine Charaktere tötet.

Die Charaktere sind halt wie üblich für Inoue eher Hit & Miss. Nicht alle waren schlecht und die die schlecht waren, waren es auch nicht unbedingt die ganze Zeit, aber irgendeiner der Charaktere hat mich eigentlich immer genervt. Wataru selbst hatte meiner Meinung nach vor allem das Problem, sehr große Schwankungen zu haben, es gab viele Momente, in denen ich ihn sehr mochte, vor allem wie erwähnt seine Entwicklung in der Anfangsphase oder als er versucht hat, zwischen den Menschen und den Fangire zu vermitteln, aber er hatte eben auch einige Krasse Aussetzer, wie das mit der Zeitreise oder diese ganzen Missverständnisse mit Mio, Taiga, Kengo und Co. Außerdem find ich seinen Background etwas seltsam. Was ist mit z.B. mit dieser seltsamen Welt Allergie am Anfang? Es wurde nie erklärt, wie er überhaupt darauf gekommen, sowas zu haben. Außerdem sieht z.B. auch in diesen Flashbacks mit Taiga, dass Wataru als Kind anscheinend keine Probleme damit hatte. Wobei ich mich dabei auch generell frage, wie es eigentlich sein kann, dass Wataru als Kind mal so ganz nebenbei mit Taiga gespielt hat. Ich meine, Wataru’s Mutter war doch auf der Flucht, während Taiga das beschützte Kind der Fangire Königsfamilie ist. Wie kommt es zu stande, dass die beiden sich zufällig über den Weg laufen? Das erscheint mir doch sehr konstruiert.
Nago ist irgendwie ein seltsamer Charakter, bei dem es mir irgendwie sehr schwer fällt, ihn als gesamt Werk zu betrachten. Vor allem in der ersten Hälfte fand ich ihn teilweise echt unausstehlich, diese Kombination aus Arroganz und übertriebener Höflichkeit hat irgendwie was sehr passiv Aggressives. Er macht eigentlich nichts wirklich Schlimmes (wenn man von dieser einen Folge, in der er wegen dem Knopf irgend so eines Verbrechers komplett ausgerastet ist, mal absieht), aber trotzdem könnte man ihm die ganze Zeit einfach nur eine rein Hauen. Nago dürfte aber so ziemlich der einzige Charakter sein, der sich in der zweiten Hälfte tatsächlich verbessert hat. Seine Reaktion darauf, dass Wataru Kiva ist, war erstaunlich positiv, für einen Charakter der zuvor davon besessen war, Kiva zu töten und danach hatte ich das gefühlt, dass man seinen Charakter immer mehr für Comedy Zwecke zu benutzen (auch wenn man an seiner grundsätzlichen Persönlichkeit eigentlich gar nicht viel verändert hat), wodurch er mit der Zeit doch noch halbwegs sympathisch geworden ist. Es war jetzt nicht diese klassische Entwicklung, bei der ich das Gefühl hatte, dass der Charakter am Ende wirklich was gelernt hat, weshalb es mir auch nicht leicht fällt, zu sagen, was ich insgesamt von dem Charakter halte, aber auf jeden Fall hat er mir danach besser gefallen, das ist immerhin etwas.
Mein Liebling der Staffel ist wohl nach wie vor Otoya, weil er einfach mit Abstand der unterhaltsamste Part der Serie ist. Ich kann ich gewisser Weise verstehen, was man an ihm schlecht finden kann, er ist halt ein Player, der jeder Frau hinterher jagt, die nicht bei 3 aufm Baum ist, aber ist auch irgendwie ein Volltrottel, der für sein Verhalten regelmäßig eins auf den Deckel bekommt (vor allem von Yuri). Otoya ist in gewisser Weise einfach Gai, aber als Comedy Charakter umgesetzt, statt als Soziopath. Die Situation hier ist im Grunde die gleiche wie bei Lucky und Takaharu, beide sind ähnliche Charakter-Typen, nur dass die eine Serie die negativen Aspekte des Charakters einsieht und auf humorvolle Art und Weise damit spielt, während mir die andere tatsächlich einen unironischen Helden präsentieren will. Deshalb find ich Otoya gut und Gai nicht.
Jirou find ich eigentlich auch nicht schlecht. Er hat definitiv eher antagonistisch angefangen, hat sich nach dem Climax Mitte der Staffel dann aber auf „menschlich“ stark verbessert und hatte generell mit Otoya eine unterhaltsame Dynamik. Ich finde nur, man hätte echt mal genauer darauf eingehen können, was genau es eigentlich mit diesen ganzen verschiedenen Monsterrassen auf sich hat und wie sich deren gemeinsame Vorgeschichte mit den Fangire entwickelt hat. Wie viele von denen gibt es eigentlich?
Was ich der Serie auch zu gute halten muss ist, dass es verhältnismäßig viele gute weibliche Charaktere gab. Insbesondere Megumi und Yuri waren gut, beides sehr sympathische und unterhaltsame Charaktere (Megumi vielleicht noch etwas mehr als Yuri), die sich aber auch zu wehren wussten und gelegentlich mal was erreicht haben. Und das ohne jemals Richtung Drill Sergeant abzudriften. Worauf man aber mal hätte eingehen können ist, wie bzw. wann Yuri eigentlich gestorben ist. In der Vergangenheitszeitlinie hat sie das Ende überlebt, aber in der Gegenwartszeitlinie lebt sie ja offensichtlich nicht mehr, da hätte man durchaus mal klären können, was genau in der Zwischenzeit mit ihr passiert ist. Auch Maya find ich als Charakter ziemlich interessant, mit ihrer Entwicklung von eher neutralen Rolle, bis an den Punkt, an dem sie ihren eigentlichen Ideale verrät. Die Einzige, die ich gar nicht mochte war Mio. Anfangs war sie noch irgendwie süß mit ihrer Naivität und Schüchternheit, aber je mehr dieses Liebesdreieck zwischen ihr, Wataru und Taiga in Schwung gekommen ist, desto mehr hat sie mich genervt. Vor allem als sie dann halt selbst aktiv angefangen hat, Wataru und Taiga so ein bisschen gegeneinander auszuspielen, damit Wataru Taiga tötet, nur um sich dann doch noch dazwischen zu werfen, um Taiga zu retten. Ich weiß nicht so recht.
Shizuka war die meiste Zeit ganz ok, außer in dieser kleineren Phase im Mittelteil, wo sie auf Mio eifersüchtig war (primär Folge 29/30), was ich mich bei ihr allerdings immer wieder gefragt hab ist, was genau sie eigentlich mit Wataru zu tun hatte. Man hat nie erfahren, wer sie überhaupt ist, wie sie Wataru kennen gelernt hat und in welcher Beziehung sie eigentlich zu ihm steht. Wie kommt irgend so ein random 14 jähriges Mädchen in diese seltsame Position als Mutter Figur eines anti-sozialen Typen, der nie sein Haus verlässt? Außerdem frage ich mich, ob sie eigentlich wusste, dass Wataru Kiva ist. Denn auf der einen Seite wusste sie auf alle Fälle von Kivats Existenz, sie hat sogar ab und zu mit ihm interagiert, aber auf der anderen Seite, hat es immer den Eindruck gemacht, als wüsste sie nicht, wo Wataru hingeht, wenn er plötzlich verschwindet und auch am Ende, wo sie sich darüber gewundert hat, das Wataru auf einmal so stark geworden ist, hat es eher nicht so gewirkt, als wär sie darüber im Bilde, dass Wataru schon die ganze Staffel über Fangire bekämpft. Aber wenn sie es nicht weiß, hat sie dann nie in Frage gestellt, warum bei Wataru Zuhause einfach eine sprechende goldene Fledermaus herum flattert? Was dachte sie denn, was das ist?

