Was schaut ihr gerade? (Power Rangers Edition)

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Tokusatsu_Nerd02
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Re: Was schaut ihr gerade? (Power Rangers Edition)

Beitrag von Tokusatsu_Nerd02 » Fr 1. Apr 2022, 22:35

Ich weiß noch Samstag morgens 2009 Super Rtl achja diese zeiten. Vor allem mag ich JF wegen viele neu gedrehten szenen.

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Ranger L
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Re: Was schaut ihr gerade? (Power Rangers Edition)

Beitrag von Ranger L » Mo 11. Apr 2022, 04:03

Bei Power Rangers ist es für mich jetzt an der Zeit die Disney Ära abzuschließen und zwar mit RPM. Die Staffel hatte ich ja bisher überhaupt nur einmal komplett gesehen und das ist auch erst knapp drei Jahre her, weshalb es hier eigentlich nicht unbedingt notwendig gewesen wäre, sie meiner Bewertungslinie anzupassen. Aber wenn ich diesen Franchise Rewatch schon mache, wollte ich es mir trotzdem nicht nehmen lassen, die Staffel nochmal anzuschauen, schon allein weil sie halt einfach gut ist. Ich hab jetzt nicht unbedingt erwartet, dass sich großartig viel an meiner Meinung verändert und das war auch nicht wirklich der Fall, ich würde sogar sagen, wenn überhaupt ist sie durch diesen Rewatch noch besser geworden.
Ich hab’s dieses Mal auch tatsächlich geschafft, mich etwas kürzer zu fassen, weil ich die meisten wichtigen Themen in meiner letzten Review schon abgedeckt hab. Auf ein paar Sachen werd ich auf jeden Fall trotzdem eingehen, sei’s weil ich was zu ergänzen hab oder einfach der Vollständigkeit halber, um gegenüber meinen anderen Rewatch-Reviews konstant zu bleiben. Aber auf einzelne Haupthandlungspunkte, werd ich dieses Mal nur sporadisch eingehen, wenn ich irgendwas Bestimmtes hervorheben will.


Zunächst mal, RPM hatte eine klare Füller Episode und zwar dieses seltsame Pseudo-Behind the Scenes Special (ich bin nicht sicher, was genau der Sinn hinter dieser Folge war), ansonsten vielleicht noch die Clipshow, die hier auch nicht so viel zum Geschehen beigetragen hat, auch wenn sie immer noch deutlich besser als die von Jungle Fury war. Der Rest war eigentlich durchgehend Plot. Damit knüpft die Staffel ziemlich nahtlos an das Storytelling ihrer drei Vorgänger an. Auch was die Konstanz angeht, dürfte RPM wohl ganz klar zu den besten Staffeln gehören. Es gab (abgesehen von der angesprochenen BTS-Folge) nur wenige Episoden, die mir nicht gefallen haben. Die einzigen beiden, die mir einfallen würden, wären diese Folge mit Dillons Erinnerung in den 10ern, die mir etwas zu überhastet war und vielleicht noch diese Folge, mit dem Männer-Schlafgas, unter anderem deshalb, weil ich die Einführung von Kilobyte nach wie vor ziemlich random finde (selbst wenn sein Background in Hyperforce noch irgendwie geklärt wird, sowas gehört finde ich einfach in die Serie und nicht in irgendein Tabletop Rpg 10 Jahre später.) Darüber hinaus muss ich aber sagen, konnte die Serie die Qualität wirklich konstant hoch halten. Was für mich halt gerade momentan sehr raus sticht ist, dass es hier eigentlich gar keine so klassischen Moralplots in diesem Dino Fury Stil gab. Man hatte schon Messages, aber man musste dafür nie irgendeinen Charakter zum Arschloch oder Vollidioten machen, alles hat sich immer wie eine natürliche Entwicklung der Geschehnisse angefühlt und nie wie eine Moral nur um der Moral Willen. Das ist einfach so viel wert, sowohl für die Folgenhandlungen, als auch für die Charaktere. Und natürlich muss man auch dazu sagen, dass viele Folgen hier halt auch einfach mal nur die Story weiter erzählt haben und nicht den Drang hatten, noch einen unnötigen B-Plot mit einzubauen. Selbst in der Disney Ära war das nicht zwangsläufig selbstverständlich (wenn auch deutlich üblicher als in modernen Staffeln).
Ich muss sagen, den Start find ich echt immer besser und besser, je öfter ich ihn sehe. Von dem starken Prolog, über die Szenen zwischen Ziggy und Dillon außerhalb der Kuppel, bis hin zum Ende, wo man eine etwas längere Kampfszene übers Folgeneck gestreckt, wodurch man eigentlich die ersten beiden Folgen nur einen einzigen richten Ranger Kampf hatte. Vom Aufbau und Ablauf her einfach ein absolut geiler Start.
Die Ranger Background Folgen sind nach wie vor genial, hab ich zwar schon beim letzten Mal erwähnt, will ich aber nochmal betonen, weil’s einfach so ein brillantes Konzept ist. Gerade die Doktor K Folge ist so stark oder auch der Background von Scott.
Die Einführung von Gem und Gemma war ein bisschen random vom Ablauf, sie sind einfach aufgetaucht und waren dann da. Mit dem Background den man zuvor schon erhalten hat und auch der Art und Weise wie die Charaktere so drauf sind, hat es aber trotzdem einigermaßen funktioniert.
Diesen Plot mit der Fabrik in der diese Arbeiter gefangen gehalten werden, um Venjix‘ „Weltuntergangsmaschine“ zu bauen, find ich nach wie vor sau stark. Dieses moralische Dilemma, ob es im Notfall angebracht wäre, die Fabrik samt Inhalt in die Luft zu sprengen, um die Leute in Corinth zu retten, sowas sieht man nicht oft in Power Rangers.
Ich bin immer noch der Ansicht, dass Tenayas Redemption mindestens genauso gut, wenn nicht sogar noch etwas besser gehandhabt wurde, als die von Astronema. Wie Dillon sie hier von der Wahrheit überzeugt hat, fand ich ziemlich gut und vor allem bin ich froh, dass dieser Plan mit Dillons Gefangennahme hier deutlich nachvollziehbarer war, als die Sache mit Dark Specters Falle. Hier war von Anfang an ersichtlich, auf wessen Seite Tenaya steht und was sie vorhat.
Ich muss sagen, diese Sache mit den Hybriden am Ende erscheint mir mittlerweile sogar deutlich plausibler als beim ersten Mal. Laut der Aussage von Doktor K wurde denen die Technik vermutlich schon während des Krieges eingepflanzt, was heißt, dass sie womöglich schon in der Stadt waren, bevor der Verteidigungsschild aktiviert wurde. Von daher könnte es schon sein, dass sie unbemerkt geblieben sind, weil man damals noch keine derartigen Scans durchgeführt hat und es auch keinen Grund gab, sie rückwirkend noch zu verdächtigen. Ich würde auf jeden Fall nicht sagen, dass es ein großartiger Logikfehler wäre.
Was man vielleicht am Finale noch etwas hätte verbessern können, das ist Dillons Venjix Infektion noch etwas stärker auszureizen. Ich fand die Lösung an sich zwar gut, aber es ging halt schon sehr leicht, für so viel Build-Up. Man hätte ihn wenigstens nochmal außer Kontrolle geraten lassen können, bevor ihm jemand das Gegenmittel spritzt. Aber naja. Ansonsten war das Endgame sehr stark, insgesamt wahrscheinlich sogar das beste seit S.P.D.

Allgemein würde ich sagen, dass die Story von RPM extrem rund ist und sehr gut funktioniert. Man hatte hier auch wieder sehr viel gutes Build Up und Foreshadowing, mit jeweils auch ordentlichem Pay off. Man hat wieder viele gute Verbindungen geknüpft und die meisten der relevantesten Fragen geklärt. Es gibt ein paar Sachen, auf die man noch hätte eingehen können, wie die Rekrutierung der ersten drei Rangers oder wie gesagt den Background von Kilobyte. Auch etwas mehr Infos zu Buchstabensuppe wären cool gewesen, aber das sind alles Sachen, die jetzt nicht unbedingt erforderlich sind, damit die Staffel funktioniert und Sinn ergibt. Außerdem muss ich sagen, obwohl RPM eine rein technische Staffel ist, hat man sich bei eigentlich allen Toy Einführungen bemüht sie vernünftig in den jeweiligen Folgenplot einzubauen, was definitiv auch einen Teil zum guten Storytelling beigetragen hat.


Die Rangers gehören zweifellos immer noch ganz klar zu den besten PR Teams überhaupt. Jedes einzelne Mitglied ist extrem sympathisch, alle hatten einen starken, gut ausgearbeiteten Background und vergleichbar mit Dino Thunder hatten sie einfach diese sehr natürlich wirkende Dynamik, bei der man auch mal Witze auf Kosten des anderen macht, ohne dass es zu einem Streit oder einer unnötigen Moral ausartet. Interessanter Weise gab es hier individuellen Charakter Fokus, außerhalb der Background Folgen fast gar nicht (außer für Dillon natürlich, aber der trägt auch die Story), was allerdings nicht wirklich negativ aufgefallen ist. Ich hatte nie das Gefühl, dass irgendeiner großartig zu kurz gekommen wäre, es hatten eigentlich alle immer irgendwas zu tun und es gab halt auch viele so geteilte Fokusfolgen, was glaub ich auch mit dafür verantwortlich ist, dass die Dynamik so gut ist. Definitiv auch wieder ein gutes Beispiel dafür, dass Fokus Qualität immer entscheidender ist, als Quantität, insbesondere in einer Plot-lastigeren Serie, die auch andere Mittel als die Charaktere hat, um die Folgen zu füllen.
Konstante Nebencharaktere hatte die Staffel ja eigentlich nicht viele, aber die die da waren, waren alle gut. Gerade Doktor K, gehört definitiv zu den besten Mentoren in Power Rangers (generell hatte die Disney Ära eigentlich ausschließlich gute Mentoren) und auch Colonel Truman hat gut funktioniert, auch wenn er im Wesentlichen nur Mittel zum Zweck für Scotts Story war, aber das ist ok.

Bei den Schurken würde ich immer noch sagen, dass sie nicht unbedingt mit den Top Gruppen wie Jungle Fury, Mystic Force oder Wild Force mithalten können, im Großen und Ganzen find ich sie aber trotzdem recht gut. Man hatte hier halt nicht so viel Entwicklung drin und Dynamik gibt’s am Anfang eigentlich auch nur zwischen Tenaya und Venjix, aber das ist schon ok. Später wird es dann ja interessanter und vor allem muss man hier auch sagen, effektiv sind die Schurken allemal, immerhin sind sie die einzigen, die die Welt tatsächlich erfolgreich erobert haben. Kompetenz ist für mich halt auch einiges wert. Insgesamt bewegen sich wohl auf einem ähnlichen Niveau wie die von Dino Thunder oder S.P.D würde ich sagen. Nicht ganz oben, aber definitiv oberes Drittel.


Auf jeden Fall alles in allem eine absolut starke Staffel, der man eigentlich kaum was vorwerfen kann. Die Serie war konstant in allen Bereichen, hatte viele gute Höhepunkte und keine krassen Aussetzer. Recht viel mehr kann man eigentlich nicht verlangen. Nach Mystic Force und Jungle Fury war RPM die nächste Staffel, die nach der Abstufung ihres Vorgängers auf Platz 1 gerutscht ist und ich denke sie dürfte die erste sein, die es tatsächlich geschafft hat, diese Position zu halten. Wie gesagt hatte ich auch nicht unbedingt damit gerechnet, dass die Staffel großartig abrutscht, weil meine Bewertung von RPM im Vergleich zu den anderen Staffeln einfach noch relativ frisch ist, aber mit diesem Rewatch hat sich mein ohnehin schon positiver Eindruck noch zusätzlich gefestigt. Definitiv eine Serie, die den Hype, den sie bekommt, absolut verdient.  
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Re: Was schaut ihr gerade? (Power Rangers Edition)

Beitrag von Ranger L » Mi 25. Mai 2022, 04:03

Ich hab jetzt mal mit der letzten großen Ära in meinem Power Rangers Rewatch angefangen und mir Samurai angeschaut. Zunächst mal sei gesagt, ich bewerte die Staffel hier definitiv als Gesamtwerk und hab auch dementsprechend in meiner Review keinerlei Trennung zwischen den Staffeln gemacht. Wie ich das bei Megaforce machen werde, weiß ich noch nicht genau, aber hier ist das für mich definitiv die einzig logische Option. Ich finde immer noch, dass Samurai in der Summe eine absolut solide um nicht zu sagen, sogar ziemlich gute Staffel ist. Vielleicht nicht ganz auf dem Niveau der Disney Ära, aber für meinen Geschmack nicht großartig schlechter, als die durchschnittliche Post Zordon Staffel, ich würde sie sogar zu den besseren Saban Staffeln zählen.


