Was schaut ihr gerade? (Power Rangers Edition)

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Was schaut ihr gerade? (Power Rangers Edition)

Beitrag von Ranger L » Mo 4. Jan 2021, 05:08

Ich hab jetzt mal so einen Thread aufgemacht, Power Rangers war ja praktisch das einzige große Franchise, das noch keinen hatte (zumindest hab ich keinen gesehen) und vielleicht kann ich ihn ja auch im Laufe des Jahres mal für den ein oder anderen Rewatch brauchen. Daher dachte ich, kann nicht schaden.
Wie bei Rider hab ich mir hier wieder nacheinander sämtliche Startfolgen (bzw. Startmehrteiler) angeschaut, meine Gedanken dazu aufgeschrieben und zeitgleich ein neues Ranking erstellt.


MMPR Staffel 1:
Ich bin nach wie vor kein großer Fan dieser Startfolge. Die ersten paar Minuten waren ganz ok, man hat es eigentlich recht schön hinbekommen, einem die Charaktere vorzustellen, auch wenn die zugegebenermaßen alle relativ selbst erklärend sind, aber ab dem Zeitpunkt, an dem Zordon die fünf in die Kommando Zentrale teleportiert hat, hat es angefangen nachzulassen. Danach gab’s erst mal nen großen Exposition Dump, bei dem Zordon seinen Rangers grob die Ausgangssituation erklärt hat und ihnen dann alles vor die Füße geworfen hat, was sie so brauchen. Zachy war in der Situation in gewisser Weise der nachvollziehbarste Charakter, dafür dass er das alles erst mal in Frage gestellt hat und auch vorgeschlagen hat zu gehen. Dass die Rangers sich durch den Kampf mit der Monster Patrouille dann doch dafür entschieden haben, ihr Schicksal anzunehmen, find ich an sich in Ordnung (gab schon Sentai Staffeln, bei denen das schlechter umgesetzt wurde), aber der anschließende Kampf war halt schon recht random. Zordon teleportiert die Rangers einfach in der Gegend rum, alle können ihre Waffen, Anzüge und Zords benutzen, als hätten sie nie was anderes gemacht und dass Goldar einfach so aufgibt und verschwindet, war auch ein ziemlich unbefriedigendes Ende, für den ersten Kampf. Generell hätte man sich die Einführung der Zords in der ersten Folge sparen können. Ist jetzt nicht so schlecht, wie die schlechtesten Rider Startfolgen, aber für Power Rangers Verhältnisse schon relativ schwach finde ich.

MMPR Staffel 2:
Das war gleich mal deutlich besser. Allein dass das hier ein Dreiteiler war, hilft enorm, ebenso wie die Tatsache, dass man jetzt schon ein etabliertes Team von Rangers hat, auf dem man aufbauen kann. Der erste Auftritt von Zedd ist nach wie vor ziemlich cool, eingeschlossen der Szene, in der Zordon den Rangers erklärt, mit wem sie es zu tun bekommen werden und dass Goldar Rita einfach so verrät ist zwar etwas random, aber ehrlich gesagt schon irgendwie ziemlich witzig. Zedds Plan, die Zords auszuschalten bzw. sie gegen die Rangers zu verwenden ist tatsächlich ziemlich clever und ich mag auch die Z-Putties, mit ihren Energie Zentren auf der Brust irgendwie. Was ich außerdem ganz nett finde, auch wenn’s nur ne Kleinigkeit ist, das ist, dass man in den ersten beiden Folgen zu Beginn noch das Intro der ersten Staffel gespielt hat, ich wünschte man hätte das bis In Space durchgezogen. Irgendwie hilft das, die Illusion aufrecht zu erhalten, dass das alles eine durchgehende Story ist und man noch nicht weiß, in welche Richtung sie sich entwickeln wird. Das einzige was ich etwas nervig fand ist, dass Zordon wie immer schon vorher über alles Bescheid weiß bzw. mit allem rechnet und immer schon irgendwas vorbereitet hat, um dagegen vorzugehen. Das macht die Problemlösung halt deutlich unkreativer (auch wenn man hier immerhin noch das mit der Steuerung eingebaut hat) und außerdem frag ich mich immer, warum er mit sowas nicht mal vorher rausrückt und sondern immer erst, wenn’s brenzlig wird.

MMPR Staffel 3:
Zunächst mal, ich weiß dass wohl offiziell A Friend in Need als Start von Mighty Morphin 3 gilt, aber ich hab mich dazu entschieden, das einfach mal gekonnt zu ignorieren, weil das nicht den geringsten Sinn ergibt. Was Ninja Quest betrifft, das ist nach wie vor ein sehr starker Vierteiler. Man könnte wohl argumentieren, dass es nicht unbedingt 4 Folgen hätten sein müssen, aber ich fand jetzt nicht, dass sich das Pacing in irgendeiner Form gestreckt angefühlt hat. Vom erscheinen Ritos über die Zerstörung der Zords und die Wüste der Verzweiflung bis hin zum Ninja Tempel hat sich alles schön fließend angefühlt und war von Anfang bis Ende unterhaltsam. Sogar der Bulk und Skull B-Plot war hier ziemlich gut, generell war das der Bereich in dem sie für mich immer mehr angefangen haben, gut zu werden. Das hat sich definitiv nach dem Power Rangers angefühlt, dass ich gut finde.

Zeo:
War in Ordnung aber definitiv schwächer als die letzten beiden. Was mich vor allem etwas irritiert hat war, wie einfach man den Cliffhanger von Mighty Morphin 3 hier einfach abgefertigt hat. Rito und Goldar haben den Zeo Kristall verloren, die Rangers finden ihn, die Kommando Zentrale entsteht neu und schon ist innerhalb von 10 Minuten im Grunde alles beim alten. Das find ich doch etwas schwach nach so einem guten Staffel Finale. Außerdem wird mir das Roboter Imperium hier ein wenig zu hart aufgebauscht, dafür dass die eigentlich ein ziemlich Witz sind. Vor allem find ich’s auch seltsam, dass hier gesagt wird, ihnen würde alles gehören, wenn doch etabliert wurde, dass auch Zedd und der Meister des Schreckens bereits Herrscher einer Galaxie sind. Hätte man es nicht wenigstens auf die Hälfte des Universums beschränken können. Was ich allerdings gut finde ist, dass man hier tatsächlich die komplette erste Folge lang keine Kämpfe oder verwandelte Szenen hatte.

Turbo:
Das fällt als Staffelstart so ein bisschen aus dem Rahmen. Diese Folgen mussten eigentlich nicht mehr wirklich viel einführen oder etablieren, weil das meiste davon vom Turbo Film ja bereits abgedeckt wurde. Das hatte auch zur Folge, dass sich ein Großteil dieses Dreiteilers, vor allem die ersten 1 ½ Folgen so ein bisschen wie ein Füller Plot angefühlt haben. Was ich ganz gut fand war, dass man am Anfang Rocky nochmal eine kleine Abschiedsszene gegeben hat und auch nochmal geklärt hat, dass er als Ranger nicht zurück kommen würde und dann gab es ab Mitte der zweiten Folge natürlich noch den Plot um Zordons Heimreise, die zwar irgendwie etwas aus dem Nichts kam, aber vom Prinzip her fand ich das war das auch in Ordnung. Dimitria als Ersatz find ich an sich ok (auch wenn ich nicht verstehe, warum man auch Alpha austauschen musste), allerdings finde ich es nach wie vor schade, dass man nie mehr auf ihre Herkunft eingegangen ist, obwohl man ja sogar später mal angeteasert hat, dass sie Divatox‘ Schwester sein könnte. Ach ja und Bulk und Skull in Affen zu verwandeln ist nach wie vor ziemlich schwachsinnig. Im Grunde war das für das was es sein sollte kein schlechter Dreiteiler, man hätte ihn allerdings ohne weiteres auf 2 Folgen zusammen kürzen können, ohne dass ein größerer Mehrwert verloren gegangen wäre.  

In Space:
Hier hat man den Cliffhanger der Vorstaffel auf jeden Fall deutlich besser aufgelöst, als in Zeo. Man hat es ganz gut hinbekommen, die Story so fortzuführen, dass die Rangers ihren Kopf aus der Schlinge ziehen konnten, ohne dabei stumpf die Ereignisse der Vorstaffel zu annullieren. Generell ist In Space für mich ja der Start der besten Ära von Power Rangers womit sie sich vom Stil her schon sehr nach dem angefühlt hat, womit ich auch aufgewachsen bin. Was ich so ein bisschen random fand war die Tatsache, dass das Nasada Shuttle einfach mal eben mit dem Astro Mega Raumschiff kompatibel ist und auch direkt davon angezogen wurde, daran ändern auch irgendwelche Codes von Zordon nichts. Und hier kommt es im ersten Moment auch noch etwas seltsam rüber, dass Andros einfach Verwandler für alle parat hat, aber ich denke das macht durchaus Sinn, mit dem Background, den er später noch bekommt.

Lost Galaxy:
Das ist ja die erste Startfolge im klassischen Sinne, die auch wirklich den Beginn einer neuen Story darstellt, seit Mighty Morphin 1 und ich würde auf jeden Fall, recht viel besser hätte man das nicht machen können. Mal abgesehen von diesem Wurmloch, das sich rein zufällig direkt vor Maya öffnet war das als Set-Up wirklich extrem stark. Sehr schönes Pacing, man hat sich viel Zeit gelassen alles zu etablieren, Damon ist sogar erst in der zweiten Folge aufgetaucht und die Rangers haben sich auch erst am Ende der zweiten Folge zum ersten Mal verwandelt. Das Setting ist nach wie vor sehr kreativ und wenn man mal ignoriert, zu welchen Problemen es später führen wird, auch einfach extrem cool, außerdem hat man es sogar geschafft, mit Mike noch einen kleinen dramaturgischen Effekt zu erzeugen. Auch wenn ich sagen muss, dass ich nach wie vor, jedes Mal abbreche, wenn Damon melodramatisch seinen Namen schreit, obwohl er den vermutlich gar nicht kennen sollte, weil er ihm erst 2 Minuten zuvor das erste Mal begegnet ist. Aber ansonsten wie gesagt eine sehr gute Art und Weise eine neue Ära einzuleiten.

Lightspeed Rescue:
Ich sag nach wie vor, diese Folge ist im Wesentlichen Day of the Dumpster done right. Vom Aufbau her ist es im Prinzip dieselbe Story, aber durch den Militärischen Kontext der Staffel funktioniert das Setting halt nicht nur wesentlich besser als Mighty Morphin sondern auch besser als GoGoV. Hier wurden die Rangers tatsächlich aufgrund ihrer Qualifikationen ausgewählt und nicht einfach nur fünf random Teenager genommen oder auch die eigenen Kinder (welche man zuvor aufgrund einer Theorie verlassen hat). Man hatte hier außerdem keinen Mechakampf, wodurch für einen Einteiligen Start auch das Pacing ziemlich anständig war und auch die Befreiung der Dämonen durch diese Beduinen gefällt mir ehrlich gesagt etwas besser als die Astronauten die zufälligerweise auf Rita’s Mülltonne stoßen. Aus einer Einzelfolge kann man wahrscheinlich kaum mehr rausholen.

Time Force:
Das ist nach wie vor eine der besten Startfolgen irgendeines Tokus. Vom Verlauf und dem Pacing her ging das in dieselbe Richtung wie Lost Galaxy mit einem Team, das erst in der zweiten Folge vollständig versammelt ist und einem originalen roten Ranger der „stirbt“, bevor sein Nachfolger übernehmen kann, nur dass das alles hier irgendwie noch deutlich effektiver war. Der „Tod“ von Alex war hier ja schon in der ersten Folge und ich fand den ehrlich gesagt noch deutlich besser gelungen als das Fallen in die Erdspalte von Mike. Generell war die erste Folge recht atmosphärisch für Power Rangers Verhältnisse. Ich find’s auch gut, dass man hier anders als in Timeranger die gesamte erste Folge in der Zukunft verbracht hat und sich dann in der zweiten Folge mit der Suche nach einem neuen roten Ranger beschäftigt hat. Es ist halt einfach so viel angenehmer zu schauen, wenn man nicht alles in die erste Folge quetscht. Und ich muss auch sagen, obwohl ich es nach wie vor ziemlich arschig von Jen finde, Wes den Verwandler wieder wegzunehmen, hat man so auch noch gleich einen Teil der Handlung für die dritte Folge offen gelassen. Sehr gutes Storytelling an der Stelle.

Wild Force:
Das ist eine Startfolge, die ich früher nie so wirklich mochte und auch wenn ich sie wahrscheinlich immer noch schwächer finde, als die letzten paar, ist es rückwirkend betrachtet jetzt auch kein schlechter Start. Man muss halt einfach sagen, dass das eine relativ direkt adaptierte Folge war, weshalb sie sich dementsprechend auch mehr nach einer Sentai Startfolge angefühlt hat, aber für Sentai Verhältnisse war es immer noch über dem Durchschnitt. Man hat es zumindest ganz gut geschafft, einem die Ausgangssituation zu erklären, den Charakteren ein paar Momente zu geben und trotzdem noch etwas Luft zum atmen zu lassen. Dass vier von fünf Rangers hier bereits vor Beginn der Serie aktiv waren, hat mich als Kind immer ein wenig irritiert, aber wenn ich es jetzt sehe, dann finde ich es eigentlich besser so, weil das eben ermöglicht hat, trotzdem noch ein ganz gutes Pacing zu haben, obwohl es nur eine Einzelfolge war.