Die Schurken-Seite ist auch eher so Mittel würde ich sagen. Lange Zeit hatte die Serie ja eigentlich gar keine wirklichen Hauptschurken, in der ersten Hälfte gab’s als wiederkehrende Antagonisten eigentlich nur diesen komischen Stalker Fangire, der auf Yuri und Megumi steht und ab Mitte der 10er dann noch Rook. Dieser Stalker Typ war im wesentlichen nur Mittel zum Zweck, um ein paar Brücken von Yuri zu Megumi zu schlagen und Mio als Queen zu erwecken und Rook muss ich sagen, auch wenn er einer der Checkmate 4 war, war eigentlich ein ziemlich inhaltsloser Charakter, der im Wesentlichen nur Zeit tot geschlagen hat. Warum Rook am Anfang Amnesie hatte, hat man noch so halb erklärt, was man aber nicht so wirklich thematisiert hat ist, warum genau er nach 22 Jahren „Schlaf“ plötzlich wieder „aufgewacht“ ist. Er wurde in der Vergangenheitszeitlinie ja von Yuri vernichtet und hat lediglich angekündigt, dass er wieder kommen würde, aber warum? Wie wurde er wiedererweckt? Und vor allem, warum ist das dann nicht auch beim zweiten Mal passiert? Wieso ist er da dann permanent tot geblieben? Generell irgendwie ein sehr seltsamer Charakter.
Außerdem frag ich mich, was es eigentlich mit diesen Lichtern auf sich hat, die davon fliegen, wenn ein Fangire stirbt. Die Sache mit Rook würde ja irgendwie darauf hindeuten, dass sie vielleicht so funktionieren, wie die Cores in Drive, aber auf der anderen Seite wurde einmal gezeigt, wie sich so ein Licht random in eines dieser Riesen Monster verwandelt hat, als es nicht vom Castle Doran gefressen wurde. Allgemein zu diesen Riesen Monstern muss ich sagen, nach dem ich ja letztes Jahr Wizard und Ex-Aid dafür gelobt hatte, dass sie zu den wenigen Serien gehören, die diese Dinger gut in die Staffel einbauen, haben wir mit Kiva jetzt ein sehr gutes Beispiel dafür, wie man es nicht macht. Die waren hier eigentlich immer komplett random und wurden besten Falls noch im konkreten Einzelfall erklärt, meistens aber einfach gar nicht.
Später sind dann ja noch Bishop und Taiga dazu gekommen, sowie King in der Vergangenheitszeitlinie. Letzterer war ganz ok, kein super spannender Charakter, aber er hat seinen Zweck erfüllt. Mit Taiga konnte ich ehrlich gesagt nie so sonderlich viel anfangen. Er ist halt so ein typischer Inoue Charakter, der sich irgendwo in dieser seltsamen Grauzone zwischen Schurke und Anti-Held befindet, aber beide Positionen nicht so wirklich gut ausfüllt, sondern letztlich alles nur irgendwie kompliziert und frustrierend macht. Und was genau ist eigentlich diese Organisation, von der Taiga Präsident ist? Bishop ist insgesamt wahrscheinlich noch der kompetenteste der Schurken, er war jetzt auch nichts außergewöhnlich herausragendes, aber immerhin konnte ich sein Handeln meistens nachvollziehen und am Ende hat er mir sogar irgendwie Leid getan, weil er im Grunde nur das beste für Taiga wollte. Ganz ehrlich, Mio zu töten, war objektiv keine schlechte Entscheidung, er hätte es Taiga nur nicht sagen dürfen. Da wär ich ausnahmsweise Mal dafür gewesen, nicht die Wahrheit zu sagen und dann haben Inoue Charakter doch plötzlich gelernt ehrlich zu sein.

Worauf ich auch noch kurz eingehen will, auch wenn’s im Grunde einfach nur eine Art Auflistung ist, das sind die Toy Einführungen, die in guter alter Inoue Manier mal wieder schlecht wie eh und je waren. Es gab hier viele so einzelne Items oder Power Ups, die einfach ohne Erklärung einfach aufgetaucht sind und zum Teil auch nur ein einziges Mal benutzt wurden, wie die DoGaBaKi Form, diesen komischen Buroon Booster für sein Bike oder auch diesen seltsamen Mini-Aufsatz für das Castle Doran, der da einmal vorgekommen ist. Und natürlich stellt sich auch die Frage, wer oder was zur Hölle ist Tatsulot? Der ist auch einfach so aus dem Nichts auf der Bild Fläche erschienen, selbst Kivat wusste nicht, was es mit ihm auf sich hat und danach wurde es auch nicht mehr thematisiert. Bei Taigas Sagark wurde ebenfalls nie erklärt, wo es eigentlich herkommt. Und wenn Wataru seine Gebete in die vom Vater geschaffene Geige setzt, dann verwandelt er sich in ein Drachenartiges Wesen? Aha. Was genau hatte dieses Schwert eigentlich damit zu tun? Man hat bei dem zwar zumindest noch erklärt wo es herkommt und wie es da hin gekommen ist, aber warum wurde es durch das Geige spielen von Wataru frei gelegt? Und natürlich können sich die drei Partner Monster einfach in irgendso eine Art Fledermaus verwandeln, um die böse Energie des Schwerts zu bändigen. Ist klar…


Puh, hab mich mal wieder perfekt kurz gefasst (und auch absolut nicht fast ne Woche dafür gebraucht). Es ist schwer Kiva in einem Wort zusammen zu fassen, katastrophal schlecht ist die Serie jetzt nicht unbedingt, sie hatte positive Aspekte und das ein oder andere Highlight, aber wie die meisten Inoue Staffeln war sie einfach ziemlich anstrengend und zum Teil sehr frustrierend. Vom Verlauf her war es eigentlich sogar ein relativ typisches Muster: Vielversprechendes Set-Up, mit zunächst recht sympathischen Charakteren, solide erste Hälfte, mit nur kleineren Problemen, die dann zur Mitte hin immer größer und offensichtlicher werden, dann kicken die Missverständnisse und Charakter Konflikte immer mehr rein, die Charaktere fangen an unsympathischer zu werden, es entstehend immer mehr Logikfehler und am Ende fragt man sich, was genau das jetzt eigentlich alles sollte. Genau so sind auch Agito, Faiz und zu nem gewissen Grad Changerion abgelaufen. Insgesamt dürfte Kiva wohl der größte Verlierer meiner bisherigen Rewatches sein, in meinem Gesamt Ranking hat sie gut 30 Plätze verloren (und ich bin ehrlich gesagt am überlegen, ob ich damit nicht sogar noch zu sanft bin) und generell dürfte es auch die erste Serie seit Beginn meiner Reviews sein, bei der sich meine Meinung tatsächlich signifikant verschlechtert hat.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » Mi 20. Apr 2022, 04:07

Vor meinem nächsten Projekt wollte ich noch etwas Kürzeres dazwischen schieben und da hat sich Kamen Rider Amazon angeboten, die ja auch schon länger auf meiner Liste steht, weil ich schon seit geraumer Zeit das Gefühl hatte, dass sie in meinem Ranking etwas zu niedrig steht. Ich würde auch sagen, dass sich das größtenteils bestätigt hat, da die Staffel ja mein erster Showa Toku war, konnte ich beim ersten Mal viele ihrer Eigenschaften noch nicht so wirklich einordnen, aber jetzt würde ich schon sagen, dass sie trotz der definitiv immer noch deutlich schwächeren zweiten Hälfte eine durchaus solide Serie für ihre Zeit ist.