Das allgemeine Storytelling ist vielleicht einen Tick schwächer als die letzten 4 Disney Staffeln, aber dennoch sehr gut. Ich denke, die einzigen wirklich 100%igen Füller, waren die ganzen Specials, die hier mit Samurai ja ihren Anfang finden und die genau so unnötig sind, wie ich sie in Erinnerung hab. Das erste ist nicht mal Kanon, weil die Anwesenheit von Dayu auf Xandreds Schiff und die Tatsache, dass Rhinosnorus bereits vernichtet wurde, nicht zueinander passt. Von den Clipshows fand ich sogar noch das Weihnachtsspecial von Super Samurai am besten, weil man da die Clips immerhin halbwegs in einen Plot einen gebaut hat, statt einfach nur so in Erinnerungen zu schwelgen. Trickster Treat war furchtbar, obwohl das nicht mal ne Clipshow war, aber da hat man einfach nur noch random Sentai Material aneinander geschnitten.
Clash of the Red Rangers fand ich ganz ok, sicherlich nicht ideal, aber auch nicht großartig schlechter, als die Team Ups von Lightspeed Rescue und Time Force. Natürlich wär’s schön gewesen, wenn die anderen RPM Rangers auch aufgetaucht wären oder wenn man das Ende der Staffel fortgesetzt hätte, aber für das was es sein sollte, hat es trotzdem halbwegs funktioniert. Ich finde jetzt nicht, dass Scott sich großartig out of character verhalten hätte und er und Jayden hatten auch ein paar ganz gute Charakter Momente zusammen. Ich fand auch dieses Rennen zwischen den beiden irgendwie cool. Was mich irritiert hat, das ist diese seltsame U-Bahn, die Cog und Scott benutzt haben, um in unsere Dimension zu kommen, was man einfach mal so unkommentiert in den Raum hinein gestellt hat und auch die Begründung warum Scott sich nicht zurück verwandelt find ich doch etwas an den Haaren herbei gezogen. Wieso sollte er in dieser Welt nicht atmen können? Da wäre es glaub ich besser gewesen, man hätte das so geregelt, wie beim Omega Ranger, was man auch gleich sehr gut mit der Dimensionalen Reise hätte verknüpfen können. Und was ich auch etwas seltsam finde ist, dass man auf diesen Hai Nighlok, den die Rangers da zu Beginn bekämpft haben, danach nicht mehr weiter eingegangen ist. Hätte man den nicht von Scott besiegen lassen können, während die anderen gegen General Gut gekämpft haben? Da musste man ihn doch sowieso irgendwie beschäftigen. Ansonsten aber durchaus in Ordnung, von den 5 „Specials“ war es definitiv das Beste.
Abgesehen von denen gab’s noch ein paar so 80-90%ige Füller, wo man halt nur ein, zwei relevante Szenen oder einen kleineren Handlungsaspekt drin hatte. Ein paar der Charakterfolgen in der Anfangsphase sind da z.B. so Grenzfälle (obwohl ich mich bei einer Anfangsphase eigentlich generell schwer tue, von Füllern zu sprechen) und ob man diese Folgen in denen Kevin, Mia und Emily, den Super Samurai Modus bzw. den Shogun Modus das erste (und zum Teil einzige) Mal benutzen, relevant nennen kann weiß ich auch nicht so recht. Auch bei diesen zwei Folgen Mitte der Super Hälfte, in denen Spike sich in Mia verliebt und sie dann nächste Folge im Dojo besucht (was sich zum Teil mit besagten Super Samurai Debuts überschneidet), bin ich mir nicht ganz sicher, ob man das zählen kann, insbesondere da Bulk und Spike ja auch sonst, absolut keine Relevanz für die Serie hatten.
Insgesamt fand ich die Story hier schon etwas gestreckter, als in den letzten paar Staffeln, aber trotzdem muss man anerkennen, dass man sich größte Mühe gegeben hat, das was man hatte, auf die Staffel zu verteilen, so dass kein großartiger Leerlauf entsteht und auch verglichen mit Shinkenger hat man hier wahrschlich sogar noch einiges rausgeholt. Nur wie gesagt die „Specials“ hätten halt größtenteils echt nicht sein müssen. Außerdem muss ich sagen, dass man hier vor allem im Kontrast mit den späteren Neo Saban Staffeln noch keinen so großen Fokus, auf der Moral der Woche hatte, ich würde sogar sagen, es war weniger, als bei manchen Disney Staffeln. Es gab schon Messages (die hat jede Serie), aber sie haben sich nie so erzwungen angefühlt und man hat es auch ausschließlich auf One Shot Plots beschränkt, die Story Folgen hatten so gut wie nie B-Plots, allein das ist find ich sehr viel wert.

Die Anfangsphase find ich vom Pacing her nach wie vor ziemlich stark, das hatte ich ja schon bei Shinkenger angemerkt und die ersten 12 Folgen sind hier eigentlich nahezu identisch, mit lediglich Detail-Veränderungen. Man bekommt von Anfang an alle wichtigen Informationen, die man braucht, um die Situation zu verstehen, sehr guter Charakter Fokus, der einem das Team näher bringt, gut getimete Toy Einführungen, um etwas Fortschritt zu haben, erster größerer Climax nach 10-12 Folgen, genau so mag ich das. Die einzige Folge, die ich schwächer fand, war Folge 10, weil man da halt versucht hat, eine Message, die für Chiaki gedacht war, 1:1 auf Mike zu übertragen, der aber nicht der selbe Charakter ist und sich deshalb so ein bisschen seltsam verhalten musste, um das Ganze zu rechtfertigen. Der Zweiteiler 11/12 war aber sehr gut. Der Dreikampf zwischen Jayden, Deker und Robtish war ziemlich cool und ich find’s auch interessant, dass dieses ganze Konzept, dass die Rangers Jayden beschützen sollen, eigentlich erst hier zum ersten Mal so wirklich aufgekommen ist, nachdem man die Versiegelungskraft mit ins Spiel gebracht hat, was für die Umsetzung von Samurai aber eigentlich recht gut funktioniert hat, da man dieses ganze Lord/Retainer Konzept hier ja nicht hatte.
Das Debut von Antonio war halt so ein bisschen in diesem Rhino Ranger Stil, hat an sich aber trotzdem funktioniert. Ich fand’s vor allem in der nächsten Folge ganz cool, dass man nochmal darauf eingegangen ist, dass Jayden Angst hat, andere Leute zu gefährden und nur deshalb vorbehalte hat, ihn im Team aufzunehmen. Und anders als in vielen anderen Neo-Saban Staffeln war das hier auch vom Zeitpunkt her recht gut gewählt. Nur die Einführung vom Klauenzord, fand ich hier ehrlich gesagt etwas schwächer, als in Shinkenger. Da hatte Genta den ja von Anfang an dabei, hier hat ihn sich der Mentor einfach irgendwo aus dem Ärmel gezogen.
Den Staffelübergang find ich hier, von allen Nickelodeon Staffeln, vielleicht sogar am besten, weil er einfach am organischsten ist. Man hat halt gar nicht erst so getan hat, als wäre hier irgendwas beendet, sondern hat schlicht und ergreifend das Duell zwischen Deker und Jayden als Staffelfinale benutzt, um eine Art Climax zu haben, hat die Geschichte ansonsten aber größtenteils einfach weiter laufen lassen, ohne irgendwie ein künstliches Halb-Ende zu erzeugen, das dann in der nächsten Staffel eh direkt wieder rückgängig gemacht wird. Und ich find‘s auch taktisch recht clever, dass man das Debut des Super Samurai Modus und das Duell zwischen Jayden und Deker hier vertauscht hat, weil es nicht nur die Wartezeit auf das Duell deutlich verkürzt hat, sondern man so auch die zweite Hälfte mit dem Debut des Super Samurai Modus beginnen konnte, um da auch gleich ein Highlight draus zu machen.
Die erste Hälfte von Super Samurai würde ich dann insgesamt aber wohl als die schwächste Phase der Staffel bezeichnen. Hier war zum einen die Storydichte etwas geringer, mit einigen Folgen, wo nur eine einzige relevante Szene drin war, wie zum Beispiel die, in der Mike und Kevin zusammen gekettet wurden und zum anderen war auch mal die ein oder andere etwas schwächere Folge dabei. Vor allem die Folge, in der Antonio eine Fischphobie entwickelt, fand ich irgendwie nicht so geil und auch das Debut des Haifisch Modus war relativ random. Man hat zwar noch irgendwie versucht das so darzustellen, dass Antonio den irgendwie durch den Lichtzord „freigeschaltet“ hat, aber das ging mir einfach alles zu schnell und „casual“. Es wurde halt einfach hingenommen und behandelt, es wäre es nie anders gewesen. Auch der Lichtzord selbst ist wieder so ein Ding, dass sich der Mentor einfach aus dem Ärmel gezogen hat, anstatt dass es von Antonio (bzw. Genta) selbst erschaffen wurde, wie in Shinkenger.
Die Einführung von Serrator war ganz ok, obwohl es schon so ein bisschen aus dem nichts gekommen ist, trotz der Ankündigung durch einen seiner Nighlocks. Was ich nicht so ganz verstehe ist, warum genau er bei diesem Teasing auf den Background von Dayu und Deker in der ersten Staffel als Nighlock König bezeichnet wird, obwohl er später dann einfach nur wie ein einfacher, wenn auch sehr starker Nighlock dargestellt wird, aber naja. Die Einführung des Bullenzords war ganz gut, vielleicht etwas schwächer als in Shinkenger weil es kein Zweiteiler war, hat ansonsten aber ganz gut funktioniert. Und auch die Wiedereinführung von Deker fand ich recht gut. Die Erklärung, warum er noch lebt, war ok, auch wenn mich diese Lila Flamme in der Deker da am Ende des ersten Duells aufgeht, immer noch etwas irritiert, aber immerhin hat man es nicht einfach ignoriert.
Mitte der Super Hälfte hat die Staffel dann aber doch wieder ziemlich angezogen, die letzten 8-9 Folgen (die Specials mal ausgeklammert) waren eigentlich nur noch Plot. Den ersten Kampf gegen Meister Xandred find ich nach wie vor absolut stark. Er ist einer der wenigen komplett inaktiven Oberschurken, bei dem es das Warten darauf, dass er selbst ins Geschehen eingreift, wirklich wert war. Ich find’s nur ein bisschen schade, dass Jayden dadurch keine Folgenübergreifenden Verletzungen hatte, wie in Shinkenger. Der Endkampf gegen Serrator war auch ziemlich gut. Ich find’s bei ihm auch nicht unbedingt schlimm, dass man ihn schon vor dem Endgame raus genommen hat, er wäre nicht wirklich der passende Endgegner gewesen und außerdem hat er seinen Zweck auch so ganz gut erfüllt.
Das eigentliche Endgame halte ich vom Spannungsfaktor her nach wie vor für eines der besten in ganz Power Rangers. Man hatte immerhin 5 Folgen, was für Power Rangers nicht unbedingt selbstverständlich ist, fließende Folgenübergänge und einen guten Twist direkt zu Beginn. Ich würde immer noch sagen, dass sich Lauren und Kaoru von der Effektivität her nicht viel nehmen, beide funktionieren auf ihre Art und Weise gleichermaßen gut. Den Tod von Deker find ich sogar besser als in Shinkenger, einfach weil es durch die Geschichte des Charakters irgendwie das emotionalere Ende ist. Ich mag auch die Ironie dahinter, dass ihm ausgerechnet Kevin den letzten Schlag verpasst, obwohl er doch immer nur gegen Jayden kämpfen wollte. In Shinkenger ist er letztlich ja einfach nur so explodiert. Dafür muss man sagen, dass die anschließende Aussprache zwischen Jayden und den anderen hier etwas weniger emotional war, weil einfach dieses ganze Thema mit der Lüge hier nicht ganz so dramatisch aufgezogen war. Auch das fand ich aber immer noch effektiv genug. Was mir auf jeden Fall in beiden Fällen gefällt ist dieses Konzept mit dem Schwachpunkt durch Dayus Menschlichkeit, die zwar zum einen verhindert, dass Xandred versiegelt werden kann, ihn gleichzeitig aber auch verwundbar macht. Mir ist btw. aufgefallen, dass das was man hier gemacht hat, im Wesentlich das ist, was man im Finale von Gingaman hätte tun müssen, damit die Storyline von Hyuuga nicht so verschwendet rüber kommt. Ich frage mich ob das Absicht von Kobayashi war. Beim Endkampf find ich’s halt nach wie vor schade, dass Xandred es nicht bis zum Shiba Haus geschafft hat, um Lauren anzugreifen, das hätte die „Stakes“ nochmal deutlich erhöht. Ansonsten aber ziemlich gut, ich find’s ganz cool, dass man hier den Shogun Modus noch mit rein gebracht hat um Xandred zu besiegen und auch den finalen Mechakampf fand ich wirklich gut, mit diesem Konzept, alles zurückzufahren, um sich sämtliche Kräfte für einen Schlag aufheben zu können. Für einen Mechakampf auf jeden Fall sehr gut umgesetzt.