Ninja Storm:
Auch wenn ich von der Staffel selbst kein großer Fan bin, find ich immer noch, dass die Startfolge gar nicht so schlecht ist. Mir gefällt vor allem das Setting mit der Ninja Schule und dem Konzept, dass die drei schlechtesten Schüler augenscheinlich als Notlösung zu Rangers werden müssen (auch wenn sich mir rückwirkend so ein bisschen die Frage stellt, wie genau die eigentlich an diese Schule gekommen sind bzw. von ihr erfahren haben). Lothor und seine Truppe kommen hier eigentlich noch relativ ernstzunehmend rüber, vor allem bei ihrem Sturm auf die Akademie und generell fand ich den Humor hier noch einigermaßen erträglich im Vergleich zum Rest der Staffel. Vielleicht bin ich auch mittlerweile nicht mehr so empfindlich darauf. Ninja Storm ist generell eine Staffel, der ich in absehbarer Zeit mal eine neue Chance geben will. Was mir nach wie vor missfällt ist, dass man hier versucht hat, die Power Rangers quasi zu einer TV Serie bzw. Comic Reihe zu retconnen, aber naja, ich weiß dass es nicht lange gehalten hat, also egal.

Dino Thunder:
Das war mal wieder ein absolut starker Startzweiteiler. Ähnlicher Stil wie Time Force oder Lost Galaxy, auch wenn hier niemand stirbt, aber auch hier hat es wieder bis Ende der zweiten Folge gedauert, bis sich die Rangers das erste mal verwandeln. Durch die Tommy Szene am Anfang hatte man sogar trotzdem noch nen right into action Start und danach konnte man erst mal relativ ruhig weiter machen und langsam die Charaktere etablieren. Die erste Folge hatte sogar so ein leichtes Mystery Feeling durch diese ganzen Szenen im Wald und in Tommys Höhle. Außerdem liebe ich den Humor von Dino Thunder. Der fühlt sich irgendwie an, wie eine subtilere Form des Ninja Storm Humors mit etwas besserem Timing. „Ich verriegle die Türen, als würde das was bringen.“ Lol. Und was ich auch nach wie vor super finde ist, dass sich die Rangers nicht direkt auf Anhieb verstehen und die ganze Zeit so ein bisschen scherzhaft beleidigen. Nicht arschig, so wie Jen, sondern einfach auf ne humorvolle Art zeigen, dass man nicht immer auf einer Wellenlänge sein muss. Sowas fehlt mir irgendwie in modernen Staffeln ein wenig.

S.P.D.:
Auch hier wieder ein sehr guter Start. Vom Setting her so ein bisschen wie Time Force nur ohne die Reise in die Vergangenheit. Was mir nach wie vor extrem gut gefällt ist das Konzept, dass die Protagonisten der Serie eigentlich nur die zweite Wahl sind und in-Universe eigentlich gar nicht im Vordergrund stehen sollten, auch nochmal sehr gut dadurch untermauert, dass die A-Einheit in der zweiten Folge den Megazord Kampf übernommen hat. Auch das Jack und Z erste nachträglich ins Team geholt werden ist ganz cool, vor allem wenn man weiß, warum sie so sind, wie die anderen drei. Was hier besonders im Vergleich zu Dekarangers hervorsticht, abgesehen davon, dass das hier ein Zweiteiler war natürlich, das ist die Tatsache, dass Grumm die ersten beiden Folgen erst mal dazu nutzen musste, um überhaupt zur Erde zu gelangen, die er folglich erst in der dritten Folge so wirklich erreichen wird. Das hilft auf jeden Fall dabei, dass sich die Folge auch wirklich wie ein Set-Up für eine übergeordnete Handlung anfühlt.

Mystic Force:
Ein weiterer guter Startzweiteiler. Vom Ablauf her hat es sich angefühlt wie eine Mischung aus Mighty Morphin und Time Force, mit 5 „Auswählten“ die die Stelle zunächst ablehnen und einem aktiven Ranger, der im Kampf verliert, bevor das neue Team übernimmt, nur dass Udonna hier nicht stirbt, was meiner Meinung nach ja immer noch eine der besten Entscheidungen ist, die Mystic Force im Vergleich zu Magiranger getroffen hat. Ich find’s auch gut, dass man hier mit Nick gezeigt hat, das ein paar Phrasen wie „Ich glaube an Magie“ allein noch nicht ausreichen, um ein Ranger zu sein, wenn man es nicht wirklich fühlt. Nebenbei bemerkt find ich nach wie vor, dass an Magie zu Glauben eine wesentlich bessere und logischere Erklärung dafür ist, wieso jemand Magie einsetzen kann, als Courage. Weniger generisch, hat mehr mit dem Thema zu tun und wird nicht wie ein Allheilmittel benutzt. Ähnlich zu Dino Thunder hatte man auch wieder ein gewisses Mystery Feeling (was man wohl auch haben sollte, bei einer Staffel, die sie sich Mystic Force nennt) und generell sind die ganzen Wald Szenen hier recht atmosphärisch. Und was ich auch noch cool finde ist, dass man hier schon direkt am Anfang ein wenig was von der Dynamik unter den Schurken sehen konnte und die Rivalität zwischen Koragg und Morticon angeteasert hat. Sehr schönes Set-Up für den Rest der Staffel.

Operation Overdrive:
Das war vom Stil her ein bisschen anders als die letzten paar Staffeln, die sich alle sehr an diesem Lost Galaxy/Time Force aufbau orientiert haben, aber trotzdem auf ihre eigene Art und Weise ziemlich gut. Die Rekrutierung der Rangers ging auch so ein bisschen in Richtung Mighty Morphin bzw. auch Lightspeed Rescue, mit den Szenen in denen Hartford jedem einzeln seine Botschaft zukommen hat lassen. Die Entstehung der Rangers ging dieses Mal ein bisschen schneller von Statten, das Erscheinen des Goldenen Ritters war zugegebenermaßen auch ein etwas generisches Mittel, um die Rangers von ihrem Schicksal zu überzeugen, aber im Vergleich zu vielen Sentai Staffeln ging das vom Pacing her immer noch voll in Ordnung und außerdem hatte man so in der zweiten Folge direkt noch Zeit ein paar gute Charakter Momente (erst zwischen Mack und Spencer, dann zwischen Mack und Hartford) einzubauen. Und natürlich muss man, wenn man über Overdrive redet auch erwähnen, dass das Set-Up der Serie mit den Juwelen der Corona (lol) und den verschiedenen Fraktionen, die danach Suchen einfach sehr stark ist und eine perfekte Ausgangslage für ein gutes Storytelling liefert, auf dem die Staffel auch aufbaut.

Jungle Fury:
Ich muss sagen, dass ich das tatsächlich ein bisschen schwächer fand, als die letzten paar Startfolgen. Immer noch in Ordnung, aber für Power Rangers fand ich das Pacing vor allem in der ersten Folge eher mittelmäßig, besonders das Ende der ersten Folge, wo Casey Probleme hatte sich zu verwandeln, während Lilly und Theo schon kämpfen und er es dann doch schafft, um Fran zu retten, irgendwie ist das so rüber gekommen, wie das was man in Mystic Force mit Nick gemacht hat, aber auf 2 Minuten zusammengepresst. Hätte man auf jeden Fall eleganter lösen können. Auch diese ganze Sache mit dem Ausbruch von Dai Shi war ein wenig arg konstruiert für meinen Geschmack, dass Jarrod Meister Mao da exakt im richtigen Moment angreift, damit die Truhe runter fällt und das auch noch zufälligerweise an genau dem Tag, an dem die neuen Wächter ausgewählt werden, das hat sich schon ein wenig erzwungen angefühlt. Was nach wie vor ziemlich cool ist, das ist der „Twist“ dass RJ der neue Meister der Rangers ist und er gehört ja auch generell zu meinen absoluten Lieblingscharakteren. Und die ganzen Trainingsszenen in der zweiten Folge mit Theo und Casey waren auch ziemlich gut.

RPM:
Das ist wieder so eine Folge, die ich als Kind irgendwie nicht so sehr zu schätzen wusste, aber wenn ich sie jetzt so sehe, dann ist das eigentlich ein ziemlich starker Start. Allein dieser Prolog der dann mit dem „Power Rangers: RPM“ Titelscreen endet ist sehr geil und auch die anschließenden Szenen mit Dillon außerhalb der Kuppel. Die erste Begegnung von Ziggy und Dillon ist nach wie vor extrem witzig. Dass die Rangers sich hier alle in Situationen befinden, die ohne Kontext erst mal etwas seltsam wirken, wird deutlich besser mit dem Vorwissen, dass später jeder eine Folge bekommt, in der man seinen Weg bis zu diesem Punkt zurück verfolgt. Vermutlich war das auch ein Punkt, der mich früher gestört hat, ich würde das der Folge aber nicht unbedingt ankreiden, da ich eigentlich ja keine Startfolgen schaue, mit der Intension danach aufzuhören und als Gesamtwerk, finde ich dieses Konzept nach wie vor genial. Der erste verwandelte Auftritt der Rangers kam dann erst gegen Ende der ersten Folge, wodurch man auch hier wieder ein recht gutes Pacing hatte, dafür dass es (mehr oder weniger) nur eine Einzelne Folge war. Im Grunde könnte man allerdings sowieso die ersten 3 Folgen als Opening Arc bezeichnen, also von dem her kann man der Staffel eh keinen Vorwurf machen.

Samurai:
Genau wie Wild Force war das wieder eine ziemlich direkt von der Vorlage übernommene Startfolge, was auch wieder zur Folge hatte, dass sie sich deutlich mehr nach einem Sentai Start angefühlt hat. Witziger Weise war das Set-Up dabei sogar nahezu das glatte Gegenteil von Wild Force, mit einem roten Ranger, der schon vor Beginn der Staffel aktiv war und den anderen vier, die im Lauf der Folge hinzugestoßen sind. Vom Pacing her muss ich aber sagen, dass es doch etwas schwächer war, weil man im Prinzip nur die erste Hälfte der Folge Zeit hatte, das Etablieren des Teams über die Bühne zu bringen, während die zweite Hälfte fast ausschließlich aus Kampfszenen bestanden hat (typisch Sentai eben) und dass das hier der Beginn der „Kampfgequatsche-Ära“ ist, hilft dabei auch nicht unbedingt. Dass man einen Mecha Kampf eingebaut hat (auch wenn man immerhin noch den formierten Megazord weggelassen hat), kann ich noch irgendwie verstehen, weil man das halt mit dem Konzept wie die Nighlocks funktionieren kaum vermeiden konnte, außer man hätte es über’s Folgeneck gelegt. Für sich genommen hat die Folge schon funktioniert, aber für Power Rangers war das definitiv ein unterdurchschnittlicher Start.

Megaforce:
Diese Startfolge ist halt sehr offensichtlich als Homage an Day of the Dumpster konzipiert, was mir vermutlich was bedeuten würde, wenn ich Day of the Dumpster gut finden würde, was ich aber nicht tue, weshalb diese Folge für mich im Wesentlichen wie ein Abklatsch eines ohnehin schon nicht guten Produktes angefühlt hat. Ob ich sie jetzt besser oder schlechter finden soll, als das Original weiß ich selbst nicht so recht, auf der einen Seite hatte sie zumindest keinen Megazord Kampf oder auch eine Bulk & Skull Szene, die nichts zu irgendwas beiträgt, auf der anderen Seite hingegen haben die Rangers ihr Schicksal halt noch schneller angenommen, als in Mighty Morphin, der erste Kampf hat sich trotzdem stark gezogen (vielleicht hat es sich auf Grund des Kampfgequatsches aber auch nur so angefühlt) und was halt noch dazu kommt ist was, das mich am Setting von Megaforce schon immer aufgeregt hat, nämlich die Tatsache, dass es keinerlei Verbindung zwischen den Schurken und den Helden zu geben scheint. Es gibt halt gar keinen Grund dafür, warum genau diese Rangers gegen diese Schurken kämpfen. Dass nie geklärt wird, wer oder was Gosei eigentlich ist, hilft auch nicht dabei. Ansonsten liegen die Probleme der Folge größtenteils an denselben Stellen wie bei Day of Dumpster. 

Dino Charge:
Definitiv besser, als die letzten beiden Folgen, allein vom Pacing her war das wieder wesentlich angenehmer. Der lange Prolog war hier wieder ziemlich cool und ich find’s auch sehr gut, dass sich die erste Folge eigentlich nur auf Tyler und Shelby fokussiert hat, während die anderen nur angeteasert wurden bzw. Riley sogar erst in der zweiten Folge seinen ersten Auftritt hat. Charakterlich muss man auch einfach sagen, selbst nach zwei Folgen sind die Dino Charge Rangers wohl die am besten charakterisierten Rangers der letzten 10 Jahre. Was mich auf jeden Fall irritiert ist, dass der Verwandler der Rangers hier einfach so aus dem nichts auftaucht, sobald sich jemand mit dem Energem verbindet, dafür scheint es keinen so wirklichen Grund zu geben und dass Sledge einfach mal eben 65 Millionen Jahre gebraucht hat, um wieder zurück zur Erde zu finden, finde ich ehrlich gesagt auch eher so semi-plausibel, aber naja. Im Großen und Ganzen auf jeden Fall ein recht ordentlicher Staffelstart.