Vor allem die ersten paar Folgen waren tatsächlich ziemlich stark für ne 70er Serie. Es gab einiges an Fortschritt in der Handlung, vor allem weil die Charaktere hier auch tatsächlich aktiv versucht haben, was rauszufinden, die Atmosphäre war sehr angenehm und es gab auch nicht zu viele Kinder. Generell muss ich sagen, dass die Staffel vom Storytelling her vermutlich sogar zu den besseren ihrer Zeit gehört, insgesamt dürften sogar gut die Hälfte aller Folgen relevant gewesen sein, was für nen 70er Toku eigentlich kein schlechter Wert ist. Zwar schwächer als X und Stronger, aber sicherlich besser als OG Kamen Rider, V3 und alles vor Black RX. Von den Kämpfen der ersten Hälfte bin ich jetzt zwar immer noch nicht der allergrößte Fan, weil sie mir halt wie die Ultraman Kämpfe tendenziell einfach zu Wrestling-lastig sind, ich hab sie dieses Mal aber nicht mehr ganz so negativ wahrgenommen, als beim ersten Mal. Wahrscheinlich auch deshalb, weil ich inzwischen gelernt hab, dass 70er Toku Kämpfe eigentlich generell nicht mein Ding sind, da ist die Fallhöhe nicht mehr so groß. Der einzige Kampf, den ich wirklich viel zu gestreckt fand, das war der gegen diesen Stachelschwein Beastman in Folge 6, weil Amazon sich einfach partout nicht verwandeln wollte, bis ganz zum Schluss. Aber ansonsten war das schon ok, für das was man von einer Serie dieser Zeit erwarten kann.
Den Übergang von Gedon auf Garanda fand ich eigentlich auch ziemlich gut, es war sogar mehr oder weniger ein indirekter Dreiteiler, von der Zerstörung von Gedons Basis bis zum Tod von Golgos, mit einem durchaus spannenden Plot und halbwegs fließenden Übergängen. Von der Umsetzung her deutlich angenehmer als beispielsweise die Umstrukturierung in Super-1. Nur dass Amazon von der einen auf die andere Folge gelernt hat, halbwegs normal zu sprechen und auch diese ganzen animalischen Eigenschaften mehr oder weniger verloren hat, find ich halt nicht so prickelnd. Zum einen weil ich es nicht sehr glaubhaft finde, dass man so etwas derartig schnell hinbekommen kann und zum anderen natürlich auch, weil es der Serie einfach so ein bisschen ihr primäres Alleinstellungsmerkmal raubt. Die Story um das GiGi und GaGa Armlet wurde nach dem Climax auch praktisch nicht mehr thematisiert, auch wenn man noch so ein bisschen versucht hat zu erklären, warum Garanda einen anderen Weg gehen will, als Gedon, aber es ist halt trotzdem noch ein Aspekt, der mehr oder weniger verloren gegangen ist.
Die einzelnen Folgen waren in der zweiten Hälfte jetzt nicht unbedingt alle katastrophal schlecht, im Schnitt sind sie aber schon wesentlich generischer und langweiliger geworden, mit relativ typischen Showa Rider Plots im Stil der ersten beiden Staffeln und deutlich mehr One Shot Kindern. Nach demselben Maßstab wie bei Kakuranger und Ohranger bewertet, gab’s in den ersten 13 Folgen insgesamt 5 One Shot Kind Plots, in den letzten 11 Folgen, waren es 7-8, mit lediglich dem Endgame und einer anderen Folge als einzigen Ausnahmen. Außerdem hat man in der zweiten Hälfte dann teilweise angefangen, sich irgendwelche „Hiden Abilities“ für Amazon aus dem Hut zu zaubern, was halt im Wesentlichen wieder auf genau den gleichen Schwachsinn hinausläuft, den ich auch schon in V3 oder zum Teil der Anfangsphase von Stronger kritisiert hab, nämlich dass man den Rider viel zu unbesiegbar macht und sich keine Mühe mehr gibt, Probleme sinnvoll zu lösen. „Hiden Ability“ ist im Grunde nichts anderes als ein Euphemismus für „Wir haben eine verzwickte Situation geschaffen, die wir auf rationale Weise nicht mehr auflösen können, also ziehen wir uns jetzt irgendwas aus dem Arsch, um das Ganze noch irgendwie zu retten.“ Und der Tod von Mogura, muss ich sagen, ist auch immer noch genau so hirnrissig wie ich ihn in Erinnerung hatte. Die Szene läuft im Wesentlichen folgendermaßen ab:
Mogura: „Ich will nicht sterben. Beeilt euch mit dem Gegengift!“
*Gegengift ist buchstäblich 5 Sekunden später fertig*
Mogura: „Nee, also jetzt will ich es auch nicht mehr nehmen. Lasst mich einfach sterben.“
Was zur Hölle??? Das ist Inoue Level von sinnvollen Charakter Entscheidungen.
Das Finale fand ich dann aber im Großen und Ganzen eigentlich doch wieder recht solide, ich würde sogar sagen, dass es die besten Folgen, seit dem Mid-season Climax waren. Man hatte immerhin nen Zweiteiler, das ist mehr als man von Goranger oder so ziemlich jeder 70er Ultraman Staffel behaupten kann und recht viel schlechter als bei den anderen Showa Rider Staffeln, war die Umsetzung auch nicht. Es ergibt hier sogar Sinn, dass Amazon die Basis der Bösen findet, nur dieser Twist mit dem „echten“ Great Emperor Zero war halt ziemlich random und sinnlos. Ich meine, dass der große Anführer sowas wie ein Body Double hat, das genauso aussieht wie er, um ihn zu schützen, ist jetzt an sich nicht mal unbedingt abwegig, aber wenn der echte dann halt direkt hinter der nächsten Ecke chillt und genau so unspektakulär und leicht besiegt wird, wie sein Stand In, macht es im Grunde auch keinen großen Unterschied.

Die Charaktere würde ich insgesamt wahrscheinlich sogar als die besten einer 70er Rider Staffel bezeichnen. Eigentlich alle sind sympathisch, es gibt kein sinnloses hin und her Gewechsel und was ich vor allem rückwirkend jetzt auch sehr viel mehr zu schätzen weiß, als beim ersten Mal: Amazon hat keine Geheimidentität. Überhaupt keine, jeder weiß wer er ist und was er macht, er kann sich vor allen verwandelt, niemand wird belogen, das ist einfach so angenehm im Kontrast zu so ziemlich sämtlichen anderen 70er Tokus.
Amazon dürfte sowieso schon aus Prinzip der beste Showa Rider sein, weil er so ziemlich der einzige ist, der komplett aus der typischen Schablone ausbricht. Selbst mit den Veränderungen in der zweiten Hälfte dürfte da in der Summe kein anderer Showa Rider ran kommen. Masahiko würde ich persönlich auch ganz klar zu den sympathischeren und vor allem nützlicheren Toku Kindern zählen. Seine Schwester war in den ersten paar Folgen etwas nervig, sie fängt sich dann aber auch und wird danach recht sympathisch. Und Mogura ist sowieso super, wenn man mal von seiner letzten Folge absieht.
Tachibana war zwar etwas random und vermutlich auch von der Verwendung her etwas schwächer als in X, aber in gewisser Weise war er denk ich trotzdem irgendwie ein notwendiger Charakter, vor allem in der Anfangsphase, wo er halt praktisch der einzige vernünftige Erwachsene war, der Amazon hilft und für ihn mit der Außenwelt kommuniziert. Nur woher genau er eigentlich Kousaka kannte, hätte mich interessiert.