Ich würde immer noch sagen, dass Samurai insgesamt eines der besseren Teams hat, vielleicht nicht ganz RPM Level, aber es sind am Ende des Tages halt trotzdem abgeschwächte Kobayashi Charaktere und das reicht allemal, um hier immer noch sehr weit oben mit zu spielen. Jayden gehört für mich definitiv zu den besten seines Charaktertyps. Er ist sicherlich weniger distanziert als Takeru und akzeptiert sein Team viel schneller, für Power Rangers Verhältnisse ist er aber immer noch recht einzelgängerisch, was hier durch seine Geschichte aber sehr gut funktioniert hat. Ich würde ihn sogar in etwa mit Takeru gleich stellen, weil er zum einen sympathischer und schneller zugänglich ist, dafür aber eine etwas schwächer Charakter Arc hat, wenn gleich seine Story hier immer noch sehr gut war. Auch den Rest des Teams finde ich ziemlich gut. Wenn ich ein schwächstes Glied benennen müsste, wäre es wahrscheinlich Kevin, weil bei ihm einfach die Übersetzung von Ryunosuke auf ihn am schlechtesten funktioniert hat, aber auch er war immer noch grundsolide. Bei einem eindeutigen Favoriten tu ich mich hier schon schwerer. Mike, Mia und Emily nehmen sich nicht sonderlich viel und auch Antonio war durchaus unterhaltsam. Was ich btw. noch anmerken will, ich find‘s tatsächlich gut, dass die Rangers hier verhältnismäßig wenig privat leben hatten (zumindest verglichen mit beispielsweise Dino Fury), einfach weil sich die allermeisten Folgen so auch wirklich auf das Wesentliche fokussiert haben, das Samurai Training und den Kampf gegen die Nighlocks. Selbst wenn es B-Plots gab, hatte man so das Gefühl, dass es trotzdem was mit ihrer Tätigkeit als Rangers zu tun hat und nicht einfach nur irgendwelches random Zeug. Ich hab häufig das Gefühl, viele mögen das nicht so, ich merke aber immer mehr, dass ich diesen Stil ganz klar bevorzuge, hat sich z.B. auch schon bei S.P.D. und RPM gezeigt, wo die Rangertätigkeit ja auch mehr oder weniger als Hauptberuf behandelt wird.
Den Mentor würde ich hier doch als schwächer bezeichnen, als seinen Shinkenger Counterpart und auch mit den letzten paar Power Rangers Mentoren wie Doktor K, RJ und Spencer kann er nicht ganz mithalten, ich fand ihn jetzt allerdings auch nicht unbedingt schlecht. Besser als Zordon oder Dimitria ist er auf jeden Fall.
Bulk und Spike sind halt immer noch absolut unnötig und in den meisten Fällen eher unlustig. Sie hatten auch hier und da ihre Momente, verglichen mit dem Humor der meisten Disney Staffeln war das aber definitiv ein klarer Rückschritt. Was ich aber sagen muss, ich find’s tatsächlich besser, dass sie nicht so viel mit den Rangers interagiert haben, einfach weil sie das für mich so ein bisschen „leichter zu ignorieren“ macht, als beispielsweise Viktor und Monty. Ist jetzt nicht unbedingt das Riesenkompliment, aber im Vergleich für mich immer noch das geringere Übel.

Die Bösen sind zwar relativ Slowburn und vom Set-Up halt typische Utsunomiya Schurken, mit der Zeit entwickeln sie sich aber eigentlich auch recht gut. Mit Gruppen wie Mystic Force oder Jungle Fury können sie sicherlich nicht mithalten, aber sie sind jetzt auch nicht großartig schlechter als die von RPM beispielsweise, vielleicht sogar etwas besser. Allein Deker trägt für mich halt sehr viel, er ist nach Zen Aku für mich vielleicht sogar der beste dieses „Einsamen Krieger“ Typs von Schurken, die die meiste Zeit nur umher schleichen und ja, ich würde ihn auch über Juuzo stellen. Ich find den gemeinsamen Background von Dayu und Deker immer noch irgendwie cooler als die jeweiligen Stories in Shinkenger. Die sind zwar auch absolut in Ordnung und funktionieren für die Charaktere, aber der hier verpasst den beiden einfach so eine tragische Note. Das witzige daran ist ja, dass man das vermutlich hauptsächlich gemacht hat, um ihren Shinkenger Background, in dem beide Mörder sind, zu „entschärfen“, man die ganze Situation dadurch aber eigentlich viel dramatischer gemacht hat, weil Dayu und Deker eben nicht einfach nur selbst Schuld an ihrer Situation sind. Vor allem wenn man bedenkt, dass sie letztlich ja auch beide anstandslos vernichtet werden und man am Ende so zu sagen das Gefühl hat, dass sie nun endlich gemeinsam in Frieden ruhen können, das find ich doch ziemlich stark für eine Power Rangers Staffel.
Xandred ist für mich wie erwähnt auch einer der besseren seines Typs. Er macht zwar nicht viel und ist inhaltlich nicht wahnsinnig komplex, aber wenn er was macht ist es immerhin effektiv. Nicht der spannendste Charakter, aber für das was er ist, hat er auf jeden Fall gut funktioniert und das selbe würde ich auch über Serrator sagen. Für einen (mehr oder weniger) Mid-season Arc Schurken, war er definitiv ziemlich gut, allein dadurch, dass er vernünftig in die Lore der Serie eingebaut wurde, da er ja für die Existenz von Dayu und Deker verantwortlich ist und auch sonst die Handlung recht schön angekurbelt hat. Und auch Octoroo mag ich eigentlich recht gern, auch wenn er inhaltlich sicherlich der unspektakulärste der Schurken war, aber er hat immer irgendwie mitgemischt.


Letztlich fällt die Staffel für mich in die gleiche Kategorie wie Time Force würde ich sagen, als Staffel die ich zwar schwächer finde als ihre Vorlage, für sich bewertet aber immer noch ziemlich gut (witziger Weise basieren auch beide auf Kobayashi Staffeln). Es gibt Dinge die mich stören, wie die sinnlosen Bulk und Spike Szenen oder auch die Tatsache, dass hier das mit dem Kampfgequatsche immer mehr angefangen hat, aber die Serie erzählt eine gute (wenn auch größtenteils kopierte) Story, hat sympathische Charaktere, die Höhepunkte konnten eigentlich alle liefern und bis auf die Specials gab es eigentlich auch kaum krasse Aussetzer, recht viel mehr will ich gar nicht. (Ich schätze es ist bloß fair, dass das hier genauso sehr eine halbe Shinkenger Review war, wie meine Shinkinger Review eine halbe Samurai Review gewesen ist. lol)
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Re: Was schaut ihr gerade? (Power Rangers Edition)

Beitrag von Ranger L » Mi 13. Jul 2022, 04:18

Ok, nach langer Zeit ist es jetzt endlich Zeit für Megaforce, eine Serie bei der mich der Rewatch ja vor allem auch deshalb gereizt hat, um zu sehen wie sie sich im direkten Vergleich mit Decade schlägt und auch deshalb, weil ich sie generell mal, mit dem Wissen wie die Sentai Staffeln sind, neu bewertet wollte. Bisher hatte ich Megaforce und Super Megaforce in meinem Ranking ja immer als separate Serien gewertet, weil es halt auch zwei verschiedene Adaptionen sind, dieses Mal hab ich mich allerdings dazu entschieden, beide Staffeln als Gesamtwerk zu werten und ihnen auch eine gemeinsame Position im Ranking zu geben. Mit dem Gedanken das zu machen, hab ich schon einige Zeit gespielt, aber jetzt nach dem Rewatch bin ich mir umso mehr sicher, dass es die richtige Entscheidung ist. Ich finde ehrlich gesagt auch nicht mehr, dass Super Megaforce signifikant besser ist, als die nicht-Super Hälfte, vielleicht noch ein kleines bisschen, aber letztlich sind definitiv beide Staffeln einfach nur schlecht.


Das Storytelling von Megaforce ist irgendwie schwierig zu beschreiben, schon allein weil es mir irgendwie sehr schwer fällt, das was die Staffel macht als „Story“ zu bezeichnen. Zunächst mal die Serie hat auf 42 Folgen insgesamt 6 100%ige Füller, darunter die beiden Specials in Megaforce (die Super Hälfte hatte ja keine), was insgesamt zwar ein durchaus solider Wert ist, man sich gleichzeitig aber schon fragen kann, ob eine Serie die versucht gut 100 Folgen Sentai auf 42 Folgen Power Rangers zu pressen, es sich überhaupt erlauben sollte, Füller zu haben (Spoiler: Die Antwort ist Nein). Die Specials sind halt was sie sind, das Halloween Special fand ich noch ganz ok, immerhin hat man versucht halbwegs nen Plot drum rum zu bauen (auch wenn ich’s etwas seltsam finde, dass das Monster einfach ein „Cousin“ einer der Illusionen von Destractor war), die Weihnachtsfolge, in der Robo Knight nach Afrika verschifft wurde, war halt mal wieder völlig sinnlos, aber was soll man machen. Gerade bei so Folgen wie diesem Dischord Plot, den Emma mit Gesang bekämpft (und dabei Blütenblätter zum blühen bringt. WTF?) oder dieser Folge mit dem Monster das Leute zum Lachen bringt, frag ich mich aber schon, was genau da die Idee dahinter war. Prinzipiell kann man über die Sinnhaftigkeit von Füller Episoden ja durchaus streiten und in einer Serie, mit einer gut verteilten Story und unterhaltsamen Charakteren stört mich ja auch der ein oder andere One Shot Plot nicht, aber hier, in einer Staffel wie Megaforce, die eh keine Zeit zu verschwenden hat, ist das einfach nur frustrierend, vor allem weil die Folgen ja nicht mal gut sind. Und dazu kommen dann noch die ganzen Folgen, in denen irgendwelche Zords und Waffen eingeführt werden, bei denen doch sehr viele dabei sind, wo es mir verdammt schwer fällt, sie als relevant zu bezeichnen, weil halt praktisch gar nichts zu ihnen kommt. Ich hasse dieses „Freischalten“ Konzept generell und Megaforce dürfte halt mit unter das schlimmste Beispiel dafür sein, da die Rangers halt nie großartig irgendwas dafür leisten mussten und man auch nie erfährt, wo zur Hölle Gosei dieses ganze Zeug überhaupt her nimmt. Es existiert halt einfach. Besonders geil fand ich auch diese Folge mit dem Gosei Jet Megazord Ende der ersten Hälfte, der überhaupt nur in dieser einen Folge vorkommt. Warum genau hat man es für notwendig gehalten, diese Folge zu adaptieren? Es gab doch auch andere Goseiger Mecha die man nicht adaptiert hat, also warum musste man den unbedingt drin haben? Die Zeit hätte man dafür benutzen können, um stattdessen vielleicht irgendwas anderes ausführlicher zu behandeln. Und das bringt mich zum nächsten Punkt.
Ein großes Problem der Staffel ist auch einfach das Pacing, insbesondere innerhalb der einzelnen Folgen. Dadurch dass man eh so wenig Zeit hatte (und die Zeit die man hatte zum Teil auch noch sehr verschwendet hat) musste man hier halt sehr viel Inhalt stark zusammen stauchen. Viele Folgen haben zwei oder mehr Sentai Folgen adaptiert, was in manchen Fällen durchaus auch funktionieren kann, wenn man vernünftig mit dem Material arbeitet, aber Megaforce hatte einfach so viele Folgen die einfach nur eine stumpfe aneinander Reihung von Action Szenen waren. Heftigstes Beispiel wäre hier wohl Folge 14, der Endkampf gegen die Mutanten, die einfach knapp 85% Sentai Material hatte (nein, das hab ich nicht selbst ausgerechnet, das kann man nachlesen). Ich meine, WTF, hätte man das echt nicht zu nem Zweiteiler machen können? Aber hey, immerhin durften wir stattdessen erfahren, dass Troy die Fürze von Monstern lustig finden, das war definitiv wichtiger. Generell hat die Serie einfach so viele seltsame Entscheidungen getroffen, was man adaptiert und was nicht, was man rein schneidet und was raus und wofür man neues Material dreht und wofür nicht. Zwei Sentai Staffeln auf 42 Folgen zu adaptieren ist sicherlich nicht leicht, wäre aber definitiv möglich gewesen, wenn man einfach etwas cleverer agiert hätte, aber dadurch dass man einfach nur versucht hat, alles was man irgendwie hatte rein zu klatschen hat sich die „Story“ der Staffel letztlich einfach so substanzlos angefühlt, weil sich nichts wirklich entwickeln konnte.