Ninja Steel:
Hm, vom Aufbau her ging das in eine ähnliche Richtung wie der Start von Dino Charge, auch hier hat man nur die Hälfte des Teams schon in der ersten Folge zu Rangers gemacht, mit den anderen beiden in der Zweiten Folge. Das Pacing war gut und ich mochte auch das Konzept, dass Calvin und Hayley auf Mick stoßen während Sarah und Preston mit Brody rumhängen wodurch die zweite Folge recht unterhaltsam war, mit ihren beiden parallelen Handlungssträngen. Auch der Twist mit dem Gold Star am Ende war ziemlich cool um einen fortlaufenden roten Faden zu etablieren (der Erste und Letzte den die Serie je haben wird lol). Das einzige Problem, dass dieser Startzweiteiler hatte war, dass er leider unter etwas gelitten hat, das auch einige Rider Startfolgen nach unten gezogen hat, nämlich das Wissen, dass fast alles was hier im Laufe der Folge noch offen gelassen wurde, niemals so wirklich erklärt werden wird. Was zum Teufel ist das Ninja Nexus Prism, wo kam es da am Anfang im Prolog eigentlich her und warum kann es eigenständig denken und handeln? Woher wusste Galvanax von seiner Existenz und wo kommt der eigentlich her? Was genau ist dieses Ninja Steel, dass sich da außen rum gebildet hat. Und was genau hat es mit der „Legende“ der Zords auf sich und wieso basieren die auf etwas, das mit den Rangers zu tun hat? Alles Dinge, die hier ziemlich random in den Raum hineingeworfen werden und die man beim ersten Mal anschauen halt hinnimmt, weil man davon ausgeht, dass das später schon noch beantwortet wird, aber wenn man das Ganze dann zum zweiten Mal sieht, mit dem Wissen, dass zu keinem davon jemals irgendwas kommen wird, da die Serie zu beschäftigt mit ABSOLUT GAR NICHTS war, dann ist das halt schon so ein bisschen frustrierend und zieht den Gesamteindruck auf jeden Fall nach unten. Nicht unbedingt ein schlechter Start, aber rückwirkend wäre es vielleicht besser gewesen, wenn man von Anfang an etwas mehr darauf geachtet hätte, ein paar Fragen zu beantworten.

Beast Morphers:
Das halte ich nach wie vor für eine ziemlich gute Startfolge, gerade auch für einen Einteiler hat man hier schon einen sehr guten Job gemacht. Das Pacing war wieder recht gut, anders als in den letzten Paar Startfolgen ist hier halt direkt von Anfang an vieles recht selbsterklärend, vor allem die Kraftquelle ist hier auf Anhieb sehr viel logischer und das Wissen, dass Evox später noch erklärt wird erzeugt hier natürlich den Gegenteiligen Effekt von Ninja Steel. Das Konzept mit den Avataren ist auch ein sehr guter Ausgangspunkt für die Serie, um wieder einen roten Faden zu haben. Die Charaktere machen hier in gewisser Weise sogar fast einen besseren Eindruck, als im restlichen Verlauf der Serie. In der Summe wahrscheinlich sogar mein Lieblings Post-Disney Staffelstart.


Tja und das bringt dann auch den Power Rangers Staffelstart Marathon zu einem Ende. War ebenfalls wieder recht cool und ich hab jetzt auch hier ein paar Ideen, bei welchen Staffeln mich ein Rewatch am meisten Reizen würde. Mein Ranking muss ich auf jeden Fall sagen, hat sich dieses Mal definitiv nicht ganz so stark verändert, wie bei Rider, was vermutlich auch daran liegt, dass ich mit Ausnahme der letzten paar eigentlich schon jede Staffel mehrmals gesehen habe und daher vermutlich, als ich mein erstes Ranking vor ein paar Jahren erstellt hab, die meisten Folgen noch deutlich besser in Erinnerung hatte, als die von Rider, die ich zuvor ja alle nur einmal gesehen hatte. Was ich auf jeden Fall sagen kann ist, dass die ersten beiden Plätze und die letzten beiden Plätze exakt gleich geblieben sind. Was mich tatsächlich überrascht hat war, dass ich den Start von Jungle Fury gar nicht mal so gut fand, die Folgen hatte ich definitiv besser in Erinnerung. Auch Ninja Steel ist etwas gefallen, dadurch dass ich eben schon wusste, wie sich die Staffel entwickeln wird (und das war nebenbei auch die einzige Startfolge, die ich zuvor nur ein einziges Mal gesehen hatte). Die einzigen beiden Staffeln, die sich signifikant steigern konnten, sind Mighty Morphin 3 und Operation Overdrive, ansonsten beschränken sich die Veränderungen größtenteils auf ein paar Plätze hoch oder runter, was nicht unbedingt viel aussagt, da eigentlich der gesamte Bereich zwischen Platz 3 und Platz 15 so eng ist, dass lediglich Nuancen entschieden haben, was ich wo hin packe.

1. Time Force
2. Dino Thunder
3. S.P.D.
4. Mystic Force
5. RPM
6. Lost Galaxy
7. MMPR 3
8. Operation Overdrive
9. Beast Morphers
10. Lightspeed Rescue
11. Ninja Storm
12. MMPR 2
13. Dino Charge
14. In Space
15. Wild Force
16. Jungle Fury
17. Ninja Steel
18. Turbo
19. Zeo
20. Samurai
21. MMPR 1
22. Megaforce

Letztes Mal hab ich ja die Behauptung aufgestellt, dass Power Rangers Startfolgen im Schnitt einfach besser sind, als die aller anderen Toku Franchises und ich würde schon sagen, dass ich mich darin bestätigt sehe. Es gab hier auf jeden Fall auch welche, die ich nicht so mochte, aber allein die oberen 2/3 halten den Schnitt so weit oben, dass ich sie ganz klar über den Durchschnitt von Rider stellen würde und selbst die schwächsten hier wie Mighty Morphin 1 oder Megaforce würde wahrscheinlich noch über die schlechtesten paar Rider Startfolgen stellen, weil ich bei denen zumindest sagen kann, dass sie es hinbekommen haben, das Setting der Serie vernünftig zu etablieren und noch halbwegs Luft zum atmen zu lassen. In gewisser Weise hat mir das mal wieder eine Frage aufgeworfen, die ich mir schon 1-2 mal gestellt hatte: Ist Megaforce wirklich schlechter als die Decade? Mittlerweile bin ich mir da nämlich nicht mehr so sicher.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Power Rangers Edition)

Beitrag von Ranger L » Fr 26. Feb 2021, 05:22

Ich hab ja letztes Jahr mal gesagt, dass ich gern irgendwann mal nen Zordon Ära Rewatch machen würde und generell wollte ich Power Rangers wieder etwas mehr Aufmerksamkeit schenken, deshalb hab ich mich relativ spontan dazu entschieden, mir Mighty Morphin 1 anzuschauen. Die Serie ist eh eine von denen, die dringend mal meiner Bewertungslinie angepasst werden müssen und da ich durch Dairanger auch irgendwie Lust auf Mighty Morphin 2 hatte (die ich mir so oder so nie ohne die anderen beiden angeschaut hätte), dachte ich wieso nicht. Einen First Impression Post hab ich mir hier geschenkt, was ich wahrscheinlich auch bei den anderen Staffeln machen werde, da ich alles Pre-RPM ja sowieso schon 100 mal gesehen hab, das wäre also eh kein authentischer erster Eindruck gewesen. Mit der ersten Staffel bin jetzt fertig und ich würde sagen die Serie ist… nicht wirklich gut, aber jetzt auch nicht so katastrophal schlecht, dass sie es verdient hätte, in meinem Ranking hinter Serien wie Den-O oder Zi-O zu stehen. Der größte Fan werd ich von dieser Staffel definitiv nie, so viel ist sicher, dafür hat sie zu wenig Inhalt und zu viele Schwachsinnsaktionen, aber sie hatte zumindest gelegentlich ihre Momente.


Qualitativ würde ich sagen, dass vor allem die ersten 10-15 Folgen ziemlich schlecht waren, während man später durchaus eine Steigerung erkennen konnte. Gerade in der frühen Phase hat man halt schon gemerkt, dass man bei der Produktion einfach noch nicht so wirklich wusste, was genau man da eigentlich tut, insbesondere was so Sachen wie Verwendung des Sentai Materials betrifft. Die Übergänge zwischen Sentai und eigenem Material waren anfangs teilweise so random und unkoordiniert. Oft wurde einfach nur wild hin und her geschnitten bzw. die Rangers wurden zwischen irgendwelchen Kämpfen hin und her transportiert, besten Falls noch mit irgendeinem billigen Vorwand verbunden, was auch einfach die Abläufe oft mega seltsam gemacht hat. Beispielsweise in der dritten Folge kämpfen die Rangers im Megazord gegen ein Minotaurus Monster, das zu stark zu sein scheint, weshalb Zordon die Rangers in die Kommando Zentrale zurück beordert, wo er ihnen dann die Power Waffen gibt und sie anschließend zurück schickt, woraufhin die Rangers das Monster im kleinen Zustand mit ihren Waffen besiegen. Ich meine WTF, warum ist das Monster auf einmal wieder klein und wie kommt Zordon überhaupt darauf, ihnen zur Unterstützung gegen ein Riesenmonster Bodenwaffen zur Verfügung zu stellen. Man hat es halt überhaupt nicht hinbekommen, mit dem Sentai Material vernünftig zu arbeiten, sondern hat es einfach nur irgendwie aneinander gelegt und gehofft, dass es niemandem auffällt. Das Ganze hat sich auch teilweise darin gezeigt, dass man es nicht sehr gut geschafft hat, den B-Plot der Folge mit dem Kampfmaterial zu verknüpfen, wie beispielsweise bei der Folge, in der Billy und Kimberly Körper getauscht haben. Dieser gesamte Plot wurde für den Kampf gegen das Monster quasi komplett unterbrochen und es hat keine Rolle gespielt bis der Kampf aus war und dann erst hat man diesen Teil der Folge zu Ende geführt.
Und eine Sache die mich irgendwie auch irrational stark getriggert hat, das ist die Tatsache, dass man Grundsätzlich aus den Roll Calls der Zyuranger irgendwelche Sequenzen gemacht hat, in denen die Rangers zwar lustig posieren, dabei aber nur irgendeinen unnötigen Müll von sich geben. Ich meine, wenn man die Roll Calls nicht drin haben will, weil ihnen das zu „japanisch“ ist oder so, dann ist das ja ok, aber warum zum Teufel schneiden sie die Szenen dann nicht einfach raus? Wenn Roll Calls in deren Augen schon lächerlich sind, dann ist es dieses sinnlose Rumgepose erstrecht. Ebenso mit diesen Sequenzen wenn die Rangers die Zord betreten, wo sie auch immer den Drang haben, irgendwas Sinnfreies zu sagen bzw. mit ihren Zords zu reden, anstatt einfach sowas zu sagen „Bereit!“ und es dabei zu belassen.
Mit der Zeit sind die Folgen dann aber definitiv besser geworden, man hat auf jeden Fall gemerkt, dass die Writer und Produzenten durch etwas Erfahrung im Umgang mit Sentai die Folgenhandlungen logischer aufbauen konnten, auch wenn ich sagen muss, dass es immer noch teilweise holprig war, wenn man Versucht hat, Zyuranger Plot Folgen, auf Mighty Morphin One-Shots umzumünzen, wie bei so Sachen wie der Einführung von Titano und der Super Monsterpatroullie, was in Zyuranger eine mehrteilige Story Arc war, hier aber sehr stark runter gespielt wurde und sich teilweise extrem random angefühlt hat. Man hat aber auch ein paar ganz coole Sachen mit dem Sentai Material gemacht, wie beispielsweise Ziviles Zyuranger Material wie diese Szene in der Barza die Golem Soldiers bekämpft, als Flashback Szenen zu irgendwelchen früheren Kämpfen zwischen Rita und Zordon zu verwenden. Auch wenn man meiner Meinung nach auf deren Gemeinsamen Background noch deutlich mehr hätte eingehen sollen. Generell etwas mehr Kontext und World Building hätte der Serie meiner Meinung nach echt gut getan, da sau-häufig irgendwelche Sachen angeschnitten wurden, die in der Theorie echt interessant hätten sein können (Magische Eier, Power Kristalle, etc.), wenn man mehr aus ihnen gemacht hätte.
In den letzten 20 Folgen hatte man dann ja außerdem Zyu2 Material zur Verfügung, was teilweise deutlich besser auf Power Rangers abgestimmt war und daher auch besser mit den Charakteren und mit den Gegebenheiten der Serie funktioniert hat, was es den Writern ebenfalls deutlich leichter gemacht hat, ihre eigenen Folgenplots drum herum zu bauen. Nur die Rita Szenen sind dadurch teilweise noch schlechter geworden, da man so gut wie nur noch auf bereits zuvor verwendetes Material zurück greifen konnte. Finster hat praktisch jede Folge an denselben 3 Monstern gearbeitet.

Was die Story angeht, hab ich dieses Mal explizit versucht darauf zu achten, in welchen Episoden irgendwas vorkommt, das man als relevant bezeichnen könnte und bei großzügiger Auslegung (wenn man so Sachen wie die Einführung von Titano, dem Radarkäfer oder Zachis Freundin Angela zählt) komm ich auf um die 20 relevante Folgen, was gar nicht mal so wenig ist, verglichen mit dem was ich im Kopf hatte, das Problem ist hier eher die Verteilung. Viele wichtigere Folgen waren halt vor allem am Anfang und im Mittelteil durch die grüne Ranger Story, während besonders im letzten Drittel fast gar nichts mehr gekommen ist, wodurch man halt immer wieder recht lange Durststrecken hat. Was deren Umsetzung angeht, werd ich mal der Reihe nach vorgehen.
Den Start der Grünen Ranger Arc fand ich auf jeden Fall besser als in Zyuranger, auch wenn sich so ein bisschen die Frage stellt, wo genau Rita die Grüne Power Münze eigentlich her hat und warum sie sie erst jetzt einsetzt, aber die Tatsache, dass sie die Münze halt einfach hat, ist immer noch besser als Startpunkt, als diese seltsame Kombination aus Misskommunikation und Dummheit, die in Zyuranger zur Wiedererweckung von Burai geführt hat. Mal abgesehen davon, dass auch bei ihm nie so wirklich geklärt wurde, wo genau er seine Kräfte her hatte.
Vom restlichen Verlauf her fand ich Zyuranger aber doch größtenteils stärker. Gerade die Einführung von Scorpina war hier doch sehr random, ebenso wie die des Dragonzords. Generell hat mir das so ein bisschen die Frage aufgeworfen, woher eigentlich die Zords stammen. Kommen die von Zordon wie man aus ihrem Namen schließen könnte oder hat die auch Ninjor erschaffen? Was ich aber mochte waren diese Szenen in Ritas Kerker in denen Jason erst gegen Goldar und dann gegen den Grünen Ranger kämpfen musste. Das Ende würde ich tatsächlich auch einen Tick über das Ende von Burai’s Einführungs Arc stellen, auch wenn’s etwas seltsam war, dass Ritas Zauber anscheinend komplett über das Schwert der Finsternis läuft, obwohl Tommy das ja erst bekommen hat, nachdem er zum Grünen Ranger wurde, aber naja, besser als diese 20 Sekunden Redemption von Burai, bei der er nach 6 Folgen urplötzlich realisiert, dass sein Bruder ihm doch nichts böses will. Dass die Zords so plötzlich wieder da waren, darauf hätte ich allerdings verzichten können, ebenso wie diese nicht-Roll Call Szene da am Ende, bei der schon mal die neue Megazord Kombination vorgestellt wurde, ohne sinnvollen Grund.