Zu den Schurken Gruppen hab ich ziemlich gemischte Gefühle, gerade zu Gedon, die definitiv zu den kreativeren Gruppen der Showa Ära gehören, aber irgendwie fand ich es nie so recht ersichtlich, was genau es mit denen eigentlich auf sich hat. Man hat zwar mal impliziert, dass sie auch sowas wie Cyborgs sind, aber so wirklich zusammen gepasst hat das alles irgendwie nie. Zum Beispiel bei den Beastmen hat man am Anfang mal gezeigt, dass sie anscheinend aus diesem weißen Schaum, den Gorgos absondert, entstehen, aber auf der anderen Seite wurde in Folge 12 irgend so ein random Verbrechen zu einem Beastmen umgewandelt, im Cyborg Stil der ersten Staffeln. Und auch bei Gorgos selbst frage ich mich, was genau der eigentlich für ne Lebensform sein soll? Er wird immer als 10 faced Demon bezeichnet und braucht menschliches Blut zum überleben, das kommt für mich jetzt nicht so rüber, als wäre er nur irgendein Cyborg. Und woher hat er eigentlich das GaGa Armlet?
Bei Garanda hat man ebenfalls nie so wirklich spezifiziert, was es mit ihnen auf sich hat und vor allem was sie mit Gedon zu tun haben. Es wurde so ein bisschen angedeutet, dass Gedon womöglich eine Art Abspaltung von Garanda ist und dass Mogura wohl auch was über sie zu wissen schien, aber man ist nie wirklich konkret geworden und nach der Übergangsphase hat man es auch nicht mehr großartig aufgegriffen. Generell war Garanda auch wieder deutlich näher an der typischen Shocker Formel dran, mit der geheimnisvollen Stimme aus dem Off und einem (semi-menschlichen) „General“, der die Befehle weiter gibt, was vom Konzept her definitiv ein Rückschritt gegenüber Gedon ist. Beide Gruppen waren jetzt nicht unbedingt extrem schlecht, hätten aber deutlich mehr Potential gehabt.


Amazon ist auf jeden Fall auch wieder eine Serie, bei der sich meine Meinung tatsächlich etwas verbessert hat. Jetzt nicht unbedingt komplett radikal, auch hier sehe ich die meisten Eckpunkte immer noch ähnlich wie vorher, ich weiß sie jetzt aber deutlich besser in Perspektive zu setzen. Vor allem die erste Hälfte hab ich dieses Mal doch deutlich besser gefunden, als ich sie in Erinnerung hatte, die zweite war in etwa so wie erwartet, aber wenn man bedenkt, dass die schwächste Phase eigentlich auch nur um die 8 Folgen ausmachen, dann find ich das durchaus noch tolerierbar. Wie gesagt kann sie sicherlich nicht mit ihrem direkten Vorgänger und ihrem direkten Nachfolger mithalten, aber recht viel schlechter als die ersten beiden Staffeln ist Amazon auch nicht. Wäre zwar mehr drin gewesen, wenn man dem Stil der ersten Hälfte treu geblieben wäre, doch im Rahmen dessen, was man von einem 70er Toku erwarten kann, würde ich sagen, liegt sie immer noch im soliden Mittelfeld.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Kamen Rider Edition)

Beitrag von Ranger L » Di 21. Jun 2022, 04:10

Jetzt wo Revice auch schon wieder Ende der 30er ist, hab ich mir gedacht, Saber ist mittlerweile lange genug her, dass ich mir endlich mal Ghost vornehmen könnte. Die Serie ist ja auch schon länger relativ weit oben auf meiner Rewatch Liste, weil ich immer wieder von Leuten gehört hab, dass sie am Stück wesentlich besser sein soll, als wenn man sie live schaut. Ich bin jetzt fertig (hat sich btw. ganz schön gezogen, ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal für einen ~50 Folgen Toku über drei Wochen gebraucht hab) und ich muss ehrlich sagen, dass ich dieser Aussage nur bedingt zustimmen kann. Die Serie konnte sich zwar durchaus etwas steigern, aber definitiv nicht so sehr wie ich es mir erhofft hatte. Im Grunde war das eigentlich nur die typische Anpassung an meine Bewertungslinie, wodurch die Serie zwangsläufig etwas nach oben gerutscht ist (weil sie halt doch noch einer meiner früheren Tokus war) und klar, wie üblich haben sich ein paar Sachen hier und da etwas verschoben, ich würde jetzt aber nicht sagen, dass sich meine grundsätzliche Meinung zu Ghost großartig verändert hat.


Storytelling brauch ich denk ich nicht großartig thematisieren, Füller gab’s eigentlich keine, außer man will die Epilogfolge zählen, was ich persönlich aber nicht machen würde. Ansonsten hatte die Serie eigentlich eine durchgehende Handlung, wie man es von einer modernen Rider Staffel erwarten würde. Die Anfangsphase hab ich früher immer ganz klar als den besten Part der Staffel betrachtet, so eindeutig sehe ich es jetzt nicht mehr, grundsätzlich würde ich aber immer noch sagen, dass die ersten 12 Folgen im Großen und Ganzen recht solide waren. Was ich halt sagen muss, die Anfangsphase leidet hier halt zum Teil etwas unter dem, was ich schon bei den Staffelstart Marathons angesprochen habe, nämlich der Tatsache, dass viele der Dinge, die man beim ersten mal einfach hingenommen hat, weil man davon ausgegangen ist, dass sie später noch erklärt werden, beim zweiten Mal deutlich schlechter wirken, mit dem Wissen, dass das auch später nicht großartig viel mehr Sinn ergeben wird. Dazu gehören zum Beispiel so Sachen wie die Existenz von Captain Ghost, die nie erklärt wird (nebenbei bemerkt gehören die Riesenkämpfe hier auch tendenziell wieder zu den Beispielen, wie man es nicht macht) oder diese ganzen Szenen mit Sayonji, die rückwirkend halt etwas verschwendet rüber kommen, wenn man schon weiß, dass der Typ für den restlichen Verlauf der Staffel absolut keine Rolle spielen wird. Vor allem frag ich mich so ein bisschen, was genau Alain sich eigentlich von der Zusammenarbeit mit Sayonji versprochen hatte. Es wurde zwar später mal impliziert, dass Sayonji irgendwas damit zu tun hat, dass die MotW immer auf irgendwelchen Gegenständen basiert haben, aber so wirklich hab ich nicht begriffen, was genau es damit auf sich hatte. Und gleichzeitig bin ich auch nicht so sicher, wozu genau Sayonji die Ganma brauchte, da er doch sehr wohl in der Lage dazu war, Eyecons aus eigener Kraft zu erschaffen. Wozu also 10 Jahre warten? Ansonsten muss ich aber sagen, war die Anfangsphase eigentlich immer noch recht angenehm, vor allem dieses Stückweise finden der Eyecons ist vom Pacing her eigentlich ganz gut für eine Anfangsphase, um den Charakteren etwas zu tun zu geben, ohne einem dabei zu viel auf einmal zuzumuten. Ich find’s auch ganz cool, dass man sich am Anfang noch recht gut mit Takerus Selbstzweifeln und Problemen mit seinem Dasein als Geist auseinander gesetzt hat, was später leider so ein bisschen verloren gegangen ist.
Den ersten Climax fand ich sogar etwas holprig, vor allem das „Ende“ von Sayonji ist halt nach wie vor das anti-klimaktischste, das ich je gesehen hab. Er aktiviert die Eyecons und ist dann halt weg. Wow. Und ich versteh auch ehrlich gesagt nicht zu 100% warum eigentlich. Es wurde zwar erwähnt, dass es daran liegt, dass er keinen Henshin Belt hat, aber die sind doch ein rein technisches Item, also was genau hatten die denn eigentlich mit dem Great Eye zu tun? Warum waren die notwendig dafür, dass man Zugang hat? Vor allem da später etabliert wurde, dass Adonis auch sehr gut ohne Henshin Belt mit dem Great Eye kommunizieren konnte. Nebenbei bemerkt frage ich mich nach wie vor, ob Kanon eigentlich auch ein Zeitlimit hatte? Es hat nicht so ausgesehen, aber wenn nicht, dann war es halt eigentlich schon ziemlich sinnlos, dass Takeru, sich für sie geopfert hat, weil ihre Lage dann wesentlich weniger akut gewesen wäre. Klar, er hat damit Makoto besänftigt und natürlich hat es auch zu Takerus Charakter gepasst, aber taktisch war es eigentlich keine so gute Entscheidung. Und wie ist sie überhaupt gestorben bzw. in das Eyecon gelangt? Das wurde nie so wirklich beantwortet. Man hat es einmal kurz thematisiert, als Akari sie gefragt hat, warum sie ein Eyecon war, wobei aber nur rausgekommen ist, dass Kanon es selbst nicht weiß und danach ist nichts mehr dazu gekommen. Das mit Takerus Vater und dem Toucon Boost Damashi ist auch was, das glaub ich noch etwas besser funktioniert hätte, wenn man mal erklärt hätte, wie genau das Konzept mit diesen 99 Tagen überhaupt funktioniert, grundsätzlich find ich die Idee, dass er seine potentiellen 99 Tage auf Takeru überträgt und seine Seele dann im Toucon Boost Damashi steckt aber absolut plausibel. Auf jeden Fall immer noch deutlich besser, als die Aktion bei Mugen. Auch wenn ich immer noch finde, dass dieser Climax vielleicht etwas zu früh gekommen ist, allein weil ich die Vorstellung, dass die ersten 99 Tage gerade mal 12 Folgen ausmachen, die zweiten 99 Tage aber 38, mehr als 3 mal so viel, schon ein bisschen irritierend finde. Aber naja.