Was dabei glaub ich vor allem nicht sonderlich hilfreich war, und das wiederrum bringt mich zur eigentlichen „Story“ der Staffel, das ist diese verschiedenen Goseiger Arcs so seltsam zu strukturieren. Auf der einen Seite hat man versucht alle Goseiger Arcs irgendwie zu adaptieren, hat sie aber gleichzeitig so ein bisschen miteinander vermischt, mit dem frühen Tod von Creepox während Malkor ewig überlebt. Warum? Die ersten 7 Folgen haben ja primär auf der ersten Arc von Goseiger aufgebaut, wobei ich ehrlich gesagt finde, dass man Creepox auch locker einfach nur als Monster of the Week hätte benutzen können, weil bis auf seine paar kurzen Treffen mit Troy, die eh ziemlich random waren und genauso gut hätten rausgeschnitten werden können, hat er absolut gar nichts zu Serie beigetragen wodurch sich der erste Teil der Staffel generell nicht wirklich so angefühlt, als wäre großartig viel passiert. Außerdem find ich auch nach wie vor, dass man gerade in der Anfangsphase echt das Gefühl hatte, die Serie versucht so hart MMPR 2.0 zu sein, dass es schon weh tut. Allein vom Setting und den Charakter Stereotypen her und auch sau viele Plots haben sich so angefühlt, als wären sie noch aus Mighty Morphin oder Turbo übrig geblieben (Freundinnen Streiten sich wegen einem bösen Zauber, Musikmonster wird mit Gesang bekämpft, ein paar Rüpel mobben ein Kind wegen nem Käfer, etc.)
Das Auftauchen der Mutanten war auch irgendwie ziemlich random. Malkor hat sie halt einfach mal entdeckt und Vrak hat sie dann angeworben. Ok. Sie auf die Verschmutzung der Erde zurück zu führen find ich als Background grundsätzlich solide, dass die allerdings jetzt zufällig genau dann auftauchen, wenn auch der Warstar die Erde angreift, wirkt halt schon etwas konstruiert. Auch der Auftritt von Robo Knight ist ziemlich aus dem Nichts gekommen und wurde dann im nach hinein noch etwas schwammig erklärt. Er wurde irgendwann mal von Gosei erschaffen, liegt seit dem aus irgendwelchen Gründen auf Eis und die Erde selbst hat entschieden ihn genau jetzt aus seinem Schlaf zu erwecken. Äh ja. Bei ihm muss man aber fairerweise sagen, dass er anschließend zumindest sowas wie Development hatte (womit er sämtlichen anderen Charakteren schon mal was voraus hat) und generell würde ich sagen, dass man einen verhältnismäßig guten Job gemacht hat, ihn den anderen Rangers anzunähern und seinen „Seitenwechsel“ nachvollziehbar darzustellen.
Das Debut des Ultra Modus war ganz ok, aber auch etwas random. Woher genau kommt dieses wilde Schwert? Und dass Troy in der Lage ist diesen Drachen zu besänftigen ist auch ein bisschen äh… aber immerhin wurde er nicht einfach von Gosei aus dem Hut gezaubert, das ist zumindest etwas. Danach gab‘s nochmal zwei (mehr oder weniger) Füller mit lediglich der Einführung der Büchse der Aurora als einzigem relevanten Aspekt, bevor die Mutanten auch schon wieder vernichtet wurden, wodurch auch die sich letztlich ziemlich überflüssig angefühlt haben, ich hatte ehrlich gesagt nicht das Gefühl, dass sie irgendeinen größeren Mehrwert für die Staffel hatten.
Das Debut der Roboter fand ich tatsächlich recht solide, obwohl es auch zwei Goseiger Folgen kombiniert hat, aber ich mag die Idee dass Metal Alice versucht Robo Knight auf ihre Seite zu ziehen, weil er ja so gesehen ein Artgenosse ist und die Idee dass Vrak die Roboter quasi als eine Art „Nebenprojekt“ aufbaut, weil er Malkor nicht vertraut, find auch durchaus plausibel. Diese Rico the Robot Folge allerdings ist wieder so eine Folge bei der ich mich einfach frage, warum zur Hölle man das adaptiert hat. Besonders wenn man eh wusste, dass man sie nicht so umsetzen kann, wie in Goseiger. Vor allem haben hier auch diese Over-the-Top Preachiness und die schlechten Dialoge (die zuvor schon nicht gerade gut waren) ihren absoluten Höhepunkt erreicht. Man hat zwar noch diese Sache mit Malkors Kokon eingebaut, um die Folge mehr oder weniger relevant zu machen (wobei man sich das auch genauso gut hätte schenken können, weil ich nicht unbedingt das Gefühl hatte, dass sich dadurch jetzt großartig was verbändert hat), aber das war nur eine Szene, die man in jeden x-beliebigen Goseiger Plot hätte packen können. Warum musste es ausgerechnet der sein?
Der Endkampf gegen Malkor ging halt auch in dieselbe Richtung wie der Kampf gegen die Mutanten. Super eintönig, repetitiv und stark in die Länge gezogen, weil er halt nur daraus bestanden hat, dass Malkor die Rangers um pustet, sie wieder aufstehen, wieder angreifen, wieder scheitern, wieder umgepustet werden und dann wieder aufstehen, etc. bis mal irgendeine Attacke funktioniert. Ich mag solche Kämpfe generell nicht so gerne, aber hier ist es halt noch schlimmer, weil man das Material aus zwei (sogar mehr oder weniger voneinander unabhängigen) Goseiger Folgen in eine gequetscht hat. Dass man das ganze so spät gemacht hat, hatte natürlich auch zur Folge, dass man Robo Knight die ganze Zeit beschäftigen musste (wobei das trauriger Weise wahrscheinlich sogar die besseren Szenen der Folge waren). Mal abgesehen davon, dass es natürlich auch keine logische In-universe Erklärung dafür gibt, warum sie nicht einfach den Ultra Modus benutzen konnten, statt sich 20 Minuten lang eins auf die Schnauze geben zu lassen. Gleiches gilt ebenso für den Gosei Ultimate Megazord. Was ich aber mag ist die Idee, dass Vrak mit Malkors Schiff in die Luft fliegt und Metal Alice ihn dann findet, was schließlich zur Einführung von Vraks Cyborg Form führt (wobei ich trotzdem sagen muss, wenn man das Schurkenkonzept anders strukturiert hätte und dann diesen Aspekt hätte opfern müssen, um womöglich unzählige andere Fragen gar nicht erst aufkommen zu lassen, dann hätte ich auch gerne drauf verzichtet.)

Der Staffelübergang war im Großen und Ganzen sogar sehr solide, auch wenn er an manchen Stellen vielleicht noch etwas flüssiger hätte sein können. Zumindest die letzten beiden Folgen der ersten Hälfte waren tatsächlich nicht schlecht. Das Konzept Robogog als Abgesandten der Armada zu benutzen find ich eigentlich ganz cool und vor allem muss ich der Staffel natürlich ein Kompliment machen, dass sie sich (als einzige Staffel seit der Übernahme von Saban) getraut hat, die erste Hälfte mit einem harten Cliffhanger aufhören zu lassen, diese ganzen Szenen am Ende mit der Großinvasion der Armada sind als Abschluss der Staffel schon ziemlich cool. Das einzige was ich halt nach wie vor nicht so ganz verstehe ist, warum man die Verwandler der Rangers nicht einfach zerstört lassen konnte. Den Kampf gegen Metal Alice und den Abgesandten hätte man auch locker vor den Kampf gegen Vrak schneiden können, das Verschwinden von Robo Knight ergibt so oder so nicht wirklich viel Sinn und der erste Kampf gegen die Armada, bevor die Rangers ihre Super Megaforce Kräfte bekommen haben, war eh komplett eigenes Material, also hätte man den auch genauso gut unverwandelt führen können. Klar das hätte natürlich noch nicht das Problem gelöst, dass man keine Ahnung hat, was die Super Megaforce Kräfte (inklusive der Ranger Keys) eigentlich sind, woher sie ihre Kräfte (bzw. die Kräfte der alten Rangers) beziehen und warum man die nicht gleich von Anfang an benutzt hat, aber immerhin hätte es so einen guten Grund dafür gegeben, warum die Rangers überhaupt auf neue Kräfte zurück greifen müssen und es hätte sich auch die Frage nach der Farbe von Jakes Ranger Key (die ja letztlich zum vermutlich berüchtigtsten Satz der Serie geführt hat) nicht gestellt. Dass neue Ranger Kräfte eine andere Farbe haben ist schließlich nicht ungewöhnlich, bei einem „Power Up“ (als das der Super Megaforce Modus ja immer so ein bisschen dargestellt wurde) ist das allerdings schon komisch.
Außerdem hätte man sich so diese ganzen unnötigen Szenen mit den Goseiger Anzügen in der Super Hälfte schenken können, bei denen ich halt generell nicht so ganz verstehe, was der tiefere Sinn hinter denen war. Das Geld, die zu drehen, scheinen sie ja übrig gehabt zu haben, aber um die ganzen Szenen, mit Sentai exklusiven Teams zu ersetzen, dafür hat’s dann nicht mehr gereicht. Ich hab mich früher eigentlich gar nicht so sehr daran gestört, dass man die drin gelassen hat (auch wenn ich mir immer gewünscht hätte, dass man mehr auf deren Herkunft eingeht), aber rückwirkend ist es halt schon ein wenig irritierend, weil es einfach so wenig Aufwand gewesen wäre, die entsprechenden Szenen zu ersetzen oder gegebenenfalls auch einfach nur rauszuschneiden. Vor allem wenn man bedenkt wie viele adaptierte Teams dafür zu kurz gekommen sind. Gerade diese Samurai Folge ist ein gutes Beispiel. Erst eine Minute lang nen Kampf mit den Goseiger Anzügen filmen, weil das ja so wichtig war, die drin zu haben, aber dann nicht in der Lage sein, bei den anschließenden Gokai Changes die 5 sekündigen Sequenzen, mit den Flashman und Maskman Anzügen zu ersetzen? Ernsthaft? Oder auch sowas wie in Folge 4, wo sich die Rangers 2 Mal in Wild Force verwandelt haben, einmal Mitte der Folge (was komplett eigenes Material war) und einmal am Ende (mit Gokaiger Material). Grundsätzlich wäre es ja nicht schlimm, dass sie sich 2 mal in der Folge in das gleiche Team verwandeln, aber das Ding ist, wenn ich schon extra eigenes Material filmen muss und das Team, um das es primär geht, sowieso später noch kommt, kann ich dann nicht einfach ein Team nehmen, das vielleicht eh unterrepräsentiert ist, wie z.B. Lightspeed Rescue oder Overdrive? Warum MUSSTE es ein zweites Mal Wild Force sein? Das ist wieder genau das, was ich meine, wenn ich sage, dass die Serie einfach konstant seltsame Entscheidungen getroffen hat.

Ein Problem das Super Hälfte auch hatte war, dass die „Tribute“ bzw. Kräfte der alten Rangers hier gefühlt gar keinen Zweck erfüllt haben, was wie bei den Zords in der ersten Hälfte auch dafür gesorgt hat, dass sich deren erscheinen nicht sonderlich relevant angefühlt hat. In Gokaiger waren diese Greater Powers ja mehr oder weniger der Kern der Story, aber hier hätte man sich die storyweise auch genauso gut schenken können, man wollte halt nur das Material benutzen. Gerade Folge 2 & 3 hatten mit S.P.D. oder Mystic Force ja noch nicht mal irgendwas zu tun, also warum genau haben sie da deren Kräfte „freigeschaltet“? Und bei der Mystic Force Folge versteh ich ehrlich gesagt auch nicht so recht, warum man ausgerechnet diese Schwertkampf Folge dafür benutzt hat, die in Gokaiger nicht mal das Debut der Magiranger Greater Power war. Warum hat man nicht einfach die eigentliche Magiranger Folge adaptiert? Dann hätte man sich auch diesen seltsamen out-of-character Plot für Noah schenken können, der halt offensichtlich für Joe geschrieben wurde. Was genau haben sie sich dabei gedacht?
Samurai und Jungle Fury dürften wohl ganz klar die beiden besten Tribut Folgen gewesen sein, allein weil man Darsteller aus den entsprechenden Staffeln vernünftig in die Handlung eingebaut hat und sich auch wirklich mit der Staffel beschäftigt hat. Die Samurai Folge war zwar wieder aus ner Doppelfolge zusammen geschnitten und die Jungle Fury Folge hatte diese seltsame „EIN RANGER VERLIERT NIE SEINE WAFFEN“ Geschichte, aber ansonsten haben die Plots gut funktioniert sich tatsächlich so angefühlt, als hätten sich die Rangers die Kräfte halbwegs verdient.