Die Weitere Verwendung des Grünen Rangers würde ich auch wieder als deutlich schwächer bezeichnen, als die von Burai, schon allein weil der einen ziemlich guten Grund dafür hatte, sich die meiste Zeit zurück zu halten und immer nur im Notfall aufzutauchen, während man sich für Tommy halt jede Folge immer irgendeinen seltsamen Vorwand dafür suchen musste, warum er erst später zu den anderen stoßt, was mit der Zeit halt einfach immer lächerlicher geworden ist. Generell ist mir aufgefallen, was für ein irrelevanter Charakter Tommy in dieser Zeit einfach war. Kaum zu glauben, dass er damals schon so dermaßen beliebt war, dass er immer wieder zurück gebracht wurde.
Die Story um die grüne Kerze fand ich dann aber doch wieder ziemlich gut, man hat es ganz gut geschafft zu erklären, wie genau die Kerze funktioniert und was sie mit Tommy zu tun hat, um ihn relativ gut aus der Handlung rauszunehmen. Gehört definitiv zu den besten Folgen der Staffel.
Im Kontrast fand ich ein paar Folgen später dann den Zweiteiler zu Goldars Zord relativ schwach, insbesondere wenn man bedenkt, dass das ursprünglich mal das Finale der Serie hätte werden sollen. Rückwirkend war das Ganze sogar nicht mal ein wirklich relevanter Zweiteiler. Klar, es wurde natürlich umgeschrieben, um eine Fortsetzung zu ermöglichen, aber trotzdem wäre das irgendwie ein ziemlich lasches Ende gewesen.
Der Kampf um die Powermünzen als Wiedereinführung des grünen Rangers war wieder deutlich besser. In gewisser Weise war der Basic Plot dieses Zweiteilers sogar recht ähnlich zu dem von Der Unbesiegbare, nur dass man aus der Entführung der Angehörigen dieses Mal auch tatsächlich was gemacht hat. Die Rangers zu zwingen, ihre Power Münzen aufzugeben, ist eigentlich ein ziemlich cleverer Plan und war eine sehr gute Überleitung um dann Tommy zurück zu holen.
Abgesehen davon hatte die Schlussphase allerdings nicht mehr allzu viel zu bieten, auch wenn die einzelnen Folgenhandlungen jetzt größtenteils gar nicht unbedingt schlecht waren, gerade die Verwendung von Tommy in den letzten 10 Folgen war deutlich besser als vor seinem ersten Ausstieg, aber 2 relevante Folgen auf die gesamten letzten 20-25 Folgen ist halt trotzdem etwas lasch. Das Problem war hier halt einfach dass sie durch das Zyu2 Material keinen Zyuranger Plot mehr hatten, der sie dazu zwingt, ihn in irgendeiner Art von Story zu verarbeiten, weshalb 90% praktisch nur noch Füller waren. Was ich mich halt nur nach wie vor frage ist, warum genau es unbedingt 20 Folgen sein mussten. Hätten es nicht 10 auch getan? 4 vor und 4 nach Tommys Wiedereinführung, um das ganze etwas zu verpacken und man wäre trotzdem auf die Länge eines durchschnittlichen japanischen Tokus gekommen. Das wäre doch vollkommen ausreichend gewesen. Auch ein richtiges Finale hatte die erste Staffel ja eigentlich nicht, auch wenn man denke ich mit der Story um Angela zumindest noch irgendwie versucht hat, so eine Art Highlight daraus zu machen, allerdings macht die Tatsache, dass diese Folge auch gleichzeitig ihr letzter Auftritt in der Serie ist, das Ganze rückwirkend irgendwie ziemlich sinnlos.


Ich muss sagen, mit den Charakteren konnte ich mich dieses Mal tatsächlich einigermaßen anfreunden, wofür vor allem auch meine Erfahrungen mit verschiedenen japanischen Tokus verantwortlich sind, die mir des Öfteren Mal vor Augen geführt haben, dass Charaktere die simpel und zuweilen an der Grenze zu langweilig, dafür aber immerhin sympathisch sind, immer noch besser sind, als welche, die ich einfach nur nervig und unsympathisch finde und das waren die Mighty Morphin Rangers auf jeden Fall nicht. Und wenn man sich zum Vergleich auch mal die Zyuranger Charaktere anschaut, dann muss man wohl auch zugeben, dass die auch nicht gerade interessanter waren. Ich denke das schwächste Glied ist für mich nach wie vor Jason, weil mich einfach generell dieser „starker und selbstbewusster Anführer“ Typ von Charakter nicht sonderlich anspricht, aber gerade Zachi weiß ich nach diesem Rewatch definitiv deutlich mehr zu schätzen als davor. In gewisser Weise gehen die Mighty Morphin Rangers für mich halt so ein bisschen in Richtung Uehara Charaktere, nicht unbedingt super spannend oder komplex, aber markant genug, dass sich jeder von ihnen wie ein eigenes Individuum anfühlt und sympathisch genug, um halbwegs mit ihnen mit fiebern zu können.
Die Nebencharaktere waren größtenteils in Ordnung, vor allem Alpha liebe ich nach wie vor, obwohl mir tatsächlich aufgefallen ist, dass er in den ersten paar Folgen ab und zu etwas anstrengend war, aber mit der Zeit ist er doch recht schnell zu dem liebenswert Chaoten geworden, den ich kenne. Auch einer der besseren Charaktere ist wohl Ernie, in gewisser Weise ist er so ein bisschen die Seele des Teams ohne überhaupt Teil des Teams zu sein. Zordon ist halt immer noch so naja. Ich find’s halt einfach langweilig, dass er letztlich einfach immer auf alles eine Antwort hat, immer irgendwie über alles Bescheid weiß, er kennt jedes Monster, er durchschaut jeden Plan von Rita und reagiert in 90% der Fälle mit „Das hatte ich schon erwartet/befürchtet“. Sowas entschärft einfach jede Sitaution viel zu schnell und lässt wenig Raum für einen vernünftigen Spannungsbogen. Das ist wohl auch mit der Grund warum die Einführung und dann später die Wiedereinführung des Grünen Rangers, mit die besten Phasen der Staffel waren, allein weil Zordon da mal für kurze Zeit außer Gefecht war bzw. den Rangers nicht helfen konnte.
Bulk & Skull, naja, sie sind jetzt nicht unbedingt toll, aber sie hatten ihre Momente. Vor allem die Situationen in denen sie tatsächlich mal versucht haben zu helfen, wie beispielsweise in der letzten Folge mit Zachi waren eigentlich immer ihre stärksten Szenen. Ein paar der Dialog Witze waren auch oft ganz lustig, vor allem so gegenseitige Sticheleien wie „Ihr beiden werdet hier solange nachsitzen bis ihr 50 seid!“ „Also bei dir wären’s nur 2 Jahre!“ find ich schon teilweise unterhaltsam, nur halt dieser physische Humor, wenn sie irgendwas ins Gesicht kriegen, irgendwo reinfallen, irgendwo runter Stürzen, etc. und die Szenen in denen sie einfach unnötigerweise versuchen, den Rangers oder sonst irgendwem ernsthaft zu schaden, sind einfach nicht witzig. Ihre Entwicklung zu sehen, ist aber definitiv einer der Aspekte, auf die ich mich in den kommenden Staffeln mit am allermeisten freue.

Mit den Schurken kann ich ehrlich gesagt immer noch nicht sonderlich viel anfangen. Rita kommt für mich nicht ansatzweise an Bandora ran, auch wenn man immer so ein wenig versucht hat, ihren Stil zu kopieren, aber ihr fehlt einfach der Hintergrund und auch der Charme von Bandora. Auch ihre Dynamik mit den anderen hat sich nicht so natürlich angefühlt, gerade diese ständigen, wilden Beschimpfungen gegenüber irgendwem, der nicht mal irgendwas mit dem Plan zu tun hatte, hab ich hier ehrlich gesagt als eher nervtötend empfunden. Und warum zum Teufel hat sie ständig ihre Monster wachsen lassen, wenn sie gerade kurz davor waren, zu gewinnen? Das ist mir in Zyuranger oder auch in irgendeiner anderen Power Rangers Staffel nie so schlimm vorgekommen.
Am besten find ich noch Finster und zu nem gewissen Grad Goldar, weil der zumindest irgendwas gemacht hat. Scorpina ist praktisch kein Charakter, ihr fehlt halt auch einfach die komplette Story von Lamy und deren Dynamik mit Grifforzer und in den letzten Folgen ist sie praktisch gar nicht mehr aufgetaucht. Squatt und Baboo hatten genau eine einzige gute Folge mit Shellshock, darüber hinaus waren sie weder produktiv noch großartig lustig.


Yo ich denke, damit wäre dann das meiste abgedeckt. Wie gesagt, gut ist die Serie nicht, aber sie ist jetzt auch kein Decade oder Megaforce. Ich denke vielleicht der beste Vergleichswert und damit auch Orientierungspunkt in meinem Ranking ist wahrscheinlich Sun Vulcan, da die beiden Serien vom Verlauf her einige Ähnlichkeiten haben. Bei der Menge des Inhalts dürfte Mighty Morphin 1 da sogar noch die Nase vorn haben, aber von der Umsetzung und als Gesamtwerk rangiert die Serie da irgendwo im selben qualitativen Bereich.
Mein Power Rangers Ranking werd ich wahrscheinlich erst Updaten, wenn ich mit der Zordon Ära durch bin, wann auch immer das sein wird. Ich bin auch nicht 100% sicher ob ich alles am Stück anschaue oder ob ich immer wieder kleine Pausen dazwischen lege. Mal schauen. Auf jeden Fall wird das wohl erst mal meine größere Mission für die nächste Zeit sein.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Power Rangers Edition)

Beitrag von Ranger L » Di 9. Mär 2021, 05:05

Mit Mighty Morphin 2 bin ich jetzt auch durch und ich würde tatsächlich sagen, im Großen und Ganzen mochte ich die Serie ganz gern. Auf jeden Fall noch nicht auf dem Niveau der späteren Staffeln, aber schon eine klare Steigerung gegenüber der ersten Staffel und wenn ich ehrlich bin, hat sie mich wahrscheinlich auch besser unterhalten, als Dairanger. Zumindest war sie weniger nervig.


Ich würde sagen die Gesamtzahl der relevanten Folgen war ein kleines bisschen höher als in Staffel 1, wenn auch immer noch unter 50%, nur die Verteilung hätte auch hier wesentlich besser sein können, vor allem in der zweiten Hälfte haben die relevanten Ereignisse wieder deutlich abgenommen. Was man der Serie allerdings auf jeden Fall lassen muss ist, dass sie extrem viele Mehrteiler hatte, insgesamt 27 von 55 Folgen, also knapp die Hälfte, waren Teil eines Zwei- oder Dreiteilers, das hilft auf jeden Fall schon einiges. Und was man auch sagen muss, teilweise haben manche Folgen vor einem größeren Climax schon stark auf eben jenen hingearbeitet, weshalb sich nicht nur immer die Höhepunkte relevant angefühlt haben, sondern auch schon die Folgen davor. Gerade die Folgen vor dem Ende vom Grünen Ranger haben schon sehr stark thematisiert, dass Zedd explizit auf Tommy geht und dass dessen Kräfte immer schwächer und schwächer werden. Das war auf jeden Fall was, das ich gar nicht mehr so sehr auf dem Schirm hatte. Hat mich positiv überrascht.
Ich muss sagen, der Zweiteiler Tommys Albtraum selbst, war tatsächlich ziemlich seltsam, den hatte ich irgendwie besser in Erinnerung. Die Sache mit diesem Kristall und den dunklen Rangers war irgendwie etwas random, ich hab nicht so ganz verstanden, warum genau dadurch auch die anderen Rangers ihre Kräfte verloren haben oder was man sich aus Storytelling Sicht von diesen dunklen Rangers versprochen hat. Und was sollte dieses „Vielleicht brauchen sie nur Freunde“ am Ende, die waren doch zu fünft, also offensichtlich hatten sie ja Freunde. Und was ich auch nicht verstanden hab ist, was genau es mit Goldars Zeitmachine auf sich hatte. Was sollte dieses Ding machen und wieso hatte er das plötzlich einfach so? Mal abgesehen davon, dass die Szenen in denen Zukunfts-Tommy die Zeitmaschine benutzt und die in der er im ersten Teil dem Vergangenheits-Tommy erscheint überhaupt nicht zueinander passen. Ich meine, mit welchem Tommy hat er in der Zweiten Folge da geredet, der ihm seinen Kommunikator gegeben hat? Was hatte das alles zu bedeuten? Da muss ich tatsächlich sagen, dass ich Tommys ersten Ausstieg in der ersten Staffel deutlich besser fand als das hier.
Was ich aber ganz gut fand, das war die Folge danach, in der Jason sich Selbstvorwürfe gemacht hat, weil er es damals nicht geschafft hat, die grüne Kerze zu holen. Ungewohnte Tiefe für den Charakter. Und die Einführung des weißen Rangers ein paar Folgen später war dann auch wieder ziemlich gut. Was zwar etwas seltsam war, das war dieses Gerede von Zedd, sich Tommy zum Untertan machen zu wollen, das man vermutlich nur eingebaut hat damit man Tommys verschwinden zeigen konnte, ohne dass sofort klar war, worauf es hinausläuft, aber naja, ansonsten war der Zweiteiler ziemlich gut aufgebaut. Auch hier wieder, Zordon für einen Großteil der ersten Folge rauszunehmen, macht die Ranger Aktivitäten um einiges interessanter und ich fand auch den Bulk & Skull Sub-Plot mit Ritas Tonne ganz witzig. Man könnte wohl argumentieren, dass man mehr auf den Erschaffungsprozess des weißen Rangers hätte eingehen können, aber allein die Tatsache, dass Zordon und Alpha auch Zords erschaffen können, macht es für mich schon deutlich plausibler als die Sache mit Byakko Shinken in Dairanger.