Danach waren mal 2-3 etwas schwächere Folgen dabei, vor allem die Einführung des Houdini Damashiis fand ich etwas seltsam (warum genau war der Parka Geist Makoto’s Motorrad?), das Debut von Necrom war dann aber wieder ganz gut, wenn man mal davon absieht, dass man nie wirklich erklärt hat, was genau die Necrom Kräfte (inklusive Driver) eigentlich sind. Die anschließende Necrom Specter Arc (in der unter anderem auch Cubi eingeführt wurde), war auch recht solide, auch wenn’s halt etwas irritierend war, dass man die ganze Zeit so getan hat, als hätten Alain und Makoto wunder was für ne Beziehung, von der man aber eigentlich nie wirklich irgendwas gesehen hat. Den Verrat von Adel in Folge 22 find ich ehrlich gesagt immer noch ziemlich random und antiklimaktisch, wenn ich ehrlich bin. Das wäre halt so viel effektiver gewesen, wenn wir zuvor ein wenig mehr Zeit mit der königlichen Familie verbracht hätten, um sie etwas kennen zu lernen, bevor man so einen Twist raushaut. So hatte es halt gefühlt gar keinen Schock Effekt, weil einem sowohl Adonis als auch Adel zu dem Zeitpunkt einfach vollkommen egal sind. Abgesehen davon würde ich die 20er aber sogar fast als besten Teil der Staffel bezeichnen, generell hab ich den Mittelteil insgesamt doch deutlich besser empfunden, als ich ihn in Erinnerung hab, auch wenn‘s da trotzdem immer noch die ein oder andere random Aktion gab, die man einfach mal in den Raum hinein gestellt und nie wirklich erklärt hat, wie beispielsweise diese Szene Anfang der 20er in der Takeru einfach mal kurz random in die Ganma Welt teleportiert wurde. Was genau hatte es damit auf sich? Oder auch die Tatsache, dass Takeru ab Ende der 20er plötzlich die Fähigkeit hatte, die Erinnerungen von anderen Menschen zu sehen. Das Debut von Grateful z.B. war aber sehr solide, die Einführung bzw. Existenz des Eyecon Drive G fand ich dieses Mal doch deutlich nachvollziehbarer als beim ersten Mal. Und auch die anschließende Story zur Rettung von Makotos Körper war eigentlich recht gut, der „zweite Tod“ von Adonis, war auch wesentlich effektiver als der erste, weil man ihn da halt schon etwas besser kannte. Und natürlich ist Alains Redemption nach wie vor so ziemlich das Highlight der gesamten Serie. Sehr schöner, langsamer und nachvollziehbarer Ablauf, bei dem dem Charakter nach und nach vor Augen geführt wird, wo die Fehler in seiner Logik liegen und auch der Höhepunkt in Folge 30 mit ihrem ersten richtigen, gemeinsamen Kampf war absolut stark. Definitiv eine der besten Redemption Arcs im Tokusatsu Bereich.