Das Debut von Orion find ich eigentlich auch nach wie vor recht gut. Ich mag seinen Background und die Idee, dass er quasi der „Gokaiger“ des Teams ist, nur dass man die Tatsache, dass der Silberne Ranger Key samt Verwandler halt zufällig in irgend so einem Stein auf Andrasia rum liegt, einfach mal so unkommentiert in den Raum hinein gestellt hat, find ich halt wieder nicht so prickelnd. Ich meine, was genau sind seine Kräfte eigentlich bzw. was haben sie mit den restlichen Super Megaforce Rangers zu tun und wie sind sie da hin gekommen? Und natürlich taucht auch sein Zord am Ende der Folge einfach auf weil er ihn halt „freigeschalten“ hat (wie auch immer). Dass Orion aus irgendwelchen Gründen die Fähigkeit besitzt Schlüssel zu fusionieren find ich ebenfalls immer noch ziemlich random, auch wenn man hier fairerweise dazu sagen muss, dass das auch bei Gai nicht wirklich mehr Sinn gemacht hat. Macht es zwar nicht unbedingt besser, aber ich schätze, bei einer Serie die nicht mal mit sich selbst klar kommt, kann man wohl nicht erwarten, dass sie die Probleme der Sentai Staffel in Angriff nimmt.
Danach kam ja die Folge Der perfekte Sturm und über die muss ich einfach reden, weil das eine Folge ist, die mich einfach nur triggert. Einfach alles an der Folge schreit für mich einfach „WARUM?“. Ein reiner Füller, der sich komplett darum dreht, dass die Rangers einen vom Blitz getroffenen Tensou durch die halbe Stadt jagen, in Mitten einer Serie, die versucht 100 Folgen an Inhalt auf 42 Folgen zu quetschen. Wieso? Wieso zur Hölle hat man es für eine sinnvolle Idee gehalten, diese Folge zu produzieren? Die Folge hatte mit ca. 70% das drittmeiste eigene Material der gesamten Staffel, plus das ganze CGI für Tensou, das wird sicherlich eine der teuersten Folgen gewesen sein, Geld das man hätte benutzen können, um mehr Gastdarsteller für Tributfolgen zu holen oder etwas mehr eigenes Material mit adaptierten Anzügen zu filmen, Zeit die man hätte benutzen können, um vielleicht irgendeinen anderen Plot (der aus mehreren Sentai Folgen besteht) zu einem Zweiteiler zu machen, aber nein, das beste was ihnen eingefallen ist, ist… das… wow. Und btw. auch hier wieder, eine Minute lang auf die Goseiger Anzüge drauf halten, weil das ja so wichtig ist, die drin zu haben, aber die 15 Sekunden mit den Dairangers konnte man natürlich nicht rausschneiden. Vor allem wär’s in dem Fall auch einfach so naheliegend gewesen, die fünf Main Dairangers einfach durch die Zyurangers zu ersetzen, dann hätte man das Kiba Ranger Material trotzdem verwenden können und es hätte immer noch Sinn ergeben. Die nachfolgenden zwei Folgen waren auch mehr oder weniger Füller (je nach dem wie man das „Debut“ der Legendären Q-Rex Megazord Formation, die danach noch genau einmal vorkommt, bewertet), aber die waren wenigstens noch für sich genommen unterhaltsam (wenn man mal davon absieht, dass Orion in der „Turbo Folge“ einfach mal abwesend war, weil die Gokaiger Folge vor Gai’s Debut war. Was ist das hier? Sugimura Sentai?), aber die Tensou Folge war halt nicht mal gut. Also was war der Sinn davon?
Die Folge mit der Super Mega Kanone ist auch einfach ein perfektes Beispiel für das schlechte Material Management der Staffel. Man hat einfach zwei komplett unterschiedliche Gokaiger Folgen genommen und zusammen geklatscht, einfach nur um irgendwie dieses Sentai Material in der Don seine Waffen testet benutzen zu können, auch wenn man dafür mal wieder Orion für 2/3 der Folge ohne sinnvollen Grund rausnehmen musste, bloß dafür, dass der Endkampf gegen das zweite Monster dann eh größtenteils eigenes Material war, das man auch genauso gut hätte verwenden können, um die Super Mega Kanone auf eine andere Art und Weise einzuführen, ohne dabei random zwischen zwei MotW Plot hin und her cutten zu müssen. Mal abgesehen davon, dass dann am Ende der Folge auch noch die Ninja Storm Power in Form des Minizords „freigeschalten“ wurde, ohne dass die Rangers in der Folge die Ninja Storm Kräfte überhaupt einmal benutzt hatten. WTF? Was zur Hölle hatte das mit irgendwas zu tun? Das ist einfach Mighty Morphin 1 Level von Editing.

Das Ende von Vekar war ganz ok, aber halt auch sehr gepresst, weil man wieder einen Zweiteiler aus Gokaiger auf eine Folge runter gekürzt hat und relativ wenig effektiv, weil man keinerlei Build Up dazu hatte. Gerade dieser Showdown zwischen Noah und Argus war hier halt komplett random und bedeutungslos, weil einfach der gesamte Background zwischen Joe und Barisorg fehlt.
Vraks Rückkehr dürfte dramaturgisch und vom Spannungsfaktor wahrscheinlich sogar zu den besten Folgen gehören, aber auch hier wieder man muss sagen, dass alles einfach sehr schnell und gepresst war, da es halt im Wesentlichen das ganze sechsteilige Endgame von Goseiger auf zwei Folgen zusammen gestaucht ist. Und natürlich werden hier halt auch wieder viele Sachen einfach mal in den Raum hinein gestellt, die man halt einfach so hin nehmen soll. Wie z.B. hat Vrak die Schlüssel der Rangers versteinert? Dass er Robo Knight mit Orions Power kontrollieren kann, scheint mir noch halbwegs plausibel, aber das mit den Schlüsseln war schon ziemlich seltsam. Ich meine, wenn es so einfach wäre, hätte die Armada das ja schon die ganze Zeit machen können. Außerdem frag ich mich, wo der erste Bohrer hergekommen ist. In Goseiger war das halt das erste Monster, welches hier gar nicht existiert hat, während der Bohrer zu Beginn einfach da war. Generell stellt sich so ein wenig die Frage was genau Vrak und Robo Knight in der Zeit der letzten 15 Folgen gemacht haben, das ist doch ein relativ langer Zeitraum dafür dass die beiden nicht unbedingt weiter sind, als am Ende der ersten Hälfte. Und was zur Hölle ist Troy, dass er diese seltsame Energie freisetzen kann, um Robo Knight zu befreien?
Das Debut von Mavro und der Kampf gegen Damaras war solide. Wie auch bei Gokaiger gilt, dadurch dass die Rangers nie zuvor gegen ihn gekämpft haben, ist es zumindest realistisch, dass sie solche Probleme gegen ihn haben. Was ich nur geil finde ist, dass man eines der beiden Monster, die Mavro begleitet haben, einfach mal komplett vergessen hat. Es ist ab Mitte der Folge einfach nicht mehr vorgekommen und man hat nie thematisiert, was mit ihm passiert ist. Der Kampf gegen Levira war auch ok, wenn man mal davon absieht, dass man auch hier wieder 20 Sekunden Material mit nicht adaptierten Teams drin hatte, die man ohne großen Aufwand hätte entfernen oder ersetzen können. Ich bin mir nicht so ganz sicher, was genau Orion sich davon versprochen hat alleine wieder zurück nach Andrasia zu gehen, um es wieder aufzubauen. Ich meine erstens, was genau hat die Rangers dazu veranlasst, davon auszugehen, dass die Bedrohung durch die Armada endgültig vorbei ist und zweitens, was will Orion schon großartig tun? Soll er den Planeten alleine neu bevölkern?
Das eigentliche Finale find ich nach wie vor ziemlich seltsam. Die Opening Szenen, mit den ganzen ehemaligen Rangers, die irgendwelchen Zivilisten helfen, waren eigentlich noch ganz cool (btw. Kompliment an die Synchro, dass wirklich alle Rangers ihre alten Stimmen hatten) und der Angriff von Troy und Orion auf Mavros Kommandoschiff war auch nicht schlecht (btw. dürfte die Anschließende Verwandlung in die Space Rangers so ziemlich die einzige clevere Verwendung des Legenden Modus sein, den die Staffel hatte), aber das letzte Drittel der Folge ist irgendwie nur noch random. In der Extended Edition hatte man wenigstens noch den Endkampf gegen Mavro, wobei ich es aber ehrlich gesagt besser gefunden hätte, wenn man das nach dem Kampf gegen die X-Borgs gemacht hätte, weil es eigentlich ein wesentlich besserer Abschluss gewesen wäre, aber der eigentliche „Legendary Battle“ war einfach nur das Anti-klimaktischste Ende, aller Zeiten. Selbst wenn man von Logistik dahinter und der Tatsache, dass mindestens 4 Teams ihre Kräfte nicht mehr haben sollten, mal absieht, allein dieser ganze epische Auftritt, der Legendären Rangers, bloß dafür, dass der eigentliche Kampf dann keine 2 Minuten von denen man 2/3 der Zeit im wesentlichen nur den Megaforce Rangers zusieht, das hat sich einfach so sinnlos angefühlt. Robo Knight taucht auch plötzlich wieder auf, obwohl er eigentlich tot sein müsste (wobei man sich da schon zuvor in ne Ecke geschrieben hatte, weil er in ja Troys Träumen vorgekommen ist). Generell hätte man sich diese ganze Schlacht komplett schenken können, wenn man sie nicht Aufgrund von Troys Träumen hätte einbauen müssen. Inhaltlich hat das ganze absolut nichts zur Folge, geschweige denn zu Staffel beigetragen. Wenn dann hätte ich es glaub ich noch besser gefunden, wenn man diese Schlacht wie bei Gokaiger an den Anfang der Staffel (bzw. der Super Hälfte) gesetzt hätte, um die Ranger Keys darauf zurück zu führen. Das hätte auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Und man hätte einen validen Grund gehabt diese Szene, in der die Rangers da am Ende alle als Funkellichter wegfliegen, drin zu lassen. So war das doch ziemlich random. Und auch das eigentliche Folgenende war irgendwie extrem merkwürdig. Es war irgendwie so abrupt. Kein Epilog oder eine kurze Szene, in der man darauf eingeht, was die Rangers jetzt vorhaben, nicht mal ne kurze Nachricht von Gosei oder sowas. Troy steckt einfach sein Schwert in den Boden und das war’s. Mehr kommt nicht mehr. (Zugegebenermaßen ist es jetzt nicht so, dass es noch großartig irgendwelche offenen Handlungsstränge gegeben hätte, die man auflösen musste. Dafür hätte man ja erst mal sowas wie Handlungsstränge in die Serie einbauen müssen.)