Danach ging dann ja auch schon mehr oder weniger die Story um die Friedenskonferenz los, mir war gar nicht mehr so recht bewusst, dass man das schon vorm ersten Auftritt von Rocky, Adam und Aisha zum ersten Mal erwähnt hat. Auf jeden Fall cool, dass man auch hier, wie beim Ausstieg vom grünen Ranger schon einige Zeit davor darauf hingearbeitet hat, anstatt es einfach so aus dem Nichts kommen zu lassen. Der Dreiteiler zur Einführung von Rocky, Adam und Aisha hätte auf jeden Fall ohne weiteres 2 Folgen sein können, der gesamte zweite Teil hat eigentlich nicht viel zur Story beigetragen, außer die Rettung der drei Ninjas möglichst lange hinauszuzögern und ich fand’s auch irgendwie seltsam dafür ein Staffel 1 Monster wiederzuverwenden, ansonsten waren die Folgen aber ganz in Ordnung würde ich sagen. Als Set-Up für die kommenden Folgen hat es gut funktioniert, ich mag die Idee, sie erst mal als wiederkehrende Nebenrollen vorzustellen, die auch die Identität der Rangers kennen, statt sie direkt zu Rangers zu machen und was ich auch sagen muss, die Geschichte mit dem Baby des Trainers war mit Abstand der beste Bulk & Skull Sub-Plot den die Serie bis zu dem Zeitpunkt hatte. In den zwei Folgen dazwischen wurde dann noch der Transport Zord Tor eingeführt, was mal wieder random wie eh und je war, da hat selbst der erste Auftritt von Titano noch mehr Sinn gemacht und dann kam auch schon der Zweiteiler zum Ausstieg von Jason, Zachi und Trini. Dass man für diesen Power Transfer nun ein „Schwert des Lichts“ braucht, das zufällig auf irgend so einem Planeten rumliegt, lass ich mal so stehen, aber die Story drum rum war ganz gut. Serpentera als Zord von Lord Zedd ist hundertmal besser als was auch immer Dairanger mit dieser Daijinryu Storyline bezwecken wollte, auch wenn ihm immer wieder die Energie ausgeht, aber wenn man bedenkt, wie riesig dieses Ding ist, dann ist das denk ich sogar durchaus plausibel. Wer die drei Rangers werden würden, war denk ich mal auch ohne jegliche Form von Vorwissen offensichtlich, schon allein durch ihren Sub-Plot in diesem Zweiteiler, aber das find ich nicht unbedingt schlimm, da sie nun mal schlicht und ergreifend die logischste Wahl gewesen sind. Außerdem macht es durch ihren Ninja Background auch durchaus Sinn, dass sie sich zu wehren wissen. Alles in allem würde ich also schon sagen, dass man in Anbetracht der Umstände, dass man 3 Schauspieler für insgesamt 8 Folgen bis zu ihrem Ausstieg nicht mehr zur Verfügung hatte, sehr viel aus der Situation rausgeholt hat. Es war nicht perfekt, aber das kann man hier find ich auch nicht unbedingt erwarten und wenn man sich mal anschaut, wie schlecht solche Rangerwechsel sowohl bei Power Rangers als auch bei Sentai teilweise schon umgesetzt wurden, obwohl man alle Darsteller zur Verfügung hatte, dann ist das find ich schon eine ziemlich beeindruckende Leistung.
Die anschließende Phase zwischen dem Rangerwechsel und der Rückkehr von Rita würde ich dann aber ganz klar als die schwächste der Staffel bezeichnen. Das einzig relevante in diesen 12 Folgen war die Einführung der Power Kanone, abgesehen davon gab’s eventuell noch diese Folge mit Scorpina, die aber ziemlich random war und da sie danach genauso erfolgreich ignoriert wurde, wie davor, würde ich die auch nicht als relevant bezeichnen. Vor allem muss ich aber auch sagen, dass in dieser Phase schlicht und ergreifend, die Folgenhandlungen extrem schwach waren. Es gab hier einige One-Shot Kinder und viele Folgen mit einem starken Fokus auf der Moral der Woche, deutlich mehr, als die erste Staffel im Schnitt hatte. Das einzige was ich ganz cool fand, man hat am Anfang tatsächlich darauf geachtet, dass die Rangers erst mal noch so ein bisschen in ihren ursprünglichen Gruppen Tommy/Billy/Kimberly und Rocky/Adam/Aisha geblieben sind, während sie sich erst mit der Zeit immer mehr vermischt haben und nicht mehr drauf geachtet haben. Ich bin nicht zu 100% sicher, ob das beabsichtigt war, aber es hat sich auf jeden Fall sehr natürlich angefühlt. Und witziger Weise ist mir auch aufgefallen, dass die beiden Folgen, die von Judd Lynn geschrieben wurden, die mit Abstand besten ist dieser Phase waren.
Mit der Rückkehr von Rita ging es dann aber wieder ganz klar bergauf. Generell ist dieser Dreiteiler nach wie vor einer meiner Favoriten, allein der umprogrammierte Alpha ist einfach genial und durch die Wiedereinführung von Rita ist auch endlich mal ein wenig Schwung in die Dynamik der Schurken gekommen. Warum genau die Rangers in diesem Theater ihre Kräfte nicht einsetzen können, sei mal dahin gestellt, aber generell mochte ich den Plot, dass sie immer wieder versuchen mussten, daraus zu entkommen um dem Plot um Rita und Zedd die nötige Zeit zum atmen zu lassen. Wesentlich bessere Art und Weise, die Handlung zu strecken, als der zweite Teil von Der Kampf der Ninjas.
Die restliche Schlussphase war dann ja generell sehr von Mehrteilern geprägt, was das Ganze für mich schon mal wesentlich angenehmer macht, auch wenn die meisten von denen jetzt nicht großartig relevant gewesen sind. Den direkt nächsten Dreiteiler mit dem Tommy Klon fand ich ehrlich gesagt wieder etwas schwächer. Ich mochte den Handlungsstrang um die anderen fünf, die in die Vergangenheit geschickt wurden, sofern man davon absieht, dass die Begründung dafür, warum sie ihre Power nicht einsetzen konnten, nicht wirklich Sinn ergibt, aber die Sache mit dem Tommy Klon fand ich schon etwas seltsam. Wo genau kommen diese grünen Ranger Kräfte denn jetzt plötzlich her? Und warum ist es vollkommen ok, wenn dieser Klon am Ende überlebt, wenn der echte Tommy doch offensichtlich durch seine Existenz schwächer wird. Auch dass man den da am Ende einfach in der anderen Zeit gelassen hat, find ich irgendwie nicht so prickelnd, auch wenn ich schon Leute gesehen hab, die gesagt haben, dass man damit versucht hat zu implizieren, dass Tommy sich praktisch durch ein Bootstrap Paradoxon selbst erschaffen hat, aber dass die Writer da an sowas gedacht haben, halte ich doch für sehr weit hergeholt. Ach ja und was hat es mit diesem bösen Geist und dem betrügerischen Zauberer auf sich. Das ist halt mal wieder sowas, wo die Serie auf einen Potentiellen Background teasert, der eventuell interessant sein könnte, man danach aber nie wirklich drauf eingeht. Den Zweiteiler mit Grumble dem Zaubertroll fand ich dann wieder ganz gut. War nichts besonderes, aber das Konzept die Rangers in ein Buch einzusperren war sehr unterhaltsam. Das einzig seltsame hier war die Aussage von Rita, dass Mondo der Zauberer, ein Charakter aus dem Buch, ein alter Freund von ihr wäre. Wie zum Teufel ist sie mit einem fiktiven, zweidimensionalen Charakter „befreundet“? Die Wild West Folge war eigentlich auch ganz cool, abgesehen von der Tatsache, dass ich es ziemlich seltsam finde, dass Angel Grove vom 18. zum 19. Jahrhundert auf einmal den Standort gewechselt zu haben scheint, aber darüber hinaus recht unterhaltsam. Dieses Mal konnte sich Kimberly auch in der Vergangenheit verwandeln, was zwar leider zu Kontinuitätsproblemen mit dem anderen Dreiteiler führt, aber die waren ja, wie gesagt, durch den Standort eh schon vorhanden und so ergibt es meiner Meinung nach deutlich mehr Sinn. Am Ende gab es dann noch den Edenoi Dreiteiler, den ich weiterhin als Teil von Mighty Morphin 2 betrachten werde, scheiß egal, was Saban versucht uns zu erzählen. Einfach alles an diesen 3 Folgen schreit Mighty Morphin 2. Sogar der Bulk und Skull Plot hat sich angefühlt wie ein Abschluss für ihre Suche nach der wahren Identität der Rangers, weshalb ich diesen Dreiteiler sogar als recht passendes Ende für die Staffel bezeichnen würde. Mal unabhängig davon, was aus diesem Backdoor Pilot heraus dann entstanden ist, würde ich auch sagen, dass die Story um Prinz Dex hier sehr gut war.


Bei den Charakteren hat sich trotz des Rangerwechsels jetzt nicht so viel getan. Rocky, Adam und Aisha würde ich weder als besser noch als schlechter als Jason, Zachi und Trini bezeichnen. In beiden Fällen ist für mich weiterhin Rot das schwächste Glied. Nur bei Tommy kann man find ich eine ganz klare Steigerung erkennen, man hat ihn viel besser eingesetzt, auch als er noch Grüner Ranger war und als weißer Ranger hat er dann auch mal angefangen, den ein oder anderen witzigen Spruch zu bringen. In gewisser Weise ist er wie eine unterhaltsamere Version von Jason. Und Kimberly ist vielleicht auch etwas besser geworden.
Zedd finde ich insgesamt nur sehr bedingt besser als Rita, er wirkt zwar sehr bedrohlich und ich würde auch sagen, dass er in Sachen effektivem Vorgehen, teilweise leichte Vorteile hat, aber zum Beispiel dieses sinnlose Beschimpfen von Goldar, obwohl der am Plan nicht mal beteiligt war, hat er auch. Und irgendeine Art von Dynamik war nach seinem Erscheinen halt praktisch gar nicht mehr da. Außer Goldar war niemand von den anderen mehr minimal relevant, Scorpina und Finster sind gar nicht mehr vorgekommen und Squatt & Baboo auch nur immer im Hintergrund. Erst als Rita dann wieder zurück gekommen ist, hat sich die Dynamik wieder deutlich verbessert, vor allem eben durch das hin und Her zwischen ihr und Zedd. Generell find ich die beiden gemeinsam einfach deutlich unterhaltsamer als beide von ihnen allein, auch wenn sie wohl nie so Bedrohlich oder kompetent wie die Schurken zu Post-Zordon und Disney Zeiten sein werden.
Das Highlight in Sachen Charakter Entwicklung waren hier ganz klar Bulk & Skull, mir war tatsächlich gar nicht mehr bewusst, dass sie schon in Staffel 2 angefangen haben, so deutlich besser zu werden, als in der ersten Staffel. Ich dachte immer, dass das erst mit Mighty Morphin 3 so richtig eingesetzt hat, aber auch hier hat sich schon einiges getan. Sie waren generell viel weniger Antagonistisch gegen über den (zivilen) Rangers, auch wenn man immer noch gemerkt hat, dass sie sie nicht wirklich leiden können, aber sie haben kaum noch aktiv gegen sie gearbeitet oder so. Durch ihre Storyline, die wahre Identität der Rangers herauszufinden, hatte ich auch das Gefühl, dass sie mehr mit dem Geschehen zu tun haben und nicht nur Zeitverschwenden und vor allem hatten sie auf jeden Fall das ein oder andere Highlight, bei dem sie wirklich nett und hilfreich waren, wie in der Folge in der sie die Rangers mit den Prismen gerettet haben oder als sie sich um das Kind des Ninja Trainers gekümmert haben. Dass sie ständig nur was ins Gesicht bekommen haben, hat mit der Zeit auch angefangen abzunehmen, weshalb sich auch einfach der Humor verbessert hat. Ich glaube es kaum, dass ich das sage, aber die beiden fangen tatsächlich an, meine Lieblingscharaktere der ersten Staffeln zu werden.