Im letzten Drittel, muss ich dann aber doch sagen, find ich nach wie vor, dass die Serie langsam aber sicher auseinander gefallen ist. Spätestens ab dem Debut von Mugen Folge 33 war leider nicht mehr allzu viel Sinnvolles dabei, da hat auch der Rewatch nicht wirklich was geändert. Viel zu viele Aktionen zum Ende hin waren einfach nur noch random und seltsam, haben nichts zu irgendwas beigetragen und tendenziell mehr Fragen aufgeworfen, als beantwortet. Und generell hat sich die Story gefühlt nur noch im Kreis gedreht, ohne wirklich voran zu kommen. Allein das Debut von Mugen ist nach wie vor absolut schrecklich. Man hat halt im Wesentlichen das versucht, was man in Drive oder Fourze gemacht hat, damit den Protagonisten „sterben“ zu lassen und dann mithilfe des Power Ups zurück zu bringen, nur halt ohne Build Up, ohne Kontext und ohne Logik. Takeru ist halt einfach zurück gekommen, weil seine Freunde an ihn geglaubt haben… Wow. Und was zur Hölle sind die Mugen Kräfte bitte? Die hat er einfach mal eben aus dem Jenseits mitgebracht und es wurde nie weiter vertieft. Und ich frag mich auch nach wie vor, was der Sinn hinter diesen Emotionen war, die Takeru immer zum Leuchten gebracht haben, nachdem er Mugen erhalten hat. Das hat man knappe 10 Folgen lang durchgezogen und in den letzten paar Folgen, wurde dann eigentlich nichts mehr damit gemacht. Was sollte dieser Story Aspekt? In gewisser Weise hatte das Storytelling von Ghost ein bisschen was von Dairanger, man hat immer verschiedene Story Aspekte angefangen, aber nichts davon am Stück durchgezogen, sondern immer nur Stückweise mal was aufgegriffen um es dann wieder für die nächsten 8 Folgen zu ignorieren.
Das Parade-Beispiel für das was im letzten Drittel der Staffel tendenziell schiefgelaufen ist, dürfte wohl Folge 38 sein. Da hat man irgendwie versucht, alle Story Aspekte, die man irgendwie hatte, in eine Folge zu packen, aber nichts davon hat sich letztlich so angefühlt, als hätte es irgendwas gebracht. Man hat die Perfect Ganmaizer Form vorgestellt, ohne irgendwas mit ihr zu machen, man hat mal kurz auf eine potentielle Javert Redemption geteasert, nachdem er zuvor fast 10 Folgen nicht mehr anwesend war, Gyro hat man auch zurück gebracht, von dem ich generell nicht so recht weiß was überhaupt der tiefere Sinn hinter seiner Existenz war (außer Seiji Takaiwa etwas Screentime zu geben) und dann halt noch diese Sache mit den Luminary Eyecons, bei der man kurz versucht hat, so zu tun, als wären sie noch relevant. Vor allem versteh ich auch gar nicht so recht, was genau eigentlich Takerus Problem war, ich hatte das Gefühl, er wollte nur aus Prinzip auf Biegen und Brechen beweisen, dass die Luminaries doch noch zu was gut sind und hat den Kampf gegen Gyro dann ja letztlich auch mit ihnen gewonnen, aber an Sennins primärem Punkt, nämlich dass sie Mugen weit unterlegen sind und er ohne Mugen gegen die Ganmaizer nichts ausrichten kann, ändert das doch absolut gar nichts, also wozu das Ganze? Das Ding ist, dass die Folge theoretisch sogar echt gut hätte sein können, wenn Grateful die Final Form gewesen wäre und man die Folge hier sowohl als Debut für die Form, als auch als Finale der Connecting to the Eyecons Storyline benutzt hätte. Gerade letzterem hätte man dadurch auch gleich deutlich mehr Relevanz verleihen können. So wie die Folge hier platziert war, war Takeru zu dem Zeitpunkt ja noch nicht mal zu allen Eyecons connected, wodurch die Folge irgendwie noch sinnloser gewirkt hat. Und generell frag ich mich halt nach wie vor, wozu genau dieser Connecting to the Eyecons Plot letzten Endes eigentlich gut war. Ich meine, ja, Takeru hat den Finalkampf mit ihnen bestritten, aber war das echt alles? Für eine Storyline die gut 35 Folgen lang aufgebaut wurde, ist das keine sonderlich große Ausbeute.
Diese ganze Geschichte mit den Makoto Klonen finde ich ehrlich gesagt auch nach wie vor ziemlich seltsam, auch wenn sie im Specter Film noch halbwegs erklärt werden, aber allein ihre Einführung ist schon so random. Die waren auf einmal einfach da und es fühlt sich halt immer noch so an, als hätte man sie im Wesentlichen nur eingebaut, um Makoto in der Schlussphase was zu tun zu geben. Es wurde auch nie erklärt, was genau Adel mit den Klonen zu tun hatte, woher er von ihnen wusste oder warum sie ihm gehorcht haben. Und auch warum die alle Specter Eyecons bzw. einen Driver hatten, wurde nie beantwortet. Im Film wurde lediglich die Existenz der Klone thematisiert, aber wo sie ihre Power her nehmen, hat man nicht aufgegriffen. Generell wurde nie erklärt, was das Specter Eyecon eigentlich ist und was für eine Art von Seele da drin steckt. Die von Makoto scheint es ja nicht gewesen zu sein, denn die war in seinem Ganma Eyecon. Außerdem find es nach wie vor sehr irritierend, dass Sennin in der Serie immer wieder angedeutet hat, dass die Klone was mit den Ganmaizern zu tun haben, was sich als komplett falsch heraus gestellt hat. Ihre einzige Verbindung zu den Ganmaizern war das Deep Specter Eyecon (wobei man auch da btw. nie erklärt hat, wo Adel das zweite herhatte). Diese gesamte Storyline finde ich einfach nach wie vor absolut random und sinnlos. Und ja, wenn ich „sinnlos“ sage, dann schließt das die Szene am Ende, in der Makoto sich opfert und dann mit seinem Klon fusioniert, mit ein, denn auch die war komplett unnötig und hat nichts zu irgendwas beigetragen. Wozu hat man das gemacht? Der einzige „Nutzen“ (falls man das so nennen will), den das ganze letztlich hatte war, dass sich die Ganmaizer im Deep Specter Eyecon dann mit dem Great Eye verbunden haben, aber mal abgesehen davon, dass diese Stelle eh etwas seltsam war, hätte man dafür auch genauso gut das normale Deep Specter Eyecon von Makoto nehmen können, beim Endkampf hat er ja sowieso nur zugesehen, also hätte es keinen großen Unterschied gemacht, ob er das Eyecon noch hat oder nicht.
Folge 39/40 war gefühlt auch ziemlich seltsam, was zur Hölle der Sinn hinter diesem 30 Sekunden Auftritt von Alia als Necrom P war, verstehe ich nach wie vor nicht, ebenso wenig wie, warum genau diese beiden Ganmaizer da fusioniert sind? Außerdem war der Zweiteiler zu nem Großen Teil Film Promo, was nochmal zusätzlich Zeit vom Plot der Serie weg genommen hat. Gut, das gleiche könnte man jetzt zum Beispiel auch über die entsprechenden Folgen von Drive sagen, aber das Ding ist halt, dass Drive zu dem Zeitpunkt bereits eine funktionierende Story hatte und nur noch ein kleines zusätzliches Teil einbauen musste, während Ghost kaum überhaupt mit sich selbst klar kommt, wodurch es dieser zusätzliche Aspekt natürlich noch schwieriger macht. Der Sommerfilm selbst muss ich aber sagen, war tatsächlich besser als ich ihn in Erinnerung hatte. Diese Story um Makoto’s Vater hätte man zwar auch genauso gut weg lassen können und auf das erneute Sterben und Wiederkehren von Takeru hätte ich auch verzichten können, vor allem weil mir die Begründung, dass er ohne seinen Körper nicht weiter als Geist existieren kann, nicht sonderlich plausibel erscheint, aber ansonsten, hat der Film größtenteils ganz gut funktioniert. Ich muss ehrlich sagen, dass ich den Standpunkt bzw. Plan von Argos in gerade Mal 60 Minuten deutlich einleuchtender fand, als irgendwas von dem was Adel auf die gesamte Staffel gemacht hat. Er wäre meiner Meinung nach ein deutlich besserer Staffelfeind gewesen. 41/42 waren dann vermutlich die letzten Folgen, die zumindest noch versucht haben, ein bisschen was zu erklären. Man hat zumindest mal versucht zu erklären, was die Ganmaizer sind und was Sennin mit allem zu tun hat, auch wenn ich nicht alle Informationen im Bezug auf den Background der Ganmawelt zu 100% zufrieden stellend fand (Hat Adonis die Welt jetzt wirklich komplett erschaffen oder hat sie schon immer existiert?), aber ich honoriere den Versuch.
Danach hat im Prinzip auch schon das Endgame angefangen, mit dem Climax des Demia Plots, der auch einfach ein perfektes Beispiel dafür ist, dass sich die Serie ewig lang einfach nur im Kreis gedreht hat. Diese ganze Deep Connect Geschichte wurde zum ersten Mal angerissen, beim Debut von Cubi, das war Folge 19, wirklich in Bewegung gekommen ist das Ganze dann mit der Aktivierung der Kontaktlinsen in Folge 43, das sind fast 25 Folgen und wirklich viel Produktives war dazwischen halt eigentlich nicht. Mitte der 20er gab’s zwar diesen Roten Himmel Plot, der aber zu nichts geführt hat, dann dieser Geister Vater Plot, der aber eigentlich mehr der Redemption von Alain gedient hat und bei dieser Story, bei der Menschen in ihre Träume versetzt wurden, hatte ich auch nicht das Gefühl, dass das den Plot jetzt irgendwie voran getrieben hat. Die Armbänder in Folge 36/37 lass ich mir noch eingehen, dass man das quasi als Test Run für die Kontaktlinsen sehen kann und es deshalb relevant ist, aber ansonsten, hatte diese gesamte Storyline für fast die Hälfte der Staffellaufzeit keinen Nennenswerten Effekt. Ich frage mich ja auch, was ursprünglich die Idee hinter diesem Projekt war, weil am Ende hat Adel ja damit versucht selbst Die Welt™ zu werden, aber das Projekt hat ja schon lange bevor er diesen Entschluss gefasst hat, angefangen. Abgesehen davon war 44 gefühlt auch irgendwie ne sehr verschwendete Folge, nichts von dem was die Rider da gemacht haben, hat letztlich was bewirkt. Sie haben die Beta Kontaktlinsen entfernt, aber das eigentliche Problem ist ja der Hauptrelease, sie haben die Server zerstört, aber das waren nur die Beta Server, die anderen sind wo anders, sie haben den Monolithen in der Kirche zerstört, aber dann hat sich Adel mit Demia verbunden. Hat sich irgendwie alles ziemlich sinnlos angefühlt. Und warum waren die von Mugen zerstörten Ganmazier ab 43/44 eigentlich plötzlich doch wieder alle am Leben? In 45/46 ist Takeru dann mal kurz unsichtbar geworden und konnte die Gedanken von allen Menschen gleichzeitig hören, wobei ich auch nicht verstehe, was genau es damit auf sich hatte. Wieso ist das passiert, warum war das Problem nach seinem kurzen Kampf mit Musashi auf einmal wieder gelöst und was war überhaupt der Sinn dieser ganzen Sache? In den letzten drei Folgen wurde es dann ja auch nicht mehr erwähnt.
Den Twist, dass Adel Takerus Vater getötet hat, find ich auch nach wie vor extrem random. Das ist komplett aus dem Nichts gekommen, nichts hat zuvor auch nur ansatzweise darauf hingedeutet, dass Adel irgendwas mit Takeru oder seinem Vater zu tun hat und weiter vertieft wurde es danach ja auch nicht. Man hat nie erklärt, wie es zu dieser Konfrontation überhaupt gekommen ist. Auch wieder so ein Paradebeispiel für eine Sache, die man halt einfach mal in den Raum hinein gestellt hat und so getan hat es wäre es das logischste der Welt. Und auch die Redemption von Adel fand ich ehrlich gesagt sehr erzwungen und unnötig. Dieses ganze „Er war bloß einsam und ungeliebt“ Ding hätte man halt viel früher schon thematisieren müssen, damit es halbwegs glaubhaft wirkt. Und natürlich ist er dann 2 Minuten später trotzdem gestorben, damit man erstrecht das Gefühl hat, dass es sich auch wirklich gelohnt hat. Ich weiß auch nicht so recht, was ich von dieser Great Eyezer Geschichte halten soll. Auf die Ganmaizer geh ich gleich nochmal ein und dass die jetzt einfach mal das Great Eye übernehmen, hat irgendwie sehr wie ne improvisierte Idee gewirkt, damit man trotz der Redemption von Adel noch nen Endgegner hat. (Man hat dafür ja sogar ein Kostüm aus dem Sommer Film wiederverwertet) Und warum zur Hölle war am Ende auf einmal Takerus Mutter relevant? Man hat davor zwar zwei-drei Mal kurz ihre Stimme angeteasert, relativ kontextlos und ohne dass man wusste, worum genau es sich dabei handelt, aber ansonsten wurde Takerus Mutter die ganze Staffel nicht erwähnt und am Ende befähigt ihn das Wissen, dass sie ihn geliebt hat, dann einfach mal dazu, den Great Eyezer zu besiegen? Wieso? Was hatte das mit irgendwas zu tun? Der Endkampf an sich war zwar irgendwie ganz cool, mit den ganzen Luminaries, auch wenn es mich irritiert, dass Makoto und Alain einfach nur dumm daneben stehen und zuschauen, grundsätzlich find ich’s aber immer noch etwas seltsam, dass er den Great Eyezer mit Mugen nicht besiegen konnte, mit Ore dann aber schon. Und wieso genau hat sich das Mugen Eyecon am Ende aufgelöst? Wobei es irgendwie auch wieder ein passendes Ende ist, dass es genau so sinnfrei verschwindet, wie es erschienen ist.