Die Charaktere können hier definitiv auch nichts rausreißen, ganz im Gegenteil, ich würde sogar sagen, dass das Megaforce mit eines der schlechtesten Teams, wenn nicht sogar das schlechteste ist. Die Rangers sind genau so flach und clichèhaft wie die von Mighty Morphin, aber ohne den Charme und generell auch deutlich unsympathischer. Am besten waren wahrscheinlich noch die beiden sechsten Rangers, Orion und Robo Knight, schon allein, weil sie die Einzigen sind, die sowas wie eine Story hatten und gerade Robo Knight hatte auch sowas wie ne Charakter Arc. Vom Grundteam ist für mich wohl Noah der beste trotz seines harten Nerd-Stereotyps und seinen out of character Momenten in Super Megaforce, die aufgrund des großen Unterschieds zu Joe zustande gekommen sind, aber ihn fand ich wenigstens halbwegs sympathisch. Emma hab ich dieses mal sogar etwas besser empfunden, als zuvor, auch wenn sie mir immer noch ein wenig zu preachy ist, aber sie und Noah dürften wohl die einzigen sein, bei denen man überhaupt von einer vernünftigen Persönlichkeit sprechen kann. Außerdem hatte sie insgesamt wahrscheinlich sogar den meisten Fokus und vor allem auch halbwegs personenbezogenen, Troy, Jake und Gia hatten eigentlich alle nur etwas oberflächlichen Fokus, aber gefühlt nichts, was wirklich mit den Charakteren zu tun hatte, was sich halt auch negativ auf die Charakterisierung ausgewirkt hat. Jakes einziger wirklicher Charakterzug ist sein Crush auf Gia, Gias einziger Charakterzug ist „badass“ und Troy hat… im Grunde gar keine Charakterzüge. Außerdem hatte er nach Gia wahrscheinlich sogar am wenigsten Fokus, was man bei einem roten Ranger auch nicht allzu häufig sieht. Bei Jake hatte ich noch das Gefühl, dass man gelegentlich versucht hat, ihn so ein bisschen wie den gechillten Sprüche Klopfer rüber kommen zu lassen, die Rolle konnte ich ihm aber nie so wirklich abnehmen und generell sind seine Sprüche halt auch einfach nicht lustig. Ich finde ja auch ehrlich gesagt nach wie vor, dass die Rangers außer Noah mit Gokaiger Material besser funktionieren, als mit Goseiger Material, weil Jake für mich eben immer eher wieder der möchtegern coole Vollpfosten rüber gekommen ist, wozu Dons verspielte Art irgendwie besser passt. Und auch Troy funktioniert meiner Meinung nach deutlich besser mit der gelassenen und toughen Art von Marvelous als mit Alatas Upbeat, happy-go-lucky Typ. Bei den Mädchen dürfte der Unterschied nicht allzu groß sein, nur wie gesagt Noah hat mit Goseiger Material besser funktioniert, weil er zu Joes Persönlichkeit halt überhaupt nicht gepasst hat. Gerade diese Schwertkampf Folge oder auch die ganzen Duelle mit Argus wären da gute Beispiele. Ach ja und über die Tatsache, dass Troy vom Legendary Battle träumt und leuchtende Energie ausstößt, muss ich denke ich nicht weiter reden oder? Das glaub ich erklärt sich von selbst.
Bei den Nebencharakteren gibt es eigentlich auch nicht viel zu sagen. Ernie und Mr. Burley haben halt existiert um zu existieren, im Grunde waren sie sogar weniger nervig als so manche andere Neo-Saban/Hasbro Nebenrollen, das muss man ihnen zugutehalten, aber bereichert haben sie die Serie jetzt nicht grade. Naja und Gosei und Tensou sind halt einfach absolut gar keine Charaktere. Tensou ist im Wesentlich Alpha auf Wish (in dieser Funktion aber immerhin noch halbwegs sympathisch) und Gosei ist ne reine deus-ex-machina Spielzeug Fabrik, ohne Background oder irgendeine Form von Kontext. Man hat absolut keine Ahnung, wer oder was zur Hölle der Typ eigentlich sein soll, wo er all dieses Zeug hernimmt und was er überhaupt mit irgendwas zu tun hat (nein, eine throwaway line, dass er Zordons Schüler ist, macht es definitiv nicht besser). Und warum wacht er überhaupt ausgerechnet jetzt auf und nicht bei irgendeiner anderen Bedrohung? Bei jeder anderen Staffel gibt es zumindest irgendeine Verbindung zwischen den Helden und den Schurken, aber hier ist einfach gar nichts. Keine Erklärung warum genau diese Rangers gegen diese Schurken kämpfen.

Die Schurken sind sicherlich auch nicht gerade eine Glanzleistung, wirken im direkten Vergleich mit den Protagonisten schon fast wie das geringere Übel. Die erste Hälfte hatte halt wie gesagt das Problem, dass die Schurken strukturiert waren, da sie halt aus den verschiedenen Fraktionen aus Goseiger bestehen, die hier aber zum Teil parallel zueinander existiert haben, allerdings ohne dass man sich dabei die Mühe gemacht hätte, sie vernünftig miteinander interagieren zu lassen. Ich bin irgendwie nicht so sicher, warum genau man so viel wert darauf gelegt hat, Admiral Malkor hier als den großen Big Bad darzustellen. Was hätte dagegen gesprochen ihn vor den Mutanten oder wenigstens vor den Robotern sterben zu lassen, um die Goseiger Arcs vernünftig einzuhalten und einfach Vrak zum Hauptschurken der Serie zu machen. Eine andere Möglichkeit wäre gewesen, die Mutanten und die Insekten einfach von Anfang an zu kombinieren, dann wären vielleicht bei Gruppen nicht ganz so verschwendet rüber gekommen. Dazu hätte man natürlich etwas eigenes Material gebraucht, aber z.B. für die Szenen zwischen Vrak und Metal Alice brauchte man das ja sowieso, also hätte das jetzt auch keinen so großen Unterschied gemacht. Die Idee, dass Vrak die Roboter als geheimes Nebending einbaut, um Potentiell Malkor zu verraten hätte man ja ruhig so lassen können, das hat eigentlich ganz gut funktioniert.
Vrak dürfte wohl generell der beste unter den Schurken sein und auch allgemein einer der wenigen Lichtblicke der Staffel. Er ist halbwegs kompetent, manipulativ, hatte die ganze (zumindest erste) Staffel über was zu tun und hat sich zumindest nicht komplett verschwendet angefühlt. Wobei mich mal interessiert hätte wo genau eigentlich seine „Erd-Armor“ herkommt. Ich hätte es vielleicht akzeptieren können, dass das halt einfach seine Kampfrüstung ist, wenn man nicht eine Folge danach gezeigt hätte, dass er auch ganz hervorragend ohne die Rüstung gegen die Rangers kämpfen (was noch irritierender ist, weil man diese Folge auch noch locker hätte weglassen können), aber naja. Und auch Metal Alice und der Abgesandte (auch für die gerade mal 2 Folgen die er anwesend war) fand ich als Schurken tatsächlich solide, zumindest haben sie ihren Zweck erfüllt, das ist schon mal mehr als man über die anderen sagen kann.
Vekars Truppe kann man größtenteils komplett vergessen. Wie die Samurai Schurken sind sie halt auch dieses typische Utsunomiya Set-Up aber eben ohne Kobayashi Magie. Argus hat natürlich auch die komplette Story von Barisorg gefehlt und Mavro ist hier erst 3 Folgen vor Schluss aufgetaucht, wodurch er jetzt auch nicht wirklich die Chance hatte, interessant zu werden. Damaras hatte zumindest seine Momente, aber das ist auch relativ zu betrachten. Basco hat mir ehrlich gesagt nicht großartig gefehlt, ich fand ihn ja schon in Gokaiger relativ überflüssig und ich schätze das Pacing hätte es auch nicht gerade verbessert, wenn man versucht hätte, ihn auch noch einzubauen, daher bin ehrlich gesagt sogar fast froh drum, dass man es nicht gemacht hat. Ansonsten kann ich zu den Schurken aber nicht viel mehr sagen, wirklich viel gemacht haben sie ja nicht.


Ja, und das war’s dann auch „schon“ (lol). Ich denke zusammen gefasst kann man sagen, dass die Serie eigentlich in nahezu sämtlichen Aspekten schlecht ist, was uns schließlich zur ultimativen Frage bringt: Ist Megaforce der schlechteste Toku den es gibt? Nun, ich würde sagen, das hängt so ein bisschen davon ab wie man es betrachtet und wonach man Serien bewertet. Rein vom Produktionsstandpunkt her betrachtet würde ich sagen, ja. Die Serie ist so unfassbar faul, unüberlegt und inkompetent produziert, dass man es erst mal schaffen muss. Auch bei den Charakteren kann man wohl sagen, dass es mitunter die am schlechtesten geschriebenen sind, die es im Tokusatsu Bereich gibt, wenn auch vielleicht nicht unbedingt die nervigsten, je nach dem worauf man steht. Von der Story her würde ich allerdings sagen, dass Megaforce trotz ihrer absoluten Inhaltslosigkeit nicht schlechter ist als Serien wie Decade oder Zi-O, da man hier zumindest den Abläufen noch gut folgen kann und ich verstehe, was ich mir da gerade anschaue (und sei es noch so schlecht). In der Summe ist Megaforce damit für mich definitiv trotzdem einer der schlechtesten Tokus, was anderes war auch nicht unbedingt zu erwarten, ich würde sie aber denke ich nicht ganz auf den letzten Platz setzen, dafür liegt sie auf dem Gehirnschmelzometer immerhin noch knapp über ein paar anderen Serien, was aber sicherlich kein Maßstab ist, an dem man sich messen sollte. Und kann auf jeden Fall auch jeden verstehen, der die Serie ganz nach unten packt, gerade wenn man noch etwas mehr Charakter-Typ und weniger Story Typ ist als ich.
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Re: Was schaut ihr gerade? (Power Rangers Edition)

Beitrag von Basara » Sa 30. Jul 2022, 11:52

Einigen wir uns darauf, dass Megaforce/Super Megaforce einfach Super Megashit ist. Die komplette Community ist sich da in dem Bezug einig.

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Re: Was schaut ihr gerade? (Power Rangers Edition)

Beitrag von Ranger L » Do 22. Sep 2022, 04:18

Als wahrscheinlich vorläufigen Abschluss meines Power Rangers Franchise Rewatches hab ich mir jetzt Dino Charge & Dino Super Charge angesehen (wie üblich beide geimeinsam bewertet). Das ist ja tatsächlich das erste Mal, dass ich die Super Hälfte wirklich vollständig sehe, womit Dino Charge die einzige Staffel war, die ich noch nicht von Anfang bis Ende gesehen hatte (btw. hat man hier meiner Meinung nach den Synchrowechsel deutlich besser hinbekommen als in Dino Fury, auch wenn es natürlich trotzdem gewöhnungsbedürftig ist). Im Großen und Ganzen würde ich sagen, dass Dino (Super) Charge eine solide, bis gute Staffel ist, auch wenn man definitiv sagen muss, dass die erste Hälfte insgesamt deutlich besser ist, als die zweite Hälfte. Ich würde jetzt nicht sagen, dass man die Serie komplett ruiniert hat, aber man merkt in Dino Super Charge halt schon ganz klar den Start dieses Starken Moral Fokus der letzten Jahre, durch den die Story teilweise etwas zu kurz kommt. (und das Finale ist natürlich nochmal ein Thema für sich, aber dazu später mehr).


Das allgemeine Storytelling der Staffel ist in etwas vergleichbar mit dem von Beast Morphers oder Dino Fury würde ich sagen. Die einzigen wirklich klaren Füller sind wie üblich die Specials (plus evtl. noch eine Folge zu Beginn der ersten Staffel), wobei man bei zwei der Specials hier sogar noch diskutieren könnte, weil die Halloween Folge der ersten Staffel mehr oder weniger Wrenchs reanimator eingeführt hat, während die Weihnachtsfolge von Super Charge ja ein Epilog war und dem entsprechend etwas darauf Bezug genommen hat, was die Rangers jetzt so machen. Von diesen semi-relevanten Folgen, in denen nur irgendeine Kleinigkeit eingeführt oder auf irgendwas geteasert wurde, gab’s hier aber auch wieder einige, gerade die Super Hälfte hatte relativ viele von denen. Was hierbei natürlich nicht hilft, ist die Tatsache, dass die meisten Hilfsmittel der Rangers alle rein technischer Natur sind und deshalb häufig relativ unspektakulär eingeführt werden. Auf der anderen Seite hatte das natürlich vor allem gegen über Dino Fury den Vorteil, dass es immer recht logisch und nachvollziehbar war und nie großartig aus dem Nichts gekommen ist. Außerdem fand ich dafür die Einführungen der Zords und Energems relativ gut. Man hat zumindest halbwegs aktiv nach ihnen gesucht, ihre Funktionalität ziemlich konstant gehalten (kein Zord wurde irgendwie random durch Musik aktiviert oder sowas) und ich würde hier auch sagen, dass die Fundorte der Energems größtenteils Sinn ergeben. Nur beim schwarzen Energem hätte man vielleicht noch etwas besser erklären können, wie es in den Besitz dieser Neuseeländischen Wahrsagerin gekommen ist. Aber ansonsten fand ich das hier doch alles ziemlich vernünftig umgesetzt.
Die erste Hälfte hatte auch dieses Problem mit den Moralplots noch nicht so wirklich, was der Serie definitiv auch geholfen hat. Sie waren noch nicht so omnipräsent und wenn sie da waren, waren sie meistens relativ knapp gehalten und haben sowohl Bezug zur etablierten Persönlichkeit der Charaktere, als auch zum Folgenspezifischen Ranger-Geschehen. Es wurde häufiger mal als „Witz“ präsentiert, wie z.B. als Chase noch seine Kopfhörer drin hatte, als Riley sich bei ihm entschuldigen wollte oder es wird am Ende mit einem „Sorry, dass ich…“ „Ach, vergiss es einfach.“, abgetan wodurch es einfach weniger wie eine Priorität wirkt, sondern mehr wie ein kleiner Nebenaspekt. Und was ich zum Beispiel auch ganz gut fand, das war das mit Chase Konzentration Problem, weil es nicht einfach nur ein stumpfes „du hast scheiße gebaut, jetzt entschuldige dich“ war, sondern man einen kreativen Weg gefunden hat, mit dem Problem umzugehen. Erst in der Super Hälfte hat sich das Ganze dann immer mehr zu dem entwickelt, womit wir uns auch in Dino Fury immer noch rumschlagen müssen, bei dem irgendein Charakter sich einfach offensichtlich falsch verhält, dann von irgendjemandem eingetrichtert bekommt, dass das Scheiße war und sich am Ende melodramatisch entschuldigen muss. Ob es jetzt dieser ehemalige Kollege von Riley ist, der ihn Grundlos als Spatzenhirn bezeichnen, weil er eifersüchtig ist oder Riley selbst, der seine unerfüllte Leidenschaft für Baseball (die btw. komplett aus dem nichts gekommen ist) auf Koda projiziert und ihn dazu zwingt für ihn Spiele zu gewinnen. Solche Plots sind auf Dauer einfach nervig. Ich würde sagen, dass es hier noch im Schnitt etwas weniger häufig negativ auf die Rangers zurück gefallen ist, als in Dino Fury, aber immer noch oft genug, um sie im Vergleich zur ersten Hälfte etwas nach unten zu ziehen.