Vom Idealwert ist die Serie definitiv immer noch weit entfernt, schon allein aufgrund der vielen kleinen Logikprobleme in einzelnen Folgenhandlungen und der größeren Schwächephase in den 30ern, aber es gab definitiv einige Highlights und die meiste Zeit hab ich mich nicht zu stark gelangweilt gefühlt. Während ich Mighty Morphin 1 ja qualitativ noch mit Sun Vulcan verglichen hab, würde ich sagen, dass die zweite Staffel schon ganz klar Richtung oberes Uehara Niveau geht. Vielleicht nicht gerade Juspion, aber Battle Fever J oder Return of Ultraman sind da schon eine recht gute Orientierung denke ich.
Was man wohl sagen muss, wenn man sich Power Rangers jetzt nur für die Kämpfe anschaut, dann ist Mighty Morphin 2 natürlich nicht mehr so gut wie die erste Staffel, schon allein weil man im ersten Drittel sehr häufig die Mecha Kämpfe zusammenschneiden musste, während man dann ab dem Debut des weißen Rangers praktisch gar kein Boden Kampf Material mehr benutzen konnte und die eigenen Kämpfe können größtenteils nicht mit denen von Zyuranger mithalten. Außerdem sind hier zum ersten Mal so richtig diese extrem schlechten Schnittübergänge zwischen eigenem Material und Sentai Material zum Vorschein gekommen, wo dann zum Teil die Hintergründe überhaupt nicht mehr zu einander gepasst haben, was man in der ersten Staffel noch mehr oder weniger mit dem Hin und Her teleportieren „kaschieren“ konnte. Und die Variation was die Kampf Schauplätze angeht, hat auch sehr stark nachgelassen, fast alle Monster sind immer irgendwo im Park aufgetaucht. Mich persönlich stören all diese Dinge jetzt nicht allzu sehr, auf jeden Fall nicht genug, um die Inhaltlichen Vorteile, die MMPR 2 gegenüber der ersten Staffel hat, auszugleichen, aber wem sowas wichtig ist, für den ist die Serie wahrscheinlich nicht so gut.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Power Rangers Edition)

Beitrag von Ranger L » Mi 31. Mär 2021, 04:14

Ich bin jetzt mit MMPR 3 fertig, womit ich die Mighty Morphin Trilogie nun abgeschlossen hab und ich denke, dass sich hier an meiner bisherigen Meinung nicht allzu viel geändert hat, da ich die Serie schon immer mochte, hab ich allerdings auch nicht wirklich mit was anderem gerechnet. Auch wenn ich die ersten beiden Staffeln bei diesem Rewatch wohl etwas besser bewertet hab, als davor, ist das gegenüber Mighty Morphin 3 für mich nach wie vor ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die Serie macht einfach von vorn bis hinten kaum was falsch, ist wesentlich kompakter und konstanter und hat immer wieder einige starke Highlights, zu strategisch sinnvollen Zeitpunkten.


Das Storytelling würde ich hier erstmals als wirklich gut bezeichnen. Die Serie hat insgesamt 28 Folgen, die ich relevant nennen würde, das ist mehr als sowohl die ersten beiden Staffeln, als auch Kakuranger und das auf 40 Folgen anstatt 53-60, das alleine macht halt schon mal einen großen Unterschied. Auch die Verteilung war nicht schlecht, die Serie hatte eine Phase, in der es mehr als 3 Füller am Stück gab und die war zwischen dem Startvierteiler und dem Debut von Kat, wobei ich da die erste Folge, in der Kimberly zu Aisha zieht noch als relevant bezeichnen würde, da das für die Kat Storyline wichtig ist und zwischen den restlichen Folgen war immerhin noch mittig ein Zweiteiler platziert, was es auch etwas angenehmer gemacht hat. Generell hatte die Serie wie auch schon Mighty Morphin 2 wieder extrem viele Mehrteiler, nur dass dieses Mal auch fast alle von ihnen relevant waren, mit Ausnahme wie gesagt von diesem einen Zweiteiler mit dem Meister des Hasses.
Auch Qualitativ würde ich sagen, dass hier die Folgen im Schnitt deutlich besser waren als in Kakuranger oder in den schlechteren Phasen ihrer beiden Vorgänger, es gab zwar ein paar Einzelne Sachen, die mich gestört haben, wie die Wiedereinführung von Titano die halt komplett random war und nicht wirklich Sinn gemacht hat, aber Folgen die ich wirklich komplett schlecht fand, gab’s hier eigentlich kaum. Alleine im Kontrast zu Kakuranger macht es halt schon einen großen unterschied, dass hier fast nie auf One Shot Kinder zurück gegriffen wurde, es gab zwei Folgen, in die man Kinder eingebaut hat (von den Ranger Kindern am Ende mal abgesehen) und selbst in denen waren sie jetzt nicht unbedingt das Zentrum der Handlung, womit die Staffel insgesamt auch eine deutlich bessere Bilanz als Mighty Morphin 1 und 2 hat. Und in der Anfangsphase hat man außerdem schon ein bisschen auf den Abschied von Kimberly hin gearbeitet, das Hilft auch für ein Gefühl von Kontinuität zu sorgen.

Die gesamte Kimberly/Kat Storyline ist für mich nach wie vor das absolute Highlight von Mighty Morphin und generell eine der besten Story Arcs in ganz Power Rangers. Allein der Plan die Rangers von zwei Seiten zu infiltrieren war sau stark und hat ja auch dazu geführt, dass die Rangers endlich mal für eine Reihe von Folgen immer wieder eins auf den Deckel bekommen haben, was mir in heutigen Staffeln irgendwie so ein bisschen fehlt (zum Teil nicht nur in Power Rangers sondern auch in Sentai). Alles hat sehr durchdacht gewirkt, abgesehen vielleicht von diesem random Monster, dass da im Shogun Zord Dreiteiler mal kurz nach unten geschickt wurde und danach nie wieder aufgetaucht ist, aber allein so Sachen wie das Foreshadowing auf Kats Turmspringer Vergangenheit oder die Tatsache, dass man erst später erklärt hat, wie Rita sie rekrutiert hat, anstatt es direkt an den Anfang zu setzen zeigt einfach, dass man sich was bei der Storyline gedacht hat und nicht einfach nur drauf los geschrieben hat. Was ich auch so clever fand war, wie man die Einführung der Shogun Zords mit dieser Storyline verbunden hat. Dadurch dass Kimberly außer gefacht war, hat es total Sinn gemacht, den weißen Shogun Zord Tommy alleine zu geben, wodurch sowohl die Anzahl der Zords als auch die Farbverteilung genau gepasst hat. Und da Kathrine erst danach zum Team gestoßen ist und ja auch noch Anfängerin war, war es auch irgendwie nachvollziehbar, dass sie den Zord erst mal gemeinsam mit Tommy gesteuert hat, anstatt direkt einen eigenen zu bekommen. Hätten Tommy und Kimberly sich den Zord von Anfang an teilen müssen, wäre das schon deutlich seltsamer gewesen. Die Folge nach dem eigentlichen Wechsel war sogar auch noch relevant, da Kat sich dort zum ersten Mal verwandelt (und das auch thematisiert wird) und weil sich die Episode noch etwas mit Ritas Zauber auseinander gesetzt hat, was ja auch davor schon angeteasert wurde. Und generell find ich’s cool, dass man in den ersten paar Folgen danach noch sehr gut gemerkt hat, dass Kat noch sehr unerfahren ist und sich erst noch eingewöhnen muss. Das hat man eigentlich bei keinem anderen Rangerwechsel so wirklich gemacht. Der langsame Übergang von Kimberly zu Kat, von der Einführung, über den eigentlichen Wechsel, bis hin zu den Nachwehen ist für mich einfach nach wie vor mit Abstand der beste Ranger/Henshin Hero Wechsel überhaupt, weder in Power Rangers noch in Sentai oder irgendeinem anderen Toku gibt es etwas, dass da für mich auch nur ansatzweise ran kommt.
Danach hat es ja auch nicht lange gedauert, bis der Meister des Schreckens aufgetaucht ist, wofür man den starken Dreiteiler aus den 40ern von Kakuranger adaptiert hat. Auch hier hat man den Plot mit Ninjor ziemlich gut umgesetzt (auch wenn die letzte Modifikation des Monsters hier natürlich extrem seltsam wirkt, weil sie ja auf den Kakurangers basiert) und auch interessante Verwendung des Sentai Materials, dass man diese Statuen von den großen 3 hier als versteinerte (bzw. gerostete) Versionen der Zords verwendet hat. Außerdem hat man mit diesem Dreiteiler auch gleichzeitig schon das Set-Up für die spätere Zeo Kristall Storyline gesetzt, was wieder zeigt, dass man in Mighty Morphin 3 nicht immer nur von Folge zu Folge gedacht hat, sondern schon an spätere Ereignisse gedacht und diese vorbereitet hat.
Zwei Folgen später war dann auch schon der Start der letzten Arc, mit der Kugel der Verdammnis, mit der der Meister des Schreckens die Rangers in Kinder verwandelt hat (was ich btw. nie als Zeitreise Plot betrachtet hab, sondern eher, dass man die Erde samt ihrer Bewohner einfach in einen vergangenen Zustand versetzt), allein den Cliffhanger dieser Folge fand ich extrem gut. Die Einführung der Alien Rangers war ok, auch wenn sie etwas random war, weil man sich ja fragen könnte, warum sie um Hilfe zu bitten bisher nie eine Option war, aber naja. Ansonsten war diese gesamte Storyline eigentlich ziemlich konstant, mit größtenteils recht fließenden Übergängen. Es gab eigentlich nur eine Folge, die man halbwegs als Füller bezeichnen könnte, ansonsten hat eigentlich jede Folge irgendwas zum Geschehen beigetragen, insbesondere in den letzten 5 Folgen wo man dann mit der Suche nach den Stücken des Zeo Kristalls begonnen hat. Interessant, dass man hier praktisch die Mid-Season Arc von Kakuranger lose abgekupfert und sie als Endgame verwendet hat. Sehr kreative Idee. Auch hier mussten sich 2 Rangers eine Folge teilen, allerdings hatten sie immerhin zwei separate Plots, wobei ich auch hier wieder anmerken will, dass man mit Tommys Mission direkt schon einen Handlungsstrang aus Zeo vorbereitet hat, wodurch sich erneut zeigt, dass man sich was dabei gedacht hat. Kats Story war wohl die schwächste für meinen Geschmack, weil sie irgendwie seltsam war mit diesen zwei Alternativen Versionen von ihr selbst. Die Idee davon war eigentlich cool, sie hätte aber besser funktioniert, wenn man nicht etabliert hätte, dass die Zeo Kristalle in real existierenden Zeitlinien und nicht irgendwelchen Alternativrealitäten liegen.
Das Finale war ebenfalls sehr stark, den Todfeind der Alien Rangers auf die Erde zu bringen ist ein guter Plot fürs Finale und auch das wurde ja schon in der Folge zuvor vorbereitet. Die Story von Aisha und Tanya war gut umgesetzt, ich frage mich tatsächlich wie lange im Voraus man wusste, dass Karan Ashley aussteigen will, denn wenn die Tatsache, dass sie beim Kat Zweiteiler bei einem Tierarzt gearbeitet hat, schon Vorbereitung hierfür war, dann würde das sogar noch das restliche Foreshadowing der Serie übersteigen. Aber selbst wenn nicht, war es ziemlich clever, ein Detail, das wir bereits über den Charakter wissen, als Set-Up für ihren Ausstieg zu benutzen. Zu guter Letzt dann natürlich noch die Sprengung der Kommando Zentrale, auf die ebenfalls schon einige Folgen lang hingearbeitet wurde, durch das Umherschleichen von Goldar und Rito unter der Kommandozentrale. Es hat für einen spannenden Höhepunkt und einen starken Cliffhanger gesorgt, was diesen Zweiteiler für mich in der Summe auch ganz klar zu einem der besten PR Staffelfinals macht.


Bei den Rangers kann man natürlich nicht mehr allzu viel sagen, da uns die meisten von ihnen nun doch schon seit einiger Zeit erhalten sind. Die einzige Neuerung ist Kat, die ich nach wie vor sehr gerne mag, ich meine über ihre Einführung, die ja auch einen gewissen Teil der Story der Staffel getragen hat, hab ich schon geschwärmt und sympathiemäßig gehört sie definitiv zu den besten Rangers aus der Zordon Ära. Was ich aber als kleine Randnotiz noch kurz erwähnen will ist, dass ich es ziemlich clever fand, ihr in der Synchro eine österreichische Synchronsprecherin zu geben, die so nen kleinen Akzent hat, wodurch es sich für uns deutsche mehr oder weniger so ähnlich anhört, wie für Amis, wenn sie nen australischen Akzent hat. Gut mitgedacht (oder viel Glück gehabt. So oder so, gute Entscheidung.)
Von den Alien Rangers waren eigentlich nur Cestro und Delphine so wirkliche Charaktere, der Rest war mehr oder weniger nur Stand-In. Ich meine klar, sie hatten natürlich auch nur 10 (bzw. 9) Folgen Zeit um was mit ihnen zu machen und davon musste auch noch einiges an Zeit für die Zeo Kristall Arc abgezweigt werden, da war nicht mehr viel übrig. Die Alien Rangers waren im Grunde halt nur Mittel zum Zweck, man musste hier irgendwo strategisch denken, Seikei und Saizou hatten gar keine Entschuldigung dafür, warum sie so blass waren, an Zeit hat es Kakuranger definitiv nicht gemangelt.
Die Schurken sind für mich schon eine deutliche Verbesserung, gegenüber zumindest den ersten 1 ½ Staffeln. Mit der Wiedereinführung von Rita in MMPR 2 hat es ja schon angefangen, besser zu werden und hier ist dann auch noch Rito dazu gekommen, der die Dynamik noch mal zusätzlich verbessert hat. Vor allem ist durch ihn find ich auch Goldar wieder deutlich interessanter geworden und Rito selbst find ich auch einfach sehr unterhaltsam. Vor allem sein Running-Gag, dass er sich Zedds Namen nicht merken kann. Auf jeden Fall ein deutlich besserer Comic Relief Schurke, als Squatt und Baboo. Außerdem hatte Finster hier wieder deutlich mehr zu tun, das hat auch geholfen. Das einzige was seltsam war, das ist die Tatsache, dass Rita und Zedd Anfang der Staffel einfach mal random eine neue Methode hatten, um Monster wachsen zu lassen. Klar, man musste das Kakuranger Material matchen, aber es wäre halt schon cool gewesen, wenn man dafür irgendeine Art von Begründung gefunden hätte. In der zweiten Hälfte ist dann noch der Meister des Schreckens dazu gekommen, der zwar nur ein paar Folgen lang dabei war, in der Zeit aber wahrscheinlich mehr erreicht hat, als Rita und Zedd auf die ersten zwei Staffeln. Eigentlich schade, dass man ihn nicht noch länger behalten hat, er dürfte mit Sicherheit der kompetenteste Schurke gewesen sein, den die Serie bis zu diesem Zeitpunkt hatte.
Die Entwicklung von Bulk & Skull hat hier ebenfalls nochmal große Fortschritte gemacht von „nicht mehr antagonistisch“ auf „aktiv hilfsbereit und freundlich“. Man hatte hier zum ersten Mal das Gefühl, dass sie und die Rangers nun wirklich zu Freunden geworden sind und sich gegenseitig schätzen und respektieren, auch wenn sie nicht immer der gleichen Meinung sind. Ich find nach wie vor, dass sie sehr unterhaltsam sind, solang sie nichts ins Gesicht kriegen und das war hier auch nicht mehr oft der Fall, gerade die Dynamik mit Lt. Stone hat den Humor nochmal zusätzlich verbessert. Wenn ich jetzt mal nach Halbzeit der Zordon Ära eine Bilanz ziehe und sie mit modernen Bulk & Skull Kopien vergleiche, dann sind sie da für mich ehrlich gesagt Haushoch überlegen. Auch bei Jane und J-Borg oder Ben und Betty, die aus Staffeln sind, die sonst sehr viel richtig machen, scheint man einfach nicht so recht zu verstehen, warum der Humor von Bulk und Skull funktioniert.