Den Epilog fand ich wie bei Saber wesentlich besser als das gesamte restliche Endgame, nichts besonderes, aber ganz nett um zu sehen, was die Charaktere nach der Serie so alles machen und das gleiche gilt im Grunde auch für den restlichen Post Series Content. Dieses Special in dem Sayonji zurück kommt, war zwar so ein bisschen seltsam, vor allem weil ich nicht so ganz verstehe, warum genau er da einfach in der Ganmawelt aufgetaucht ist, den Specter Film finde ich aber nach wie vor sehr solide, wenn vielleicht auch nicht so gut wie beispielsweise die Ex-Aid V-Cinemas. Zumindest hat der Film mal ein paar längst überfällige Fragen beantwortet, das ist mehr als die Serie in den letzten 18 Folgen zustande gebracht hat, ob das jetzt die Antworten waren, die man hören wollte, muss jeder für sich wissen. Außerdem ist man etwas mehr auf die Beziehung zwischen Makoto und Alain eingegangen, die in der Serie ja nur ganz leicht angekratzt wurde. Und wie auch schon bei Argos im Sommer Film finde ich ehrlich gesagt, dass Danton ein deutlich besserer Schurke war, als Adel. Nur die ganzen Power Ups die sich im Laufe der Films aufgrund von heroischen Ansprachen random materialisiert haben, wie Sin Specter oder diese Necrom Burst Form, fand ich halt ehrlich gesagt nicht so prickelnd. Vor allem letztere war auch noch komplett sinnlos, weil Alain den anschließenden Kampf trotzdem verloren hat. Und das bloß dafür, dass Makoto dann 2 Minuten später sowieso realisiert, dass Danton böse ist, weshalb man sich die ganze Aktion auch komplett hätte schenken können. Aber naja. Und muss ich verstehen, was genau Sayonji in diesem Film verloren hatte? Er ist einfach kurz aufgetaucht, um dann zu sterben. Sehr sinnvoll.


Was sich durch diesen Rewatch tatsächlich etwas verbessert hat, das ist meine Wahrnehmung der Charaktere, die ich dieses Mal in der Summe doch deutlich besser empfunden habe, als beim ersten Mal. Sicherlich nicht der stärkste Cast, aber gab auch schon schlimmeres. Mit Takeru hab ich als Charakter nach wie vor eigentlich kein allzu großes Problem, er versucht halt immer das richtige zu tun und verhält sich nie großartig unsympathisch. Und seine Ansprachen fand ich immer noch besser als die von Touma. Sein einziges Problem ist halt, dass er in der zweiten Hälfte einfach viel zu overpowered ist, spätestens ab dem Zeitpunkt wo er auch noch die Gedanken anderer hören konnte, hat es sich halt echt so angefühlt, als würde die Serie versuchen, ihn als eine Art Gott darzustellen. Aber ich stehe halt nach wie vor zu dem Punkt dass das ein Story Problem ist und kein Charakter Problem, das ich Takeru anlasten würde.
Alain ist sowieso ein sehr starker Charakter, mit einer ziemlich guten Charakter Arc. Man könnte zwar argumentieren, dass auch von ihm im letzten Drittel nicht mehr wirklich viel Sinnvolles gekommen ist, aber auch das kommt find ich nicht mehr so schlimm rüber, wenn man die Serie am Stück schaut und außerdem muss man ihm zugutehalten, dass er eigentlich den gesamten Mittelteil getragen hat. Damit hat er seinen Soll für mich auch erfüllt. Akari find ich eigentlich auch immer noch ziemlich gut, mit ihrer Art alles rational und mit Logik anzugehen, ist sie für mich natürlich sowieso der relatableste (lol) Charakter der Staffel und ich muss auch sagen, dass mich Onari dieses Mal nicht allzu sehr genervt hat. Kanon trägt zwar nicht sonderlich viel zur Serie bei, aber auch sie ist immerhin sympathisch, das ist das wichtigste. Die einzigen, die mich halt nach wie vor ziemlich nerven sind Sennin und Yurusen, weil sie einfach diese typische Art von Charakter sind, die ständig so rüber kommen, als würden sie alles wissen, aber absichtlich nicht mit der Sprache rausrücken um alles so kompliziert wir möglich zu machen. Ich hasse sowas.
Von den Ridern ist das schwächste Glied für mich immer noch Makoto, auch wenn er jetzt nicht unbedingt ein katastrophal schlechter Charakter ist, ich würde ihn definitiv über die schlechtesten Charaktere von Saber stellen und seine Abwesenheit im Mittelteil, die ich beim ersten Mal kritisiert hatte, ist mir dieses Mal auch nicht mehr wirklich negativ aufgefallen, aber im Vergleich zu den anderen, fand ich ihn weder besonders sympathisch noch inhaltlich wahnsinnig interessant. Vor allem wäre es halt finde ich, echt hilfreich gewesen, wenn man mal etwas mehr auf seine Zeit in der Ganmawelt eingegangen wäre und was er dort alles erlebt hat, dann könnte man vielleicht auch verstehen, warum er am Anfang ständig so sauer war. Auch von dieser angeblichen Beziehung zwischen den Fukami Geschwistern und Alain oder dem Rest der königlichen Familie hat man eigentlich nie viel gesehen. Es wurde so dargestellt, als wären die seit Jahren die besten Freunde, aber bis zum Specter Film war das einzige, das jemals gezeigt wurde, die Szene als die beiden als Kind Alain zum ersten Mal gesehen haben und dann die Szene als Makoto als Erwachsener beim Training zu Alain gestoßen ist, das war‘s.