Den Start der Serie finde ich nach wie vor richtig gut. Wie bereits in meinem Staffelstart Marathon gesagt stört es mich zwar immer noch so ein wenig, dass sich diese Blaster einfach so materialisieren, sobald sich jemand mit einem Energem verbindet, aber ansonsten war das vor allem Verglichen mit Megaforce ein sehr angenehmer Start, der sich vom Stil her deutlich mehr nach der Disney Ära angefühlt hat. Was ich auch sau cool finde ist, dass die Staffel nach den Opening Folgen direkt mal den Background der bereits bestehenden Rangers aufgegriffen hat und erklärt hat, wie Koda und Chase eigentlich zu ihren Energems gekommen sind, nach dem man es bei den anderen drei ja live mit verfolgen konnte. Sie hätten jetzt auch bis Mitte der 20er warten können, das zu adressieren, aber man hat sich dazu entschieden, die wichtigen Fragen vorweg zu nehmen, bevor sie für Verwirrung sorgen. Find ich sehr lobenswert.
Die gesamte Storyline, die zum Debut von Ivan hinarbeitet find ich auch nach wie vor sehr stark. Indirekt angefangen hat es ja praktisch schon mit der Suche nach dem Ankylozord, durch die Einführung dieses E-Tracers und von da weg waren die Übergänge bis zum Debut des Gold Rangers sehr fließend. Man hat Stück für Stück die einzelnen Elemente eingeführt, bis alles in einem logischen Climax gemündet ist, mit dem aufgeladenen Dino Charger und dem Standort des Pterazords, über dessen Debut, bis zum Erscheinen des Goldenen Energems und dieses ganzen Zandar Themas, im Zuge dessen man dann auch gleich Prinz Phillip eingeführt hat, der dann ja später zum Graphit Ranger wird. Das hat sich alles einfach sehr durchdacht angefühlt und durch das ganze Build Up war auch das eigentliche Debut von Ivan sehr effektiv. Insgesamt mit Sicherheit das beste 6te Ranger Debut der gesamten Neo-Saban Ära. Das einzige was halt ein bisschen random war, ist die Tatsache, dass Ivan direkt nach seiner Befreiung gleich über alles Bescheid weiß und loslegt, sich zu verwandeln und die Zords zu benutzen, als hätte er nie was anderes gemacht. Dieser Aspekt hat in Kyoryuger deutlich mehr Sinn gemacht. Aber naja.
Nach der Gold Ranger Storyline gab’s einen kleineren Durchhänger, mit ein paar etwas schwächeren und weniger relevanten Folgen. Unter anderem die Folge mit dem stinkenden Gas oder auch dieser Plot, bei dem Chase sich über Shelby’s Musikgeschmack lustig gemacht hat, der schon sehr stark in die Richtung der späteren Moralplots ging. Vor allem bin ich auch kein großer Fan davon, dass sowas dann Auswirkungen auf Chase’s Verbindung zum Energem hat, was dann dazu führt, dass dieser Dino Armor-X Charger nicht funktioniert. Die Einführung des Graphit Rangers war dann aber wieder ziemlich gut, auch wenn ich diese Geschichte mit Chases Schwester immer noch etwas konstruiert finde, aber ich mag das Konzept, dass Phillip aktiv versucht ein Ranger zu werden. Die Halloween Clipshow war eigentlich auch solide, wahrscheinlich sogar eine der besseren, die letzten Jahre, definitiv besser als alle von Megaforce und Samurai.
Danach ist der Plot wieder deutlich dichter geworden. Den Neuseeland Zweiteiler fand ich ziemlich gut. Ich hätte zwar im Zweiten Teil auf die „Redemption“ dieses arroganten Professors verzichten können, aber ansonsten war das alles eine recht coole Story um sowohl den lilanen Energem (ich weigere mich ihn als „Purpur“ zu bezeichnen) als auch den Plesiozord einzuführen. Der finale Zweiteiler war ziemlich stark. Im ersten Teil hier schon Heckyl einzubauen, damit er in der zweiten Staffel nicht so aus dem nichts kommt, fand ich ziemlich clever und diese ganzen Szenen auf Sledges Schiff im zweiten Teil waren auch sau stark. Man hatte hier zwar leider keinen harten Cliffhanger, von den Mid-Season Finals der letzten 4 Staffeln war es aber definitiv das Beste. Ich find’s gut dass die Rangers hier immerhin nicht ihre Kräfte verloren haben und so gesehen in Bereitschaft geblieben sind, auch wenn sie sich ruhig mal davon vergewissern hätten können, ob Sledge wirklich Tod ist. Auf jeden Fall aber ein besserer Staffelübergang als Ninja Steel und Dino Fury.

Danach muss ich aber schon sagen, dass man den Stilwechsel langsam aber sicher immer mehr gemerkt hat. Man hatte das Gefühl, dass Storylines zu schnell abgefertigt wurden (wie beispielsweise Heckyls Undercover Plot), um Platz für Folgenhandlungen zu machen und selbst in die relevanteren Folgen hat man immer noch irgendwelche Moralplots gequetscht. Die Einführung des Dino Super Charge Modus fand ich btw. auch ziemlich random. Die des ersten Dino Drive Modus hat irgendwie noch halbwegs Sinn gemacht, aber dieser Dino Super Drive Modus hatte gefühlt eigentlich keinen größeren Nutzen. Das Debut von Singe war halbwegs solide (wenn vielleicht immer noch etwas random), wäre aber auch besser gewesen ohne den B-Plot. Generell hätte dieser Plot mit Kaylee auch locker ohne diese übertriebene Selbstverliebtheit von Chase funktioniert. Trotzdem immer noch besserer „Ich bin verliebt in einen Ranger“-Plot als der von Timeranger.
Die Einführung des Aqua Rangers fand ich ehrlich gesagt nicht sonderlich gut. Die ganze Folge war einfach viel zu überladen, mit dem „Tyler wird zum Dino“ Plot, dem Debut des Aqua Rangers & der Einführung des T-Rex Super Charge Modus. Zusätzlich natürlich zum obligatorischen Moral-Plot, der auch eher nervig war, mit dem unnötigen Streit zwischen Shelby und Tyler. Man hat rückwirkend zwar immerhin noch halbwegs solide erklärt, was James die letzten 10 Jahre gemacht hat und warum er gerade jetzt auftaucht, aber trotzdem hat sich sein Erscheinen schon irgendwie ziemlich random angefühlt. Und was ich mich auch frage ist, wenn dieser Rusty die ganze Zeit über alles Bescheid wusste, was sollte dann dieser komische Brief und das Treffen mit Tyler in der Folge zuvor? Er hat ihn herbestellt, nur um ihn dann anzulügen und wieder weg zu schicken? Wozu das Ganze? Folge 6 war eigentlich ganz gut, wahrscheinlich sogar eine der besseren Folgen, zumindest gab’s hier keine ganz so offensichtlich ins Gesicht gedrückte Moral.
Die Phase zwischen der Aqua Ranger Story und dem Debut von Lord Arcanon und Co. hat sich dann wieder ziemlich gezogen ist. Eigentlich der Großteil der Folgen hier war lediglich durch ein paar so Kleinigkeiten wie den Einführungen vom Dino Victory Charger und dem Dino X Charger oder etwas Teasing auf den Silbernen Ranger halbwegs relevant, während es sonst eigentlich nur um den jeweiligen Folgenplot ging. Das einzige größere Ereignis in dieser Phase war die Einführung des Titanozords und die fand ich eigentlich auch ganz gut. Schon allein, weil ich hier das Gefühl hatte, dass es wirklich der primäre Fokus der Folge war. Die Moral war relativ klein gehalten und ist nur ganz am Anfang und ganz am Ende kurz aufgeploppt, der Rest hat sich auf das Wesentliche fokussiert. Nur den Vorwand, James am Ende ein zweites Mal wegzuschicken, jetzt wo der Silberne Energem nicht mehr gefunden werden muss, fand ich ziemlich schwach. Der erste war noch halbwegs plausibel, aber Heckyls Basis finden? Ernsthaft? Selbst mit dem kleinen Halbsatz Ende der Staffel, dass sie das Schiff getarnt haben, find ich es doch etwas arg grenzwertig, dass die Rangers nicht in der Lage dazu sind, ein ganzes Schiff voller Monster, das irgendwo mitten im Wald rum liegt, zu finden. Sie wussten doch, wo es abgestürzt ist. War es wirklich so schwer darauf zu kommen? Diese Lovestory Folge war im Prinzip auch in Ordnung, nur diese mangelnde Kommunikation zwischen Chase und Kaylee war halt etwas anstrengend. Ich verstehe schon warum und ich find’s auch lobenswert, dass es am Ende wirklich dazu geführt hat, dass Kaylee Chases Identität erfahren hat, aber diese Szenen in denen Chase dem Monster schöne Augen machen muss, während ihn seine Freundin sieht, war echt hart an der Schmerzgrenze. Vor allem weil halt auch SO offensichtlich war, dass es darauf hinauslaufen würde. Hätte er den anderen nicht wenigstens sagen können, dass sie Kaylee ablenken sollen oder sowas?
Die Einführung von Lord Arcanon und Doomwing hätte für meinen Geschmack ruhig etwas klimaktischer sein können. Das war vom Set Up her definitiv eine Folge, die auf dem Papier deutlich besser war, als sie sich letztlich angefühlt hat. Gerade dieser Kampf gegen Heckyl ist irgendwie nicht so spektakulär rüber gekommen, wie er es hätte tun müssen. Vielleicht hätte es geholfen, diesen Zord-Klau Plot in einer separaten Folge zu behandeln und sich erstmal nur auf die Ankunft von Arcanon zu konzentrieren, um die neue Situation zu etablieren. Außerdem fand ich’s ehrlich gesagt nicht so geil, dass Arcanon, den Titano Charger am Ende einfach weg schmeißt und die Rangers so gesehen nicht mal darum kämpfen mussten, ihre Zords zurück zu bekommen. Generell hatten die Rangers in der Folge gefühlt eigentlich gar nichts zu tun außerhalb des obligatorischen B-Plots. Die Story um Zenowing und Doomwing fand ich dann aber doch eigentlich ganz gut. Ich mag die Idee, die beiden auf das gleiche Konzept zurück zu führen wie Heckyl und Snide. Das mit der Trennung wurde gut umgesetzt und der anschließende Kampf zwischen Zenowing und Doomwing um das silberne Energem hat mir auch ganz gut gefallen, schon allein, weil das eine der wenigen Folgen war, bei denen ich tatsächlich Gefühl hatte, dass sie sich ganz auf die Sache fokussiert, weil sie es geschafft hat, die Moral der Woche vernünftig in die Haupthandlung einzuarbeiten, anstatt es einfach nur als random B-Plot in den Raum hinein zu werfen. Außerdem fand ich es hier auch durchaus verständlich, dass Zenowing anfangs ein bisschen arschig und einzelgängerisch war. Sich Millionen von Jahren den Körper mit einem Schurken teilen zu müssen, geht nicht spurlos an einem vorbei.
Das Ende von Arcanon und Singe fand ich allerdings wieder EXTREM antiklimaktisch. Sledge taucht einfach so aus dem nichts wieder auf und jagt sie in die Luft. Kaum Build Up, kein abschließender Kampf oder irgendwas. Einfach ein Schuss und beide sind tot. Wow. Vor allem weil sich der Rest dieser Folge eigentlich auch mehr nach nem One Shot Plot angefühlt hat, mit dem Schurkenwechsel nur random hinten dran gehängt. Es war sogar zugegeben einer der besseren One Shot Plots, aber einfach nicht das was man sehen will, als Build Up zum Tod zweier Hauptschurken. Generell muss ich auch einfach sagen, bin ich nicht so sicher, was ich davon halten soll, dass man Sledge da am Ende so random zurück gebracht hat, um ihn nach fast 17 Folgen Abwesenheit doch noch zum Hauptfeind der letzten drei Folgen zu machen. Wenn dann hätte man meiner Meinung nach früher auf eine Rückkehr hinarbeiten müssen und seine Crew vielleicht eine Zeitlang parallel zu Arcanons existieren lassen, damit der Übergang etwas organischer wird. Ich persönlich hätte allerdings auch nicht unbedingt was dagegen gehabt, wenn man Sledge einfach wirklich im Finale der ersten Staffel hätte sterben lassen (vielleicht mit nem etwas spektakuläreren Kampf verbunden) und es dann einfach bei Arcanon oder Snide als Hauptantagonist der zweiten Staffel belassen hätte. So war das wieder irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes.
Das eigentliche Endgame fand ich im Großen und Ganzen auch etwas holprig. Die erste Folge war im Wesentlichen nur dazu da um den Spinozord einzuführen und die Redemption von Heckyl vorzubereiten, was eigentlich auch ganz gut funktioniert hat, auch wenn man vom Inhalt her locker diese und die Folge davor hätte kombinieren können, um anschließend noch mehr Zeit für den Rest zu haben. Die zweite Folge war meiner Meinung nach der beste Teil des Endgames. Der Kampf gegen die Greenzillas war solide und den Kampf gegen Snide fand ich eigentlich auch ganz gut, inklusive einer schönen Basiszerstörung. Gab’s schon eine Weile nicht mehr. Außerdem muss ich sagen, dass ich die Redemption von Heckyl durch das vorherige Build Up relativ gelungen fand. Gerade wenn man es auch mal mit Void Knight vergleicht, hat sich das hier eigentlich schon relativ natürlich angefühlt.
Das Finale muss ich aber sagen, ist halt immer noch eine ziemliche Katastrophe in jeglicher Hinsicht. Mal abgesehen davon, dass es sich generell ziemlich gepresst angefühlt hat, war dieser gesamte Plot den dunklen Energem zu zerstören einfach von herein vollkommen bescheuert. Hat Keeper ernsthaft nie darüber nachgedacht, was passieren würde, wenn man den dunklen Energem zerstört? Vor allem, sie haben ja nicht mal versucht Sledge und sein Schiff anzugreifen oder auch einfach nur diese Seile zu kappen. Warum setzen sie alles auf so einen riskanten Plan, ohne zu wissen, welche Folgen es haben könnte, ohne zuvor wenigstens mal zu versuchen, alle normalen Optionen auszuschöpfen? Dass die „ultimative Power der Energems“ jetzt ausgerechnet Zeitreise ist, kommt halt auch ziemlich random rüber und auch irgendwie sehr deus-ex-machina, weil es halt zufälliger Weise genau das ist, was sie jetzt brauchen nach der Zerstörung der Erde. Und warum genau mussten sie gleich 65 Millionen Jahre zurück reisen, um Sledge aufzuhalten. Hätten es ein paar Stunden nicht auch getan? Nicht dass es an der Grundsituation irgendwas ändern würde, zumal nach der Zeitreise Logik, die die Serie anscheinend anwendet (was spätestens durch Ninja Steel ja auch nochmal bestätigt wird), die originale Erde endgültig zerstört bleibt, mit all ihren Bewohnern, nur die Erde in der neu erschaffen Zeitlinie hat überlebt. (Was, nur um es nochmal zu betonen, einzig und allein die Schuld der Rangers ist, nicht die von Sledge). Aber so hätte man sich zumindest ein paar Logikfehler, im Bezug auf die Folgen der Zeitreise sparen können. Ich finde halt nach wie vor, allein die Vorstellung, dass die Menschheit entstanden wäre, wenn die Dinosaurier überlebt hätten, vollkommen hirnverbrannt, ganz zu schweigen davon, dass sich natürlich auch die restliche Menschheitsgeschichte exakt gleich entwickelt hat, bis hin zu dem Punkt, dass an exakt der gleichen Stelle, exakt das gleiche Gebäude steht, für das exakt die gleichen Leute arbeiten, nur dass es halt jetzt ein Dino Zoo anstelle eines Museums ist. Ist klar. Außerdem bin ich nicht sicher, ob es sowas wie die Zords oder Dino Charger (die sie in der Epilogfolge ja wie selbstverständlich benutzt haben), überhaupt geben sollte, schließlich wurden die ohne die Existenz von Sledge ja niemals gebraucht. Und Heckyl soll gemeinsam mit Zenowing sogar noch weiter in die Vergangenheit zu Sentai 6 reisen, um die Zeitlinie noch weiter zu zerstören? Vor allem funktioniert das mit der etablierten Zeitreise logik doch gar nicht. Es würde doch nur eine weitere Zeitlinie entstehen. Also wozu das ganze? Keine Ahnung was zur Hölle man sich bei diesem Finale gedacht hat. Selbst aus Produktionssicht versteh ich den Sinn dahinter nicht. Alles war man in der Vergangenheitszeitlinie gemacht hat (abschließender Bodenkampf mit den ganzen Crew, Sledge in die Sonne werfen, etc.), hätte man auch ohne weiteres in der Gegenwart machen können.