Wie gesagt, das was Mighty Morphin 3 abliefert ist mit den ersten beiden Staffeln meiner Meinung nach kaum noch zu vergleichen. Die Serie macht das was ich von Power Rangers oder generell irgendeinem Toku sehen will und das find ich auch deutlich besser als ihre Vorlage. Die Story war sowohl von der Qualität als auch von der Quantität besser als bei ihren Vorgängern und auch darüber hinaus hatte die Serie keine so wirklichen dauerhaften Störfaktoren. Auf jeden Fall völlig zu Recht eine meiner Lieblingsstaffeln.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Power Rangers Edition)

Beitrag von Zen-Aku » Sa 10. Apr 2021, 10:25

Ranger L ,
ich kann dir nur in allen zustimmen. Teile zu jeden Punkt der 3 Staffeln absolut deine Meinung.

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Re: Was schaut ihr gerade? (Power Rangers Edition)

Beitrag von Red Ranger » Sa 10. Apr 2021, 15:23

Es ist schon ewig her, dass ich MMPR3 gesehen hab, aber auch ich kann da nur zustimmen. Die Staffel ist ein deutlicher Schritt nach vorne im Vergleich mit den ersten beiden Staffeln. Mittlerweile glaube ich auch, dass die Staffel in meinem Ranking viel zu niedrig steht und eigentlich noch über Staffeln wie Zeo oder Dino Charge müsste. Da wäre wohl mal wieder ein Rewatch fällig. Ich verstehe auch bis heute nicht, wieso Kat von so vielen gehasst wurde. Zumindest war das damals der Fall. Gerade Kat empfand ich als Bereicherung für die Staffel, da sie doch auch viel zur Story beigetragen hat. Und ich war auch nie der große Fan von Kimberly, von daher war ich sogar ganz froh, dass sie ersetzt wurde.
Und zu dem Plan von Master Vile, das war für mich auch nie ein Zeitreise-Plot. Ich hab es ebenfalls so verstanden, dass alles in einen früheren Zustand zurückversetzt wurde. Ich hab auch schon öfter mitbekommen, dass viele glauben, die Veränderung hat sich nur auf Angel Grove ausgewirkt, und als Tanya dann später zum Team kam und erwachsen wurde, wurden ihr somit Lebensjahre gestohlen. Hab ich jetzt nie so wahrgenommen. Ich gehe davon aus, dass die Veränderung die ganze Welt betroffen hat und auch Tanya zu ihrem normalen Alter zurückgekehrt ist.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Power Rangers Edition)

Beitrag von Ranger L » So 11. Apr 2021, 04:07

Zen-Aku hat geschrieben:
Sa 10. Apr 2021, 10:25
Ranger L ,
ich kann dir nur in allen zustimmen. Teile zu jeden Punkt der 3 Staffeln absolut deine Meinung.
Dankeschön. Freut mich zu hören.
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 10. Apr 2021, 15:23
Ich verstehe auch bis heute nicht, wieso Kat von so vielen gehasst wurde. Zumindest war das damals der Fall. Gerade Kat empfand ich als Bereicherung für die Staffel, da sie doch auch viel zur Story beigetragen hat. Und ich war auch nie der große Fan von Kimberly, von daher war ich sogar ganz froh, dass sie ersetzt wurde.
Ich schätze viele hassen sie einfach nur, weil sie Kimberly und damit ihren ersten Kindheits-Crush ersetzt hat. In gewisser Weise kann ich schon verstehen, dass sie da für viele nicht an die emotionale Bindung die sie mit Kimberly hatten heran kommt, aber auf der anderen Seite kann die Rolle halt nichts dafür, insbesondere da Amy Jo Johnson ja von sich aus ausgestiegen ist. (Ich hatte eh immer eher nen Crush auf Kat als auf Kimberly, von daher hatte ich das Problem hier nie. lol Kann aber durchaus sein, dass das dazu beigetragen hat, warum ich auf den Turbo Wechsel so allergisch reagiere. Auch wenn da die neuen Charaktere eigentlich nie mein Problem waren)
Red Ranger hat geschrieben:
Sa 10. Apr 2021, 15:23
Ich hab auch schon öfter mitbekommen, dass viele glauben, die Veränderung hat sich nur auf Angel Grove ausgewirkt, und als Tanya dann später zum Team kam und erwachsen wurde, wurden ihr somit Lebensjahre gestohlen. Hab ich jetzt nie so wahrgenommen. Ich gehe davon aus, dass die Veränderung die ganze Welt betroffen hat und auch Tanya zu ihrem normalen Alter zurückgekehrt ist.
Das glaub ich auch nicht, denn nach der Logik, hätte ja theoretisch Aisha, die mit Tanya den Platz getauscht hat und nun an ihrer Stelle in Afrika statt in Angel Grove ist, am Ende ein Kind bleiben müssen, aber sie ist ebenfalls wieder normal geworden, von daher kann man denk ich schon davon ausgehen, dass sich das auf den ganzen Planeten ausgewirkt hat.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Power Rangers Edition)

Beitrag von Red Ranger » So 11. Apr 2021, 15:45

Ranger L hat geschrieben:
So 11. Apr 2021, 04:07
Ich schätze viele hassen sie einfach nur, weil sie Kimberly und damit ihren ersten Kindheits-Crush ersetzt hat. In gewisser Weise kann ich schon verstehen, dass sie da für viele nicht an die emotionale Bindung die sie mit Kimberly hatten heran kommt, aber auf der anderen Seite kann die Rolle halt nichts dafür, insbesondere da Amy Jo Johnson ja von sich aus ausgestiegen ist. (Ich hatte eh immer eher nen Crush auf Kat als auf Kimberly, von daher hatte ich das Problem hier nie. lol Kann aber durchaus sein, dass das dazu beigetragen hat, warum ich auf den Turbo Wechsel so allergisch reagiere. Auch wenn da die neuen Charaktere eigentlich nie mein Problem waren)
Ja, von dem Standpunkt her kann ich es schon nachvollziehen. Es ist wohl immer schwer, wenn ein liebgewonnener Charakter ersetzt wird, seinen Nachfolger zu akzeptieren. Ich hatte nie so eine Bindung zu Kimberly, weil ich bei PR erst so richtig Mitte Zeo eingestiegen bin und vorher nur sporadisch ein paar Folgen gesehen hab. Aber auch als ich dann MMPR nachgeholt hab, wurde ich irgendwie nie so richtig mit Kimberly warm. Mit Jason übrigens auch nicht, obwohl ich ihn in Zeo eigentlich in Ordnung fand. In MMPR kam er mir manchmal zu überheblich vor. Den Rangerwechsel bei Turbo hatte ich, als ich den das erste Mal gesehen hab, auch recht zwiespältig wahr genommen. Einerseits mochte ich den Zweiteiler schon, aber anderseits wollte ich mich auch nicht von den alten Rangers verabschieden. Dennoch war ich auf das neue Team gespannt, aber umso ungewohnter war es dann auch, das neue Team das erste Mal in Aktion zu sehen.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Power Rangers Edition)

Beitrag von Ranger L » Di 20. Apr 2021, 04:03

Mit Zeo hab ich jetzt die vierte Staffel in meinem Zordon Ära Rewatch abgeschlossen und hier muss ich tatsächlich sagen, dass sich meine Meinung nicht so sehr ins positive verbessert hat, wie ich gehofft hatte. Wie üblich war es notwendig, die Bewertung allgemein etwas anzupassen, aber in den konkreten Einzelfällen, hat sich nur wenig an meiner bisherigen Meinung zur Serie getan, auch wenn ich ein paar Sachen jetzt vielleicht ein wenig besser einordnen kann als früher.