Die Schurken von Ghost haben für mich ähnlich zu den Megido aus Saber halt vor allem dieses Problem, dass sie einfach ewig lang absolut gar nichts erreichen und sich ständig nur im Kreis drehen. Gerade der Deep Connect Plot ist halt extrem lange vor sich hingedümpelt, bis da mal irgendwas nennenswertes dabei raus gekommen ist und auch dieser ewige Smalltalk zwischen Adel und den Ganmaizern nervt mich nach wie vor. Das Ding ist, dass ich die Ganma als Konzept eigentlich sogar relativ interessant finde, mit dieser Royalen Familie, die eine ganze Welt mit Menschen ähnlichen Lebewesen regiert, die eine Art der Unsterblichkeit entwickelt haben, aber es scheitert für mich einfach an den viel zu schwammigen Background Informationen und den schwachen Individuen. Vor allem Adel halte ich halt nach wie vor für einen relativ schwachen Hauptschurken, mit einer sehr dünnen, an den Haaren herbei gezogenen Motivation, die auch viel zu spät kommt und einer sehr inkonsequenten Vorgehensweise. Wie gesagt hat er nach seiner Machtübernahme einfach die meiste Zeit nur in seinem Gebetsraum gesessen und mit den Ganmaizern geredet. Und die Sachen, die er gemacht hat, haben gefühlt nie zu irgendwas geführt. Was war z.B. der Sinn hinter diesem „Irgendwelche Leute in Kinder verwandeln“ Plot? Und warum wollte er dann am Ende auf einmal selbst zur Welt™ werden?
Das nächste Problem sind die Ganmaizer. Eigentlich alles was irgendwie mit denen zu tun hatte, war einfach nur seltsam und verwirrend. Man hat zwar am Ende noch erklärt, dass sie wohl eine Art Sicherheitssystem sind, das das Great Eye bewachen sollte, aber ich hab nie so genau verstanden, was genau die letztlich eigentlich wollten. Sie verbinden sich mit Adel, trennen sich dann aber wieder. So wollen anscheinend Takeru töten, ihn aber auch analysieren. Sie verbinden sich mit dem Great Eye um die Menschheit auszulöschen. Sie sind irgendwie unsterblich, irgendwie aber auch nicht. Anfangs haben sie komplett unzerstörbar gewirkt, dann ist die Mugen Form aufgetaucht und es hat so ausgesehen, als könnte man sie damit doch vernichten, aber am Ende waren sie auf einmal doch wieder alle da, ohne dass es großartig erklärt wird. Ich bin auch nicht ganz sicher, warum genau es die Ganmaizer Mitte der 20er geschafft haben zu verhindern, dass Takeru seinen zweiten Wunsch äußert, beim ersten Mal, als Sayonji das Portal geöffnet hat, aber nicht. Und was ich auch noch ganz interessante finde ist, dass Edith die Ganmaizer angeblich geschaffen hat, um zu verhindern, dass jemand anders sich mit dem Great Eye connected, er einige Zeit zuvor aber erwähnt hat, dass er den Eyecon Driver G erschaffen hat, um direkten Zugriff auf die Power zu haben und den Prayer Room (bzw. die Ganmaizer) zu umgehen. Also was will er denn jetzt? Irgendwie war das einfach alles ziemlich random.
Javert ist quasi der Graphite der Serie, als dieser Schurke, der schon früh vernichtet wird, später aber nochmal zurück kommt. Seine Story mit Onari bzw. Redemption war im Grunde sogar gar nicht so schlecht, aber wie so vieles in Ghost, ist sie einfach ewig lang nur vor sich hingedümpelt, anstatt dass man sie am Stück durch gezogen hätte und seine späteren Auftritte waren auch irgendwie ziemlich random verteilt. Es wurde Mitte der 20er angefangen, dann Ende der 30er nochmal kurz thematisiert und so wirklich abgeschlossen dann eigentlich erst ganz am Ende. Nichts desto trotz würde ich ihn wahrscheinlich sogar zu den solideren Schurken der Staffel zählen.
Oh und was genau sind diese Gundari eigentlich? Die fliegen halt in der Ganmawelt rum, aber näher ist man da nie drauf eingegangen.


Die Eyecons find ich als Collectable tatsächlich recht solide. Es sind sicherlich keine Core Medals, aber verglichen mit sowas wie den Ride Watches oder Kyutamas hat man sich hier immerhin noch bemüht zumindest die Basics zu erklären, auch wenn ich nicht mit allem davon zu 100% glücklich bin. Das Ghost Eyecon wurde ursprünglich geschaffen, um Takeru nen Übergangskörper zu geben, wie die Ganma einen haben, später musste man es aber Zweckentfremden, da Takeru getötet wurde, was ich soweit durchaus plausibel finde. Was man aber nie beantwortet hat ist, woher die Specter Kräfte kommen und welche Rolle die spielen sollten (falls sie denn überhaupt eingeplant waren) und auch auf die Technologie hinter dem Necrom Anzug ist man nie eingegangen.
Die Luminary Eyecons wurden von Takerus Vater erschaffen, um den Ganmaizern entgegen zu wirken, was ich in der Theorie auch noch verstehe, es wurde aber gesagt, dass er die Seelen der Luminaries bereits darin platziert hat, also wozu war das ganze Finden der Leute und der Gegenständige in der Anfangsphase denn überhaupt nötig? Und was genau sollten die Luminaries eigentlich ursprünglich machen? Sie sollten zwar die Ganmaizer countern, aber wie genau hätte das denn funktionieren sollen? Ich meine in der Serie selbst, konnte Takeru ohne Mugen gegen die Ganmaizer absolut gar nichts ausrichten, obwohl er da schon lange alle Luminaries hatte und wie Takerus zweiter Versuch gezeigt hat, reichen sie ja nicht mal aus, um sich mit dem Great Eye zu verbinden. Also was genau war Idee?
Und was natürlich komplett aus dem Rahmen fällt ist Mugen, wie bereits erwähnt, hab ich nicht die geringste Ahnung was genau dieses Eyecon sein soll, woher es seine Kräfte bezieht und warum es so unendlich stark ist. Mal abgesehen davon, dass es die Luminaries halt nur noch umso mehr obsolet gemacht hat.


Zusammen gefasst kann man sagen, dass ich die Anfangsphase etwas schwächer empfunden habe, als beim ersten mal, den Mittelteil und die Charaktere ein bisschen stärker, aber letztlich vor allem das letzte Drittel und die Schurken für mich den Ausschlag nach unten geben. Vom Verlauf her war die Staffel gar nicht unähnlich zu Kiva mit der soliden ersten Hälfte und dann zum Ende hin immer mehr Schwachsinn. Die Staffel folgt im Großen und Ganzen schon irgendwie einer Logik, es ist jetzt nicht dieses Decade/Den-O/Zi-O Level von, was zur Hölle gebe ich mir hier gerade. Aber trotzdem ist Ghost halt auch eine von diesen Staffeln, die einfach viel zu viel random Zeug ohne Kontext in den Raum hinein stellen und dann erwarten, dass man es halt hinnimmt und das find ich auf Dauer einfach anstrengend.
:go-bustersenter:

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