Die Dino Charge Rangers gehören trotz der zweiten Hälfte definitiv immer noch zu den besseren Teams, würde ich sagen. Es ist vielleicht nicht ganz auf dem obersten Disney Niveau von Dino Thunder, Overdrive und RPM aber auf jeden Fall besser, als alles was seit dem noch gekommen ist. Ich würde es wahrscheinlich in etwa auf die gleiche Stufe stellen, wie die Samurai oder Lieghtspeed Rangers. Ich würde sagen, dass meine Favoriten immer noch Chase und Koda sind, auch wenn Chase im Laufe der Zeit doch ein paar so Momente hatte, in denen er etwas unsympathisch gewirkt hat, aber sein Humor gleicht das einigermaßen aus. Shelby muss ich sagen, hab ich dieses Mal sogar fast besser wahrgenommen, als davor immer. Das schwächste Glied des Grundteams ist wahrscheinlich Riley, auch wenn er immer noch solide ist. Der einzige Charakter, der wirklich komplett blass geblieben ist, ist James.
Keeper war als Mentor in Ordnung (wenn man von seiner glorreichen Idee, den dunklen Energem zu zerstören mal absieht), aber ich muss schon sagen, dass mir zu ihm halt einiges an Background fehlt. Man hat z.B. nie erfahren, was er überhaupt mit den Energems zu tun hat oder wo er eigentlich herkommt. Außerdem frage ich mich, was zum Teufel er die letzten 65 Millionen Jahre, nach dem Absturz der Asteroiden gemacht hat. Wieso ist er erst jetzt auf die Idee gekommen nach den Energems zu suchen? Und wie genau hat er eigentlich Kendall kennen gelernt? Sie arbeitet zu Beginn der Staffel einfach wie selbstverständlich mit irgend so einem Alien zusammen, ohne dass man dazu jemals irgendeinen Kontext bekommt. Dafür muss man der Staffel aber zugutehalten, dass sie überhaupt keine außenstehenden Comedy Charaktere hatte. Sicherlich auch ein Aspekt, der den Protagonisten hier enorm geholfen hat, da sie ihren Fokus halt nicht mit irgendwelchen irrelevanten Nebenrollen teilen mussten.

Die Schurken find ich im Großen und Ganzen in Ordnung würde ich sagen. Definitiv besser als die von Megaforce oder Ninja Steel, aber sicherlich keine der besseren Gruppen. Was man ihnen definitiv geben muss, ist die Tatsache, dass insgesamt relativ viel Bewegung drin war, gerade in der Super Hälfte, mit den ganzen Machtwechseln. Die Einzelcharaktere konnten hier jetzt aber nicht allzu viel reißen.
Sledge find ich halt nach wie vor so ein bisschen mittel, wenn ich ehrlich bin. Ich weiß viele mögen ihn, aber ich find ihn zuweilen halt doch etwas schwer ernst zu nehmen. Nicht so schlimm wie Lothor oder Divatox, aber tendenziell ist er halt auch ein eher humorvoll angelegter Charakter, der eher wenig bedrohlich rüber kommt und mir nicht wirklich dieses „Deshalb hat er hier das Sagen“ Gefühl vermittelt. In gewisser Weise gibt er mir teilweise so frühe Rita & Zedd Vibes. Ist ok, kann für mich jetzt aber nicht mit dem durchschnittlichen Niveau der Post-Zordon und Disney Schurken mithalten.
Heckyl und Snide find ich da schon deutlich besser, gerade Heckyl gehört für mich ganz klar zu den besten Schurken, die wir die letzten Jahre hatten (was zugegebenermaßen jetzt nicht unbedingt die riesen Messlatte ist). Im Gegensatz zu seinen Kollegen war er halt relativ strategisch und ein paar seiner Pläne haben im Grunde ja sogar funktioniert (z.B. das mit dem Gedächtnisverlust). Wie gesagt fand ich auch seine Redemption gut. Hat auf jeden Fall, mit den Informationen, die man über ihn bekommen hat, Sinn gemacht und es hat auch nicht seinen bisherigen Charakter in Frage gestellt. Snide war als sein „wirklich böser“ Gegenpol definitiv wichtig, damit Heckyl funktioniert. Er war zwar jetzt von der Persönlichkeit her auch nichts irrsinnig krasses, ich würde ihn aber definitiv über Sledge stellen.
Arcanon war in der Theorie ganz cool, aber um wirklich zu glänzen, hatte er einfach nicht genügend Screentime. Ich denke wenn man ihn etwas früher gebracht und am Ende auch zum Endgegner gemacht hätte, dann hätte er durchaus das Potential gehabt, ein starker Mastermind Typ Schurke zu werden, aber so hat er sich halt doch etwas verschwendet angefühlt.
Die Generäle waren größtenteils alle solide. Fury hatte seine beste Phase definitiv in der Gold Ranger Arc, danach hat sich seine Relevanz leider so ein bisschen in Grenzen gehalten. Außerdem find ich es nach wie vor etwas irritierend, dass er es in 65 Millionen Jahren nicht geschafft hat, einen einzigen Energem zu finden (auch wenn sich die Serie dafür wenigstens konstant über ihn lustig macht). Wrench und Singe hatte ihre Momente, wobei man letzteren für meinen Geschmack auch sehr verschwendet hat. Das schwächste Glied ist mit Sicherheit Poisandra. Sie hat eigentlich nie wahnsinnig viel beigetragen, außer Sledge das Leben schwerer zu machen.
Was ich noch positiv erwähnen will, das ist das Monsterkonzept, mit den gefangenen Verbrechern von Sledge, die sich durch den Kampf gegen die Rangers ihre Freiheit erkaufen wollen. Ist ein kreatives Konzept, dass man bei Power Rangers in der Form noch nicht hatte. Und ich find’s gut dass man zeigt, wie sie von Sledges Schiff runter und wieder rauf kommen.


Im direkten Vergleich mit den anderen Neo-Saban/Hasbro Staffeln, liegt Dino Charge damit für mich klar über Megaforce, Ninja Steel und Dino Fury aber definitiv hinter Samurai. Beast Morphers würde ich im Moment auch leicht vorne sehen, da würde mich ein Rewatch auch durchaus reizen, um nochmal den direkten Vergleich zu haben, was momentan aber schwierig ist, wenn der Youtube Kanal nicht den Rest der ersten Staffel hochlädt. Gleiches gilt auch für Ninja Steel, nur dass ich da relativ wenig Potential sehe, dass sich meine Meinung großartig verändert. Die erste Hälfte von Dino Fury hab ich im Zuge der Vorbereitung auf Staffel 2 auch nochmal angeschaut und die ist ja in ein paar Tagen ebenfalls vorbei, womit ich meinen Power Rangers Rewatch jetzt auch erstmal für beendet erklären würde.
Jetzt wo ich die beiden ja tatsächlich mehr oder weniger parallel zueinander gesehen habe, muss ich btw. auch nochmal sagen, dass ich keinen wirklich signifikanten Unterschied zwischen der Qualität von Dino Fury und der Super Hälfte von Dino Charge erkennen kann. Weniger Kampfgequatsche und bessere Musik vielleicht, aber ansonsten haben die beiden größtenteils die gleichen Probleme an den gleichen Stellen. Darauf geh ich dann aber in der Dino Fury Review nochmal genauer ein.
:go-bustersenter:

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