Was das allgemeine Storytelling betrifft, muss ich sagen, kann ich der Staffel eigentlich gar nicht mal so viel vorwerfen, in der Summe ist doch relativ viel passiert, wenn man Toy Einführungen usw. mitzählt, kommt Zeo auf etwa 35 Folgen, die man als halbwegs relevant bezeichnen könnte, womit die Serie, mit ihren 10 Folgen mehr, im Verhältnis ganz gut mit ihrem Vorgänger mithalten kann. Auch die Verteilung geht vollkommen in Ordnung, auch wenn es zumindest im ersten Drittel meistens nur Kleinigkeiten waren, die jetzt nicht sonderlich viel verändert haben. Qualitativ muss ich aber sagen, dass ich gerade die Anfangsphase nach Mighty Morphin 3 schon als relativ starken Rückschritt empfunden habe, vor allem die Folgenhandlungen waren hier für mich im Schnitt wieder deutlich näher an Staffel 1 oder den schwächeren Phasen von Staffel 2 dran. Ich hatte unter anderem das Gefühl, das man hier wieder etwas mehr auf die Verwendung von One Shot Charakteren gesetzt hat, was ein wenig Fokus von den Rangers genommen hat und irgendwie glaube ich auch, dass man sich erst wieder an die Verwendung von Sentai Material gewöhnen musste. Selbst die Alien Ranger Arc, in der man ja wieder auf Boden Material aus Kakuranger zurückgreifen konnte, hatte im Schnitt nur so um die 10% Sentai Material. Bei Zeo waren’s in der Anfangsphase dann gleich wieder durchschnittlich zwischen 20 und 40% pro Folge, das hat denke ich seinen Teil dazu beigetragen, dass man nicht mehr so frei im Umgang mit den Folgenplots war und wieder mehr die einzelnen Storys um das Sentai Material drum herum bauen musste.
Der Dreiteiler um Kimberlys Trennung von Tommy Ende des ersten Drittels war ganz gut, mir hat das ganze jetzt ehrlich gesagt nicht so sonderlich weh getan, da ich keine so große Bindung zu Kimberly hab und außerdem hat es den Weg frei gemacht, Tommy und Kat etwas näher zueinander zu bringen. Das einzige was ich seltsam fand, das war in Part 3 diese Sache mit dem Treibhaus Effekt. Ich bin mir relativ sicher, dass das nicht so funktioniert, wie die das da dargestellt haben, insbesondere das Ende nicht, wo es dann ja plötzlich wieder auf einen Schlag kühler wurde, nachdem die Rangers das Monster besiegt hatten. Ich meine, die Bäume die das Monster zerstört hat, tauchen doch jetzt nicht auf magische Weise wieder auf. Aber naja. Die Storyline zu Tommy und seinem Bruder fand ich eigentlich auch ziemlich gut. Die Einführung des roten Kampfzords war zwar ein bisschen random, das war halt mal wieder so ein Fall von „Zordon wusste, dass so etwas passieren würde“, weil natürlich wusste er das, aber an sich fand ich es ganz gut, wie man das alles in diese Story integriert hat, um zu erklären, warum Tommy am Anfang Schwierigkeiten mit der Steuerung hat. Und außerdem find ich‘s cool, dass man hier diesen Storyansatz aus der Zeo Kristall Arc wieder aufgegriffen hat. Wie schon beim letzten mal erwähnt, sehr gute Planung.
Danach hat es ja nicht lange gedauert, bis dann die Gold Ranger Arc los ging und mit der muss ich sagen, hab ich nach wie vor so meine Probleme. Ein paar der Ideen und Ansätze waren ziemlich gut, aber letztlich hat man viel zu viele Fragen offen gelassen und das Teasern zu lange gestreckt, dafür dass das Ergebnis eigentlich relativ unbefriedigend war. Es fängt ja schon damit an, dass in der ersten Folge explizit gesagt wurde, dass sich die Energie-Signatur des Gold Rangers 1:1 mit der des Zeo Kristalls gleicht, was implizieren würde, dass er selbst sowas wie einen Zeo Kristall hat. Das ist an sich schon sehr seltsam, da man ja am Anfang der Staffel noch angemerkt hatte, dass der Zeo Kristall nur 5 Energie Zentren hat, aber es wird halt noch schlimmer dadurch, dass man danach auch nicht weiter darauf eingegangen ist, was die Gold Ranger Kräfte eigentlich sind, warum sie so wie die Zeo Kräfte aussehen und funktionieren, oder wo er sie her hat. Des Weiteren wurde gesagt, dass er seine Kräfte verlieren würde, wenn er den Rangers seine Identität verrät und es wurde impliziert, dass Zordon und Alpha ihn kennen, was sich beides im nach hinein als falsch heraus gestellt hat. Ich vermute mal, dass man das nur gemacht hat um die Identität möglichst lange zu einem Mysterium zu machen, aber das ändert halt nichts daran, dass diese Behaupten schlicht und ergreifend glatte Lügen sind, was mich wiederum zum nächsten Punkt bringt, nämlich die Tatsache, dass ich diese ganze Aktion mit seiner Identität und den Roten Heringen ziemlich schwachsinnig fand. Hätte tatsächlich jemand überraschendes, den wir als Zuschauer kennen, unter der Maske gesteckt, hätte ich noch irgendwo verstanden, warum man das ganze gemacht hat (auch wenn es nicht die falschen Behauptungen entschuldigt hätte), aber dadurch dass es dann am Ende jemand ist, von dem wir eh noch nie gehört haben, war diese ganze Aktion rückwirkend einfach vollkommen sinnlos. Dass Trey seine Kräfte dann letztlich doch verloren hat und sie auf jemand anderen übertragen musste (wenn auch NICHT deshalb, weil die anderen seine Identität erfahren haben), macht es noch zusätzlich unnötiger, weil er nicht mal derjenige ist, mit dem wir nun den Rest der Serie was zu tun haben werden. Der nächste Punkt, der mir sehr sauer aufstößt ist, dass man es für eine gute Idee gehalten hat, seinen Nachfolger ausgerechnet Jason zu machen. Mal abgesehen davon, dass die In-Universe Ausrede dafür, warum es nicht Billy sein konnte, absolut an den Haaren herbei gezogen war und sowohl der Charakter als auch der Schauspieler es ja wohl wirklich mit Abstand am Meisten verdient hätten, versteh ich auch nicht, wie Tommy ausgerechnet auf Jason gekommen ist. Warum nicht zum Beispiel David, der ja auch zuvor einer der roten Heringe war? Ich find’s ja auch lustig, dass das von allen auch so ganz normal hingenommen wurde und jeder ihn behandelt hat, als wäre er nie weg gewesen, obwohl ihn außer Tommy und Billy eigentlich keiner so wirklich kennt. Selbiges gilt auch andersherum, kein Kommentar von Jason, warum die Kommando Zentrale plötzlich anders aussieht oder wer zum Teufel König Mondo ist. Ach ja und die Einführung der Super Zeo Zords war auch random as hell, da war die Einführung des Roten Kampfzords noch wesentlich besser. Ich meine, was genau waren diese Super Zeo Juwelen für Dinger und warum hatte Trey die? Alles in allem eine ziemlich schwache Storyline meiner Meinung nach.
Danach ist man ja direkt zum ersten Machtwechsel übergegangen mit dem „Tod“ von König Mondo, der ganz ok war, auch wenn ich nicht so ganz verstehe wofür genau dieses Teil gut war, dass Jason da besorgen musste, wenn die anderen den Megazord auch so ganz gut verwenden konnten und anschließend dann die Einführung von Louis Kaboom, die ich eigentlich ziemlich gut fand. Die Idee ihn auf Rita und Zedd zurück zu führen ist eigentlich ganz cool, auch wenn man sich so einen Vorwand suchen musste, warum er alleine agieren kann, aber es war auf jeden Fall eine kreative Art und Weise sie wieder mit ins Spiel zu bringen. Sie haben zwar jetzt nicht unbedingt irre viel zum restlichen Verlauf beigetragen, aber hey, weniger erreicht als das Roboter Imperium haben sie auch nicht, nur dass sie dabei deutlich unterhaltsamer sind.
Die Einführung von Prinz Gasket und Archerina war dann wieder etwas random, ich meine, was zum Teufel hatte dieser Golf Ball damit zu tun, aber das Ende von Louis Kaboom war trotzdem ziemlich gut und daraufhin ist ja auch schon die Story um Tommys verschwinden losgegangen, vor allem den Zweiteiler König für einen Tag würde ich nach wie vor zu meinen Lieblingsfolgen in ganz Power Rangers zählen. Auch wenn es so gesehen keine sonderlich relevante Storyline war, allein diese Schlussszenen, als sich alle zurückverwandelt haben, waren so stark. Auch Kompliment dafür, dass man den Bulk und Skull Sub-Plot hier sinnvoll verwendet hat, um zu erklären, warum der Gehirnapparat am Ende schwächer wurde, was den Rangers schließlich erlaubt hat, Tommy zu retten. Und nebenbei bemerkt war diese Arena Musik in den 2 Folgen definitiv das Beste was die Serie bis zu diesem Zeitpunkt an Soundtrack zu bieten hatte.
Kurz danach war dann auch schon die ziemlich plötzliche Rückkehr von Mondo, auf die ich gut und gerne hätte verzichten können, da alles was danach passiert ist, auch genauso gut mit Gasket alleine funktioniert hätte. Der Ausstieg von Billy wurde aber ganz gut über die Bühne gebracht, dafür dass der Schauspieler nicht mehr zur Verfügung stand. Die Idee das mit der Alterungsbeschleunigung aus der Alien Ranger Arc wieder aufzugreifen war tatsächlich ziemlich clever, da es eigentlich sogar sehr viel Sinn ergibt, dass Billy nun älter ist als alle anderen, da er durch seine Maschine und danach den Zeo Kristall zwei mal älter gemacht wurde. Warum dieser Effekt jetzt erst ein Jahr zeitverzögert eintritt sei mal dahin gestellt, aber das generelle Konzept war gut, ich find das sogar deutlich besser als wenn man es gar nicht thematisiert hätte.
Das eigentliche Finale (diese Epilogfolge jetzt mal ausgeklammert) war ganz ok, die Begründung warum Jason seine Kräfte verliert, fand ich ehrlich gesagt etwas schwammig und das mit der Erde/Triforia/Aquitar Konstellation um Trey wieder zu vereinen war auch an den Haaren herbei gezogen, aber naja, man hat zumindest versucht einen halbwegs spannenden Plot ums Ende der Staffel rumzubauen. Was ich ganz cool fand war der Kampf zwischen den Tengus und den Cogs Anfang der Folge und auch das Ende mit Zedd’s Geschenk war ganz cool, auch wenn man ja schon zuvor erfahren hat, dass die Roboter sich eh wieder regenerieren, weshalb es jetzt nicht unbedingt viel gebracht hat. Es wirft natürlich die Frage auf, warum in Turbo nichts davon mehr relevant war, aber naja, das ist nicht die Schuld von Zeo, darauf komm ich vielleicht bei Turbo nochmal zurück.


Die Charaktere sind nach wie vor relativ typische Zordon Ära Charaktere würde ich sagen. Mein Favorit ist immer noch Kat, auch wenn ich zugeben muss, den Kritikpunkt, dass sie zu viele Hobbys hat, kann ich irgendwie nachvollziehen. Ich meine, sie macht Turmspringen, baut Obdachlosenhäuser, trainiert Hunde, surft, macht (und unterrichtet) Ballet und nebenbei auch noch etwas Kampftraining mit den anderen. Das ist schon echt viel. Aber naja, ich hab nen Freund, der bis vor 1-2 Jahren auch jede Woche irgendein neues Hobby hatte, also von dem her, so unrealistisch ist es also nicht. Wer sich hier für meinen Geschmack ganz klar steigern konnte ist Adam, er ist auf jeden Fall deutlich mehr raus gestochen und hatte neben Kat wohl auch im Schnitt die besten Fokusfolgen. Tommy ist halt Tommy, kein Ultra interessanter Charakter, aber er hat mit zwei größeren Storyline immerhin einen Teil der Handlung getragen. Tanya muss ich sagen, fand ich irgendwie noch nie so wirklich sympathisch und um ehrlich zu sein kann ich nicht mal so genau sagen, was mich an ihr stört, sie macht jetzt nichts extrem schlimmes, aber aus irgendeinem Grund gibt sie mir einfach nichts. Das schwächste Glied ist für mich aber auch im dritten Jahr immer noch Rocky, ich weiß nicht, irgendwie ist er einfach langweilig, seine Fokusfolgen waren im Schnitt die schwächsten und wirklich sympathisch ist er auch nicht.
Jason, unabhängig davon, was ich von seiner Wiedereinführung und deren Umständen halte, fand ich hier tatsächlich etwas besser als in den ersten beiden Staffeln, was wohl nicht zuletzt an dieser Geschichte mit Emily liegt. Irgendwie hat ihn das so ein bisschen menschlicher gemacht und er war ja auch vom Staffel 1 Team der einzige der nie zuvor eine Art Love-Interest hatte, vielleicht was das einfach mal nötig, um so ihn ein bisschen von diesem „starker, heroischer Anführer“ Ding wegzubringen. Dass er hier generell nicht mehr der Anführer ist, hilft vielleicht auch ein wenig. Das einzige Problem das er hatte war, dass man hier durch die häufige Abwesenheit von Riki in Ohranger vergleichbar mit Tommy in der ersten Staffel wieder ziemlich oft irgendwelche seltsamen Vorwände finden musste, um ihn beschäftigt zu halten, während die anderen das Monster bekämpfen.

Auric ist praktisch Ninjor auf Wish bestellt, er hatte nur 3 Auftritte und wenn die nicht da gewesen wären, hätte sich im Prinzip auch nicht viel verändert. Außerdem hat mich das daran erinnert, dass die Erklärung dafür, warum Ninjor selbst nicht mehr mit von der Party ist, eigentlich ziemlich schwammig ist. Ich meine, er ist wieder zurück in seinem Tempel… und dann? Warum können ihn die Rangers nicht einfach erneut aufsuchen? Da hätte man sich find ich was besseres ausdenken können, um seine Abwesenheit zu erklären.
Bei der Entwicklung von Bulk und Skull hat sich dieses Mal nicht ganz so viel getan, als in den letzten beiden Staffeln, die Sache mit Rito und Goldar in der ersten Hälfte war ganz nett, hat aber jetzt nicht so viel zu ihrem Character Development beigetragen. Einzig die Bindung zu Lt. Stone ist mit der Zeit immer besser geworden, vor allem dass sie dann gekündigt haben, als Stone vom Polizei Chef gefeuert wurde und dann gemeinsam mit ihm eine Detektei gegründet haben, war ziemlich cool. Ansonsten war jetzt nicht so viel neues, aber das ist schon ok. Ihre Story in der letzten Folge war ziemlich sinnlos, da aus der geplanten Spin Off Serie ja nichts geworden ist und sie im Turbo Film dann wieder zurück sind, als wäre nichts gewesen. Ich finde, wenn man nicht sicher weiß, ob die Serie sicher kommt, hätte man das Ganze ein wenig cleverer angehen müssen, aber naja.

Das Roboter Imperium halte ich in der Summe nach wie vor für einen ziemlichen Witz. Dafür dass sie am Anfang so übermächtig dargestellt wurden, dass sogar Rita und Zedd flüchten mussten, haben sie sich letztlich wie ein ziemlicher Rückschritt angefühlt. Was dabei definitiv nicht geholfen hat, war die Tatsache, dass man sich für die Szenen mit der Führungsriege bis Mitte der Staffel eigentlich ausschließlich auf Sentai Material beschränkt hat, gerade diese Aufnahmen in der Basis in denen Mondo, Robot, die Maschinenkönigin und Klank & Orbus sich unterhalten waren praktisch bis zum Tod von Mondo gefühlt immer wieder dieselben 5 Szenen. Ich bin auch irgendwie kein Riesen Fan davon, dass Mondo wenn er besiegt wird, mit der Zeit immer wieder neu entsteht, ich bin nicht so ganz sicher, warum genau man das gemacht hat, hätte Gasket als Neuer Befehlshaber es nicht auch getan? Oder hatte man Angst, dass Robot seinen Vater weg zu nehmen zu brutal wäre?
Louis Kaboom war zumindest besser als Mondo, weil er sich immerhin am Kampf beteiligt hat. Inhaltlich jetzt kein wahnsinnig interessanter Charakter und nach 5 Folgen war er dann ja auch schon wieder weg, weshalb er auch keinen großartigen Mehrwert für die Serie hatte, aber für die Zeit war er ganz ok.
Gasket würde ich definitiv als besten Schurken der Staffel bezeichnen, schon allein aufgrund seines Plans mit Tommy. Ich frage mich allerdings, ob man ursprünglich geplant hatte, den selben weg wie Ohranger zu gehen und das Kostüm für einen Erwachsenen Robot zu verwenden, da im Verlauf der Staffel mehrmals gesagt wurde, dass Robot ein Einzelkind ist. Auch wenn Gasket von Mondo verstoßen wurde, waren mir die Andeutungen da etwas zu explizit um zu ignorieren, dass es halt schlicht und ergreifend die Unwahrheit ist. Was hat die Staffel denn ständig damit, ihre Zuschauer anzulügen? Archerina ist in so fern etwas random, da sie ja eigentlich nicht Teil der Familie ist, was so ein bisschen die Frage aufwirft, wer zum Teufel ihr Vater, dieser König Aradon, eigentlich ist? Das ist halt mal wieder dieses Typische Ding der frühen Staffeln potentielles Lore in den Raum hinein zu werfen, dann aber nicht weiter darauf einzugehen. Auf der anderen Seite, in Ohranger war sie Buldonts Cousine… ob das jetzt besser ist sei mal dahin gestellt. lol


Im Grunde ist Zeo auch wieder so eine Serie die Phasenweise gut war. Das erste Drittel und die Gold Ranger Arc fand ich nicht sonderlich gut, das Tommy Zeug Ende der ersten Hälfte und das meiste ab der Einführung von Louis Kaboom war aber recht unterhaltsam. In der Summe würde ich sie wohl irgendwo zwischen Kakuranger und Mighty Morphin 2 packen. Keine schlechte Serie, die sich vielleicht auch aufgrund des Vorgängers noch etwas schwächer anfühlt, als sie ist, aber sicherlich nichts, womit man angeben kann.
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